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noch 485 vorsch
ung
3 herstellen und den Befestigungsring teben.
Rur langsam konnte sich 1 5 im Laufe der Jahr⸗
inderte weiter entwickeln, tro
r besonderen Fürsorge
einer Fürsten und Herren. Auch die Gründung der Lan⸗ desuniversität im Jahre 1607 hatte auf die äußere der Stadt weni nl Die Stürme des
Entwicklur
Befreiun über. 28
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Dreißig⸗ u Siebenjährigen Kriege iungskriege gc an der Stadt nicht spurlos vor⸗
vor etwa 100 J
Wallbefestigun
Ausdehnung Sta!
die Hälfte des 19. Jahrhunderts trotz des
„der Revolutions⸗ und ahren die Festungsmauern und die
flelen, waren die Bedingungen sleh größeren *
Stadl gegeben. Aber 6 1 5* 15 über nes der Main⸗
Wefser⸗Bahn im Jahre 1849/50 und der Eröffnung der abc Gießen— Deutz im Jahre 1862 ein kleines stüdtisches Gemeindewesen, dessen Bewohner sich vorzugs⸗ weise von Ackerbau und Viehzucht ernährten.
Dankbar für das im Laufe der Zeit Errungene, beging man am 25.
ug ust 1865 zugleich mit dem Namenstag des Großherzogs
Ludwig III. die 660 jährige Vereini⸗
gung Gießens mit den hessischen Landen. Tags zuvor wurde in den Schulen auf die— des Tages hingewiesen.
Am Festtage selbst, morgens um
Uhr, wurde vom Kirch⸗
turme aus die Feier durch den Vortrag von Musikstücken eingeleitet. In den Mädchenschulen wurden Brezeln ver⸗ teilt. Die— 9 9— nahmen an dem Jugendfest im
Philosophenwald te
„wozu sich der Festzug um 1 Uhr auf
dem„Brand“ aufstellte. Am Abend fand eine bengalische Beleuchtung des Festplatzes im e et statt. Ueber⸗
gehen wir die Erwähnung der Ereignis
e der folgenden Jahr-
zehnte, die auf die Entwicklung der Stadt fördernd ein⸗ gewirkt haben; sie gehören der Gegenwart an. Gießen hat durch die Fürsorge der Landesregierung und der Stadtver—
waltung namentlich in den letzten zwei
Jahrzehnten in in-
dustrieller Beziehung einen bedeutenden Aufschwung ge⸗ wonnen, der sich äußerlich in der Ausdehnung der Stadt nach allen Richtungen zeigt. Möge die Stadt auch in Zukunft wachsen und gedeihen, nicht btoß an äußerem Umfang und an Einwohnerzahl, sondern auch an Wohlstand und Tüchtig⸗ ewohner! Dr. H. B.
* Auf dem Felde der Ehre gefallen.
keit ihret
Alsfeld.—
5(Aus Musk. Heinr. Krieg
Hen und den Nachbargebteten oppert, Ink.⸗Agt. 116, au ssreiwill. Unteressizier Heinr. K onzheimer,
Ins.⸗Agt. 222, aus Roth bei Marburg.
Den Geburt
ossen.
HFortbildungsschule im Winter 1915/16. Auch in diesem Winter hat das Großh. Ministerium für Schulangelegenheiten troß der dahingehenden Anträge von verschiedenen Seiten, insbesondere aus erzieherischen Grün⸗ den von einem Schließen der Fortbildung.s⸗ 1 16185 abgesehen. Es macht jedoch die Kreisschulkom⸗ missionen darauf aufmerksam, daß von dieser Seste das weitgehendste Entgegenkommen bei berechtigt erscheinenden tungs- und Urlaubsgesuchen stattzufinden hat. Beson⸗ ders wird eine umgehende 1[ der eingehenden Ge⸗
Befreiu
suche empfohlen.
o ein geordneter Schulbetrieb nicht auf⸗
recht zu erhalten ist, ist die Fortbildungsschule zu schließen. Gründung eines Hausfrauenvereins. Gießener Hausfrauen haben sich entschlossen, der Lebens- mittelteuexung entgegenzutreten, wie dies den Hausfrauen anderer Städte bereits mit Erfolg gelungen ist.(Marburg, Eisenach, Heilbronn u. a.) In einer Vorbesprechung, an der
15
zuberufen.
Ziele; des
Mittel und W̃ frauenverein er
eine größere Anzahl Hausfrauen teilnahm, würde der Ent⸗ a e einen Verein zu gründen und zu diesem e eine Versammlung der Gießener Hausfrauen ein⸗
In dieser Versammlung sollen die Zwecke und Vereins von sachkundiger Seite dargelegt werden. Frau v. d. Groeben aus Eisenach, die Vorfitzende des dortigen Hausfrauenvereins, hat es übernommen, über
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ge zu berichten, die der Eisenacher Haus⸗ olgreich anwandte, um der immer unerträg⸗
licher werdenden Steigerung der Preise für alle Lebensmittel zu begegnen. Der Vortrag wird am Dienstag, den 21. d. M.,
abends 8¼ Uhr deutung der frau es ermö
dem zu gründ
schlossen g
Um jeder
8
„in der großen Aulg stattfinden. Bei der Be⸗ ache für jeden Hausstand sollte jede Haus⸗ glichen, in die Versammlung zu kommen und enden Hausfrauenverein beitreten, um ge⸗ en die Lebensmittelsteigerung 8 zu machen. ausfrau den Beitritt. in den
erein zu ermög⸗
lichen, wird der jährliche Mitgliedbeit 50 Pfg. bis 1 Mark 5 70 1 F
* Die Ablieferungsstelle für Metalle ist
8 in eine Schulbaracke auf dem Hofe der Stadt⸗
eine Hol
chule verlegt, und außerdem ist unmittelbar daneben tte zur Annahme von größeren Mengen von
Metall eingerichtet worden. Durch die neue Anordnung voll⸗
as sich das Abli
r frfiheren Einrichtung im Keller der Aliceschule. Neuer⸗ dings konnten der Handel, das Handwerk und die Industrie
mit ihren Metallschätzen stärker Fee schätzen s—
kolhen un liesbrt. Man sieht dabei man alten Ladenhüter. Gestern
die eine s
Andran
Rapper 57 no er brachte, nahmestelle 1255 ist. Aber au
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ch andere Enttäuschungen kommen vor. Eine rau aus mittleren Bürgerkreisen hatte all ihre blanken etallgegenstände, einen ganzen Waschkorb voll, zur An⸗
um Wort kommen. Einzelne
ben ganze Sätze messingner Kessel, kupferne Löt⸗ sonstige Artikel in Messing und Kupfer abge⸗
wurde auch eine ganze alte Breuneretein richtung,
chwere Menge Metall enthielt, zur Ablieferung ge⸗ bracht. Auch das städtische Hochbaualtt tallen dienen, die einen schweren mund denen man anmerkte, daß die mancher verschwiegenen Ecke gelagert
konnte mit Me⸗ Wagen voll ausmachten, Gegenstände schon in hatten. Aber auch der
von privater Seite zur Ablieferung von Metall ch stark. Eine Frau von Wieseck, die ihr
mußte abgewiesen werden, weil die An⸗ für die Gießener Bürgerschaft eingerichtet
estelle geschafft. Leider erfuhr sie, d II i ü 7 5 gehaltenen ug r dan
Ein Ehrenpreis von einer Hundeausstellun gewichtig sich ausnahm, erwies sich als nickelt, eine Kaffeekanne mit dazu gehörigem Milchtopf,
der schwer und ußeisen ver⸗
60
uckerschale und Servierbrett war eitel Blech, ein Album⸗
a bekannt, 25
unserer
Städten se
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der, der bisher das Heiligtum der guten be gebildet te, wurde für Talmtimeffing erflärk— Die Stadtaffe t bisher für übernommenes Kupfer usw. 15000 Mark
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0 Alle im Großherzogtum gten⸗
s Altenburg bei
5. stog der Großherzogin ehren die öffentlichen Gebäude heute durch Flaggenschmuck. Die Schulen haben zur Feier des Tages schie.
eferungsgeschäft jetzt weit schneller als in
Iminister Dr. Braun ⸗Darmstadt in einer festlich gestimm⸗
„ d FFC
ten vaterländischen Versammlung anläßlich der neuen Kriegsanleihe. Einleitend beteuerte der Minister, daß es ihm selbstverständlich fern liege, etwa eine politische Rede zu halten, für ihn handle es sich ausschließlich darum, wie jeder andere Staatsbürger seine Kräste pflichtmüßig in den Dienst der zurzeit wichtigsten Aufgabe der Daheimgeblie⸗ benen zu stellen, freilich nicht in dem Sinne, als ob es noch nötig wäre, Begeisterung zu wecken, denn diese sei überall schon vorhanden. Es handle sich vielmehr um nichts anderes, als darum, Verständnis für Deutschlands Wirtschaftskraft und seine ge⸗ sunde Geldverfassung unter Heranziehung von Tat⸗ sachen, Bekanntgabe von Ziffern und Vergleichen mit dem Auslande in wette Kreise zu tragen. Allenthalben bestehe mit Recht eine günstige Auffassung von der deutschen Lage —„das deutsche Volt kennt seine Kraft“—, aber wie der Besuch der Versammlungen beweise, sei doch bei vielen das Bedürfnis vorhanden, ihre Auffassung von den Zusammen⸗ hängen wirtschaftlicher Dinge weiter vertieft zu sehen, was das Gefühl der Sicherheit stärke. Wer aufklärend wirke, tue nichts zur Sache, es komme nur darauf an, daß es überhaupt geschehe. Glänzend habe sich die deutsche An⸗ passungsfähigkeit an die schweren Verhältnisse bewährt, unsere Geldverfassung sei für die stärkste Belastungsprobe gerüstet. Daß er sich dessen freue und Verbreitung dieser Kenntnis wünsche, werde man ihm nachfühlen können, denn es handle sich um Tatsachen, auf die alle, nicht nur die Wissenden, stolz sein dürften.
Hessen⸗Nassau.
(Marburg, 16. Sept. Das Landratsamt hat einen Preisüberwachungsausschuß eingerichtet. Diesem wird aufgegeben, alle erwiesenen Fälle von Wu⸗ cherpreisen zur Anzeige zu bringen. 8
Marburg, 16. Sept. Auf der Landstraße von Cölbe nach Marburg verunglückte gestern abend der 19 Jahre alte Sohn des im Felde weilenden Gasthofbesitzers Aug. Briel da⸗ durch, daß er mit seinem Rad gegen einen Baum fuhr und die Böschung hinunterkollerte. Passanten fanden den besinnungslos dort liegenden jungen Mann und sorgten für seine Ueberführung in die Klinik, wo er bald darauf seinen Geist aufgab. Der Verunglückte sollte in den nächsten Tagen ins Heer eintreten.— Am nächsten Mittwoch, Freitag und Sonnabend hält die O bst⸗ verkaufsvermittlungsstelle für den hiesigen Kreis im Fronhof hier Verkaufstage ab. Trotzdem die Aepfel- und Birnen⸗ ernte in hiesiger Gegend in diesem Jahre sehr reichlich ausfällt, wurden bis jetzt bei den verschiedenen Gemeindeobstverkäufen hohe Preise erzielt. g
n. Weilburg, 16. Sept. Major Hassel vom Reserve⸗ Insanterie-Regiment Nr. 26 wurde zum Kommandeur der hiesigen Unterofsfizierschule ernannt.
Aus der Rhön, 16. Sept. Im Schacht der Gewerk- schast Heiligenroda gerieten mehrere Bergleute beim Nach- prüsen von Sprengschüssen in giftige Nachschwaden und fielen be- wußtlos nieder. Trotzdem sofort die Rettung der Leute auf- genommen wurde, waren doch bereits ein Steiger und zwei Bergleute in den Gasen erstickt. 0
Bad Kreuznach, 16. Sept. Der langjährige Theater⸗ direktor Alfred Helm beging heute sein fünfzigjähriges Bühneu jubiläum. Helm, der eine hervorragende Begabung für das charakter⸗komische Schauspielfach bezeigte und mit solchen Rollen auf vielen Bühnen im In- und Auslande und drüben in Amerika starke Erfolge hatte, lestete als Direktor die— 7 in Greßen, St. Gallen, Kaiserslautern, das Benards⸗Theater in Aachen und zuletzt seit 12 Jahren das Kurtheater in Bad Kreuznach.
t Waldeck hat im ersten Vierteljahr seiner Tatig⸗ it(15. April bis 1. Juli) 320 kriegsbeschädigte Personen beraten. Unter diesen befanden sich 3 völlig Blinde, 8 auf einem Auge Blinde, 40 Einarmige, 43 am Arm Gelähmte, 2, die beide Beine verloren hatten, 31 Ein⸗ beinige, 25 an den Beinen Gelähmte, 83 Herz-, Nieren- und Lungenkranke und 85 Hand⸗, Fuß⸗ und Kopfverletzte. 119 Leuten hiervon wurden Stellen vermittelt, 28 überwies man der Heimat. Aus ihrem Berufe mußten ausscheiden 18, im Beruf gehoben wurden 6, im erlernten Beruf verblieben 46 und einem Gewerbe wurden zugeführt 24 nicht gewerbliche Personen. Anmeldungen zur Aufnahme Kriegsbeschädigter in offene Stellen liegen seitens der Arbeitgeber in erfreu⸗ licher Zahl vor.— Die Ausgaben der Geschäftsstelle be— liefen sich im ersten Vierteljahr auf 6748,54 Mk. Die Ein⸗ nahmen betrugen 9000 Mk.; hiervon gaben die Landes- versicherungsanstalt Kassel 5000 Mk., die Landesversiche⸗ rungsanstalt Darmstadt 3000 Mk. und der Frankfurter Ortsausschuß 1000 Mk.
* Austauschgefangene. Am Mittwoch wurden aus unserem Gefangenenlager zirka 30 Austauschgefaugene nach Frankfurt a. M,. überführt, von wo sie mit Landsleuten aus den Lagern bei Kassel und Limburg gemeinsam die Reise nach der Schweiz fortsetzten, um von dort aus in ihre Heimat zurückbefördert zu werden.
Die Stadtknabenschule an der Nord-Anlage wird nach einer Vereinbarung zwischen der Stadt und der Militärbehörde als Kaserne für das Landsturmbataillon eingerichtet. Wo man die einzelnen Klassen der Schule unter— bringen wird, steht noch nicht ganz fest. 5
Die Gewerkschaft Gießener Braunstein⸗ bergwerke vorm. Fernie hat für die neue Reichs- anleihe 100 000 Mark gezeichnet.
Wollbeschlagnahme. Eine neu erschienene Bekannt⸗ machung, deren Anordnungen mit dem 18. September 1915 in Kraft treten, befaßt sich mit dem Wollertrag der deutschen Schafschur 1914/15, sowie den bei den deutschen Gerbereien befindlichen Wollgefällen, soweit es noch nicht in das Eigentum von Fabrikanten von Heeres⸗ oder Marinebedarf übergegangen ift, und mit dem Wollertrag der deutschen Schafschur 1915/16, gleichviel, ob sich dieser bei den Schafhaltern, an son⸗ stigen Stellen oder noch auf den Schafen befindet. Der gesamte Wollertrag beider Schafschuren ist beschlagnahmt. Das Waschen des beschlagnahmten Wollertrages wird, soweit er noch nicht an Fabrikanten für Heeres⸗ oder Marinebedarf verkauft ist, genau geregelt. Die Wolle muß spätestens 12 Wochen nach dem Scheeren oder Fallen in einer der in der Bekanntmachung nament- lich aufgeführten Wollwäscherei eingeliefert werden. Das Ver⸗ kämmen der Wolle ist gänzlich verboten, soweit nicht durch eine ausdrückliche Verfügung der Kriegs-Rohstoff-Abteilung hierzu Er⸗ laubnis erteilt worden ist. Eine Veräußerung der beschlag⸗ nahmten Wolle darf nur noch an die Kriegswollbedarf-Aktien⸗ gesellschaft in Berlin, sowie an solche Personen, Firmen oder Gesellschasten erfolgen, welche die Wolle unmittelbar oder mittel⸗ bar an die Kriegswollbedarf⸗Aktiengesellschaft in Berlin verkaufen. Für die Lieferung der Wolle durch den Schafhalter sind eben⸗ falls bestimmte Vorschriften gegeben. In jedem Falle muß die Wolle spätestens 10 Wochen nach der Einlieferung in einer der zugelassenen Wäschereien in das Eigentum der Kriegswollhedarf— Aktiengesellschaft übergegangen sein; der Wollertrag 1914/%½5 muß bis zum 31. Dezember 1915 in dem Eigentum dieser Gesellschaft stehen. Ueber den von der Gesellschaft zu zahlenden Preis entscheidet endgültig die Kriegs-Rohstoff-Abteilung nach Anhörung einer Sachverständigen⸗Kommission, deren Zusammensetzung unter Zuziehung von Vertretern der verschiedenen Interessentenkreise geregelt ist. Die Kriegswollbedarf⸗Aktiengesell⸗ schaft verteilt die von ihr erworbene Wolle unter Genehmigung der Kriegs⸗Rohstoff⸗Abteilung an solche inländische Verarbeiter, welche die Wolle nachweislich zur Ausführung von Aufträgen der deutschen Heeres- und Marine⸗Verwaltung brauchen. Die Bekanntmachung enthält noch eine Reihe anderer Bestimmungen, so über Anträge von Schafhaltern auf Freigabe geringer Mengen Rohwolle zum Verbrauch im eigenen Haushalt und über die Mindestmengen, die bei einem Verkauf an die Kriegswollbedarf⸗ Aktiengesellschaft angeboten werden müssen. Außerdem wird auch das Scheeren der Schafe zu einer früheren als in anderen Jahren üblichen Zeit verboten. Der Wortlaut der Bekannt⸗ machung ist am Bürgermeistereigebäude zu Gießen angeschlagen und in heutiger Nummer des Kreisblattes abgedruckt.
Gummi, Guttaperchausw. Zu der Bekanntmachung über Bestanderhebung und Beschlagnahme von Kautschuk(Gummiß, Guttavercha, Balata und Asbest, sowie von Halb- und Fertig⸗ fabrikaten unter Verwendung dieser Rohstoffe(V. I. 663/6. 15. K. R. A; ist eine Nachtrags⸗ Bekanntmachung erschienen. Hiernach ist der Verkauf oder die Lieferung der in§ 2 Ziffer b unter IV
*. 1, 18 und 18 genannten und nach der früheren Be⸗ kanntmachung lediglich meldepflichtigen Gegenstände— insbe⸗ sondere alte Autoreifen, Luftschläuche, Gummiabfälle— vom 18. September 1915 ab nur noch an die Königliche Inspektion des Kraftfahrwesens in Berlin⸗ Schöneberg, Fiskalischestraße, oder an deren durch schriftlichen Auftrag ausgewiesene Beauftragte statthaft. Die in Gummi⸗ und Regenerierfabriken vorhandenen Bestände dürfen verarbeitet werden. Im übrigen sind die Gegen⸗ stände gemüß der Bundesratsverordnung über die Sicherstellung von Kriegsbedarf vom 24. Juni 1915 beschlagnahmt. Der Wort⸗ laut dieser Nachtrags⸗Bekanntmachung ist am Bürgermeisterei⸗ 1175 zu Gießen angeschlagen und in heutiger Nummer des
reisblattes abgedruckt. l
Landkreis Gießen.
Heuchelheim, 16. Sept. Die von der Gemeinde für Mittwoch, den 15. d. Mts,, anberaumte Gemeindeobst-Ver-⸗ steigerung hatte zahlreiche Käufer herbeigelockt; es wurden recht hohe Preise erzielt.— Landwehrmann Gerlach von hier starb infolge Krankheit im Lazarett zu Metz.
Kreis Büdingen. g
= Büdingen, 16. Sept. Die Kernobsternte der Kreisstraßenvflanzungen des Kreises Büdingen beträgt in diesem Herbst amtlichen Schätzungen zusolge mehr als vier- tausend Zentner; sie verteilt sich auf 45 Straßen.
1 Gettenau, 16. Sept. Ein 50 jähriger Mann fiel beim Abtragen von Kartoffeln vom Wagen, daß er das Rückgrat brach und kurz nachher verschied.
i Lißberg, 16. Sept. Den Tod fürs Vaterland starb der Musketier Karl Seum.
Kreis Alsfeld.
up. Ober⸗Ohmen, 16. Sept. Am letzten Sonntag sand in unserer Kirche eine Gedächtnis seier statt für drei Helden unserer Gemeinde, die in Frankreichs Erde ruhen. Den Ersten von ihnen, Heinrich Krebs, traf am 6. Juni eine Granate töd⸗ lich. Mit drei anderen Kameraden liegt er bei Neußville beerdigt. Wilhelm Stock fiel am 9. Mai bei einem Sturmangriff bei Moere durch einen Brustschuß. Karl Stein verstarb am 8. Mai im Lazarett zu St. Quentin. Seine Beerdigung sand mit militärischen Ehren auf dem Kriegerfriedhof zu St. Quentin statt.
Kreis Lauterbach.
M. Lauterbach, 16. Sept. Ein Wäschedieb treibt hier in den letzten 14 Tagen sein Unwesen. So wurde in der letzten Nacht wieder mehreren Bewohnern am Bahnhofsviertel eine An- zahl J N von 7 Bleiche 9 sich direkt bei* 9 ungen befindet, gest en. Dem Anschein nach treibt der Dieb 2 5 0 2 — den Mann e, Handel, 17 auch Wäsche gestohlen Kriegserklärung am 4. August 1914 befand es sich unterwegs an wurde, die für gewöhnliche Leute keinen Zweck hat. Bis jetzt hat] den Dardanellen, erhielt aber Befehl, sofort nach der Nordsee man von dem Täter trotz Inanspruchnahme eines Polizeihundes]abzugehen. Das Unterseeboot ist stärker geschädigt, als ursprünglich noch keine Spur. g angenommen wurde. Es zeigt über 100 Löcher im Rumpfe auf,
Kreis Schotten.
die teils von Granaten, teils von Maschinengewehrschüssen her⸗ Götzen, 16. Sept. Den Tod fürs Vaterland sta rb bei rühren. Die gröbsten Reparaturen werden mindestens vier Monate
U** einem Sturmangriff der Landsturmmann Karl Lang.
in Anspruch nehmen. Starkenburg und Rheinhessen.* a. Bingen, 16. Sept. Gestern abend sprach Finanz⸗
Vermischtes.
Ein Eisenbahnunfall.
Mülheim(Ruhr), 16. Sept.(Amtlich.) Heute vormittag fuhr dem von Düsseldorf in den Personenbahnhof Köln—Mülheim einfahrenden Personenzug eine Rangierabteilung in die Flanke. Beide Maschinen und einige Postwagen entgleisten und wurden beschädigt. Der die Rangierfahrt leitende Rangierer wurde getötet; fünf weitere Personen wurden leichtverletzt. Der Betrieb wurde durch Umleitung aufrechterhalten. Die Untersuchung über die Schuldfrage ist eingeleitet.
Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gieß
Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 18. Sept. 1915:
Heiter, trocken, warm.
Letzte Nachrichten.
Eine Audienz beim Zaren von Bulgarien.
Budapest, 17. Sept. Einer Bukarester Meldung des„Az Est“ zufolge empfing König Jerdinand den öster⸗ reichisch-ungarischen Gesandten Grafen Czer nin am Montag zu einer längeren Privataudienz.
Eine Unterredung mit König Konstantin.
Athen, 17. Sept. Der Sonderberichterstatter des„Berliner Tagebl.“ wurde von König Konstantin von Griechenland auf dessen Sommersitz in Staoti empfangen. Ueber die Unterredung schreibt der Berichterstatter: Es ist selbstverständlich, daß mir der König bei der heutigen Zeitlage in dieser Privataudienz keine für die Oeffentlichkeit bestimmten politischen Mitteilungen machen konnte, aber aus jedem seiner Worte sprach das Vertrauen in die weitere friedliche Zukunft seines aufwärtsstrebenden Volkes und der ehrliche und starke Wille eines Königs, der sich eins weiß mit seinem Lande und das Ideal in dem Fortschritt sucht, ohne jedoch den Boden der Tatsachen und der Wirklichkeit unter den Füßen zu verlieren. Es kann keinen gewissenhafteren König geben, leinen, der die ganze Schwere seiner verantwortungsvollen Auf⸗ gabe mehr auf sich lasten fühlt, aber auch keinen, der mit so großer Sachlichkeit und Streuge gegen Versuche, Wühlereien im Lande zu veranstalten, vorgeht. f
Das französische Parlament. 3 Genf, 17. Sept. Die französische Kammer und der Senat, die heute wieder zusammentreten, werden sich mit dex Angelegenheit der Brotgetreideversor gung zu be⸗ fassen haben. Der von der Kammer vorbereitete Gesetzentwurf ipfelt in der Einführung des en. für Brotgetreide und ermächtigt die Regierung zu Maßnahmen, wie der Ausgabe von Brotkarten nach deutschem Muster sowie zum Ankauf der entsprechenden Mengen von Reismehl aus den Kolonien als Zusatz zum Brotgetreide.
„E 13..
Kopenhagen, 17. Sept. Die Matrosen von dem bei Salt⸗ holmen gestrandetenenglischen Unterseeboot„E13“, die mit ihrem Boote in Kopenhagen interniert wurden, erzählten einem Vertreter der Zeitung„Politiken“: Unser Unterseeboot hatte Kronboy, die Nordeinfahrt am Sunde am Morgen desselben Tages passiert, an dem es abends strandete. Die Strandung erfolgte nach Einbruch der Dunkelheit. Es war unmöglich, uns Hilfe zu bringen. Die Matrosen erzählten weiter, vor dem Ausbruch des Krieges sei„E 13“ zweimal in der Ostsee gewesen. Am Tage der englischen
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