also sämtliche wehrpfli
tragen.—
stehen sie für das Gebiet des Großherzogtums Hessen der Landesvexrteilungsstelle für
bewährt 9051 und schließlich soll Stroh in größerem Umfange
mittelmarkt, vernünftiges Verhalten den unver⸗ meidlichen Folgen des es, a einheitliches und scharfes Zufassen, wo es gilt, als recht erkannte Ziele zu
erreichen oder die Profitgier einzelner kaltzustellen.
9 1 Die Meldevorschristen der D.⸗U.⸗Leute.
Trotz der deutlichen Abfassung der Bekanntmachungen über die Meldevorschriften der„Dauernd Untauglichen“ sind in den le Tagen an uns soviele Rückfragen in Sachen der Meldepflicht gerichtet worden, daß wir, obschon die Frist für die Meldungen teilweise schon überschritten ist, noch einmal folgendes feststellen wollen:
Unter„Dauernd Untauglichen“ sind zu verstehen
sonen, die, sei es im Frieden oder im Kriege, z. B. folgende Ea g erhalten:„dauernd untauglich“ oder„dauernd
nisondienstunfähig“ oder„dauernd feld⸗ und garnison⸗ ienstunfähig“ oder„dauernd arbeitsverwendungsunfähig“ oder„aus gemustert“ oder„scheidet(als dauernd ganzinva⸗ lide) aus jedem Militärverhältnis aus“. Melden müssen sich tigen Personen, die im Frieden oder im Kriege die Bezeichnung „dauernd untauglich“ erhielten. Dabei ist es ganz gleichgültig, ob die Betreffenden gelbe oder weiße Aus- musterungsscheine, Landsturm⸗ oder Ersatzreservescheine oder auch andere Scheine besitzen, in denen sich der Vermerk „dauernd untauglich“ oder ähnlich vorfindet. Alle diese Personen haben sich, falls sie zwischen dem 8. September 1870 und später 1 sind, zu melden. Als Wich⸗ tigstes bleibt: Melden muß sich jeder! i 14 Melden müssen sich, wie e auch die Kriegsbeschä⸗ digten von 1914/15, die inzwischen die Entscheidung dauernd untauglich erhalten haben. Sie werden einstweilen nur
nicht gemustert. u ngen sind Leute, die
den erlassenen Bekan bezüglich ihres Militärverhältnisses oder der Stelle zur Anmeldung i welchen Zweifel haben, verpflichtet, — beim e persönlich Er⸗ undigungen einzuziehen. 5 Deshalb sei allen, die auch jetzt noch nicht im klaren über diese Dinge sind, dringend geraten, sich mit dem Be⸗
i Idwebel pflichtmäßig in Verbindung zu setzen. 1 ist dafür nicht die richtige Stelle.. 5*
* Amtliche Personalnachrichten. Der Groß herzog hat zum 13. September dss. Is. dem Vorsitzenden des Evangelischen Pfarrvereins im Großherzogtum Hessen, Kirchenrat Valentin Schrimpf zu Darmstadt, den Charakter als Geheimer Kirchenrat erteilt; am 11. September dem Pfarrer Heinrich Klingenschmidt zu Alsheim die evangelische Pfarrstelle an der Dreifaltigkeitsgemeinde zu Worms, und dem Pfarrer Otto Schneider, zuletzt Geistlichen des Hessischen Diakonievereins, z. Zt. in Langen, die zweite evangelische Pfarrstelle zu Langen über- m 7. September ds. Is. wurde der Dammwärter Johannes Schmittel zu Schusterwörth auf sein Nachsuchen, vom 1. November 1915 an, unter Anerkennung seiner lanjährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß vom Großherzog das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
* Der Handel mit Hülsenfrüchten. Trotzdem be⸗ reits in den Zeitungen mehrfach darauf hingewiesen ist, daß seit dem 27. August d. J., dem Tage des Inkrafttretens der Be⸗ kanntmachung über den kehr mit Hülsenfrüchten vom 26. Aug. 1915, jeder Handel mit Hülsenfrüchten verboten ist, der nicht an oder durch die Zentraleinkaufs⸗Gesellschaft G. m. b. H. in Berlin erfolgt, enthalten nicht nur die größeren Tages⸗ 3 sondern auch die Fachblätter des Klein⸗ und Groß⸗ handels häu* in denen Hülsenfrüchte zum Verkauf angeboten Es sei deshalb nochmals nachdrücklichst darauf hingewiefen, daß ein derartiger freier Handel schon jetzt verboten ist. Der in der Verordnung genannte 1. Oktober ist nur der auf den sich die Anzeigepflicht bezieht. Er hat mit dem S sverbot an sich nichts zu tun. Wer gegen dieses verstößt, kann auf Grund der Verordnung mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu fünfzehntausend Mark bestraft werden. a
Regelung des Absatzes von Trebern. Die trockenen und nassen Bier- und Getreidetreber sind zugunsten der Bezugsvereinigung der deutschen Landwirte in Berlin beschlagnahmt. Die Brauereien haben die nassen Treber unter vollster Ausnutzung ihrer Trocken- anlagen zu trocknen. Ueber diese trockenen Treber erteilt lediglich die Bezugsvereinigung Versandverfügung. Soweit jedoch die nassen Treber nicht getrocknet werden können,
Futtermittel in Darmstadt, Bleichstraße 1, zur Verfügung. Die Landesverteilungsstelle wird den Brauereien in den nächsten Tagen ein diesbezüg⸗ liches Rundschreiben zugehen lassen. Solange dieses nicht eingetroffen ist, wollen sich die Brauereien nötigenfalls an —— Landesverteilungsstelle wenden.— Der vom erbra
2,14 Mark für den Zentner lose ab Fabrik nicht über⸗
schreiten. 2 1 * Strohernte und Strohbedarf. Der Preußische
Landwirtschaftsmini gibt folgendes bekannt: Infolge der Trockenheit des Vorsommers ist die Strohernte vielfach knapp 5 i
Der erf an Stroh ist aber aus verschiedenen Gründen beträchtlich größer als in normalen Zeiten. Zunächst kommt der gesteigerte Bedarf der Heeres verwaltung in Frage, sodann ist der Verbrauch an Futterstroh größer als sonst, nam⸗ hafte Mengen werden zur Herstellung von Melassefutter und von Strohmehl verwendet, das sich ber der Verwertung des Pansen⸗ inhalts der iere und auch sonst namentlich als Pferdefutter
durch Au
chließung 75 einem dem Stärkemehl annähernd gleich⸗ wertigen
uttermittel verarbeitet werden. Unter diesen Umständen ers. es geboten, bei der Verwendung von Strohals Cin⸗ streu möglichst sparsam zu verfahren und hierfür alle perfügbaren Ersatzstoffe in weitestem Umfange heranzuziehen. Als
che kommen in Betracht in erster Linie die 4 Nr diese
0 fete daher allgemein Anwendung finden, ferner sollte Wald⸗“
und Plaggenstreu, Ginster, Heide usw. in größerem Umfange als sonst verwendet werden und schließlich sollten solche Stalleinrich⸗ tungen ite en werden, die ohne Aufwendung erheblicher Kosten
bezahlt an die Empfangsberechtigten, deren Namen beginnen mit: 1—9 20. G—K Dienstag, den 21., Legt Mitt⸗
nachmittags. Die Zahlstelle ist un Stadthaus, Zimmer Nr. 4. 0 0 29 ersucht, die Wert.
Komwpagnien des Bezirks Hungen.
er zu zahlende Preis für nasse Biertreber darf
den Sorgen des Lebens schützen muß.
.,
jährige Fohlen zur Versteigerung(Quarantänec⸗ Fohlen). An der 9 können nur hessische Land⸗ wirte teilnehmen. Die Versteigerung erfolgt gegen Bar⸗
zahlung. Landkreis Gießen.
i. Londorf, 14. Sevt. Zwei weitere Opfer hat der Krieg aus unserer Gemeinde gefordert. Vorige Woche traf aus Frank— reich die Nachricht ein, daß Elektromonteur Georg Lich dort ge— sallen sei, und gestern kam die Nachricht hierher, daß Bauführer Ludwig Weber am 28. Auagust bei einem Sturmangriff in der Nähe Warschaus den Heldentod sand.
“ Leihgestern, 15. Sept. Dem Oberjäger Heinr. Schäfer von hier im Kurhess. Jäger⸗Batl. Nr. 11 wurde das Eiserne Kreuz verliehen.
B. Lang⸗Göns, 15. Sept. Der Kriegsfreiwillige Matr.⸗ Art. Ph. Frey von hier erhielt das Eiserne Kreuz. Frey ist schwer verwundet und liegt in einem Marinefeldlazarett. g
— Hungen, 14. Sept. Mit der Hessischen Tapferkeits⸗ medaille ausgezeichnet wurde Kanonser Ludwig Jockel von hier beim Stabe des Feld⸗Artillerie-Regiments Nr. 112.— Am 1. Oktober scheidet Gendarmerie-Wachtmeister Kessel von hier, um nach seinem neuen Dienstorte Angenrod, Kreis Alsfeld, über zusiedeln. In ihm hatten die Jung-Deutschland-⸗Bestrebungen einen eifrigen Förderer; er war auch Führer der beiden Jugendwehr— An seine Stelle tritt Wacht
meister Röder von Lollar.
Kreis Büdingen.
Büdingen, 15. Sep. Den Heldentod starb der Garde- füsielier Dieruff. l
Geiß ⸗Nidda, 16. Sept. Beim Zwetschenpflücken stürzte ein hiesiger Mann vom Baume und zog sich derartige Ver- letzungen zu, daß er in der Klinik zu Gießen verstarb.
+ Nidda, 14. Sept. Heute hielten Finanzminister Braun und Finanzamtmann Leu aus Darmstadt im„Gambrinus“ hier Vorträge über die dritte Kriegsanleihe. Beide Redner ernteten großen Beisall der sehr gut besuchten Versammlung. Bis jetzt sind bei der hiesigen Bezirkssparkasse schon über 700 000 Mt. für die neue Kriegsanleihe gezeichnet worden. Auch bei der Vor— schußkasse hier wurde bereits eine beträchtliche Summe gezeichnet.
* Borsdorf, 15. Sept. Gestern wurde der Hilfs- weichensteller Karl Jungk unter zahlreicher Beteiligung der Ortseinwohner und Eisenbahnbeamten und ⸗arbeiter der Umgegend zu Grabe getragen. Er stürzte beim Apfelpflücken vom um und verstarb nach einigen Tagen infolge innerer Verletzungen in der Klinik zu Gießen. Schwer ge⸗ prüft wurden in letzter Zeit die Schwiegereltern des Ver⸗ storbenen. Der älteste Sohn derselben wurde auf dem west⸗ lichen Kriegsschauplatz verwundet und starb in einem Laza. rett zu Kassel. Sein Leichnam wurde auf dem hiesigen Fried- hof beigesetzt. Der andere Sohn starb in Rußland den Hel— dentod und ist in fremder Erde gebettet.
Kreis Lauterbach.
M. Angers bach, 15. Sept. Von dem auf der Frei⸗ herrlich Riedeselschen Dampfziegelei in hiesiger Gemarkung
seit etwa 14 Tagen untergebrachten Arbeitskommando russischer Kriegsgefangenen, die in den Riedeselschen Waldungen mit Ausräumungsarbeiten beschästigt werden, sind gestern abend zwei Mann entwichen. Vermutlich sind sie in der Nacht der Bahnstrecke entlang in der Richtung nach Fulda ent- flohen. Da sie ihre Uniform tragen, wird ihre Flucht wohl bald
ein Ende haben. Kreis Schotten.
— Ober⸗ Schmitten, 14. Sept. Nachdem vor einigen Monaten der älteste Sohn des Landwirts W. Wirth von hier gefallen war, hat num auch dessen zweiter Sohn den Heldentod ge— funden. Er starb im Lazarett in Nürnberg und wurde hier bestattet. Zahlreiche Verwundete aus den benachbarten Lazaretten erwiesen ihm die letzte Ehre.
Kreis Friedberg. 8
t Wobhnbach, 15. Sept. Der Gesreite Wolf im Feld- Artillerie-Regiment Nr. 111 erhielt die Hessische Tapferkeits⸗ nredaille.
i Melbach, 15, Sept. Die Hessische Tapferkeits- medaille erhielt der Unteroffizter Halm.
Hessen-Nassau.
Marburg, 15. Sept. Wie am letzten Samstag, so weigerten sich auf dent heutigen Wochen markte viele Haus⸗ frauen, mehr als 1,50 Mk. für die Butter zu bezahlen. Es kam dabei zu lebhaften Auseinandersetzungen, wobei die Verkäuferinnen zun Teil sich anschickten, den Markt zu verlassen. Bei dem Lärm, der dabei entstund, wurden einige Körbe mit ihrem Inhalt um⸗
stoßen. Die Polizer mußte einschreiten. Bei der im hilippshaus abgehaltenen Diözesan⸗Synode der lutherischen Diözese Oberhessen, der u. a. auch Generalsuperintendent Dettmering aus Kassel beiwohnte, wurde als Abgeordneter für die Gesamtsynode Generalsupermtendent a. D. Wirkl. Geh. Ober⸗Konsistorialrat Dr. Werner und als dessen Stellvertreter Universitäts⸗Kurator Geh. Ober Regierungsrat Hassenpflug hlt. Im weiteren Verlauf sprach Superintendent Happlch⸗ burg über„den gegenwärtigen Weltkrieg und sein Gottesruf an unsere Gemeinden“ und Missionsdirektor Prof. Dr. Paul⸗ Leipzig über„Schäden und Aufgaben der Mission durch den gegenwärtigen Weltkrieg“.
m. Kirchhain, 16. Sept. Beim Soldatenspiel wurde zwischen der hiesigen und der Langensteiner Schuljugend gestern hier ein Gefecht geliefert, bei welchem ein Junge aus Langen- stein mit einem Säbel eine klaffende Kopfwunde erhielt, so daß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte.
m. Neustadt, 15. Sept. Durch das prächtige Wetter der letzten Tage begünstigt, ist die Grummeternte in der hiesigen Gemarkung sast beendet und hat, was Güte und Menge anlangt, einen selten so reichen Ertrag gebracht. Der Ertrag an Grummet ist besser als an Heu, und hoch beladene Wagen sieht man durch die Straßen fahren. Die städtische Frühobsternte ist nun be- endet. Für Gravensteiner Aepfel, die in diesem Jahre ganz vor- üglich ausgebildet sind, wurden für den Zentner 14—16 Mk. am
aum gezahlt. Hohe Preise erzielten auch Transparent und gelber Richard. In den nächsten Tagen wird die Versteigerung des Winterobstes erfolgen. Auch hierber handelt es sich in der Haupt- sache um gutes Taselobst, sür das in der Regel hohe Preise gezahlt wurden. ———äͤ¼—
Uriegsbeschädigten⸗Fürsorge in Hessen und nassau.
Eine aus allen Teilen des Fürsorge⸗Gebiets ausgezeichnet besuchte Versammlung im Bürgersaal des Römer in Frankfurt beschäftigte sich gestern nachmittag mit der immer brennender werdenden Frage der Kriegsbeschädigten⸗Fürsorge in Hessen⸗Nassau, Hessen und Waldeck. 5 a Oberbürgermeister Voigt⸗ Frankfurt wies in seiner Be⸗ grüßung auf die gewaltige Bedeutung der Kriegsbeschädigten⸗ Fürforge in wirtschaftlicher und sozigler Hinsicht hin und be⸗ tonte, 1215 neben den staatlichen und Gemeindebehörden in aller⸗ erster Linie Handel und Industrie sich der Kriegsbeschädigten anzunehmen hätten, nicht nur jetzt, sondern auf Jahre hinaus. Bürgermeister Dr. Luppe Frankfurt verbreitete sich sodann in einem lichtvollen Vortrage über„Die Art und Wege der Kriegs- beschädigten⸗Fürsorge“ im hiesigen Gebiet und führte dazu ul a. aus: Das Volk empfindet es als unumgängliche Dankesschuld, daß sich alle Kreise des Vaterlandes der Kriegsbeschädigten an⸗ nehmen. Die Invaliden sollen nicht wieder den„Leierkasten drehen“, auch nicht auf die Rente allein angewiesen sein. Sie müssen einen Teil ihrer ehemaligen Erwerbsfähigkeit wieder erlan⸗ gen, einen sozialen und einen sittlichen Halt bekommen, der sie vo . 3. Im Hinblick auf die furchtbaren Menschenopfer, die der Krieg brachte, ist das Volk genötigt, fortan die Kraft jedes Einzelnen, voll auszu⸗ nützen. Die Arbeitgeber müssen schon heute diesen neuen Kräften ihr Interesse zuwenden. Das geschieht aber nicht mit Sympathie⸗ erklärungen, sondern durch Opferwilligkei und ein liebevolles Ein
gehen auf die Frage der Beschäftigung der Kriegsbeschädigten. Zur Verwirklichung dieser Gedanken ist eine Organisation nötig. In Hessen, Wiesbaden und Cassel bildeten sich bereits Haupt⸗ Ausschüsse, die die Grundlagen der Landesausschüsse darstellen. Unter diesen stehen die Kreis 7 beschädigtenfürsorge beginnt in den Lazaretten durch die Berufs⸗ beratung auf Grund ärztlicher Gutachten und der Beihilfe von beruflichen Sachverständigen lichkeit ist zunächst die Weiterbeschäftigung im einstigen Be⸗ ruf ins Auge zu fassen. Das geschieht in Lazarettschulen durch allgemeine und fachliche Weiterbildung und durch Beschaffung von Ersatzgliedern. Berufsberatung und Berufsausbildung für den neuen Beruf gehen Hand in Hand. Ist die Ausbildung vollendet, dann tritt der Ausschuß mit dem Arbeitgeber in Verbindung. Mit der Berufsumbildung tritt die Arbeitsvermittlung in Tätig⸗ keit. Unter allen Umständen ist für die Hebung der wirtschaftlichen und sozialen Lage unserer Invaliden zu sorgen, ein Hinabsinken unter den früheren Beruf ist unsozial. Staat und Gemeinden kön⸗ nen nicht allein helfen, ihnen müssen sich Industrie und Handel zur Seite stellen, in erster Linie hier die großen und mittleren Betriebe. Bei gutem Willen muß der letzte Kriegsbeschädigte un⸗ tergehracht werden. Die Lohn- und Tariffragen dürfen für den Arbeitgeber vorerst keine Rolle spielen. Maschinen müssen den Kriegsbeschädigten, wenn's sein muß, angepaßt werden. Wirt⸗ schaftliche Gesichtsvunkte dürfen vorerst bei den Arbeitgebern nicht ausschlaggebend sein, sondern nationale und soziale Interessen und nicht zuletzt das große Gebot der tiefsten Dankbarkeit gegen die Männer, die ihre Gesundheit dem Vaterlande opferten.
und Ortsausschüsse. Die Kriegs⸗
Hinsichtlich der Er werbsmög⸗
Ueber die„Kriegsbeschädigten⸗Fürsorge vom ärztlichen Stand⸗
punkt“ aus sprach Oberstabsarzt Professor Dr. Ludloff⸗Frank⸗ furt. Aus der reichen Fülle seiner Erfahrungen referierte er vor allem über„die Verbildungen“. Er zeigte an vielen praktischen Beispielen, Lichtbildern und Demonstrationen, wie auch die Kriegs⸗ beschädigten durch ärztliche Kunst wieder zu Erwerbsmöglichkeiten gebracht werden können.
Mit einem herzlichen Dankeswort für die reichen und hof⸗
fentlich segensreichen Anregungen, die die Redner gaben, schloß Oberbürgermeister Voigt die Tagung.
Briefkasten der Redaktion. (Auouyme Anfragen bleiben unberücsichtigt.) Beleuchtungspflichten. 1. Die allgemeine Sorgfaltspflicht des
Hausbesitzers verlangt, daß er alle Treppen und Gänge seines Hauses, die dem Verkehr zugänglich sind, ausreichend be⸗ leuchtet. Er kann die Beleuchtung auf Grund einer Vereinbarung oder dergleichen auch dem Mieter oder anderen Personen übertragen, darf sich aber nicht ohne weiteres darauf verlassen, daß diejenige Person, die er mit der Beleuchtung beauftragt hat, diese Verrichtung in zweckentsprechender Weise ausführen wird. Versagt die Beleuch⸗ tung, oder ist sie ungenügend, so haftet der Hausbesitzer nach wie vor für etwaige Unfälle, sofern er die Mangelhaftig⸗ keit der Beleuchtung erkennen mußte. Hauseigentümer kann unter Umständen auch derjenige haftbar ge⸗ macht werden, welcher es vertraglich übernommen hat, für die Beleuchtung zu sorgen. 2 h. derartig sein, daß die betreffende Treppe oder der Hausflur genügend kommt dabei nicht in Betracht. 3. und 4. Die Beleuchtung den üblichen Verkehrsstunden ohne Rücksicht auf Tages⸗ und Jahreszeit solange zu erfolgen, als die Dunkelheit, die auch durch die Bauart des Hauses verursacht sein kann, eine Beleuchtung zur Verhütung von Unfällen erfordert..
Neben dem
Die Beleuchtung muß ausreichend
erleuchtet ist. Welcher Art die Beleuchtung ist,
in
Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge(Süd⸗Anlage). Samstag, den 18. September 1915: Versöhnungsfest. Vorabend: 6.45 Uhr. Predigt: 7 Uhr. Morgens: 7.30 uhr. Predigt mit Seelenfeier: 11.30 Uhr. Schlußpredigt: 5.20 Uhr. Festesausgaug: 7.10 Uhr. VB. Während der Predigt ist der Eintritt nicht gestattet.
Israelitische Religionsgesellschaft. 5 Gottesdienst. Freitag, den 17. September 1915:
Morgens 5.00. Nachmittags 2.30.
Samstag, den 18. September 1918:
Versöhnungsfest.
Vorabend: 6.30. Predigt. Morgens: 5.55. Festesausgang: 7.12. Wochengottesdienst: Sountag morgens 6.00, die übrigen
Tage morgens 6.30, abends 5.30.
Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 17. Sept. 1915
Ziemlich heiter, trocken, mild.
zwischen Sereth lingen ihres Verf d he in il bringen, haben die Russen das Schwergewicht ihrer Angriffe gegen den rechten Flügel der Armee Pflanzer⸗Baltin verlegt, gegen den sie an der bessarabischen Grenze mit starken Kräften vordringen. Sie wurden jedoch in allen Fällen zurückgeschlagen. Ebenso erneuerten sie ihre Vorstöße westlich der Brückenköpfe Czortkow⸗Trembowla⸗Strusow und Tarnopol gegen die am öst⸗ lichen Strypa⸗Ufer n 1 Bothmer, ohne aber damit durchdringen zu können. Sie erlitten durch unser Artillerie-, Maschinengewehr⸗ und Infanteriefeuer bedeutende Verluste. An der Ikwa und Stubiel brachen sie mit großer Wucht gegen die dortigen österreichisch⸗ungarischen Armeen vor, die ihrer Gegenoffensive Halt geboten. Im Raume zwischen den ˖ fanterie-Regiment 79, verstärkt durch Budapester Honved⸗Divi⸗ sionen, keilförmig nordöstlich Dubno einen Gegenangriff aus und nahm über 800 Mann und 6 Offiziere gefangen. Nördlich Derazuo warf ein kroatisches Jägerbataillon am nördlichen Flügel der Armee die Russen hinter den südlichen Teil des Polstec. K. K. Kavallerie säubert das Sumpfgebiet von feindlichen Reiterabtei⸗ lungen und Streifpatrouillen.
Letzte Nachrichten. Die Kämpfe im Südosten. a K. K. Kriegspressequartier, 16. Sept. Die Schlacht und Strypa dauert an. Nach dem Mi 5 8, die Uferhöhen wieder in ihre Gewalt zu
entlang führende Front der Armeegruppe
genannten beiden Flüssen führte das Otochaner In⸗
Serbische Rüstungen gegen Bulgarien. 4 Budapest, 16. Sept. Aus Sofia wird telegraphiert:
Die Serben arbeiten in den letzten Tagen fieberhaft an der Befestigung der Grenze gegen Bulgarien, besonders in der Rich⸗ tung gegen Küstendil und bei dem durch den Balkankrieg berühmt gewordene standen sind.
enen Sultantepe, wo ganz neue Befestigungen ent⸗
Cadorna räumt auf. Lugano, 16. Sept. 25 italienische Generale wur⸗
den heute zur Dispositiongestellt, und zwar wegen Dienst⸗ unfähigkeit infolge Verwundung fünf Generale, wegen 1 Fehler sechs Generalleutnants und 14 Generalmajore. Der Ein⸗ druck der Massenentfernung ist bedeutend, namentlich, da sich unter ihnen Namen befinden, die wie der Eroberer von Homs, Maggiorto, und der Generalstäbler Marffini, sehr bekannt sind.
*
Ein Straßenbahnunglück in Paderborn. Paderborn, 15. Sept. Auf der
in voller Fahrt befindliche Wagen an einer
l Auf elektrischen Straßen⸗ bahn von Paderborn nach Horn in Lippe stür teu beute q„ zwei Kurve um. Dem Paderborner Volksblatt zufolge wurce eine Nu⸗ zahl Personen schwer verletzt; zwei sollen bereits gestorben sein.


