Ausgabe 
(15.9.1915) 217. Zweites Blatt
Seite
92
 
Einzelbild herunterladen

8

nr. 2 Zweites Blatt 565. Jahrgang Mittwoch, 15. September 101

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

2 2 5 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen ö 1 Universitäts- Buch- und Steindruckerei. DieSietener Famillenblätter werden dem R. Lange, Gießen. Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt, das i ü i 9 i 28 l Kreisblatt ur den kreis Siegen zweimal Schristleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schu

wöchentlich. Dietandwirtschaftlichen Zeit⸗ straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: S 51, Schrist⸗

hagen egchenen wenallch dem General-Anzeiger für Oberhessen ee ee,

Amerika auf jenem Wege, den französische und englische Es bedarf nun aber keines Beweises, daß in diesem Milliarden zu gehen pflegen, sondern sind zurück- Kriege, wo die ganze Welt wirtschaftlich in Mitleidenschaft geflossen in die deutsche Volks wirtschaft. Das gezogen ist, dasjenige Volk im Vorteil ist, welches ohne Geld hat nur einen Kreislauf gemacht: aus der Tasche desffremde Mittel aus dem Eigenen zu wirtschaften ver⸗ Staatsbürgers in die Reichshauptkasse, aus der Reichshaupt⸗ mag. Wer anderer Hilfe in Anspruch nehmen muß, ist von kasse in die Tasche des Staatsbürgers. In Deutschlands vornherein in einer ungünstigeren Lage.

bezahlt sich der Krieg durch den Krieg. Tas Geld, Das zeigt sich bei unseren Gegnern, insbesondere den das der Krieg kostet, bleibt im Lande. So erklärt sich ja auch[ Engländern Zu Beginn des Krieges hatten sie das das füs den Uneingeweihten Rätselhafte, daß heute, nach so[ Wort geprägt:business as usual! das Geschäft geht wie zeitig zu beweisen, daß der Wille zum Aushalten durch langer Kriegszeit, die deutschen Banken wohl gefüllt sind,] sonst, Ein frivoles und leichtfertiges, aber auch ein dummes Ein Bentele daftistoben arieges nut gesestigt worden ist ag Ke slulsen mit ihren mehr ale eo Milktarden Ein-] Wort. Wie sollte das Geschäft gehen wie sonst, wenn sie Ein Beweis dafür war, daß die gestrige Versammlung beilagen voller sind, als jemals vor dem Kriege. ausgerechnet mit ihrem besten Kunden, mit Deutschland, weitem stärker besucht war als die, die vor einigen Monaten Und die Feinde welche Ironie! haben selber mit-] das Geschäft abbrachen? Nun mögen sie gedacht haben, den dem gleichen Zwecke diente. Der Aufgabe der Begründung geholsen, diesen Zustand herbeizuführen. Sie gedachten es] Ausfall des deutschen Handels durch Gewinne auf anderen der dritten Kriegsanleihe vor der Gießener Bürgerschaft böse zu machen, indem sie Deutschland von der übrigen Welt] Auslandsmärkten nach Ausschaltung des gefürchteten deut⸗ unterzog sich auch gestern abend wieder der Nationalökonom absperrten, aber sie haben es gut gemacht gegen ihren schen Konkurrenten zu ersetzen. Das war aber nicht unserer Universität Prof. Dr Skalweit mit Ausfüh⸗ Willen, indem sie uns dazu zwangen, aus eigenen Mitteln möglich, weil durch den Weltkrieg die gesantte Handels⸗ rungen von durchschlagender Eindrucksfähigkeit, die gleicher⸗ unsere Bedürfnisse zu decken. Dadurch erst zwangen sie uns welt in eine solche Krisis geriet, daß auch die vom Kriege weise zum Herzen wie zum Verstande sprachen. Die all⸗ zu jener Wirtschaftsführung, die uns vor ihnen die wirt- unberührten Länder wenig Held zum kaufen hatten. Tie emeine Spannung, die seine Worte begleitete, war be⸗ schaftliche leberlegenheit geben sollte. Freilich war das] ganze Welt tam in Zahlungsschwierigkeiten, und diese muß⸗ 8 tief, als der Redner das Märchen zerstörte, daß die nur möglich, weil unsere Landwirtschaft und Industrie sichs ten nicht nur den englischen Warenhandel ungünstig beein⸗ Ursache der deutschen Erfolge in der nüchternen und be⸗ so leistungsfähig erwiesen, daß tatsächlich unsere Kriegswirt⸗ flussen, sondern auch die Verzinsung der Auslandsguthaben. rechnenden Organisation als solcher liege. Es war allen schaft unabhängig vom Auslande durchgeführt werden die England als größtes Gläubigervolk in der ganzen Welt Zuhörern recht aus dem Innersten gesprochen, als er be⸗ konnte. Die Grundlage dafür war durch die von Bismarck hat. Dazu kam dann die Teuerung, die 118 der Erschwe⸗ wies, daß zum Organisieren zwei gehören, der Organisator eingeschlagene Wirtschaftspolitik geschaffen worden, die eine rung des Seeverkehrs in England sel er einsetzte. Die selber, vor allem aber der, der sich organisieren läßt. Und gleichmäßig gesunde Entwicklung aller Glieder der Volks⸗[Teuerung wieder wirkte revolutionierend auf das gerade den letzteren können sie uns nicht nachmachen, die wirtschaft bewirkt hatte. Diese Wirtschaftspolitik war aus gesamte Wirtschaftsleben. Die Arbeiter verlang⸗ sich jetzt so heiß drum mühen, nämlich das einzige, rein volkswirtschaftlichen Erwägungen und offen vor aller sten Lohnerhöhungen. Die Lohnerhöhungen wieder verteuer⸗ herrliche deutsche Volk. Prof. Dr. Skalweit sagte Welt durchgeführt worden. Sie war kein Geheimnis. Unseresten die Produktionskosten für alle Gewerbe. Eine Schraube

Jeinde aber tun jetzt so, als ob die deutsche Tücke seit Jahr⸗ ohne Ende.

etwa folgendes: a

Seit den Tagen, wo bekannt wurde, daß Deutschland zehnten nicht anders getan hätte, als sich für diesen Krieg So hängte Gewicht sich an Gewicht. Das schlimmste seine 3. Kriegs anleihe auslegt, ist die Finanzpresses auch wirtschaftlich vorzubereiten, um dann wohl gerüstet] waren aber die K riegskostenselber. Daß ihnen dieser des Auslandes in Unruhe geraten. Meldungen und Bekrach⸗ über die friedlichen Nachbarn herzufallen. Aber schon mischt] Krieg so teuer kommen würde, hatten sich die Engländer tungen, die den Zweck verfolgen, den Kredit des Deutschen]sich in ihr Gezeter über die deutsche Tücke ein Ton des nicht träumen lassen. Sie hatten sich wohl gedacht, nach alt⸗ Reiches im Auslande zu untergraben, häufen sich. Keine Respekts vor der deutschen Kraft. Auch jetzt klammern bewährtem englischen Verfahren die Verbündeten für sich Lüge ist dick genug, keine Verdrehung so ungelenk, daß siessie sich in ihrer geistigen Hilfslosigkeit an ein Schlagwort. bluten und leiden zu lassen. Ein glattes Geschäft, mit dem nicht willige Aufnahme fände. Man könnte sich darüber Früher war es der deutsche Imperialismus, der preußische ssie in früheren Kriegen gute Abschlüsse erzielt hatten. Aber entrüsten, wenn zur Entrüstung über unsere Gegner noch] Militarismus, die an allem schuld gewesen sein sollten. dieses Mal ist ihnen das Geschäft über den Kopf ge⸗ Platz in unserer Brust wäre. So aber schließen wir aus Jetzt ist es die deutsche Organisation. Sie müfse[wachsen. Neue große Armeen mußten in England selber dieser betriebsamen Geschäftigkeit, wie viel ihnen an einer] man nachahmen, um Deutschland zu besiegen. Als ob die formiert und ausgerüstet werden. Der Munitions⸗ und finanziellen Schwächung Deutschlands liegen würde. Daß deutsche Organisation eine Fertigkeit wäre, die von heute] Materialverbrauch überstieg alle Erwartungen. Die englische auf morgen erlernt werden könnte. Sie ist überhaupt keine] Industrie war diesen Ansprüchen nicht gewachsen, ebenso⸗

man aber solche Lügen mit Erfolg dem Auslande zu bieten morgen 5 0 95. 5 4 1 I 5 1 211 55 begreift nur, wer weiß, wie erschreckend groß m] Fertigkeit im eigentlichen Sinne, sondern eine KHraft⸗ wenig wie die französische, von der russischen ganz zu rr b ee, b äußerung, die auf einer Jahrzehnte lang geübten Kräfte⸗ f

Auslande die Unkenntnis der wirtschaftlichen Verhältnisse n beit beruht. Ehe die Feinde

Deutschlands ist, selbst bei Männern, die die Ministersessel nicht unsere Landwirtschaft nachmachen, unsere Industrie

zieren.. J Die En ö i irtschafts⸗[unsere Beamtenschaft, fehlen ihnen die Mittel und Werk en 8 10 zeuge zur Nachahmung unserer Organisation. Vollends kön⸗

FF rr nen sie eines uns gewiß nicht nachmachen: das deutsche

schätzung der wirtschaftlichen räfte Deutsch⸗ U 7 Ae ut i 1 i i ie di Volk. Ein Volk, das, wie das deutsche, für einen einzigen lands. Wie wenig haben sie erreicht, obwohl sie die r⸗ großen Zweck sich organisteren läßt, muß aus Menschen

sten wirtschaftlichen und militärischen Opfer dafür brachten!. 3 n 1 e tri a i i is:Fit i ie] von hohen seelischen und geistigen Fähigkeiten bestehen und Sie trösteten lich mit dem Hinweis:Für uns arbeitet die 9520 een in 9 5

it! am Ende wird Deutschland unter der Ab ürung. I 7 frre Außenhandels doch ah een müssen.. sames großes Ziel, Warum zeigen sich denn unsere ist der Weichsel über ein Jahr lang geführt worden.] Truppen den feindlichen so überlegen? Nicht nur, weil sie Die Zeit hat gearbeitet, aber anders, wie sie dachten. besser geführt werden, sondern weil sie sich auch besser n erschüttert da, während sich auf der andern Seite schon seelische east deen, ene d kbermenschliche Lei⸗

die Symptome des beginnenden Verfalles zeigen. ö 9 1 1 i i i N stungen zu vollbringen, wenn an sich die physische Kraft Aber noch immer nicht wollen die Gegner diesen Kampf scho 5 e 4

aufgeben. Die sinnfälligsten Zeichen unserer wirtschaftlichen. 5 5

Kraft, die Erfolge der ersten beiden Kriegsanleihen, en Die gleichen Kräfte aber, die unsere Brüder, Väter und

sie nicht über die Aussichtslosigkeit ihres Wirtschaftskrieges Söhne draußen zu siegreichem Kampfe führen, befähigen

belehrt. Jetzt wird ihnen eine neue Gelegenheit dazu geboten! die Daheim gebliebenen zu jener staunenswer⸗ ten Leistung, die unsere Volkswirtschaft im Kriege bie⸗

werden. Die dritte Kriegsanleihe kommt. Auch sie 0 wird und muß ein Erfolg werden. Denn warum, tet. Deutschland, nächst England das größte Handelsland zeichnen wir die Kriegsanleihe? Weil wir sie zeichnen der Welt, hatte plötzlich als isolierter Staat zu wirtschaften,

können. 5 unter völlig veränderten Bedingungen nicht nur

Uriegsanleihe und Gießener Bürgerschaft.

Gießen, 15. Sept. Der Saal der Neuen Aula zeigte gestern abend das erfreuliche Bild einer überaus zahlreichen Bürgerversamm lung, die einer Einladung des Oberbürgermeisters gefolgt war, um aus sachverständigem Munde eine Darlegung unserer Geldrüstung und der Notwendigkeit und der Vorteile unserer dritten Kriegsanleihe entgegenzunehmen, und gleich⸗

wanderten für Kriegslieferungen nach Amerika. Aber nicht 5 45. von 4 5 relativ 5 15 absolut die höchsten eigenen Heeresausgaben hat, es je länger js mehr auch noch für seine Verbündeten, dir auch in dieser Hinsicht völlig versagt haben, finanziell aufkommen. Frankreich hat in der Hauptsache nur durch Ausgabe von Banknoten, wovon es bald 14 Milliarden Franks im Umlauf haben wird, den Krieg finanzieren können. Was aber Ruß⸗ land und Italien angeht, so sind sie ohne fremde Hilfe über⸗ haupt außerstande, den Krieg weiter zu führen. Schon drohte Rußland mit einem Separatfrieden, wenn England nicht zahlen wollte.

Gewiß ist England ein reiches Land, aber unerschöpflich ist sein Reichtum auch nicht. Schon erlebt die Welt das Schauspiel, daß das Pfund Sterling, dessen Kurs in der Handelswelt als unantastbar galt, nicht mehr voll gewertet wird, eine Einbuße an Prestige, die nach dem Urteil eines englischen Finanzmannes dem einer verlorenen Seeschlacht gleichkommt, und zugleich eine starke finanzielle Schädigung, da ja, je weniger englisches Geld in Amerika gilt, um so mehr bezahlt werden muß, wenn man mit eng⸗ lischem Gelde kauft. Auch das deutsche Geld ist im Auslande unterwertig geworden; das hängt zusammen mit der starken Unterbindung unserer Ausfuhr und an der Sperrung un⸗ serer Kapitalanlagen im Auslande. Das ist unangenehm, aber irgendwelche entscheidende Bedeutung für unsere Geld⸗

Das Geld dazu ist da und kann sich nicht erschöpfen, das Wirtschaftsleben im Gange halten, sondern auch die weil es täglich neu verdient wird. Die 13½ Milliarden, die größte Armee, die je die Welt gesehen, aus eigenen Mitteln durch die ersten beiden Kriegsanleihen an das Reich bezahlt] mit Krie swerkzeug versehen. Wie schnell und glatt das ge⸗ worden sind, sind ja nicht vergraben worden oder spurlos lungen ist, wird in der Wirtschaftsgeschichte der Völker als

in Rauch aufgegangen, sind auch nicht abgewandert nach eine der erstaunlichsten Tatsachen verzeichnet bleiben. keine Geschäfte mit dem Auslande machen; es handelt sich

Daßdes Deutschen Tag nach einem Jahrhundert bereits in] Frauengestalt die exakte und scharfsinnige Forschung, deren Jünger strahlendem Glanze leuchten würde, das konnte Schiller in jenen] nach aristotelischer Lehre alle Melancholiker und als solche nach wenig versprechenden Zeiten nicht zu hoffen wagen; für die astrologischer Anschauung Kinder des Saturns sind. Der Gegen⸗ märchenhaft schnelle Entwicklung des deutschen Volkes waren da⸗ pol Saturns ist Jupiter als der Gott des sanguinischen Tempera⸗ mals noch keine Anzeichen zu erblicken. Des Deutschen Beruf] ments und so glaubte Giehlow in dem magischen Quadrate ent⸗ sieht er darin, daß er vom Weltgeist erwählt ist,während des sprechend der Planetentafel des Agrippa von Nettesheim ein Zeitkampfes an dem ewigen Bau der Menschenbildung zu ar- Jupiteramulett gegen die Wirkungen des Saturns erblicken zu

5 5 125 beiten, zu bewahren, was die Zeit bringt. Daher hat er bisher sollen. 1 5 Wölfflin hat gegen diese Erklärung freilich als

das mit den gewiß nicht hoffnungsvollen Versen schließt: R sich angeeignet und es in sich bewahrt. Alles,* zu künstlich Einspruch erhoben, und num weist W. Ahrens In des Herzens heilig stille Raume chätzbares bei anderen Völkern und Zeiten aufkam, mit im neuesten Hefte derZeitschrift für bildende Kunst darauf hin,

Mußt du fliehen aus des Lebens Drang! Zett entstand und schwand, bat er aufbewahrt, es ist ihm unver- daß Aaripras Werk frühestens 17 Jahre nach Dürers Stich er⸗

Freiheit ist nur in dem Reich der Träume loren, die Schätze von Jahrhunderten. Darauf hat der Deutsche schienen ist, also seine Planetentafeln dem Meister doch un⸗

Und das Schöne blüht nur im Gesang. allerdings in der Folgezeit seine Aufgabe nicht beschränkt; er hat] möglich bekannt gewesen sein können. Die Beziehung seines

Dieser Gedanke beschäftigte den Dichter noch weiterhin. Aus den Kreis seiner Mishen selbst erweitert, ja nicht einmal nur] magischen Quadrates auf Jupiter wird also fallen gelassen werden einem uns erhaltenen Fragment wissen wir, daß er ihn zu einem mit seinen geistigen Gütern die Welt erobert, sondern auch mit den müssen. Aus der Geschichte der magischen Quadrate ergibt sich viel⸗

Schiller über den Beruf der deutschen.

Trübe sahen bei Beginn des 19. Jahrhunderts die politis. Verhältnisse in Europa aus, obwohl am 9. Februar 1801 zwischen * und Oesterreich Friede n Zu diesem s ignis erbat der Verleger Göschen von Schiller ein Festgedicht. Aber dem Dichter erschien die Zeit keineswegs festlich; er ant⸗ wortete mit dem GedichtDer Antritt des neuen Jahrhunderts,

großen GedichteDeutsche Größe fortzuspinnen und auszugestalten materiellen Gütern des Handels. Rühmend erwähnt Schiller nochf mehr, daß, wenn irgend einem Quadrate die Eigenschaft zuge⸗

beabsichtigte. Die Ausführung der Idee unterblieb leider. Aus das köstliche Gut der deutschen Spra die alles ausdrückt, das schrieben wurde, den Einflüssen des Saturns entgegenzuwirken, dem noch vorhandenen Entwurf aber können wir den Gedankengang Kueste. Flüchtieste ben Get die Seele; die voller Sinn] dies das Quadrat der 9 Zellen und nicht das Dürersche Quadrat ersehen, der für uns heut ein erhöhtes Interesse bietet.Darf ist Und prophetischen Geistes verkündet er:Unsere Sprache der 16 Zellen war. Von einemJupiteramulett fann also nicht dern keusche, e fragt der Dichter, in diesem Augenblicke mo wird die Welt beherrschen. Der Deutsche Tämpft nach des Dich⸗ die Rede sein; einemagische Bedeutung könnte der Zahlen⸗ er ruhmlos aus seinem tränenvollen Kriege geht,wo der Franke, ters Ueberzeugung für die ganze Menschheit, für die Ewigkeit. tafel bei Dürer nach der ganzen Entwickelung der Zahlentafeln wo der Brite Mit dem stolzen Siegerschritte/ Herrschend sein Und mit dieser hohen idealen Ueberzeugung kämpfen Fir auch in] wohl anhaften, allein Ahrens glaubt, daß die Zahlentafel Dürers Geschick bestimmt, darf er sich fühlen? Darf er sich seines Namens diesem Weltkriege! überhaupt nichts mit Magie zu tun hat. Sie ist nach ihm lediglich

rühmen und freuen? Darf er sein Haupt erheben und mit Selbst⸗* ein Symbol der Arithmetik, die natürlich neben ihrer durch gefühl auftreten in der Völker Reihe? Berechtigter Stolz und edles Polyeder und Kugel verkörperten Schwester, der Geometrie, nicht Selbstbewußtsein geben die Antwort:Ja, er darf's! Er geht Dasmagische Quadrat auf DürersMe sehlen durfte. Daß Dürer gerade dies Symbol in den Stich

unglücklich aus dem Kampf, aber das, was seinen Wert ausmacht, lancholie. Auf Dilrers herrlichem, aber rätselreichem und übernahm, ist bei seinen außerordentlichen mathematischen In⸗ hat er nicht verloren. Auch wenn das Imperium, das römische viel umstrittenen SticheMelancholie erblickt man zu Häupten] teressen und Fähigkeiten sehr begreiflich.

Reich deutscher Nation, unterginge, was ja 1806 wirklich geschah, der Frauengestalt an einem Pfeiler eine Zahlentafel. Sie zeigt n W a 1 bliebe die deutsche Würde unangefochten. Dennsie ist eine sitt⸗ die ahlen von 1 bis 16, in 4 mal 4 Felder angeordnet, und Eine Aeußerung ielands über die Eng⸗ liche Größe, sie wohnt in der Kultur und im Charakter der Nation, zwar so, daß sowohl die Zahlen der wagrechten, wie der lotrechten länder. Gerade in unseren Tagen gewinnt eine Bemerkung der von ihren politischen Schickalen unabhängig ist! Schiller] Reihen und endlich auch der beiden Diagonalen dieselbe Summe, Wielands in einem Briefe an den großen Geschichtsschreiber findet dazu den für die damalige Zeit zutreffenden Vergleich:Der] nämlich 34, ergeben. Eine solche Zahlenordnung pflegt man ein] Johannes Müller vom 29. Dezember 1805 erhöhte Bedeutung. Deutsche wohnt in einem alten, sturzdrohenden Haus, aber ein magisches Quadrat zu nennen, es läßt sich ein solches bereits] Sie zeigt, wie klar der Dichter die Gefahr erkannte, in der sich strebendes Geschlecht wohnt in dem alten Gebäude, und der Deutsche aus den Zahlen 1 bis 9, in 3 mal 3 Feldern angeordnet, her⸗ die festländischen Mächte England gegenüber befanden. Wieland selbst ist ein edler Bewohner, und indem das politische Reich] stellen. Daß diese seltsame Zahlenordnung auf abergläubische Ge⸗ schrieb damals:Friede auf dem festen Lande und Demütigung wankt, hat sich das geistige immer fester und vollkommener ge⸗ müter stets einen besonderen Zauber ausgeübt hat, ist sehr be⸗] der stolzen, übermültigen Insularen, die uns ihrRule, Britannia, bildet. Wie ein Seher schaut der Dichter in die Zukunft, dem Hei zund so sind diese Zahlenquadrate schon frühzeitig im rule the wawes! so trotzig in die Ohren schallen lassen und Deutschenist das Höchste bestimmt; und so wie er in der Mitte] Oriente, ihrer Heimat, allerlei mystischen und magischen Zwecken durch ihre angemaßte Ober- und Alleinherrschaft über den Ozenn von Europens Völkern sich befindet so ist er der Kern der Mensch⸗ dienstbar gemacht worden. Dann hat sie Agrippa von eine unendlich drückendere und verderblichere Universalmonarchie, heit, jene sind die Blüte und das Blatt: Nettesheim(1486-1535) in Verbindung mit den Planeten als die, so wir von Napoleon zu befürchten haben, nicht bloß

Jedem Volk der Erde glänzt gesetzt, und hat jedem der sieben Planeten ein magisches Quadrat androhen, sondern wirklich schon ausüben, ist meiner innigsten 3 g len Tag in der Geschehte zugeteilt, wobei das kleinste dem Saturn und das nächstfol⸗ leberzeugung nach das Angelegenste und Dringendste, wofür Wo es strahlt im höchsten Lichte gende eben dasselbe, das sich auf Dürers Stich findet sich alle Wünsche und wozu sich alle Kräfte vereinigen sollten. And mit hohem Ruhm sich kränzt, dem Jupiter zugewiesen wurde. Auf diese Tatsache hat nun 1 Doch des Deutschen Tag wird 4. vor einem Jahrzehnte Carl Giehlow seinen interessanten Wenn der Zeiten Kreis sich füllt. Erklärungsversuch derMelancholie aufgebaut. Er sah in dieser

schweigen. Man mußte im Ausland kaufen. Milliar⸗ den englischen und französischen Geldes oder Geldeswertes

wirtschaft hat es schon deshalb nicht, weil wir wenig oder