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ur. 210 Sweites Blat: 165. Jahrgang dienstag, 7. September ius
Erscheint töglich mit Ausnahme des Sonntags. 2 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts Buch- und Steindruckerei.
Die„Sleßener Famklienblätter“ werden dem R. Lange, Gießen.
-Taree are Hüchentlich beigelegt dar Schritleitung, Geschãftsftelle u. Druckerei: Schul
„Aretablatt für den Kreis Siegen“ zweimal straße 7. Geschältsstelle u. Verlag: e851, Schrist⸗ — SBebneral- Anzeiger für Oderhessen
einer Stufe des Steppenplateaus am rechten Ufer des] derte von Flüchtlingen. Geduldig und ergeben zidhen sie die schwere Dnjepr. Die alten Festungswerke sollen noch in gutem Zu⸗ Straße, an den Raststellen gibt es sogar Lachen bei den fungen stande sein. 8 Kilometer von der Wasserfrvnt Benderys ent⸗ Mädchen. Freilich neben dem Lachen geht das Elend und es tut fernt liegt am linken ufer des Tnjepr Tiras pol mit sebt weh. die kleinen blonden, blauängigen polnaschen Kinder, mit 30 000 Einwohnern. Ruinen einer Festung sind vorhanden. br— 1 der 4** 2 Eine lange Kolonnen⸗ Pläne haben nach dem Kriege 1877/78 vorgelegen, sind aber— Wasser— A ern burg fldie, breiten Sümpfe, die das j 1 udien! e fließt. Hier mit Gewalt frontal nicht ausgeführt worden. Endlich ist Odessa nach der durchzukommen, muß kaum möglich sein, der untere Lauf des Landseite gar nicht geschützt. Diese russischen Befesti gen] Narem ist lerne leichte Linie gegen dies Hindernis des oberen Narew bilden keinen enggegliederten Grenzschutz, wie etwa in Endlich taucht Bialystok auf. Andere Städte zeigen sich in der Frankreich. Die Zwischenräume der einzelnen Gruppen er⸗ Ferne, durch die hohen Umrißbilder ihrer Kirchtürme; von Bialy⸗ schweren gegenseitige Unterstützung. Ein ernstlicher Wider⸗ stok steyt man zuerst Fabrikschornsteine. Tas ist ein Wahrzeichen. stand Rußlands setzt voraus, daß die teils begonnenen, teils] Unter dem Einfluß deutscher Arbeit ist Bialystok in den l erst projektierten Befestigungen einen Abschluß erreicht zwanzig Jahren aus einer kleinen unbedeutenden Provinzstadt
haben, was doch nicht über jeden Zweifel erhaben ist. Wahr⸗ zu einer Stadt von über 100 000 Einwohnern mit führender
f r 3 0 1 8 Weberei⸗Industrie geworden. Mit Lodz konnte sich Bialhstok noch g diger uind fen, delten ber also zn Nachteil für den Vertei“scheinlich ist ja auch der Widerstand der Russen an der keineswegs messen, aber es war in starker Entwicklung. Seine Be⸗
diger und seine Miastöße von Hsten her von Vorteil Dazu bessarabischen Front gerade deshalb so verzweifelt, weil i 6 f 5 5 f winkel einen anden fiel den Sen perollcchen Schlupf, sie wissen daß ste in odolten sowoht als auch in Vessara- ien Fier Len e winkeln, einem ganzen Netz von Sammlungs punkten und bien nur noch Schlupfwinkel, aber kerne vertrauenswürdigen] Stadt gerade vechtzeitig genommen worden. Das ist auch die Mei⸗ Etappenorten. Während in das wolhynische Festungsdreieck Festungen mehr im Rücken haben. nung der Bewohner, die erzählen, daß die Kosaken in den letzten durch die Einnahme von Luzk gleich von vornherein ge⸗ Wien, 6. Sept.(WB. Nichtamtlich) Die Neue ze Tagen regelrecht geplündert hätten. hörig Bresche geschossen wurde, il das russische schub⸗ Presse“ meldet aus Czernowitz: Seit dem 2. September 14— Biaiystok ist dem Charakter nach weder eine polnische, noch system südlich auf dem podolischen Gebiet, der Eingangs⸗ssich an der Dnjestrfront heftige Kämpfe. Die russische deine russische, sondern eine vorherrschend füdische Stadt, die bei ar Sn vor Allan ner gipir res scheint noch ziemsi in. Front ist viessach durchrissen, namentlich im Raume bon Stur find ber schnellen Ertwidhimg peine Zeit gehabt hatte, auf Schön- takt. So vor allem Proßkurow an der wolhynisch⸗podo⸗ mehrere feindliche Posttionen erstürmt worden. bat angerdren, Immerhin müssen zu normalen Zeiten die mancher⸗ lischen Grenze, eine Stadt von 24 000 Einwohnern, die wohl bois uberen Annebnlichkeiten der arbßeren Stadt vorhanden ge⸗ jetz zum größten Teile„evakuiert“ und durch Muschkis er⸗ 1 a bie Wcserleidnnee Vasen diem hen das Klerrizinvert und seht sind Der Ort ist als Straßenkno kt höchst wichtig Kriegsbriefe aus dem Osten die Wasserleitung zerstört. Am 26. haben sie die Motore zum 2 5 tenpun ier fl. N 2 Eietertzttatswerk fortgebracht und angefangen, die Maschinenteile Er deckt die Bahn Odessa.-Wolotschisk—Tarnopol. Hier flu⸗ Von unserem zum Ostheere entsandten Kriegsberichterstatter der großen Webereien zu zerstoren und fortzubringen. Am 27. Unberechtigter Nachdruck, auch aus dug weife, verboten) Bialystok.
An der bessarabischen Front.
Wohl an keiner Stelle der östlichen Front ist der Wider⸗ stand der Russen so hartnäckig, als an der bessarabischen Flanke. Hier nehmen die russischen Gegenangriffe verzweifel⸗ ten Charakter an. Das ohnehin so stark geschwächte Truppen⸗ material wird hier schonungslos pfert, um wenigstens für einige Zeit den Schein au zu erhalten, daß die Kraft des russischen Heeres noch nicht völlig gebrochen sei. Diesem Verzweiflungskampf der Russen zwischen Sereth und Zbruc kommt eine strategisch günstige Lange zu Hilfe. Ueberall sind die östlichen Flußufer erhöht, die westlichen niedrig überall die Hügel nach Osten hin höher, für den
ten die Truppen zurück, die sich im Kampfe mit der Armee früh gab es Wasser. Da das Wasserwerk etwa 8 Km. von Bothmer blutige Köpfe geholt haben. Proßkurow ist wahr⸗ 8 ern 4 f scheinlich stark befestigt. An die Stelle der veralteten Werke ist schon vor Beginn des Krieges ein größeres Sperrfort per⸗ manenten Stils getreten. Die Garnison zählte zu Anfang des Jahres 1914 vier Bataillone, sechs Eskadrons und zehn Feldbatterien. Die Eisenbahn⸗Neuanlagen sollen militärisch geschickt ausgeführt sein. Weiter nach Süden liegen Ka⸗ menez— Podolsk und Chotin, die einst als polnische und türkische Grenzstädte durch den Dnjestr geschieden, in grimmer Fehde gegeneinander lagen. Beide Festungen,
der Stadt entfernt liegt, wurde es erst nach dem völligen Rückzuaug 5 der Stadt durch Beschädigung der Maschinen außer Betrieb gesetzt.
wieder Stück für Stück für Rußland verloren 9 8. die nöti⸗ gen drafte in dieser Ecke nicht mehr aufgebracht? Der weitere Narew, an die sich die Stellung von Bialpstok anlehnte, waren dazwischen sind große Hallen, in denen zentnerweise Oeltuchen
. dernisiert. Di 1 5 5— die Russ. a.. de e bur mf, dem Wampe don Vieloniesk vorbereitet haben, Die Nussen war⸗ U ihr eigentliches Ziel, und ein f en ier. les Ausbruch des Krieges noch seitdem t Bezeich⸗ meilenweit sah man die Rauchwolken In der Nacht vom 26. ten 1 gehabt haben, für die Schwierigkeiten der Wassor⸗ nend ist, daß man auch im bessarabi chen Gebiet erst zum 27. verließen die Russen in höchster Eile und A — mehreren Wochen an 8 der 9 die Stadt. Am 27 um ½9 Uhr fuhr eine Jäger⸗Radfahr⸗ Kaufleute durch ganz unverfrorenes Ausbeuten unserer durch⸗ 2 l en Sani ten*— ißt zwi dame dar Nussen erfelat. Ws die metd ung in das srlle Gushaus schierten Truppen durch die Hauptstraßen e war Nachfrage 2 am
ö allzuviel fitr Lesse geschehen. Die russische Heeresleitung 23 5 rüh raubten gruppe 1 zu seiner Rechten liegt ein Hügel, auf dem ein Kreuz ragt: Kompott 2 Mk., ein Glas Kaffee ohne Milch natürlich 40 Pfg., new⸗ Odessa⸗ t
Jassy und Bendery⸗Reny. Kischinew, die Hauptstadt] Die Erkennungsmarke war nicht mehr zu finden, es war einer Lessarabsens, mit 112 000 Einwohnern, liegt in der Niede⸗ von 1 die beim Sturm Bransk fielen. Hier ruht rung und am Hange des Byk, eines rechten Nebenflusses em Held,“ nichts weiter. Es ist alles 2 die Kameraden⸗
55 0 1 1 8 tens 8 5. immer deutlich die festen, harten Schriftzüge auf dem weichen] nicht als Sieger, sondern als Wolltiere betrachtet werden, die man
fernung Höhen des sarabischen Hochlandes, auf welchen Holz, 1— 417 2 aße von Sokoly ialystok haben bei Beginn des Krieges ein moderner Fortgürtel im Bau die—— und man—. ein 2 Neben laren. begriffen war. Bendery, türkisch Bender, rumänisch um die sumpfige Narew⸗Niederung zu überschreiten. Auf den Land⸗ Tipie, mit 33 000 Einwohnern, liegt mit der Festung auf wegen wandern, wie überall in diesen Tagen, Hunderte und Hun⸗
Jahrmarkt. Gwandl an. Nebenan wird ein Hut erstanden für einen Fünf⸗ goldene Mondsichel leuchtet und ihr Bild im klaren Wasser spiegelt.
7 3 0 hrigen, d dem Kopf eines Erwachsenen Platz hätte.... Jahrmarkts Ende —F—FTFT——. 2 FP! en de taster Kugel? Wer je-
Er gehört offenbar zu den stärksten Erei ssen der kleinen Mutter schon den ganzen Weg lang versprochen.„Auf wen willst' böhmischen Stadt. Denn ich höre, als der Ga f..
stadt serner Frau vorschlägt, schreit der kleine Wicht über den Markt hinweg, und Kur in Karlsbad ist, wie sie ihm Wut über diese treulosen Gesellen leuchtet ihm aus dem tapferen fällt denn Dir ein— ich Bubengesicht. Aber es gibt eine herbe Enttäuschung für alle kriegs⸗
8 achnrittag 4 ist der Apparat untergebr leichter Hand 10 Liter pflücken konnte. Und die Ribifel sind auch
nt au Tage Vom Ratheussaal her tönt die Begleitmusik des Biophons, Städtchens und aller an unten vorm Tore rattert der Apparat Hunderte von Kinder⸗ wunder, das der Besitzer stimmen streiten. Ein jedes weiß die Konstruktion besser zu er⸗
durch die Fenster klären. g 5 ö 4 b 4— Anpreisende Stimmen der Händler, feilschende der Käufer 6 Feiegblber Sie ers chen die melanchelzgchen Weizen ener Jiehhernanfa und
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