1
8
*
* 8
Ar. 209 Der Gießener Anzei erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Hießener amilienblätter; zweimal wöchentl. Kreis- latt für den Kreis Gießen Dienstag und Freitag); Peengaf ae ethragen wirt e agen Fernsprech-Anschlüsse: für die 1 Verlag, Geschäftsstelledl Adresse 05—— richten: Anzelger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.
Bezugspreis monatl. 75 Pf., viertel jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun;
für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.
Sar und die russische Landesverte
TB.) Froßes Hauptguartier, 4. Sept.] auf fremde Hilfe von außen 1 (Amtlich.)
digung. Das belgische Hraubuch.
kmehr traut, und der eigen⸗ ter ia nordwestlich von Sinkom und brachten zwei Offiziere
8 süchtige Retter im fernen Oft dien scheint doch nicht ganz und 1400 Mann als Gefangene ein. Westlicher Kriegsschauplatz. die Rolle zu spielen, die ihm in den Presseerörterungen bei⸗„ Vor Trembowla und Tar no pol herrschte ver⸗ Die Lage ist unverändert gelegt worden ist. An ihrem kühnen Plane wollen die ne 3* 3— g Russen freilich festhalten: an der endgültigen Besiegung und[ Brody durchbra ie Armee de nera Böhm⸗Er⸗ estlicher Kriegsschauplatz. ussen freilich festhalten: an der endgültig egung und
„völligen Zerschmetterung“ der Deutschen. Der Zar kündigte molli die feindlichen Linien an zahlreichen Punkten. Es an, die Vertreibung des Feindes aus dem Lande müsse der wurden hier sechs russische Offiziere, unter ihnen ein Oberst, Emeen sein. Das klingt 5 1206 Mann gefangen genommen. In Wol⸗
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg.
Der Brückenkopf von Friedrichstadt ist gestern erstürmt; 37 Offiziere, 3325 Mann sind gefangen genommen, fünf Maschinengewehre erbeutet.
dderfeits der Wilia wiederholte der Feind seine er⸗ gebnislosen Angriffe; er ließ außer einer sehr be⸗ trüchtlichen Zahl von Toten und Verwundeten 800 Mann als Gefangene zurück. 1 5
In und um Grod no fanden noch Kämpfe statt. Wäh⸗ rend der Nacht ngen aber die Russen, nachdem sie überall geschlagen waren, in östlicher Richtung zurück; die e stun g mit sämtlichen Forts ist in unserem Besitz. Der weichende Feind wird verfolgt. Sechs schwere Geschütze und 2700 Gefangene sind in unseren Händen geblieben. Auch südlich von Grodno hat der Gegner die Stellung am Niemen geräumt. Zwischen der Swislocz⸗ Mündung und der Gegend nordöstlich des Bialowieska⸗Forstes ist die Armee des Generals v. Gallwitz im Angriff. Bislang sind 800 Gefangene gemacht.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.
Der Kampf um die Sumpfengen nördlich und nord⸗ östlich von Pruzana dauert an.
anders als die bisherigen Bescht ichtigungen, mit denen diehyn ien stehen unsere Truppen im Raume westlich von 5 beitet N„Endlich haben[ Dubno und bei Olyka im Kampf. Der Widerstand der gaben wollten, er wird, nach Russen ist noch nicht gebrochen. K
Feldzuges, auf Rußlands Bei den k. und k. Streitkräften nordöftlich von Pruzany trat keine Aenderung der Lage ein.
Italienischer Kriegsschauplatz. Seit den nutzlosen Angriffen gegen die Hochfläche von
weiten Feldern sich erschöpsen und verbluten.“ Der Zar dagegen heißt seine Heere, die Deutschen aus dem Lande zu vertreiben. Nach einer Petersburger Meldung will Zar Nilolaus an die Front gehen!
hat die Tätigkeit der Italiener sichtlich nachgelassen. Von den Artilleriekämpfen abgesehen, fand gestern nur vor dem Südteil des genannten Brückenkopfes ein nennenswertes Gefecht statt. Der Feind wurde wie immer abgewiesen. Das gleiche Schicksal hatte ein heute zeitlich früh im Dolo miten⸗Gebiet von der Böden⸗Alpe gegen den Inich⸗ riedl geführter italienischer Angriff. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Wien, 5. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 5. September 1915..
Russischer Kriegsschauplatz.
legen. Die Lage wird für den Vierverband von Tag zu Tag untröstlicher. Auch Eng⸗ land hat viele Hoffnungen begraben müssen, die es in Kon⸗ ferenzen und Organisationsf ut genährt hatte: die Agi⸗ tation für die allgemeine Wehr, t ist ins Wasser gefallen, das Feuer an den Dardanellen will verglimmen, und die Balkanvölker ziehen sich zurü war herrscht noch eine recht schwüle Atmospäre, denn üb Genf wird gemeldet, Ru⸗ mänien habe seine in der Schweiz weilenden Landesange⸗ hörigen zur Rückkehr aufgefordert, und Bulgarien habe den Eisenbahnverkehr nach den grie chischen Stationen gesperrt und wolle den Uebertritt hellenischer Untertanen auf bul⸗
hat. Enver Pascha kann i i schen Kronprinzen mit 0 Grunde die Hoffnung hegen, daß es den Türken und ihren verbündeten Helfern schließlich noch gelingen werde, die Engländer und die Franzosen ins Meer zu werfen. Die neuesten amtlichen Berichte aus Kon⸗ 88 berichten wiederum über Niederlagen des
7 es. a Die siegreichen Waffen der Zeutralmächte werden auch von dem Fortschritt der Wahrheit über die Kriegsursachen neee erertaelin Jaden Selen ben neaelen deen n eat oe Forester e 5. 1 e 30 russische izier ũ be nge⸗
g Zwischen Fried richstadt und Merecz bam 815 man die Berichte der belgischen Gesandten an den fangen genommen. Niemen) ist die Lage unverändert. Auf dem Kloster Budzan ow, das sich inmitten der 0 russischen Front am unteren Sereth befindet, weht seit eini⸗ trasAbschnitt(südlich von Jeziory zurück wichen, D gen Tagen die Fahne mit dem Genfer Kreuz. Wenn schon die Zahl der in den Kümpfen um Grodno gemachten Ge⸗
von Haus aus nicht angenommen werden kann, daß ein Feld⸗
spital mitten in der Hauptstellung errichtet wird, so ist im
Von Truppen der Armee des Generals v. G allwitz vorliegenden Falle überdies festgestellt worden, daß die bei und südlich von Mscibowo(südwestlich von Wolko⸗ wysk) ist der Gegner erneut geworfen. 520 Gefangene
6 Oberste Heeresleitung. (TB.) roßes Hauptauartier, 5. Sent.
Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Mann zurückgeworfen, wobei er zahlreiche Tote und Ge⸗ fangene in unserer Hand ließ. Westlich von Tarno po ler⸗ stürmten österreichisch⸗ungarische und deutsche Truppen aus⸗ gedehnte feindliche Verschanzungen. Auch bei Zalozee nah⸗ men wir einen rusisschen Stützpunkt. Oestlich von Brody und in Wolhynien gewinnt unser Angrifflangsam Raum. Die im Festungs⸗Dreieck kämpfenden k. und k.
Russen das Kloster zu einem starken feldmäßigen Stützpunkt ausgestaltet haben. Es wird sonach niemand erstaunen, wenn demnächst russische Berichte erzählen mögen, wir hätten das in Rede stehende Kloster trotz des Genfer Kreuzes unter Feuer genommen. Der Feind macht sich hier eines Mißbrauches rölkerrechtlicher Abmachungen schuldig, der unsere Gefechts⸗ führung keineswegs beeintrüchtigen darf.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Gestern entwickelten die Italiener auf der Hochfläche von Doberdo eine erhöhte, aber gänzlich erfolglose Tätigkeit. Nach heftiger Beschießung einzelner Räume durch ihre Ar⸗ tillerie jeden Kalibers versuchten sie schon vormittags mehrere
Der Austritt aus der i und sud 5 No wyhdwor ae e ene. Abrede gestellt hat, von Wien über die Dinge informiert weiter nördlich sind Fortschr itte erzielt. Es wurden über 400 Gefangene gemacht und drei Maschinengewehre erbeutet.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls 8 v. Mackensen.
In der Hegend von Drohiczyn und sadlich leistete 1 gestern nochmals Wider st an d. Er wird weiter
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Die Armee des Generals Grafen Bo th mer hat eine Leite feindlicher Vorstellungen au dem mestli Sereth⸗ÜUfer gestür mt. 5 8
Oberste Heeresleitung.
maßenden russischen Intervention sich nicht zu verkriechen brauchten. Die Zentralmächte, die den Ring um sich von
der belgische Botschafter Baron Beyens die deutsche Haltung mit Bismarcks genialer Methode vergleicht, so darf uns dies nur stolz und zufrieden machen. Der serbische Königsmord, die verbrecherische slavische Agitation in den Habsburger Landen waren nur Glieder in der Kette deutschfeindlicher Treibereien unserer heutigen Feinde. Das deutsche Volk kann heute so recht aus dem Herzen die Ruhe des guten Gewissens mitempfinden, die in ernster, schwerer Zeit über den Entschließungen seiner Staatsmänner und seines Kaisers gewaltet hatte.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Die Kämpfe östlich von Brest⸗Litowsk.
Berlin, 6. Sept. Der Kriegsberichterstatter der Zeitung „Az Est“ meldet verschiedenen Morgenblättern zufolge aus Jah⸗ lon, daß die russischen Kräfte, welche östlich Brest„Litowsk das Vordringen der deutschen Truppen aufzuhalten suchen, fort⸗ während Mißerfolge erleiden. Den zurückweichenden Russen wird keine Ruhe gelassen. Die vordringenden Deutschen nähern sich dem Ausgang des Sumpfgebietes, wodurch sich ihre Lage bedeutend günstiger gestaltet. Im Sumpfgebiet waren große Schwierigkeiten zu überwinden. Destilliertes Wasser mußte meilenweit mitgeführt werden. Trotz aller Schwierigkeiten schreitet die Offensive fort und es wurden hunderte von Gefangenen gemacht.
Neue russische Oberbefehlshaber.
a. heute erklä r elbst, daß dies ein geber Irrtum oder eine Ueberschätzung 2 russischen Stärse war Die Petersburger.—
unter dem Vorsitz des ö chreckten Herrschers wird ebenso 1 1 1 erfolg—
wie alle Versammlungen und Konferenzen. Wele Ache verderben nur den Brei. Der je ige russische Kri 2 Poliwanow scheint vor übergro Erwartungen selbst leise
* zu haben, da er die ühungen der früheren uferenz so ein 8 erstrebenswerte 3 7771
***
Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte.
Wien, 4. Sept.(WB. Nichtamtlich.) Amtlich wir verlautbart: 4. September 1915. f 1
Russischer Kriegsschauplatz.
Der Feind hat gestern an der ganzen Front zwischen dem e ee dd ante a großen een gene e
Amwiedemerstund geleiftet und die Stärte seiner Verteidl⸗ Petersburg, 4. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Gene⸗ l e. 8* raladjutant Ruß R, der Chef der sechsten Armee, ist zum 0 l.. 12 ere und zung er Mündung Oberkommandierenden der Armeen de a alle Kassen leer sind. Der waltige Eiser und n unsere n unter ümpf Ost⸗ General der Infanterie Ever 1. diefe 5* b 6 d habe sere Truppen unte zähen Kämpfen auf dem Ost⸗ General der Infanterie Evert,
ufer des Flusses festen Fuß gefaßt. Sie entrissen dem] Armee, zum Oberkommandierenden der Armeen der läßt vielleicht darauf Gauer die sturt ausgebaute Stellung auf der Höhe S190 front ernammt worden. 5 5
Einnahme der Festung Grodno und Verfolgung der Russen. Der f
Lavarone und auf den Tolmeiner Brückenkoypf
Die Russen setzten unferem Vordringen in Ost⸗ ö galizien und Wolhynien heftigen Widerstand ent⸗
Aufopferung seiner Menschenmassen in einen unferer N Schützengräben ein, wurde aber im Kampfe von Mann genen
2
4
2
750


