Ausgabe 
(3.9.1915) 207. Erstes Blatt
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Jagdschutzverein deshalb an das sministerium mit der Bitte ge⸗

der Allgemeine 0 preußis. Landwirts.

wandt, im Interesse der Jagdausübung die Freigabe der erforderlichen Jagdmunition zu bewirken. Nach der ihm

hier gewordenen Auskunft ist bereits Fürsorge getroffen,

daß die von der deutschen Jägerei benötigte Jagdmunition

auch fernerhin in durchaus 8 Menge r Verfügun 4 wird, so daß die Befürchtung, durch ie Beschla die Ausübung der Jagd mehr oder weniger unterbunden werden, unbegründet ist. Hier wird, wie überall in dieser Kriegszeit, auch in Bezug auf den Ver⸗ brauch von Jagdmunition das Gebot der Sparsamkeit Platz greifen müssen.

Zur Feier des Sedantages hatten gestern 3 Gebäude der Stadt Flaggenschmuck an⸗ gelegt. * Vom Postverkehr mit Belgien. Seit dem 1. September nehmen in Belgien am Briefverkehr mit Deutschland und den Briefverkehr mit Belgien wieder zugelassenen anderen Ländern der Ort Turnhout und eine 18 Anzahl von Vor- und Nachbarorten der Städte twerpen, Turnhout und Hasselt teil. Welche Vor- und Nachbarorte der genannten Städte in Frage kommen, wird von den Postanstalten auf Anfrage mitgeteilt Seit der⸗ selben Zeit können die nach Belgien N offenen 1 Einschreibbriefsendungen auch mit Nachnahme is 800 Mk. belastet werden. Die einzuziehenden Beträge sind in der Markwährung anzugeben.

** Die Verwertung der Gerstenernte. Durch die Verfügung des Bundesrats vom 28. Juni 1915 ist die gesamte im diesem Jahre im Deutschen Reiche gewachsene Gerste für die Kommunalverbände, in denen sie gewachsen ist, beschlagnahmt und dadurch den die freie Verfügung über dieselbe entzogen. Trotz dieser Beschlagnahme dürfen die Landwirte die Hälfte der von ihnen geernteten Gerste im eigenen landwirtschaftlichen Be⸗ triebe verwenden. Die andere Hälfte müssen sie unter allen U an ihren Kommunalverband abliefern; dieser Ablie⸗ ferung an den Kommunalverband steht gleich der Verkauf

er Saatgerste für Saatzwecke, jedoch nur insoweit

ich der Landwirt nachweislich in den letzten zwei Jahren mit Verkauf von Saatgerste befaßt hat, insonderheit aber

der Verkauf auf Kontingentscheine an Gerste ver⸗ arbeitende Betriebe(Brauereien, Brennereien, Graupenmühlen, Malzkaffeesgbriken, Preßhefefabriken, Malzextraktfabrilen). Der gesamte Einkauf diese Betriebe ist der Gersten⸗ Verwertungs⸗Gesellschaft m. b. H. in Berlin, Wil⸗ helmstraße 69 a, mit Filiale in München, Ottostraße 11/12, übertragen worden. Diese Gesellschaft wird die benötigten Gersten nach ihrer Qualität bewerten und bezahlen, während die Kom⸗ munal verbände höchstens den Preis von 300 Mark für die Tonne gewähren dürfen. Es ist daher für die Landwirte besonders vorteil⸗ haft, Gerste an die Gersten⸗Verwertungs-Gesellschaft abzuliefern. Diejenigen Landwirte, welche für die ihnen verbleibende Hälfte im ei Betriebe Verwendung haben, dürfen auch diese zum Verkaufe bringen. Solche Verkäufe dürfen aber, soweit die Gerste nicht als Saatgerste verlauft wird, nur mit den Kommu⸗

nalverbänden oder der Gersten⸗Verwertungs-Gesellschaft abgeschlos⸗

en werden. Die Landwirte haben also auch in diesem Falle das 8 sse, mit der Gersten⸗Berwertungz⸗Gesellschaft zu arbeiten. ur Uebernahme der Gerste sind von der Gersten⸗Verwertungs⸗ esellschaft etwa 400 Kommissionäre und zahlreiche Unterkom⸗

missionäre zur Bequemlichkeit der Landwirte im ganzen Reich angestellt. Mit Olle dieser ist der Landwirt in der Lage, die

Ablieferung von Qualitätsgersten jederzeit in einfachster Weise zu bewirken.

* Eintreiben pon Forderungen in Rußland. Uns wird geschrieben: Wie wir erfahren, suchen einzelne deutsche N ungen gegen ihre in den okkupierten Gebieten Russisch⸗Polens W russischen Schuldner dadurch zur Gel 2 2 5 3 sie 9 5 auf Fend

ieser Arreste in 5 ände ihrer Schuldner pfün⸗ den lassen. Durch 1 Einzelner können die übrigen deutschen Gläubiger zu Schaden kommen. Diese werden daher dafür sorgen müssen, daß das Vermögen ihrer Schuldner zur Befriedigung der amtheit der Gläubiger wird, und zwar durch Beantragung des Kon⸗

kurs verfahrens, in dem die Pfändungen durch Anfechtung beseitigt werden können. Manchem der Schuldner sind von den chen Militärbehörden Güter beschlagnahmt worden. Diese Bes 18 erfolgt und erfolgen natürlich ohne Rück⸗ sicht auf etwa bende Pfandrechte, insbesondere Pfändungs⸗ Mandrechte an den Gütern. Aber diese Pfandrechte würden doch bei der Feststellung der vom Deutschen Reiche für die beschlag⸗ nahmten Güter zu gewährenden Entschädigung in erster Linie zu 1 sein. Auch aus diesem Grunde haben daher die n Gläubiger Ursache, auf der zu sein und dem Zu⸗ griff einzelner äubiger rechtzeitig entgegenzutreten. Letzteres gilt 1 denjenigen Gläubigern, die ihre Forderun⸗ gen bei Reichsentschädigungs kommisston angemeldet haben, welche Aufgabe hat, die Entschädigungen für im feindlichen Ausl. sagnahmte Güter festzusetzen. Durch diese Anmeldung schützen sie sich dagegen, daß die Entschädigung dem Eigentümer und Schuldner ird. Aber sie sind nicht geschüßt gegen⸗ über Zeit der Beschlagnahme ein gültiges,

Maschinenpersonal für Dampfdresche⸗ reien. Als Folge der zahlreichen Einberufungen zum Heeresdienst hat sich ein recht empfindlicher Mangel an N Heizerpersonal für Bedienung der

mpfdreschmaschinen bemerkbar gemacht, was gerade in

deut bes uptdreschperiode sehr hemmend auf den Aus⸗ drusch des eides einwirkt. Da nun die Zulassung zur Bedienung der Dampfkessel erst vom 18. Lebensjahre an

erfolgt, a durch die Einberufungen kein genügender Ersat zur Ausbildung zur Verfügung steht, hat das Großh. Ministerium die vorgesehene Altersgrenze herabgesetzt und bis auf weiteres auch für Personen über 17 Jahren zur Bedienung von Dampfkesseln ausgedehnt. Die Kreisämter ind ermächtigt, die erbetene Befreiung von den Vorschriften es 8 42 der Dampfkesselordnung zu erteilen, falls sich

keine sonstigen Anstände ergeben.

Nilitäxpferde. Wie kürzlich mitgeteilt wurde, wer⸗ den die für den Heeresdtenst nicht mehr brauchbaren Dienst- und

Beutepferde den Landwirten zu mäßigen Tarpreisen über lassen. Auch für gewisse Handels⸗ und Industriebe⸗ triebe sollen in dringenden Fällen solche Pferde abgegeben werden. Anträge auf Uecberlassung von solchen Pferden sind, lediglich an die Landwirtschaftskammern, nicht auch an das Landwirtschaftsministerium, zu richten, und zwar von Handels- und Industriebetrieben durch Vermittlung der amt⸗ lichen Handels vertretungen.

Landkreis Gießen.

O Weitershain, 3. Sept. Dem Unterossizier Theodor Dörr k von hier, im Insanterie⸗Regiment 254, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.

B. Lang⸗Göns, 2. Sept. Die Hessische Tapferkeits- medaille erhielt der Fahnenschmied W. Becker, leichte Munitions- Kolonne 7. Fuß⸗Artillerie-Regiment, von hier. Wehrmann Otto Müller erhielt das Ciserne Kreuz 2. Klasse persönlich vom Kaiser überreicht und wurde zum Unteroffizier besördert. Pro- sessor Karl K. Schaum, Offizier⸗Stellvertreter, erhielt ebensalls das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

Kreis Lauterbach. Lauterbach, 2. Sept. Wegen Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche im Kreise Lauterbach wurde die Ab- haltung des für den 8. September hier vorgesehenen Marktes

verboten.

Kreis Schotten. s Aus dem Vogelsberg, 2. Sept. Der Betrieb der Wächtersbach⸗Birsteiner Kleinbahn wax bis Ende März 1914 von der Aktiengesellschaft dem Kreise Gelnhausen gegen eine Betriebspacht von 35 Prozent der Bruttoeinnahme verpachtet; er, mußte aber dann auf Veranlassung des Bezirksverbandes Kassel wieder von der Gesellschaft übernommen werden. Das 507000 Mark umfassende Aktienkapital ist Besitz des Kreises Gelnhausen, die Bahn mit einer zu 1,5 Prozent verzinslichen Schuld von 253 000 Mark belastet. Tie Gesanrteinnahme betrug im soeben abgelaufenen Geschäftsjahr 83 361 Mark(i. V. 114915 Mark). Nach Abzug aller Unkosten, Zinsen usw. verbleibt ein Reingewinn von 4451 Mark(i. V. 25 100 Mark), der dem Erneuerungsfonds überwiesen wurde. Das vorletzte Geschäftsjahr brachte 4 Prozent Gewinn.

Hessen⸗Nassau.

h. Frankfurt a. M., 2. Sept. Der Verkauf der städtischen Dauerfleischwaren hat unter großem Andrange begonnen, leider aber recht unerfreuliche Erscheinungen gezeitigt. Da jeder Käufer nach Belieben einkaufen kann, haben verschiedene Metzger durch Mittelspersonen sosort erhebliche Mengen für ihren Laden- verkauf erstanden. So ließ ein Metzger 30 Pfund Dörrfleisch das Pfund zu 1,50 Mk. ankausen und verkaufte die Ware später wieder u 2,20 Mk. das Pfund; er verdiente also an jedem fund mühe- os 70 Pfg. Auf energische Beschwerden hat heute der Magistrat angeordnet, daß einem jeden Käuser sortan nicht mehr als 3 Pfund verabsolgt werden dürsen.

A Wiesbaden, 2. Sept. Der Bezirksverband des Regierungsbezirks Wiesbaden und die ihm angeschlossenen In- stitute beteiligen sich an der dritten Kriegsanleihe mit 20 Millionen Mark, und zwar der Bezirksverband mit 4, die Nassauische Brandversscherungskasse mit 1, die Nassauische Landes- bank mit 5 und die Nassauische Sparkasse mit 10 Millionen Mark.

Kassel, 3. Sept. Die Frage der Errichtung eines eisernen Erinnerungszeichens hat in Kassel eine Lösung gefunden, die nicht nur der vaterländischen Absicht, der Spende für Kriegsbeschädigte neue Mittel zuzuführen, gerecht wird, sondern auch einen praktischen Zweck verfolgt. Die Nachbildung eines althessischen Zaitenstocks(Brun nenstocks) wird die Kasseler Altstadt um ein eigenartiges Brunnendenkmal bereichern. Nach einer Ansprache des Ehrenvorsitzenden des Denkmalsausschusses, Oberbürger⸗ bürgermeister Koch wurde am Sedantag auf dem Ehrenhof des Rathauses die erste Nagelung des Zaltenstocks im Beisein der Spitzen der Zivil- und Militärbehärden vorgenommen. Auch die Kasseler Vereine und die Schulen hatten Vertreter abgeordnet.

nu. Weilburg, 2. Sept. Nach dem Beispiel Limburgs sol len die Namen aller Personen, die von jetzt an beim Obst⸗ und Felddiebstahl ertappt werden, öffentlich bekannt ge⸗ macht werden. 3

u. Limburg, 2. Sept. Im biesigen Bahnhofsrestaurant 1. Klasse saß mit seiner Braut ein Kriegsteilnehmer in Zivil, geschmückt mit der bayerischen Kriegsverdienstmedaille J. Klasse. Plötzlich kam ein besserer Derr auf den Dekorierten, der übrigens wegen Beschädigung des Fußes als kriegsuntauglich vom Heeresdienst befreit wurde, zu, und forderte ihn mit ver⸗ letzenden Worten auf, denKarnevalsorden abzulegen. Darob entstand natürlich große Erregung in dem Restaurant und man stellte schließlich fest, daß der Orden tatsächlich echt und dem Inhaber vom König von Bayern verliehen worden war. Dem übereifrigen Herrn brachte die Angelegenheit insofern un⸗ angenehme Folgen, als er dem Beleidigten öffentlich Ab⸗ bitte tun mußte. 275 verwundete Russen trafen mittels erbeuteten russischen Lazarettzuges hier ein und wurden in dem hiesigen Gefangenenlager untergebracht. Der ruf. sische Lazarektzug war mit einem unstrer wohlausgerüsteten deut⸗ schen Züge nicht zu vergleichen und ähnelte mehr einem einfachen Güterzuge.

Dermischtes.

»Stuttgart, 2. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) In An⸗ wesenheit des Königs, der Angehörigen des Königs hauses und sämtlicher Minister, sowie der hohen und höchsten Herrschasten wurde heute vormittag derWackere Schwabe in Eisen seiner Bestimmung übergeben. Als erster schlug der König einen Nagel in die Rüstung ein. UZ.

Handel.

Ueber die Bedeutung und Zweckmäßig⸗ keit des Verkaufs ausländischer Wertpapiere stellt dieFrankf. Ztg. folgende bemerkenswerte Betrach tungen an:

Das ganze fußt auf der Tatsache, daß aus den bekannten, sehr N 1. nur in der Handelsstörung liegenden Ursachen die deutsche Reichsmark heute im größten Teil des Auslandes (etwa Rußland und Oesterreich ausgenommen) erheblich niedriger bewertet wird als im Frieden. Demnach erhält man umgekehrt für die Valuten fremder Länder heute durchschnittlich vielleicht 14 do mehr als die Währungsrelation es verlangt. Solche über wertete Devisen sind unter anderen der amerikanische Dollar,

der holländische Gulden, der Schweizer Frank, die nordische Kroue, die Drachme, der Goldpeso, in verringertem Umfange auch noch das englische Pfund. Wer Guthaben in solcher Währung hat oder, was gleichbedeutend ist, Effekten besißt, die an schwei⸗ zerischen, holländischen, nordischen oder amerikanischen Märkten veräußert werden können, der erlöst außer dem Tageskurse dieser Effelten noch weitere 12 bis 14 pCt. des ausmachenden Betrages. Jede deutsche Bankstelle verwertet ihm mit samt den Effekten das fremde Guthaben; oft auch wird dem Verkäufer von seiner Bauk ein Gesamtkurs geboten, der den Auslandskurswert ein⸗ schließlich des Wechselvorteils darstellt diese Weise kann mancher Effektenbesitzer heute Preise für seine internationalen Bestände erlösen, wie er sie für den Kriegsfall ganz gewiß nicht erhofft hatte. In Betracht kommen hauptsächlich die in neutralen Ländern beheimateten Wertpapiere. Indessen hat sich eine Zeit⸗ lang auch für die Werte gegnerischer Länder, wie Japans, Ruß⸗ lands, Italiens und Serbiens die Möglichkeit geboten, sie an neu⸗ tralen Börsen zu veräußern und den darauf ruhenden Verlust durch den Wechselgewinn zu vermindern. In neuester Zeit hat besonders der ungeheuere militärische Fehlschlag der Russen und der Zusammenbruch des Rubelkurses manchem Besitzer russischer Prioritäten, Anleihen und Pfandbriefe Grund gegeben, sogar un⸗ geachtet des recht empfindlichen Kursverlustes, der sich seit einem halben Jahre noch um sechs oder mehr Prozent vergrößert hatte, einen Verkauf zu versuchen. Der privatwixtschaftliche Zweck der Verkäufe ist natürlich erstens, sich von ausländischen Werten mit Hilfe des Valutanutzens in gewinnbringender oder verlustab⸗ schwächender Weise zu erleichtern; zweitens aber will man die in jeder Richtung besseren augenblicklichen inländischen Gelegenheitn zur Wiederanlage des freigewordenen Geldes wahrnehmen; die 5 prozentige Anleihe des gewaltig an Ansehen und Bedeutung zunehmenden Deutschen Reiches ist eine günstigere Kapitalanlage als jede andere. Der volkswirtschaftliche Nutzen aber ist beim Tausch ausländischer Wertpapiere gegen Kriegsanleihen eben⸗ falls zweierlei Art, zunächst trägt der Tauschende in verstärkter Weise zur Kriegsgeldbeschaffung bei, und außerdem hilft jeder Effektenabschluß mit, uns Guthaben im Auslande zu schaffen. Für die noch so verringerten Bezüge an Lebens- und Bekleidungs⸗ mittel bedarf Deutschland der ausländischen Guthaben umsomehr, weil ihre Bildung nicht wie in normalen Zeiten durch den in⸗ dustriellen Export usw. vor sich geht. Können wir unseren aus⸗ ländischen Verpflegungszuschuß nicht mehr mit Guthaben be⸗ zahlen, so tritt die Notwendigkeit an uns heran, in verstärktem Umfane Gold auszuführgen, ganz abgesehen von Rückwirkungen auf dem inländischen Warenpreisstand und anderes. Jedes Tau⸗ send verkaufter Auslandswerte bedeutet die Festhaltung von tau⸗ send Mark Gold in der Reichsbank. Der Verkauf geeigneter Auslandwerte ist also heute nicht nur eine vom egoistischen Stand⸗ punkte vernünftige Handlung, sondern zugleich eine kleine patrio⸗ tische Tat. 3 ö

Zu beachten ist noch, daß die Gelegenheit für die Mit⸗ zahme eines Wechselgewinnes keine dauernde ist. Wenn sich der Krieg seinem Ende genähert haben wird, ist es spätestens damit vorbei und schon vorher lassen die Chancen merklich nach.

Kirchliche Nachrichten.

Jsraelitische Religionsgemeinde.

Gottesdienst in der Synagoge Gud⸗Aulege

Samstag. den 4. September 1915:

Vorabend: 6.45 Uhr. Morgens: 6.30 Uhr. Nachmittags: 4.00 Uhr. Sabbatausgang: 7.50 Uhr.

Mieteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

2 Z 2 2 325 . DIe 22 E 2 Sept. 28 3 33 25 2 2825 8 22[SSB Wel 82 22= 2 S5 1 915[C8 8822 8 2 en 1 S 8 538[5 A 5 105 8 182 .

20 738,7 156 89 67

2 88E 2 9 Bew. Himmel 2. L 88,4 11,4 9,2 91 8E 2 10 Bed. Himmel 3. 94 8E 2 10 Regen a

3 538,6 11, 9,2 5

Höchste Temperatur am 1. bis 2. Sept. 1915 Miedrigsle 300000 Miederschlag: 2,1 mm.

Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 4. Sept. 1015: Unbeständig, zeitweise leichte Niederschlage, etwas wärmer.

16,5 0. 2

B* 5 Letzte Nachrichten.

Die türkisch griechischen Beziehungen.

Wien, 3. Sept. DieReichspost meldet aus Athen: Der hiesige türkische Gesandte weilte mehrmals bei dem König, mit dem er lange Zeit konferierte. Ueber den Inhalt der Unterredungen wird natürlich nichts bekannt gegeben, doch 2 der Gesandte beim Verlassen des Palastes eine zuversichtliche Stim⸗ mung. In hiesigen politischen Kreisen ist das Gerücht verbreitet. daß in Konstantinopel von griechischer Seite Fühlung genommen wurde, ob es nicht möglich wäre, über ein griechisch-türkisches Bündnis zu verhandeln. Die türkische Regierung sei nicht abgeneigt. sich auf Verhandlungen mit Griechenland einzulassen.

Genf,

3. Sept.* 2* 55 agatsch wird auf bulgarischer Seite an den längs der bulga⸗ e Seite sich hinziehenden Befesti⸗ gungswerken wieder eifrig gearbeitet. Hohe bulgarische Offi⸗ ziere sind eingetroffen, um die neuen Befestigungsarbeiten zu überwachen. Von der bulgarischen Regierung wurden die griechi⸗ schen, armenischen und italienischen Arbeiter in den Kupferbergwerken sowie der belgische Direktor eines Berg entlassen. In der Nähe der griechisch⸗serbischen Grenze zieht Bul⸗ garien im Hinblick auf die Ende September stattfindenden Mand⸗ ver große Streitkräfte zusammen. 1 8

ten, 3. Sept. DieNeue Freie Presse läßt sich aus Athen telegraphieren: Der Vier verband hat Griechenland bedeutende Zugeständnisse an der 13 Küste angeboten, falls Griechenland gestatte, über Saloniki Vierverbandstruppen nach Serbien zu befördern.

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