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165. Jahrgang reitag, 3. September 1945
Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel
dener 0 Sonntags.— Veflagen: jährl. Mt. 2.20; d 0 3 viermal eg 4 8 65 f inch 4
Famil ienblatter; monatl. 65 Pf.;. * wöchentl. Kreis⸗ 0 die Post Mk. 2.— viertel blatt für den Kreis Gleßzen jährl. ausschl. Bestelld. (Dienstag und Freitag); Zeilenpreis: lokal 15 Pf., zweimal monatl. Cand⸗ ausw. 20 Pf.— Haupt- . schriftleiter: Aug. Goetz.
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7 5 Verantwortlich für den
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3 FHFeneral⸗Anzeiger für Oberhessen Annahme don Anzeigen* richtssaal: Otto Braun;
dis aeenüce b Abe Betationsbrna und beriog ber brüörschen Ane. Buck und Steinörngeret k. range. crtiftlettung. Seschäfteßelle u. bruderel: Schultr. 2. Bed aue 4
Die westliche uhereg nume gnehnogenonmentgonshrsle
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in Wolhynien und Galizien. Deutsch⸗amerikanische Entspannung.
DD ö„E. Sept.] wird darüber i lossen sein. Bemerkens⸗ Amtlich.) eee e re fen ist, daß wic Ker Bench auf Bernstorff Westlicher Kriegsschauplatz. erun
erklärt haben soll, die deutsche Regi 15 habe diese In den Bogesen nördlich von Münster führte am] Politik beschlossen, bevor der Vorfa 31. August unser Angri zur Wiedereroberung der in
„Arabic“ sich ereignete. Ueber diesen Vorfall
selbst sind noch keine näheren Festste gemacht lorenen Grabenstücke. Die Kampflinie Lingekopf— a Barrenkapf ist damit wieder in unserem Besitz.
Regierung es als tunlich empfohlen haben, 1 der bisherigen Gegenangriffe wurden abgewiesen. 72 Alpenjäger sind ge⸗
Taktik Amerika zuliebe etwas abzuweichen, ist nicht zu über⸗ fangen genommen, drei Maschinengewehre erbeutet. sehen. Ob, wie in einer nachstehenden Meldur g erwähnt wird, Ueber Avocourt(nordwestlich von Verdun) wurde
die Besserung in der Behandlung der Krieg gefangenen und 5 hs 7 8 1
ein französisches Flugzeug von einem unserer Kumpfflieger Greys Bemerkung über die
heruntergeschossen. Es stürzte brennend ab.
Freiheit der Meere mit der neuen Oestlicher Kriegsschaubplatz.
Zesking“ aus Sofia meden, mimmehr geschehen. In dem bies- bezüglichen Telegramm heißt es: Dank der staatsmännischen Weis⸗ heit der maßgebenden Türken dürfe man die Bezrehungen zwischen Bulgarien und der Türke als gesichert betrachten. Anstatt einen Krieg zu führen, der bittere Prü⸗ fungen mit fich bringen würde, habe Bulgarien nun einen wert“ vollen Zuwachs an Land erhalten und die Türkei einen wohl. wollenden Nachbar. a 4
Berlin, 3. Sepk. Die„Deursche Tageszeitung“ melde! über Wien aus Sofia: Die serbische Heeresleitung 8
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Wendung wirklich in Zusammenhang zu bringen sind, ist sehr fraglich. Grey hatte dieser Tage in einem Rundschreiben an englische Zeitungen die letzte Rede des Reichskanzlers zu
. versucht und dabei auch folgende Bemerkungen ge⸗ macht: f
Berlin, 3. Sept. Wie die„Vossische Zeitung“ berichtet, zieht Bulgarien in der Nähe der griechtsch⸗serbischen Grenze im Hinblick auf die im September stattfurdenden Manb⸗ 1 ver größere Streitkräfte zusammen. 18 5
Die Kämpfe an den Dardanellen. 1 Konstantinopel, 2. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Das
Große Hauptquartier teilt mit: An der Darda⸗ nellenfront ereignete sich nichts Wichtiges. Bei Sedd⸗ ül⸗Bahr bemühten sich der linde Flügel und die Artillerte 1 des Feindes unter Vergeudung einer ungeheuren Menge Mu⸗ 2 nition vergebens, unsere Schützengräben zu zerstören. Von vier mit Minenwersern geschleuderten Bomben fielen zwei auf die Schützengräben des Feindes, worauf dieser das Bombenwerfen ein stellte. Am 30. August zwangen unsere an den Meerengen auf- gestellten Batterien feindliche Minensucher, die sich dem Darda⸗
nelleneingang näherten, zum Rückzuge. Dieselben Batterien zer⸗
äußere Fortlinie gefallen. Norddeutsche Landwehr stürmte gestern das nördlich der Straße Dombrowo Grodno gelegene Fort 4. Die Besatzung, 500
Englands. Greys Worte verpflichten die englische Politik zu nichts, sondern werden nur zu scheinheiliger Stimmungs⸗ mache benutzt. Die Ursachen des deutschen Einlentens gegen⸗ itber Amerika sind, wie gesagt, von Außenstehenden heute
ner vorgeschobenen Westfront wurden darauf von den Russen geräumt.—
Destlich des Forstes von Bialystok sind die Ueber⸗ gänge über den Swislocz von Makarawre(südöstlich von Odelst) ab aufwärts nach Kamuf von uns besetzt.
Die gestrige Gesamtbeute der Heeresgruppe
5 beträgt 3070 Gefangene ein schweres Geschütz
und drei Maschinengewehre.
Bei Ofsowiec wurden außerdem drei vom Feinde in den Sumpf versenkte schwere Geschützeaus⸗ gegraben. 1
Heeresgruppe des Seneralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.
Der Austritt aus dem Nordostrande des Bialo⸗ mieska⸗Forstes ist gestern erkämpft. Durch Ueberfall
noch nicht zu erkennen.
Der österreichisch⸗ungarische Tag
Wien. 2. Sept. TV. Nichtamtlich; Santi verlautbart: 2. September 1515. 1
Berlin, 3. Sept. Das„Berliner Tageblatt“ läßt sich aus Lugano melden, daß eine englisch⸗französische Militärmission von den Dardanellen her in Rom angekommen sei, um mit dem Kriegsminister und der Heeresleitung zu verhandeln. Eine Auszeichnung Enver Paschas durch den Kaiser. 5 Konstantinopel, 2. Sept.(WTB. Nichtamtlich Der Depeschenwechsel zwischen dem deutschen Kaiser! und En ver Pascha aus Anlaß der Verleihung des Ordens Pour le mérite ist erst gestern in der Presse bekannt⸗ gegeben worden. Militärische Kreise empfinden die Aus⸗ 3 zeichnung des Vizegeneralissimus als eine hohe Ehre für die gesamte Armee. Sie preisen in Ausdrücken tiefer Dankbar⸗ 7 leit die unwandelbare herzliche Freundschaft des Kaisers, deren rückhaltlose Bekennung und energische Betätigung ein unschätzbares Gut für die kürkische Armee ist.—
Konstantinopel, 2. Sept.(WDB. Nichtamtlich 0 Kriegsminister En ver Pascha ist zum Divisions⸗ 5 general befördert worden. 2
Rumänien und Italien.
Berlin, 3. Sept. Wie verschiedenen Morgenblättern aus Bukarest gemeldet wird, habe die rumänische Re⸗ gierung bei Kriegsausbruch größere Mengen Munition in Italien bestellt. Die italienischen Lieferungen erwiesen sich jedoch als vollständig unbrauchbar.
Vom italienischen Kriegsschauplatz. 7 Berlin, 3. Sept. Von ihrem Sonderberichterstatter aug dem italienischen Kriegsschauplatz wird der„Vossischen Zeitung“ gemeldet: Mehrere Tage lang durfte ich mich auf einer den höchstgelegenen, von den Italienern mit heftigem Feuer über⸗ schütteten Stellungen im Grenzgebiet aufhalten. Mitten zwischen Eis und Schnee haben unsere Soldaten dort eine Reihe kleiner Festungen angelegt, die, gestützt von dem ganz beispiellosen Mute der Unseren, den Alpini jedes Durchkommen unmöglich machen, obwohl auch die feindlichen Alpinitruppen sich hervorragend tapfer
Styr in breiter Front überschritten. Auch in Ostgalizien befindet sich der Feind neuerlich im Rückzuge. Die Truppen des Generals v. Böhm⸗Er molli rück⸗ ten in Brody ein und dringen heute östlich dieser Stadt . über die Reichsgrenze vor. n Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls ördli ö v. Mackensen.
Der Muchawiec⸗Abschnitt wurde auf der ganzen Front in der Verfolgung überschritten. — Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Auf der Verfolgung fielen gestern über 190 Ge fangene und ein Maschinengewehr in die Hände der D
n. deutschen Truppe Oberste Heeresleitung. 3
Neue Erfolg Auch aus den V
, Die nordästlich Ko bryn kämpfenden k. und k. Truppen treiben im Verein mit unseren Verbündeten den Feind all⸗ mählich in das Sumpfgebiet der oberen Jasiolda zurück.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Die Lage auf dem italienischen Kriegsschauplatze hat sich auch gestern nicht geändert. An der Tiroler Front sind die Donale-Sperren und auf der Hochfläche von Lavarone⸗ Folgaria außer den Werken auch unsere Stützpunkte Monte
f Worten noch sehr widerspensti⸗ gen Gegner fertig werden wird. Aber der Krieg im Osten fesselt uns noch immer Tag für Tag durch die imposanten
deutschen Methoden, die das gewaltige ich i
gründlicher niederdrücken. stfront von Grodno ist
griffe auf den Monte Paralba und das Bladner⸗Joch ab
getwiesen. An der küstenländischen Front dauerten
die Artilleriekämpfe mit mäßiger Stärke fort. Die technischen 0 Arbeiten des Feindes wurden an mehreren Stellen mirksam
. heute—92 morgen die Eroberung gestört.
Stützpunktes am Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs
5 9 5 die ö v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
sitz sein wird. Die Ank Bom russischen Oberkommando.
illion reitender K
Petersburg, 2. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Amt⸗ lich wird gemeldet: Der General der Infanterie Janusch⸗ kewitsch, Chef des Generalstabes des Großfürsten⸗Ober⸗ befehlshabers, wurde zum militärischen Gehilfen des Vize⸗ königs des Kaukasus ernannt. Der Oberbefehlshaber der Armeen an der Nordwestfront, General der Infanterie Alexejew, wurde zum Chef des Generalstabes des Groß⸗ fürsten⸗Oberbefehlshabers ernannt.
„Zur Beunruhigung der Deutschen“. Paris, 2. Sept.(WB. Nichtamtlich.) Die Blätter melden, Rußland bereite für den Winterfeldzug eine Sonderarmee von einer Million berittener Ko⸗ saken vor, deren Aufgabe sein soll, den Deutschen zuzu⸗ setzen.
lichen Truppenmasse von 400 bis 500 Mann zurückzuschlagen, 7 wobei der Gegner ungefähr 10 Prozent Verluste hatte. Für unsere Soldaten gibt es da oben weder bei Tag noch bei Nacht längere
Die gedrückten Finanzen Italiens. Nom, 2. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Idea Naziu⸗ nale“ bringt einen bemerkenswerten Artikel über den gedrück⸗ 1 ten Finanzmarkt Italiens dessen augenblicklicher Zu⸗ 1 stand durch die folgenden Umstände beeinflußt sei: Erstens durch das Ausbleiben der Gelder, die früher die Ausgewanderten in großen Summen in die Heimat geschickt hätten; dafür seien jetzt 1 diese Auswanderer selbst in ärmlichen Verhältnissen zurückgekehrt. 9 Zweitens durch das Aufhören des Fremdenverkehrs, drittens durch a die Notwendigkeit einer großen Einfuhr aus dem Auslande, der Der Abschluß des türkisch⸗hbulgarischen Vertrags.— Ausfuhr gegenüberstände. Viertens durch die Zunahme des 7 3 ern genen* Ve 8 17 W 0 8 me d 8 g dada ut Orot, Dee Penuebang der kurtichulga uche nge Masbahrartdel, beides ufs dag ge. i Verstandigung ist, wie die„Vollische Zeitung“ und die„Kolnülchel tens dadurch, daß italienische Waren durch Deu land und
in der Unterseebootfrage überbra ierschiffe durch unsere U Boo i ohrt werden ohne Warnung
Leben der Ni
5 Regierung über diese Wen ichtet werden.
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