* n so U aus der Steinzeit, der
widmete ex im Auftrage der Reichs⸗Limesfor⸗ der Wetterau, seine Forscher⸗ 3. N d und in jedem Wetterauer 8 N 5 . in hochgeschätzter Gast gewesen,
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frei 15— 1 W 0 ufmerksamkeit wandt in früherer Zeit so arg vernachlässigten Nidder⸗ 95 ig unterstützt von den hessischen
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ern„ er. Mit einer meisterhaften 5. it stellte er die Heerwege sest, die ne die Wettenmm schnitten und kreuzten: die vorrömischen und frührömischen Straßen der Nidda⸗Wetter⸗Linie, des Nidder⸗
tals, des Is und der hohen Straße. Dann das römische 855 des 2. und 3. Jahrhunderts: die Elisabethenstraße,
florstadt, der ö burg, 1 Lrresfaß drug zweigungen und
mach Heldenbergen und der Saal⸗ in allen ihren Verästelungen, Ab⸗ Parallelen. Neben der Straßenforschung spürte er Oberhessens nach, überall fand er hob er neue Schätze aus oder fand seine Mutmaßungen durch Ausgrabungen und Funde ale tigt. an dieser Stelle nux an die Fund⸗ stätten von Altenstadt, Höchst a. d. Nidder, Kaichen, Heldenbergen, f„ Okarben. Vilbel, Niedererleubach, Petterweil und 9 ch erinnert. Die 057 1281 1 e vor zwei Jahren in dem Monumentalwerke „N 5 2 licher Zeit“ dan der ursdelhrn 3 st „ wie sie auf werden dürfte. Das Werk bildet
Mark schen, in allererster Linie aber der heimischen Altertumsforschung. greisen, jedoch noch ungewöhn⸗
lich rüstigen von der„Berliner Akademie der Wissen⸗ schaften“ die goldene Leibniz⸗Medaille verliehen. In den Kreisen der archäblogischen Wiffenschaft gilt Wolff als er der Vahn⸗
ae de ee N50 weithin als Meisterwerke
Noch trägt si greise ehrte mit neuen Plänen, die
der Durchfsorschung der engeren Heimat gewidmet sei llen.
Möge der rüstige Siebziger sie noch vollenden. e *
Ritter des Gisernen Kreuzes! Offfzierstelloer⸗ treter im Inf.⸗Regt. 83 Gutsbesitzer Weygandt e bertshausen, Gefreiter Wilh. Fung, Inf.⸗Regt. 116, aus Dor⸗ e 1 n 5 f 1 1 e
10 g,. 0 5 92*, 8 Regt 167, cus Gießen 8 155 855 Auszeichnungen. Dem Briesträger Karl Hansel aus Gießen im Fuß-Art.⸗Rgt. Nr. 7, 2. Munitions⸗Kol, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen, nachdem er vor einiger Zeit zum Gefreiten ernannt wurde und bereits über ein Jahr im Felde stebt.— Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Reservist Wilhelm Böß von hier im Inf.-Rgt. 116.
Eiserne Fünfpfennigstücke. Der Beschluß des Bundes rats über die Prägung von eifernen Fünf⸗ Pfennigstücken 3 der„Berl. 1 aus⸗ führt, eine angemessene usstattung des Verkehrs mit Zah⸗ e erleichtern. Die Nachfdage nach Nickelmünzen i Zusammenhang mit den Rückwirkungen des Krieges
f lich gestiegen, da große Mengen der kleinsten Münzen in den von unseren Truppen besetzten feindlichen Landesteilen umlaufen und dort festgehalten werden. Die Berwendung von Nickel und Kupfer zu neuen Ausprägun⸗ 12 ist gegenwärtig unratsam, sodaß die Herstellung von Münzen aus Eisen als vorübergehende Aushilfe sich emp⸗ liehlt. Allerdings will man sich begnügen, nur Fimfpfennig⸗ stücke anzu da die Zehnpfennigstücke in ihrer gegen⸗ wärtigen im Verkehr eine Rolle spielen, mit der die
einer anders gearteten und dennoch gleich⸗ wertigen Münze schlecht vereinbar ist. Zum gleichen Gegen⸗ stand ist noch zu sagen, daß die neuen Geldstücke die Größe der alten en werden. Der Unterschied besteht darin, daß der Rand gerippt und nicht wie bisher glatt sein wird Außerdem wird die Jahreszahl, die bisher hinter dem Wort„Reich“ am Rande steht, unter die Zahl„5“ gad werden. Das Metall, aus dem die neuen Fünfpfennigstü hergestellt werden, besteht aus Siemens⸗Martins⸗ Stahl. Im Laufe des Oktober werden die eisernen Münzen zur Ausgabe gelangen.
*Das Kuchenbacken erlaubt. Laut Bekannt⸗ machung des Großh. Kreisamts Gießen ist das Backen bon Kuchen für den privaten Haushalt an den Samstagen erlaubt. Die Gewichtsmenge des zum Be⸗ reiten von Kuchen verwendeten Mehles darf jedoch nur zur hälfte aus Weizen bestehen.
Urlaub zu Erntearbeiten. Nach Feststellun⸗ gen des preuß. Kriegsministeriums erscheint die Einbringung der Ernte bei manchen, namentlich kleineren Besitzern, nicht völlig gesichert, weil man es vielfach mit der Einreichung von Urlaubsgesuchen nicht allzu eilig hatte und anderseits diese an die falschen Stellen richtete. Es sei deshalb noch⸗ mals darauf hingewiesen, daß derartige Urlaubsgesuche im Interesse beschleunigter Erledigung unter Beifügung einer Bescheinigung des Kreisamts darüber, daß eine entsprechende Arbeitskraft anderweitig nicht gewonnen werden kann, den zuständigen Kommandobehörden(Truppenteil, Generalkom⸗
mandos oder stellvertretenden Generalkammandos) unmit⸗ h
telbar vorzulegen sind. Auf diese und andere Maßnahmen
r Sicherstellung der Ernte macht in der gestrigen Nummer bes Kreisblatts das Kreisamt noch einmal nachdrücklich aufmerksam.
** Die Verschickung der Zeitungen an Heeresangehörige. In Aufhebung eines früheren Ver⸗ bots hat die Postverwaltung die endung von Zeitungen an Heeresangehörige unter einfachem Band allgemein unter der Bedingung gestattet, daß die Streifbänder aus kräftigem Papier hergestellt, fest um den Inhalt der Sendungen herum⸗ gelegt sind und ihn ganz oder zum größten Teil bedecken.
noch etwas billiger„dabei aber den größeren Abnehmern die Kartoffeln noch bis ins Haus lieferte. Soviel steht fest, daß
utdeckungsfahrten half.] C
von dem Kastell Obarben nach Echzell und Nieder“
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der Preis für neue Tartoffeln, gegriffen hat, in der Stadt bedeutend abgeschlagen ist.
. Anlagemusik. Morgen, vormittags 11½ Uhr, findet in der ö ausgeführt von der Kapelle des 1 atl. Gießen, statt. Die Spiel⸗Folge ver⸗ zeichnet: Choral: Wie schön leuchtet der Morgenstern; Ouverture J. Op.„Die Entführung“ von W A. Mozart; Das Bild der Rose, Lied für Posaune von G. Reichhardt; Liebeswalzer von M. Ziehrer; Musikalisches Allerlei, Potpourri von B. Wilhelm; Unter der Friedensflagge, Marsch von F. Novowieski.
Die Strafkammer hat die Verhandlungen bis zum 17, September d. J. aussetzen können. Es ist erfreulich, daß in dieser schweren Zeit die Straftaten in unserer Provinz so abge⸗ nommen haben, daß diese Ruhepause für die Justiz möglich ist.
* Gewerbeschule Gießen. Im Anschluß an die Be- kanntmachung der Gewerbeschule im Anzeigenteil bittet man uns, mitzuteilen, daß die Baugewerk⸗Abteilungen getrennt von den Ab- teilungen für Kunsthandwerk eingerichtet sind. Begabte und fleißige Schlller, die die Schule drei Jahre regelmäßig besucht haben, können nach den Bestimmungen der Wehrordnung§ 89,6 auf Grund gewerb⸗ licher oder kunstgewerblicher Leistungen zur erleichterten Prüfung zum Einjährig⸗ freiwilligen Dienst zugelassen werden. Oleichzeitig wird jungen Handwerkern, die sich künstighin der staat⸗ lichen Meisterprilsung unterziehen wollen, durch Teilnahme am Unter- richt an einzelnen Tagen volle Gelegenheit geboten, sich die ersorder⸗ lichen Kennknisse zu erwerben. Der Unt ersricht wird auch in diesem Winterhalbjahr in den einzelnen Klassen von tüchtigen Lehrkräften
voll und ganz durchgeführt. Nähere Auskunft erteilt die Schulleitung.
seit die Stadt in den Handel ein⸗
8 Auslauf des Geflügels in die Stoppelfel⸗ der. Der Rhein⸗Mainische Verband für Volksbildung schreibt uns: Der vielfach in der Presse erteilte Ratschlag, das Geflügel während der Erntezeit eingesperrt zu halten, kann' in dieser all⸗ gemeinen Form nicht aufrecht erhalten werden. Sobald der Hafer eingefahren ist, gehört dem Geflügel freier Lauf gelassen. Die auf dem Felde ausgefallenen und liegen gebliebenen Körner(die Aehren werden durch Aehrenleser aufgelesen) können durch nie⸗ mand anders so gut verwertet werden wie durch das Geflügel. Es wäre deshalb verkehrt, die Hühner jetzt nicht auf das Feld zu lassen. Nur muß dafür gesorgt werden, daß sie nicht in die Ge⸗ müsegärten kommen.
* Erleichterter Besuch der Leipziger Herbstmesse. Für die Besucher der am 29. August be⸗ ginnenden Leipziger Herbstmesse hat die Leipziger Handelskammer eine Reihe Vergünstigungen erwirkt. U. a. gewähren die deutschen Bundesstagten mit Staatsbahnbesitz für die Meßbesucher halbe Fahrpreise in der 2. und 3. Wagen⸗ klasse; ferner den Ausstellern frachtfreie Rückbeförderung der Meßgüter. Der Stadtrat hat für die ihm gehörenden Meß⸗ gebäude die Miete um 50 Prozent herabgesetzt, für die übri⸗ gen Aussteller, soweit sie durch den Krieg notleidend geworden sind, steht eine Mietsbeihilfe seitens der Stadt in Aussicht. Vom Leipziger Hotel⸗Ausschuß wurde beschlossen, die zurzeit bestehenden Normal-Zimmerpreise auch während der Messe beizubehalten. Die stellvertretenden Generalkommandos der beiden Sächs. Armeekorps haben möglichst wohlwollende Behandlung etwaiger Urlaubsgesuche zum Besuch der Messe zugesagt und sämtliche übrigen Generalkommandos um eine gleich wohlwollende Behandlung solcher Gesuche angegangen.
*Post nachrichten. Poslanweisungen an Kriegs- gefangene in England und seinen Besitzungen werden jetzt im Haag nach dem Satze von 1 Pfund Sterling= 12,12 Gulden umgeschrieben. Es müssen also, wenn man 1 Pfund Sterling überweisen will, in Deutlchland nach dem grgenwärtigen Kurse 24 Mark 24 Pfg. eingezahlt werden.— Von jetzt an können an Kriegs- und Zivilgefangene in Serbien auch Post- pakete versandt werden.
„ Landkreis Gießen. m. Lollar, 27. Aug. Der Gesreite Willy Pfaff vom aktiven nsanterie-Regiment 116, der sich seit Ausbruch des Kriegess im lde befindet, wurde mit der Großh. Hessischen Tapferkeits medaille ausgezeichnet.
* Staufenberg, 28. Aug. Der Landwehrmann Louis Deibel wurde zum Gesreiten befördert und erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse.
QGrünberg, 27. Aug. Aus Anlaß des Falles von Brest-Litowsk veranstaltete die hiesige Jugendwehr unter Vorantritt ihres Trommler- und Pfeiserkorps in Gemeinschaft mit dem Musikverein am Donnerstag abend einen Fackelzug. Auf dem Marktplatze hielt Bürgermeister Ranft eine patriotische An⸗ sprgche.— Wahrend die vorausgehende Woche mit ihrem un— beständigen regnerischen Wetter namentlich die Haserernte stark be⸗ einträchtigte, denn teilweise fing der Haser infolge der andauern⸗ den Nässe schon an zu keimen, so war es jetzt durch das schöne Wetter möglich, die Frucht gut und trocken einzubringen. Teil- weise hat man auch schon mit der Grummeternte begonnen.
Kreis Schotten.
Stornfels, 28. Aug. Von hier wurde unter dem 21. d. Mts. berichtet, daß der Landwirt Harpf so unglück⸗ lich von dem Scheuergerüst gefallen sei, daß er alsbald verstarb. Die Nachricht hat sich glücklicherweise nicht be⸗ stätigt, denn der Totgemeldete ist, wie uns seine nächsten Verwandten mitteilen, noch gesund und munter. Die falsche Nachricht beruht auf einem bedauerlichen Versehen des Berichterstatters.
r. Glashütten, 27. Aug. Eine erhebende Gedenkfeier sand gestern abend für den im Kampfe für das Vaterland gefallenen Landsturm-Rekrut Karl Föller von hier statt. Die Gedächtnis- rede hielt Pfarrer Weidner im Anschluß an das Schristwort „Sei getreu bis in den Tod“. Gemeinsame und von den Schülern gesungene Begräbnislieder trugen zum erhebenden Ausdruck der Trauer um den Gefallenen bei.
Kreis Friedberg. a Bad⸗ Nauheim, 27. Aug. Bis zum 26. August 1915 sind ier 17883 Kurgäste angekommen. Bäder wurden bis zum 26. August 225 836 abgegeben.
Starkenburg und Rheinhessen.
h. Darmstadt, 27. Aug. Von einem gewissen Reuter aus Sandbach i. O. wurde in den letzten Tagen in der hiesigen Gegend ein Riesenschwindel verübt. Der Mann warb aus zahlreichen Orten etwa 250 Arbeiter an, denen er vor⸗ redete, sie fänden durch ihn als Armierungsarbeiter in Südtirol lohnende Beschäftigung Von jedem der gewonnenen Männer ließ er sich 1 Mark„Auslagekosten“ geben und verpflichtete sie sodann, am 26. August vor dem Rathause in Aschaffenburg sich zur Abreise einzufinden. Gestern trafen die Leute tatsächlich in Aschaffenburg ein, wo sie nach stundenlangem Warten am späten Abend einsahen, daß sie einem gemeingeführlichen Schwindler zum
b llen waren. Viele der Betrogenen waren völlig mittel⸗ * 7 vorläufig in der Herberge und im Heim der freien Gewerkschaften untergebracht werden.
Hessen⸗Nassau. 5
h. Frankfurt a. M., 27, August. Bei dem Neubau des Gaswerks im Stadtteil Bockenheim
löhner Friedrich Kal ben von einem
Frankfurt a. M., 27. Aug. Die Zentralsammlung
f Frankfurter Hriegsfürsorge hat im ersten Kriegs⸗ 5— 11 5 Geldsammlungen insgesamt 5 165045 Mk. verein⸗
wurde der 22 jährige Tage kurorte umstitrzenden Balken er⸗
nahmt. An dieser Summe waren 25 000 Geber beteiligt, die 15 größten Zeichnungen ergaben eine Million, von Vereinen und Stiftungen gingen 350 000 Mk. ein. Aus dem Ausland kamen 100 000 Mk. Ein Italiener überwies am Tage der Kriegserklä⸗ rung Italiens an Oesterreich„aus Scham über sein Vaterland⸗ 1000 Mk. Der Wert der geschenkten Materialien an Lebensmitteln, Kleidung, Büchern usw. wird auf etwa 4 Millionen Mark ge⸗ schätzt.— Von* Summen verausgabte die Kriegsfürsorge u. a. 260 232 Mk. für Erfrischungs⸗ und Verbandsstationen, 400 000 Mk. für Lazaretteinrichtungen, 2 213000 Mk. für Laufende Unterstützungen an Kriegerfamilien, 329 500 Mk. für Unter⸗ stützungen Arbeitsloser, 1344 900 Mk. für Mietzuschüsse, 292 000 Mark für Krankenkassenbeiträge, 234443 Mk. für Zwecke des Nationalen Frauendienstes, 100 000 Mk. für städtische Arbeitslose, 120.000 Mk. fütr Liebesgaben, 150 000 Mk. für Bekleidungsgegen⸗ stände und 18 500 Mk. für Zwecke des Rhein⸗Matinischen Ver⸗ bands für Volksbildung.
X Hanau, 238. Aug. Die Stadtverordneten haben 10 000 Mk. bewilligt zur Anlage weiterer 53 Schrebergärten. Das Bedürfnis hierfür ist groß; 120 Anmeldungen liegen vor. —
Vermischtes..
Ein unsichtbares Unterseeboot. Ein unsichtbares Tauchboot soll nach einer Meldung des„Journal de Rouen“ von einem Amerikaner in Denver, im Staate Colorado, erfunden worden sein. Danach ist es dem Erfinder, Patrie Kenaan, ge⸗ lungen, eine Vorrichtung herzustellen, die ein Unterseeboot auch während der Fahrt an der Oberfläche vollkommen unkenntlich macht. Die Einrichtung ist ziemlich einfach. Der Rumpf des Bootes ist mit siunreich angeordneten Spiegeln belegt, die in weitem Umkreis nichts als die Wellen widerstrahlen. So soll man bereits aus einer Entfernung von nur wenigen Metern den Eindruck haben, daß die Wasserfläche vollkommen frei und unbefahren ist. Die Versuche wurden anfangs mit verschiedentlich angeordneten Spiegeln auf dem Coloradosee unternommen und sollen zu einem endgültigen Erfolg geführt haben. Das aufragende Perifkop wird mit einem Behälter aus Glas versehen, dessen innere Flächen mit einer Quecksilberschicht belegt sind.
Ein bedeutungs volles Hurra. Bei den Kämpfen in Flandern erhielt die Kompagnie eines Regiments den Befehl, eine Brücke zu erstürmen. Als sich die Kompagnie auf verhältnis⸗ mäßig kurze Entfernung der Brücke genähert hatte, rief ein Soldat: „Hurra!“ Kaum war der Ruf ertönt, so weckte er ein hundert⸗ faches Echo:„Hurra, hurra!“ schallte es über das Feld. In dem⸗ selben Augenblick flog unter ohrenbetäubendem Knall und Krach die Brücke in die Lust. Der Feind war durch das vorzeitige Hurra getäuscht worden und hatte die Brücke um einige Minuten zu früh gesprengt. So wurde durch das Hurra die ganze Kom⸗ pagnie gerettet.
Die Ritterlichkeit der deutschen Flieger. Einige interessante Beobachtungen über die Haltung der deutschen Flieger erzählt der Kriegsberichterstatter des„Daily Chronicle“: „Die größere Geschwindigkeit der neuen deutschen Flugmaschinen gestattet den deutschen Fliegern, sich ziemlich ungebunden zu be⸗ wegen. Und um der Wahrheit ihr Recht zu geben, muß man an⸗ erkennen, daß die seindlichen. Flieger sich oft als ritterliche Leuts erweisen. Wenn einer unserer Flugzeugführer innerhalb der deutschen Linien zur Landung gezwungen wurde, kommt es nicht selten vor, daß ein deutscher Flieger über unserer Stellung einen Zettel herabsallen läßt, auf dem Mitteilung gemacht wird, ob unser Kamerad tot oder nur leicht verwundet ist.“
Moderne Astrologen haben es an der Behauptung nicht fehlen
und meteorologischen Erscheinungen teils im voraus angekündigt, teils begleitet worden sei. Nun hat sich der Astronom vom Fach, der bekannte Camille Flammarion, veranlaßt gesehen, die astrono⸗ mischen und meteorologischen Vorzeichen und Begleiterscheinunger des Krieges zusam menzustellen. Es sind im ganzen sieben„Himmels⸗ zeichen“, die seine Liste bilden. An der Spitze steht die totale Sonnenfinsternis vom 21. August 1914, die zweifellos in älteren Zeiten als die Androhung furchtbarer Ereignisse angesehen worden wäre. Alsdann kommt der geschichtlich wohlbekannte„Kriegs⸗ komet“; es ist der mit bloßem Auge wahrnehmbare Delavansche Komet, der 1918 entdeckt worden ist und in den nächsten 5 Jahren wahrnehmbar sein wird; abergläubische Gemüter werden hieraus vielleicht eine Kriegsdauer von sieben Jahren folgern wollen. Ferner hat am 7. November 1914 ein Merkurdurchgang statt⸗ gefunden, und, was in alten Chroniken sicherlich mit großer Er⸗ regung verzeichnet worden wäre, ein„Feuerstein“ ist vom Himmel gefallen. Das war im Oktober 1914; er wog 35 Pfund und fiel auf englischem Boden nieder.— Zu diesen Vorzeichen und Be⸗
das am 13. Januar 1915 Italien heimgesucht hat. Barometrische Abnormitäten waren ziemlich zahlreich, so im Juni 1914, als Paris trotz des Hochsommers einen richtigen Wintertag erlebte; an die ungewöhnliche, vielwöchentliche Trockenheit, die im Mai und Juni den größeren Teil von Europa heimsuchte, braucht hier nur er⸗ innert zu werden. Endlich ist, wie Flammarion bemerkt, auch ein sogenannter„dreifarbiger“ Stern beobachtet worden, dessen Er⸗ scheinung jedoch noch näherer Untersuchung harrt.
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Märkte. 5 ch. Bingen, 27. Aug. Marktpreise. Kartoffeln das Pfund 7 Pig., Bohnen 22 Pfg., Erbsen 30 Pfg., Buschsalat das Stück 7 Pfg., Endivien 10 Pfg., Einmachgurken 100 Stück 2.50 Mk., Kleine
kraut 30 Pfg., Weißkraut 25 Pfg., Wirsing 20 Pfg., Blumenkohl 50 Pfg, Kohlrabi 6 Pfg., Karotten das Pfund 10 Pfg., Lauch das Stück 3 Pfg., Sellerie 13 Pfg., Zwiebeln das Pfund 18 Pag., Tomaten 15 Pfg., Birnen 13 Pfg., Aepfel 12 Pfg., Pflaumen 18 Pfg., Aprikosen 30 Pfg., Zwetschen 14 Pfg., Pfirsiche 40 Pfg., Butter 1.75 Mk., Käse, weich 20 Pfg., Handkäse das Stück 14 Pfg., Eier 16 Pfg.
ch. Nieder⸗Ingelheim, 27. Aug. Pfirsiche 3055 Mk., Frühbirnen 8—20 Mk., Frühäpfel 7—15 Mk., Trauben 40 bis 45 Mk., Zwetschen 1314 Mk. der Zentner. B 2
Amtlicher Wetterbericht. Deffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 29. August 1918: Wolkig bis heiter, trocken, warm, Winde aus westlichen Richtungen.
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Braunfels a. d. Lahn ist einer der bevorzugtesten Luft⸗
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r Str. 4.
Die Himmels vorzeichen des Weltkrieges.
lassen, daß der Weltkrieg auch diesmal von allerlei Oimmelszeichen
gleiterscheinungen ist serner noch das schwere Erdbeben zu zählen,
Gurken 100 Stück 1.80 Mk., Salatgurken das Stück 20 Pfg., Rot⸗
nicht zu großer Entfernung von Gießen. Prachtvolls
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