Ausgabe 
(21.8.1915) 196. Drittes Blatt
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ur. 100 drittes Blatt

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Gi

DieGießener Familienblätter Anzeiger viermal Kreisblatt für d wöchentlich. Die

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werden dem chentlich beigelegt, das en Mreis Gießen zweimal Landwirtschaftlichen Seit⸗ erscheinen monatlich zweimal.

105. Jahrgang

eßen

Ein spanischer Ar Wissenschaft in deut Zu den

der Feder inik an der

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schen 12 Wochenschrift bericht 15 Abrechn 8 V assers mit der medizinif r n d Viele Männer issen insbesondere alle der Naturwissenschaft und Medizin N aus eigener Erfahrung und scauler n Fortschritte dieser Disziplin schulen, die Oesterreichs und der Sch können. Ich besonders als Arzt berichten: Seit 1875 habe ich im g längerer Dauer ins Ausland unt e 455 deut gere Zeit in Paris, des Fortschrittes, um Wissenschaft zu ver vol sehen, kann versichern

und Chirurg möchte 7

unternommen sch⸗französischen Krieges, berühmt damals noch als der mich auf dem Gebiete me lkommnen. Ich habe damals n fdaß auch heute noch viel G reich geleistet wird, aber zwei beklagenswerte Ersche ich anführen: das mächtige Hindernis der Bestreben, alles in Paris selbst zu konzentrieren. Als ich 1879 im Deutschland und Oesterreich war, u. a. in München, Berlin, Wien, Leipzig, Halle, fand ich, daß man hier in allem Frankreich überlegen war. Dies war mein damaliger Eindruck. Ich zweifle indessen nicht, daß im Laufe der Zeit ein Teil der französischen zungen Forscher, schließlich doch vom relativen Rückgang ihres Vaterlandes überzeugt, versucht hat, sich die Fortschritte der aus⸗ ländischen Wissenschaft zu eigen zu machen, welche für die damaligen lehrten gar nicht bestand, weil außerhalb Frankreichs, d. h. außerhalb von Paris, ihrer Ansicht nach überhaupt keine wissen⸗ schaftliche Arbeit irgendwo geleistet werden konnte. Inzwischen. sind viele Jahre verflossen, während der unverbesserliche franzö⸗ 1 Chauvinismus stetig zugenommen hat. Aber die französische Wi senschaft hat dabei ihren alten, eng begrenzten Charakter be⸗ halten, während deutsche wissenschaftliche Arbeit mit einer un⸗ gestümen Kraft und mit einer unfaßbaren Vielseitigkeit sich alle Gebiete erschlossen hat, weil sie die Fortschritte, die auf der ganzen. Welt gemacht wurden, verwertete. Frankreich aber wurde durch seinen Chauvinismus daran gehindert. Als ich im Juli 1914, d. mit meinem Sohn in Deutse eichneten Kliniken von

utes in Frank⸗ inungen möchte Tradition und das

ehen hatten beurteilen konnten. Von diesen Herr

Bemerkungen genaqueste pritfung wohl der Mühe wert wäre. Dpyen, der heute gerade wegen sein befangenheit von seinen Kollegen boykottiert wird. Und was erlebte ich mit jenem Herrn Delbet? Ich besuchte Delbet auf seiner Abteilung im Hospital Necker, einer Anstalt, die denen, welche wir in Deutschland gesehen hatten, kaum ähnlich sieht. Mit der sprichwörtlichen Höflichkeit der Franzosen entschuldigte er sich, mich bei der Besichtigung nicht persönlich begleiten zu können, weil er verreisen müsse; er beauftrage daher einen seiner Assi⸗ stenten, mir einen Patienten zu zeigen, dem nach einem angeblich ganz neuen, von Delbet selbst angegebenen Verfahren die ankylo⸗ tierte Hüfte mobilisiert worden war. Ich erwiderte, es wäre mir sehr lieb, diesen Patienten zu sehen, da ich bereits kürzlich ver⸗ chiedene ähnliche Fälle teils in Behandlung, teils geheilt in der Klinik von Lexer in Jena beobachten konnte. Darauf bekam ich wörtlich zur Antwort:Non, vous n'avez pu voir cela ailleurs: on ne fait ga qu'ici.Nein, das haben Sie nirgendwo sonst sehen können, das wird nur hier gemacht. Damit war mit be⸗ wiesen, daß Delbet keine Kenntnis hatte von dem, was Lexer

Exzellenz paul Ehrlich 1.

h. Frankfurt a. M., 20 August. Der Wirkliche Geheime Rat Erz. Professor Dr. Paul Ehrlich, der Entdecker des Sal⸗ varsans, ist heute nachmittag 2 Uhr in Bad Homburg v d. Hl.,

wo er sich zur Erholung aufhielt, plötzlich gestorben. Paul Ehrlich, dessen Name für alle Zeiten Weltruf hat, wurde am 14. März 1854 in Strehlen(Schlesien) geboren. Nach dem Be⸗ such der Strehlener Volksschule und des Breslauer Magdaleneums studierte er Naturwissenschaften in Breslau, Straßburg, Freiburg und Leipzig. Hier lernte er Waldeyer kennen, der ihn. für die medi⸗ zinische Wissenschaft begeisterte. Ehrlichs Leben war ein For⸗ cherleben bis ans Grab. Seine Tätigkeit begann an der Ber⸗ liner Charité, deren chemisch⸗klinische Richtung ihn besonders fes⸗ selte. Mit Beharrlichkeit widmete er sich den drei großen Gebieten: der Lehre von den Teerfarben, der Entstehung und Bedeutung der Blutkörperchen und der Lehre von der Seuchenfestigkeit. In der Er⸗ forschung und Lösung dieser Probleme wirkte er bahnbrechend. An den wissenschaftlichen Grundlagen zur Herstellung des Behring⸗ chen Heilserums ist Ehrlich hervorragend beteiligt. Als erster und einziger stellte er für die Bewertung der Stärke der Sera feste Normen auf. Seit 1899 leitete er in Frankfurt dasInsti⸗ tut für experimentelle Therapie, das er zur ersten Forschungs⸗ und Lehrstätte für Immunitätsprobleme ausbaute. Aus der Immunitätslehre entwickelte er in geistvollem Aufbau die Lehre von der Cheonotherapie. Das erste Ergebnis dieser Wissenschaft war vor 6 Jahren die große, einen ganzen Heilzweig umwälzende Entdeckung des Salvarfans Mit der Herstellung des noch heute vielumstrittenen Heilmittels erreichte Erfolgen reichen Forscher⸗ und Ge⸗

Ehrlich die Höhe seines an lehrtenlebens. Aber unerschöpflich in der Stellung neuer Pro⸗ bleme arbeitete er weiter, bis ihn der Tod heute dahinraffte. Wenn Ehrlich so Gewaltiges für die Wissenschaft leistete, so begünstigte ihn in erster Linie die großartige Speyersche Stiftung mit ihren reichen Mitteln dazu, die die überaus kostspieligen Ver⸗ suche zur Verfügung stellte. An äußeren Ehrungen hat es dem genialen Forscher nicht gefehlt. 1908 war er Träger des Nobel⸗ preises; an seinem 60. Geburtstage, den er am 14. März 1914 beging, wurde er mit einer Fülle von Ehrun überhäuft. Ein lückliches Eheleben, dem zwei Töchter 5 5 5 gab ihm Stär⸗ und e 5 9 110. 5 en verliert in ich einen i g die Men

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ge Zweige so bemerkt Prof. Cardenal nicht nur vom Hörensagen en auf den deutschen Hoch- weiz inbegriffen, bestätigen gendes anzen mehr als 20 Studienreisen 1875, d. h. kurz nach befand ich mich län⸗ Mittelpunkt iner speziellen viel Gutes ge⸗

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General⸗Anzeiger für Oberhessen

VV

Rotationsdruck und Verlag der Brühlschen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

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straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: S251, Schrist⸗

leitung: 12. Adresse für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. 1

machte, auch nichts gelesen hatte, was über in Deutschland veröffentlicht wur seinen Aeußerungen noch verschiedenes Höflichkeit schweigen möchte... In Deutschland weiß man genau, was auf der ganzen Welt gearbeitet wird, in Frankreich scheint man von dem, was man außerhalb von Paris leistet, sehr wenig unterrichtet zu sein.

Nach dieser gründlichen der französischen i schließlich auch dan sachen auch auf 5 führung auf das S

schon seit langer Zeit hier⸗ de, und ferner entnahm ich mehr, worüber ich aber aus

Abrechnung mit Herrn Delbet und Medizin von heute fragt der spanische Gelehrte ch, ob man aus den von ihm beobachteten Tat⸗ eren Gebieten, besonders auf dem der Kriegs⸗ chicksal Frankreichs Schlüsse ziehen dürfe. Seine bündige Antwort lautet, daß er nach seinen Erfahrungen die Ueberzeugung gewonnen hat, daß für Frankreich jene Zeit ange⸗ brochen ist, wo ein Volk nach der ehernen Notwendigkeit der ge⸗ schichtlichen Gesetze zum Niedergange bestimmt ist.Wir Spanier haben die volle Erkenntnis unseres gegenwärtigen depressiven Zustandes, bemerkt er nicht ohne Wehmut,während man sich in Frankreich mit aller Gewalt gegen diese Einsicht verschließt. Dies erklärt alles. Mit der vollen Unparteilichkeit, die diese schönen Ausführungen des spanischen Gelehrten kennzeichnet, hebt er her⸗ vor, daß auch in ihrer heutigen Verfassung den Vertretern der französischen Medizin ein schätzenswerter Vorzug geblieben sei: der fließende und klare Vortrag ihrer Schriften, wodurch sie die wissenschaftlichen Arbeiten der deutschen, englischen und ameri⸗ kanischen Mediziner vielfach jüberträfen. Die deutschen Mediziner werden gut tun, diesen beherzigenswerten Hinweis des spanischen Freundes nicht zu übersehen.

Aus dem Reiche.

Eine vaterländische Kundgebung vor dem Reichskanzlerpalais.

Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Die überwältigen⸗ gnisse der letzten Tage auf den Schlachtfeldern. erhebenden Eindrücke der beiden letzten Reichs⸗ tagssitzungen gaben heute abend gegen 9 Uhr einer Menschenmenge von mehreren Tausend Veranlassung zu einer patriotischen Kundgebung vor dem Reichskanzlerpalais. Im Hofe des Palais wurdeDeutschland, Deutschland über alles und darauf der ChoralEine feste Burg ist unser Gott angestimmt. Der Reichskanzler war inzwischen am Mittelfenster des Kongreßsaales erschienen und hörte mit sichtlicher Freude dem Gesange zu. Nach dem zweiten Liede sprachl er etwa folgende Worte: Ihre Lieder sind ein brausender iderhall des Schlachten⸗ donners aus dem Osten, des Jubels unseres Volkes über die Heldentaten unserer Heere. Die ru ssischen Festungen sind zerschmissen wie irdene Töpfe. Aus heißem Herzen danken wir Gott, der uns bis hierher geholfen hat. Macht⸗ voll hat der Reichstag heute den unüberwindlichen Siegeswillen des deutschen Volkes verkündet: Zehn Milliarden sind in einer Sitzung bewilligt!(Lebhafter Beifall) Noch ist der Kampf nicht zu Ende. So Gott will, wird aber der Tag kommen, wo es heißt: Was nicht biegen will, muß brechen.(Brausender Beifall.) Was Sie soeben gesungen, sei bekräftigt mit dem Ruf: Hoch Heer und Volk! Hoch Kaiser und Reich! l Die Versammelten stimmten begeistert in den Ruf ein und sangen dann die Nationalhymne. Mit dem ChoralNun danket alle Gott fand die eindrucksvolle Kundgebung ihren Abschluß. DieVossische Zeitung teilt noch mit: Reichstagsabgeordneter Liz. umm bat, als die Kundgebungen kein Ende nehmen wollten, die Menge zu Hause zu gehen, da der Kanzler noch tüchtig arbeiten müsse. Unter dem Gesang des Flaggenliedes zogen die Scharen nach den Linden, wo sie vor dem kronprinz⸗ lichen Palais und auf dem Schloßplatz Hochrufe auf den Kron⸗ Kaiser ausbrachten. DerBerliner Lokalanzeiger bringt noch folgende Nachricht: Das Kanzlerpalais lag bereits im tiefsten Frieden, als sich um die elfte Abendstunde wiederum der Vorgarten mit Menschen zu füllen begann. Ein junger Kriegsfreiwilliger von den Elisabethern trat hervor und stieg auf einen Stuhl. Es war der stellvertretende Direk⸗ tor der Berliner Liedertafel, der alsbald den Taktstock schwang und mit seinen Getreuen mehrere Lieder anstimmte. Wäh⸗ rend der Chordie Nacht von Schubert sang, erschien der Kanz ler, still begrüßt durch ein Winken von 1000 Armen und Hüte⸗ schwenken. Als die Töne verklungen waren, sprach der Kanzler tief ergriffen zu den Versammelten: Sie sind gekommen aus An⸗ laß der herrlichen Siege. Wir müssen Gott danken, der uns bisher geholfen hat und unseren braven Truppen, die von Sieg zu Sieg schreiten. Wir nen aber auch darauf gefaßt sein, noch weiter 8 und Brüder, die in den Schützengräben

Berlin, 20. den herrlichen Erei, des Ostens und die

.

zu kämpfen. Unsere Ssane

terland zu verteidigen. Wir,

die wir zu Hause geblieben sind, wollen würdig sein der Heldentaten

unserer Krieger. Unsere Feinde wer⸗

tigen musikalischen Geschlecht ins Ist er es doch gewesen, der in seinenBiographischen Notizen über Jubsag van thoven das erste authentische und grundlegende Beethovenbuch verfaßt und sich damit unvergängliche Verdienste um die Beethovenforschung erworben hat. Geboren als Sohn eines aus dem Elsaß eingewanderten ein⸗ fachen Handwerkers tat sich Wegeler frühzeitigdurch Bildung und edlen Charakter hervor und gehörte bald zu den Intimen des an⸗ gesehenen Hauses am Bonner Münsterplatz, in dem die verwitwete frätin Helene von Breuning einen feingebildeten, geistig vielfach angeregten Kreis um sich versammelte. Bei ihr führte Wegeler im Jahre 1785 den ihm befreundeten jungen Beethoven ein und hier fand der durch die Verhältnisse des Elternhauses früh ver⸗ bitterte Künstler die liebevollste Aufnahme und eine zweite Heimat.

Gedächtnis gerufen zu werden.

f

.

Violinunterricht bei Franz Ries, und er selbst wurde der Klavier⸗ lehrer der einzigen, im Jahre 1772 geborenen Tochter Eleonore von Breuning, die geler später im Jahre 1802 als geliebte Gattin heimsühren durfte. Die Freundschaft mit Wegeler dauerte un⸗ getrübt fort, als Beethoven 1792 nach Wien auswanderte, wohin Wegeler selbst zwei Jahre später vorübergehend übersiedelte. Nach seiner Rückkehr von Wien lebte Wegeler zunächst seinem ärztlichen Berufe in Bonn, wurde späterbezahlter Professor an der dortigen Universität und wohnte seit 1807 als praktischer Arzt und Geheimer Regierungs⸗Medizinalrat in Koblenz, wo er am 2, Mai 1848 gestorben ist. Die von Beethoven an Wegeler und Frau Lore gerichteten Briefe aber sind noch heute das Heiligtum der musikalisch beanlagten Familien Wegeler in Koblenz. Im Jahre 1909 sind sie mit Genehmigung und Unterstützung des Enkels von F. G. Wegeler unter die von Dr. Levpold Schmidt heraus⸗ egebenenBeethoven⸗Briefe 1 Die Originale aber leiben im Besitze der Familie in Koblenz, in deren gastfreiem und kunstsinnigem Hause das Andenken an den großen Jugendfreund der Großeltern pietätvoll weiter gepflegt und behütet wird.

f nicht nur eine wertvolle Ein Jugendfreund Beethovens.Biographien die rende Am 22. August 1765, also vor nunmehr 150 Jahren, wurde ür di in Bonn am Rhein Beethovens Jugendfreund Franz Gerhard Mens Wegeler geboren, ein Mann, der es wohl verdient, dem heu⸗ Kunde von dem lähmenden Mißgeschick,

erhalten freunde die zartesten Regungen seiner wilden Ausbrüchen seines gegen sich und andere begangene Unrecht

deutlicher als 17. Februar 1827 in Erwartung der v vor seinem Tode, an W noch mit dem Namen Bee mit den rührenden Worten:

Dich mit Deinem Lo

i eee b Mit wahrer F 8 Mit sämtlichen Gliedern des Hauses verband ihn bald eine herz schaft und Anhänglichkeit an Dich und an die Detren Pein al liche Freundschaft: gemeinsam mit einem der Söhne genoß er] treuer Freund Beethoven. 0

den nicht zum Ziele kommen. Der Gott der Heerscharen wird uns auch 3 beistehen, bis wir den Frieden exreicht haben, der un?

sere Heimat, unser Land, Kaiser und Reich, für alle Zukunft schützt.(Brausende Zurufe.) Unserem festen Willen aber, dur zuhalten bis zum ruhmvollen Ende, geben wir Ausdruck durch den Ruf: Seine Majestät unser Kaiser und König lebe Hoch!

Die Ueberreichung der Kaiser-Wilhelm- Spende deutscher Frauen. 3 Berlin, 19. Aug.(WTB.) Die Kaiser⸗Wilhelm⸗Spende deutscher Frauen ist am Mittwoch, den 18. August, mit einer an Seine Majestät den Kaiser gerichteten Huldigungs⸗ anschrift durch die drei leitenden Damen des Hauptaus⸗ schusses J. M. der Kaiserin über reicht worden. Die Anschrift hat folgenden Wortlaut: 5 In ernster Zeit nahen die deutschen Frauen ehrfurchtsvoll dem Throne Eurer Majestät. Ein Jahr bereits wütet der fu Krieg und fordert von unserem Volle viele und schwere pfer⸗ Wir alle sind von tiefer Dankbarkeit erfüllt, daß Eure Majestät immer bemüht gewesen sind, unserem Vaterlande die Segnungen des Friedens zu erhalten. Wir wissen, daß es das Aufgeben lange gehegter Hoffnungen bedeutete, als Eure Majestät das C ziehen mußten und daß die Opfer, welche wir bringen, schmerzlich auf Eurer Majestät warmfühlenden Herzen lasten. Mit tiefer Empörung haben wir die vielen bitteren Entt schungen nachempfunden, die dem edlen Sinne Eurer Majestät durch Lüge, Hinterlist und Verrat bereitet wurden. Unsere Liebe un Verehrung für Eure Majestät ist dadurch nur noch gewachsen, unsere Opferbereitschaft noch größer geworden. 8 Dieses Eurer Majestät in gemeinsamer Kundgebung zum Ausdruck zu bringen, ist uns Frauen ein Herzensbedürfnis, i der Hoffnung, Eurer Majestät dadurch eine Freude machen z

können. 8 Daß ein Volk in Kriegszeit einmütig hinter seinem Herrscher steht, ist selbstverständlich, nicht selbstverständlich aber, daß es mit begeisterter Liebe und in sichere

wie beim deutschen Volke, 8 Vertrauen geschieht. a Als äußeres Zeichen unserer dankbaren Verehrung haben wir eine Spende gesammelt, um deren huldvolle Annahme wir alleruntertänigst bitten möchten. Nicht die Höhe der Summ mag dabei ins Gewicht fallen, sondern die Größe der Liebe, m der sie dargebracht wird. Millionen deutscher Frauen aller Bundesstaaten und auch re Namen in die Listen eingezeichn

des Auslandes haben ih 5 chnet und über 4 Millionen Mark zusammengebracht. Eure Majestät finden den Namen der Königin und Fürstin neben dem zahllo Arbeiterinnen, die es sich nicht nehmen lassen wollten, durch e. Scherflein ihre Liebe und Treue zu bekunden. Die Briefe, welche uns von den Sammlerinnen zugekommen sind und die zahlreichen

Sammelbogen offenbaren mit ergreifender Deutlichkeit, wie Eure Majestät getragen sind von der tiefwurzelnden Liebe und den innigen Gebeten des ganzen deutschen Volkes. 0 Wir übergeben die Spende, damit sie nach den Wünschen Eurer Majestät väterlichen Herzens mit helfe, die Nöte des Krieges zu lindern. Möge auf ihr wie auf Eurer Majestät Gottes reichster Segen ruhen!

Ihre Majestät die Kaiserin

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dankte im Namen des

Kaisers überaus freundlich und nahm mit Rührung die einzelnen Urkunden in Augenschein. Besonders erfreut sprach

Ihre Majestät sich über die Frauen weniger begüterter wieder ein Beweis von dem deutschen Volkes zu seinem H.

Zeichnungen der zahlreichen Stände aus. Das Gange fes einzigartigen Verhältnis des errscher. 5 1

auf der Esplanade hielt der 1 r Ve

ee versichert u und ausharre lnsprache ar

liegen, haben nichts anderes n Sinne, als unser geliebtes teures Va- D

wie wir in der treuen Anhän,

Empfindens und seiner Herzen t bereuen und hinter s gutmachen ließ, alle sonst bekannten Der letzte Brief, den der an Wa

chuldens hinau

1 5 ierten P f egeler schreiben ließ thoven zu unterzeichne en:Wieviel möchte D schwach, ich kann daber ni

te umarmen.

* ochte, schließt ir heute noch chts mehr als

agen; allein ich bin zu

'orchen im Geis

*

. gemeldet die Geschichte des Abetracht dieser erschüt⸗ 5 1 5 derunsterbliche N ichkum seiner Dichtersprache ignet sei Das englische Platk hat Sprachschatz über 15000 Worte Die er selbstgeschaffen habe. che Stufe mit Shakespeare, der eben⸗ e Worte zu meistern wußte. Milton ge⸗ schiedenartige Ausdrücke, und der Durch⸗ üge sich beim Schreiben mit einem Vor⸗ beim Sprechen sogar mit der Hälfte Ein

st nur über 300 verschiedene Alls⸗ also erwiesen, daß d' Annunzio nicht t wenigstens, was den Wortschaz 2 leugnen, daß ein Mann, der den ruhmreich verewigen soll, mit iger Ausdrücken auskommen tönntef Une il als Kunststück erscheinen.... 5 a

*

t einen ihrer größten Wohltäter.

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