schäftigt, auf denen die deutsche schwere Artillerie befördert werde. Eine große Anzahl schwerer Geschütze sei bereits in Tätigkeit getreten.
Der russische Bericht.
Petersburg, 15. Aug.(Zens. Frkf.) Mitteilung des SGroßen Generalstabs vom 14. August: In der Gegend von Riga am 13. August keine ernstliche Veränderung. In der RNichtung von Jakobstadt—Dwinsk— Wilkomir ver⸗ siuchte der Feind durch Gegenangriffe unsere Offensive aufzuhalten. Die Bewegungsgefechte dauern fort. In Ko wno haben unsere Truppen in der Nacht des 12. August noch vier Angriffe der Diekutschen gegen die westliche Festung zurückgewiesen. Der Ar⸗ illeriekampf dauert noch immer an. Auf der Front zwischen dem Narew und dem Bug keine ernstliche Veränderung.
13. August fand in der Gegend südwestlich von Ciechaniowiez— Nowsk ein erbitterter Kampf statt. In den letzten Tagen Artillerie⸗ kämpfe und kleine Bewegungsgesechte im Raume der Verteidi⸗ gungswerke. Auf dem linken Üfer des Bug Bewegungskämpfe 25 Gegend der Verteidigungswerke. In der Nacht des 13. August sind sie allein in der Richtung nördlich von Siedlee und in der Gegend von Lukow hartnäckiger geworden. Auf dem rechten Ufer des Bug gegen Zlota⸗Lipa und am Dnjestr gibt es keine Veränderung.
Abgesetzte russische Gouverneure. London, 14. Aug.(WTB. Nichtamtlich.)„Daily Chro⸗ nicle“ meldet aus Petersburg: Der Generalgouverneur der baltischen Provinzen und der Gouverneur von Kur⸗ land sind abgesetzt worden. Andere Absetzungen stehen bevor.
Russische Befürchtungen in Finnland. Kopenhagen, 15. Aug.(WTB. Nichtamtlich.)„Poli⸗ Hiken“ meldet aus Finnland: Die Russen befürchten eine deutsche Landung in Finnland, die bezwecken könnte, Petersburg u erreichen. Die russische Regierung hat den Gouverneuren ein Rundschreiben gesandk mit dem Befehl, sobald eine deutsche Lan⸗ dung drohe, der Bevölkerung zu befehlen, sich ostwärts hinter die Linie Kajana— Willmannstrand zurück z uz iehen. Eigen⸗ tum, das nicht mitzunehmen ist, einschließlich Häuser und Vor⸗ xäte, soll verbrannt werden. Der bisherige Generalgouverneur Steyn soll durch den Generalstaatssekretär Marlow ersetzt wer⸗ den, ohne daß ein Systemwechsel damit verbunden wäre. **
Die kämpfe an den Dardanellen.
Konstantinopel, 14. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Be⸗ richt des Hauptquartiers. An der Dardanellen⸗ front schlugen wir am 12. August nördlich Ari Burnu einen ge unseren rechten Flügel in der Ebene von Ana farta ge⸗ en feindlichen Angriff durch einen Gegenangriff zurück. Wir eben den Feind bis einige 100 Meter hinter seine früheren Stellungen und machten einige Gefangene, darunter einen Offizier. sere Artillerie zerstreute durch ihr wirksames Feuer am 13. Aug. der Ebene von Anafarta ein feindliches Infanterie⸗Bataillon ind zwang es zum Rückzuge in der Richtung auf Kemikliliman. e feindlichen Schiffe, die sich vor Kemikliliman befanden, zogen vor unserem Feuer zurück. Bei Ari Burnu beschossen wir die indlichen Landungstruppen und brachten dem Feind roße Verluste bei. In dieser Gegend versenkten wir auch eine Schaluppe, die mit Soldaten besetzt war. Bei Sedd⸗ül⸗ ahr zerstörte unsere Artillerie auf dem linken Flügel die zum Bombenwerfen errichteten Werke. An der Küste von Kum Kaleh ertrieben unsere Batterien durch ihr Feuer die feindlichen Tor⸗ bedobootszerstörer, die vor der Meerenge kreuzten. Der Feind achte in diesen Tagen häufig von Dum⸗Dum⸗ G eschossen ebrauch. Die feindlichen Flieger warfen am Abend des 12. Aug. am Morgen des 13. August von neuem Bomben auf die ospitäler bei Ari Burnu, die das Zeichen des Roten Kreuzes agen; dabei wurden neun Soldaten verletzt. An den übrigen ronten nichts wichtiges. London, 14. August.(WTB. Nichtamtlich.)„Daily Chro⸗ icle“ meldet aus Athen vom 12. August: Ber Ari Bur nu rde ein britisches Bataillon gezwungen, 300 Pards urückzugehen, und zwar infolge eines besonders heftigen ngriffs, währenddessen drei feindliche Flugzeuge über unseren inien flogen und das Feuer der Türken leiteten.
Ein großer Truppentransport versenkt. Konstantinopel, 14. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Das auptquartier teilt mit: Am 14. August hat ein deut⸗ sches Unterseeboot im Aegäischen Meer ein 10 000 t
roßes Transportschiff mit Soldaten versenkt. Nur wenige Soldaten wurden durch ein Hospitalschiff gerettet.
besetzt. Die Torpedierung geschah in der Nähe der Insel Kos. er Peninsular⸗Dampfer sank in vier Minuten.(Frkft. Ztg.)
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Vorbereitungen für einen Winterfeldzug in Frankreich.
Frankreich und das englische Kohlenausfuhrverbot.
5 3 455. 5 e Nach dem
„Temps“ ö ösi cinisterium der öffentli Arbeiten einen Vertreter 5
tegen soll. Di. der 3 Frankreichs von
Beschießung von Poperinghe. Paris, 16. August.(WTB Nichtamtlich.)„Petit Parisien“ fährt aus Le Havre: Die Stadt Poperinghe ist in den letzten agen von den Deutschen heftig beschossen worden. Die englische rtillerie erwiderte das Feuer. Nachts schien der ganze Himmel u Flammen zu stehen. Die letzten Einwohner, die in der Stadt seblieben waren, sind nach Frankreich geflüchtet. f Die Brüder Mannesmann.
Paris, 16. Aug.(WTB. Nichtamtlich.)„Information“ berichtet aus Madrid: Die drei Brüder Mannesmann weilen augenblicklich in Sevilla. Sie waren bei Ausbruch des Krieges in Casablanca gefangen genommen worden, es gelang ihnen aber,
Am Jeder von uns, der in seinem Innersten Bulgare ist, muß
Bassermann, einmütig und
Stell vertretenden Generalstabes der Armee, ist der Orden Pour
Die ameritanischen Kriegslieferungen. Paris, 16. August.(WTB. Nichtamtlich.)„Petit Journal“ meldet aus Washington: Die Ausfuhr der Vereinigten Staaten nach Sibirien betrug in der Zeit vom 1. August 1914 bis 30. April 1915 19 Millionen Dollars, d. h. 19 mal so⸗ viel als in normalen Zeiten. Vor Ablaur des August müssen 400 Lokomotiven und 20 000 Eisenbahnwaggons in Wladr⸗ wostok abgeliefert werden. Aus Bulgarien.
Sofia, 15. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der Militär⸗ schriftsteller Kassil Angelow schreibt in der„Kamabana“:
sich über den Zusammenbruch der russischen Armee freuen. Möge Gott den tapferen österreichisch-ungarischen und deut⸗ schen Armeen Kraft verleihen, die russische Armee völlig zu 6 und in die Sümpfe hineinzutreiben, damit Rußland niemals mehr Europa und den Balkan mit seinen tierisch wilden Instinkten beunruhigen könne.
Ministerwechsel in Persien.
Paris, 14. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Einer Tehe⸗ raner Meldung zufolge hat das Ministerium Ain ed Dauleh in der Kammer seine Entlassung nachgesucht in⸗ folge einer Interpellation der Demokraten. Nach mehrtägi⸗ gen 5 mit verschiedenen Parteiführern zwecks Einigung hat der Schah die Demission angenom- men, da eine Einigung nicht erzielt werden konnte. Die Unterhandlungen über die Bildung des neuen Ministe⸗ riums, dessen Programm die Wahrung der Neutralität, Organisation der Finanzen und Aufstellung einer Wehr⸗ macht umsaßt, sind im Gange.
3*
Der Seelrieg.
Berlin, 14. Aug.(Priv.⸗Tel.) Die„B 3.“ meldet aus Zürich: Eine Firma in Livorno erhielt die Mitteilung, daß in der Nähe von Larsick die Dampfer„Prince Albert“ und „Prinzesse Marie Jose“ der belgischen Companie Oceanique torpediert wurden. Ueber das Schicksal der Besatzung ist
nichts bekannt.
London, 14. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Meldun des Reuterschen Bureaus. Der Dampfer„Osprey“ aus Liver⸗ pool und der Fischdampfer„Humphrey“ sind versenkt worden. Die Besatzungen sind gerettet.
London, 14. Aug.(WTB. Nichtamtlich.)„Lloyds Agen⸗ tur“ meldet: Der britische Dampfer„Kairo“ aus Glasgow und das Fischerfahrzeug„Ametyst“ sind versenkt worden; die Besatzungen wurden gerettet.
London, 15. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Lloyds mel⸗ det: Der britische Dampfer„Princeß Caroline“ (888 Tonnen) ist gesunke n. 15 Mann der Besatzung wur⸗ den gelandet, vier kamen um. Der englische Trawler Gloria“(264 Tonnen) ist ebenfalls versenkt worden. Die Besatzung ist gerettet.
Lyon, 15. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Wie„Nouvelliste“ aus Nantes erfährt, ist der Reederverband von Nantes tele⸗ graphisch benachrichtigt worden, daß der Dreimaster„Fran⸗ cois“ im Süden von Island von einem deutschen Unterseeboot torpediert und versenkt worden ist.
London, 14. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Der eng⸗ lische Fischfang ist in den sieben Monaten von Januar bis Juli fast um die Hälfte zurückgegangen.
** Wien 14. dug,(Wh. Nichtamtlich) Bei dem Untergang des Unterseebootes„U 12“ scheint der„Korrespondenz Wilhelm“ zufolge auch sein heldenhafter Kommandant, Linienschiffsleutnant Lerch, der bekanntlich im Dezember das französische Admirals⸗ schiff„Courbet“ torpedierte und versenkte, den Tod gefunden
zu haben. 3 Aus dem Reiche.
Die päpstliche Spende für Ostyreußen. München, 14. Aug.(WTB. Nichtamtlich.) Wie der „Bayr. Kur.“ von zuständiger Seite erfährt, ist durch Ver⸗ mittlung des Münchener Nuntius Monsignore Frühwirth der Betrag von 10000 Mk als Spende des Papstes für die Ostpreußen an den Bischof von Frauen⸗ burg mit folgendem Begleitschreiben abgegangen: Eurer bischoflichen Gnaden danke ich verbindlichst für die ausführ⸗ lichen Mitteilungen über die schwere Heimsuchung, die der Krieg den Ostprovinzen gebracht hat. Ich habe nicht ver⸗ säumt, Seiner Heiligkeit sowohl über das Los der hart⸗ geprüften Bevölkerung als auch über die mannigfachen Be⸗ strebungen zur Linderung der Not zu berichten. Wie Sie aus dem Antwortschreiben ersehen, beklagt der Heilige Vater mit innigster Anteilnahme die traurige Lage der Bevölke⸗ rung, die in der Tat wegen ihrer Treue und ihrer christ⸗ lichen Gesinnung ein besseres Los verdient hätte. Zugleich begrüßt er aufs lebhafteste die bewundernswerte Opfer⸗ willigkeit, die ganz Deutschland und nicht zuletzt auch die Stadt München an den Tag legt, um den schwergeprüften Provinzen zu Hilfe zu kommen. Als Zeichen seiner väter⸗ lichen Liebe und Fürsorge beeilt er sich, aus seinen be⸗ scheidenen Mitteln den Betrag von 10000 Mk. zur Linde⸗ rung darzubieten. Die zweckmäßige Verteilung der Gabe ist dem Ermessen Ew. bischöflichen Gnaden anheimgegeben. Gern benutze ich diesen Anlaß, um Ew. bischöflichen Gnaden meiner größten Hochachtung zu versichern, mit der ich die Ehre habe zu sein Ew. beschöflichen Gnaden ergebenster Diener Franciscus Andreas Frühwirth, Erzbischof von He⸗ raclea und apostolischer Nuntius.
Der Zentralvorstand der Nationalliberalen Partei
hat am Sonntag, den 15. August 1915, im Reichstag zu Berlin getagt und nach eingehenden Verhandlungen mit allen gegen zwei Stimmen folgende Entschließung gefaßt:
Der Zentralvorstand der Nationalliberalen Partei erklärt in Uebereinstimmung mit den Verhandlungen des Geschäftsführen⸗ den Ausschusses und der Landesvorsitzenden vom 16. Mai, daß das Ergebnis des jetzigen Krieges nur ein Friede sein kann, der unter Erweiterung unserer Grenzen in Ost und West und Uebersee uns militärisch, politisch und wirtschaft⸗ lich gegen neuen Ueberfall sichert und die unge⸗ heuren Opfer lohnt, die das deutsche Volk bisher gebracht hat und bis zum siegreichen Ende weiter zu bringen entschlof en ist. seinem Vorsitzenden, dem Abg. - herzlich für seine vom Vertrauen der gesamten Partei getragene Tätigkeit zur Durchsetzung dieser nationalen Kriegsziele. Der Zentralvorstand wird mit der ge⸗ samten Partei geschlossen hinter jeder Regierung stehen, die diese Ziele mit unbeugsamer Festigkeit verfolgt.
*
Berlin, 14. Aug.(WTB. n adfutanten des Kaisers, Generalobersten von
Der Zentralvorstand dankt
Dem General⸗ oltke, Chef des
le mérite verliehen worden.
nach der spanischen Zone von Marokko zu entfliehen.
Aus Stadt und Sand. Gießen, 16. August 1915.
Auf dem Felde der Ehre gefallen (Aus Hessen und den Nachbargebieten.)
Leutnant d. Res. Gerichtsaktuar Theodor Philipps aus Biedenkopf.— Landsturmmann Gg. Becke r, Res.⸗Ins.⸗Rgt. 221, aus Nieder⸗Modau.— Gefr. Gust. Naumann aus Bleichen⸗ bach.— Jäger Albert Haas, Res.-Inf.-Rgt. 81, aus Rabenscheid. — Landsturmmann Herm. Birk, Inf.⸗Agt. 168, aus Waldhausen. — Landwehrm. Heinr. Walter, Res.⸗Inf.-Rgt. 222, aus Storn⸗ dorf.— Grenadier Emil Buß, Garde-Gren.-Rgt. 5, aus Rod⸗ heim v. d. H.— Gefreiter Heinr. Hoffmann aus Heisters.— Offiz.⸗Stellb. Ferd. Metzger, Inf.⸗Rgt. 168, aus Gambach.— Musk. Karl Ganß, Res.-Inf. Regt. 83, aus Crains d.— Musk. Karl Zell, Res.⸗Inf.-Rat. 204, aus Klein⸗Altenstädten.— Sau. Unteroffizier Karl Jul. Schmiedel, Inf.⸗Rgt. 222, aus Offen bach.— Res. Leonhard Böcher aus Kesenrod.— Musk. Wilhelm Koch aus Fauerbach v. d. H.— Landsturmrekrut Heinr. Braun, Res.-Inf.⸗Rgt. 224, aus Blas bach.
Beförderung. städtischen Mädchenschule Reser ve befördert.
rief vet kehr n Gefangenen. Der Deutsche Hilfsverein in Stockholm erbietet sich während des Krieges den brieflichen Verkehr von Deutsch⸗ land nach und von den übrigen kriegführenden Län⸗ dern zu vermitteln. Der Verein, welcher seit dem J. 1876 besteht, berechnet für seine Dienste nichts, bittet jedoch, jedem Briefe für Porto⸗Auslagen drei internationale Po st⸗ Antwortscheine beizufügen und zwar erbittet er die⸗ selben deutscherseits, da in Rußland e nicht zu haben sind. Postantwortscheine sind zu 25 Pfg. das Stück an jedem Postamte erhältlich. Die Briefe können in deutscher Sprache, müssen jedoch mit lateinischen Buchstaben deutlich geschrieben werden und sind in genau adressiertem, für den Empfänger bestimmten und offenem Umschlage dem Verein einzu⸗ senden, ebenfalls in offenem Umschlage. Genaue und deutliche Adresse des Absenders und Empfängers ist dem Verein jedesmal anzugeben, da täglich viele hunderte von Briefen einlaufen. Wenn nicht anders möglich, erbittet man auch für Rußland deutsche Adresse, welche hier über⸗ setzt wird. Die Adresse des Absenders ist auch in dem weiterzusendenden Briefe anzugeben, da der Verein sonst, wenn Briefe als unbestellbar zurückkommen, er diese dem Absender nicht wieder zurücksenden kann. In den Briefen
Herr M. Hahn, Lehrer an der zu Gießen, wurde zum Leutnant der
darf kein politisches Thema berührt werden. Es empfiehlt sich auch, nichts oder aber sehr wenig vom Kriege in den Briefen zu ähnen. Jede
Zeile wird von der Kriegs⸗Zensur gelesen und Briefe mit beanstandetem Inhalt erreichen den Adressaten niemals. Der Verein läßt jedem Absender stets eine Benachrichtigung über die Weiterbeförderung eingesandter Briefe zugehen. Für den Fall, daß der Verein Telegramme besorgen soll, ist gleichzeitige Einsendung des ungefähren Betrages der Kosten(das Wort nach Rußland etwa 30 Pfennig) erforder⸗ lich. Ein etwaiger Ueberschuß wird nur auf Wunsch dem Ab⸗ sender zurückgesandt, sonst für die guten Zwecke des Vereins verwandt. Laut schriftlicher Bemerkung eines russischen Zen⸗ sors werden Telegramme an Kriegsgefangene teilweise nicht verabfolgt. Eventuell zu überweisende Geldbeträge sind dem Verein am einfachsten mittels Postanweisung zuzustellen, ebenfalls mit genauer Angabe des Absenders und des Emp⸗ fängers auf der Vorder⸗ resp. Rückseite des Ab⸗
schieht durch eine Bank in Stockholm. Postpaket⸗ sendungen kann der Verein nicht besorgen, da teils Lebensmittel, Tabak usw. einer Beschlagnahme unter“ worfen, teils die Zölle in Rußland unerhört hoch sind. In jedem Briefe ist der Deutsche Hilfsverein in Stockholm als Vermittler anzugeben, um dem Empfänger sofort klar zu machen, auf welchem Wege derselbe antworten kann. An den Verein gerichtete Briefe und Begleitschreiben sind zwar ge⸗ nau, aber so kurz wie möglich abzufassen.
* Baumwolle. Es ist eine neue
von Baumwolle, Baumwollabfällen und Baumwoll espinsten befaßt, soweit es sich nicht um Vorräte handelt, bie nach dem 15. Juni 1915 aus dem Ausland eingeführt sind. Nach dieser Bekanntmachung find alle Nichtverarbeiter (Händler usw.) von Baumwolle und Baumwollabgängen genötigt, innerhalb 2 Wochen ihre Bestände an Baumwoll⸗ spinnereien oder sonstige Selbstperarbeiter zu ver⸗ äußern. Geschieht dies nicht, so sind nach 2 Wochen Baumwolle und Baumwollabgänge bei ihnen beschlag⸗ nahmt. Vom 14. August an ist ferner das Verarbeiten von Baumwolle und Baumwollabgängen verboten, wenn es sich nicht um Aufträge der Heeres⸗ oder Marineverwal⸗ tung handelt, deren Vorliegen nachgewiesen werden muß. Allerdings können die Baumwollspinnereien noch in der Zeit vom 14. August bis 4. September zu beliebiger Ver⸗ wendung ihre Gespinste herstellen. Aber währ dieser Zeit darf ihre Erzeugung insgesamt(also einschließlich der Heeres⸗ und Marineaufträge) nur ½ der Erzeugung ihres gewöhnlichen Betriebsumfanges betragen. Die wäh⸗ 5115 dieser 0 auc r Erfüllt sind on Beten be⸗ schlagnahmt, soweit sie nicht zur üllung von ägen r 1 5 oder Marineverwaltung dienen. Ueber 225 beschlagnahmten Gespinste ist ein genaues Verzeichnis u führen und eine Anzeige zu erstatten. Um einen Ausfausch 15 verschiedenen Sorten von Baumwolle unter den Selbst⸗ verarbeitern herbeizuführen, ist bei dem Königlich Preußi⸗ schen Kriegsministerium eine Ausgleichstelle für Baumwolle geschaffen worden. Die Bekanntmachung enthält noch eine ganze Reihe näherer Bestimmungen, so über eine erforder⸗ liche Meldung über den Betriebsumfang der Spinnereien, über Baumwolle, die in anderen Betrieben als Spinne⸗ reien vor Veröffentlichung der e bereits in Arbeit genommen war und über in solchen Betrieben zu beliebiger Verwendung freigegebene Mengen. Der Wort⸗ laut der Bekanntmachung ist im Gießener Anzeiger von heute enthalten. 0
* Ersatz des Petroleums durch andere Bee
nern hat in einem Erlasse an die Großh. Kreisämter er⸗ neut darauf hingewiesen, es müsse überall da, wo ein Ersatz des Petroleums durch andere Beleuch⸗ tungsmittel, wie z B. durch die elektrische, die Stein⸗ kohlen und Luft⸗Gasbeleuchtung, die Azetylenbeleuch⸗ tung möglich sei, auf Einführung dieser Ersatzmittel hin⸗ gewirkt werden. Trotz wiederholter Anregungen sei diese Er⸗
Installation von Elektrizität und Gas des öfteren die Tat⸗
schnittes. Die Weiterüberweisung seitens des Vereins g:
Bekanntmachung erschienen, die sich mit der Veräußerung und Verarbeitung
leuchtungs mittel. Das Großh. Ministerium des In-
satzbeleuchtung auch dort, wo ihre Anwendung möglich sei, a vielfach nicht durchgeführt worden. Es stünde allerdings der 5
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