Ausgabe 
(16.8.1915) 191. Erstes Blatt
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8 Nr. 101 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Famillenblätter; zweimal wöchentl. Kreis- blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche öeitfragen Fernsprech- Anschlüsse: für die Schriftleitungl12 Verlag, Geschäftsstelled1 Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.

Botationsbrud und verlag der Brüßschen Univ Buch- und steindrucerei. Lange. Schriftleitung, Geschästsfelle u. drucerei: Schulstr. 7. Ge legere d.

(Amtlich.) 8 Westlich

neue Kämpfe.

Gefangene gemacht. scharfem Nachdrängen

schnitt, an dem der gemacht hat.

Hände.

von Sokolow. Westli der Fei

(TB.) Große Amtlich.) 1

erdigt.

Fechtale beantworteten Eisenbahnviertels von

wandte.

Festung heran.

ischen Narew

ge angen darunter 14 schinengewehre.

ünde gewonnen.

falls zähen Widerstand

v.

Rozanka(nördl. von

ort.

Fortschritte gemacht. D

Offiziere und 240 Mann. Oestlicher Kriegsschauplatz.

an Generalfeldmarschalls

Nördlich des Niemen und in der Gegend von Ale so w, Kupischky, Weschinty und Kowarsk entwickeln sich

starke Vorstellun 1800 Mann und vier

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Verbündete Truppen nähern sich dem Bug nordöstlich

f Mack Der in den Kämpfen des 10

Westlicher Kriegsschauplatz. f i In den Argonnen wurde dasMartinswerk ausgebaut. 350 in ihm gefallene Franzosen wurden be⸗

Die mehrfache Beschießung der Stadt Münster im

kirch verlegte Feuer der Feinde wurde eingestellt, als sich unsere Artillerie gegen die franzö sischen Unterkunftsorte

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg.

5 Truppen des Generals v Below warfen die Russen in der Gegend von Kupischky nach Nordosten zu⸗ rück. Sie machten vier Offiziere und 2350 Mann zu Gefangenen und nahmen ein Maschinengewehr.

Ein russischer Ausfallaus Kow no wurde zu rück⸗ geschlagen, 1000 Gefangene fielen in unsere Hände. Unsere Angriffstruppen arbeiteten sich näher an die

gestern gemeldeten Linie hartnäckig Widerstan d. Der Nurzec⸗ Uebergang wurde am späten Abend von un⸗ seren Truppen erzwungen. Die Armee des Generals v. Scholtz machte gestern über 1000 Gefangene, die Armee des Generals v. Gallwitz nahm 3550 Russen

giewsk schließt sich enger. Auf allen Fronten wurde Ge⸗

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Dem Vordringen der Heeresgruppe setzte der Feind eben⸗

lang es die feindlichen Stellungen bei und nördlich von Losice und halbwegs zwischen Losice und Miendr⸗ zyrzer zu durchbrechen. Der Gegner weicht. Allein die Truppen des Generalobersten v. Woyrsch machten vom 8. bis 14. August 4000 Gefangene, darunter 22 Offiziere, und erbeuteten 9 Maschinengewehre.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls a Der geschlagene Feind versuchte geftern in der Linie 1 tyezeHorodysoezeMiendrzyrzec wieder Front

zu machen. Unter dem Druck unserer sofort einsetzenden An⸗ griffe setzt der Gegner seit heute früh den Rückzug

er Kriegsschauplatz.

In den Argon n en wurden imMartinswerk neue ie Zahl der Gefangenen stieg auf vier

indenburg.

Vor Kowno nahmen unsere Angriffstruppen den be⸗ festigten Wald von Dominikanka, dabei wurden 350

Zwischen Narew und Bug erreichten unsere Armeen in den Slina⸗ und Nurzer⸗Ab⸗ Gegner zu erneutem Widerstand Halt

Im Norden von Nowo⸗Georgiewsk wurde eine g erstürmt. Neun Offiziere und Maschinengewehre fielen in unsere

ch der Linie LosiceMiendrzyrzet versuchte nd durch hartnäckige Gegenstöße die Verfolgung zu bringen; alle Angriffe wurden ab⸗

Oberste Heeres leitung. 8 Hauptauartier, 15. August.

wir mit einer Beschießung des St. Dié. Das daraufhin auf Mar⸗

und Bug hielten die Russen in der

Offiziere) und erbeutete 10 Ma⸗ Der Ring um Nowo⸗Geor⸗

entgegen. Im Laufe des Tages ge⸗

Mackensen. Wlodawa), südwestlich von Slawa⸗

Oberste Heeresleitung.

˖ und 11. Auguft geschlagene

1225 fand gestern nicht mehr die Kraft, sich dem unaufhalt⸗ amen Vordringen der verbündeten Truppen zu widersetzen.

Die Armeen überschritten in der Verfolgung die

Straße Radzyn Dawidy Wlodawa.

Verhältnisse

fassung der Lage triefenden

vor einer ern Linken der Kammer immer derung der Kontrolle aller

zum Wohle und im Interesse

auf den 20. August vertagt.

berichtet: Nach dem gestrigen präsident Viviani die sozialistischen Gruppe,

Selbst wenn das Kabine trauen durchsetzt. Was sind, a

mit unbeugsamer Festigkeit man einstweilen die Meinung

Die neue Kreditvorlage wird

und Kundgebungen, in denen

4 1. E D. L De Krie 55 nregungen widerstanden, die

Die Rechte des Hauses protestierte, die Linke antwortete durch Klopfen auf die Pulte. Nach heftigen Auseinander⸗ setzungen wurde mit 385 gegen 112 Stimmen die Kammer

vor im Namen der Gruppe über die politische Lage Besprechungen hatten. Viviani teilte ihnen mit, daß die Regierung nach Prü⸗ fung der Lage beschlossen habe, an ihrer Zusammensetzung keine Aenderung vorzunehmen. Er werde im Namen der Regierung am nächsten Freitag bei der Beratung über die Kre⸗ dite für die Unterstaatssekretariate die Vertrauensfrage stellen. Die radikal⸗sozialistische Gruppe hat beschlossen, zu einer Sitzung zusammenzutreten, um den Bericht der Delegierten an⸗ zuhören und die Haltung festzustellen, die die Gruppe einnehmen

bleibt die Stimmung des Landes verbittert und von Miß⸗

die kleinen Auseinandersetzungen, die wir in Deutschland ein paar Tage lang gehabt haben, als es sich angeblich um einen Gegensatz zwischen Regierung und Vertretern von Par⸗ teiiwünschen handeln sollte! Der Zentralvorstand der natio⸗ nalliberalen Partei hat am gestrigen Sonntag durch einen beinahe einstimmigen Beschluß die Luft wieder gereinigt. Die Partei hat ihrem Führer Bassermann ein glänzendes Vertrauensvotum erteilt und erklärt, geschlossen hinter jeder Regierung stehen zu wollen, die dieselben allgemeinen Ziele

kennt als diejenige des Herrn v. Bethmann⸗Hollweg, der seine Karten heute noch nicht recht aufdecken kann. Das Pro⸗ gramm des Reichstags, der nächsten Donnerstag wieder auf einige Tage versammelt sein wird, enthält nur sachlich zeit⸗ gemäße und unverfängliche Beratungsgegenstände, wobei es kaum zu großen Meinungsverschiedenheiten kommen wird.

Mehrheit angenommen werden, und da sich bei uns weder Mißstände im Heere noch in der Verwaltung herausgestellt haben und die Lage auf den Kriegsschauplätzen keinerlei Be⸗ sorgnisse erweckt, sind Sitzungen nach dem Muster der fran⸗ zösischen Kammer nicht zu erwarten. Der neue Antrag des sozialradikalistischen Abgeordneten Liebknecht, der die An⸗ bahnung von Friedensverhandlungen befürwortet, wird 311 keinerlei Aufregung führen, weil er durch Erörterungen

einigt haben, längst erledigt ist. Das Schauspiel des ein⸗ samen Reiters auf dem knöchernen Gerippe eines der Gegen⸗ wart völlig entrückten Prinzips wird im Reichstag die⸗ selbe Bekundung des Widerwillens hervorrufen wie im Volke. Denn das ist es ja gerade, was Fürst Bülow im Auge hatte, als er das deutsche Voltüchtig undgroß nannte, daß es in 9750 Zeit 1 B 5

icksalsschwerer Entscheidungen sichgeschlossen undent⸗ chosen von allem abgewendet hat, was ihm sein Ziel und seine Zukunft verkümmern könnte.

General⸗Anzeiger für Oberhessen

Vorwärts im Osten. Ein feindlicher Cruppentransportdampfer bersenkt. Eine Kabinettskrisis in Frankreich.

TB.) Großes Hauptquartier, 14. Auguft. Heute 1 sich ein Vergleich unserer innerpolitischen Die österreichisch⸗ungarischen Tagesberichte. haun dos Kris ges mit denen unserer Feinde Wien, 14. Aug.(0 TB. Nichtamtlich.) Amtlich wird 3 aden auf. 5 Metern 85 955 1 russischen Zensur nur halb unterdrückten 9 ißklänge i 5. 5 Petersburger Duma im Ohre, wir lesen mit zunehmendem 1 Russischer Kr iegsschauplatz. Vergnügen täglich die unzufriedenen, von ängstlicher Auf Die im Raume westlich des Bug vordringenden ver⸗ englischen Zeitungsartikel bündeten Armeen drängten auch gestern in der Ver fol⸗ und heute läßt sich auch der welsche Hahn nicht mehr ab⸗[gung die Nachthuten des Gegners vor sich her. Oester⸗ halten, sein zornigstes Kikeriki über die Regierungsverhält⸗ reichisch⸗ungarische Truppen haben beiderseits der Bahn nisse der stolzen Republik erschallen zu lassen. Wir stehen LukowBrest⸗Litowsk vorrückend den Raum westlich ben Krisis des Kabinetts Viviani. Die von der und südlich Miedzyrzec ze erreicht. Deutsche Truppen ge⸗ unerbittlicher vertretene For⸗ wannen die Gegend von Wisznice und drangen über Regierungsmaßnahmen durch Wlodawa hinaus. In Ostgalizien nichts Neues. das Parlament hat es so weit gebracht. Viviani hatte mit Italienischer Kriegsschauplatz. den zuständigen Organen die Vertagung des Parlaments verabredet, da schickten die Radikalsozialisten der

Sorglosigkeit in den verschiedenen Betriebszweigen, beson⸗ Wien, 15. Aug.(WB. Nichtamtlich.) Amtlich wir

des Heeres gemeldet wurden.

Diese Vorgänge muß man kennen, um die Bedeutung a der nachstehenden neuen Meldung zu ermessen:

Paris, 15. Aug.(WI Nichtamtlich.) DerTemps

Ministerrat empfing Minister⸗ Delegierten der radikal⸗ die mit Viviani zwei Tage zu⸗

tt Viviani am Ruder bleibt,

n diesen Vorgängen gemessen,

verfolgt. Das heißt also, daß des Herrn Bassermann besser

sicher mit überwältigender

Volk und Regierung sich ge⸗

t en der Regierung westfront feindliche Angriffe abgewiesen; so im Tiro noch einen Fehdebrief, in welchem auch für die Dauer der Grenzgebiet, an der Fedaja⸗Stellung und an der B FerienGarantien gefordert wurden. Das Mißtrauen der 5 Linken gilt dem Kriegsminister Millerand, dessen Rücktritt Monte dei Sei Busi und auf den Höhen östlich Monfalcon gefordert wird. Am Donnerstag und Freitag kam es im N

Plenum der Kammer zu stürmischen Auftritten. Man ver⸗ Besit. Nachts fuhr einer

1 langte die Ausdehnung der Ernteurlaube und warf der Einfahrt des Bahnhofes von Monfalcone vor und beschoß Regierung ungenügende Berücksichtigung der Landwirtschaft feindliche Infanterie auf den Hüngen von La Rocca und vor. Sodann es bei der Beratung über die Errichtun; 5

. 9 f 5 Trains bei den Adriawerken. von zwei Unterstaatssekretariaten für die Intendantur und

Montag, 10. August 1015

Beyugsp reis: monatl. 75 Pf., viertel⸗ 0 jährl. Mk. 2.20; durch ö

Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2. viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf. Haupt- schriftleiter: Aug. Goetz. e für den politischen Teil und das

richtssaal: Otto Braun; Beck, sämtlich in Gießen.

verlautbart: 14. August 1915.

Gestern abend wurden an verschiedenen Teilen der S

bena⸗Linie(südlich Schluderbach), im Gör zischen,

Ueberall blieben die alten Stellungen vollständig in unsere unserer Panzerzüge bis

Der Stelloertreter des Chefs des Generalstabks v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

verlautbart: 15. August 1915 mittags.

die Geschützkäm Nachts setzte de Kleinen Pal, unsere Stellun

griffe auf unsere G im Gebiet der Ro

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant..

8 K e

Die Verfolgung der fliehenden russischen Heere.

Berlin, 16. Aug. Ueber die Verfolgung der flie⸗ henden russischen Armeen wird demBerliner Tage⸗ blatt aus dem k. k. Pressequartier gemeldet: Der Vormarsch der Verbündeten dauert an und hat, die russischen Heere vor sich hertreibend, die Linie nördlich von Wlodawa Wie znice Miedeyrzidoezy-Losice-Czyczow erreicht. Alrch hier, im eigentlichen Rotrußland, haben die Russen wie in Feindes land gehaust. Sie führen Brandkommandos mit, die mit gellu⸗ loid und Benzinspritzen ausgerüstet sind, doch werden nur di Herrenhäuser und die Juden viertel der Städte vernichtet; di Bauern hingegen gehen frei aus. Wo die Gutsfelder schon abge erntet sind, wird das Getreide unter die Bauern verteilt. Außer. halb der russischen Rückzugslinie, wo die Felder geschont wurden die Einwohner aber geflüchtet sind, verrichten die deutschen und österreichisch-ungarischen Etappenkommandos die Erntearbeit Ingenieure stellen Dreschmaschinen und Mühlen auf. Berlin, 16. August. Nach derDeutschen Tageszeitung sollen Londoner Regierungskreise die größte Be⸗ sorgnis wegen der Kriegslage in Rußland äußern. Grey habe mehreren Abgeordneten gesagt, daß die große Entscheidungsschlacht bei Brest⸗Litowsk in allernächster Zeit zu erwarten sei. N Die Beschießung von Kowno. Berlin, 16. Aug. Zur Beschießung von Kowno heißt es im BerlinerLokalanzeiger über Kopenhagen: Pariser Tele gramme aus Petersburg besagen, daß die Deutschen Kowno heftig angreifen. Die Landbevölkerun g werde dazu angehalte

beim Ausheben von Schützengräben mitzuarbeiten. Die 5 Bauern würden auch bei Anlequmg neuer fester Laudstraßen bea

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