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8 N 1 9 N 1 1 5 stand der irischen Partei stoßen. Die Verta ung des Hauses bis zum 14. 9 wurde darauf beschlossen.
London, 30. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Im Unter⸗ baude sprachen gestern mehrere liberale Abgeordnete über die allgemeine Wehrpflicht. Wedgwood sprach dafür und sagte, England müsse alle Kräfte anspannen, da Deutschland Frankreich zu einem vorteilhaften Sonderfrieden zu ver⸗ leiten suche. Die„Morning Post“ schreibt heute über denselben Gegenstand: Glücklicherweise sind die Franzosen ein tapferes, ritter⸗ liches Volk, die lands Anerbietungen zurückwiesen. Aber seien wir uns der
in dem jetzigen 31 verharren
Aus Stadt und Cand. Gießen, 31. Juli 1915. Ein Jahr zurück
Als vor einem Jahre der aus Blut und Feuer gewobene Vorhang fiel, hinter dem die alte Welt versank, und als der furchtbare Zwischenakt des größten Krieges begann, da haben wohl wenige gedacht, daß wir nach dreihundertundfünf⸗ undsechzig langen Tagen immer noch im Kriege stehen würden; und so unendlich lang uns damals, da wir in die Zukunft sahen, ein Jahr dünkte, so kurz scheint uns, nach⸗ dem es vorüber, seine Spanne. Wie ein einziges, ununter⸗ brochenes Schauspiel, ohne Pause und Atem einherjagend in flammendem Schmettern, ist das erste Kriegsjahr vorüber⸗ gedröhnt, und vor seiner Urgewalt hat sich das Auge nicht chließen und das Ohr nicht entspannen können. Und diese zwölf langen und kurzen Monate umschließen für uns alle mehr, als alles Fühlen und Wissen unseres vergangenen Lebens ausmacht; sie begreifen in sich einen himmelan stür⸗ menden Aufschwung von Millionen Seelen, einen hell⸗ äugigen, jubelnden Glauben an unsere in Not und Tod gehelligte Kraft, an ein königliches Schenken unseres Besten —* 8 e. 3 Zu⸗ versicht an unser iner turmgewalt erprobtes Selbst.
En n eee Die vollen Züge liefen auf
den Bahnhöfen ein, die aus Sommerfrischen und Badeorten die Tausende nach kurzer Ferienfreude wieder in die Heimat
führten, die es in der beklemmenden, atemverse Un⸗ ruhe der Tage fern von der Heimat nicht aushielten. Heiße Sonnentage waren ha len Mie a 5 N Himmel wie aus einem einzigen rätse uge auf die Erregung und die Fieber, die die Städte und Dörfer durchpulsten. Serbien, der ekle Zwerg auf dem Balkan, hatte am 25. Juli in nie erhörtem verbrecherischen Wahn die Zündschnur in Brand gesetzt, die langsam aber mit tödlicher Sicherheit dem hoch⸗ getütrmten 5 zuschwelte. Und ohnmächtig und von Grauen geschüttelt sah man den Funken glimmen, fühlte man den Boden unter sich wanken, sah man rechts und links und vorn und hinten die List und die Schande und den das Netz wirken und war doch nicht im⸗
Wortbruch stande, den Knoten zu zerhauen und die Faust mit dem
S recken, die kri den Schl den Kreis ee eee ee b Auf allen Straßen herrschte ein unheimliches Warten: das was die e eden ö N e „ 5 1 fordern konnten. Eine über alle anten die Hände sich
ar Am letzten Samstag fanden Nachtübungen im 4
„ Wunsc
reichende Gemeinfamkeit bereitete auf die kommende Schick⸗ 1 vor. Und als der Bogen bis zum f 3 pannt war, und als Millionen mit geballten, zitternden
Fäusten und mit starren en in die unheilschwangeren Wo bak e ee del e u
er e zur Erde setzte sie von A. bis 15 Brand. Da fiel es wie ein lee aus eina e abgelaufen; 1 glaubte mehr an den Frieden;——
wie ein— der Erlösung war's, als in mittagsstunden de
2 an allen Ecken angeschlagen wurde, als später die Abendzeitungen von des 5 Ansprache vom Berliner Schlosse aus berichteten. Dann brachte der 1. August die uhr mittags lief die Rußland ge⸗ 1 6 Antwort ab, und nun war es entschieden. Nrieg
Da geschah es nach des ulten Bismarck Wort: Alldeutsch⸗
land brannte wie eine Pulvermine auf von der Memel bis zum Bodensee. e erwachten, die der einzelne nicht erfassen konnte und zu deren Spr sich allenthalben die Volksmenge Deutschland über alles Hang es auf
R ei. Himm ilige Michael ho n Schwer
Und die Hallen der Bahnhöfe vom Gesang der und der Daheimbleibenden; Tücher wurden und an afl Augen gedrückt; ein einzig Abschiedne war in Palast und Hütte; der Landsturm
zog an Brücken und Bahngleise;„Lieb Vaterland magst 4 0 sein“ jauchzten die Stimmen der Alten und der Jungen. Und die ersten* kamen, die Reservisten marschierten im alten Takt durch die Straßen, die Regi⸗ menter aus. Und wieder später kamen ubel ten und— die ersten Verlustlisten, ich ein erundet, ehe wir zum Besinnen kamen. e Mit ee Siegers dürfen wir n in die Vergang t und in die Zukunft sehen. Soviel das letzte Jahr uns vernichtet und zerschlagen hat— mehr hat es jetzt schon aufgebaut Und wenn wir an diesem Wende⸗ * eine Gewissenserforschung anstellen, dann dürfen wir agen, daß Zuversicht und Glaube ans Vaterland noch eben so stark sind wie vor einem Jahr, da der Krieg ent- esselt wurde. Und auch darin gleichen sich die beiden ersten ugusttage von 1914 und 1915, daß wir heute wie damals glauben, daß der Krieg kein Jahr mehr dauern wird. Und diesmal haben wir, davon ist jeder Deutsche überzeugt, eine stärkere Unterlage für unsere Hoffnung.
Eisenbahn⸗Personalnachrichten. Reserve⸗ Lokomotivführer Heinr. Schmidt J. in Gießen wurde zum Lokomotivführer, Hilfsschaffner Joh. Weitzel in Gießen zum Schaffner ernannt.
* Militärische Ausbildung der Jugend. Die letzten Mittwoch-Abende brachten der Jugend neben den turnerischen und Bajonettierübungen, die große Fortschritte zeigten, praktische Anleitungen im Kartenlesen durch Dr. Schaefer und ein Referat von Architekt F. Noll! über Neuerungen im Pionierdienst. Die Ausführungen der beiden Herren wurden mit großem Interesse entgegen⸗
atrouillendienst statt. Am ver
orsitzende die Uebungen des Sommerhalbjahres mit einer kurzen Ansprache, in welcher er Dank den Führern für ihre unermüdliche Arbeit, aber auch Dank der Jugend für das treue Aushalten zum Ausdruck brachte. Er sprach den aus, daß im kommenden Winterhalbjahr die älteren gänge unserer Jugend, die sich an den llebungen bis t noch nicht beteiligt hätten, ihre Pflicht darin erblicken
8 58 8 1 1
ngenen Mittwoch schloß der
bewußt, die für uns besteht, wenn wirf
möchten, auch ein kleines Opfer in dieser schweren Zeit zu bringen und einzutreten in die Reihen unserer Jugend⸗ kompagnien neben ihre Altersgenossen aus den verschie⸗ densten Ständen und Berufen. Mit einem Hoch auf Heer und Flotte schloß der letzte Uebungsabend in diesem Kriegs⸗ sommer. Das Winterhalbjahr beginnt Anfang Oktober.
* Fürsorge für die Kriegsbeschädigten. Der Landesausschuß für die Kriegsbeschädigtenfürsorge im Großherzogtum Hessen gibt soeben eine kleine Druckschrift geraus, die für die weiteste Oeffentlichkeit bestimmt ist. Der Landesausschuß richtet darin zunächst ein Trost⸗ und Mahn⸗ wort an die Kriegsbeschädigten und verbreitet sich dann eingehender über die Zwecke und Aufgaben der Kriegs⸗ beschädigtenfürsorge sowie über ihre Organisation im Groß⸗ herzogtum Hessen. Die Schrift wird an alle Interessenten kostenlos abgegeben und kann von der Landesversicherungs— anstalt Großherzogtum Hessen, Darmstadt, Wilhelminen⸗ straße 34, bezogen werden. Gleichzeitig verbreitet der Lan⸗ desausschuß ein Merkblatt über die Versorgungsansprüche der Kriegsbeschädigten und ihrer Hinterbliebenen, das eben⸗ falls von der Landesversicherungsanstalt unentgeltlich ab— gegeben wird.
Ober hessischer Kunstverein. Sämtliche aus⸗ gestellten Bilder von Prof. Illner, Prof. Lutteroth und A. Koester bleiben nur noch kurze Zeit ausgestellt. Das Bild„Frühnebel“ von Prof. Lutteroth⸗Hamburg wurde angelauft und geht in hiesigen Privatbesitz über.
* Städtischer Verkauf von Lebensmitteln. Nach einer Bekanntmachung im heutigen Anzeiger beginnt am Montag, 2. August, im alten Schukhaus in der Neustadt der Verkauf von Zucker, Graupen, Erbsen, Reis, Nudeln, Malzkaffee und anderen Spezereiwaren in kleineren Mengen. Es sind nur bezugsberechtigt hiesige Einwohner, deren Einkommen nach vorzulegendem Steuerzettel jährlich 2600 Mk. nicht übersteigt.
* Verordnung über Zusatzbrotmarken. Die vorliegende Nr. enthält eine Bekanntmachung des Ober— bürgermeisters, nach der jeder über 14 Jahre alte Ein⸗ wohner, dessen Einkommen jährlich 2600 Mk. nicht übersteigt, wöchentlich eine Zusatz⸗Brotkarte erhalten kann. Diese be⸗ rechtigt zum Bezuge von 350 Gramm Mehl oder 500 Gramm Brot. Personen, die besonders schwere Berufsarbeit, be⸗ sonders Nachtarbeit, verrichten, kann die Zusatzkarte auch dann erteilt werden, wenn ihr Einkommen höher als 2600 Mark ist.
* Eine weitere Bierpreis⸗Erhöhung kün⸗ digen in vorliegender Nummer die Brauereien bon Gießen und Umgegend an. Die Erhöhung tritt am 1. August ein.
* Beschlagnahme, Meldepflicht und Ab⸗ lieferung von fertigen, gebrauchten und un⸗ gebrauchten Gegenständen aus Kupfer, Mes⸗ sing und Reinnickel. Wir machen an dieser Stelle auf die in heutiger Nummer befindliche Bekanntmachung Großh. Kreisamts aufmerksam.
Landkreis Gießen.
Lollar, 30. Juli. Der kom. Eisenbahnassistent Georg Brettnich hier wurde zum Eisenbahnassistenten ernannt.
Kreis Alsfeld. Seibelsdorf, 30. Juli. Die in der hiesigen Gemeinde
igten französischen Kriegsgefangenen Victor Barbier und 985 Guillard sind in der Nacht vom 25. zum 26. Juli ent⸗ wichen. Barbier ist 25, Guillard 21 Jahre alt.
Starkenburg und Rheinhessen.
n. Offenbach, 30. Juli. In der nichtöffentlichen Sttzung der Stadtverordneten⸗Versammlung wurde der besoldete Beigeord- nete Rech auf Vorschlag des Rechts- und Finanzausschusses mit 23 Stimmen auf weitere 12 Jahre gewählt. Der Gewählte ist Jurist und war vor 6 Jahren in die städtische Berwaltung ein⸗ getreten. 5 15
h. Nierstein, 30. Juli. Der 62jährige Landwirt Frank stürzte von seinem hochbeladenen Kornwagen ab und starb an den hierbei erlittenen Verletzungen.
Hessen⸗Nassau.
D. K. Frankfurt a. M., 31. Juli. Eine neue biologische Ea eit kurzem im Hoologischen Garten das Interesse der Besucher. In einem der kleinen, früher für Falken destimmt „ Käfige ist ein terrassenartiger Felsaufbau mit Schlupf⸗ öchern errichtet worden. Auf den Felsplatten zeigen 3 muntere kleine Säugetiere, Klippschlieser genannt, ihre erstaunlichen Sprung⸗ künste. Ber Beschauer mag die kleinen, gedrungen gebauten, stummelschwänzigen Springer zunächst für Nagetiere, etwa aus der Verwandtschaft der Murmeltiere oder der Meerschweinchen halten, bis ihn eine auf dem Käfigschild angebrachte Erklärung eines Bes⸗ seren belehrt und sicher in hohes Erstaunen setzt. Und wirklich, scheint es fast unglaublich, daß die nächsten V. der mied⸗ lichen Zwerge die mächtigen Nachbarn aus dem Dickhäuterhaus sein sollen,— doch der Bau des Fußes und der der Backenzähne belehrt uns, daß die seltsamen Tiere als besondere Unterordnung den Rüsselträgern im System angereiht werden müssen und nabe Br⸗ ziehungen zu den— Nashörnern aufweisen und somit echte Huf⸗ tiere, und zwar die kleinsten existierenden sind. Bei Betrachtung der platten, hufartigen Nägel an den Zehen gewöhnen wir uns bald an den Gedanken und wundern uns fast, wenn wir weiter er⸗ fahren, daß trotz der unzweifelhaften Huftiernatur der Tiere durch einige Merkmale, besonders die meißelsörmigen, stündig wachsenden Schneidezähne tatsächliche Beziehungen zu der vielgestaltigen Ord⸗ nung der iere, wir die Klippschliefer erst anxeihen woll⸗ ten, bestehen, daß sie also doch in gewissem Sinne ein Uebergangs⸗ glied nach dieser Richtung darstellen und zwar ein sehr primitives, da sie im Knochenbau auch an die ausgestorbene Gruppe der Typo⸗ therien des südamerikanischen Tertiärs anschließen. Hierdurch sind die kleinen Afrikaner wiederum geographisch. da sie auf eine alte Landverbindung zwischen ka und Afrika hinweisen. Im Tierhandel sind Klippschliefer, auch„Klippdachse“ genannt, recht selten und nur in wenigen Zoologischen Gärten sind sie zu finden. g
Eschwege a. d. Werra, 30. Juli. Das Eiserne Kreuz erster Klasse wurde dem Oberleutnant von Eisenhart⸗ Demmin, Schwiegersohn des Landrats von Keudell-Eschwege, verliehen.— In dem Fremdenbuche des Gastbofes„Zum grünen Baum“ in Hess. Lichtenau befindet sich solgender Eintrag: „Kapitänleutnant Weddigen auf der Fahrt von Kassel nach Münden im Jahre 1912.“
F. C. Wiesbaden, 30. Juli. Im Regierungsbezirk Wies⸗ baden greist die Maul- und Klauenseuche um sich. Am 27. Juli waren von der Seuche betrossen 65 Ortschaften in 14 Kreisen, gegen 55 Ortschasten in 14 Kreisen in der Vorwoche. Am stärksten heimgesucht ist der Kreis Oberwesterwald. Hier sind 22 Orte
verseucht.
Sport. h. Frankfurt a. M., 30, Juli. Der Frankfurter Re⸗ gaftaberein wird im Jahre 1916 die Frankfurter Re⸗ gatta am 25. und 26. Juni veranstalten.
7 vermischtes.
„Aus der Pfalz, 29. Juli. Fabritdirektor Ganß in Frankenthal, der in dem letzten Steuerhinterziehungsprozeß zu einer Geldstrafe von 250000 Mark verurteilt wurde, hat seinen Austritt aus dem Stadtrat erklärt. An seiner Stelle wurde lt. „Darmst. Ztg.“ Fabrikdirektor Förster als Stadtrat vereidigt.
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Spielplan der vereinigten§tankfurter Stadttheater.
5 Opernhaus.
„Dienstag, den 3. August, abends 7 Uhr:„Der fliegende Holländer.“ Mittwoch, den 4. August, abends 7¼; Uhr:„Hoff⸗ manns Erzählungen.“ Donnerstag, den 5. August, abends 7 Uhr:“ „Aida.“ Freitag, den 6. August, geschlossen. Samstag, den 7. Aug., abends 7 Uhr:„Tannhäuser.“ Sonntag, den 8. August, abends 7 Uhr:„Manon.“ Montag, den 9. August, geschlossen. Dienstag, den 10. August, abends 7 Uhr:„Der Apotheker“. Hierauf:„Bastien und Bastienne.“ Zum Schluß:„Die Abreise.“ Mittwoch, den 11. August, abends 7½ Uhr:„Die Fledermaus“. Donnerstag, den 12. August, abends 7 Uhr:„Carmen.“
Schauspielhaus.
Sonntag, den 1. August, abends? Uhr:„Wilhelm Tell.“ Vor⸗ her:„1914.“ Kriegsvorspiel von W. Schmidtbonn. Montag, den 2. August, abends 7½ Uhr:„Der Kaufmann von Venedig.“ Diens⸗ tag, den 3. August, abends 8 Uhr:„Der Geizige.“ Hierauf: „Der Diener zweier Herren.“ Mittwoch, den 4. August, abends 8 Uhr:„Der Geizige.“ Hierauf:„Der Diener zweier Herren.“ Donnerstag, den 5. August, abends„8 Uhr:„Wie einst im Mai.“ Freitag, den 6. August, abends ½8 Uhr:„Der Alpenkönig und der Menschenseind.“ Samstag, den 7. August, abends 8 Uhr: „Die deutschen Kleinstädter.“ Sonntag, den 8. August, abends ½8 Uhr:„Die Schöne vom Strande.“ Montag, den 9. August, abends ½%8 Uhr:„Der Geizige.“ Hierauf:„Der Diener zweier Herren.“ Dienstag, den 10. August, abends ½3 Uhr:„Die deutschen Kleinstädter.“ Mittwoch, den 11. August, abends 6 Uhr: „Don Carlos.“
Amtlicher Wetterbericht.
Die nordwestliche Depression dehnt ihren Einfluß weiter langsam nach dem Kontinent zu aus, so daß wir morgen be⸗ decktes, jedoch noch meist trockenes Wetter zu erwarten haben.
Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 1. August 1915: Ziemlich bedeckt, noch meist trocken, südwestliche Winde.
Leetzte Nachrichten.
Das japanische Kabinett zurückgetreten. Meldung des Reuter-Bureaus. Tokio, 31. Juli.(WTB. Nichtamtl.) Das Kabinett ist zu⸗
erhoben wird, zurückzuführen.
nisterrates. Gestern wurde amtlich mitgeteilt, daß der Rücktritt Ouras angenommen wurde. Bald darauf hat Okuma den Rücktritt des ganzen Kabinetts angeboten. Morgen tritt wahrscheinlich der Rat der Alten zusammen, unt dem Kaiser Vorschläge zu machen. Inzwischen wird die Uunter⸗ suchung wegen der Bestechungen fortgesetzt.
*
Grenzgefechte in Bessarabien.
Bukarest, 31. Juli. Heutige orgenblätter melden aus Mihaileni: Die Russen haben an der Grenze von Bessara⸗ bien eine neue empfindliche Niederlage erlitten. Trup⸗ pen der Armee Pflanzer ⸗Baltin haben in der Nacht einen schneidigen Angriff auf die Posten unternommen, die aus ihren Stellungen derart ver und auch Gefangene in den Händen der Oesterreicher ließen und
sich zurückzogen. 0 a ö Die Griechen in Albanien. Lugano, 31. Juli. Die Griechen stehen mur 8 l dor Valona. Das ganze besetzte albanische Gebiet ist ihnen bereits in Zivilverwal werden Bekanntmachungen der
von griechischen Militärbehörden an⸗ Griechenland Besitz ergreifen. Die serbischen Truppen vor
wache für das serbische Tor konzentriert. Der Kampf um die Eroberung der Dardanellen. Athen, 31. Juli. Nachrichten aus Mytilene zufolge sind seit drei Tagen die inneren Dardanellenforts, nament⸗
durch die Flotte der Verbündeten ausgesetzt. Die Truppen⸗ trans porte nach den Dardanellen sind wegen der Unterfeeboot⸗ gefahr mit großen Schwierigkeiten verbunden. Bei Lemnos soll am 25. Juli ein Dampfer mit Truppen an Bord tor⸗ pediert worden sein. Generalmobilisierung in Sitirien.
Stockholm, 31. Juli.„Swetska Dagbladet“ meldet aus Paris, nach einem Petersburger Telegramm sei die Ein beru⸗ fung der Jahresklasse 1896 jetzt erfolgt. Man erwarte, daß in den ersten Tagen der nächsten Woche die Generalmvpbilisie⸗ rung in ganz Sibirien verkündet werde.
Rußland sucht die Hilfe Japans? ö
Klara Zetkin verhaftet.
Berlin, 31. Juli. Nach einer Meldung des„Vorwärts“ wurde Frau Klara Zetkin in Stuttgart verhaftet und nach Karlsruhe gebracht. Ueber die Gründe ist gegenwärtig noch nichts Näheres bekannt.
—
Für Rheumatiker u. Neuralgieleidende. In einem Tage von seinen entsetzlichen Schmerzen
befreit.
Herr Josef Wilhelm, München, schreibt:„Seit 2 Monaten litt ich derart an Ischtas, daß ich nicht gehen und nicht stehen und das Bett nicht verlassen konnte. Ich hätte ausschreien mögen vor Schmerzen. Kein Mensch glaubt, was ich gelitten habe. Nichts half mir. Da brachte mir meine Frau aus der Apotheke Togal mit. Die Wirkung war geradezu wunderbar. Nachdem ich nur wenige Tabletten genommen hatte, war ich vollkommen wieder bergestellt. Ich gebe daher jedem Leidenden den Rat, sich sofort aus der nächsten Apotheke das überaus billige und unfehlbar wirkende Togal zu besorgen. Niemand wird diese Ausgabe be⸗ dauern.“ Aehnlich berichten viele andere, welche Togal gegen Rheumatismus, Hexenschuß, Schmerzen in den Gliedern und Ge⸗ lenken sowie bei Influenza und Kopfschmerzen gebrauchten. Es gibt nicht besseres. Alle Apotheken führen Togal⸗Tabletten. Best.: Acid. acet. salte. Chinin Mg. Li. 680988
emerge
Manlwurfsfallen et en
empfiehlt(5218a dgar Borrmann Edgar Borrmann Edger B. Haus und
Eisenwaren, Jauss und Küchengeräte Handlung.
Küchengeräte Handlung. 1 Schiebkarren„ 92.2 Jauchefässer emvsieblt LDNION Viotoria. Küserei Ph. Sommerkorn,
Leiterwagen Bleichftraße 1. 12800.
rückgetreten. Der Rücktritt ist auf eine Beschuldigung dern Bestechung zu Wahlzwecken, die gegen den Minister des Innern 2
Die Krise hat vorgestern begonnen. Als der Miner des Innern seinen Rücktritt anbot, folgten lange Sitzungen des Me⸗
verdrängt wurden, daß sie viel Kriegsmaterial 3
haben 50 Mann in Durazzo einmarschieren lassen und als Schutz⸗
lich die auf der klemasiatischen Küste, einem Bombardement
2
geschlagen, die von Südostalbanien im Namen des Königs vonn


