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Englische Verstärkungen für die Dardanellen. Paris, 28. Juli.(WB. Nichtamtlich)„Petit Parisien“ 4 Berlin, 29. Juli. Aus Athen meldet die„Vossische Ztg.“ meldet aus New Nork: Als Roosevelt von der Torpedierung . daß in der vergangenen Woche die beiden Dampfer„Agquitania“ des amerikanischen Schiffes erfuhr, rief er aus: Dies ist eine 4 und„Mauretania“ mit Truppen in Mudros angekommen schreckliche Beleidigung. Dies ist die Lage, in die uns die Politik 2 sind. Die Truppensendungen werden fortgesetzt. Auch der Ueber- des Friedens um jeden Preis geführt hat. Welcher Amerikaner, dreagnought„Lion“ ist in Mudros angekommen. Er wird] der noch einen Unzen roten Blutes in den Adern hat, wird nicht *. in den nächsten Tagen nach der Bucht von Sarvs fahren. Im die von den Deutschen gewollte Beleidigung fühlen, die durch die . Vorhafen von Mudros liegt der„Agamemnon“ mit vier bis fünf] völlige Widersinnigkeit des letzten Angriffes noch erschwert worden 5 Rissen im Bug; auch fehlt ihm ein Schornstein. ist. Von Beleidigung kann keine Rede sein, da nicht der geringste 2 Rückzug der Italiener aus Tripolis. Grund zur Beschwerde vorliegt. Das Schiff hatte Bannware an
l 7 i N Bord und wurde deshalb versenkt. Von der Besatzung ist niemand 8 Berlin, 29. Juli. Das„Berliner Tageblatt“ bringt eine eme Au d. Red.) *
Meldung aus Bellinzona, nach welcher dem„Giornale d'Italia“ aus Paris telegraphiert worden ist, daß die Italiener auch die Amsterdam, 28. Juli.(WTB. Nichtamtlich.)„Nieuws 77 wichtige Oase Ghodames in Tripolis geräumtsvan den Dag“ melden aus Rotterdam: Der englische 25 haben und auf tunesisches Gebiet übergetreten sind. Dampfer„Gannet“, der gestern 1 12 3 O8he * a 5 i hren war, meldete, er habe auf der See in der Höhe ustdicke englische Lügen. gefahren war, meldete, der 3 e 725 a N 15 e, ein l e argen 5 Neuest. Nachrichten“ wird aus Berlin geschrieben: In einem Artikel] die 1 hen Dampfer„Perth n 2 4 der Pine e News“ vom 16, Juli d 38, dessen Inhalt med, vor Waterweg vor Anker. Es fuhr kein Dampfer an aus dem„Standard“ vom 17. Juli hervorgeht, finden sich u. a. diesem Abend aus Rotterdam aus. f 8 folgende, unsere Leser sicher interessierende Mitteilungen: Durch London, 28. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reu⸗ Vermittlung der Vereinigten Staaten habe Deutschland seinen Geg⸗ tersche Bureau meldet aus Lowestoft: Das Fischerfahrzeug nern Friedensanerbietungen gemacht, weil es wirtschaftlich voll⸗(„Westwardho“ ist in der Nordsee von einem Unterseeboot kommen ausgeblutet sei. Die Hamburg⸗Amerika⸗Linie und die torpediert worden. Die Besatzung landete in Lowestoft. Deutsche Reichsbank seien bankerott. Hamburg habe mit der Pots⸗ London, 28. Juli(WTB. Nichtamtlich.) Meldung 7 damer Gesellschaft vollkommen gebrochen und sende leine Soldaten des Reutersch B 8 Die Fischdampfer„Salacia“ mehr an die Front. Noch ernster aber sei die Lage in Bayern 5 schen Bureaus. Die p 2 5 e ee 5 und„Iceni“ wurden gestern von Unterseebooten ver-
wo die verzweifelten Bemühungen der besten deutschen Diplomaten. 8. nötig 7 um Bayern— 2 völligen Loslösung von Deutsch-[senkt. Die Besatzungen wurden in Lowestoft gelandet.
land noch zurückzuhalten. Am Schluß erfahren wir noch, daß. London, 28. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ Teutschland bis jetzt 60 Milliarden Kriegsentschädigung an seine sche Bureau meldet aus Stornoway: Der norwegische Gegner zu zahlen habe. Dampfer„Fimreite“ aus Bergen, mit 3819 Tonnen
8 Der Artikel dient offenbar nur der Stimmungsmache für die] Wasserverdrängung, ist im Atlantischen Ozean von einem englische Kriensanleihe und natürlich nebenbei der Agitation für] deutschen Unterseeboot versenkt worden. Die Besatzung
die militärische Anwerbung. Es ist aber kennzeichnend für das 20 ü i N englische Publikum, an das er sich wendet, wie dick die Farben 2 Mann wurde am Montag früh in Stornoway ge
sein müssen, um ihm noch Eindruck zu machen und wie groß der Lon do u 28;:
g g 5„28. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung * Heß, der die Bren auftr ät. i des Reuterschen Bureaus. In Grimsby landele beute die 5 Unruhen in Indien. Besatzung der norwegischen Bark„Sangedalen“, die von
* Amsterdam, 28. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Ein- einem deutschen Unterseeboot am Montag in Brand ge⸗ gegangene amerikanische Zeitungen enthalten folgende Nach- fst eckt worden war. Die Besatzung erhielt zehn Minuten icht aus Manila vom 5. Juli: Offiziere und Fahrgäste] Zeit, um das Schiff zu verlassen, und wurde dann von dem des eingelaufenen spanischen Postdampfers„Alicante“, dersschwedischen Dampfer„Loke“ aufgenommen. 5— Aden, Colombo, Ceylon und Singapore be- London, 28. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung rührte, berichten über lernste Unruhen in ganz In⸗ des Reuterschen Bureaus. Ein deutsches Unterseeboot ver⸗ dien. Mehrere Aufstände haben stattgefunden. In Co⸗[senkte am Montag in der Nordsee den schwedischen lombo sollen revoltierende Eingeborene von englischen Trup⸗[ Dampfer„Emma“ und die dän ischen Schoner pen streng bestraft sein, nachdem mehrere Engländer er-[„Maria“,„Neptunus“ und„Lena“. Die Besatzun⸗ mordet und die Läden geplündert worden waren. Das gen sind heute in Blyth gelandet.(Die Schiffe werden Bann— Kriegsrecht wurde verkündegt und die Europäer bewaffnet] ware an Bord gehabt haben.) und die 1 englischen Untertanen in die Kalmar, 28. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die schwe— Armee eingestellt. Es wurden Vorbereitungen getroffen,[dische Brigg„Fortuna“, von Halmstad nach West⸗ die weißen Frauen und Kinder nach Australien oder in die hartlepool unterwegs, ist in der Nordsee von einem deut— Heimat zu bringen. In Singapore riefen die Behörden allesschen Unterseeboot in Brand geschossen wor⸗ englischen Untertanen zwischen 20 und 30 Jahren zu denden. Die Besatzung wurde an Bord des Unterseebootes ge⸗
Waffen. Auch unter der eingeborenen Bevölkerung im nommen und sodann auf einen gekaperten norwegischen
Norden von Borneo herrscht Unruhe. Dampfer übergeführt, der nach Kuxhaven gebracht wurde.
1 9 29 anzunehmen, daß die„Fortuna“ Bannware an 2 5 or atte. 5
Gegen den Standpunkt des Präsidenten Wilson. ee 26. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des
Berlin, 29. Jull. Wie mehrere Morgenblätter melden,] Reuterschen Bureaus. Der dänische Dampfer„Elsa“ hat in bat die amerikanische Handelskammer in Berlin eine Entschließung] Tynemouth die Besatzung der norwegischen Bark„F. P Harbitz“
dngenommen, in der es heißt: Die Mitglieder der amerikanischen Prand gesteckt worden war von eitem deutschen Unterseeboot in
0 Handelskammer in Berlin gaben auf ihrer Generalversamm⸗———— g 9 lung der Ansicht Ausdruck, daß es für amerikanische Bürger un⸗ Aus Hessen.
verantwortlich unbedacht wäre, auf Schiffen kriegführender Staa⸗ Schuldentilgung bei Grundschulden während der Dauer ten zu reisen. des Krieges.
* England und Amerika. Die Abgeordneten Soherr und Genossen haben in der
5 f ich N i Zweiten Kammer folgenden Antrag gestellt: e ee dee eine Bier bz- e fe e en ar d sekretär Grey dem Staakssekretär Jansts in einem niche Antenne ber un be e auf eat dir dene be Telegramm mit, daß die englische Feten, die eine benden e—„ 1 5 2 2. J 7 1 0 auer 1 1 ken. neue, Note vorbereite, ihn ersucht, die gestern abge⸗ Weise genehmigt haben. Um aber eine möglichst gleichartige Be⸗ 50 rn 2 ff n der.* Fälle in 2 81 l N— 41 N en 1 en. le eite Kammer möge an die roßh. egterung das uchen 8 Berlin, 29. Juli. Aus Genf meldet der 4.15 Lokal-] richten, dahin zu wirken, daß für die Dauer des Krieges nach anzeiger“, die neue englische Note dersbrelh 1 Beteinbgten 9 Anträge der 9. auf Erlaß der fällig 5 Staat en ein beschleunigtes Verfahren, sowie gemein-* Wah e i en ö 0 fame Reformen der Prisengerichte. Sie enthalte 05 Steuernachlaß während des Krieges und Besteuerung der
1 5 5 15 Kriegsgewinne.
1 von dem eine Beschwichtiaung der am Baumwoll- Die Abgeordneten Dr. Schmitt, v. Brentano und . handel Interessierten erwartet werde. Genossen haben in der Zweiten Kammer folgenden Antrag . Beschießung von Reims. gestellt:
N Lyon, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.. Wir beantragen, die Zweite Kammer wolle beschließen, 3 blicgin erklärte——— auf— 2 1. 1 die Großh. Regierung zu ersuchen, die zuständigen Behörden in Algier kriegsgefangenen Deulschen genau dieselbe Behandlung] anzuweisen, bei Erledigung von Gesuchen um Steuernachlaß 1 werde, wie den Kriegsgesangenen in Frankreich.— Nach] während des Krieges weitgehendes Entgegen⸗ dem„Nouvelliste“ erzählen aus Reims eingetroffene Flüchte[ kommen zu betätigen. linge, daß die letzte Beschießung am 22. Juli nachmittags Dieselben Abgeordneten stellen ferner den Antrag, die begann und mit großer Heftigkeit den ganzen Nachmittag anhielt. Zweite Kammer wolle an die Großh. Regierung das Er⸗ An den beiden folgenden Tagen wurde die Beschießung etwas suchen richten, bei dem Bundesrat dahin zu wirken, daß
weniger heftig sortgesetz. Im ganzen wurden etwa 1000 Ablauf des Krieges von Reichs we 1 besen die Stadt 40 33. nach Ablauf ieges von Reichs wegen eine entsprechende sind Brände ausgebrochen, bie 25. K Besteuerung der Kriegsgewinne erfolgt.
Feuerwehr gelöscht werden konnten. Besonders gab es viele Brände] Reife⸗ und Abgangs⸗Prüfung der Kriegs⸗Primaner und durch Die Beschießung in der Nacht zum Freitag. Allein in f Lehrer-Seminaristen.
diesen Stunden sollen über 200 Granaten großen Kalibers auf die Die Abgeordneten Dr. Osann und Bach haben in
der Zivilbevölterung ist sehr groß.— 3 8 folgende Anfrage an die Großh. Re⸗ 3„ Wie gedenkt Großßh. Regierung die sogenannten Kriegsprimaner
und Lehrer⸗Seminaristen bezüglich der Reifeprüfung und Abgangs⸗
Der Seekrieg. 5 8 pritfung zu behandeln? Die jungen Leute, die im Herbst vorigen
1 5 5 Jahres die höheren Lehranstalten mit Reifezeugnis für Oberprima Die bisherigen Ergebnisse des U⸗Bootkrieges. g* 1— der—— e sich dem Berlin, 27. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) J Ser Hnsenten dacnb. ung gestellt baten ind mit ihrer Eltern e wies die Nachricht werbreilet dat in der f geen e eee Krane des ee eder . 5. Abgangszeugnisses noch eine Prüfung auferlegt werden soll bisherigen 22 Vochen des Unterseebootkrie⸗ ogg ihnen das Zeugnis ohne solche Prüfung erteilt wird. Das *. V englische und 95 neutrale Handelsschiffe ver⸗ preußische Kultusministerium hat in dieser Frage Zurückhaltung . enkt worden seien. Wie wir von zuständiger Stelle er⸗ gezeigt, während die süddeutschen Staaten, insbesondere Bayern, fahren, stimmen diese Zahlen nicht. Es sind vielmehr bis] von einer Prüfung absahen. Dieser Standpunkt ist nach unserer zum 25. Juli von deutschen Unterseebooten im Kriegsgebiet] Ansicht der richtige. Die Frage ist der Klärung auch für unser versenkt worden: 229 englische, 30 andere feind⸗ Großherzogtum dringend bedürftig es wird deshalb um Auskunft liche Schiffe sechs mit feindlichen verwechselte neutrale] darüber gebeten, wie sich Großch. Regierung zu dieser Angelegen⸗ Schiffe. Außer diesen neutralen Schiffen sind weitere 27 neu- heit stellt. i trale Schiffe von deutschen U Booten angehalten, untersucht, Die Mainzer Sozialdemokraten für die Politik der Reichs⸗ und wegen Führens von Bannware nach dem Prisenrecht tagsfraktion. versenkt worden, da sie nicht eingebracht werden konnten. Mainz, 28 Juli.(Priv.⸗Tel.) Eine stark besuchte so⸗ Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß außerdemszialdemokratische Versammlung nahm nach, drei neutrale Schiffe von deutschen Unterseebooten infolgef einem Vortrag des Reichstagsabgeordneten Dr. David von Verwechselung angeschossen wurden, aber nicht ver⸗ eine Entschließung an, in welcher aufs schärfste das partei⸗
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senkt sind. 8 e Treiben der. ver⸗ . 2 8 a 5 urteilt und die Haltung der Mehrheit sozialdemokra⸗ 2 London, 28. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Dailystischen Reichstagsfraktion gebilligt wurde. Ferner wurde
t Mail“ betont, daß das Unterseeboot, welches die„Lee die Erwartung ausgesprochen, daß die Partei unerschütter⸗ lana w“ torpedierte, das Schiff angerufen, gewarnt und lich beharrt auf einer Politik, die allein geeignet ist, der Mannschaft reichlich Zeit gelassen hat, in die Boote zu Deutschland einen ehrenvollen und dauernden gehen und einen Teil der Habseligleiten mitzunehmen. Frieden zu sichern.
11.
erwarten unsere Angehörigen den regelmäßigen eingang des heimat⸗
blattes. um eint unterbrechung in der Zustellung zu vermeiden, wolle man
den feldpost⸗Beaug
d. Hleßener Anzeigers j. monat August 5
schon jetzt erneuern
Allc rostamter nehmen die Bestellung cuigegen. der monatliche Bezug be⸗ trägt Mk. 1.07 einschließ uch der um⸗ schlag/ebühr. Außerdem vermittelt die Bestellungen wie bisher auch die
Geschäftsstelle des bießener Anzeigers
Aus Stadt und Cand. Gießen, 29. Juli 1915. Amtliche an In den Ruhe⸗
stand versetzt wurde am 21. Juli d. J. der Lehrer
Fertig zu Viernheim, Kreis Heppenheim, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wir⸗ kung vom 1. August 1915 an.— Die Großherzogin hat am 28. Juli d. J. den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Vilbel Karl Schnittspahn zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß-Umstadt, den Gerichtsassessor Dr. Fritz Schneider in Mainz(zurzeit im Feld) zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Worms und den Gerichtsassessor August Seibert in Mainz zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Vilbel ernannt.
* Zum Leutnant der Landwehr ersten Auf⸗ gebots wurde befördert: Offizier-Stellvertreter Fuhr aus Gießen, zurzeit beim Landsturm-⸗Inf.⸗Batl. Weilburg.
Gauvorturnerstunde des Gaues Hessen. Am 25. d. M. fand für die Turnvereine des Gaues Hessen die diesjährige Gauvorturnerstunde in der Turn⸗ halle des M-T.-V. in Gießen statt. Gauturnwart Will übermittelte den Versammelten zunächst Grüße und Wünsche einer Anzahl im Felde stehender in Turnkreisen wohl⸗ bekannter Herren, sprach dann in einer von inniger Vater⸗ landsliebe getragenen Ansprache von den Leistungen, Pflich⸗ ten und Aufgaben, welche die Deutsche Turnerschaft in unserer jetzigen großen Zeit zu erfüllen hat, und gedachte schließlich der vielen tapferen Turngenossen des Gaues, die freudi⸗ für Deutschlands Ehre ihr Leben draußen vor dem Fei einsetzen.— Von 9 bis 1 Uhr wurde dann der e, Turnplan durchgeturnt. Er nimmt, den Zeitverhältnissen entsprechend, ausgiebig unh en auf die militärische Vor⸗ bereitung unserer Jugend und auf das Militärturnen. Auch legt er besonderen Wert auf das angewandte Turnen, z. B. Hindernislaufen, Springen mit Belastung der Arme usw. und auf das Gewehrfechten. Obwohl letzteres schon vor dem Kriege in manchen Vereinen betrieben wurde, so ist es doch erst durch den vorjährigen Turnplan mehr in Aufnahme gekommen, und es wird künftighin— auch nach dem Kriege— ein dauernder Bestandteil unseres Vereins⸗ turnens bleiben. Zur Orientierung für die Turnwarte fahl Herr Will das Heftchen: Müller, Der Fechtlehrer.— An das auf das Turnen folgende gemeinschaftliche Mittag⸗ essen schloß sich unter dem Vorsitz des Gauturnwarts Will eine Besprechung an, die sich in der tsache auf das diesjährige„Kr 1 des Gaues bezog. Dasselbe soll am 5. September d. I. auf dem Schiffenberg bei Gießen stattfinden. Nach Eingang der Frühzüge an dem genannten Tage in Gießen ordnen sich die Teilnehmer an dem Turnen zu einem gemeinschaftlichen Zug und mar⸗ schieren geschlossen auf den Schiffenberg. Von einer beson⸗ deren Festlichkeit wird diesmal abgesehen, da jetzt nicht die Zeit ist, Feste 55 feiern; sondern es soll jetzt unsere Jugend mehr denn je durch ernstes, Nerven und Sehnen stärkendes Turnen zu körperlich und sittlich hochstehenden Menschen herangezogen werden. Nach Beendigung des Turnens geht es wieder geschlossen nach Gießen zurück, woselbst am Jahn⸗ stein eine patriotische Feier als würdiger Schluß in Aussicht genommen ist. 5 1
“ Landesverband der ausbesitzer⸗ vereine in Hessen. Die Vorstände der Hausbesitzer⸗ vereine im Großherzogtum Hessen hielten am 25. d. Mts. in Frankfurt a. M. eine Sitzung ab. Es waren vertreten Mai nz durch die Herren Grünwald und Geschäftsführer Wirth, Darmstadt durch Herrn v. Hessert, Offenbach a. M. durch die Herren Kahser, Nagel und Dr. Neubrunner, Worms durch Herrn Lothar Wolf, Gießen durch Herrn Inderthal, Mainz⸗Mom bach durch Herrn Lauzi und Mainz Kosthe im durch Herrn Hoch. Den Vorsitz führte Herr Grünwald, der gleichzeitig auch Mitglied des Vorstandes des Zentralverbandes deutscher Haus⸗ und Grundbesitzer ist. Er erstattete zunächst ausführlichen Be⸗ richt über die am 30. Mai 1915 in Berlin stattgefundene Vorstandssitzung und besprach auch die Tagesordnung der am 8. und 9. August 1915 in Halberstadt stattfindenden „erweiterten Kriegs-Vorstandssitzung des Zentral⸗ verbandes“. Hierzu wurde beschlossen, daß Herr Grünwald an 9 5 den Landesverband ĩHessen teilnehmen soll. Den Vorständen der hessischen Na wurde außerdem empfohlen, mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der zur Verhandlung stehenden Fragen, auch ihrerseits unter allen Umständen Vertreter nach Halberstadt zu entsenden. 5 Die Vereine Mainz, Darmstadt, Offenbach a. M., Worms und Gießen werden dies voraussichtlich auch sicher tun.— Im übrigen standen u. a. noch folgende Punkte zur Tages⸗ ordnung: 1. Herbeiführung der Besteuerung nach dem Er⸗ trag. 2. Herabsetzung des Umsatz- und Hypothekenstempels. Herr v. Hessert, Darmstadt, stellte noch in der Sitzung den Antrag:„Die Regierung zu ersuchen, durch ihren Ver⸗ treter bei dem Bundesrat dahin zu* daß währ
des Krieges die Darlehenskassen auf ein 1
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