22 ä ö lagern den, sondern nur N ind den angewiesenen Ortschaften zu en, und daher ihr Postverkehr den allgemeinen Bestim⸗ mungen zu unterwerfen ist. Hiernach können aus Deutschland endende an diese Personen fortan nicht mehr unmittel- bar nach Art der Kriegsgefangenensendungen, sondern nur noch durch MWittelspersonen(Rotes Kreuz usw.) auf dem Umwege über das neutrale Ausland verschickt werden, wobei es noch zweifelhaft ist, ob die Sendungen die Adressa— ten erreichen werden. Landkreis Gießen. tergebracht 3— best 80 9—.— un en ver iegern befindet sich auch eine größere Anzahl solcher Mannschaften, die dem Res.⸗Inf.⸗Regt. 222 zu⸗ 1— waren. In ihrer Mitte wurde der Gedanke rege, den im mpfe fürs Vaterland gefallenen Kameraden in liebevollem An⸗ gedenken ein, wenn auch schlichtes, einfaches Denkmal zu er⸗ richten. Die Anregung fiel auf fruchtbaren Boden, und so ist der Denkstein unter sachverständiger Leitung des Herrn Dries und unter Mithilfe seiner Kameraden schon so weit seiner Vollen⸗ dung entgegengeführt, daß voraussichtlich kommenden Sonntag seine Einweihung stattfinden kann.
Göbelnrod, 27. Juli. Nach fast elfmonatiger Gefangenschaft lehrte ein Sohn unserer Gemeinde, Sanitäts- sergant K. Erb, der in einem südfranzösischen Gefangen⸗ lager interniert war, vorige Woche in seine Heimat zurück. — Am letzten Sonntag fand eine Ged ächtnis feier für die aus den Filialen Göbelnrod und Reinhardshain ge- fallenen Söhne der betr. Gemeinden auf dem Wirberg statt. Dieselbe war sehr zahlreich besucht, und auch die Kriegervereine ehrten die tapferen Helden durch ihre An⸗ wesenheit. Der Ortsgeistliche hielt eine schöne zu Herzen
ehende Ansprache, die auf alle Anwesenden einen tiefen indruck machte.
J. Bersrod, 26. Juli. Heute Karl Hammel die traurige Kunde, daß non auch ihr dritter Sohn, nachdem schon zwei in Frankreich gefallen waren, bei den letzten Kämpfen in Polen als Pionier den Heldentod erlitt.— Ein Enkel, der als Verwundeter bei der Familie zu Besuch ist, zog sich heute beim Ausgleiten an einer Böschung im Felde einen schweren Beinbruch zu. 5
Kreis Büdingen.
Nidda, 26. Juli. Vor einigen Tagen brachte eine Kuh des hiesigen Landwirts K. Blöcher drei lebendo Kälber zur Welt. Dieselben sind gesund, von mittlerer Größe, und gedeihen recht schön.— Sehr günstig sind in hiesiger Gegend die Aussichten für die Apfelernte. Fast alle Apfelbäume sind so stark mit Früchten behangen, daß sie tüchtig gestützt werden mußten. Die Stadt kann bon ihren großen Anlagen einen bedeutenden Erlös erhoffen.
J Heuchelhei
erhielt die Familie Friedrich
nach 3 wohl im Be
0 dergl. beließen die Finthener nur den allernötigsten Raum. Gegenwärtig reifen auf den tausenden
deren Ert 7 sind die Na Die hessischen Rheinufer⸗ bügel, die ehe dürften in wenigen Jahren nur noch ein einziges Meer von Obstbäumen sein.
Hessen-Nassau. a
b. Biedenkopf, 26. Juli. In der Hauptversamm⸗ lung unserer Spar und Leihkasse wurden u. a. 500 Mark dem Zweigverein vom Roten Kreuz über⸗ wiesen, wovon die Hälfte zur Mineralwasserversor ung der führen zu verwenden und an die zuständige Stelle abzu⸗ ühren ist.*
h. Frankfurt a. M., 26. Juli. Der Z1ljährige Mus- letier Emil lag aus Kirchheimbolanden wurde hier wegen Fahnenflucht, Betrugs und Unterschlagung von mehr als 100 Fahrrädern verhaftet. Seit seiner Fahnenflucht im Oktober 1914 trieb er sich als Unteroffizier, mit dem Eisernen Kreuz geschmückt, in Kassel, Gießen, Hannover, Koblenz, Darmstadt, Wiesbaden, Heidelberg usw. unter stets wechselndem Namen herum und„lieh“ sich hier von Militärpersonen Fahrräder, die er dann 22 verkaufte. Auch in vielen Fahrradgeschäften erschwindelte er sch zahlreiche Räder. Gestern abend wurde Klag, der hier im Bahnhofsviertel wohnte, von einem Betrogenen wiedererkannt und auf dessen Veranlassung verhaftet.
b. Frankfurt a. M., 2). Juli. Wenn Frankfurts Ent⸗ wicklung in ähnlichem Maße weitergeht wie sonst, so sind im Jahre 1920 die großen Wasserwerke nicht mehr in der Lage, dis für die Stadt erforderliche Wassermenge zu decken. Um zu diesem Zeitpunkte weiteres treffliches Grundwasser zu beschaffen, hat die Wassexwerksdirektion, wie man uns schreibt, einen neuen, sehr interessanten Weg beschritten. Frankfurt ist im Besitz des großen Stadtwaldes, dessen Untergrund aus reinem San d besteht. Der städtische Baurat Scheelhaase kam nun auf den Gedanken, das Grundwasser des Stadtwaldes künstlich zu 0 ren und hat in dieser Richtung bereits sehr wichtige Versu gemacht Beim Pumpwerk Forsthaus wurden jeden Tag 500 Kubik⸗ meter Mainwasser, das vorher durch Sandfilter gereinigt war, versickert. Das Wasser durchfließt zunächst in senkrechter Richtung eine 14 Meter lange Sandschicht, vereinigt sich dann mit dem Grundwasser und läuft nun in wagerechter Richtung dem Pumpwerk zu. Das Wasser ist jetzt bereits bakterienfrei. Bei seinem wagerechten Weg bis zum Pumpwerk braucht das Wafser neun Monate. Es ist auf diesem Wege mit so gewaltigen Sandmassen in Berührung gekommen, daß ihm alle organischen Substanzen, die Farbe, der Geruch und Geschmack, entzogen wurden. Das ehe⸗ malige, von Bakterien und schlechten Substanzen erfüllte Main⸗ wasser ist also nach dieser langmonatlichen Wanderung dem Grund⸗ wasser des Waldes völlig gleich geworden. Für seine Verdienste um diese Frage, die ja auch für die breiteste Oeffentlichkeit das aller⸗ größte Interesse beansprucht, ist Baurat Scheel haase von der Tech⸗ nischen Hochschule in Stuttgart zum Dr,. ing. honoris causa er⸗ nannt worden. Die Versuche dieser künstlichen Grundwassererzeu⸗ bei 4000 Kubikmeter täglicher Versickerung
befindlichen Aktien der Gesellschaft beschlo alleinige Eigentümerin Groß⸗Steinheim in Die Hanauer elektri Straßenbahn-Aktien⸗ (430 000 Olk. Aktien
Hälfte im Besitze der Bau- „ b. O., Wiesbaden, und einer 1 a Juli 1908 eröffnet worden. ersten, 92 2 ist eine Dwidende von 4 Proz. zur Ver⸗
gekommen, in den folgenden Jahren dagegen mußte von 1 ausschüttung Ab and genommen werden.
85
— Be-
triebslesteri
baden, die auch Bad
Quellenschutzgesetzes hat das
die Bahn erbaut
brunnen, Stahlbrunnen,
und ein erheblicher Teil der des Stadtteils Kirdorf. n. Weilburg, 26. Juli
Nassau das Ritterkreu
Kaiserin-Auguste⸗Viktoria-Quelle. sind eingeschlossen fast die ganze
meister a. D. Leutnant W. Kr herzogin Marie Adelheid von Lu
hat. Oberbergamt zu
folgende im Eigentum der Stadtgemeinde stehen einen Schutzbezirk gebildet: brunnen, Ludwigsbrunnen, L
Gem
Dem Gendarmerieoberwacht— von der Groß- xemburg, Herzogin zu 5 2. Kl. des Nassauischen Mili⸗ tür und Zivil- Verdienstordens Adolfs von Nassau verliehen.
ü ger wurde
der Bahn ist die G. m. b. H. Hecker& Co. in Wies⸗ Homburg v. d. H., 26. Juli. Auf Grund des
Bonn für de Quellen
Elisabethenbrunnen, Kaiser⸗ andgrafenbrunnen, Louisen⸗ Soolfsprudel, Neue Quelle und In diesen Schutzbezirk Gemarkung Gonzenheim arkungen Homburg und
Flugzeuge, die
schiffahrt dem Belohnung für eine wichtige licht, das Schwanken der Flu heizt, hat d seit Ausbruch des Krie
Flugzeug mitgefä es zum Angriff, zu benutzen. mit ihrer Hilse seine auf den Sit zu st überhaupt alle Bewegungen mit kundung vor, so wirdzer durch achtungen niederzuschreibeßß, Maschine herauszubeugen, ganze Aufmerksamkeit den
behält. angeblich noch nicht erschöpst.
mehr, wo oben und wo unten keit der Maschine zur Sicherheit Kreise herumzusahren, ohne es zu Wenn nun seine Lage beim zontal war, so wird ihm der während seiner Fahrt durch die sie wird ihn dadurch gleichzeiti Kreise zu bewegen, oder in Wind plöglich umspringt. Apparat endlich auch keiten erweisen. Vor Ausbruch
ob er sich genau über seinem
Tuftschiffahrt.
als wenn er einen Beobachter bei sich hätte. ü en Stand gesetzt, Beob-
tümlichkeit der Flugbussole kann ihn serner dazu
Ziele befand. jedes Schwantens soll nun auch ein sicheres
nicht schwanken.
zur Vert
derselben Sicherheit Nimmt sie in d
ryansche
aufrecht erhalten.
merken, da er bestän
Bryansche Apparat Wolken annähernd i
Vor einigen Tagen hat die englische Gesellschast für Lust⸗ Prosessor G. H. Bryan eine goldene Erfindung überreicht,
gzeuge gänzlich abzustellen. iese Erfindung den englischen und fra
Medaille zur die es ermög-
Wie es
nzösischen Fliegern ges ausgezeichnete Dienste geleistet. laubt jedem Flugzeugführer, auch ohne Begleiter, das auf dem hrte Maschinengewehr, sei es Der Flugzeugführer vermag serner Füße auf der Lenkstange zu lassen oder sich ellen, um bequemer zu zielen und schießen und
Sie er⸗
eidigung, sei
auszuführen, er eine Er;
arten aufzunehmen, sich aus der um Photographien zu machen, oder seine ihm Zukomenden drahtlosen Signalen zuzuwenden, da er ja jederzelt den freien Gebrauch seiner Glieder Damit ist aber die Wichtigkeit der B Wenn der Flieger in die Wolken schicht eindringt, verliert er leicht die Orientierung, er sieht nicht ist, und doch muß er die Schnellig-
n Erfindung
Eine Eigen-
verleiten, im
dig auf den
Höhenmesser sehen muß, um sicher zu sein, nicht allzu tief zu fallen. Eindringen in die Wolkenschicht hori-
gestatten, sie unezuhalten,
vor der Gefahr bewahren, sich im eine Schicht herabzugleiten, in der der
Als wichtig soll sich der Bryansche beim Bombardement bestimmter Oertlich— des Krieges wurden nur wenige Treffer erzielt, weil der Flieger damals nur schwer seststellen konnte, Die Verhinderung Zielen gestatten.
vermi
dampsers„CEastland“
Nach Wlättermeldun, sonen, die sich auf dem rettet worden;
Grund der von den Behörden
schtes. 2
. 1810 sind umgekommen. 885 Leichname geborgen worden, zumeist Frauen und Kinder. Auf
eingeleiteten Unter
20 Verbastungen vorgenommen worden.
Zum Untergang des Dampfers„Eastland“. London, 26. Juli.(W. T. B. meldet: Die Zahl der Todesopser des Ch ist auf 1300 gestiege gen aus Chicago sind von den 2572 Per- Dampfer„Castland“ besanden, 762 ge-
ichtamtlich.) Lloyds Agentur icagoer Vergnügungs⸗
Bisher sind uchung sind
(Für
übernimmt die Redaktion dem Sorgt für magerem Land,
zur Samen
noch nie dagewesene hohe Kleesan
Eingesandt. i Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel
Publikum gegenüb
Verantwortung.)
Kleesamen.
denpreise bekommen.
er keinerlei
Der zweite Kleeschnitt, besonders aus schlechtem und zeigt einen vorzüglichen Samenbestaud. Es dürste sich trog dem Juttermangel sehr empfehlen, diesen Klee gewinnung zu schneiden, da wir auch voraus sichtlich
EI —*
27. Juli. Mar
Gießen, 16—00 Pfg., 2 Stück 00 Pfennig 2 St. Pig.: Gänseeier 1 St. das Stück 7—8 Pfg., Käsematte
das Stück 1,00 2,50 Me, Welsche 4—5 Mk.: Ochsenfleisch
20—30 Pfg.:
15 Pfg.; Wirsing 10— 25 Pfg., das Pfd. 35—40 50—60 Pfg. der Liter, 60 Pfg. das Pfd.: Marktzeit von 7 bis 1 Uhr.
le. Frankfurt a. M. Auftrieb: Rinder 1927
Tendenz: Rinder, Schweine flol drückt, wird alles geräumt.
Vollfleischige Schweine unter 80 . Vollfleischige Schweine von 100 120 kg Lebendgewicht 1 Vollfleischige Schweine von 120 150 kg Lebendgewicht
—
gesunde Ware 60-62 Mk. mittel bei guter Nachfrage
Wochenmarkte lostete: Butter das Pid. 1.80
Gurken große 15—25,
Muüͤrtte.
ktbericht.
Enteneier 1 Stück 0-0 Pig.
Auf dent heutigen 1,75, Hühner eier das St.
0 Pfennia,
2 St. 00 Pig. Käse
2 Stück 6—0 Pfg.: Tauben das
Stück 2,50
Kartoffeln 1 Aepfel
Weißtraut
Koyss
kleine 3—6
55, Kühe
t, Kälber ge- Preise
Paar 1,00—1,40 Mk., Hühner das Stück 1,00—2,00 Mt., Hahnen Enten das das Piund Mk. 1,12—1,24, Rind- lleisch das Pfund 112—116 Pig, Kuhfleisch 00—00 Pfg., Schweine⸗ fleisch das Pfd. 1,50— 1,60 Mt., Kalb Hammelfleisch das Pfd. 96—110 Pfg.; bis 19 Mk., Milch das Liter 24 Pfg.; Nüsse 100 Stück 60 Pfg.;
Pfennig, Zwiebeln der Zentner 2800 Mk.: Bohnen 20—25 Pfg. das Pfd.; Erbsen Pfg.; Heidelbeeren 1 Liter 40—50 Pfg., Himbeeren Pflaumen 25—00 Pig. das Pfd., Mirabellen
3,00 Mk.,
fleisch das Pid. 100— 104 Pfg.,
00 Kilo 18 das Pfund 20 und 30 alat 10 bis
Pfennig.—
Viehhofmarktbericht vom 26. Juli. (Ochsen 242, Bullen 1630), Kälber 415, Schafe 33, Schweine 935.
und Färsen sür 100 Pfd.
Lebend Schlacht ⸗
kg
Ochsen. gewicht
Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht Mk.
% rn Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere
. 112—120 Mäßig genährte* 177 gut genährte ältere 55— 102-110
ullen. Vollfleischige, aus gewachsene, höchsten Schlachtwb. 62—65 108—112 Vollfleischige, jan dere„ 98—10⁵ Färsen, Kühe.
Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. 65—69 120-128 Vollfleischige ausgem. Kühe höchsten Schlacht.
. 0 118-120 Wenig gut entwickelte Färsen 4855 92—106 Aeltere ausgemästete Kühe 417586 67104 Mäßig genährte Kühe und Färsen.. 38—44 76—88 Gering genährte Kühe 17 Färsen 64—80
e r. % ˙ w ˙ 96—103 Plittlere Mast- und beste Saugkälber„ 3357 90-97 Geringere Mast- und gute Saugkälber... 48—52 81—88 Schafe. Weidemastschafe:
Mastlämmer und Masthammel.. 58-00 125—00 voufenchl—*
oll fle e Schweine von 1
100 kg Kbendgewicht 5 8 120.0012500 150.00 155.00
.. 115.00 122.50 142 150.00
bis
20.00-12.00 150.00— 155.00
bis
ie. Frankfurt a. M., 26. Juli. Frucht markt. See hält an bei nicht großem Geschäst. Mais ist knapp, Gerste(rumänische) 70—72 Mk. Futter⸗ und geringem Angebot sest. Beschlag⸗
: 120.00.-125.00 150.00— 155.00
Die feste
— würdigem Heldenmut
nabmesreie Biertreber 43.00— 44.00 Mk., Kokoskuchen 62—64 Mk., Leinkuchen 67-69 Mk., ausländische Kleie 50.00—5 1.00 Mk.— Kartoffelmarkt. In Waggonladung 16.50—17.00 Mk.
eh. Nieder⸗Zugelheim, 26. Juli. Stachelbeeren 15 Mk., Reine⸗ klauden 23—25 Mk., Mirabellen 35 Mk., Frühbirnen 1820 Mk., Frühäpfel 20 Mt., Frühzwetschen 24 Mk., Pflaumen 23—26 Mk. der Zentner.
ch. Heidesheim, 26. Juli. Buschbohnen 15—20 Mk., Stangen⸗ bohnen 25-30 Mk., Johannisbeeren 15—17 Mk., Stachelbeeren 15—20 Mk., Himbeeren 30—00 Mk., Frühbirnen 15—24 Mk., Aprikosen 35—38 Mk., Pfirsiche 40—50 Mk., Pflaumen 25—27 Mk., Mirabellen 27—00 Mk., Sommeräpfel 23—00 Mk. der Zentner. ——————-—-—
Die Marltpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 26. Juli 1915.
Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen 50 Kg. Sachlachaewic, Kg. 116—124 Pf. 102—138 Mk.
Jalber., g. Schlachtgw. 81.103 5.,. 100-104
Dee eee Dre
0 elreidepreise in Ma nn he im Brotpreise in Gießen:
Weizen 100 Kg. 29.70 MTT.
Weißbrot 2 Kg.— Pra, Roggen 100 Ka. 25.70 Mk. Schwarzbrot 2 Kg. 71 Pig.
Wetteraussichten in Hessen am Miltwoch, den 28. Juli 1915 Unbeständig, zeitweise Regenfälle, lühl, südwestliche Winde.
Letzte Nachrichten.
* 25
Die Schlachten im Osten. l
K. k. Kriegspressequartier, 27. Juli. Dest⸗ lich Warschau ist ein weiteres Nachlassen der russischen Widerstandskraft zu verzeichnen. An der Zlota-Lipa ist 1 vollständige Ruhe eingetreten. Am Dujestr dauern die Plänleleien der vorgeschobenen Abteilungen an. Rechts des a
Bug erstürmten die Verbündeten einen Stützpunkt, um bessere Ausgleichung und Ausgestaltung ihrer Frontstellun⸗ gen zu ermöglichen. Zwischen Bug und Weichsel ist es nicht zu größeren Alkionen gekommen. Selbst die sehr hef⸗ tigen Gegenstöße gegen unsere Westfront vor Iwangorod
sind jetzt erlahmt. f Die Isonzoschlacht.
Wien, 27. Juli. Das Ringen um die Isonzolinie dauert mit erneuter Heftigkeit num schon eine Woche an, aber noch immer ist eine Entscheidung nicht abzusehen. Auch in der dritten 4 Ffonzoschlacht richtet sich der Hauptsturm der Italiener gegen das 5 Plateau von Doberdo, das der Feind mit seinem Artillerie- seuer überschüttet. Drei Tage brüllten hier die Geschütze nahezu ununterbrochen und nach einer Pause von wenigen Stunden hat gestern das furchtbare Feuer wieder eingesetzt. Mit bewunderungs⸗ halten aber die Truppen, die sich nahezu aus allen Völkern der Monarchie zusammensetzen, stand, und selbst wennoes dem Feinde gelingt, in die eine oder andere Ste N vorübergehend einzudringen, erfreut er sich nicht lange dieses Erfolges. Der zweite Stoß der Italiener richtet sich gegen Görz, um das sich immer neue heftige Kämpfe entwickeln, so daß der Feind nach Aussage von Gefangenen bisher schon schwere Verluste erlitten hat. Insbesondere ein italienisches Armeekorps hat bei diesen Kämpfen nahezu ein Drittel seines Bestandes eingebüßt. 1
Feindliches Lob der deutschen Verwaltung in Polen. a
Zürich, 27. Juli. Nach einem Bericht aus dem Großen russischen Hauptquartier im„Pariser Journal“ wird der deutschen Verwaltung in Polen ein Loblied gesungen. Die Ge⸗ meindeverwaltungen seien überall reformiert worden. Die hygie⸗ nischen Bedingungen seien verbessert, neue Wege seien angelegt, so besonders in Kalisch, Plozk und Lodz und anderen Orten. Mart müsse, sagt das Blatt, wirklich mit Staunen erkennen, daß die Deutschen hier wieder den Beweis ihrer Voraussicht und ihres 05 methodischen Geistes geliefert haben, um aus dem eroberten Lande auch entsprechende Werte zu ziehen. Der Bericht bringt weiteren Artikel, der in dem Rufe nach Munition gipfelt. Man wirft England und Frankreich vor, daß sie schon allzu lange Rußland nicht mit genügender Munition versorgt hätten.
Ruͤumung von Durazzo durch die Serben?
Rotterdam, 27. Juli. Ter„Matin“ meldet aus Rom, daß auf Weisung Italiens die Serben die Stadt Durazzo, die sie angeblich infolge eines dort ausgebrochenen A uff sta ndes besetzt hatten, jetzt wieder geräumt haben. Sie haben aber alle strategisch wichtigen Punkte in der Umgebung der Stadt besetzt.
Die Montenegriner in Albanien. Wien, 27. Juli. Aus Saloniki wird gemeldet: Bei Fialova haben 4000 Albaner die Montenegriner An gegriffen, und mehrere 1000 Mann sind gefallen. Am Skutarisee wurde ein montenegrinisches, mit Munition und Pro⸗ viant beladenes Schiff von den Albanern in Grund gebohrt. An anderen Orten haben die Serben 1 0 schwere Verluste erlitten. So sollen bei Kukul 1000, bei Tirana 9 2000 Serben gefallen sein.* Das neutrale Rumänien.
Köln, 27. Juli. Laut dem„Corriere della Sera“ sind die 9 der Zentralmächte um Rumänien da⸗ mit zu Ende gekommen, daß die Bularester Regierung nach Wien und Berlin geantwortet habe, Rumänien sei ge⸗ willt, seine Neutralität beizubehalten.
Italien und die Türkei. 1
Wien, 27. Juli. Aus Mailand melden die Blätter, daß die dortigen Banken sich weigern, türkische Anweisungen auszuzahlen oder türkische Schecks einzulösen.
Die Engländer in Italien. 5 Köln, 27. Juli. Der„Kölnischen Zeitung“ wird aus Zürich mitgeteilt, daß mehrfach englische Familien, die bisher in Florenz und anderen italienischen Orten ihren ständigen Wohn⸗ sitz hatten, nach der Schweiz übergesiedelt sind. Auf Befragen, warum sie Italien verlassen hätten, antworteten sie! Falls der 1 Krieg für Italien nicht siegreich() enden würde, würden ernsnm Unruhen nicht ausbleiben. Dann würden die Engländer für alles verantwortlich gemacht⸗werden. Sie hätten sich in Italien, seitdem es in den Krieg eingetreten sei, nicht mehr sicher gefühlt. Englische Uebergriffe.. Kopenhagen, 27. Juli. Der dänische Uebersee⸗ dampfer„United States“ ist auf der Reise von Stockholm nach Kopenhagen von englischen Schiffen an gehalten und zur Untersuchung nach Kirkwall gebracht worden. An Bord sollen sich gegen 100, von Tsingtau heimkehrende Deutsche, namentlich Frauen und Kinder, befinden.
Die Nähstuben des Roten Kreuzes
in der alten Klinik sind während des Monats August geschlossen. Die Ausgabe von Näh⸗ arbeiten an die seither schon beschäftigten Heim⸗ arbeiterinnen erfolgt am 9. und 23. August in den festgesetzten Stunden. 6193 D
5 5 1 1
Die vorsitzende des Alice⸗Frauenvereins 8 Frau Gebhardt. 8 N* 3
3


