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De, Stetzener Familienbldtter · werden dem
Die„erweiterte Brückenkopfstellung von Warschau“ ten verstärkt worden, was man eben so vor den Erfah r deutsche Ceneralstabiperichl die Linie Elonte, rungen dieses großen Krieges„bombonsicher“ nannte. und Gora—Kalwarja. Man Lönnte sie auch den Wir wissen nicht, wie den russischen Heerführern zu 8 Weichsel. n der polnischen 5 Der zweite und äußerste Fortgürtel umfaßt auf dem linken] Weichse front, mit einen hwesterfestungen halten sollen. lungsweise an die Arbeiter gewährt Weichsel, also auf der Seite des voraussichtlichen Ohne den Besitz sämtlicher geng Punkte ist ein de der deutschen Heere elf Forts, nämlich im Bogen dieser Stellung vollständig ausgeschlossen. st die Weichse von Norden nach Süden aufgezählt, Biélony, Wawrzyszew,— die ee* 1— dann fäll
S. i S. ich zusa
Groty, Odolany, Solipsy, Okecie, Zbarz, Stuzew, geschieht das, was die ru
nennt der dritten und b d Arn
O Kroli
een ale mit Alusnabme bes Sonntags. G 2 „Areiger“ viermal öch lich bei l 1 d le ener N „Areisblatt für 5 8 8 wöchentlich.
Die„Candwirtschaftlichen deit⸗
105. Jahrgang
Die beiden südli
warschau und seine Schwesterfestungen.[sse en
außersten Festungsgürtel von Warschau nennen.] mute ist, die jetzt
und Sierkierki. Der erste, innere Fortgürtel
besteht aus den vier Werken Gorze, Erzanow, Ochata, Rako⸗][ Regierung schon
0 teidigungsfront wird in die wice. Auf dem rechten Ufer der Weichsel, vor der Vor tadt* 1 f tolenka, 3 towsk oberer Bug zurückverle
Praga, liegen die vier gürtelwerke Bia Brückenschutz an dem wichtigen Abschnitte, der die Gren
g(zwischen beiden letzteren die Petersburger Bahn!) linie zwischen den Fadelle e 2 Dateien darstellt, und die Beherrscherin der Eisenbahnkinie einberufene Arbeiter und Ausheteasg⸗ erhalten die Teuerungs⸗ Bedeutung fehlt. Der Ausbau der Zwischenfelder] Warschau. Moska
Targowek und Goc
alte täris
am linken 5 ist nach den 1908 bekannt gewordenen[alten Reichsstraße
vervol
ibi Befestigungen noch weiter hinausgeschoben, don einem eigentli
um die Ver 1 mündung des Bug in den Narew) herzustellen. Der gesamte] beralteten Befestigungen zu nahe an 21— 415 einen 2 4 50 Kilometer haben, 8 855 o eutend weniger als z. B. von Antwerpen. l Im Norden der Festung Warschau legt betannelch n- el ee die starke Vorfestung Nowogeorgijews 5 d Rei N
mündung des Rarew-Bug in die Weichsele Sie soll die beiden Aus dem Reiche. Bug führenden Brücken, hiervon eine Eisenbahn⸗] Spaltung in der württembergischen Sozialdemokratie.
auch in Bre
— wenn Warschau und seine Flügelpunkte gefallen sind
Zwischenfelder durch bombensichere Bau
im Jahre 1910 rieten: Rußlands Ver
Werke waren schon vor Kriegsbeginn
zeiger
1 General⸗Anzeiger für Oberhessen
Freitag, 25. Juli 1015
Rotationsdruck und Verlag der Brü hl'schen Universitäts- Buch- und Steindruckerel. R. Lange, Gießen.
Schristleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schul ⸗
straße 7. Geschästsstelle u. Verlag: S851, Schrist⸗
leitung: S112. Adresse für Drahtnachrichten: f Anzeiger Gießen. 0
schlossen habe, daß
Seite eine Zulage
unten Punkte ist ein Halten] als ein Jahr im Dienst der Stadt stehen, und deren Einkommen 11600 Mk. nicht übersteigt. Verheiratete ohne Kinder sollen monat⸗ lich 4 Mk., solche mit 1 Kind 5 Mk, mit 2— 6 Mk., mit 3= 7 ME, men. Dann—. 8 5 mer.* er halten. ischen Festungsfachleute ihrer Verwitwete sollen den Verheirateten gleichstehen. Es kommen nur ssishen Jestungsfach*** dem Hausstande angehörige Kinder unter 15 2 in Betracht. Linie Biolostok.—Brest-—Li⸗ fired, Arbeit gt. Brest—Litowsk ist der
Unterhalt von Ve
polnischen und eigentlich russischen Lan- Voraussetzungen w
u sowie der in gleicher Richtung führenden] zulage nicht. Auf
schen besest So 2 bei verschiedenen anderen russi— kändigt e. en befestigten Plätzen kann aber auch hier kaum mehr Fändigt worden Am linken Ufer hat man 5 N chen Brückenschutz gesprochen werden, denn indung mit Segrsch und Serozk(an der Ein“ der neuzeitlichen Artilleriewirkung n 25 15 versorgung sicher z en.—
0 daß der Lebensmittelausschuß dieser Frage bereits mit der wün⸗ schenswerten Energie näher getreten sei. bezeichnete die Teuerungszulagen an die Wenn man sie nicht erhöhen wolle, solle n
st.—Litowsk kein Halten der erschütterten
„
an der Ein⸗
brücke, schüten. Die alte Napoleon-Zitadelle von Nowo⸗ Stuttgart gijewsk(Napoleon I. hat im Fahre 1807 diesen Flügel⸗[Sitzung machte d
N nkt bauen lassen) am rechten Weichselufer ist gerade] einem dem Präsidium der Kammer gegenitber der Narew⸗Bug⸗Mündung gelegen, während zum] ben die 11535. Engelhardt, 1 er
en Schutz der beiden Brücken eine 8 meyer aus
1 1 sozialdemokratischen dient, die auf der vom Narew-Bug und der Weichsel gebils[aus geschieden seien und eine Mit
——
„ 22. Juli. Am Schlusse der heutigen
i lagen mit rückwirkender Kraft um ein Vierteljahr festsetzen. 9 Vorsitzende wies darauf hin, daß man anderwärts auch keine höhe⸗
ren Sätze festgesetzt habe; im übrigen sei ohnedies s wand von 10000 Ma
Bitte des Stadtv.
er Präsident die Mitteilung, daß nach nahmen zu haben,
zugegangenen Schrei-
Fraktion des Hauses gliedsvereinigung ge⸗
deten Landzunge bei Nowydwor e ist. Mitte der mäß der Geschäftsordnung gebildet hätten mit der Ve-— Stadtv. Krum 0
e Jahre des vorigen Jahr
ng
neuer,
„der den modernsten Anforderungen entsprechen soll.
weit inausgeschobener Fortsgürtel angelegt In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten waren anwe⸗
55 gescho 5 ge Heses send die Herren Grünewald, Sommer, Vetters, Plank, Aber was davo halt 221i die Uebe Krumm, Ebel, Eichenauer, Huhn, Jann, Wim me⸗ gen unserer 42. Jm-Weschüzes int Aten. Aan bel fich nauer, Schaffstädt, Petri, Löber, O'rbig, Faber und
5 0 1 Helfrich. Nachdem die Stadtverordneten Wimmenaue r und in Warschau, offenbar unter dem gewaltigen Eindruck jener Vetters zu Urkundspersonen bestellt waren, teilte der Vorsitzende
Ueberraschungen bemüht, den Befestigungen durch aus⸗ Oberbürgermeister K
eine i
brechen durch, Schon haben ja die tapferen Schlesier unter Mitwirkung 1
chen und Oesterre
Erdarbeiten rings um die ganze Stadt nachzu⸗[beamten⸗Verband an die Stadt zwei Eingaben gerichtet en. Und man hat natürlich auch alles getan, um der habe, die darum ersuchen, den gering besoldeten Beamten und Be satzung die„siegesfrohe“ Ueberzeugung beizubringen, daß diensteten eine Teue die icher, wenn sie wirklich kommen die 3 4 N stark in Anspruch genommenen Beamten sollten, sich schon hier die Köpfe einrennen würden. An- einen uren Arg des gewaltigen konzentrischen Ansturms der Ver-] Folge den Diensts durfte n
te dieser letzte Glaube der Russen bereits ins immen sein. Die Verbündeten rennen nicht gegen
wo eben eine Lücke oder Schwä sich zeigt.
scher Truppen die Russen im Suden
Heeresleitung meldet,„eng ein- zugestimmt.
neuen russischen Weichselfront. Die Festung liegt an der Jeit eine Eingabe
1 a l 1 außer der Leere nichts zu spütren vom Krieg. Das Essen ist so gut Der da weiß daß Karlsbad, seit Goethes Juß dort gewandelt, wie sonst, die Preise erträglich, fast billig und von Not keine Spur.
5 Nur der Luxus fehlt gänzlich. Die Damen kommen sehr kriegs⸗ der des Adels, als auch der des Geistes und Geldes ist, mäßig ohne Extravaganz gekleidet. Das Zuströmen der Auslän
derinnen, die ihren Pariser Geschmack und ihren Brillantenreich—
EN der Sommerszeit der Sammelpunkt aller Aristokraten, würde es heute laum wiedererkennen. Ein völlig verändertes Bild. Wo sich sonst Tausende zur frühen Morgenstunde um die anmutigen
irndln drängten, reichen jetzt wenige Kurgäste ihre Brun⸗ nge zr ichts Nus!. isch nenbecher hin und wandeln vereinzelt durch die großen weiten Bolt can dne is vom Neußsend.. Deutsch und Na
2 yeld heuer, die hohen Herren... aber
Aus den böhmischen Bädern. die nicht draußen sind, die dürften ihr liebes Karlsbad schon auf⸗ Von L. Malten. suchen
Karlsbad. Dem alten treuen Kurgast muß ich zustimmen. Es ist hier
tum schon im Glanz.
Hallen oder in den Anlagen, wo sie immer leere Plätze finden. hört man zumeist.
Die Kurlisten lassen alle bekannten Namen vermissen. es Meli deinen an bie dle kent dier ein Wederfehen erte. Silenen dar
plötzlich gesundet und brauchte keine Heilquellen mehr. Der Krieg, laut als sonst... Ihre Mienen drücken
sagen die N zucken wehmütig die Achseln.„Der aus. Lemberg gefallen Galizien frei... Sie werden heim⸗
jagt,“ sagt ein alter Karlsbader ielleicht... glei digung de und seine Augen schweifen über Une Gesellschaft 2 1 8 4 1—— 7 9 N
fen hin, die vor kurzem eingetroffen sind und als Ga
Krieg hat uns die
te des f 8 tvollen Imperial-Hotels die Kur genießen. Hochgewachsene ke de ene Ne
schlanke Gestalten, denen man die erlittenen Strapazen wohl an- z; Jogierhä ist so still wie eine St im Grune⸗ —.— We Sie haben 1—5 5 er e 55 e 1—— 2 mur u e*
esen, das man ihnen au m Wiener Ringplatz beim 5 1 8 5 di i st se ribh —— ansah. Sie blicken mit ganz anderen Augen dannen inge ut etch fend gurt dic sonsd der jrüb
ins Leben hinein.. bemühen mußte, um
Kriegsgreueln n und
lutige Wunden schlug, sie haben noch das Lachen in dem jungen. ag. 1 Blick— das 1 e Lachen, 11 8 ein, die in hren] still in seinem Bett, 5 ganz junge, sehr gewählt gekleidete Damen, die in ihrem Di g 5 1 en, daß sie Großstädterin ee sehen kann. Die große Trockenheit hat auch an ihm ein Opfer
1 n a verzehren, einen Genuß, der einzig nur hier zu haben ist, sie sind „Anders die jungen Karlsbaderinnen. Sie wissen von den jeht 5 zu erhalten und das ist 4 es gibt nichts gen
ner rom; Porensagen ihre Augen stehen voll Neu- reizvolleres als diese gemütlichen lauscht
erung für die Tapferen, denen der rieg draußen
e neue Zukunft verheißt...
— 5 Offizier mit grauem Schnurrbart und silbernen Schläfen.
Unt 3* 9 r e be ein blutjunger Leutnant schlägt den Takt mit seinem Spazier⸗ Bwust des Kämpfers. Er schlägt die Hacken zusammen, salutiert und umspannt den duftenden Strauß mit seiner schmalen, tiefgebräunten Hand. Später sah ich ihn auf der„Alten Wiese“ in den Puppschen itzen. Seine Augen gleiten wie weltenfern über die rbeigehenden Besucher hinwe
Anlagen f jar nicht, daß er auf einem 5 schönen friedlichen Platz Brummen trinken.
spärlich vo 1 1. Gedanlen tragen ihn hinaus in Not und Gefahren, so todernsts hat den Reiz der Ein
Lächeln. Aber plötzli nun sehe ich, daß er
Mir kommt es vor, als
wal den Flach fettes eren iich dänkt, seine„. die Amo dung Karlepade eine der schonsen im Vöpmerland.
verachten... Wer im
wachend, streckt die schmale, hartgebräunte Hand sich aus und er-] Welt gesehen, seinen
ich di ben ein sonniges feines La eiz voll 9 5 N zärtlichem Blick beugt das schöne männliche] Posthof, Kaiserpark un Antlitz sich über die Rosen.
Becher neb
105 den blutroten Strauß neben seinem Sitz. 9 verwandelw] wandere hinauf zur Franz⸗Josefs-Höhe oder zum Dreikveuzberg.
. 51—.— bf die zeichnung„Soziälistische Vereinigung“.(Frkf. Ztg.)
einen Gürtel von acht vorgeschobenen selbständigen:.. 3
Werken, die im Durchschnitt etwa 7 Kilometer von der Kern⸗ Sitzung der Stadtverordneten. festung entfernt liegen. In den letzten Jahren ist ein
tage auf 1 Uhr nachmittags festzusetzen. Die Anträge wurden an den 7 und Sozialpolitischen bezw. an den Vorschlagsausschuß
l g. verwiesen. besonders starke Stelle, sie schließen ein und Dem Nechnungsabschluß, der Plockschen Stiftung stimmte die Versammlung nach Antrag der Armendeputation ein⸗ stimmig zu. Die Stiftung schließt in Einnahme mit 5241,14
ari Mark und in der Ausgabe mit 5153,91 Mk. ab. g schaus in die Festung wangorod geworfen, die Einem Geländeerwerban der Lonystraße wird debattelos nunmehr, wie die Oberste
geschlossen“ ist. Iwangorod bildet den linken Flügel der Wie der Oberbürgermeister ausführte.
4 1 1 Staatsarbeiter Deutschlands vor, die um eine Teue⸗ Einmündung des Wjeprsch. Sie hat acht Werke, die das rungszulage für die Verbandsangehö
Kernwerk in einem Umfang von 20 Kilometer umgeben. Städte haben die Eingabe wohlwollend b
von Berlin— halt alle im
An einer Ecke der inneren Stadt, umpeit des neuen pracht-
stödchen und über sein blasses Gesicht zieht ein verträumtes
Wurde schmerzt.. Im allgemeinen sind wenig Verwundete hier— meist nur Erholungsbedürftige und Magenleidende, die fleißig
In breitet sich Reizvoll und näher liegen die bekannten Besuchspunkte: Der
Natur; löstlich e Ne 8 W an
9 t der alt sbader, während er seinen] der Burgruine Klingsteinselsen un an vielen, vielen anderen r sic 155 elt 2 71 ein 9. Geredt... ka] Punkten, die den Besuchern von der schönen böhmischen Kurstadt t in Karlsbad, ka Kipfel: und Krankheit... Unsiun... heimisch geworden sind. 8 da drüben hat alleweil um diese Zeit der Fürstenberg„Es fehlt auch nicht an anderen Unterhaltungen. Die Musik Jürst von Pleß und der kaiserliche Oberhofmarschall Jist so tüchtig wie immer. Daß Theater hat ausgezeichnete Kuüfte
Gießen, den 23. Juli.
ellex mit, daß der Hessische Städte-
er un u lage zu bewilligen, den durch
lungsurlaub zu gewähren und für die ch u ß der städtischen Beamten für die Sams-
liegt schon seit einiger des Verbandes der Gemeinde⸗ und
n bittet. Die meisten ücksichtigt. Wenn man
der Morgensonne spielen ließen, hat freilich
steht eine Gruppe Galizier, reich gekleidet. e zusammen, sprechen, gestikulieren, wenigen Erregung und Freude
Die Löckchen am Ohr de streichen nervös über die langen Bärte. Wilhelm-Straße mit ihren vornehmen Pen⸗
mütlich seinen Karlsbader mit Gebäck zu läitzchen in der alten streikt. Das Flüßchen liegt so trocken und daß man ihm mühelos bis auf den Grund. spielt die Musik einen Straußschen Walzer,
ch weicht es einer schmerzlichen Miene und den linken Arm in der Binde trägt. Dic
santkeit in diesem Jahre und der ist nicht zu Treiben der Großstadt und aufgerieben von
Nerven eine Wohltat erweisen will, der
id Pirkhammer. Ueberall lacht die prangende
ihre Wirkung vom nur diejenigen dav
im Stadttheat
sich bei der Kommissionsberatung auch der Tatsache nicht ver⸗
⸗Jgarantien genössen, die anderen kleinen Leuten nicht zustehen, und andererseits der geringe Gewerbetreibende in dieser Zeit von leinen
beschlossen, eine Teuerungszulage vorzuschlagen. Sie soll in— 3 einer Familienzulage vom 1. Juli 1915 nachzah⸗
wiegend aus ihrem Arbeitsperdienst bestritten haben, wird eine 57 Kriegsteuerungszulage von 3 Mark monatlich unter den gleichen
mungen sinngemäße Anwendung finden. Stadtverordneter Eiche nauer z
Zulagen, wenn dem Lebensmittelwucher nicht wirksamer 5
werde. Eine Hauptaufgabe der Stadt müsse es sein, die Kartoffel⸗
u ergreifen gedenke, wies der Oberbürgermeister auf die bevor⸗
Hoschka und West⸗ siehende reichsgesetzliche Regelung der Frage hin und betonte noch⸗ mals, daß im Lebensmittelausschuß weitgehende Sorge für die Beschaffung von Vorräten verschiedenster Art getroffen worden sei.
schusses betr. die Arbeiter Teuerungszulage, einstimmig, wie ihn — der Ausschuß beschlossen habe, anzunehmen.— Stadto. V regte nochmals eine Erhöhung der Zulage, zum mindesten aber
in Diensten der Stadt ständen, während die andern leer ausgingen. Der Oberbürgermeister entgegnete, daß dieser Unterschied darauf beruhe, daß das Arbeitsverhältnis der nicht ständigen Arbeiter nach Angebot und Nachfrage geregelt werde und von selbst höhere Löhne mit sich bringe.— Stadtv. Huhn sprach die Ansicht aus, es könne von Interesse sein, demgegenüber einmal festzustellen, wieviel Steuerzahler unter 1600 Mark Einkommen hätten, während Stadtv. Petri ausführte, daß mancher Handwerker froh wäre,
wenn er in den jetzigen Zeiten 1600 Mark im Jahre verdiene. 4
Der Antrag wurde schließlich einstimmig angenommen. 3 Der letzte, erst nachträglich eingesetzte Punkt der Tagesordnung, betraf die Frage der Aufrechterhaltung des Spielb etriebs
Stadt und Land). Beig. Grünewald stellte fest, daß diejenigen, die im vorigen Jahre für die Unterstützung des Theaters eingetreten seien, Recht behalten hätten. So beantrage der Theaterausschuß im Verein mit dem Theaterbauverein auch in diesem Jahre, daß man den Spielbetrieb unter den Bedingungen des Vor⸗ jabres. 10 000 Mr Garantieleisamng durch die Stadt, Lieserung von Heizung und Beleuchtung durch dieselbe— zustimme. Man sei aber überzeugt, die Garantiesumme auch diesmal nicht in Anspruch nehmen zu müssen. Man stimmte dem Antrage einstimmig 5 zu. Damit hatte die öffentliche Sitzung ihr Ende erreicht
die städtischen Arbeiter eine Reihe von Rechts⸗ erwarten könne, so habe man doch einstimmig
werden, die länger
ern, die in gemeinschaftlichem Haushalt den rwandten aufsteigender Linie ganz oder über⸗ 7 ie für Verheiratete gewährt. Zum Kriegsdienst Beamte und Bedienstete sollen diese Bestim⸗ a
weifelt an dem Nutzen aller 1
u stellen.— Ter Oberbürgermeister stellte fest,
— Stadtvy Vetters Arbeiter als zu gering. a nan wenigstens die Der
chon ein Auf⸗ rk für den Zweck erforderlich.— Auf eine Sommer, einigen Aufschluß über die Maß⸗ die man gegen die Teuerung der Lebensmittel
m bat, den Antrag des Sozial-politischen Aus
etters
1. Juni ab an. Auch sei es nicht gerecht, daß on betroffen werden sollten, die schon 1 Jahr
er für die Spielzeit 191516(siehe auch unter
1
Es ist noch so Ich bin mit dem
Park liegt wie ein Seltsam bewegts mi
man die Natur am
Gruß.„N Tag—
viele... Teplitz ist
sind alle im Betrieb,
einem Einheimischen schönsten Stücke; im
kett und staune über
Birch⸗Pfeiffer richtig Banken! Damals sch
dünn besetzt. Teplitz
ist wie überall; wo di
des Vaterlandes wirkt, hat die Frau ihre Stelle eingenommen und
regiert mit kluger Ei
kämpfen und bluten,
und hält auch ein gutes Repertoire. vom Kriegsschauplatz und die be für alles ist gesorgt...
früh, daß man keine Seele im Kurpark antrifft. Frühzug angekommen, und weil der Tag sehr eiß zu werden verspricht, wandere ich hinein in die alte vertraute a Kurstadt. Bergauf und bergab laufen die Straßen und nur der
frühe hingusgewandert, denn wenn es so still umher ist, genießt
Me mehr Feinschmecher von dieser Art. Heut' träum ich allein. Nach und nach trotten ein paar alte Weibeln heran und putzen die Wege.„N. Tag“...—. hier gilt noch der alte liebe
mit dem Kopf. Ein alter Arbeiter rückt die Mütze; er ist beschäftig das Laub von den Rasenplätzen zusammenzuharken. 1 Von der Elisabethkirche läutet's zur Frühmesse. 1 Jetzt kommt ein langer Zug Feldgrauer humpelnd und mit verbundenen Armen und Köpfen wandern sie ins Bad. Viele,
auch nur ein dünner Besuch. Alte gute Bekannte, die alljährlich vorsprachen, sind fortgeblieben. Die großen vornehmen Bäder
die die Thermen nicht entbehren können. die Baronin C., alljährlich wiederkehrendes Gesicht, das“ seine fröhliche Anmut fesseind und reizvoll festzuhalten versteht. sie plaudert mit
unbesetzten Plätze auf den weißen, Bänken schweifen. 5 3 Und doch ist alles genau wie sonst.. die Musik spielt ihre
Wiener Hofburg, Karl von Zeska, patriotische Gedichte vor und spielt seine eigen erfundenen Bravourrollen, die er nur auf Gast⸗ spielen in sein reiches Repertoire fügt. Ich sitze unten im Par⸗
her, als ex blutjung und ehrlich begeistert in„Hinko“ von der
schon eine lange Kette voller Ehrenzeichen. dafür sind die Bänke
Nichts lenkt die Menschen an seine Quellen, in seine waldreichen Straßen und auf die Höhen, wo das nahe Th mit dem herr ⸗ lichen Schloßberg liegt. Herrlich ist's da droben! Wie aus der Spielzeugschachtel hingestreut liegen die Häuser im Tal.
Viele Frauen stehen dem Verwaltungsdienst hier vor; es
Ich steuere heimwärts. vorbei am Eisernen Wehrmann, den die Frauen Teplitz gestiftet haben, ein Wahrzeichen, wie Milde und treues Helfen am Werke ist, um denen draußen, die
In den Kinos gibt es Bilder kannten Sensationsdramen,— 5
Teplitz. 8
grüner Kessel unten im tiefen Schweigen. g
ch. Vor Jahren bin ich auch in aller Gottes. tiefsten. Aber damals war ich nie allein. Es 2
viel Kurgäste hier?“ Sie schüttelte trübselig
reich an solchen Kurgästen. Sonst ist hier
aber der Besuch ist schmal. Ein vaar ü
„und ich sehe ihre hellen Augen über die
Stadttheater trägt der beliebte Bonvivant der
den jungen Alten, denn es ist lange lange
e Lorbeeren heimtrug.. vor ausverkauften hmückte lein Kreuzlein seine Brust, heut ist's
ist srill... noch stiller als Karlsbad. e starke Hand des Mannes im blutigen Dienst nsicht und festem Sinn.
einen Trost aufzubauen. ———


