Ausgabe 
(20.7.1915) 168. Erstes Blatt
Seite
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5 3 rt Klotz 30 m) 1. Curt Klotz 27¼ Sek.,

Erwin Beuchert 46% Sek. Hand 1 f 1. Curt 125 26 Gek⸗ 2. Ludwig fKoch 29¾ Sek. Springen aus⸗ 1

l Ob ufe: Schwim ä 1. er st. 0* men(Bahnlän

5 8. muth

45 N 5 8 a Seite 1. Fri 1 2. Hellmuth Meünler 58, Set., 3, Olio Schlemm 612/ Hand über Hand. 1. Fritz Althoff 53 Sek., Biringer 55 Sek. Springen: 1. Carl Himmler 281 Punkte, 2. Carl Geitz und Sigm. Biringer 27 P.,

5. ler 24½ Punkte.

5 11 Wetturnen u am Sonntag nachmittag 185 Jugendliche an, in der Oberstufe 30, Mittelstufe 50 b Unter tufe 105. Nach der Ankunft auf dem Turnplatz(Rennbahn an der Hardt) hielt der Vorsitzende, Dr. KHrausmüller, eine kurze Be⸗ grüßungsansprache, in der er besonders darauf hin- wies, daß es sich nicht um Abhaltung einesFestes handle zum Festefeiern seien die Zeiten viel zu ernst und 7 5, sondern um einen ernsten Wettkampf, in dem ie Jugend die Kräfte messen wolle. In dieser schweren Zeit, wo die deutschen Männer die Grenzen des Vaterlandes fiene eine übergroße Zahl von Feinden seit Monaten iegreich verteidigten, da könne ein echter deutscher Junge nicht untätig zu Hause sitzen. Die Jugend müsse und wolle sich vorbereiten für die Zeit, wo auch sie zur Lösung dieser schönsten Aufgabe berufen werde. Die Leitung des Wett- turnens lag in den Händen des Turnwarts Er b. Zum Austrag kam einFünfkampf(Hoch-, Weitsprung, Kugel- stoßen, Laufen und 1 Durch einzelne Regen- fälle wurden die Resultate(z. B. im 1 2 und Laufen) etwas ungünstig beeinflußt, so daß der sschuß die ge⸗ forderte Mindestpunktzahl auf 50 setzte. Die erreichte Höchst⸗ 5 war 94. Um denHindenburgschild stritten in jeder Stufe 2 Riegen mit je 8 Mann, also 6 Riegen. An das Wetturnen selbst schlossen sich Frei⸗ übungen der Wetturner und Uebungen am Barren, aus⸗ eführt von aktiven Turnern, sowie ein Fahnenreigen der ellen des Turnvereins an. Kurz vor 9 Uhr konnte der Vorsitzende, nachdem der Berech sausschuß seine schwierige Aufgabe beendet hatte, die Resultate des Wettkampfes bekanntgeben und die Diplome verteilen lassen. Bei der Uebergabe desHindenburgschildes an die Sieger, die Mittelstufe des Realgymnasiums, wies er darauf hin, daß eine der o n Lehren des Welt⸗ 7 47 wohl die sei, daß nur ein durch und durch gesundes so große Aufgaben zu lösen imstande sei, wie sie jetzt dem deutschen Volk gestellt worden seien. Wie aber ein Baum * nur 2 fe 3 72 könne, 8 von 5 8 esund sei, so gelte es für uns mehr denn je, die Jugen stark aachen und zur Anspannung aller Kräfte, vor ur Kräftigung des Willens anzuhalten. Zu sei der Wanderpreis für die Gießener Schulen gestiftet worden. Mit dem Wunsch, daß auch für die kommenden Jahre um den Schild, der den Namen des rößten Helden unserer Zeit, in dem wir die schönste Ver⸗ g von deutscher Entschlossenheit und Stärke er⸗ blickten, trage, zwischen den r Wett⸗ kampf entbrennen

a der und 5

in Ehren schlo

Unter Trommelklang

zog die zu. 5

f Die Ergebnisse des A r 1. Hindenburg⸗Schild: Mittelstufe des Real⸗

gumnasiums(Bouteiller, Magnus, Dauster, Todt, Duchardt,

ich, Michel, Schwarz

7 1 Fr. Zimmer 78 Punkte, 2. K. Wach alt

ger, Weber 1 N R. Schwaab 53.

J 78, 13. A, Keßler 77, 14. E. 6, 15. H. Keßler 75, 16. G. Bernshausen, O. Hilde⸗ Schnell 73, 17. K. Weber 72, 18. W. Magnus 67, öres, K. Lingelbach 60, 20, L. Todt 58, 21. W. Pfeiffer, Weber 56, 22. W. Grein 52, 23. R. Westphal, H. Kronen⸗

50.

* Unterstufe: 1. W. Ockel, W. Bing 93 Punkte, 2. F. Winkler 91, 3. W. Kramer 90, 4. O. J K. Rust 85, 6. A. 84, 7. R. Otto 83, 8. E. 805 82, 9. R. Römer,

5. Nräck 31. 10.. Mb.

S e. 85 5

J.

24. J. Grümewald, E Holsmann, K. Keiner 58, 25. G. Kühn 57, 26. D. O. Vaupel, E. Rinn 56, 27. W. Schmidt, Fr. Hering, R. Otto 55, 28. K. Becher 54, 29. W. Bingel, W. Vetter,

Schardt 53, 30. A. Pabst, A. Schneider, F. Krämer, K. Endres 4 52, 31. K. Schweitzer 50.

Auszeichnung. Die hessische Tapferkeits⸗ medaille erhielt der Gefreite Kurt Kraushaar aus Gießen im Husaren-Regiment Nr. 14.

* Eine Sitzung der Stadtverordneten⸗ Versammlung findet am Donnerstag, den 22. Juli, nachmittags 5 Uhr mit folgender Tagesordnung statt: 1. Mitteilungen. 2. Rechnungsabschluß der Plockschen Stif- tung für das Jahr 1913. 3. Kaufvertrag mit Großh.

Landeseigentum wegen Geländeerwerb zur Lonystraße.

J. Bewilligung einer Kriegs-Teuerungszulage für die städtischen Arbeiter. f f N Für die Hinterbliebenen. Die hessischen im

Dienste der Gemeinschafts⸗Verwaltung stehen o ko-

mot iv führer spendeten der Nationalstiftung zum Besten der Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen den Betrag von 3000 Mark.

Die n der Landsturmgelder findet nach einer Bekanntmachung des Oberbürgermeisters am Mittwoch, den 21. Juli, Donnerstag, den 22. Freitag, den 23. Juli und Samstag, den 24. Juli 1915 statt. . 1 F e* nellen trag zur en nzösi ungerpolitik sen⸗

uns ein Nafwrambesther vont Jurplat, Er lädt d Genossen ein, seinen vier Monate alten Kriegs-

gen zu bes n, der mit seinen 20 Pfund Körper- 6 Beweis für die Möglichkeit sei, daß

man sich in Deutschland noch satt essen und trinken Winne. Es ist zu bedauern, daß Grey die freundliche Einladun schwerlich zu Gesicht bekommen wird, sonst wilrde er zweife los vor soviel llebergewicht selbst der jüngsten Feinde die Wassen Ar f 3 a

» Einjährigen⸗ Prüfung. Die jungen Leute, we beabsichtigen, sich der im Herbst stattfindenden Prüfung für den Einjährig-Freiwill. Militärdienst zu unterziehen, haben ihre Ge⸗ uche bis zum 1. August d. Is. an die Großh. Prüfungs⸗Kommission

r Einjährig⸗Freiwillige in Tarmstadt einzureichen.(S. Kreis⸗ blatt Nr. 63 vom 20. Juli 1915.)

Mehr Brotkarten! In einem benachbarten Dörschen begegneten dieser Tage mehrere Dorfkinder der Hebamme; ein kleinesKrollenköpfchen wandte sich schüch⸗ tern mit der Bitte an dieselbe:Gelle, Keanfraa, breangst ois doch ach nouch en Jung', deß mer ach nouch e Brut⸗

loart mieh kriehe. Jemand, dem wir dies reizende Zeit⸗

bildchen zeigten, meinte zweifelsüchtig, er habe das gleiche Geschichtchen schon in Mecklenburger Platt gelesen. Frag⸗ los klingt es aber auch in Oberhessisch recht gut. Pferde versteigerung. Samstag, den 24. Juli, vormittags 10 Uhr, findet im Hose des Jagdschlosses Kranichstein eine Bersteigerung von 56 in Belgien angekausten 195 bis 27%jährigen Fohlen statt. An der Versteigerung können nur hessische Landwirte teilnehmen, welche eine Bescheinigung ihrer Bürgermeisterei beibringen, daß ihnen Pferde bei der Mobil- machung genommen worden sind. Die Versteigerung ersolgt gegen

Barzahlung. Landkreis Gießen.

ro. Alten⸗Buseck, 18. Juli. Bei der heute in hie⸗ siger Kirche vorgenommenen Kirchenvorstands wahl wurden die Herren Friedrich Freund J. mit 18 Stimmen, Wilhelm Döll J. mit 9 Stimmen und Wilhelm Benner mit 7 Stimmen gewählt. Im ganzen waren 26 Kirchen- emeindevertreter 1 Wahl erschienen. Da Friedrich Freund J. und Wilhelm Benner bisher der Kirchengemeinde 2 angehört hatten, wurden ferner durch eine wei tere Wahl die Herren Heinrich Freund II. und Philipp Becker VIII. mit je 25 Stimmen zu neuen Mitgliedern der Kirchengemeindevertretung bestimmt. Die Wahl war durch den in kurzer Zeit erfolgten Tod der Herren Eber⸗ hard Döll, August Theodor Krämer und Lehrer Karl Hübner nötig geworden. Pfarrer Hartmann widmete den Verstorbenen warme Worte der Anerkennung für ihre treue Mitarbeit im Kirchenvorstand.

a- Großen⸗Buseck, 19. Juli. Am letzten Donners⸗ tag fand in Darmstadt die Beisetzung des im Lazarett in Alsbach verstorbenen Freiherrn Karl v. Nordeck zür Rabenau, Leutnant der Reserve im Hess. Garde⸗ Drag.⸗Regt., kommandiert zu einer Feldflieger⸗Abteilung, statt. Als jüngster Sohn des verstorbenen Oberstallmeisters Irhrn. Ferdinand v. Nordeck zur Rabenau auf Großen⸗ Buseck im Jahre 1889 geboren, starb er an seinem in treuer Pflichterfüllung fürs Vaterland zugezogenen schweren Leiden. Zu der durch den Oberhofprediger Ehrhardt in der Friedhofskapelle vollzogenen Einsegnung hatte sich eine große Trauerversammlung eingefunden. Außer der Mutter, den Schwestern und dem aus dem Feld herbei⸗ geeilten Bruder und weiteren Verwandten hatten sich u. a. eingefunden Oberstallmeister Exz. Frhr. Riedesel, der als Vertreter der Großherzogin-Regentin für den im Feld weilenden Großherzog einen Kranz niederlegte; Staatsminister Exz. v. Ewald, Frau v. Ewald, Minister des Innern Exz. v. Hombergk, Stadtkommandant Gene⸗ rallt. v. Lynker, Wirkl. Geh. Rat Erz. Römheld, stellv. Generaladjutant Oberst Frhr. Roeder, Oberjäger⸗ meister Frhr. v. der Hoop u. a. m. Vom Regiment, dem der Verstorbene angehörte, waren außer Oberstleutnant Irhr. v. Schauroth, als Kommandeur der Ersatz⸗Eska⸗ dron, sämtliche in Darmstadt anwesende Offiziere des Hess. Garde⸗Drag.⸗Regts. zugegen. Die aus zwei Zügen des Garde⸗Drag.Regts. beste Trauerparade wurde von Lt. v. Storck mandiert. Eine Abordnung von Offi⸗ ieren des Hess. Leib⸗Drag.⸗Regts. Nr. 24 legte ebenso wie

s Offizierkorps des Garde⸗Drag.⸗Regts. Nr. 23 einen Kranz am Sarge nieder. Pfarrer Hofmann Londorf war als Vertreter der Patronatsgeistlichkeit erschienen, fer⸗ ner Frhrl. Rentmeister Pfuorr⸗Londorf, Frhrl. Ren⸗ dant Althaus ⸗Großen-Buseck, eine Reihe von Vertre⸗ tern des Gemeinderats und Kriegervereins Großen-Buseck. Bereits vor Beginn der Trauerfeier hatten 6 Unter⸗ offiziere des r mit gezogenem Säbel zu beiden iten des mit unzähligen Blumen⸗ spenden und Kränzen umgebenen Sarges Aufstellung ge⸗ nommen. Nach einer ergreifenden Trauerrede und Gebet Fer die Einsegnung durch den Oberhofprediger Ehr⸗ hardt, worauf der Sarg zur nahen Gruft gebracht wurde, woselbst nach einem kurzen Gebet die Beisetzung stattfand.

Kreis Schotten.

+Herchenhain, 19. Juli. Reservist Ernst Linker von der 4. Kompagnie des Insanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 erhielt am 16. Juli die Hessische Tapferkeitsmedaille. Er steht noch von Anfang des Krieges bei seinem Regiment.

Kreis Friedberg.

s. Leihgestern, 19. Juli. Die Hessische Tapferkeits⸗ medaille wurde dem hiesigen Forstwart, Res.-Unteroffizter Gg. Heß im aktiven Insanterie-Regiment Nr. 116, verliehen.

Kreis Wetzlar.

w. Wetzlar, 19. Juli. Die Kronprinzenarmee ver- anstaltete jüngst ein Wettschwimmen in der Maas, wobei ein früherer Wetzlarer Seminarist, zurzeit Unteroffizier, A. Baumert, im Hindernisschwimmen, Seitenschwimmen und Kunst

Ispringen je einen Preis davontrug.

Hessen-Nassau.

J Aus Nassau, 19. Juli. Für die beste Unterweisung der Schuljugend in der Pflanzung und Pflege der O bstbäume werden für die Folge Preise in Aussicht gestellt. Der landwirt- schastliche Bezirksverein will alljährlich 4 Kreise berücksichtigen und nimmt diesmal Bewerbungen aus den Kreisen Biedenkopf, Dill, Oberwesterwald und Westerburg entgegen.

AFrantenbach, 10. Juli. Die jüngsten Regengüsse haben auch in den Feldern hinter dem Dinsberg ihre Wirkung nicht versehlt. Das Auspflanzen der Gemüsepflanzen konnte in⸗ solge der Trockenheit nur verspätet geschehen, auch herrschte großer Juttermangel an Klee und Gras. Der Regen hat geradezu Wunder geschassen, getrost sehen unsere Landwirte in die Zukunst.

h. Frankfurt a. M. 19. Juli. Einen verwegenen Kalsen⸗ raub versuchte eine Köchin in einer Bäckerei des Westends. Sie betrat den Laden und erzählte der Verkäuserin, daß auf der Straße etwas passiert sel. Während die Verkäuferin sich nach der Straße begab, leerte die Köchin die Kasse. Bei ihrer Rückkehr merkte die Verkäuferin sosort den Diebstahl und hielt die Diebin so lange sest, bis die telephonisch herbeigerusene Polizei erschien. Im Augenblick der Verhaftung durchschnitt sich die Köchin die ulsadern der linten Hand. Sie wurde der polizeilichen Krankenabteilung

zugeführt. Aniversitäts⸗ Nachrichten. Universitätskurator a. D. Steinmetz Marburg f. (Marburg, 19. Juli. Nach la Leiden hat gestern der langiährige frühere Kurator der hiesigen Umi⸗ versität, Wirkl. Geh. Oberregierungsrat Heinrich Stein meß im Alter von 80 Jahren das

Der Verblichene, der in Wolgast in P

war, gehörte früher den 1 in Düsselborf unn e e e 1886 kam er als Kurator an die Universität zu Greifswald und am 1. April 1889 in gleicher Eigenschaft nach Marburg. In seine 17jährige Wirksamleit in Marburg fiel gerade das mächtige Emporblühen der Universität, begünstigt durch sein kräftiges Ein⸗ treten für alle Erfordernisse und Einrichtungen, welche die moderne Lehrtätigkeit erfordert. Nachdem ihm die medi⸗ zinische Jakultät schon vorher die medizinische Doktorwürde verliehen hatte, wurde er bei seinem le itt in den Ruhestand am 1. Oktober 1905 mit dem Titel Wirkl. Geh. Oberregierungsrat bedacht. Er war Juhaber des Kronen⸗ ordens 2. Klaffe, des Roten Adlerordens 2. Klasse mit Eichen⸗ laub und der Roten⸗Kreuz⸗Medaille. *

Marburg, 19. Juli. Der Marburger Chemiker, Professor Dr. phil. Heinrich Rathke, feiert heute sein 50 jähriges Doktorjubiläum.

Märkte.

Gießen, 20. Juli. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfd. 1.601,75, Hühner eier das St. 1600 Pfg., 2 Stück 00 Pfennig; Enteneier 1 Stück 0 Pfennig, 2 St. 00 Pfg.: Gänseeier 1 St. 00 Pig., 2 St. 00 Pig. Käse das Stück 78 Pfg., Käsematte 2 Stück 60 Pfg.: Tauben das Paar 1,001,40 Mk., Hühner das Stück 1,002,0 Mk., Hahnen das Stück 1,00 2,50 Mk., Enten das Stück 2,503,00 Mk., Welsche 45 Mk.; Ochsenfleisch das Pfund Mk. 1,161,24, Rind⸗ fleisch das Pfund 100120 Pfg., Kuhfleisch 100120 Pfg., Schweine⸗ fleisch das Pfd. 1,501,60 Mk., Kalbfleisch das id. 100 104 Pfg., Hammelfleisch das Pfd. 96110 Pfg.; Kartoffeln 100 Kilo alte 2021 Mk., neue 2530 Mk., Milch das Liter 24 Pfg.; Aepfel das Pfund 2030 Pig.: Nüsse 100 Stück 60 Pig.: Weißtraut 25 und 30 Pfennig, Zwiebeln der Zentner 25.00 Mk.: Kopfsalat 8 bis 10 Pig.; Bohnen 2500 Pig. das Pfd.; Erbsen das Pfd. 3540 Pig.; Kirschen 3035 Pfg. das Pfd., Erdbeeren 6000 Pfg. das Pfd. Heidelbeeren 1 Liter 40-50 Pfg., Johannisbeeren 3500 Pfg. das Pfund. Gurken gr. 2030 Pfennig, Stachelbeeren 35 Pfg. das Pfund, Himbeeren 1 Liter 60 Pfg. Marktzeit von 7 bis 1 uhr.

le. Fraukfurt a. M., 19. Juli. Kartoffelmarkt. Auf dem heutigen Markte fand eine Preisnotierung nicht statt.

. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

2 8 25 2 212 2 332 i Se E 3 S ö 2 % e e e eee E 40 4 8 E22 19 2 752,8] 20,0] 7.6] 43 SW 2 3 Sonnenschein 19. b 751,9] 15,6 9,2 69 WSW 3 20. 7% 750 14,4 9,0 74 WSW 2 2 Sonnenschein g 7 5 Temperatur am 18. bis 19. Juli 1915= 20,1 0. liedrigste F e

Miederschlag: 0,0 men. Amtlicher Wetterbericht.

Von Nordwesten her dringt die Depression langsam weiter nach dem Festland zu vor, so daß wir morgen unter ihrem Ein⸗ fluß stehen werden.

sichten in Hessen am Mittwoch, den 21. Juli 1915: Meist bedeckt, zeitweise geringe Niederschläge, südwestliche Winde.

Letzte Nachrichten.

Der Kaiser an Hindenburg.

Danzig, 20. Juli. Der Kaiser hat, wie die Soldauer KriegszeitungWacht im Osten meldet, aus Anlaß der letzten großen Erfolge im Osten an den Feldmarschall von Hinden⸗ burg folgendes Telegramm gesandt:Eurer Exzellenz, dem Gene⸗ ral von Gallwitz und den tapferen Truppen spreche ich für die bis⸗ her erreichten schönen Erfolge meinen Dank und meine Anerken⸗

mung aus. f l Eine große türkische Offensive. Kopenhagen, 20. Juli.Berlingske Tidende meldet aus Petersburg, daß eine große türkische Offensive an der Kau⸗ kasusfront begonnen habe. Die Türken griffen gegenwärtig an allen Punkten der Front an.

Die Montenegriner in Skutari.

i. Köln, 20. Juli. LautKöln. Ztg. wird derTijd aus 5

Bukarest unterm 17. ds. Mts. gemeldet: Aus Sofia ist hier eme Mitteilung eingelaufen, wonach General Kaulbars, der mit einem Auftrag des Zaren zu dem König von Montenegro gereist ist, diesem klarmachen soll, daß Skutari unverzüglich zu räu⸗ men sei, da Italien diese Forderung bei den Dreiverbandsmüch⸗ ten gestellt habe.

Norwegen und England.

Kristiania, 20. Juli. Wenn die norwegische Presse auch in dieser Zeit fast täglicher Uebergriffe der englischen Kriegsfahr⸗ zeuge vor der norwegischen Küste und meist in norwegischen Ge⸗ wässern sich die grole Zurückhaltung auferlegt, so ist nicht zu verkennen, daß sich in maßgebenden hiesigen Kreisen eine immer größer werdende Unzufriedenheit und Unruhe England gegenüber macht, wozu nicht unwesentlich der Umstand beiträgt, daß die

ndoner Regierung es immer noch nicht für nötig hält, wegen der bewiesenen Neutralitätsverletzung innerhalb der norwegischen See⸗ hoheitsgebiete eine Entschuldigung auszusprechen, obwohl seit den Vorfällen bereits über vierzehn Tage verflossen sind, was hier äußerst verstimmend wirkt. Mit ganz be⸗ 3 Genugtuung begrüßt man deshalb jene Ansprache, ie gestern der schwedische Min isterpräsident Ham⸗ merskföld an das Varnberger Friedenskomitee richtete, worin er mit Nachdruck betonte, daß Schweden nichtumjeden Preis sich an die eingeschlagene Neutralitätspolitik gebunden 415 Diese Kundgebung geht natürlich an die englische Adresse. Dem hiesigen Publikum wird es allmählich klar, daß es nicht Deutsch⸗ land ist, welches sich gegen die skandinavischen Interessen ver⸗ sündigt. Der norwegische Generalkonsul in London meldet dem hiesigen Ministerium des Aeußern, daß nach einer Meldung des Vizekonsuls in Cardiff wegen des Kohlenarbeiterstreiks die Kohlen⸗ ausfuhr, ausgenommen nach Frankreich, verboten worden sci.

Amerika und England.

i. Köln, 20. 82 Die 1 aus Kopen⸗ bagen:Bearglinaske Tidende erfahre aus Washington über Lon⸗ don: Einflußreiche amerikanische Kreise fordern nachdrücklich von England Zugeständnisse gegenüber dem amerika nischen Handel mit den neutralen Nachbarländern Dentsch⸗ lands. am Preismarkt, die frage, Klagen der Kupfer- und Gummiausführenden machten ein Nachgeben Eng⸗ lands wahrscheinlich, falls die guten Beziehungen Englands zu Amerifas erkennten die Rechtmäßigkeit der englischen Amerika erkennten die Rechtmäßigkeit der englischen Blockademethode nicht an.

Odol 2 Sue i

Bekanntmachung. i Betr.: Maswegeln gegen die Maul- und Klauenseuche Wir bringen zur allgemeinen Kenntnis, daß in Vetzberg die Mau, und ausgebrochen ist. i Gießen, den 19. Juli 1 Gb berzogliches Polige Giechzen. Hemmerde. 8

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