5 14105 und 22 Jetzt ist nicht Zeit, für extreme Doktrinen oder
nicht so einfach, wie mancher vielleicht glaube. Auf internationalam
ö e Ueberzeugun, än ö Umst den 3— 10 und deshall) gen fahr nach Belieben behandelt werden könne. t Ministerprä t. wies 12 die besonderen Gefahren hin, die ohl die Kriegs- wie die Friedensagitationen mit sich bringen“ une, wenn beide Parteien einander immer zu größerer Ein⸗ itigteit aushetzten, wodurch die Einsgteit verdunkelt werde und sogar teilweise verschwinde die Einigkeit, die doch hoffentlich im
f blingsideen zu kämpfen, sondern es gilt, zusammen zu halten
und unser Erbe in allem unvermindert und unverletzt unseren Nachkommen zu bewahren. Es sei erklärlich, meinte Hamerskjöld, daß die schwedischen Friedensfreunde Schwedens Eingreifen zu- gunsten des allgemeinen Friedens wünschten, aber die Sache ser
Gebiete gelte in besonders hohem Maße der wenig ermunternde Satz: Wer sich ungebeten einmischt, erntet Undank. Und was noch schlimmer sei: Ein Eingreifen zu ungeeigneter Zeit und in un⸗ — 1 nicht nur nichts, sondern bringe großen
Aus Stadt und Cand. Gießen, 19. Juli 1915.
Auszeichnungen. Zigarrenfabrikant Wilhelm Heil und Architekt Philipp Nicolaus aus Gießen, die in 5— Feld⸗ lazarett im Westen stehen, erhielten das Hessische Sanitäts- kreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille.
** Akademischer Kriegs vortrag. Wir machen dar⸗ auf aufmerksam, daß der für Donnerstag, den 22. d. M. in Aussicht genommene Vortrag des Herrn Prof. Dr. Sie vers„Deutsche Interessen im Stillen Ozean“ bereits morgen, Dienstag, den . im großen Hörsaal der Aula stattfindet.
5 Freilichtbühne. Trotz der überaus ungünstigen Witterung hatte sich gestern ein ziemlich zahlreiches Pu⸗ blikum— der Zuschauerraum war über die Hälfte besetzt— 8 der Wiederholung der Körner⸗Spiele eingefunden. Die
rei lustigen Possen errangen wieder, dank der flotten Darstellung, einen vollen Heiterkeitserfolg.— Augenblick⸗ lich herrsc auf der Bühne draußen reges Leben. Man studiert eine größere Gießener Lokalposse, den„Speng⸗ lermeister Bim bächer“, ein, wenn auch literarisch bescheideneres Seitenstück zu Niebergalls„Datterich“. Die führenden Rollen liegen in den Händen von Darstellern, die sich in früheren Aufführungen schon guten Ruf erspielt
haben(Frl. Vetters, und die Herren Göttig, Frey, Lutz,
Eckhardt).— Die erste Aufführung findet am kommenden Sonntag, 25. Juli, statt. Näheres bringen die Anzeigen.— Morgen soll auch den Schwerverwundeten, denen es nicht möglich ist, den Weg bis zur Freilicht-Bühne zurück— zulegen, eine Freude bereitet werden: Im Garten der chirurgischen Klinik findet um 4 Uhr eine Auffüh⸗ rung der Einakter„Die Rosen des Herrn von Malerherbes“, „Die Gouvernante“ und„Der Vetter aus Bremen“ statt.— Die Aufführung ist nicht öffentlich. Alle Verwundeten haben freien Zutritt.
e Ueber Südwestafrika, ihre Reise dorthin, den Kriegsausbruch und ihr Entweichen nach Deutschland sprach am Samstag abend Frau Geh. Rat Jäckel aus Burg bei Magde⸗ burg auf Veranlassung des hiesigen Frauenbundes der deutschen Kolonialgesellschaft. Der im Großen Hörsaal der Uni⸗ versität stattfindende Vortrag hatte so zahlreiche Zuhörer ange⸗ zogen, daß man auf allerlei primitive Sitzgeelgenheiten Bedacht nehmen mußten, und der Saal kein freies Plätzchen mehr aufwies. Die Vortragende hat an Bord des Dampfers„General“, der später unter seinem wackeren Kapitän Fiedler in die Darda⸗
nellen geschlüpft und türkischer Hilfskreuzer geworden ist, die Reise nach Südwest gemacht, um in ihrer Eigenschaft als Mitglied
des oben genannten Bundes Land und Leute aus eigener Anschau⸗ ung kennen zu lernen. Sie hat— für eine 62jährige Dame eine respektable Leistung— das Land seiner ganzen Länge nach auf n auf der Bahn und mit Ochsengespannen durckquert, hat die fleißigen, zähen Farmer bei der mühsamen Arbeit und im trauten, echt deutschen Familienleben kennen ge⸗ lernt, hat in Lüderitzbucht und Windhuk das hochentwickelte, hei⸗ tere und vornehme gesellschaftliche Leben unserer schönen Kolo nie mitgemacht, die Diamentenfelder besucht und die Gewinnung der kostbaren Steine studieren dürfen, hat aufsässigen Hererojungen die Energie einer deutschen Frau gezeigt, hat die Schönheit der Sonnenuntergänge in der Wüste genossen, die seltsamen Blumen und Pflanzen der Tropen bewundert und vor allem eine tiefe Liebe und Hochachtung für die treue deutsche Arbeit gewonnen, die fern vom Mutterlande unter der Sonne Afrikas der Heimat Ehre macht und die Fahne schwarz⸗weiß⸗rot über den schönsten Errungenschaften von Fleiß und Kulturarbeit wehen läßt. Als
r Krieg ausbrach, mußte die Reisende den weiten Weg nach Kapstadt, ganz allein auf sich angewiesen, zurücklegen und monatelang unter englischer Aufsicht, ohne Nachricht von Ver⸗ wandten und Freunden, unter dem Eindruck der englischen Lügen⸗ meldungen empfinden, was es heißt, dem bedrängten Vaterlande in seiner Not fern zu sein. Sie hat da gesehen, wie die deutschen Gefangenen aufrechten Nackens und mit hellen Augen, das,„Deutsch⸗ land über alles“ auf den Lippen, in die Trostlosigkeit der Gefangen⸗ schaft gingen, wie unter allem nur die eine felsenfeste Zuversicht herrschte, daß die daheim über kurz oder 1 4 Gegner zeigen würden, daß man sich auch tausende von eilen fern von der Heimat nicht ungestraft an Deutschen vergreift. Ueber all das plauderte die Rednerin in zwangloser, persönlicher Art, und ihre Ausführungen, kein rhetorisches Prunkstück, sprachen in ihrer warmherzigen, gemütvollen Form so an, daß aus den Kreisem der großen und kleinen Zuhörer jedesmal ein lautes„Ja“ er- tönte, wenn die Rednerin frage, ob sie noch etwas hiervon oder davon erzählen sollte. o hörte man denn u. a. auch noch, wie es ihr dank ihrem resoluten Auftreten gelungen ist, endlich im März 1915 dem verhaßten englischen Zwang den Rücken zu drehen und auf einem englischen Schiffe unter englischen Reisenden nach England und von da nach Deutschland zu gelangen.
» Bücherei für Verwundete. Es scheint nicht mehr genügend bekannt zu sein, daß hier eine Bücherei für Verwundete besteht, die von der Universität ins Leben 11 ist und die die Aufgabe hat, Lazarette usw. mit Lesesto f zu versehen. Etwaige Wünsche bittet man an Frl. E. Behaghel, Hofmannstraße 10, zu richten. 1
** Die Einnahmen der Stadt aus Markt⸗ standgeld sind im Kriegsjahr 1914 um rund 25 Proz.
. R
lich daran gelegen, daß die Viehmärkte wegen der Seuchengefahr zum größten Teil im letzten Rechnungsjahr verboten waren. In den Darlegungen, die Oberbürger⸗ meister Keller bei Beratung des letzten Voranschlags in der Stadtverordnetenversammlung machte, wies er u. a. darauf hin, daß die Einnahme aus den Märkten in den letzten 5 Rechnungsjahren sich erheblich erhöht hat, da das Standgeld für die Wochenmärkte erst im Laufe des Jahres 1909/10 eingeführt wurde und in diesem Jahre nur rund 2000 Mk. gegen 45004700 Mk. in den darauf folgenden Jahren einbrachte. Die Einnahmen aus den Viehmärkten zu steigern ist schon längst die Absicht der städtischen Verwal⸗ tung. Das für Vieh erhobene Standgeld ist sehr gering; dies geben sogar die Handelsleute als Interessenten offen zu. Es kvwürde eine wesentliche Erhöhung des Standgeldes für alle Sorten Vieh vollauf gerechtfertigt sein durch die Auf— wendung, welche die Stadt für die Viehmärkte zu machen hat.— In den beiden letzten Jahren war das Ergebnis der Einnahme aus Märkten und sonstigen Platzüberlassun— gen auf öffentlichen Straßen und Plätzen für Zwecke des Handels das folgende: 5
1913/14 1914/15
Standgeld Oswaldsgarten Mk. 319 254— Mk. 69 Viehmärkte„3501 1157—„ 2344 Hallen a. d. Viehmarkt„ 455 162—„ 295 Krämermärkte 8 3 9 Plätze für Wasserhäuschen„ 1014 1014—— 3 Plätze für Obstverkauf„ U—„— . 9—çj⁊â’X˖ef a W 39—„ 149 ochenmärkte 0 Pacht für Marktlauben usw.. an N
Mk. 11409 8615 also weniger im letzten Jahr 2794 Der Auftrieb an Vieh auf unsern Viehmärkten in den beiden letzten Jahren stellt sich wie folgt:
Rinder Schweine Pferde 1913 31321 592 836 1914 9510 2 929 412
* Der Kuckuck, der im Frühjahr unablässig bemüht ist, den Waldbesuchern durch den Ruf seines Namens Kennt⸗ nis von seiner Anwesenheit zu geben, verstummt im Mo⸗ nat Juli. So bekannt sein Ruf ist, so unbekannt ist der Kuckuck selbst den Menschen, da es selten gelingt, in seine Nähe zu kommen. Dem Forst, in dem er seine Wohnung bezogen hat, leistet er wichtige Dienste durch die Ver⸗ tilgung schädlicher Raupen, besonders des Prozessions⸗ spinners, der von anderen Vogelarten verschmäht wird. Noch lurze Zeit und der scheue Vogel verläßt uns wieder, um nach dem Süden zu ziehen. 5
Landkreis Gießen. I Lich, 18. Juli. Unteroffizier Siegmund Chambré, Landwehr⸗Inf.-Regt. 116/7, von hier, wurde mit dem Eiser- nen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
Starkenburg und Rheinhessen.
ch. Sobernheim, 18. Juli. Das hiesige Intelligenz ⸗ blatt“ bringt solgendes„Eingesandt“:„Gesucht werden noch eine Reihe junge Mädchen und junge Männer, die gelegentlich der ankommenden Abendzüge im Empfangsraume und vor dem Bahn- bose hierselbst Spalier bilden. Solche, die in unverschämter Weise die ankommenden und abreisenden Herrschasten krilisteren, erhalten den Vorzug. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Polizei- verwaltung Offerten gern entgegennimmt.“
Hessen⸗Nassau. g
b Biedenkopf, 18. Juli. Ein Freund des Oberhessischen Touristenvereins hat zur Tilgung der aus dem Bau des Aus⸗ sichtsturmes aufder Sackpfeife noch verbliebenen Schuld 1000 Mark gestiftet. Infolgedessen wird für die Folge kein Ein⸗ trittsgeld mehr von den Besuchern des Turmes erhoben.— Dekan Schellenberg in Battenberg wurde bei seinem Uebertritt in den Ruhestand der Kronenorden III. Klasse verliehen.
0 Kassel, 17. Juli. Die Eröffnung der„Ausstellung für Verwundeten⸗ und Krankenfürsorge im Kriege“ sand heute Samstag, vormittags 11 Uhr, durch den angesagten seierlichen Akt statt. Von 1 Uhr an war die Ausstellung dann für das Publikum zuganglich. Von Sonntag an ist die Ausstellung täglich von morgens 9 Uhr bis abends 7½ Uhr geöffnet, und zwar auch an den Sonntagen. g ———
Handel.
Frankreichs Außenhandel.
Paris, 18. Juli.(WTB. Nichtamtlich) Nach der im „Temps“ veröffentlichten amtlichen Statistik über den Außen⸗ handel Frankreichs betrug die Einfuhr in den ersten sechs Monaten des Jahres 1915 3550 757000 Franks, die Aus⸗ fuhr 1 449 846000 Franks. Der Ausfall gegenüber ⸗ dem gleichen Zeitraum des Vorjahres stellt sich für die Einfuhr auf 859 282 000 Franks, für die Ausfuhr auf 1 225 755000 Franks. Die Be⸗ wegung zum Juni 1914 zeigt folgendes Bild: Bei der Einfuhr ergibt sich ein Mehrbetrag von 63 248 000 Franks, bei der Aus⸗ fuhr ein Ausfall von 273521000 Franks. Der Mehrbetrag in der Einfuhr erklärt sich dadurch, 1 7 die Einfuhr von Lebens⸗ mitteln einen Mehrbetrag von 51383000 Franks und die Ein⸗ fuhr sertiggestellter Gegenstände einen Mehrbetrag von 103 357000 Franks aufweisen, während die Einfuhr an Rohstoffen für In⸗ dustriezwecke um 91494000 Franks hinter dem Vorjahr zurück⸗ bleibt. Die amtliche Erklärung über vorstehende Ziffern be⸗ sagte, daß der Mehrbetrag in der Einfuhr auf Käufe für die Heeresverwaltung zurückzuführen sei. Diese Tatsache sei bedauer— lich, und es müsse daher alles unternommen werden, um die heimischo Industrie zu größerer Tätigkeit zu bringen, damit Käufe im Auslande auf das Mindestmaß herabgesetzt und durch Käufe bei der heimischen Industrie ersetzt werden.
Briefkasten der Redaktion. (Auouyme Aufragen bleiben unberücssichtigt.) patent⸗Anmeldung. Zur Anmeldung eines Patents ist die In- anspruchnahme eines Patentanwalts nicht ersorderlich, aber an, zuraten. Wollen Sie den Anspruch selbst anmelden, so hat dies unter Einsnedung von 20 Mk. Gebühren am Patentamt in Berlin zu geschehen. Bei Patenterteilung muß die sogenannte
E ²
Patentsteuer entrichtet werden, die im ersten Jahre 30, im zweiten 50, in jedem folgenden Jahre 50 Mark mehr kostet. Bei der fünfzehnjährigen Dauer des Patentanspruchs sind also in Summa 5300 Mark zu zahlen. Auf leichtere Weise kann ein Schutz 1 werden durch Anwendung eines Gebrauchs ⸗ musters. Auch dieses muß beim Patentamt unter Zahlung von 15 Mk. beantragt werden; es empfiehlt sich bei Gegenständen, die nicht patentsähig sind.
——-—-̃——¼-——˙-½¹' Ä'—
Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Auf der Rückseite des nach Nordosten abziehenden Tiesdruck⸗ gebiets gingen gestern in unserem Bezirk bei wechselnder Be- wölkung zeitweise Regenschauer nieder. Unter dem Einfluß des von Südwesten vorrückenden Hochdruckgebiets herrscht heute ziem- lich heiteres Wetter. Von Nordwesten her scheint eine neue De⸗ pression heranzuziehen, die uns bereits morgen beeinflussen dürste.
Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 20. Jult 1915: Ziemlich wolkig, zeitweise Regenfälle, Temperatur wenig geändert, südwestliche Winde.
—
Letzte Nachrichten.
Die Sündenböcke.
Bukarest, 19. Juli. Für die russischen Niederlagen in Galizien werden die beiden Heerführer Dimitriew und Dragomirow verantwortlich gemacht. Der erstere wurde auf Weisung aus Petersburg seiner Stellung ent⸗ hoben, der letztere unter Anklage gestellt.
Anarchie in Moskau.
Bukarest, 19. Juli.„Pesti Naplo“ meldet: In Moskau herrscht Anarchie. Eine gewaltige Militär⸗ macht hat stets Bereitschaft. Das revolutionäre Komitee richtet an die Siebzehnjährigen Aufrufe, der Einberufung zu den Fahnen nicht zu folgen. In den revolutionären Proklamationen heißt es weiter, daß die Sache Rußlands verloren sei. Die russische Armee habe in den Monaten Mai und Juni 1½ Millionen Mann verloren und es gebe keine Offiziere mehr. Zudem werde die russische Armee durch einen besonderen Befehl angewiesen, an der Munition zu
sparen. Der russische Bericht. Petersburg, 18. Juli.(Ctr. Frkft.) Mitteilung des Großen Generalstabes vom 17. Juli, 11 Uhr abends:
Auf der Front Goldingen-Murawiew hat der Feind auf dem rechten Ufer der Windau⸗Wenta Fuß gefaßt. Er fährt fort, Fortschritte zu machen in der Richtung von Tukkum⸗Alt⸗Aus, im Westen von Riga. In der Gegend östlich von Popeliany bedrängten wir die feindliche Infanterie. Auf dem rechten Ufer des Orzyc dauerte am 16. Juli ein hartnäckiger Kampf auf einer ausgedehnten Front fort. Der Feind griff mit drei Regimentern das Torf Podossie an und nahm es ein. Sodann setzte er auf das linke Üfer des Orzye über, er nahm uns drei Kanonen ab In einem heftigen Gegenangriff wurden die deutschen Truppen jenseits des Orzye jedoch mit dem Bajonett massakriert, die Kanonen zurückerobert und der Feind aus Die
Podossie zurückgeschlagen.
.
8 2 8 7
3
1*
daß e dem Vorjahr zurückgegangen. Es hat dies haupt-
sibirischen und turkestanischen Truppen, die dort gegen einen an 3 8
Zahl zweifach überlegenen Feind kämpften, bewiesen ihren glänzen⸗ den Wert und ihre äußerste Ausdauer. In der Richtung von Mlawa zogen wir uns südlich von Cie chanow zu⸗ rück, da der Feind seine Reserve verdoppelt hat. Nordwestlich von Radom griff am 15. Juli eine Kosakenbrigade eine österrei sche Vorhut beim Dorfe Mokrzez an, machte 280 Soldaten und 3 ziere zu Gefangenen und erbeutete 2 Maschinengewehre. Zwischen der Weichsel und dem Bug ergriff der in der Nacht vom 15, zum 16. Juli eine allgemeine Offensiu Die Angriffe des Feindes am Podlipebach östlich von Wilkolaz bei Bychawa im Süden von Lublin wurden zurückgeschlagen. Auf dem linken Ufer des Wieprz gewann der Feind nach einem hartnäckigen Kampfe einigen Vorteil. Wir hielten am Abend des 16. die Front Izdebna⸗Krasnostaw. Auf dem rechten
2
5
fis
u
des Wieyrz wurden die Angriffe des Feindes am Wolizaflusse
zurückgeschlagen. g Feind mehrmals in der Nacht vom 16. und am folgenden Tage unsere mit Widerhaken versehenen doch schlugen wir ihn jedesmal Bajonette zurück. Südlich von
durch unser Feuer und unsere, Drubjes zo w zwischen dem Flusse Huczwa und dem Bug richtete der Feind hartnäckige An⸗ griffe auf die Front Metlein-Maslomencz. Auf der Flanke dieses Abschnittes bei Terebin und Tichobuz führten wir in der Nacht vom 15. zum 16. Juli mit Erfolg Gegenangriffe aus. Am Bug wurden Teilangriffe des Feindes zwischen dem Dorfe Krylow und der Stadt Sokal sowie zwischen den Dörfern Klusow und Parchacz bei Krystynopol mit Erfolg zurückgeschlagen. Wir machten dort mehrere hundert Gefangene. Am Dujestr und am, Bug
dauern die Kämpfe ohne ernstliche Veränderung der besetzten chwarzen Meer torpedierte das Unterseeboot
Front fort. Im S 1 as „Nerpa“ in der Kohlengegend ein großes Kohlenschiff.
Schwere Kämpfe auf Gallipoli.
Genf, 19. Juli. Aus Mytilene wird gemeldet, daß fortgesetzt schwere Kämpfe auf Gallipoli stattfinden.
u gano, 19. Juli.„Secolo“ meldet aus Turin, daß gestern abend drei hohe englische Offiziere, der Admiral Sir Douglas, Gamble und die Generäle Eldeson und Oltham in Begleitung eines Ordonanzoffiziers mit dem Schnell⸗ zug aus Frankreich angekommen und über Rom und Neapel abgereist sind, um sich dort nach den Dardanellen einzuschiffen.
Aeußerungen des bulgarischen Gesandten Ritzow.
Lugano, 19. Juli. Dem Vertreter der„Tribuna“ äußerte sich der bulgarißche Gesandte Ritzowvoll Bewunderung für Deutschlands Stärke und Organisation. Ein sol⸗ ces Volk sei unüberwindlich. Ritzow fügte hinzu, in Rom sei es sein eifrigstes Bestreben gewesen, eine Liga der Neutralen unter italienischer Führung zustande zu bringen, welche im bestimmten Augenblick den Frieden herbeiführen sollte. Mit Bedauern habe er darum das Eintreten Italiens in den Weltkrieg gesehen. Schon heute sehe er den künftigen Zwist zwischen Italien, Griechenland und Serbien voraus. Ritzow schloß, Bulgarien werde auch fürder⸗ hin neutral bleiben. ö l
mre Vermählung zeigen an:
Max Scheffler
Obertelegraphensekretär
Kathe Scheffl er, geb. Gengnagel
Kartoffeln Neue Vollheringe
Stück 15 Pfg. Neue Zwiebeln 6 Pfund 35 Pfg.
Preiß
Pfund 55 Pfg.
Neue
Königskuchen, welcher 800 Gramm wiegt und oder Konditor zirka Mk. 2.50 kostet.
Kochmaschine gebacken. Beschreibung auf Zahlreiche Anerkennungen, 2 Na Ein Postpaket, 8 Pakete enthaltend,
ißelbeeren
ohne Meblmaxken verkäuflich. Jede Hausfrau backe jetzt ihren Kuchen selbst. Aus einem Paket Kuchenmehl, welches 80 Pig. kostet, erhalten Sie einen Kuchen, Topstuchen oder beim Bäcker „ Das Backmehl wird nur mit Milch angerübrt und in elner Form im Herd oder edem Paket. bestellungen. kostet gegen Nachnabme Mk. 6.40, franto zugesandt. Wiederverkäufer Rabatt.
C. O. Schmidt, Erfurt, Nahrungsmittelfabrit.
Bullen verkauf.
Die Gemeinde Großen-Linden hat einen Simmentaler Bullen auf dem Submissionswege zum Schlachten zu verkaufen.
Angebote pro Zentner Lebendgewicht wolle man verschlossen bis zum Mittwoch, den 21. ds. Mts., mittags 1 Uhr, hierher einreichen.
Großen⸗Linden, am 14. Juli 1915.
Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden.
Stolp l. Pom Ciesen Jakob Maternus Menzent Akescemle: dean f mar. 2 3 i a vn vn eee ee eee e . 2 und Frauklurter Strabe: g eee e td Füngslekal Seit, u Onzad Ul Fringe Dienstag. 20. Juli n en Schlebkarren Le 1 Wilen u. Kasenschant au 10 P ver 6% N 9 wel e ig. Pfirsiche, Aprikosen und T rrrenche Leiterwagen Tee wende den bar verge
empfiehlt M. Rosenthal, Liebigstr. 13, Fernspr. 77.
then ber Kanzlet⸗ berg z. Verk. on Schneider.
Suti
2 .
Jauchefässer empfiehlt
i Pb. Sommerkorn, Kuferzz e sraße 10.
eee
Leun.
Gießen, den 16. Jult 1915. Krämer, Großh. Pfandmeister.
Neustadt 11.
looo
PR
1 85
Eisendrahtverhaue zu forcieren,
Oestlich des Dorfes Grabowjez vermochte der 1
.
5
1
3
Edgar Borrmannn
5
2
*
8


