Ife! us Freiherr von Grotthuß,, Kom⸗ mandeur des Ersatz-Bataillons Fuß-⸗Art.⸗Regt. 3, aus Aner⸗ bach. Gefr. Ferd. Löb, Res.⸗Inf.⸗Regt. 168.
Auszeichnung. dem Jäger Emil Mar⸗
n vom Kurhess. Jäger. ⸗Bat. 11, Teilhaber der Firma
r& Marquardt in Gießen, wurde das Eiserne Kreuz verliehen.
Prof. Dr. Behrens ist nach der„Neuen Freien
sse“ vom Professorenkollegium der philosophischen Fa⸗
tät an der Wiener Universität als Nachfolger für
den nach Bonn berufenen o. Professor der romanischen Phi⸗
lologie Dr. W. Meyer ⸗Lübke an erster Stelle vorgeschlagen
worden. Personalnachricht. Die Groß
Amtliche berzogin hat 5 14. Juli d. Is. den Oekonomen am Landes- —— Marienschloß Georg Holzmann zum Aktuar bei dem
imtsgericht Ober⸗Ingelheim ernannt. g Illner-Ausstellung. Heute vormittag wurde in Gegenwart einer Anzahl geladener Gäste die in den Räu⸗ men des 1 Kunstvereins für die nächste Zeit untergebrachte Ausstellung des Darmstädter Porträtisten Professors Walter Illner eröffnet. Sie um⸗ faßt einige dreißig Bildnisse sowie eine„Kreuzigung“ von hoher Eigenart. Zur Einführung des Künstlers und seines Schaffens dürften einige Geleitworte willkommen sein, die uns von kunstverständiger Seite aus Darmstadt kommen: „In der künstlerischen Betrachtungsweise haben sich in den letzten 10 Jahren große Wandlungen vollzogen. Betritt man ein Museum mit Werken verschiedener Zeit, so kann man auf einen Blick mit Leichtigkeit die Bilder unterschei⸗ den, die vor 1900 gemalt sind, gegenüber denen aus letzter Zeit. Inhalt und Farbengebung sind durchaus verschieden.
an spürt hier das Wirken starker Persönlichkeiten, die sich von der altmeisterlichen Manier frei—⸗ gemacht und eine neue Kultur des Auges herbei— geführt haben. Ihnen war die tsache, farbige Har⸗ monien zu erzeugen, prächtige Zusammenstimmung von Farbenklängen wirken zu lassen, zu„bilden“ und nicht zu „reden“. Diese Art, die Welt zu sehen und auf dem Bilde zu lanpen, nennen wir„dekorativ“ arbeiten. Sie hat ihre Wurzel in dem erstarkten architektonischen Empfinden, die das Werk des Malers nicht bloß auf der Staffelei sieht, sondern als Teil eines Raumes empfindet. Künstler, die mit Rücksicht auf die Umgebung ihrer Werke arbeiten, sind nicht mehr frei, sondern haben bestimmte Aufgaben zu er⸗ füllen, ihre Farben wie die Durchmalung der Formen haben sich nach dem Standort der Beschauer der Lichtfülle des Raumes und Stellung der Bilder zu richten. Nicht jeder gute Maler ist deshalb auch ein guter„dekorativer Maler“ Einer der besten unter diesen ist der in Darmstadt wohnende Professor Walter Illner, der eine 9 eihe seiner interessanten Arbeiten für eine Ausstellung
Gießen zur Verfügung gestellt hat. Man weiß nicht, soll man ihn in seinen dekorativen, monumentalen Wand- bildern oder in seinen Porträts höher einschätzen: er bleibt eben kraft seines starken architektonischen Empfindens immer
„dekorativ“, ob es sich nun um ein freies Motiv oder um die Darstellung einer bestimmten Persönlichkeit handelt. Man kann sich seine Figuren nicht ohne ihren Hintergrund denken, sie verwachsen mit ihm zu einer Gesamtwirkung, bei der jeder Teil für den andern unentbehrlich ist. Dabei trifft Illner im Gesamtton und in der Linienführung stets überzeugend das charakteristische der dargestellten Persön⸗ lichkeiten, so daß seine stolzen 7 seine starken Männer, seine duftigen Mädchen und seine zarten Kinder im gleichen Maße reizvoll wirken. Stets ist das Problem neu erfaßt, und so kommt es, daß ein jedes der Bilder einen neuen eigenartigen Reiz hat und die Vorführung
reicher Werke nicht ermüdend, sondern als Offen-
arung einer reichen künstlerischen Phan⸗
tasie wirkt.“— Eine Würdigung der Ausstellung selbst behalten wir uns für die nächsten Tage vor.
* Akademischer Kriegsvortrag. Wir machen nochmals auf den heute abend im großen Hörsaal der Aula
stattfindenden Vortrag des Herrn Prof. Dr. Collin: „Ernst Moritz Arndts politische Ansichten“ aufmerksam. 5
Vom galizischen Kriegsschauplatz. Wegen
starker Inanspruchnahme der Eisenbahnen auf dem Kriegs- schauplatz in Galizien muß der bisher nach der Süd⸗ armee Linsingen zugelassene Privat-Güter⸗ und Paketverkehr bis auf weiteres eingestellt werden. Pri⸗ vatsendungen von Gütern und Paketen können einstweflen nach dem ganzen galizischen Kriegsschauplatz nicht angenom⸗ men werden. Bei Zweifeln über die Zugehörigkeit der Trup⸗ penteile zu höheren Verbänden genügt eine* bei dem nächsten Militär-Paketdepot mittels der in jeder Post⸗ anstalt erhältlichen grünen Karten.
Rückständige Quartiergelder. Die bei der Auszahlung der Quartierentschädigungen für die Zeit vom 8.—28. Februar nicht in der Liste verzeichneten Quartier geber können, wie man uns bittet mitzuteilen, auf Grund der abgegebenen Unterkunftsscheine ihre Vergütung Freitag, den 16. Juli ds. Is., vormittags von 8—1 Uhr, im Stadt⸗ haus, Zimmer 4, in Empfang nehmen.
5 4 Landkreis Gießen.
O Grünberg, 14. Juli. Leutnant Fritz Hille, ein ge-
borener Grünberger, Oberlehrer am herzoglich meiningischen
Lehterseminar zu Hildburghausen, erhielt die Hessische Tapfer⸗
leitsmedaille. Vor längerer Zeit wurde er schon mit dem
Eisernen Kreuz ausgezeichnet.— Auf dem hiesigen Friedhose wurde
nun schon der dritte Grünberger Krieger mit militärischen Ehren beerdigt. Es war dies Artillerist Heinrich Krömmelbein,
gebürtig aus Lauterbach, der an einer schweren Kopfwunde im
Hazarett zu Gießen starb.— Der kürzlich hier abgehaltene Markt
Gakobsmarkt) zeigte wohl infolge des schlechten Wetters einen
geringen Austrieb von Ferkeln. Da viele Käuser erschienen waren, wurde die Ware bei hohen Preisen flott abgesetzt. Rindvieh war seins aufgetrieben, ebenso fehlten die sonst üblichen Kausstände.
VN. B. Holzheim, 14. Juli. Musketier Wilb. Grieb vom
eee 222 starb insolge einer Verwundung im
Lazarett in München. Die Beerdigung sand gestern unter großer
Belelligung hier statt. Kriegskameraden des Toten unter 8 rung
eines Vizeseldwebels gaben ihm das letzte Geleit. Unteroffizier d. R.
Tüvpelt legte einen Kranz nieder, ebenso der Kriegerverein
Holzheim.
5 Kreis Alsfeld.
ObStorn dorf, 19. Juli. Unterossizier Konrad Fink von
ler, der seit Kriegsausbruch bei einem Insanterie-Megiment im sesten stand, erhielt das Eiserne Kreuz. Die Zahl der mit a Eisernen Kreuze Geschmückten hat sich somlit in unserer Ge⸗ meinde auf sechs erhöht.
Ee Ruppertenrod, 14. Juli. Die Kinder unserer Schule bis jetzt 9085 Stück Kohlweißlinge. bedarf keiner echnung, welchem Schaden an Kohl und Gemilse dadurch vor—
at wird. Aus der Wetterau kommen schon Klagen über die en, welche die dort massenhast austretenden Kohlweiß linge
irsachen.
1 Kreis Büdingen. . r eee Willi Berns⸗ g 1„ 8 in
n westlüichen Kriegsschauplatz den Tod fur Vaterland ge-
st am 3. d. Mits.] Ba
Kreis Schotten. 1 Vom vorderen Vogelsberg, 14. Juli. Nach drei Mougten der erste Landregen! Damit ist ein lange gehegter Wunsch nicht nur unserer Landwirte endlich in Erfüllung gegangen. Die drohende Futternot ist nun behoben. Der zweite Klee und das Grummetgras schießt nach dem Zurückbleiben um so üppiger hervor. Im Walze gibt es jetzt reichlich Himbeeren. Die ersten Früchte waren verkümmert. Der jetzige Ansatz ist vollkommen entwickelt. Täglich kommen Kinder und Erwachsene mit hoch- gefüllten Gefäßen aus den Wäldern. Noch reisen die Himbeeren und schon pflückt man auch Brombeeren im Felde. Auch sie haben einen ungewöhnlich reichen Fruchtansatz. Kreis Wetzlar.
m. Lützellinden, 15. Juli. Der an der hiesigen Schule tätig gewesene Lehrer Praß hat das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhalten. Er steht z. Zt. als Unteroffizier in einem Reserve-In⸗ santerie-Regiment in Frankreich und ist der fünste Ritter des Eisernen Kreuzes aus unserer Gemeinde.
14 Hessen⸗Nassau.
10 Marburg, 14. Juli. Unter großer Beteiligung der Land- bewohner aus dei hiesigen Kreise und der ganzen Umgebung, besonders auch des Kreises Biedenkopf, wurde heute hier das Missionssest der lutherischen Diözese Oberhessen abgehalten. Bei den Gottesdiensten in der lutherischen Pfarrkirche predigten Generalsuperintendent Dettmering aus Kassel und Pfarrer Petrenz vom Fraulsuxter Diakonissenhaus.
h. Frankfurt a. M., 14. Juli. In der ersten Verkaufswoche von gefrorenem städtischen Schweinefleisch wurden in den 23 Verkaufsstellen 125 Schweine im Gesamtgewicht von 170 Zentnern verkauft. Das Fleisch, das stark begehrt wird, ist von bester Beschaffenheit.— Der Landsturmmann Fischer aus Bromberg verspätete sich infolge einer Straßenbahnentgleisung und legte den Weg bis zu seiner Offenbacher Kaserne vom Stadtteil Oberrad ab im Laufschritt zurück. Er erreichte zwar recht⸗ zeitig sein Ziel, stürzte aber vor dem Kasernentor von einem Herzschlag getroffen, tot zu Boden.— In einem Neubau im Stadtteil Sachsenhausen wurde am Dienstag mittag an einem Dienstmädchen ein Mord ver such verübt. Der Täter hatte vorher in einem Metzgerladen Fleisch gekauft, das er sich nach dem Neubau, seiner angeblichen Wohnung, schicken ließ. Als das Dienst⸗ mädchen des Metzgers das Haus später betrat, wurde es von dem Menschen zu Boden geschlagen, gewürgt und schließlich au den Haaren in den Keller leschleift, wo die Schwerverletzte später be⸗ wußtlos aufgefunden wurde. Der Titer entkam unerkannt.
h. Frankfurt a. M., 14. Juli. Die von den„Vereinigten Landwirten von Frankfurt und Umgegend“ bereits vor Tagen angekündigte Erhöhung des Milchpreises wird vom 15. Juli ab Wirklichkeit. Wie die Vereinigung mitteilt, kostet das Liter Milch fortan 30 Pfennige, gegen 26 Pfennige bisher. Von diesem Mehr von 4 Pfg. erhalten die Landwirte 3 Pfg., während die Händler sich mit 1 Pfennig Mehrverdienst begnügen müssen. Als Grund der Preissteigerung wird die Trocken⸗ heit der letzten Monate und der dadurch bedingte allgemeine Man- gel an Grünfutter angegeben. Damit marschiert Frankfurt als Stadt mit den höchsten Milchpreisen wohl an der Spitze.
b. Vom Main, 14. Juli. Als der Unvorsichtige, der am Sonntag im demsbacher Walde die Ehefrau Agnes Hofmann, wie schon gemeldet, erschoß, wurde der Mühlenbesitzer Emil Kern aus Mömbris ermittelt. Kern ist der Tat geständig.
h. Limburg, 14. Juli. Die gestern hier abgehaltene Voll- versammlung der Handelskammer sprach sich gegen ein von verschiedenen Interessenten gewünschtes Ausfuhrverbot der Erzeugnisse der heimischen Brunnenindustrie aus. Einem An⸗ trag der Kammer auf Späterlegung des letzten Zuges von Frank⸗ furt nach hier, um Anschluß an verschiedene süddeutsche Züge zu erhalten, entsprach die Eisenbahndirektion. Die Durchführung des letzten mir bis Niedernhausen gehenden Zuges nach Limburg lehnte die Direktion dagegen ab. Zum Vorsitzenden der Kammer wählte man Th. Kirchberger Weilburg, zu seinem ersten Stellver⸗ treter mmerzienrat Schmidt Niederlahnstein, zum zweiten K. Korkhaus Limburg. Als Kammerbeiträge werden 100% der Gewerbestener erhoben.
Vermischtes.
» Berlin, 14. Juli. Das„Berliner Tageblatt“ meldet aus München: Anläßlich seines silbernen Ehejubiläums hat das Fürstenpaar von Thurn und e in Regens burg eine Stiftung von einer halben illion er⸗ richtet. Neben Legaten für die Beamten und Diener des fürstlichen —5 sind auch wohltätige Vereine mit reichen Spenden bedacht worden.
Märkte. FC. Wiesbaden. Viehhos- Marktbericht vom 14. Juli. Auftrieb: 124 Rinder(darunter 12 Ochsen, 16 Bullen, 96 Kuͤhe), 209 Kälber, 51 Schaf, 251 Schweine. Bei gleichen Preisen wie am 12. ds. Mts. und ruhigem Handel wurde bald der Auftrieb
geräumt. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgesellschaft. Gottesdienst. 00 Sabbatselee am 17. Juli 19158: itag abend 8.00 Uhr. instag vormittag 8.00 Uhr. Samstag nachmittag 4.00 Uhr. Sabbatausgang 9.25 Uhr Wochengottesdienst: Morgens 6.00, abends 7.30 Uhr.
Amtlicher Wetterbericht. Das gestern über Südwestdeutschland lagernde Teilties, das
verbreitete Regenschauer verursachte, ist schnell ostwärts abgezogen. Ihm folgte hoher Druck von Südwesten nach, der uns gestern Abend und heute Nacht Aufheiterung brachte. Da jedoch von Nordwesten her eine Depression schnell nach dem Festlande vorgedrungen ist, berrscht bereits heute wiederum trübes, regnerisches Wetter. Bei ihrem scheinbar schnellen Zuge dürsten wir morgen wohl schon auf ihre Rückseite kommen. Ob dieser Depression weitere Wirbel folgen werden, läßt sich noch nicht ersehen. Wir baben also für morgen mit unbeständigem Wetter zu rechnen.
Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 16. Juli 1015: Uubeständig, Regenschauer, Temperatur wenig geändert, westliche bis nordwestliche Winde.
Letzte Nachrichten.
Aus Frankreich zurückgekehrte deutsche Sanitätsleute.
Konstanz, 14. Juli.(WTB. Nichtamtlich) Der erste schweizerische Sanitätszug mit 261 un verwun⸗ deten deutschen Sanitätsleuten traf heute vormit⸗ tag um ¼9 Uhr hier ein. Der Empfang war nicht minder herz⸗ lich als der der Schwerverwundeten. Prinz Max von Baden war auch diesmal zum Empfange anwesend. Die meisten der angekom⸗ menen Sanitätsleute waren schon seit August bezw. September vorigen Jahres in französischer Gefangenschaft. Nur wenige waren darunter, die bei den Mai- und Junikämpfen an der Lorettohöhe in französische Gefangenschaft geraten waren. Auch diese Ge⸗ fangenen berichten durchweg nur Un erfreuliches über ihre Behandlung in der Gefangenschaft. Die ärztliche 5 ee deutsche Soldat habe ino Le nrindestens
ben eingebüßt oder doch mri
der Lager waren alle fehr mangelhaft. Allgemein wurde auch über die schlechte Kost 7 Infolge dieser Mängel war es nicht zu verwundern, daß an kheiten aus-
stedende Fe
körperliche Arbeit i rperliche—ç Pabel ba 95 9
1— A Opser, das der Krieg bis jetzt in unserer
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Eine auffallend, übrigens bereils bekannte Tatsachk dar bee)
datz man den Polen und Elsässern überall eine Sonderbehandlung angedeihen lassen wollte. Zur Ehre der Polen und Elsässer jedoch fei es gesagt, daß sie diefe Behandlung, von einigen Ausnahme⸗ llen natürlich abgesehen, durchweg ablehnten und das Los ihrer eraden teilen wollten. Nicht wenige von ihnen wanderten deshalb sogar ins Gefängnis. Mit Gefängnisstrafen waren die Franzosen übrigens im allgemeinen sehr freigebig. Sehr inter⸗ essant erzählt ein älterer freiwilliger Sanitätsmann über seinen Aufenthalt in Reims. Die Franzosen legten zum Schutze der Kathe⸗ drale eine große Anzahl deutscher Verwundeter in dieselbe, von denen bei der Beschießung viele ums Leben kamen. In ben fran⸗ zösischen Gefangenenlagern wurde auch eine in deutscher Sprache abgefaßte Zeitung für Kriegsberichte verbreitet, die die unglaub⸗ lichsten Lügen über die Kriegslage enthielt. Nach ihrer Ankunft wurden die deutschen Sanitätsleute auf dem Bahnhof in— vernommen, wo sie Auskunft über ihre Erlebnisse in Frankr 6 geben mußten. Nach dem Mittagessen fuhren die bayerischen Sani⸗ tätsleute um 2 Uhr mit dem Schiff, die übrigen um 7,20 Uhr mit der Bahn in ihre Garnisonen zurück. Morgen früh um 8,30 Uhr trifft wieder ein Zug mit deutschen Schwerverwundeten hier ein. Ein deutscher Opfertag.
München, 14. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Münch. Neuest. Nachrichten“ regen in einem Aufruf an, den Ja hres⸗ tag des Kriegsbeginns durch einen deutschen Opfer⸗ tag zu feiern, in der Mat, daß jeder an diesem Tage ein Opfer bringe, entweder zugunsten des Heeres, oder zugunsten aller Unternehmungen, die die Linderung der Kriegsnot zum Ziele haben.
Gegen die Verteuerung der Lebensmittel.
Berlin, 15. Juli. Der Berliner„Lokalanz.“ kann mitteilen, daß sich die zuständigen Stellen zu einem tat⸗ kräftigen Vorgehen mit durchgreifenden Maß⸗ nahmen gegen die Verteuerung der Lebens- mittel entschlossen haben.
Der Abschluß der Berliner Sparkassen.
Berlin, 15. Juli. Ueber den Abschluß der Berliner Spar⸗ lassen wird berichtet, daß in dem letzten Jahre trotz des Krieges 15 593 268 Mark mehr eingezahlt als abgeho⸗ ben worden sind, wenn von der Inanspruchnahme durch die Kriegsanleihe abgefsehen wird. Die Anzahl der Sparkassenbücher ist um 15 620 Stück gestiegen. Zur ersten Kriegsanleihe sind rund 18, zur zweiten rund 35 Millionen Mark von der Ber⸗ liner Sparkasse beigesteuert worden, insgesamt rund 53 Mil⸗
lionen Mark. a Krupypsche Stiftungen.
Berlin, 15. Juli. Der„Berliner Lokalanzeiger“ erfährt aus Essen, daß der Gesandte Krupp von Bohlen und Hal⸗ bach 50 000 Mark für Bade⸗ und Desinfektionswagen des Ost⸗ heeres, 25 000 Mark für warme Untertleidung und 30000 Mark für Mineralwasser gestiftet hat. Die gleiche Summe ist von den Kruppschen Werksangehörigen aufgebracht worden..
Umtriebe gegen die Republik in Frantreich.
Paris, 14. Juli.(WTB Nichtamtlich.) In der„Guerre
sociale“ stellt Gustave Hervé fest, daß in Frankreich sowohl auf dem Lande als auch in Paris sich starke Umtriebe gegen die Re⸗ publik bemerkbar machen. An der Front laufe das Gerücht um, daß in Paris Hungersnot herrsche und daß die Arbeiter unter Vorantragen von roten Fahnen Kundgebungen gegen die Repu⸗ blik veranstalteten. Aus der ganzen Provinz, aus den Departe⸗ ments Ardeche, Haute Loire und Seine et Marne erhalte er Zu⸗ schriften, die ebensolche Gerüchte wiedergeben. Andere Zuschriften besagten, daß in den Kirchen von den Priestern gegen die Re⸗ publik Stellung genommen werde, die einzig an allem Uebel schuld sei. Herve erklärt, die Ausstreuer solcher Gerüchte seien Vater⸗ landsverräter, die wissentlich oder unwissentlich die Sache der Feinde Frankreichs unterstützten. Es sei gefährlich, solche Uebeltäter ihre Würhlarbeit ungestört fortsetzen zu lassen. Die österreichische Note an Amerika. 5 i. Köln, 15. Juli. Die„Köln. 818 reichischen Note an Amerika: Die Kundgebung der Re⸗ gierung von Oesterreich⸗Ungarn an diejenige der Vereinigten Staa⸗ ten ist eine bumdesbrüderliche Dat von höchstem Werte. Mit ihr tritt Oesterreichs Diplomatie neben 8 Deutschlands in dem einzigen 2 wo Deutschland anläßlich des Weltkrieges in eine ernstliche Auseinandersetzung mit einem wen- tralen Staate geraten ist, gerade in dem Augenblick, wo die diplo⸗ matische Erörterung zu ihrem kritischen Punkte gediehen ist. Wilson weiß nun, daß Oesterreich den Standwunkt Deutschlands teilt und entschlossen ist, alle Folgen dieses Standpunktes zusammen mit seinem Verbündeten zu tragen. Spannung zwischen Italien und Griechenland. 1 Athen, 14. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Eine vom italienischen Minister des Auswärtigen an den griechisch⸗ Gesandten in Rom gerichtete Beschwerde 3 das der griechischen Presse wird in hiesigen politischen Kreisen i als lächerlich
als verfehlt und von der griechischen Presse bezeichnet, da die italieni Griechenland sei ö e bes Paetgene enge e bude dr 3——
beschäftigte sich mit dem Mißbrauch der gr iechi⸗
schen Flagge durch ein Schiff der italienischen Kriegs⸗
marine. Die Engländer haben die griechischen Telegrauhen⸗ beamten in Mudros ihrer Stellung enthoben. Es wird bestätigt, daß ein großer englischer Druppen⸗ transport bei Lemnos versenkt worden ist.
Eine Schlacht zwischen Serben und Albanern. N Athen, 15. Juli. Zwischen Serben und Albanern ent⸗ wickelte sich bei Tir ana eine Schlacht, in der die Ser ben 2000 Mann an Toten verloren, während die Al⸗ baner nur 100 Mann verloren. Um sich zu rächen, steckten die Serben sämtliche albanischen Dörfer in dem von ihnen besetzten Gebiet in Brand.
Ein englisches Blatt über die Dardanellenkämufr. Berlin, 15. Juli. Laut„Berliner Tageblatt“ veröffent⸗ lit der„Daily Telegraph“ sehr ernste Nachrichten von den Dardanellen. Es sei nicht ein Wort zu viel gesagt, heißt es in dem Bericht, wenn man behaupte, daß an den Dardanellen eine Armee unter den ungünstigsten Bedingungen kämpfe. Die Türken würden allein genügt haben, um die Landun ition in cate verzweifelte Lage zu bringen. Es komme hinu, daß ste unter deutscher Führung ständen. Die Deutschen hätten glänzende Methoden, sich schnell zu entscheiden, und sie .— den Krieg auf eine wunderbare Höhe gebracht. Den Eng⸗ ändern bleibe nur möglich den Schluß zu ziehen, daß die Dar⸗ danellenaktion ein nahezu hoffnungsvolles Opfer war und fei. Der drohende Bergarbeiterausstand in England. Rotterdam, 14. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Wie der „Rotterdamsche Contrant“ berichtet, schreibt der parlamentarische Mitarbeiter der„Times“: Die Regierung glaubt, daß der Streik abgewendet werden wird, da die Bergarbeiter nicht verfuchen wer⸗ den, der königlichen Verordnung, die Streiks in den Kohlengruben von Südwales verbietet, Widerstand zu leisten. Das Vertrauen in eine glückliche Beilegung des Zwistes ist so groß, daß sie bisher noch kei Munitionsgrrichtsbof für die Sidwalliser errichtet hat, unt ll. zu bestrasen. Der Gerichtshof foll erst ins Leben gerufen werden, wenn der Streik wirklich ausbricht. Eine Mißernte in Rußland. g Petersburg 14. Juli.(WI Nichtwuntlich.) Eine Zuschrift aus Westrußkand besagt, daß wegen der Dürre eine völlige Mißernte zu erwarten sei.
Die Aerzte empfehlen Apotheker Neumeier“?
Pulver a 1 Asthma- diene Vapter) I. 1
Papier) D. R G. M. No. 26122 und 26617. Erhältlich in d. Apotheken. sss Apotheker Neumeier, Frankfurt am Main. J
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schreibt zuꝛder⸗ oer ⸗


