Ausgabe 
(10.7.1915) 160. Erstes Blatt
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N wohl 2 5 1 chichten funkenen Fettwiehpreisen

8* Der städtische Wurstverkauf fand gestern, auschei auf die vor einigen an di Stelle er Ehrenrettung der städtischen Dauerware, wieder einen derartigen Zuspruch, daß es an der Verkaufsstelle zu großen Unzuträglichkeiten kam. Wenn man auch nit dem Andrang nach den Erfahrungen der letzten Berkäuse wohl nicht gerechnet hatte, so waren die Szenen, die sich vor der e abspielten, doch wieder der⸗ art, daß unter allen Umständen einer Wiederholung vor⸗ gebeugt werden muß. Ein zuverlässiger Augenzeuge schreibt uns darüber:Es war wieder einmal ein einziges Vor⸗ 1 N en, Drücken gc 5 8 Seer n den ver en konnte. Schwächere, empfindliche Leute und Kinder Ilsen sich nicht in dieses Gedränge wagen. Der Türschließer, unterstützt von zwei Schutzleuten, war kaum imstande, diesem Ansturm der Käufer standzu⸗ halten. Diesem für unser schönes Gießen beschämenden An⸗ blick muß unbedingt abgeholfen werden. Der Einsender schlägt die Ausgabe von Marken durch das Türfenster der Seitentür und die jeweilige Abfertigung von etwa zehn Markeni ern vor. Wenn man weiter noch hört, daß manche Käufer über zwei Stunden stehen mußten, ehe die Reihe an sie kam, und die Abfertigung selbst noch sehr 3 vonstatten ging, wird man es verstehen, wenn der städtische Wurstverkauf trotz der Güte der Ware gestern in der Stadt der Gegenstand einer nicht sehr wohlwollenden n gelingt es demnächst besser, die Verkaufsbedingungen dem regen Zuspruch anzupassen. N* Die VBerteilungsstelle für Futtermittel in ente Aae eee Nee e deren m uttermitte ige'asse, e bermi mit Haufe oder Torf, Rohzucker vermischt mit Häckseh, sowie son⸗ Wa Kraftfuttermittel, namentlich Oelkuchen, Oelkuchen⸗ ren ee eder aldeem int beg eie ei ttermittel 1 1 für Schweine, noch erhältlich sind. Die Landwirte müssen is Bestellungen bei den örtlichen Ausführungsstellen, das ist die Großh. Bürgermeisterei oder eine Genossen⸗ schuft(landw. Korfumverein oder Spar- und Darlehnskasse) ein⸗ reichen. örtlichen stellen geben den Bedarf der Gemeinde der Zentralgenossenschaft der hessischen landwirtschaft⸗ lichen in Darmstadt auf, nicht aber dem Kommunal- verband oder dem Kreisamt oder gar der Bezugs vereinigung, wie dies vielfach noch irrtinmlicherweise geschieht. Grundsatzlich ist am schristlichen Verkehr festzuhalten. Telephonische Mittkilungen sollten mur auf besonders dri Fälle beschräntt bleiben. Kleie ist bekanntlich nach bestimmten Grundsätzen auf die Ge⸗ meinden verteilt. Eine Nachbestellung hat keinen Zweck, da nur so viel Kleie verteilt werden kann, als durch Ausmahlen des Brot⸗

gewonnen wird..

Vorzug. Sonntags wird bis auf weiteres ein Vorzug sür Personenzug 538 gefahren nach folgendem Plan: Ab Burg-N.-Ge⸗ münden 6 Uhr 33 Min. abends, ab N.-Ohmen 6.42, Mücke 6.52, Grün⸗ berg 7.01, Göbelnrod 7.07, Saasen 7.27, Reiskirchen 7.33, Großen- Buseck 7.39, Rödgen 7.44, Ankunft in Gießen 7.53 abends. Der Hauptzug wird dadurch entlastet und die Erreichung der Anschlüsse

in Gießen gefächert. Landkreis Gießen.

O Burkhardsfelden, 9. Juli. Schwere Opfer hat der Krieg aus unserer etwa 700 Einwohner zählenden Gemeinde ge⸗ fordert. Bon den 103 unter den Fahnen stehendeu Gemeinde gliedern find bereits 12 den Tod fürs Vaterland gestorben. Ver- mitt und gefangen sind bereits 6. An Auszeichnungen erhielten 6 das Eiserne Kreuz 2. Klasse und 4 die hessische Tapferkeitsmedaille. Bon 46 Mitgliedern des GesangvereinsGermania stehen zur- zeit 31 unter den Fahnen. Gleich zu Anfang des Krieges fielen der 1. Präsident und kurz darauf 2 weitere treue Mitglieder. Nun hat der Verein seit kurzem 2 weitere Sangesbrüder zu beklagen: Heinrich Launspasch und Ludwig Möbus. In Gesangenschast befinden sich 2 Mitglieder.

Kreis Büdingen. i Nidda 9. i. Im Kampfe fürs Vaterland starb der J5a eur 28 buger es Hg Nor, Meter des Gerwin Kreutz 5 im 23. 5 Inf.⸗Rgt., uzes Inhaber des Bayr. Militärverdienstordens

und 1 d Wippenbach, 9. Juli. Das Giserne Kreuz erhielt er J webrwarae Gefreüer aut f roth in gef. Huf iat

Eckartsha hielt der Unteroffizier! Kreis Friedberg. Der letzte Burggraf zu Friedberg.

g Unter den vielen alten Grabdenkmälern, die auf dem Fraukfurter Peterskirchhof neuerdings gesammelt und hinter der Kreuzesgruppe an einer Mauer zur Aufstel⸗ lung kamen, beansprucht der Grabstein des letzten Burg⸗ grafen zu Friedberg, desKaiserlich Oesterreichischen würklichen Geheimen Rats Elemens August Wilhelm Grafen von Westfalen zu Fürstenberg, ganz beson⸗ deres Interesse. Mit dem am 26. Dezember 1818 in Frank⸗ furt erfolgten Tode dieses Mannes starb eines der ältesten Rittergeschlechter der Wetterau aus. Das stolze Geschlecht verstand es während seines 600 jährigen Bestehens, seine Macht und seine Rechte gegenüber der Stadt Friedberg am längsten zu behaupten. Der letzte Burggraf, Graf Clemens, trak durch einen am 10. März 1817 abgeschlossenen Vertrag die ihm auf die Burggrafschaft Friedberg zustehenden Rechte mit dem lebenslänglich gültigen Vorbehalt der Würde eines Standesherrn und Burggrafen von Friedberg an den Staat

ab. Als er starb, wurde die Burg mit der aus den Ortschaf⸗ ten Altenstadt, Büdesheim, Groß⸗Karben, Heldenbergen, Ilbenstadt, Kaichen, Klein-Karben, Nieder⸗Ilbenstadt, Ober⸗ au, Okarben, Rendel, Rodenbach und Rommelshausen be⸗ stehenden Burggrafschaft ein unmittelbarer Bestandteil des

Großherzogtums Hessen. Auf dem Frankfurter Peterskirch⸗

of fue schläft der letzte Burggraf von Friedberg den letzten af.

0 Sch f Kreis Wetzlar.

2 Aus dem Kreise Wetzlar, 9. Juli. Der Korn- schnitt ist in vollem Gange. Wenn auch das Stroh gegen sonst etwas kürzer ist, so haben doch die Aehren eine Länge und ein Gewicht, wie es unsere Landwirte nicht erwartet haben. Auch die Sommerfrucht hat in den Niederungen gut geladen; nur die Halme ind etwas kürzer als in nassen Jahren. Dickwurz und Gemüse sind schön angewachsen und auch die Kartoffeln stehen üppig da. Nur der zweite Schnitt an Grünfutter fällt auf Aeckern mit Höhen⸗ ngen mager aus, jedoch kann auch hier ein Regen noch vieles

nachholen. f

en, 9. Juli. Das Eiserne Kreuz er⸗ il Scheid.

Der Verblichene, der au 1850 nach Marburg ale.

2

Börsen⸗ Wochenbericht.

Frankfurt a. M., 9. Juli.

Im freien Verkehr der Börse hat sich in dieser Woche

eine weitere kräftige Aufwärtsbewegung vollzogen und die Lebhaftigkeit des Geschäfts erinnerte manchmal an die besten Friedenszeiten. Die Ursache dieser zuversichtlichen Stimmung liegt vor allem in der fortschreitenden günstigen Kriegslage, dann aber auch in der allgemein günstigen Beurteilung unserer wirtschaft⸗ lichen und finanziellen Verhältnisse. Aus den meisten Industrie⸗ zweigen lauten die Nachrichten recht befriedigend. Nur vereinzelt bringt der Krieg heute noch unmittelbare Nachteile, sast überall findet das rege Geschäft lediglich in den Betriebskräften und dem Betriebsmaterial eine Grenze. Sneßiell aus den tonangebendenMon⸗ tanindustrie wird ldet, daß die Aufwärtsbewegung in der letzten Zeit weitere Fortschritte machen konnte. Die Preise sind in den jüngsten Wochen am Eisenmarkte auf der ganzen Linie beträchtlich erhöht worden. Natürlich wirken die Preiserhöhungen des Roheisen⸗ verbandes und des Stahlwerksverbandes wieder preissteigernd für alle anderen nicht syndizierten Eisenerzeugnisse, da durch die Ver⸗ teuerung der Rohstoffe und Halbfabrikate ja die Gestehungslosten der weiter verarbeitenden Werke wesentlich höher werden. In den feindlichen Ländern sind nicht nur Eisen⸗ und Stahlerzeug⸗ nisse noch weit mehr im Preise gestiegen als bei uns, sondern dort berrscht auch die große Sorge, ob selbst zu ganz außerordentlch hohen Preisen der notwendige Kriegsbedarf auf die Dauer in aus⸗ reichendem Umfange beschafft werden kann. Solche Befürchtungen braucht man in Deutschland glücklicherweise nicht zu hegen. Die Lei⸗ stungsfähigkeit unserer Eisen⸗ und Stahlindustrie, die dabei Hand in Hand mit den Militärbehörden arbeitet, sichert uns die Deckung jeglichen Kriegsbedarfs und namentlich auch die Munitionsversor⸗ gung. Die Werke sind durchweg auf längere Zeit bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit beschäftigt und verlangen bei Uebernahme neuer Aufträge zumeist ausgedehnte Lieferfristen. Die Juli⸗ jahresabschlüsse großer Industriegesellschaften feffeln denn auch das Interesse der Spekulation. Alter Gewohnheit folgend, greift die Börse die Aktien einzelner Unternehmungen her⸗ aus, die von dem Wirtschaftsgang des Kriegsjahres besondere Vorteile gezogen und in Zukunft neue Gewinne zu erwarten haben. Daneben spielen Hoffnungen mit, daß an Stelle der vorsichtigen Zurückhaltung, die vor Jahresfrist dringend geboten war, nun⸗ mehr eine freiere Verfügung der Ueberschüsse möglich sein werde. So glaubt man in vielen Fällen steigenden Dividenden ent⸗ gegenblicken zu können, eine Erscheinung, die erkennen läßt, mit welcher Kraft das deutsche Großgewerbe alle Schwierigkeiten der Kriegszeit überwunden hat. Die Börse hat sich über die anfangs un⸗ günstige Einwirkung des Krieges in der zweiten Hälfte 1914 hin⸗ we sedt. Sie rechnet jetzt mit den guten Ergebnissen des ersten Halbjahres 1915 und mit den künftigen Aussichten. Bei diesen Betrachtungen kommt die Spekulation zu einer äußerst zuversicht⸗ lichen Beurteilung des Wertpapiermarktes, dessen Haltung von Tag zu Tag an Kraft gewinnt. Der Kreis der in die Bewegung hinein⸗ gezogenen Aktien erweitert sich zusehends. Das Hauptinteresse wandte sich naturgemäß wieder dem Markte derKriegs⸗ werte zu. Im Vordergrunde standen dabei die Aktien der Leder⸗ fabrik Adler u. Oppenheimer, die eine weitere erhebliche Kursbes⸗ serung erfuhren. Andere Lederfabrikaktien, wie St. Ing⸗ bert und Gebr. Fahr waren ebenfalls lebhaft gefragt und höher. Rege Kauflust zeigte sich auch für Deutsche Waffen, Rheinmetall, Köln Rottweiler Pulver, Löwe, Hirf und Deulsche Erdöl Aktien Autowerte und Clektrizitä ien waren auch b begün⸗ stigt. Größeres Interesse zeigte sich auch für Mitteldeut che Gummi⸗ waren Peter⸗Aktien, obgleich aus Verwaltungskreisen allen Divi⸗ dendenschätzungen als verfrüht widersprochen und auf die Notwen⸗ digkeit hingewiesen wurde, vorerst einmal die Reserven des Unter⸗ nehmens zu kräftigen. Auf den übrigen Gebieten war das Geschäft ruhiger, die Haltung aber fest. Anlagewerte unterlagen zum Teil einigem um die Mittel Ankauf von Industrie⸗ papieren zu beschaffen. Geld blieb leicht. Privatdis konto 3/0 0%.

Märkte.

Maretbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfund bei Landwirten 1,50 bis 0,00 Mt., bei Händlern 1,60,00 Mt. Hüßhnereier das Stück 16 Pfennig, 2 Stück 00 Pfennig: Enteneier 1 Stück 0 Pfennig, 2 St. 00 Pig. Gänseeier 1 St. 0-0 Pig. 2 St. 00 Pfg.; Käse das Stück 78 Pfg., Käsematte 2 Stück 60 Pfg.: Tauben das Paar 1,00 1,40 Mk., Hühner das Stück 1,002,00 Mk., Hahnen das Stück 1,00 2,50 Mk., Euten das Stück 2,503,00 Mk., Welsche 45 Mk.; Ochsenfleisch das Pfund Mk. 1,20 1.24, Rind⸗

Gießen, 10. Juli.

fleisch das Pfund 100 120 Pfg., Kuhfleisch 100120 Pig., weine⸗ fleisch das Pfd. 1,560,C00 Mk., Kalbfleisch das Bid. 110 Pig., Hammelfleisch das Pfund 96110 Pfg.; Kartoffeln Kilo 14,0000,00 Mk., Milch das Liter 24 Pfg.; Aepfel d jund

2030 Pfg.: Nüsse 100 Stück 60 Pig. Spargel 1. Sort0⁰ Pig. das Pfund, 2. Sorte 00 00 Pfg. das Pid.: Kopfsalat 8 bis 10 Pfg.; Bohnen 3000 Pfg. das Pfd.; Erbsen das Pfd. 3500 Pfg.; Kirschen 3035 Pfg. das Pfd., Erdbeeren 0000 Pig. das Pfd. Heidelbeeren 1 Liter 20 40 Pfg., Johannisbeeren 30 Pig. das Pfund. Gurken 2540 Pfennig. Marktzeit von 7 bis 1 uhr.

eh. Bingen, 9. Juli. Marktpreise. Weizen Mk. 00,00, Korn Mf. 60,00, Gerste Mk. 00, 00, Hafer Mk. 00,00, Heu Mt. 0,00, Stroh Mk. 5,00, Kartoffeln Mk. 10,50, Erbsen Mk. 00,00, Linsen Mk. 00,00, Bohnen 00,00 Weißmehl Mk. 4500, Roggenmehl Mk. 38,00; alles für 100 Klgr. Butter 1 Klgr. Mk. 3,30, Milch 1 Liter 23 Pig., Eier 10 Stück Mk. 1.50.

ch. Nieder⸗Jugelheim, 9. Juli. Kirschen 1832 Mt., Stachel beeren 1823 Mk., Johannisbeeren 1822 Mk., Aprikosen 40 bis 70 Mk., Pfirsische 55 70 Mk., Frühbirnen 1625 Mk., Frühäpfel

22 Mk. der Zentner.

ch. 2 9. Juli. Buschbohnen 22 23 Mk., Süß⸗ kirschen 1720 Mk., Sauerkirschen 2230 Mk., Johannisbeeren 1516 Mk., Stachelbeeren 16 19 Mk., Himbeeren 3500 Mt., Frühbirnen 1416 Mk., Aprikosen 4050 Mk. der Zentner. fe. Fraulfurt a. 9. Juli. Auf dem hentigen Heu- und Strohmarkt war nichts angefahren.

eh. Bühl(Baden), 9. Juli. Kirschen 1725 Mk., Stachel beeren 2023 Mk., Johannisbeeren 1819 Mk., Pfirfiche 80 bis. 90 Mk., Heidelbeeren 2500 Mk., gelbe Frühpflaumen(Spillinge) 3040 Mk., Pflaumen 3235 Mk., Aepfel 25 Mk., Birnen 25 bis 50 Mk. der Zentner.

FC. Wiesbaden. Viehhof- Marktbericht vom 9. Juli. Auftrieb: 136 Rindern(darunter 14 Ochsen, 16 Bullen, 106 Kuͤhe), 105 Kälber, 1 Schaf, 98 Schweine. Bei langsamem Geschäft mit gleichen Preisen wie am 5. Juli wurde der Auftrieb geräumt.

Briefkasten der Redaktion. (Anouyme Aufragen bleiben uuberücsichtigt.) L. M. 100. Der betreffende Paragraph lautet: Auf Grund des vom stellvertretenden Generalkommando festgestellten Bedarfs be⸗ 2 welche Jahresllassen zunächst zu nrustern und aus⸗

e

Meteorologssche Beobachtungen der Station Sießen.

ene Jul ES f S S 3 8 252 us S e e S e 415 f 3 5

8 2 2 8. 9 2% 7508 20,4 9,5 53 Ww 2 8s Sonnenschein 9. 974 749,6 16,9 10,4] 72 WNW 2 9 Bew. Himmel 107, 748,1] 15,5 99 76 NNW 28 5

Pöchste Temperatur am 8. bis 9. Juli 1915 J 20,9 0. Niedrigste d. eee Niederschlag: 0, mm.

1 Letzte Nachrichten.

Auszeichnungen v. Breitenbachs und Havensteins.

Berlin, 9. Juli. Die juristische Fakultät der Berliner Uni⸗ versität hat dem Minister der öffentlichen Arbeiten von Brei⸗ tenbach und dem Präsidenten des Reichsbankdirektoriums Ha⸗ venstein die juristische Doktorwürde honoris causa verliehen, um die Verdienste der beiden Staatsmänner um die Herstellung und Erhaltung der verkehrstechnischen und finanziellen Kriegsbereit⸗

schaft zu ehren. Die Ifsonzoschlacht.

Lugano, 10. Juli. Die ungeheuren Verluste der Italiener an der Isonzofront werden von der hier ange⸗ kommenen Familie eines italienischen Offiziers bestätigt. Hier⸗ nach verloren allein die hier ins Feuer geführten 20 Kompagnien militärisch organisierter Zollwächter 90 Prozent ihrer Mann⸗ schaften. Der General, der das aus hervorragenden Mannschaften bestehende, aber im modernen Kriege ganz ungeschulte Korps ins Verderben trieb, erhielt eine Arreststrafe. 5

Sofia, 10. Juli. Die schwere Niederlage der Italiener an der Isonzofront rief in Sofia großes Staunen und allgemeines Aufsehen hervor, wiewohl die Schlagkraft der Italiener hier nie⸗ mals überschätzt worden ist. Das BlattKambana sagt: Italien hat vor sechs Wochen einen von allen anständigen Men⸗ schen verurteilten Krieg begonnen. Jeder Mensch, der ein Ge⸗ wissen hat, verdammt diesen Verrat. Nachdem die italienische Heeresleitung die ganze Welt mit ihren, die schlechte Witterung sckildernden Kriegsberichten unendlich belustigte, habe sie sich zu. ernster Arbeit entschlossen mit dem Erfolg, daß sie vier Armee⸗ korps opferte. Wieder lache Eirropa, denn die abessinische Historie wiederhole sich: Die Italiener laufen!

Die Haltung Rumäniens.

i. Köln, 10. Inli. Laut einem Telegramm derKöln. Ztg: aus Bukarest veröffentlicht der bekannte, angesehene Gene⸗ ral Mustazza imUniversul einen aufsehenerregenden Artikel. worin er der deutsch⸗österreichischen Führung ein begeistertes Lob ausspricht. Ein Vorgehen Rumäniens an der Seite des Vierver⸗ bandes würde der helle Wahnsinn sein und müßte Rumä⸗ niens Heer und Volk der Vernichtung zutreiben. Das tapfere Heer

verdiene es nicht, daß ihm in den Karpathen ein Grab bereite werde. Diese Ausführungen sind auch inßofern richtig, als sich Mustazza im Feldzuge gegen Bulgarien besonders ausgezeich⸗ net hat.

Ein Bergwerksunglück.

Kölm, 10. Juli. Ein schweres Grubenunglück, bei dem vier Bergleute den Tod fanden, ereignete sich heute auf der Zeche Ma⸗ thias Stinnes in Brauck bei Gladbeck. Beim Einsturz eines Gewölbes auf der sechsten Sohle wurden fünf Bergleute ver⸗ schüttet, von denen nur einer lebend geborgen werden konnte.

Für Rheumatiker und Neuralgieleidende. Jahrelange Schmerzen waren in 3 Tagen verschwunden.

Herr E. Kelch, Hagen schreibt:Ich leide schon 1 an Rheumatismus und Blasenleiden und konnte vor lauter Schmerzen kaum noch austreten. Da ich mir schon öfter alle möglichen Mittel batte kommen lassen, welche oft sehr teuer waren und rein gax nichts geholfen hatten, kaufte ich mir eine Packung Togal, denn ich sagte mir: wenn es nicht hilft, dann ist nicht viel verloren. Das Resultat war so überraschend, das ich es selbst kaum glauben konnte. Schon nach dem Gebrauch von 2 Tabletten konnte ich ehen und am nächsten Morgen konnte ich wie seit langen Jahren

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Amtlicher Wetterbericht. Deffentlicher Wetterdienst, Gießen.

Während der gestrige nördliche Tiefdruckausläuser weiter nord⸗ ostwärts abgezogen ist, ist heute über der Nordsee ein neuer er- schienen, unter dessen Einfluß der Luftdruck über Deutschland im Fallen begrissen ist. Die Bewölkung wird also morgen zunehmen. sichten in Hessen am Sonntag, den 11. Juli 1915: vereinzelte leichte Niederschläge, etwas kühler, westliche inde.

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