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Erstes Blatt
Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; zweimal wöchentl. Krels⸗ blatt für den Ureis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitungl12 Verlag, Geschäftsstelle5 1 Adresse für Drahtnach- richten: Anzeiger Gleßen. Annahme don Anzeigen für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.
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165. Jahrgang
Gießener Anzeig
General⸗Anzeiger für Oberhessen
Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7
Freitag, 9. Juli 1015 Bezugspreis: monatl. 75 Pf., viertel jährl. Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf.— Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge— richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gieße
Der italienische Panzerkreuzer Amalfi versenkt! Lebhafte Kämpfe im Westen. Russische Gegenoffensive vor Lublin.
(WTB.) Großes Hauptquartier,
(Amtlich.) 5
Westlicher Kriegsschauplatz. 5 Westlich von Souchez gelang es den Franzosen, in einer Breite von etwa 800 Metern in unseren vordersten Graben einzudringen. Durch einen Gegenangriff wurden sie wieder vertrieben. Ein zweiter Angriff des Feindes brach im Feuer zu— sammen. Um ein kleines Grabenstück, in dem die Franzosen
noch sitzen, wird mit Handgranaten gekämpft. i Gegen die von uns genommenen Stellungen westlich Aprémont dauerten die feindlichen Angriffe Tag und Nacht hindurch ohne jeden Erfolg an. Die Zahl der Geer fängenen hat sich auf drei Offiziere und über 400 Mann
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erhöht. ö ganzen Westfront fanden lebhafte Artillerie⸗
Auf der kämpfe statt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Ein feindlicher Angriff aus Richtung Kowno wurde unter großen Verlusten für den Gegner abgeschlagen. Beim Dorfe Steg ma nordöstlich von Praszuyßz wur⸗ den einige russische Gräben genommen und behauptet. Feindliche Vorstöße in der Gegend von Strzegowo und von Starozreby(ordöstlich und südwestlich von Racionz) hatten keinen Erfolg.. Versuche des Gegners, uns die gestern eroberte Höhe 95 östlich Dolowatka zu entreißen, scheiterten. Südöstlicher Kriegsschauplatz.. Die Lage der zwischen Dnjester und oberer Weich⸗ stehenden deutschen Truppen ist unverändert. Westlich der oberen Weichsel wurde eine Reihe feindlicher Stellungen gestürmt. 5 Oberste Heeres leitung.
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8. Juli.
Italien spielt wahrlich keine stolze Rolle in diesem Kriege! Es hat zehn Monate gewartet, bis es seinen Treu bruch, der innerlich schon vollzogen war, offen hervorkehrte, und man dachte in Rom vielleicht daran, die Rolle zu spielen, die Rumänien im Balkankrieg ohne Verluste so viel Gewinn eingebracht hatte. Aber nu“ wird es offenkundig, wie sehr Salandra und Sonnino sich verrechnet haben!. Auf die große Niederlage am Isonzo ist nun auch zur See wieder ein klat— schender Schlag gegen Italien erfolgt. Der Panzerkreuzer „Amalfi“ ist einem österreichischenl-Boot zum Opfer gefallen, und die dramatische Darstellung, die der Chef des italienischen Admiralstabes von diesem Vorfall der Oeffentlichkeit gibt, beschert Italien für das verlorene Ruhmesblatt kein neues. Bevor man die Worte des Ndmirals und den Heldensinn der italienischen Seeleute recht glauben kann, müßte man entsprechende Taten sehen. Es ist noch garnicht so lange her, daß ein österreichisches Unterseeboot das italienische U-Boot Medusa versenkt hat, und die adriatische Küste, die den italienischen Herzen als das gelobte Land winkte, wird all-
mählich den römischen Seefahrern einige Bangigkeit ein⸗ flößen. Es war etwas e von dem italienischen Ge⸗ schwader, eine so gewagte Aufklärungsfahrt zu unterneh⸗ men. Vielleicht wird man künftig, nach dem Muster der Engländer das Verfahren der seemännischen Zurückhaltung 3 und seine Panzerkreuzer im gedeckten Hinter⸗ grunde halten!*
Die österreichisch⸗ungarische Marine kann bereits auf eine ganze Anzahl wirksamer Erfolge zurückblicken: ein französisches Linienschiff vom Typ Courbet wurde schwer beschädigt, das französische Linienschiff Leon Gambetta und ein kleiner englischer Kreuzer vom Typ Liverpool sind ins nasse Grab gebettet worden. Wo ist die 1 0 der italienischen Flotte über die österreichische, auf die man in Rom glaubte, sich etwas zugute tun zu können? Die Ver⸗ luste der Italiener im Kriege zur See sind bis jetzt ein U-Boot, drei Torpedoboote und ein Panzerkreuzer, wäh⸗
rend unsere Bundesgenossen noch kein Schiff verloren haben.
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Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.
Wien, 8. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 8. Juli 1915. g 5 Russischer Kriegsschauplatz. In Russisch⸗Prolenöstlich der Weichsel dauern die ämyfe 109 Zahlreiche heftige russische Angriffe wurden blutig abgeschlagen. Vor überlegenen feindlichen Kräften, die, zur Deckung von Lublin herangeführt, zum Gegenangriff vorgingen, wurden unsere Truppen beider⸗ seits der Chaussee auf die Höhen nördlich Krasnitk zurück⸗
genommen. Weichsel wurden einige russische Vor⸗
Westlich der stellungen erstürmt.
5 talienischer Kriegsschauplatz.
Im Görzischen unternahmen die Italiener gestern wieder einzelne Vorstöße. Gegen den Görzer Brückenkopf sandten sie auch Mobilmiliz ins Treffen. Unsere Truppen schlugen sämtliche feindlichen Angriffe wie immer ab. Am mittleren Isonzo und im Krngebiet herrscht Ruhe.
Im Kärtner und Tiroler Grenzgebiet fanden nur Ge⸗
kümpfe statt.
Südöstlicher Kriegs schauplatz.
en Grenzhöhen östlich Trebinje hat nachts zum mpf gegen die Montenegriner erneut begon⸗
Auf
nen. Da der Gegenangriff am 6. d. M. mißlungen war, ver⸗ suchte der Feind nachts noch einen Vorstoß, der jedoch in unserem Infanterie- und Artilleriefeuer völlig zusammen⸗ brach. Nunmehr herrscht dort Ruhe. An der übrigen Grenze hat sich nichts Wesentliches er— eignet.
Ereignisse zur See.
Eines unserer Unterseeboote hat am 7. Juli morgens einen italienischen Panzerkreuzer, Typ „Amalfi“, in der Nordadria torpediert und versenkt.
Der Stellvertreker des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Die Versenkung des italienischen Kreuzers Amalsi.
Rom, 8. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der Chef des Ad— miralstabes teilt mit: Vorgestern nacht wurde eine Aufklärungs⸗ fahrt in der oberen Adria unternommen. Der Kreuzer„Amalfi“, welcher daran teilnahm, wurde gestern bei Tagesanbruch von einem österreichisch-ungarischen Tauchbvot torpe— diert. Das Schiff hatte sofort schwere Schlagseite nach links. Bevor der Kommandant der Besatzung befahl, sich ins Meer zu werfen, ertönte der Ruf:„Es lebe der König! Es lebe Italien!“ Die ganze Besatzung, welche am Deck des Schiffes versammelt war, stimmte mit bewundernswerter Disziplin in den Ruf ein. Der Kommandant verließ als letzter das Schiff, indem er sich auf der noch aus dein Wasser ragenden Seite des Schiffes herunterdleiten ließ. Der Kreuzer verfane kurz daaruf. Es gelang uns, nahezu die gesamte Besatzung zu retten.— Thaon de Rever.
Die italienische Flotte hat mit dem Untergang des Panzer⸗ kreuzers Amalfi einen schweren Verlust erlitten. Der Panzer⸗ kreuzer gehörte zu den neuen und wertvollen Schiffen der italie⸗ nischen Marine. Im Mai 1908 war er vom Stapel gelaufen. Er war im Etat von 1905 bewilligt und bei Sdero in Sestri Ponente gebaut worden. Die Bauzeit hatte 4½ Jahre gedauert. Das Schiff hatte 10 400 Tonnen Verdrang und lief 23,6 Knoten. Es war bestückt mit vier 25,4⸗Zentimeter-, acht 19⸗Zentimeter⸗, sechzehn 7,6⸗Zentimeter⸗, zwei 4,7⸗Zentimeter-Kanonen, trug außer⸗ dem zwei Maschinengewehre und hatte ein Unterwafserhecktorpedo⸗ rohr. Seine Länge betrug 130 Meter, seine Breite 21 Meter, sein Tiefgang 7,8 Meter. Seine Besatzung zählte 684 Mann. Ein Schwesterschiff des Kreuzers Amalfi ist der um 200 Tonnen größere Panzerkreuzer Pisa.
Rom, 8. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Bei Besprechung des Verlustes des„Amalfi“ sagt der„Messagero“, der Verlust sei schmerzlich, aber von einem ausschließlich militärischen Stand⸗ punkt aus stelle der Verlust eines Schiffes nur einen Zwischenfall dar, der die allgemeinen Bedingungen nicht verändere, und der das unerschütterliche Vertrauen Italiens in den schließlichen Sieg seiner Kriegsflotte nicht schmälern könne.
„Corriere d'Italia“ erklärt, die italienische Oeffentlichkeit werde den Verlust des„Amalfi“ mit dem größten Gleichmut auf⸗ nehmen. Die Ueberlegenheit über den Gegner werde dadurch keineswegs verändert und der Ausgang des Krieges werde sieg⸗ reich bleiben. 5 Berlin, 9. Juli. Wie dem„Berliner Tageblatt“ aus Lu⸗ gano gemeldet wird, reiste der italienische Marineminister nach Venedig, um die Ueberlebenden des Kreuzers„Amal⸗ fi“ zu verhören.— In Rom habe gestern nachmittag ein Mini⸗ sterrat stattgefunden, der erste nach der Rückkehr Salandras aus der Kriegzone.
Berlin, 9. Juli. Zum Untergang des„Amalfi“ sagt die „Tägl. Rundschau“: Das ist der erste große Schlag der seit der italienischen Kriegserklärung in der Adria gefallen ist, und er hat die Herren der Adria getroffen. Zu Wasser und zu Lande Mißerfolge und Niederlagen für die Italiener. Der neue Erfolg der öster⸗ reichischen Unterseebootwaffe stellt sich ebenbürtig neben die schön⸗ sten Taten unserer deutschen U-Boote.
Im Berliner„Lokalanzeiger“ heißt es: Es ist schon eine ganz stattliche Reihe von Kriegsschiffen, die der jungen öster⸗ reichisch⸗umgarischen Unterseebootwaffe zum Opfer gefallen ist. Das Blatt erinnert daran, daß der„Amalfi“ gelegentlich der Kieler Woche im Juni 1913 mit König Viktor Emanuel in Kiel weilte, wo damals zwischen dem König und Kaiser Wilhelm Besprechungen über die schwebenden Balkanfragen gepflogen wurden; es war die letzte Zusammenkunft zwischen den beiden Monarchen.
Bon den italienischen Sozialisten.
Berlin, 9. Juli. Die italienischen Sozia⸗ listen laden laut„Vossischer Zeitung“ für den 31. Juli zu einer Jaurèsfeier ein. Die Kriegshetzer des Popolo d'Italia“ erklären das für eine Beleidigung des Andenkens Jaurès' und kündigen Gegenfetern an. So wird Icu⸗ res aan der einen Tafel als Friedensfreund, an der anderen als Kriegsapostel gefeiert werden.
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Der französische Bericht.
Paris, 8. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht vom Mittwoch: Im Gebiet nördlich Arras dauerte das Bom⸗ bardement die ganze Nacht an. Zwei mit schwachen Beständen ausgeführte deutsche Angriffe gegen den Bahnhof von Souchez wurden zurückgeworfen. Auf den Maashöhen wurde gegen neun Uhr a ein neuer deutscher Angriff gegen unsere Stellungen auf der Höhe südlich der San Vaux⸗Schlucht durch unser Kreuz⸗ feuer angehalten. Die Deutschen griffen gleichzeitig westlich der
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Höhe an. Sie wurden auch an dieser Stelle zurückgeworsen. Südöstlich St. Mihiel ergriff der Feind diese Nacht nach einem Bombardement von äußerster Heftigkeit die Offensive und zwar auf einer Front, die sich von dem das rechte Maasufer beherrschenden Hügel bis zu dem Töéte de Vache benannten Ort im. Walde von Apremccit erstreckt. An einer einzigen Stelle, in der Gegend von Vaux Ferry gelang es dem Feind, auf etwa 700 Meter Front in unsereerste Linie einzudrin⸗ gen. Er wurde sonst überall mit starken Verlusten zurückge⸗ worfen. Im Ostteile des Priesterwaldes hielten wir einen neuen deutschen Angriffsversuch an, dem das Schleudern brennen⸗ der Flüssigkeiten vorausgegangen war. Auf der übrigen Front nichts Wichtiges. Paris, 8. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) von gestern abend: Im Gebiet nördlich Arras von Quennevieères
Amtlicher Bericht g ö und im Abschnitt ziemlich lebhafte Artilleriekämpfe. Auf den
Les Eparges, Im Walde von Avremont hörte der im vorigen Bericht gemeldete Infanteriekampf auf, welcher einen Teil des Vor⸗ mittags andauerte. Der Feind, welcher empfindliche Verluste erlitt, erzielte an keiner Stelle irgendeinen neuen Gewinn. Im West- teile des Priesterwaldes eroberten wir durch einen Kampf mit Hand⸗ granaten 200 Meter des verlorenen Schützengrabens zurück. Nichts wichtiges auf der übrigen Front.
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Der türtische Bericht.
Konstantinopel, 8. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Das Große Hauptquartier meldet: An der kaukasischen Front versuchte die von unserem rechten Flügel zurückgeschlagene feindliche Kavallerie, sich in ihrer Stellung zu halten und Gegen⸗ angriffe zu unternehmen. Die Versuche schlugen fehl.
bei Ari-Burnu am 6. Juli wirksam die feindlichen Stel⸗
zielten Feuers die eigenen Schützengräben und fügte dadurch ihren eigenen Soldaten beträchtliche Verluste zu. Bei Sedd-ül-Bahr schlugen wir die von Erkundungsabteilungen des Feindes versuch⸗ ten Angriffe ab und fügten ihnen schwere Verluste zu. Während der Feind bei Tekke Burnu mit Aus- und Einbooten beschäf⸗ ten war, woran sich Hilfskriegsschiffe und kleiner Boote beteiligten, eröffneten unsere anatolischen Küstenbatterien plötzlich das Feuer auf die genannte Stellung. Eine Granate siel mitten in ein Bataillon des Feindes und verursachte Verwirrung und Verluste. Dieselben Batterien sprengten ein feindliches Muni⸗ tionsdepot in der Nähe in die Luft. Von den anderen Fronten ist nichts wichtiges zu melden.
Die Erute in der Türkei.
Konstantinopel, 8. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Dem Arbeitsministerium zugegangene Berichte bestätigen, daß die diesjährige Ernte außerordentlich reich ist, namentlich in den Wilajets Adana, Mamuret, Ulaziz, Ko⸗ nia, Erzerum, Angora, Siwas, Brussa, Smyrna und Kasta⸗ muni sowie in mehreren Sandschaks. Das Ministerium hat alle Verfügungen getroffen, um landwirtschaftliche Ma- schinen zur raschen Durchführung der Erntearbeiten zu
beschaffen.
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Der russische Bericht.
Petersburg, 8. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Der Ge⸗ neralstab des Generalissimus gibt bekannt: Zwischen Weichfel und Wjeprsch in der Richtung auf Lublin dauerten am 6. Juli die hartnäckigen Kämpfe zwischen den Dörfern Dosefow und Urschen⸗ dow an. Hartnäckige Versuche des Feindes, sich der Höhen am rechten Ufer des Baches Podlipa zu bemächtigen, blieben erfolglos. Am Oberlauf des Flusses Urschendowka eröffnete der Feind heftige Angriffe gegen den Abschnitt bei den Dörfern Skorschiza und Evunin. Wir schlugen die feindlichen Angriffe ab und warfen ihn in völliger Unordnung zurück.
Längs der Straße nach Krasnik und den Flüssen Bystritza und Korsajowka, wo die Stellung des Feindes einen vorspringen⸗ den Winkel bildet, führten unsere Truppen am 6. Juli die am vorhergehenden Tage begonnene Gegenoffensive erfolgreich durch. Der Feind wurde gezwungen, in die Defensive zu gehen.
Im Laufe des Tages machten wir an der ganzen Front mindestens 2000 Gefangene und erbeuteten. meh⸗
rere Maschinengewehres In Abschnitt Korsajowka bis zum Wjeprsch gab es nur vereinzelte Angriffe des Feindes, nördlich von den Dörfern Geldschef und Olchowitz sowie bei Tarnagora mit schwächeren Kräften. Zwischen Wjeprsch und dem westlichen Bug Artilleriekampf,. In diesem Abschnitt versuchte der Feind nur in der Gegend des Dorfes Maslomentsch, südlich von Grubeschow, vorzudringen, indem er mit dichten Massen die Offensive ergriff, aber er wurde durch unser Feuer aufgehalten. An der Lemberger Straße zwischen den Städten Kamionka und Glinia, ging der Feind am Abend des 7, Juli an vielen Stellen zum Angriff über und warf bedeutende Kräfte südlich von dem Dorfe Jamno in den Kampf. Er hatte nirgends Erfolg, erlitt starke Verluste und wurde gezwungen, in seinen Bewegungen einzuhalten. An. den anderen Frontabschnitten unserer Gesamtstellung keine Ver⸗
en hartnäckiger Minenkrieg.
Die russische Gesandtschaft in Serbien.
Petersburg, 8. Juli.(WTB. Nichtamtl.)„Rietsch“ meldet: Fürst Trubetzkoi ist seines Amtes als Ge⸗
einigen
sandter in Serbien enthoben worden Wer sein Nachfolger wird, steht noch nicht fest. 5 1.*
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Maashöhen heftiges Bombardement unserer Stellungen von
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An der Dardanellenfront beschoß unsere Artillerie
lungen und verursachte schweren Schaden. Die gegen unseren linken Flügel kämpfende feindliche Artillerie beschoß infolge schlecht ges-
änderung, nur an einzelnen Stellen Artillerieteilkämpfe und an 1
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