Ausgabe 
(6.7.1915) 156. Erstes Blatt
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in welchem dieser schreibt, daß des Regiment in der Schlacht Mann verloren hat. 5 Die französische Presse über die Kriegsdauer. * Paris, 5. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die französische Presse bereitet die Oeffentlichkeit auf einen neuen Winter⸗ seldzug vor. Es wird erklärt, man müsse noch mit einer langen 7 rechen, denn es sei viel Zeit notwendig, um die Veoorbereitung aller Kampfmittel zu vervollständigen, wodurch allein Deutschland niedergerungen werden könne. Rousset erklärt, die französische Armee müsse sogar in der Defensibe bleiben, bis alle Fehler in der Erzeugung von Munition und der sonstigen industriellen Bereitschaft ausgemerzt seien. DerTemps schreibt: Die Zuversicht Frankreichs werde durch die Notwendigkeit eines neuen Winterfeldzuges nicht erschüttert. Dagegen sei eine solche Möglichkeit ein schwerer Schlag für die Feinde Frankreichs. Die ganze Presse gibt den Brief eines französischen Generals an den Senator Humbert wieder, in dem der General erklärt, man müsse der Wahrheit entsprechend sagen, die Zeit arbeite für die Alliierten. Man müsse ausharren und sich auf einen neuen Winterfeldzug vorbereiten.

21 aus 4200 Mann bestehen⸗ i Arras am 9. Juni 3400

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Lyon, 5. Juli.(WTB. Nichtamtlich.)Nouvelliste meldet

aus Paris: Der Vorstand der radikal⸗sozialistischen Partei forderte

die Regierung auf, den an der Front stehenden Soldaten Urlaub 13 einer Reise in die Heimat zu gewähren. Ministerpräsident

Vipiani översprach, sich mit Joffre hierüber ins Einvernehmen

zu setzen und dem Wunsche der Partei wo möglich Erfüllung zu

verschaffen. 5 Aus England. 19 London, 5. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter⸗ meldung. Das Handelsamt teilt mit, daß die Zollbehörden in allen überseeischen britischen Häfen, außer Canada, Neu- flundland und Aegypten, Bescheinigungen des britischen Kon sulats darüber fordern werden, daß die Waren nicht aus feindlichen Ländern stammen, wenn sie aus den Niederlanden, Dänemark, Schweden, Norwegen, der Schweiz und Italien entweder direkt oder nach Umladung in einen Hafen des vereinigten Königreichs gebracht werden. Englische Freiwillige aus Südafrika? Johannesburg, 5. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: General Smuts teilte it, daß sich die südafrikanische Regierung er⸗ boten habe, ein Freiwilligen⸗Kontingent und eine Abteilung schwerer Artillerie nach dem europäischen Kriegsschauplatz zu entsenden. Sie warte nur noch auf die Antwort der britischen Regierung. i Das englische Registrierungsgesetz. Kopenhagen, 6. Juli.(WTB. Nichtamtlich.)Berlingske Tidende meldet aus London: Das Registrierungs⸗ gesetz, das heute im Unterhaus zur Beratung gelangt, wird von den Radikalen und von den Sozialisten heftig bekämpft. Sie be⸗ 5das Gesetz sei ein Schritt zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht. Die Regierung will indes klar darlegen, daß das Ge⸗ setz nur eine Organisation bezweckt und von der Anwendung irgend eiter Art Zwang leine Rede fei. .*

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8* 5 Der italienische Krieg. Berlin, 6. Juli. Vom Vordringen der Oester⸗ reicher nach Italien berichtet einem Wiener Blatt ein Mitarbeiter: Ich bin in dem Kampfgebiet des Stilfserjoches an⸗ gekommen, wo mir der kommandierende Offizier mitteilte, daß 5 ichisch⸗ungarische Truppen sich bereits auf italieni⸗ sches Gebiet vorgeschoben haben. Der Feind hat das Hotel auf der Ferdinandshöhe bisher vergeblich angegriffen. Die italienischen Hotels auf dem Stilfserjoch sind in unseren Händen. Berlin, 6. Juli. Wie russische Offiziere die wort⸗ rüchigen Italiener verabscheuen, wird in einem Wiener Tele⸗ gramm derKreuzzeitung wie folgt berichtet: In einem großen Schloß in Niederösterreich, wo seit längerer Zeit eine große Anzahl

öster

f egsgefangener russischer Offiziere untergebracht ist, sollte kürz⸗ ich auch ein kriegsgefangener italienischer Major inter⸗ n werden. Als die russischen Offiziere hievon erfuhren, er⸗ hoben sie bei dem Schloßkommandanten Einspruch und baten, den Italiener nicht zu ihnen zu bringen. Sie seien ehrliche Soldaten, aber keine wortbrüchigen Italiener, Der Major wurde dann anderswo untergebracht. Berlin, 6. Juli. In Italien herrscht, wie es in emer

Meldung derVossischen Zeitung heißt, Beklommenhert wegen des Mangels an Fortschritten im Felde und der großen Zahl der Verwundeten. Dazu kommen noch die Fleischnot, die Not an Weizen und Mais, die Kohlennot und die Geldnot. Selbst derCorriere della Sera schreibt heute: Die Sammlungen für die Armen sind immer, die Zeichnungen für die Anleihe noch eine Woche möglich. Er gibt zu, daß die Sammlung

für die Kriegsunterstützung keinen Erfolg gehabt hat.

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Der italienische Bericht.

Rom, 5. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Bericht der Heeres⸗ leitung. Im Tiroler Gebiete, im Trentino und Kärnten dauert die Artillerietätigkeit mit Unterstützung kleiner Abteilungen, die gegen die feindliche Front vorrücken, an. Gestern wurde Fort Hensel wieder beschossen. Am Nordahhange des großen Pal unternahm der Feind in der Nacht vom 3. zum 4. einen neuen, von sehr lebhaftem Artilleriefeuer unterstützten Angriff, um die von unseren Alpentruppen am 2. Juli genommenen Schützen⸗ äben zurückzuerobern. Tie Angriffe wurden wieder zurückgewor⸗ 15 Gestern erneuerten sich die feindlichen auf einige Punkte der von uns auf dem Hochplateau von Corsico eroberten Stellungen mit besonderer Heftigkeit. Trotz schwerem Artillerie⸗ und Maschinengewehrfeuer wurden die Angriffe mit schweren Ver⸗ lusten zurückgeworfen. Der Feind ließ etwa 500 Gefangene, zwei Fee und viele Gewehre mit Munition, einen Minenwerfer mit

fette und viel Maschinengewehrmaterial in unseren Händen. Aus Aussagen Gefangener geht hervor, daß die Verluste des eindes in den letzten Tagen besonders durch unser Artilleriefeuer sehr schwer waren. Gez. Cador na.

Ein österreichischer Flieger über Venedig. Berlin, 5. Juli.(Priv.⸗Tel.) DasBerl. Tagebl. et aus Bellinzona: Gestern mor erschien, wie der Admiralstab meldet, ein österreichischer Flieger über Venedig. Seine Bomben fielen jedoch ins Meer. Er vurde von französischen und italienischen Fliegern verfolgt. Am Abend veranstaltete das Volk eine Ovation für Frank⸗ reich indem es ein Gerüst auf dem Markusplatz, auf dem die Stadtkapelle spielte, mit französischen Fahnen schmückte und die Kapelle die Marseillaise spielen ließ. a

Die Serben in Durazzo. Basel, 5. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) DerCorriere della Sera meldet die Besetzung von Durazzo durch die Serben. Es sollen sich daselbst zurzeit zwei serbische

Regimenter unter dem Oberst Popowitsch befinden.

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Der türkische Bericht. Konstantinopel, 5. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) An der kaukasischen Front versuchten etwa drei feindliche Ka⸗ vallerieregimenter in der Nähe der Grenze, unseren rechten Flügel zu bedrohen, sie wurden aber nach einem Gesecht mit unserek Kavallerie gezwungen, sich in der Richtung zurückzuziehen, aus der sie gekommen waren.

An den Dardanellen fand an unserer Nordgruppe bei Ari Burnu zeitweilig Artillerie- und Infanteriefeuer statt. Der Feind fuhr fort, Bomben zu schleudern, die übelriechende Gase verbreiteten. Er schoß am 2. Juli mit Schrapnells, die nach ihrer Explosion ein grünes Gas ausströmten. An der Südgruppe bei Sedd⸗ül⸗Bahr erzielten unsere Kräfte am 2. Juli gute Ergebnisse durch gegen den linken feindlichen Flügel ausgeführte Angriffe. Sie drangen im Bajonettsturm in einige Teile der feindlichen Stellungen ein. Unsere Küstenbatterien beschossen am 3. Juli die feindliche Artillerie und seindlichen Truppen sowie Flugzeugschuppen bei Sedd-ül⸗Bahr. An den übrigen Fronten nichts Bedeutendes.

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3 Der Seelrieg.

London, 5. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Reutermeldung. In Plymouth kamen 68 Mann der Besatzungen der Dampfer Reufrew undLarchmore an, die von einem deutschen Unterseeboot versenkt worden sind. Beide versuchten zu ent⸗ kommen und waren heftig beschossen worden. Ein Mann vom Larchmore ist tot, einer verwundet.

London, 5. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der englische DampferAnglo Californian, mit einer Wasserverdrängung von 5000 Tonnen, ist in Queenstown angekommen, nachdem er von einem deutschen Unterseeboot beschossen wor⸗ den war. 12 Mann der Besatzung, darunter der Kapitän, sind tot, viele verwundet.(Der Dampfer hat offenbar das Halte⸗ signal des Unterseebootes unbeachtet gelassen.) Die Goelette Subneam ist von einem deutschen Unterseebvot in der Höhe von Wick versenkt worden. Die Besatzung von 5 Mann wurde gerettet. Die norwegische BarkFiery Croß, mit einer Ladung Schmieröl unterwegs, ist von einem deutschen Unterseeboot durch Geschützfeuer versenkt worden. Die Besatzung landete in Swansea.(Schmiesöl ist Konterbande.)

Norwegische Proteste gegen England.

Kristiania, 5. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die norwe⸗ gische Regierung protestierte dieser Tage bei der britischen Re⸗ gierung gegen einzelne Fälle des Anhaltens von Handelsschiffen durch britische Kriegsschiffe auf norwegischem Seegebiet. Der eine Fall betrifft den schwedischen DampferPorjus, gegen den ein britischer Hilfskreuzer zwei blinde Schüsse abfeuerte. Als sich ein norwegisches Wachtschiff näherte, entfernte sich der Hilfskreuzer. In einem anderen Falle wurde der deutsche Erzdampfer Pallas von einem britischen Hilfskreuzer angehalten, der zwei scharfe Schüsse gegen den Tampfer abseuerte, durch welche die Steuerung beschädigt wurde. Ein norwegisches Wachtschiff eilte herbei, protestierte gegen die Anhaltung und erwirkte die Frei⸗ gabe des Dampfers und 10 gefangen genommener Deutschen.

Das Vorgehen englischer U-Boote.

Berlin, 5. Juli.(WTB. Amtlich) Ueber Angriffe englischer U-Boote auf feindliche Handelsschiffe liegen aus Konstantinopel folgende amtliche Feststellungen vor: 1. Am 12. Mai wurde der türkische, nicht armierte Dampfen Ittihad, der im Hafen von Panderma Ladung einnahm, ohne vorhergehende Warnung mit einem Torpedoschuß angegriffen. Die Schüsse gingen fehl und trafen die Kaimauer. 2. Am 18. Mai wurde der türkische, nicht armierte Handelsdampfen Dogan auf der Fahrt von Panderma nach Konstautinopel ohne Warnung von einem englischen U-Boot mit einem Torpedoschuß angegriffen. An Bord befanden sich 790 Passagiere, dar⸗ unter viele Frauen und Kinder. Der Schuß ging vorbei. 3. Am 25. Mai wurde der nicht armierte deutsche Dampfer nr Bosporus von einem ischen U⸗Boot ohne vorhergehende rnung mit einem Torpedoschuß, angegriffen etroffen. Alle drei Dampfer stehen zur türkischen Armer⸗ und W in keinerlei Beziehung. 4. Am 31. Mai wurde der unbewaffnete DampferMadeleine Rickmers in Pan⸗ derma von einem englischen U-Boot ohne vorhergehende Warnung mit einem Torpedoschuß angegriffen und getroffen. Der Dampfer lud Waren für Konstantinopel. Es befanden sich weder Truppen noch Kriegsmaterial an Bord. 5. Der nicht armierte Dampfer Willy Rickmers, der vorschriftsmäßig durch ein großes rotes Kreuz auf weißem Grunde als Lazarettschiff kenntlich ge⸗ macht war und mehrere Hundert Verwundete an Bord hatte, wurde am 1. Juni bei San Stefano ohne vorhergehende Warnung von einem englischen U⸗Boot angegriffen. l Während die englische alle Mittel in Bewegung setzt, um darzutun, daß die deutschen U⸗Boote in einem biet, vor dessen Gefahren eindringlichst gewarnt worden ist, durch ihr Vor⸗

gehen unmenschlich und verwerflich handeln, schonen die eng⸗ Kiben U-Boote, ohne eine Warnung für nötig zu halten, in ihrem

Aktionsgebiet weder Passagierdampfer noch Lazarettschiffe.

Die Beschießung desAlbatros durch russische Schiffe. Stockholm, 5. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Die Mel⸗ dung, daß die Russen denAlbatros noch beschossen, als er bereits festsaß, scheint sich nicht zu bestätigen.Afton⸗ bladet vom 4. Juli erfährt von einer vorurteilsfreien Persönlichkeit, daß die Beschießung fünf Minuten nach der Strandung aufhörte. Auch der Kommandant desAlbatros 1 sich in diesem Sinne ausgesprochen haben.* wird ie Behauptung, daß das Schiff die schwersten Schäden auf schwedischem Seegebiet erhalten hat, auf⸗ recht erhalten. Zu der offiziösen russischen Darstellung, daß die Beschießung desAlbatros eingestellt worden sei, als das Schiff sich dem neutralen Fahrwasser näherte, stellt Svenska Dagbladet fest, daß diese Behauptung allen bisher vorliegenden Angaben widerspreche. Es sei genügend, dies zu konstatieren. Das Blatt betont seine Wertschätzung den russischen Angaben gegenüber, die, gelinde gesagt, eine oberflächliche Schilderung des Kampfes enthalten. Man müsse mit größter Entschiedenheit an dem festhalten, was die schwedische Presse ausgeführt habe, daß ohne Rücksicht darauf, ob die russische Verletzung der schwedischen Neu⸗ tralität schwer oder leicht sei, sie doch die Gewährung einer vollständigen Genugtuung erfordere, wenn Rußland auf die Fortsetzung eines guten Verhältnisses zu Schweden rechnen wolle. f

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Die Wirkung des U⸗Boot⸗Krieges.

Berlin, 5. Juli.(Nichtamtlich.) ImJournal de Gensve Nr. 177 vom 29. Juni 1915 findet sich ein Artikel über dieVerluste der britischen Handelsmarine, in dem der Verfasser ausführt, daß an Schiffen mit mehr als 300 Tonnengehalt in der Zeit vom 4. August 1914 bis 16. Juni 1915 145 Schiffe mit insgesamt 524000 T. vernichtet seien, darunter in der Zeit vom 18. Februar(Beginn des U⸗ Bootskrieges) bis 16. Juni 82 Schiffe mit 252000 T. Von

5%

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diesen seien durch U-Boote 75 versenkt worden. Bis 24. Juni

sergeben im ganzen 400 000 T. versenkten Tonnengehalt.

kämen noch 3 Schiffe hi so daß von Beginn krieges bis 24. Juni 5 78 Schiffe versenkt seien Diese Zahlen stimmen, wie wir von zuständiger Seite erfahren, nicht. Es sind in der Tat von Beginn des U⸗Bootskrieges 18. Februar bis 24. Juni durch U-Boote vernichtet: 194 britische Schiffe, dar⸗ unter 124 von mehr als 300 Tonnengehalt; diese letzteren

Weiter ist imJournal de Geneve ausgeführt: Unter Zugrundelegender Anzahl der angekommenen und abge⸗ gangenen Schiffe(über 300 T.) aus britischen Häfen in der Zeit vom 18. Februar bis 24. Juni mit 25 911 ergebe sich über die Wirkung des U-Bootskrieges folgendes Bild:

18. Februar bis 24 Juni(126 Tage) Zahl der versenkten Schiffe 78 pro Woche also pro Tag Ankunfts- und Abfahrtsfälle Ausgenutzte Gelegenheit

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0,2 b a 25 911 78 0,0031

2591¹ 1. Diese Zahlen geben kein richtiges Bild von der Wirkung des U-Bootskrieges, da in ihnen eine große Zahl von Schiffen, besonders von Küstenfahrern, ehr gezühlt ist. Ein zutreffendes Bild für die Wirkung des U-Boots⸗ krieges gibt der Vergleich der Tonnenzahl vernichteten Schiffe mit dem Gesamttonnengehalt der britischen Handels⸗ flotte. Hierzu ist festzustellen, daß vernichtet sind: 1. Durch U-Bootskrieg in der Zeit vom 18. Februar bis 24. Juni: 5 a) Schiffe(mit mehr als 300 T. Tonnengehalt): 124 mit 400 000 T. b) Fischerfahrzenge(mit weniger als 300 T. Tonnen⸗ 4 8 18 000 T. 5 Durch Kreuzerkrieg vom 4. August 1914 ab: 57 Schiffe mit 250 000 L g 1* auß Sf 3. Ferner vernichtete Schiffe unbekannten Namens und Tonnengehaltes: 10 mit etwa 25000 To.

In Summa 261 Schiffe mit rund 700 000 T. Der Gesamttonnengehalt der britischen H. vor dem Kriege ist zu 20 Millionen T. angegeben. Hiervon sind verloren 0,7 Millionen T., der bisherige Verlust be⸗ trägt also 3,5 Prozent des Gesamttonnengehalts. Außer den britischen Schiffen sind bisher französische und russische Schiffe mit zusammen 40000

Tonnengehalt vernichtet worden. 1 9 11** K 6.. Das niederländische Munitions bureau. Haag, 3. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) Das nieder ländische Munitionsbureau, das die

Ar

haben wird, das Heer und die Marine mit 9 nition zu versorgen, ist errichtet worden. 0

Die Aufnahme von Kriegswaisen in der Schweiz.

Solothurn, 5. Juli.(WTB. Nichtamtlich.) In der

Solothurner Zeitung richtet eineFrau Gertrud einen Appell an die schweizerischen Frauen, die Auf⸗ nahme von Kriegswaisen aus den Nachbarländern über die Dauer des Krieges zu veranlassen. die Bundesbehörde sind die Gesandischaflen von der in Kenntnis gesetzt worden. Die deutsche Gesandtschaft derSolothurner Zeitung mitgeteilt, daß Deutschland gern das Anerbieten annehme, deutsche Kinder bis zum Ende des Krieges zur Erholung nach der weiz zu schicken. In Betracht kämen hauptsächlich die süd chen Länder und die vom Kriege heimgesuchten Teile des Elsaß. Ein Komitee wird unverzüglich die Angelegenheit in die Hand nehmen. Der deutsche Gesandte sagt am Schluß seiner 8 Ich bin überzeugt, daß man in Deutschland in. 5 von dem warmherzigen Anerbieten Gebrauch machen wird, das wieder einmal in schönster Weise die stete Bereitschaft der Schweiz und ihrer Bewohner zeigt, in ihrem Teile die Wunden zu heilen, die der Krieg geschlagen hat.

Aus dem Reiche. Die Kriegstrauung der Tochter des Reichskanzlers. Hohenfin ow, 5. Juli.(WTB..

on.

der Ziviltrauung 0 ga 5 1 Uhr zu ö

Kranz zum b 1 5 Im Dorfe inden stand die Schuljugend mit Blumengewinden am

den alten ee a i anzlers füllten 25

8 Jahren ee irche, deren gemalte 5

Bibeltext:Es sollen Ver Worte schlossen sich an den ine Gnade soll nicht von l nicht hinfallen.

Wr ae d en n dag berdensene Heg len 3 die Sonne des Glückes in das vereinsamte gefallen. ei in dieser ernsten Zeit voll Jammer und Not, aber auch voll Helden⸗

tum und Opferbereitschaft diese Feier eine Weissagung und Ber⸗ heißung, daß es doch eine Zukunft gibt, in der wir, von Last und Druck befreit, aufatmen dürfen im Glanze des neuen Tages, Die Feier schloß der Gesang:So nimm denn meine Hände. Es folgte ein Frühstück im Schloß im Familienkreise. Ueberaus zahl⸗ reiche 1 sind 5 7 Reichskanzler. 55 ugegangen, runter egramme aisers, r

27 erin, der Kronprinzessin und anderer Mitglieder des kaiserlichen Hauses. 5

* 6 * 5 2

Aus Stadt und Cand. Gießen, 6. Juli 9

Die Fleischpreise. Aus Fleischerkreisen erhalten wir folgende Zuschrift: N die Frage der Versorgung Bevölkerung mit Fleischnah⸗ rung eine Gestalt angenommen, daß das M. alle Veranlassung hat, hierzu in der Oeffentlichkeit Stellung zu nehmen. Gleich anderen, dem Deutschen Fleischer⸗Verbande an⸗ gehörenden Bezirksvereinen hat auch der BezirksvereinBeide Hessen und Nassau eingehende Verhandlungen über die Ursache der Vieh⸗ und Fleischteuerung, über ihre Wirkung und über die Möglichkeit einer Besserung der Verhältnisse gepflogen. Nach einstimmiger Ansicht der Versammlung war es neben den massen⸗ aften Ankäufen der Heere sverwaltung zu unbe⸗ Rn 8 n 8 f achtung der Schweine und die zu gleicher auferlegte Verpflichtung, Dauer

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