Ausgabe 
(29.6.1915) 150. Erstes Blatt
Seite
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And daß die Schule nicht mißbraucht werden soll, wie es

8 Generalstab teilt von der Dardanellenfront mit: Bei

u Donben wurden geschleudert. Bei Sebb⸗ül⸗Babr

gegen unsere Bomben Drahtnetze vor seine Gräben zu spannen.

von den Italienern, die hauptsächlich hohe Stellungen, strategisch

5 lich eine Abteilung ungarischer Truppen ein Maschinengewehr

schaften und Tragtieren erschien. Ein einziger wagerech⸗

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. 1.

Die amerttanischen Munitionslieferungen. Berlin, 29. Juni. In der heutigen Ausgabe des Roten Tay veröffentlicht der Geheime Rat Meyer⸗Gerhard,

der auf Wunsch des deutschen Botschafters in Washington der hie⸗f

sigen Regierung über die in den Vereinigten Staaten herrschende Stimmung Bericht erstattet, einen Artikel, in dem es zur Frage der Munitionsliefevungen wie folgt heißt: Es ist leider nicht zu bestreiten, daß Aufträge über Lieferungen von großen Mu⸗ nitionsmengen an die Gegner Deutschlands in den Vereinigten Staaten übernommen und zur Ausführung gebracht worden sind. Ich habe allerdings den Eindruck, daß man in Deutschland geneigt ist, den Umfang der Aufträge für die Munition mit dem der ausgführten Lieferungen zu verwechseln. Bisher ist ein noch nicht fehr großer Teil der Bestellungen zur Ausführung gelangt. Der ungewöhnlich große Umfang der Aufträge, lediglich zum Zwecke der Munitionslieferungen, müsse von allen denen, die den Wunsch nach freundschaftlichen Beziehun⸗ gen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten im Herzen tragen, aufrichtig bedauert werden. Zur richtigen Beurteilung des amerikanischen Volkes ist aber zu bemerken, daß es in seiner über⸗ wiegenden Mehrheit die Munitionslieferungen mißbilligt. Wenn es zu einer Volksckdstimmung kommen würde, so ist mir verfichert worden, würde sich die Mehrheit des amerikanischen Volkes gegen die Lieferung von Munition aussprechen. Sven Hedin in Berlin.

Berlin,. i. 33 e 5 8 kurzem Aufenthalt wieder in Berlin eingetroffen, um von hier seine nach Stockholm 3 Er war Zeuge der Siege in Galizien und zog mit den Siegern in das Lroberte Lemberg ein. g 5 N Die Blamen in Belgien.

Haag, 28. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die Zeitung Vaderland teilt mit: Die Utrechter Studentenabteilung des Allgemeinen Niederländischen Verbandes hat folgendes Schreiben von Professor Freiherrn v. Bissing⸗ München,

einem Sohne des Generalgouverneurs von Belgien, erhal- ten: habe mit großem Interesse Ihre Mitteilung er⸗

halten. Was Sie darin fordern, nämlich daß für die Vlamen in Belgien ihre eigene Kultur, eigene Art und eigener Volksbestand erhalten bleiben soll, ist nicht nur in Ueber⸗ einstimmung mit meiner persönlichen Auffassung, sondern so viel ich weiß, mit der der deutfchen Regierung. Ganz unabhängig von der endgültigen Entscheidung über das Schürer Belgiens wird Deutschland, wie ich mit Gewißheit glaube, dafür aufkommen, daß den Vlamen ihr Recht werden

dem eigenen Zeugnis der Wallonen die mit ihnen verbündeten Franzosen erstrebten, um die Vlamen, dies einzige nationale Element in Belgien, sich selbst zu ent⸗ fremden. Wir können um so eher dafür aufkommen, als wir uns stets naher Verwandtschaft und vieler geistiger Be⸗ ziehungen zwischen Deutschen und Vlamen bewußt waren, ohne dabei zu vergessen, daß vlamisch sein nicht bedeutet deutsch sein.

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Der türkische Bericht. Konstantinopel, 28. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Der

Ari Bur nu fand wechselseitiges Artillerie- und Infanteriefeuer

unterhielt die schwere Artillerie des Feindes seit dem 25. Juni nrittags ein heftiges Feuer auf unsere Gräben am rechten Flügel erzielte jedoch keinerlei Ergebnis. Auf dem linken Flügel brach ein nächtlicher Angriffsversuch des Feindes an mehreren Stellen in unserem Feuer zusammen. Der Feind war genötigt, zum Schutze

Unsere Batterien auf der anatolischen Seite beschossen die feind⸗ lichen Infanterie⸗ und Artillerie⸗Stellungen bei Sedd⸗ül⸗Bahr erfolgreich. Auf den übrigen Fronten nichts von Bedeutung.

Die Kämpfe in den Alpen.

Berlin, 29. Juni. Zu den Kämpfen hoch in den Alpen berichtet Wirth in einem Telegramm aus dem Kriegs⸗ pressequartier an denBerliner Lokalanzeiger: Alles kommt darauf an, die Stellung so zu wählen, daß sich nicht nur die Ver⸗ teidiger hier einnisten können, sondern daß auch der Nachschub vom Feinde ungesehen vor sich gehen kann. Dieser Grundsatz wird

oft ganz wertlose Spitzen besetzen, nicht beachtet. So konnte kürz⸗

in eine Stellung bringen, die den Nachschubweg für eine hoch gelegene italienische Position beherrschte. Man wartete, bis auf dem Steig deutlich sichtbar eine Kolonne von 40 Bedeckungsmann⸗

ter Strich aus dem Maschinengewehre, und Trag⸗ tiere und Bedeckungsmannschaften stürzten in die Tiefe. Seitdem ist, da der Nachschub nur auf schwierigen Umgehungswegen er⸗ folgen kann, die Situation auf dem Gipfel unhaltbar geworden. Die Italiener wagen aber nicht, den Berg zu räumen, weil das Herabklettern bei Nacht unmöglich, bei Tag aber unter den schwer⸗ sten Verlusten vor sich gehen müßte.

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Sir Edward Grey.

Berlin, 29. Juni. Mit Vorbehalt ist eine derVossi⸗ schen Zeitung aus Rotterdam zugegangene Meldung zu ver⸗ zeichnen, daß auf der Tagung der liberalen Wahlvereine der Grafschaft London der Parteivorstand bekannt gegeben habe, daß nach ihm gewordenen zuverlässigen Informationen Sir Edward Grey endgültig aus dem Kabinett ausgeschieden sei.

Die Lage des Papstes.

Zürich, 28. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) DieNeue

cher Zeitung meldet: Der italienische Ministerpräfident alandra hat dem Papst sein Bedauern über die Oeffnung mehrerer Briefe des Vatikans durch die italie⸗ nische Zensur ausdrücken lassen. Bryans Aufreten.

London, 28 Juni.(Win Nichtamtlich) DieMorni post meldet aus Washington unterm 25. Juni: Wer die tig lich intenswer werdende deutsche Agitation in Amerika gegen die Waffenaus fuhr aufmerksam verfolgt, ist be⸗ Unruhigt durch die Begeisterung, die Bryan gestern in New Jork entflammte. Die New Norker Zeitungen geben zu, daß die gestrige Versammlung an(Gfröße und Vegeisterung alle früheren Versammlungen, vor denen Bryan während seiner 20 jährigen po⸗ Ittischen Tätigkeit sprach, übertraf. Der große Saal von Madison⸗ Square-Garden, der 12 500 Personen faßt, war Überfüllt.

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Brhan hielt eine sehr geschickte Rede und griff di Zeitungen heftig an, die niemals für das amerikanische Volk Par⸗ tei nähmen, ihn während seiner ganzen politischen Laufbahn ge⸗ lästert und ihn als Staatssekretär beständig angegriffen und ver⸗ solgt hätten. Bryan sagte unter tosendem Beifall: Ich mußte schweigen, während diese Vertreter von Räuberinteressen mich zu ermorden versuchten. Jetzt bin ich frei und bereit, sie zu bekämpfen; sie sollen mich nicht ermorden. Bryan erklärte, er habe keinen

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griff die New Vorker

so schloß Bryan, eure Ueberzeugung dem Präsidenten bekannt⸗ zugeben, damit er gegen das unverschämte Geschrei derer, die fried⸗ liche Mittel verlachen. und nach dem Kriege heulen, unterstützt werden kann. Der pondent derMorningpost fügt hinzu: Der Zweck dieser und ähnlicher Versammlungen ist, für ein Verbot der Waffenausfuhr Stimmung zu machen und die gesetzgebenden Körperschaften in diesem Sinne zu beeinflussen. TDieser Versuch wird zweifellos gemacht und ein gewaltiger Druck auf widerstrebende Kongreßmitglieder ausgeübt. Aber der Kongreß tritt erst im De⸗ zember zusammen, und die zweifellos vorhandene Möglichkeit einer sehr peinlichen Lage steht nicht zu unmittelbarer Erwägung, ob⸗ wohl sie nicht ignoriert werden darf.

Der Seelrieg.

Liverpool, 28. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des Reuterschen Bureaus. Der DampferLucen a wurde gestern von einem deutschen Unterseeboot bei Ballycotton an der Südküste von Irland versenkt. Die Besatzung wurde gerettet.

Rotterdam, 29. Juni. DemRotterdamsche Cou⸗ rant wird aus London berichtet, daß ein deutsches Unterseeboot gestern mehrere Schiffe bei Youghal an der Südküste Irlands angegriffen und den Dampfer Edith aus Barru, der sich auf der Reise von Silloth nach Cork befunden habe, versenkte.

Sur Einnahme von Lemberg.

Berlin, 28. Juni.(WTB. Nichtamtl.) Aus dem Großen Hauptquartier erhalten wir über die Einnahme von Lem⸗ berg das folgende Telegramm: Anfangs September 1914 waren die Russen in Lemberg, der Hauptstadt Galiziens, die eine Ein⸗ wohnerzahl von 250 000 Menschen aufweist, eingezogen. Sie fühl⸗ ten sich während ihrer dortigen Herrschaft in der schönen Stadt, der sogleich ihr polnischer Name Lwow zurückgegeben wurde, außerordentlich wohl und gingen alsbald daran, Lemberg zu einer großen Festung auszubauen End zum weiteren Schutze dieses Be⸗ sitzes die befestigten Linien der Grodek⸗ und Wereszyca⸗Stellung zu schaffen. Die von den Oesterreichern erbauten Verteidigungs⸗ anlagen Lembergs wurden von russischer Seite verstärkt und er⸗ weitert, besonders auf der Süd⸗ und Südwestfront. Die bestehen⸗ den Bahnhofsanlagen wurden erweitert und eine Reihe Feld⸗ und Vollbahnen im Bereiche der Festung gestreckt. Um aber selbst für den Fall, daß die Grodek⸗Stellung durchbrochen würde und auf⸗ gegeben werden müßte, die Behauptung der Festung Lemberg zu garantieren, wurde, gleichlsufend zur Grodek⸗Stellung und an⸗ gelehnt an die Nordfront E der Festung, eine stark befestigte An⸗ schlußstellung gebaut, die sich auf den Höhen westlich der Bahn Lemberg Rawaruska bis gegen Dobrocin hinzieht. Nachdem die Armeen des Generalobersten v. Mackensen die Grodek⸗ und Wereszyca-Stellung durchbrochen hatten, stießen deut⸗ sche Divistonen und die daran anschließenden Truppen der Ver⸗ bündeten auf die genannte Anschlußstellung. Die Mitte der Armee Böhm⸗Exmolli näherte sich gleichzeitig der Westfront Lembergs. Die Masse dieser Armee griff einen Feind an, der sich in südlicher Anlehnung an die Festung hinter dem Szezerzek⸗ und dem Sta⸗ vezconkabach gesetzt, zu erneutem Widerstande eingerichtet hatte. Es gelang, diese Stellung am Abend des 21. Juni an verschiedenen Stellen zu durchbrechen 1 die Angriffstruppen gegen die Be⸗ festigungen der Westfront Lembergs näher heranzuschieben. Deutsche Verbände unter Führung des Generals von der Marwitz erstürmten am gleichen Tage die wichtigsten Punkte der von den Russen zäh verteidigten Anschlußstellung. Sie zwangen dadurch den Feind, diese Stellung ihrer ganzen Ausdehnung nach zu räumen und öff⸗ neten nunmehr den benachbarten breed en Truppen die Bahn zu den Befestigungen der Nordwestfront der Festung. Am 22. Juni konnten somit die Werke der Nordwest⸗ und Westfront von österreichisch-ungarischen Truppen genommen werden. Schon um 5 Uhr morgens fiel das Werk Rzesng, bald darauf Sknilow und gegen 11 Uhr auch das Werk Lysa Gora. Dieses Werk wurde vom k. und k. Infanterieregiment Nr. 34 Wilhelm I., Deutscher Kaiser und König von Preußen, erobert. In dem Werk Rzesna wurden neben Geschützlafetten und Maschinengewe allein 400 Gefangene gemacht, die nicht weniger als 18 iedenen russi⸗ schen Divisionen angehörten. In dem Werke fand man neben Massen von Waffen und Munition auch eine große Menge un⸗ geöffneter Holzkisten mit Stahlblenden.

Schon am Mittag des gleichen Tages betraten die siegreichen Truppen die galizische Hauptstadt, in der die Russen fast zehn Monate geherrscht hatten. Um 4 Uhr nachmittags zog der öster⸗ reichische Armeeführer in die völlig unversehrte, reich beflaggte Stadt. Auf den Straßen, in den Fenstern und auf den Balkonen standen Tausende und Abertausende von Einwohnern, welche die Befreier stürmisch begrüßten und die Kraftwagen mit einem Blu⸗ menregen bedeckten. Am nächsten Tage beglückwünschte in Lem⸗

der Festung, K. und K. General der Kavallerie von Böhm⸗Ermolli. S. M. der Deutsche Kaiser richtete darauf auf die Meldung vom 5 Lembergs folgendes Telegramm an den Generalobersten 81 E Sie Kr, führt Empfangen zur Krönung Ihres glänzend geführten galizischen Feldzuges. zum Fall von Lemberg, meinen wärmsten Glügwunsch. Er vollendet die Operation, die, systematisch vor⸗ bereitet und schneidig und energisch durchgeführt, zu Erfol an Schlachten und Beutezahlen in mur 5 Wochen geführt hat, noch dazu in freiem Felde, wie ste selten in der Kriegsgeschichte

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erster Stelle diesen glänzenden Sieg, sodann Ihrer kampferprob⸗ ken Führung und der Tapferkeit der Ihnen unterstellten ver⸗ bündeten Truppen beider in treuer Kumeradschaft kämpfenden ich Sie zum Feldmarschall. Gez.) Wilhelm I. R. Gleichzeitig wurde der Führer des österreichischen Heeres, Erzherzog Friedrich, zum preußischen Generalfeldmarschall er⸗ nannt. Die treue Zusammenarbeit der verbündeten Heere hatte reiche Frucht getragen.

Aus Stadt und Land. Gießen, 29. Juni 1915.

* Geheimrat Biermann ordentlicher Professor der juristischen Fakultät Halle, ist als Hauptmann in Gali⸗ ien gefallen. Geh. Justizrat Joh. Biermann war der erte zahlreicher rechtswissenschaftlicher Werke. Sech⸗ zehn Jahre, vom 1. April 1896 bis zum 1. April 1912, war er Mitbürger unserer Stadt und ordentlicher Professor an der Landeshochschule. Der Verstorbene war Ritter des Eiser⸗ nen Kreuzes. Er hat ein Alter von 52 r Auszeichnung. Dem Wehrmann Gesreiten Heinrich Müller, Landwirt in PFolzheim, Kreis Gießen, von der 3. Mörser⸗-Mun.-Kol. Abt. III Fuß⸗Art.⸗Agt. Nr. 7 wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen.

Die hessische Tapferkeitsmedaille erwarben sich Feldwebel K. Eggert, ehem. 10. Komp. Inf.⸗Regts. 116, durch erfolgreiche Führung eines Kraftwagens zur Fliegerabwehr. E. besitzt bereits seit Seutember das Eiserne uz; serner der Landwehrmann Franz Dettmann von Gießen beim Landw.

Tausende kamen nicht hinein, ein halbes Dutzend Versammlungen wurden in Gebtuben in den umgebenden Straßen

Streit mit Wilson, dem er helfen wolle. Das rechte Mittel ist, groß

berg der Oberbefehlshaber General von Mackensen den Eroberer] de

finden sind. Gottes gnädigem Beistund verbunfen wir an Fleischk

e Schritstellerin Frl. eldendank. Die riftstellerin Papke indigten Vortrag über: KU n⸗

hielt am Sams tag den augekündigt

Vesuch führte die Berke daß es eine Ehrensache der deutschen Frau sei, für armen verstümmelten Helden zu sorgen. Sie meinte namentlich die vollständig Erwerbsunfähigen, also die Ge⸗ lähmten, Blinden und total Verstümmelten, Für diese hat der Hilfsbund deutscher Frauen und Mädchen ein schönes 5 es Heim in Bad Sachsa geschaffen, das die Vor⸗ tragende selbst leitet. Diese werden dort nicht nur vorüber⸗ gehend, sondern ihr ganzes Leben an Leib und Seele ge⸗ pflegt. Der Hilfsbund zählt bereits mehrere tausend glieder in ganz Deutschland. Auch in Gießen meldete sich gleich eine Anzahl Frauen und Mädchen, um an den⸗ patriotischen Werk mithelfen zu können. Die Leitung der Gießener Ortsgruppe liegt in den Händen der Frau Pe⸗ ters, Frankfurter Straße 29. Diese ist gerne zu jeder weiteren Auskunft bereit.

* Unsere Regimentskapelle im Felde. Herr Obermusikmeister Löber sendet uns aus dem Felde die Vortragsordnung eines Kirchenkonzertes zu H., bei dem auch die Kapelle der 116er mitgewirkt hat. Die Musiker brachten das Vorspiel zu Parsifal von R. Wa und das Niederländische Dankgebet zum Vortrag. Bei dem* dem ein auserlesenes Programm zugrunde lag, wi u. a. weiter noch Opernsänger Clemm der erste Bassist der Königsberger Oper, sowie ein Kriegsm mit. Wie Herr Löber schreibt, war die lle zu der be⸗ treffenden Zeit 15 einem Landsturmbataillon abkomman⸗ diert, wo sie die Musik zu Wachtparaden, Promenaden⸗ und Stadtparkkonzerten zu stellen hatte.

Vom Stadttheater. Ferdinand Steinhofer, der jugendliche Held unserer Bühne, hat ein Engagement nach Braunschweig angenommen und wird, wie wir hören, nicht mehr nach Gießen zurückkehren. Der talentvolle und vielversprechende Künstler wird für unser Theater umso schwerer zu ersetzen sein, als wohl sehr wenig in Betracht kommende Kräfte von der Einberufung verschont geblieben sind. 5

Die Bocksche Gemälde⸗Sammlung, die der Fabrikant Bock in Berlin zum Gedächtnis seines auf dem Felde der Ehre gefallenen Sohnes seiner Va. Gie gestiftet hat, wird von Sachverständigen auf rund 100 60 Mark geschätzt. Die Sammlung besteht aus fo Stücken: A. v. Menzel: Kopf eines alten Mannes 3

Licher ng n Dragoman des 1 Bristol(Zei 905 2 seines

eufel unter den Billardspielern(Federzei 93 blätter: Fichtenwald bei Sturm Gaßtell Moll: mersches Seebad(Aquarell); W. Leibl: Bildnis Mitschülers Weiß(Oel); Melchior Lechter: 2 Land⸗ schaften(Oel), Damenbildnis(Oel), Kareisee(Oel), Tripty⸗ chon(Temperafarben), Landschaft:Es lacht die Aue(Oel); Franz v. Lenbach: Bildnis Richard Wagners(Oel); Franz v. Stuck: Amor triumphator(Oel), Dämmernacht(Oel); Kockock: Landschaft(Oel); C. F. Deicker: 2 Hunde⸗ studien(Rauchbilder); Willi Hammacher: Riviera(Oel); Kurow: Alte Dame bei Lampenlicht(Oel); Graeßel: 2 Enten(Oel); Ludw. Dettmann: inerwerkstatt, Weihnachten im Wartesaal(beides. nungen), Land⸗ schaft in Holstein(Aquarell); Walter Leistikow: Wald⸗ ecke(Del), Gotth. Rühl: Der Netzfischer(Del); J. Puy: Junges Mädchen(Oel): Max Liebermann: Wellen (Aquarell), Kinderspielplatz(Kohle); Israels: Ratten⸗ pinscher(Federzeichnung); Hans Peller: Mephisto(Del), Varietés(Oel), Der Perlenkönig(Oel), Der Pascha(Del); Angelica Kaufmann: Damenbildnis(Oel); Dietrichs: 2 Studienköpfe(Oel); Schütz(Goethefreund): 2 Main⸗ landschaften(Oel); Steinkopf: 2 Landschaften mit Tieren (Oel); Carlo Dolce(Schule): Betender Engel(Oel); Rob. 9 Tischbein: Madonna(Oel); Deicker Vater:

tiker Ofenschirm mit 9 Porträts kursächsischer Fürstlich⸗ keiten(Silberstift mit Aquarell), Polnischer Ritter(Oel), Nymphen von Satyrn überrascht(Oel); Arland, Alk⸗ Genfer Meister: Damenbild(Elfenbeinminiatur); Stade⸗ mann: Mondscheinlandschaft(Oel); Duck: Mücken und Spinne(Oel); Meister unbekannt: Blumen-⸗Still⸗ leben(Aquarell), Marmorkopf(Altgriechisch). Die Samm⸗ lung wird, wie wir erfahren, spätestens Ende September hier eintreffen. 5

* Ernteflächen⸗Erhebung Bekanntlich soll in der Zeit vom 1. bis 4. Juli d Befragen der einzelnen Landwirte die Größe der Getreide⸗ und Kar⸗ toffelflächen ermittelt werden. Eine Schwierigkeit be⸗ steht darin, daß außer dem Reichsmaß(1 Hektar= 100 Ar) noch andere Maße im Gebrauch sind. Das Hektar hat vier hessische Normal-Morgen; außerdem gibt es aber noch an⸗ re. worauf der Zähler ganz besonders zu achten hat. Ein Ar hat 100 Quadratmeter, ein hessis Normal⸗ Morgen(= 25 Ar) hat 2500 Quadratmeter und ein Hektar hat 10 000 Quadratmeter. Die landwirtschaftliche Bevölke⸗

rung wird dringend ersucht, den Zählern das i ne dee e eee 125 ie urch, e wirt im us wie groß seine Ernteflächen sind. 128 8 innt durch die herrschende ei N55. 1 5 2 ist deshalb allenthalben bestrebt, den als Ri geeigneten Klipp⸗ und Salzfisch als snahrungs⸗ mittel einzuführen. Da der Fisch und seine Zubereitung

e hier noch wenig bekannt sind, wird dieser Tage auf Ver⸗

anlassung des Oberbürgermeisters und des Aliceschulvereins ein Vortrag darüber mit Kostproben veranstaltet werden. Auch soll in Gießen eine Verkaufsstelle den. Wir empfehlen die betreffende Bekanntm g im Anzeigenteil der Beachtung der Hausfrauen. Feriensonderzüge. In einer in Frankfurt a. M. abgehaltenen Konferenz von Vertretern der verschiedensten Eisenbahndirektionen und Bahnbehörden wurden über die Art und den Umfang der diesjährigen Fer iensonder⸗ züge die grundlegenden Beschlüsse gefaßt. Die Absicht, in diesem Jahr mit Rücksicht auf die große Inanspruchnahme der Eisenbahnen durch die Heeresverwaltungen von der Ab⸗ lassung der Feriensonderzüge gänzlich abzusehen, wurde auf⸗ gegeben. Es sollen in beschränktem Maße und zu den üblichen Fahrpreisermäßigungen Sonderzüge eingestellt werden. Wegen des Kriegszustandes wird jedoch eine Ge⸗ währ dafür nicht gegeben, daß die geplanten Sonderzüge fahren und die vorgesehenen Anschlüsse erhalten. Ferner wer⸗ mic enge A. Beige: Ves ißt Lerche e nicht gefahren. Die übrigen e ich in Bahnen der bisherigen Bestimmungen. e. * Die Anlagen an der Universität. Das Rektorat der Universität bittet der hervorgetre⸗

der Nähe der Universität dahin zu lagen vor und hinter der Aula von treten

wirken, daß Kindern

e alter Leute(Oel); Künstler unbekannt: An⸗

tenen Unzuträglichkeiten die Angehörigen von Kindern in cht be⸗ .

errichtet wer⸗

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