1 N 2 t den Zentner wieder für 4—4.50 Mk. Der Preis zweifellos billiger werden, wenn die. ut wird, worüber man ein Urteil bisher noch nicht fällen
n Zur Ehrfurcht vor den Saaten ermahnt folgende beherzigenswerte Zuschrift eines Freundes 12 Zeitung: Der wunderschöne Sonnenmorgen lockte mich naus ins Freie Die Luft war kühl und so durfte man die nne suchen und brauchte sie nicht zu scheuen. Da ging ich voll Freude in meine lieben Felder, denn Schöneres weiß ich mir nicht, als die Felder zu sehen, die der Ernte ent⸗ gegen e cen Kornfelder hat unser Land. Im leisen Hauch des Windes wehen die Halme und ein Duft ver⸗ n engt 0 5 auf. Meine Sonntags- f t n e wogende Frucht und der Lerchensang, über der köstlichsten Erde wird— Herzen 9 nen Lobliede des Himmels. Zweifel und Bangen verstummen und alles Fragen findet seine Antwort. Draußen wütet der Krieg, aber unserer Heimat heilige Erde steht unberühret, r Lüfte umspielen ihre Hoffnung und der Saat wird ie Ernte folgen: wir werden leben. Kosend streicht meine Hand über die schwellende Aehre, dankbar, daß sie 5 flehe ich um Segen zu ihrer Vollendung. Mein ritt weicht in Ehrfurcht dem kleinsten Halme der Brot- frucht am Wege, Genossen scheinen sie mir, der eine wie der Sdere, Streiter für die heilige Sache des deutschen Volkes. Sie bürgen uns Leben und Wachsen und Werden, der Hun⸗ ger bleibt draußen, ihn bannet die Fenn Ich schreite weiter und Trauer erfaßt mich. Tief in den Halmen des Kornes 1 5 leuchten die blauen Kornblumen auf, nun werden ie Armen der Frucht zum Verderben! wehe! frevelnde Füße traten die Ha me, in breiter Gasse welken sie der Vernichtung ent egen. Wieder und wieder derselbe Jam- mer. Wo nur ein blaues Blümchen sich zeiget, liegen die Aehren zertrümmert, zerstampft. Kinder waren es wohl, die ihre junge Unwissenheit zum Verbrecher an der Heiligkeit der Ernte machte. An den Eltern ist es, sie davor zu wahren! Zeigt ihnen das Brot, das ihren Hunger stillet, zeigt ihnen das Korn, das uns 255 Mahle reift! Lehret sie die Scheu vor den wachsenden Früchten des Feldes, heilig werde ihnen die Frucht wie der Name des Herrn, der sie gab!
* Die Schweinebestände. Nachdem die Bekannt⸗ machungen über die Sicherstellung von Fleischvorräten mit dem 8. Mai außer Kraft getreten sind, wird die Be⸗ völkerung auf die Beendigung der Maßnahmen zur außer⸗ ordentlichen Minderung der Schweinebestände, insbesondere auch die Aufhebung des Enteignungsrechts der Aufkäufe für die Zentral-Einkaufsgesellschaft zu festen Uebernahmepreisen hingewiesen. Dieser Hinweis erscheint im eigenen wirtschaftlichen Interesse beachtlich, weil die Gefahr besteht, daß gewissenlose Händler, wie es in letzter Zeit gelegentlich beobachtet ist, versuchen werden, unter Ausnutzung der mangelnden Kenntnis der länd⸗ lichen Volkskreise von den wechselnden wirtschaftlichen Kriegsgesetzen, Schweine zu niedrigen Preisen unter Hin⸗ weis auf die angeblich drohende Enteignung an sich zu bringen, um sie alsdann mit übermäßigem Gewinn auf den Markt abzusetzen.
Der e Gießenlist mit Lieferung von Brennmaterial für die bisherigen Mitglieder zu Sommerpreisen so stark in Anspruch genommen, daß er bei der 7 des Kohlenmarktes sich veranlaßt gesehen hat, vorerst keine neuen Mitglieder mehr aufzuneh⸗ men. Die Mitgliederliste ist bis auf weiteres gesperrt
Landkreis Gießen.
r. Londorf, 22. Juni. Anfang April wurde der Infanterist Phil. Rabenau, Reservtst, als in Gesangenschaft geraten 2 meldet. Dieser Tage erhielten nun seine Angehörigen von ihm Nachricht aus Sibirien, daß es ihm gut gehe und er gesund sei. 1 8 war am 25. April geschrieben, hat also ca. 2 Monate gebraucht. a
O Bersrod, 22. Juni. Gemeindeschäfser Otto Staab fand in den letzten Karpathenschlachten den Heldentod. Er ist der sechste Tote unserer Gemeinde. Krankenwärter Wilhelm Schmidt von hier ist in sranzösische Gefangenschaft geraten.
a. Beuern, 22. Juni. Der Gesreite Friedrich Rant von hier, Inf.-Rgt. Nr. 116, Masch.⸗Gew.⸗Komp., wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
9 Kreis Schotten.
O Meiches, 21. Juni. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde am 15. Juni dem Gesreiten Wolf, Sohn des Schindlers Johannes Wolf VII. von bier, verliehen. Wolf ist der Zweite aus unserem Orte, welchem diese Auszeichnung zuteil wird.
Starkenburg und Rheinhessen.
rb. Darmstadt, 21. Juni. Am Sonntag vormittag hielt der Gesamtverein des Odenwald Klubs seine dies⸗ 2 ordentliche Hauptversammlung im Festsaal der Vereinig⸗
sitzenden
nach dem Friedensschluß durch ein Denkmal geehrt werden soll. Der von dem chner Herrn Direktor Löwe vorgetragene Kassenbericht ergibt in Einnahme 21 780 Mark, in Ausgabe 12 151 Mark. Der Kassenbestand d der Zentralkasse beträgt 9 629 Mark. Dem Rechner wurde mit Dank für seine ersprießliche Tätig⸗ keit Entlastung erteilt. besonderer Voranschlag wurde für das 5 9 nicht aufgestellt. Der Zentralausschuß wurde durch Zuruf gewählt. In längeren Ausführungen bespricht Finanzminister Dr. Braun die weitere Tätigkeit des Klubs wäh⸗ rend der Kriegsdauer. Er warnte eindringlich vor der Errich⸗ tung von Krieger⸗- und Grabdenkmälern in Stein 1 en. Hier müsse die Kunst mit der Natur Hand in Hand gehen. im an die Kreisämter in diesem Sinne gewendet. Auch der Odenwald⸗ klub mit seinen vielen Mitgliedern an Lehrern, Bürgermeistern u. d. möge seine belehrende und beratende Tätigkeit in den Dienst dieser wichtigen Frage stellen. Er verwies noch ferner auf Bayern, das in diesem Sinne schon mit schönen Entwürfen für Begräbnis⸗ und Ehrendenkmäler vorgegangen ser. Auch für Hessen müsse hier mit Einheitlichkeit für die Lösung dieser Frage gewirkt werden.
3 1014: Besuch 11325.
Frühjahr habe das Ministertum des Innern sich
9 5 8
Der Odenwaldklub werde sich damit ein vaterländisches Verdienst erwerben. Die Hauptversammlung beschloß, daß der Zentralaus⸗ schuß diese Frage in sein Arbeitsgebiet nimmt.
ch. Bingen, 21. Juni. Ein schwerer Schiffsunfall, der die Sperrung des Fahr wassers durch das Binger Loch im Gefolge hatte, ereignete sich heute hier Der Radschlepp⸗ dampfer„De Gruijter Nr. 2“, kam auf der Bergfahrt mit mehreren Schleppkähnen im Anhang bis unterhalb vom Binger Loch. Dort erlitt das Voot einen Maschinenschaden, der den ganzen Schleppzug hilflos ins Treiben brachte. Die Fahrzeuge versuchten die Anker zu setzen, doch wurde dabei nichts erreicht, als daß der Dampfer zwei Anker, eins der Anhangsschiffe einen Anker verloren. Es ge lang den Schiffen schließlich zum Halten zu kommen. Tas Binger loch⸗Fahrwasser bleibt nun, bis es gelingt, die sonst für andere Fahrzeuge gefährlichen Anker heraufzuschaffen, für jeden Schiff fahrtsverkehr gesperrt. Die ganze Berg⸗ und Talschiffahrt muß durch das neue Fahrwasser stattfinden.
Hessen⸗Nassau.
Hanau a. M., 21. Juni. Trotz der schweren Kriegszeit war die Direktion des hiesigen Stadttheaters, das mit den städtischen Bühnen in Bad Homburg v. d. H. und Offenbach a. M. verbunden ist, in der Lage, die am 1. Oktober 1914 begonnene Winterspielzeit mit Unterstützung des Magistrats nicht nur in sonst üblicher Weise durchzuführen, sondern sogar bis zum 16. Juni d. J. auszudebnen. Dadurch wurde zum ersten Male in Hanau eine ununterbrochene Spieldauer von 8½ Monaten ermöglicht. Es wurden ins gesamt in der Spielzeit 253 Vorstellungen gegeben. Die Vorstellungen fanden zu herabgesetzten Preisen statt. Direktor Adalbert Steffter ist die Direktion des Hanauer Stadttheaters bis 15. Mai 1917, des Stadt- theaters Offenbach a. M. auf weitere 5 Jahre und des Kurhaus— erer Bad Homburg v. d. H. auf weitere drei Jahre übertragen worden.
h. Usingen, 22. Juni. Im Wohnhause des Wagnermeisters Fritz Philippi brach der Voden einer Wohnung des ersten Stockwerkes und riß alle in dem Raum befindlichen Möbel und zwei Frauen mit in die Tiefe. Durch das sortgeschleuderte Herdseuer entstand unter dem wüsten Durcheinander ein Brand. Rascher Hilse gelang es jedoch, die Flammen zu ersticken und auch die unter den Trümmern begrabenen Frauen zu erretten. Der Schaden ist bedeutend.
Gerichtssaal.
Ein Landrichter in Mühlhausen zur Amtsentlassung verurteilt.
Colmar, 22. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Nach der „Straßburger Post“ ist der Landrichter Goehrs in Mühl⸗ haufen vor einiger Zeit wegen seines, eines deutschen Beamten nicht würdigen Verhaltens zur Amtsentlassung verurteilt, und dieses Urteil ist inzwischen in zweiter Instanz von der hiesigen Disziplinarkammer für Beamte bestatigt worden. Goehrs hat schon lange vor dem Krieg aus seiner Sympathie für französisches Wesen kein Hehl gemacht, sich häufig selbst in dienstlichen Besprechungen der französischen Sprache bedient, mit offen französisch gesinnten Leuten verkehrt, während er alldeutsche Kreise mied. Dieses und allerhand Einzelheiten sind damit zusammenzuhalten, daß Goehrs, der übrigens ein Sohn deutscher Eltern ist— sein Vater ist nach dem 70er Kriege aus Darmstadt nach Straßburg ge— kommen, wo er eine bekannte Persönlichkeit ist und sich um das Wirken der inneren Mission verdient gemacht hat, beim Einzuge der Franzosen in Mühlhausen sich auf der Straße aufhielt und freudig erregt zeigte, die Trikolore durch Hutabnehmen grüßte und Zigarren und Zigaretten austeilte. In allem ist die Bekundung einer Gesinnung zu erblicken, die sich jedenfalls mit der Stellung eines deutschen Beamten nicht vereinbaren läßt.
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Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller Unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Landstürmer vor geschlossenen Türen.
Alm 21. d. Mts. erfolgte in unserer Stadt wiederum eine Einquartierung von Landsturmleuten, bei deren Unterbringung sich vereinzelt derart häßliche Szenen abspielten, daß ein Anrufen der Oeffentlichkeit nicht zu umgehen sein dürfte. In einigen Fami⸗ lien mußte der Einsender beobachten, daß die Annahme der Ein⸗ quartierung unter nichtigen Vorwänden abgelehnt wurde, und daß die einrückenden Landsturmleute, die von morgens bis in die ersten Nachmittagstunden beim Appell gestanden hatten, müde und hung⸗ rig vor zugeschlagenen Türen umkehren mußten. Selbst das nachherige Einschreiten der Stadt scheint noch nicht ein⸗ mal überall den gewünschten Erfolg gehabt zu haben. Es müßte doch etwas mehr bedacht werden, in welche Stimmung derartige Beweise geringer Opferwilligkeit unsere kämpfenden Soldaten draußen im Felde versetzen müssen, wenn ihnen derartige Fälle bekannt werden oder wenn ihnen— was gar nicht ausgeschlossen wäre— eine derartige Behandlung vor dem Aus rücken selbst wider⸗ fahren würde. Der jetzt 10 Monate dauernde Krieg mit seinen
oßen Opfern an Gut scheint immer noch nicht allen Familien ie Augen geöffnet zu haben, und es gibt deren anscheinend noch eine ganze Reihe, deren persönliche Bequemlichkeit höher steht, als die Erfüllung einfacher Pflichten gegen unsere Soldaten. Man müßte für die Folge mit öffentlicher Namensnennung vorgehen, da⸗ mit für die Folge derartige beschümende Vorkommnisse vermieden werden. 0 d= 5 Märkte.
FC. Wiesbaden. Viehhof- Marktbericht vom 21. Juui. Auftrieb: Rinder 258(Ochsen 42, Bullen 28, Kühe und Färsen 188), Kälber 327, Schase 7, Schweine 352. 1
Marktverlauf: Lebhaster Geschäftsgang, nirgends Ueberstand.
Breise für 100 Pfd. Lebend- Schlacht-
Ochsen. gewicht. Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht? Mk. Mk. wertes im Alter von 4—7 Jahren. 65—72 126—134 Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemäs tete. 61-65 118—120 Bullen. Vollfleischige, ausgew. höchsten Schlachtvw.. 62—64 120—124 Färsen. Kühe. Vollfleischige, ausgemästete Järsen höchsten Schlacht wertes 65—72 126—134 Voll fleischige ausge mästete Kühe böchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 60-64 118—124 Wenig gut entwickelte Färsen. 60—64 118—124 Aeltere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 56—58 108—114 Mäßig genährte Kühe und Färsen 5054 98—102 Kälber. einste Mastkälb er 684—00 140—00 littlere Mast- und beste Saugkälber.. 80—82 133—137 Geringere Mast- und gute Saugkälber... 72—75 120—125 Geringe Saugkälber. 56—64 93103 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendge wicht„ ꝗ 120123 150— 154
Vollfleischige Schweine unter 80 12 Lebendgew. 110— 120 140 150
bei Nieren“ leiden, Harnsäure, Zucker, Fürstliche Wildunger Mineralquellen A.-G., Bad Wildungen Schriften kostenfrei wn Flaschenversand 2 18tł sl.
Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 21. Juni 1915. i
Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M.
Fleischpreise in Gießen
50 Kg. Schlachtgewicht
Ochsen ½ Kg. 124—128 Piy 116-135 Mit.
Kälber% Kg. Schlachtgw. 102.133 Pf.,„ 108—112.
Schweine)„„ 135—155, ½„ 156000„
Brotpreise in Gießen:
Weißbrot 2 Kg.— g- Schwarzbrot 2 Kg. 75 Pig.
Getreidepreise in Ma un he im
Weizen 100 Kg. 29.40 Mit. Roggen 100 Kg. 25.40 Mk.
Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Der nördliche Tiefdruckausläufer ist nordostwärts abgezogen, Auf seiner Rückseite ist von Westen her der Luftdruck weiter an⸗ gestiegen. Kleinere Depressionsgebiete lagern heute über Frankreich und Süddeutschland, die uns zunehmende Bewölkung und in Süd⸗ deutschland unerhebliche Niederschläge bringen dürften.
Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 24. Juni 1915: Wolkig, meist trocken, warm, wechselnde Winde.
Letzte Nachrichten.
Wieder ein Zeppelinbesuch an der englischen Ostküste.
KHristiania, 22. Juni. Der Dampfer„Jotun“ kam gestern nach Stavanger und bestätigte, daß South⸗ shields in der Nacht zum Mittwoch von Zeppelinen bombardiert wurde. Die Soldaten in der Stadt feuer⸗ ten Geschosse in der Richtung auf die Zeppeline ab, die man aber swegen des Nebels nicht sehen konnte. Selbst die Scheinwerfer konnten den Nebel nicht durchdringen. In Shields wurde niemand getötet oder verwundet. Die Zeppeline hatten kurz vorher den Armstrong⸗Wer⸗ ken einen Besuch abgestattet, wo 15 Bomben die Marine⸗ werkstätten und das Arsenal getroffen hatten. Hier wurden 70 Personen getötet und 40 verwundet. Vom Schiff aus konnte man sehen, daß in Shields die Nacht hindurch mehrere Gebäude in Flammen standen und in Asche gelegt wurden. Der angerichtete Schaden bei Arm⸗
Ein Nachfolger Nikolai Nikolajewitschs? a Kopenhagen, 23. Juni.„Pietrogradskajia Gazeta“ teilt mit, daß General Ruski, der allgemein als Nach⸗ folger des Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch gilt, nach Petersburg gekommen und sofort zum Zaren nach Zarskoje Sselo berufen worden ist. Militärische Maßnahmen in Rußland. Petersburg, 23. Juni. Der Höchstkommandierende der 1 russischen Armee, Generaladjutant Jwanoff, macht ekannt, Choln, Lublin, Brody, Proskurow ankommenden Personen das Verlassen des Bahnhofes nur nach Vorzeigen der Legitimation der östlichen Feldgendarmerie gestattet ist. Diese Anordnung beweist, daß nunmehr auch Südwestrußland vom Generalstab der russi⸗ schen Armee als kriegsbedroht angesehen wird. Die russische Frie⸗ densliga in Petersburg, Moskau und Kiew ist soeben aufgelöst
worden. 8 N 1 Die Kriegführung der Italiener.
Innsbruck, 23. Juni. Jetzt wird bekannt, daß die Ita⸗ liener beim Einzuge in die von uns freiwillig geräumte Ort⸗ schaft Borgo im Suganer⸗Tal zahlreiche Persönlich⸗ keiten, darunter Angehörige von dortigen adligen Familien, aktive und pensionierte Staatsbeamte verhaftet und als Gei⸗ seln abgeführt haben.. 5
Ein italienisches Geschwader für die Dardanellen.
Genf, 22. Juni. Die aktive Beteiligung Italiens an der Dardanellenoperation dürfte nach römischen Meldungen.
und verschiedene kleinere Einheiten den Hafen von Tarent mit
Volldampf verlassen und sind nach Tenedos in See gegangen. Das
Geschwader soll sich d der englisch⸗französischen Flotte vor den
Dardanellen anschließen. ö Die deutschen Verleumdungen.
Köln, 23. Juni. Die„Kölnische Zeitung“ veröffentlicht einen offenen Brief des Reichstagsabgeordneten Pfeifer an den Rektor des französischen katholischen Institutes, in welchem Pfeifer die Behauptung, die Deutschen hätten in Löwen gegen den Klerus fanatischen Haß bewiesen und sich eine Freude daraus gemacht, das Bild des göttlichen Erlösers zu verstümmeln, als verleumderische Lüge der schlimmsten Art bezeichnet. Eine ganz gemeine Lüge sei die Behauptung, in Belgien hätten die Deutschen fast alle Kirchen zerstört, die sie auf ihrem Wege getroffen. Alle diese verleum⸗ derischen Anschuldigungen gegen die Gottlosigkeit des deutschen Heeres weist Pfeifer zurück und versichert, daß die Leute in Frankreich und Belgien sehr verwundert gen wären über die tiefe Gottesfurcht und den hohen sittlichen Ernst der Soldaten. Falls man ihm nicht glauben wolle, versichert Pfeifer, solle man die Bischöfe von Lille, Namur und Lüttich fragen. Diese würden seine Worte bestätigen.
————————— Betr.: Reichsbeihilfe auf dem Gebiete der Kriegswohlfahrtspflege. An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden
Si llen alsbald b 5* B i
ie wollen a erichten, we eträge an Reichsunter⸗ stützungen und Kreiszuschüssen im Monat Juni aua begabtt worden find oder noch ausbezahlt werden.
Hierbei machen wir darauf aufmerksam, daß nicht nur die für den Monat Juni auszuzahlenden Beträge anzugeben sind, sondern daß auch die Beträge in Betracht kommen, die im Monat Juni für zurückliegende Zeiten bewilligt worden sind. Dies ist bei den letzten Berichterstattungen vielfach nicht berücksichtigt worden.
Um Rückfragen zu vermeiden, wollen Sie bei dem Gemeinde⸗ rechner feststellen, ob alle vom 1. Januar d. J. ab bis jetzt ge⸗ nehmigten Reichsunterstützungen und Kreiszuschüsse uns mitgeteilt wurden. Sollte dies nicht der Fall sein, dann ist das Versckumte nachzuholen. Wir weisen auch ausdrücklich darauf hin, daß wir diejenigen von Ihnen ersatzpflichtig machen müssen, durch deren unvollständige oder verspätete Berichterstatrung der Kreiskasse in⸗ sofern Schaden erwächst, als so nicht das volle Drittel der aus⸗
gezahlten Kreiszuschüsse ersetzt wird. Juni bereits erstattel egen.
suw, f lt N 5 den Monat
ind, ist nötigenfalls ein Ergänzun, i
Gießen, den 21. Juni een 3
f Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Usinger.
9 447
Eiweiss.
strong ist ungeheuer groß.(L.A.) d
daß nunmehr allen in den Städten Rowno, Dubno
Tatsache geworden sein. Danach haben mehrere italienische Kreuzen


