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legt sich über das Gefechtsfeld, aber aus dem—— Grau
bt ummer wieder die Stimme der Artillerie, die sich nach vvr⸗ 5 Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.
wͤrts entfernt.
Im felde
erwarten unsere Angehörigen den regelmäßigen eingang des heimat⸗ blattes. um eine Unterbrechung in der Zustellung zu vermeiden, 5er man
den feld post⸗Beæug
des Gießener Anzeigers fur das nächste vierteljahr(CJuli⸗Aug.⸗Seyptbr.)
schon jetzt erneuern
Alle postamter nehmen die Bestellung entgegen. der vierteljahrs⸗ Bezug be⸗ trägt Mk. 3.20 cinschlicßlich der Um⸗ schlag⸗sebuhr. Außerdem vermittelt die Bestellungen wie bisher auch die
Geschäftsstelle des Gichener Anzeigers
„Wir haben Seit“.
Die der Kabinettsumbildung in England 1 und sie begleitenden Erörterungen der englischen Presse ließen keinen Zweifel darüber, daß es um Kitcheners Werbegeschäft überaus schlecht bestellt ist. Je ablehnender sich aber das englische Volk verhält, desto beschämender werden die Mittel, zu denen die Werber greifen. Ein guter Kenner Englands, der in der ersten Hälfte des Aprils wieder in London weilte, entwirft davon folgende Schilde⸗ rung: f 3„Die Söhne reicher Engländer, die selbst keine Lust verspüren, in die Front zu gehen, kleiden sich in auffallend schöne Uniform und besuchen dann die kleineren Städte und Dörfer. Dort versuchen sie auf jede mögliche Weise mit den wehrfähigen Leuten in Cafés und auf öffentlichen Plätzen in Verbindung zu treten, um sie zum Eintritt ins Heer zu bewegen. Sie zahlen die Zeche für die Leute 9
und verfu ihnen klar zu machen, wie nötig es sei, daß jeder seine Pflicht gegen das Vaterland erfülle, wobei Nan daesch die Greueltaten der Deutschen in den krassesten Farben geschildert werden Gelingt es ihnen, einen Menschen, der unter Umständen erst halb betrunken gemacht werden muß, zum Eintritt in das Heer zu bewegen, dann muß der Betreffende sofort ein Formular unterzeichnen, was ihn endgültig verpflichtet Er bekommt dann so 100 Pfund— 2000 k— ausbezahlt, die für die Familie besti sind. Er wird dann am nächsten Tage von der Gen⸗ darmerie aufgefordert, sich in der Kaserne zu melden. Er wird dann eingekleidet und erhält hierbei nochmals 50 Pfund Sterling. Wenn die ee vorbei ist, werden am Tage der Abreise zur Front weitere Pfund Sterling ausbezahlt. Diese hohen *—.* jedoch r Zeit, da die Erfolge des
Wer! stems ng gewesen sind. 55 Im die 2 des Volkes zu heben, wird ungeheuer Reklame gemacht. In den Kinos, in Theatern, in den Straßen⸗ bahnwagen und auf öffentlichen Plätzen sind überall große Plakate, die Kriegsbilder usw. darstellen, und das Leben der Soldaten in
den Schützengräben als sehr verlockend veranschaulichen. Viel⸗ fach sieht man Schützengräben abgebildet mit vollständigen Zim⸗ mereinrichtungen. Um Tisch herum sitzen die Soldaten, die Ames lesend und die Pfeife rauchend. Auf dem Tisch sind eins Whiskyflasche und dampfende Plumpuddings, ferner sieht man
Klosetts mit Wasserspülung. Unter diesen riesengroßen Plakaten 5 en Buchstaben geschrieben:„Wir haben Zeit und 2
it werden wir siegen“. Ein weiteres Plakat stellt einen Schützengraben dar, der von englischen Soldaten ge⸗
stürmt wird. Die deutschen Soldaten sitzen im Graben und werden von oben herab von den Engländern abgestochen. Dieses Plakat ist mindestens 10 Meter lang und etwa 4 Meter hoch. Ueber dem 4 sieht man einen zerbrochenen Zeppelin herabfallen
ugzeug 8,— 4— 5 zerhrochener e die t. Im Vordergrunde sieht man n verwundete länder liegen, die verbunden werden, während sie die Pfeife rauchen und die Times lesen.
N te englische Soldaten werden in Automobilen durch die Hauptstraßen Londons gefahren, sie sind mit zahlreichen Orden ausgezeichnet. Die Automobile sind mit Plakaten behangen, wor⸗ auf geschrieben steht:„Diese Verwundeten haben für das Vater⸗ land gearbeitet, sie sind von der Front zurückgekommen, es ist an dn ee in aer und ib; Plätze aus⸗ ee i m in Deatschlanb nicht ohne r ng* in der ge⸗ . wissen Zuverst* ie„ was sie äu 0 erreichen, zu⸗
berge innerlich zu Grunde richten. Diese Entwicklung in ihrem
A
g zu verfolgen, fehlt es auch uns gewiß nicht an Zeit.
möchte zugleich darauf hinweisen, daß diese Söhne reicher
* die überall nach Leuten ausspähen, die an ihrer Stelle
in Kampf ziehen könnten, würdige Vertreter des Englands
sind, das Frankreich, Rußland, Italien zur Ausfechtung seiner Mäuberpolitik in Sold genommen hat und für sich bluten läßt.
1 Aus dem Reiche. Kriegswohlfahrtspflege der Landesversicherungsanstalten. 3 In der Konferenz, die am 17. d. M. im Reichsder⸗ jicherungsamte mit Vertretern der Landesversicherungs⸗ ämter, ndesversicherungsanstalten und Sonderanstalten stattfand, hat Präsident Dr Kaufmann über die Beteili⸗ ng der Träger der Invaliden- und Hinterbliebenenver⸗ 85 0 ung an der Kriegswohlfahrtspflege einen kurzen Ueber⸗ Hhlick gegeben. Es sind bis Ende Mai d. J. von den Landes⸗
versicheru nstalten für Kriegswohlfahrtspflege gemäß 98 1274 der Reichsversicherungsordnung rund lz Millio- * lt worden. 56 Millionen Mark wurden
nen Markge dur ö Als Wohlfahrtsdarlehen zu erleichterten— an bedrängte Gemeinden, Kreise usw ausgegeben. An den Kriegsanleihen haben sich diese Versicherungsträger mit rund 290 Millionen Mark beteiligt. Für die durch 8 1274
Kriegswohlfahrtspflege wax in einer Konferenz im Reichs- versicherungsamt im August v. J. ein Betrag bis zu 5 vom Hundert des 2,1 Milliarden Mark betragenden ns der Versicherungsanstalten, also ein Betrag bis zu 105 Mill. Mark zur Verfügung gestellt worden. Die Pera gezahlten 13 Millionen Mark setzen sich, wie ergänzend bemerkt wer⸗ den kann, aus folgenden Einzelbeträgen zusammen: 1. 10. schüsse an das Rote Kreuz a) Zentralkomitee 447 000 Mk., b) Provinzialvereine usw. 1396 000 Mk., 2. Beschaffung von Wollsachen und sonstigen Liebesgaben für das Feldheer 1671000 Mk., 3. kalter von Arbeitslosen und Hilfs⸗ bedürftigen a) unmittelbar 985000 Mk., b) mittelbar(durch Gemeinden, Vereine usw.) 4994000 Mk., 4. Unterstützung der Landesversicherungsanstalt Ostpreußen 304 000 Mk., 5. Förderung der Kriegsversicherung 209 000 Mk., 6. Aus⸗ rüstung von Lazarettzügen 375000 Mk., 7. Für Bade⸗ und Desinfektionswagen für das Heer 120000 Mk., 8. Ehren⸗ gaben an die Hinterbliebenen von gefallenen oder ihren Wunden erlegenen Kriegsteilnehmern 1000 000 Mk., 9. Son⸗ stige Wohlfahrtszwecke 1500 000 Mk. l
Die Landesversicherungsanstalten haben auf diese Weise erfolgreich dazu beigetragen, die durch den Krieg geschaffe⸗ nen Notlagen zu mildern und uns wirtschaftlich stark zu erhalten im Rücken der kämpfenden Heere. Bei diesen Auf⸗ wendungen wurden, wie Präsident Dr. Kaufmann besonders betonte, sorgfältig die Grenzen berücksichtigt, innerhalb deren solche Ausgaben rechnungsmäßig verantwortet wer⸗ den können. Die Landesversicherungsanstalten haben auch daran festgehalten, daß ihre Fürsorge auf diesem Gebiete nur eine ergänzende, unterstützende sein kann, und daß durch sie die hierzu in erster Linie verpflichteten staatlichen oder gemeindlichen Stellen nicht über Gebühr entlastet werden dürfen. Auch durch Fortführung der Kriegswohlfahrts⸗ pflege der Landesversicherungsaustalten in der bisherigen vorsichtigen und maßvollen Art wird, worauf Präsident Dr. Kaufmann gleichfalls hinwies, die finanzielle Leistungs⸗ fähigkeit der Versicherungsträger nicht nennenswert berührt, geschweige denn ernstlich bedroht werden.
Der Mitteleuropäische Wirtschaftsverein in Deutschland hielt am 19. ds. Mts. unter dem Vorsitze des Wirklichen Geheimen Rates Dr. von Dirksen seine dritte ordentliche Mitgliederver⸗ sammlung im Hotel Adlon zu Berlin ab. Es waren u. a. vertreten: der Deutsche Landwirtschaftsrat, der Bayrische Landwirtschaftsrat, die Landwirtschaftslammer Brandenburg, der Westfälische Bauern⸗ verein, die Handelskammern Elberfeld, Oppeln, Plauen, Posen, Gera, Regensburg, Saarbrücken, Barmen, Schweidnitz, Halle a. S., Heidelberg, der Zentralverband Deutscher Industrieller, der Bund der Industriellen, der Verein Deutscher Maschinenbau⸗Anstalten, der Verband der Glasindustriellen, der Exportverein für das Kö⸗ nigreich Sachsen, der Verein Süddeutscher Baumwollindustrieller, der Münchener Handelsverein, der Verein Deutscher Feuerzeug⸗ fabrikanten, der Verein der deutschen Zuckerindustrie. Vom Ehren⸗ mitglied des Vereins, König Ludwig von Bayern, war ein Tele⸗ gramm eingelaufen, in welchem der König mit den Wünschen für den ersprießlichen Verlauf der Generalversammlung die Erklä⸗ rung seines weiteren regen Interesses an den Bestrebungen des Vereins verband. Ein weiteres Telegramm lag vor von dem im Felde stehenden Präsidenten des Mitteleuropäischen Wirtschafts⸗ vereins in Deutschland, Herzog Ernst Günther zu Schleswig⸗Hol⸗ stein, der seinem Bedauern darüber Ausdruck gab, der Versamm⸗ lung fernbleiben zu müssen, und den Verhandlungen einen Verlauf, welcher den Verein seinen Zielen näherbringen möchte, wünschte.
Den einleitenden Vortrag hielt Geheimrat Professor Julius Wolf, der unter Hinweis auf den geschichtlichen Augenblick, wel⸗ chem die deutsche und österreichisch⸗ungarische Handelspolitik ent⸗ gegengehe, die verschiedenen Möglichkeiten einer wirtschaftlichen Annäherung zwischen Deutschland und Oesterreich⸗Un⸗ garn erläuterte und für die Zusammenfussung der beiden Länder in einer Zollunion mit gemeinsamem Tarif nach außen und mit Binnenzöllen im Innern eintrat. Die großen Schwierigkeiten eines solchen Vorgehens dürften allerdings nicht verkannt werden. Neben den sensätzlichen Interessen der Produktion diesseits und jenseits der Grenze kämen vor allem auch verfassungsrechtliche Hemmungen in Betracht, daneben Fragen währungs⸗ und finanz⸗ politischer Art, die aber nicht so schwer wögen wie der mögliche Gewinn. Entscheidend müsse der wirtschaftliche Gesichtspunlt sein, daß man unter Zurückstellung aller Bedenken zu einem großen ein⸗ heitlichen Wirtschaftsgebiet mit der Möglichkeit einer weitgehenden Arbeitsteilung gelange. Politisch komme in Betracht, daß die Zoll⸗ union eine weitere Klammer für das Bündnis der zwei Reiche darstelle. Ihre weitere Folge würde wohl die Befruchtung der österreichisch⸗ungarischen Volkswirtschaft durch deutsches Kapital, Erhöhung der Kaufkraft der Bevölkerung daselbst, Erweiterung des inneren Marktes, Stärkung auch der Exportkraft Oesterreich⸗Un⸗ garns mit dem Ausblick auf eine Besserung der bisher passiven Handelsbilanz und auf eine Konsolidikrung der Währung sein. Der Uebergang wäre dabei zu einem allmählichen gemacht, wenn man den Abbau der S n auf 50 bis 60 Jahre, also auf zwei Generationen verteile. Auf diese Zwischenzollinie, die an die Verhältnisse von heute anknüpfe, sei im Interesse der deutschen wie der österreichisch-ungarischen Volkswirtschaft entscheiden⸗ des Gewicht zu legen. Was aber eine kaufträftigere österreichisch⸗ ungarische Volkswirtschaft für die deutsche Volkswirtschaft be⸗ deute, liege auf der Hand. Sollte die Zollunion nicht zu realisieren sein, dann käme gegenseitige Vorzugsbehandlung in Betracht, die aber in Hinsicht„was sie leisten könne, gegen die Zollunion zurücktrete; möglicherweise bleibe es hier bei der bloßen Prokla⸗ mierung eines Prinzips, das dann weiter keine Früchte trage. Wolle man Sicherheiten nach dieser Richtung, so werde fürs Erste die Zahl der zollfrei einzuführenden Waren zu vermehren sein mit dem Ausblick auf späteren Ausbau dieser Freiliste.
An den Vortrag Professor Wolfs schloß sich eine eingehende Aussprache. Der Beschlußantrag, auf den die Versammlung sich einigte, lautet: 5 „Die Versammlung spricht als ihre Ueberzeugung aus, daß der auf den Schlachtfeldern von den verbündeten Truppen DTeutschlands und Oesterreich-Ungarns brüderlich ge⸗ führte Kampf wie auf anderen Gebieten staatlicher Bestätigung auch auf dem wirtschaftspolitischen eine möglichste Annäherung der verbündeten Monarchien zum Ergebnis haben muß. Der Mitteleuropäische Wirtschaftsverein in Deutschland hält es darnach für geboten, die Schaffung eines weiten einheitlichen Wirt⸗ schaftsgebietes, sei es mit gemeinsamer Zollgrenze und einer den Bedürfnissen beider Volkswirtschaften angepaßten Zwischenzoll-Linie, deren Abbau erst in der Frist einiger Jahr⸗ — zu erfolgen hätte, oder durch gegenseitige zollpolttische rzugs behandlung, vor allem auch in Gestalt der Vermehrung der zollfrei eingeführten Waren mit dem Ausblick auf späteren Ausbau dieser Freiliste zu betreiben. Der Mitteleuropäische Wirt⸗ schaftsverein in Deutschland wird darüber mit jenen in Oesterreich und Ungarn als Vertretern der österreichischen und ungarischen Volkswirtschaft in Verbindung treten.“ Ein Telegramm Hindenburgs an die Stadt Karlsruhe. Harlsruhe, 21. Juni.(WDB Nichtamtlich.) General⸗ feldmarschall v. Hindenburg hat dem Oberbürger⸗ meister folgendes Telegramm gesandt: „Der Haupt⸗ und Residenzstadt Karlsruhe sende ich als deren Ehrenbürger zwar vers t, aber deshalb nicht minder herzliche Glüdtwünsche gelegentlich ihres 0jährigen Be⸗ stehens, gleichzeitig dem treuen Empfinden über die 1 5 lichen Verluste bei dem neulichen Fliegerangriff Ausdruck gebend. Möge der schönen Stadt, in der ich so gern geweilt, nach ehrenvollem Frieden unter der segensreichen Regierung ihres erhabenen Herrschers weiteres Blühen und Gedeihen
der Reichsversicherungsordnung umgrenzten Aufgaben der
beschieden sein. Generalfeldmarschall v. Hindenburg.“
1 85 5 Hauptversammlung der a 9 rb. Darmstadt, 20. Jr Die Zentralkasse der hessischen landwirts lies e gestern im„Kaisersaal“ h selbst 1 ihrer zweiten ordentlichen Generalversammlung zusam Die 1 war aus allen Teilen Hessens sehr gut besucht. . Dr. Schrot
„der Landtagsabg. Justizrat Dr. 8 7 Ho 3 0 755 1 1 Der ebene ufsichtsrats, Bürgermeister Becker ⸗ Sprendlingen begrü te die Erschienenen mit freundlichen Worten und gedachtes dann des auf dem Felde r 3 1 Dr. rat Dr. Mi 02
Gottschämmer, dessen heben von den Sitzen ehrte. Dann sprach Fi seinen Dank für die Begrüßung und seine Freude über das har⸗ monische Zusammenarbeiten zwischen der Kasse und dem Staats⸗ kommissar aus. Dieses Zusammenwirken werde sicherlich auch in Zukunft eine weitere rasche Gesundung im hessischen landw. Ge⸗ nossenschaftswesen herbeiführen. Schon in der ersten General⸗Ver⸗ sammlung habe man die Ueberzeugung gewonnen, daß es gelingen werde, im hess. Genossenschaftswesen bald wieder normale Ver⸗ hältnisse herbeizuführen. Man habe aber damals kaum annehmen können, daß es schon im Laufe des neuen Jahres gelingen würde, die Betriebsüberschüsse so zu steigern, daß sie sich gegenüber dem ersten Jahr mehr als verdreifachten und daß auch die Rücklagen. sich so erheblich vermehren würden. Infolge dieser günstigen Ent⸗ wickelung der dafl die um so höher anzuschlagen sei, als die Tätigkeit der Kasse mitten in die schwere Kriegszeit fällt, sei sie auch in der Lage gewesen, durch Zeichnung eines großen Betrages auf die zweite Kriegsanleihe eine vaterländische Aufgabe er⸗ füllen und die Genossenschaftssache aufs Kräftigste zu n Diese Entwickelung verdanke die Hasse in erster Linie dem Ver ⸗ trauen, das die Genossenschaften zu sich selber und zur Zen⸗ tralkasse hatten und daher auch außerhalb gewannen, und er wünsche von Herzen, daß dies Vertrauen auch in Zukunft werde; dann werde die Zentralkasse auch in Zukunft ihre wichtige Aufgabe im Interesse der Landwirtschaft und der Allgemeinheit er⸗ füllen können.(Beifall.)
Der erste Divektor der Kasse, Herr Mager, gab dann zug dem schriftlich vorliegenden Bericht des Vorstandes über das schäftssahr 1914 nähere Erläuterungen und Ergänzungen stellte fest, daß sich der Geschäftsbetrieb auch im neuen Jahre fort⸗ dauernd günstig entwickelt hat. Es sind der Kasse im neuen Jahre bereits wieder 9 Genossenschaften beigetreten und am Tage der Generalversammlung waren angeschlossen: 293 Kreditgenossenschaf⸗ ten, 22 Bezugs⸗ und Absatzgenossenschaften, 4 Molkereigenossen⸗ schaften, 18 Winzergenossenschaften, 2 sonstige Genossenschaften und 2 Zentralgeschäftsanstalten, zusammen mit 2 Einzelmitgliedern 343 Mitglieder, die 887 Geschäftsanteile mit einer Haftsumme von 887000 Mk. besitzen. Die e Genossenschaften vertei⸗ len sich wie folgt: Provinz Starkenburg 124 mit 316 Geschäfts⸗ anteilen, Rheinhessen 148 mit 420 Geschäftsanteilen und Ober⸗ hessen 71 mit 151 Geschäftsanteilen. Von den Kreditgenossenschaf⸗ ten, die Aktionäre bei der„Landwirtschaftkichen Genossenschafts⸗ bank“ waren, haben sich der Zentralkasse in Starkenburg 19, in
Oberhessen 25 und in Rheinhessen 8 noch nicht der Zentralkasse an⸗ geschlossen. Der Gesamtumsatz der Kasse stellte sich in der Zeit vom 1. Januar bis zum 18. Juni 1915 auf 124 272 799 Mark. Die Verbindlichkeiten betrugen im Januar 4 755 535 Mk., im April 7294 390 Mt. Die Guthaben der Genossenschaften stellten 63 dagegen im Januar auf 3 479 397 Mk., im Februar auf 4 238 Mark, im März gingen sie infolge der starken Zeichnungen 5 die zweite Kriegsanleihe auf 1 496 342 Mk. zurück, stiegen aber schon im April auf 2 092 515 Mk. und sind im Mai noch mehr gestiegen. Im Durchschnitt betrugen die Verbindlichketten in den ersten vier n 6,4 Millionen, und die Guthaben 2,8 Mil⸗ lionen Mark. Ein Bankkredit ist nicht in Anspruch mmen wor⸗ den; trotzdem sind rund 70 Prozent auf die— der zweiten riegsanleihe in Höhe von neun Mil 4712 1* 5 wies der N auf die 8 edeutung welche Bezugsgenossen en in neuerer Zei haben, und enipftehlt deshalb
gewonnen 0 den e dieser Genossens an die. Ein solcher Anschlu werde
c et wung ein erter 5 treten werde. Di Sensen en den
dacht sein, den Zinsfuß möglichst nach dem heutigen Geldwert ein⸗ zurichten. Ein Hypothekenzins von 4½ oder gar 4 Prozent sei nach seiner Meinung nicht angängig; man werde bei Fade Provision auf einen D insfuß von 5 Prozent kommen. Die Besitzer von Kriegsanleihe sollten von den Genossen⸗ schaften darauf aufmerksam gemacht werden, daß es sich 2 die Stücke gut in 1 geben, was am besten durch De⸗ pot bei den Genossenschaften geschehe Auch die Zentralkasse sei be⸗ reit, die Stücke in Verwahrung nehmen und bankmäßig zu be⸗ handeln, die—— rechtzeitig Eftenfrei zu senden usw., wodurch dem Besitzer Kosten und Zeit erspart würden. Es sei das Bestre⸗ ben der Zentralkasse, ihre eigenen 9 bei dem umfangreichen Geschäftsverkehr nach Möglichkeit zu erhöhen, und deshalb empfehle er den angeschlossenen Genossenschaften, noch mehr Anteile zu über⸗ nehmen. Der Redner wendet sich noch besonders gegen die Mies⸗ macher und Schwarzseher Die ganze Entwickekung der 3
kasse und der Genossenschaften habe den Beweis geliefert, jedermann volles Vertrauen haben könne und daß durch Schwarz⸗ seher weder auf politischem, woch auf wirtschaftlichem Gebiete et⸗ was zu erreichen sei, vielm ungeheuerer angerichtet werde. Nur durch klaren Sinn und fleißige, treue Arbeit werde das hessische Genossenschaftswesen eine gesunde Weiterentwicke⸗
lung erfahren.(Beifall. f
Da sich in der Aussprache niemand zum Wort meldet, wird Jahresrechnung und Bilanz genehmigt.
Bürgermeister Becker erstattet darauf kurz Bericht über die Tätigkeit des Aufsichtsrats Er hat 5 Sitzungen abgehalten und es fanden vier Kassenrevisionen statt, bei denen kein Anlaß zu Beanstandungen vorlag. Die Versammlung stimmte dann dem Antrag auf Verteilung einer Dividende von 4 Prozent und des weiteren Reingewinnes zu und erteilte einstimmig dem Vorstand die beantragte Entlastung.
Bei der Wahl von drei Aufsichtsratsmitgliedern wurden die durch Auslosung ausscheidenden Mitglieder Sekretär 1 Arheilgen, Lehrer Loch⸗Wallenrod und Lehrer Solms ⸗Nier⸗ stein einstimmig durch Zuruf wiedergewählt. Nach dem Bericht über die gesetzliche Revision und die Erklärung des Aufsichtsrats darüber genehmigte die Versammlung ohne Aussprache die Ge⸗ schäftsordnung und die Dienstanweisung für Vorstand und Auf⸗ sichtsrat. Zum letzten Punkt der T nung, Geschäftliches, fand eine längere Erörterung einzelner landwirkschaftlicher Fragen statt. Direktor Berg wies in ausführlicher Weise auf die Wichtigkeit der genoss ftlichen Tätigkeit in Hessen hin, die besonders auch für die Beschaffung und Verteilung der mittel in Betracht komme. Für diese sollten ebenfalls Hi ise
erstrebt werden. Auch müßten die Genossenschaften bei der Sicher⸗
stellung der kommenden Ernte in angemessener Weise sichtigt werden Landwirt Graf⸗ Büttelborn verlangt einen sta⸗ bilen Preis für die wichtigen Futtermittel und betont, daß der — 4 9 F ee de fi N Bodenprodukte ein⸗ ver ei. uer e sich nicht bereichern, er
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