Ausgabe 
(18.6.1915) 141. Erstes Blatt
Seite
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Mai d. J. erfolgten Versetzun den das meine Seat mit der Inschrift 7 3 185

* Landgerichtsrat Schmahl aus Gießen, der

8 1 als Kriegsgerichtsrat bei einer Division en en 1 een 2. Klasse, em ihm 'orher bereits die i keits⸗ e verliehen R 1

Von der städtischen Straßenbahn. Na. dem jetzt vorliegenden Ausweis unserer Straßenbahn al das Unternehmen im Rechnungsjahr 1914/15 gegenüber dem Vorjahr recht gut abgeschnitten, trotz der Herabsetzung des Fahrpreises für Militär auf 5 Pfg. und trotz der Er⸗ 5. der Markenfahrten von rund 9 auf 7 Pfg. Zweifellos bildet die Verbilligun g des Verkehrsmittels

4 bea reng gegen früher. ˖ urückgelegt im ganzen auf bei 1480 136 rten gegen 1 291 282 Fahrten im Vorjahr, so daß eine Zunahme des Verkehrs im letzten Jahre um 188 854 Fahrten stattgefunden hat. Es entfallen auf die rote Linie 952 784, auf die grüne Lin ie 527352 Fahr⸗ ten, Bei einer Bevölkerung von rund 32000 Einwohnern entfallen in 1914 pro Jahr 46½ Fahrten, in 1913 40¼ Fahr⸗ ten auf jeden Einwohner. Die Einnahmen aus dem Personenverkehr stellen sich in den beiden letzten Rech⸗ nungsjahren

1913 1914

Mk. 126 247 Mk. 133 748

unsere Straß bahn it Mk. 7501. 1 5

nsere en ist am 1. il d. J., abgese

von der Zeit Ende November 1000 bis Ende Marg 900.

1 0. 1* 1 die Entwicklung e en* 5 re, we in nachstehender

Tabelle gegeben ist, interessieren: 5 6

lie!

inien:

N pro Tag Fahrten pro een eee ee, en e nittli n Jahre 1910 1200 010 3287 377 1911 1224 471 3345 38½ 1912 1297 906 3558 40% 19139 1291 282 3537 407 ae* 5 rücksichtigen daß 40⁵5 46% ei ist zu berücksichtigen, daß im Jahre 1914 eine ge⸗ waltige Anzahl Freifahrten keudlligt und auch 2

sonders zeitweilig an Sonntagen derartig massenhaft aus⸗ geführt wurden, daß die Benutzung der Bahn durch zahlende

gäste dabei Not gelitten hat. Auch heute noch werden alle Verwundeten 0 der Straßenbahn gratis befördert. An das Sanitätsper sind über 100 Freifahrtkarten

ausgegeben; auch die freiwilligen Schwestern, die in den

Lazäretten zu tun haben, erhalten freie Fahrt. Die Ein⸗ f

nahmen in den abgelaufenen 5 Betriebsjahren betrugen

1910 1911 1912 1913 1914 96 730 119 198 126 531 126247 133 748 Mk. pro Tag 263,65 325,67 345,74 345,10 366,45

Im 15 1911¼/12 wurde der Minutenverkehr 41 der roten Linie auch auf der Außenstrecke Kaiser⸗Allee Schützenhaus durchgeführt, wodurch eine Vermehrung des Wagenparks und des Personals bedingt wurde. Später kam dann noch die Beschaffung der Sommer- wagen und die Vergrößerung der genhalle dazu Wenn man die mitgeteilten Zahlen betrachtet, stellt sich heraus, daß im Rechnungsjahr 1914/15 das Straßenbahn- unternehmen einen merklichen Ruck vorwärts gekommen ist, wurden doch gegenüber den beiden Vorjahren aus dem Personenverkehr pro Tag rund 20 Mk. mehr eingenommen. Städtischer Kartoffelver kauf. Aus den städtischen N Preise 9 toffel 15 I einem Zentner zum e von pro Pfund abge⸗ geben.(Siehe Anzeige.) ö e N Kriegs kindergarten. Folgende Zuschrift emp⸗ fehlen wir der Beachtung namentlich unserer Leserinnen: Eine Kriegseinrichtung, die bisher im Stillen gearbeitet und deshalb noch wenig Beachtung gefunden hat, ist der Krie g= kindergarten. Gleich mit Beginn des Krieges wurde er eröffnet, denn es stellte sich die Notwendigkeit heraus, sich der Kinder der ins Feld ziehenden Väter anzunehmen. Die Mütter dieser Kinder werden 1 fe als sonst gezwungen, auf die Ar- beit zu gehen und sie sich selbst zu überlassen. Gerade in dieser schweren Zeit tut es aber besonders not, die Kinder unseres kes geistig und körperlich gesund zu erhalten und sie zu fördern, beruht doch auf ihnen zum großen Teil die Zukunft 1 Vaterlandes. Diese Aufgabe zu erfüllen strebt der Kriegskindergarten an. Seine Leitung ist sich bewußt, daß es sich auch bei diesem jugendlichen er nicht nur um eine Beaufsichtigung und Wrußtang der Kinder handeln darf, sondern daß auch hier schon eine planmäßige Beschäftigung und Erziehung eintreten muß. Als zur Zeit der Einrichtung des egskindergartens um Hilfe gebeten wurde, meldete sich eine überaus große Zahl Hilfsbereiter, meist junge Mäd⸗ chen und Schulkinder. Die Hilfen unter vierzehn Ja er⸗ schwerten während der Ferienzeit, so gut sie es gemeint 5 1 infolge ihrer großen Jugend und Unerfahrenheit die rbeit mehr, als sie* fördern halfen. Die älteren Hilfen, die sich monatelang erfolgreich mit den Kindern beschäftigt haben, sind nun fast alle verhindert, noch weiter zu helfen, weil sie zum Teil zu Hause 41 sind, sich auch noch ander⸗ weitig verpflichtet hatten, oder sich ihrer eignen Ausbildung widmen müssen und dies nicht bis zum Ende des Krieges . schieben können. Von Ostern ab ist die Arbeit im egskindergarten sast ganz von den ilerinnen des Fröbel⸗Seminars, zum Teil auf Kosten ihrer eignen N 4 istet worden. Dies läßt sich aber auf die 1

Dauer nicht chführen. Die Leitung des Gartens hofft nun, keine Fehlbitte zu tun, wenn sie um weitere frei⸗ Damen, denen noch

willige 98 bittet. Es gibt gewiß n wenig 14 geboten wurde, sich genügend an einer Kriegshilfe ätigen und die 1 einer Sache wid⸗ men, die ihnen die Möglichkeit gibt, nicht nur für die Kriegszeit zu helfen, sondern auch auf die Zukunft des Vol⸗ kes mitbestimmend zu wirken. Die Arbeit an den Kleinen 1 schwer, sie fordert vor allen Dingen Liebe zu ihnen. m aber die freundlichen Helferinnen auch auf einen festen sachgemäßen Grund zu stellen, sollen ihnen im Gießener

Seminar lich in zwei Stunden die nötigsten benntnisse, die zum 35 und Beschäftigen der Kinder nötig sind, ohne Entgelt vermittelt werden. So ist zu

hoffen, daß sich eine genügende Anzahl Helferinnen zu der Arbeit bereit sinden lassen würd. Fräulein Moeser, Gartenstraße 30, nimmt die Anmeldungen gerne entgegen. 1 e bekannt,. sucht i irektion die Kleintierzucht in den Reihen ihrer Beamten zu fördern. So läßt sie auch der Bienenzucht schon seit Jahren ihre Fürsorge an⸗ gedeihen. Auf Anregung des 8 Bie nenzüchter⸗ vereins sind alle Bahnböschungen und Anlagen mit für die

gie nenzuch ringenden Pflanzen, Stauden und Sträu⸗ bestellt. Auch erhalten die Imker bei Beschaffung von ern, Geräten, Bienenhäusern usw. Unterstützungen. Der Staats⸗Eisenbahnverein Gießen nun auf

Anregung des Ober⸗Assistenten Neukirchen einen Zu 15 ae nbahn 95 mer für Gießen.

img rbeizuführen, um die Interessen derselben besser wahrnehmen zu können. Geplant ist W die wei⸗ tere Ausdehnung der Bienenweide und die Beschaffung von deutschen Edelvölkern zur Verbesserung unserer Bienen⸗ rasse. Mittel hierfür sind bereits von der Königlichen Eisen⸗ bahn⸗Direktion zur Verfügung gestellt. Auf Einladung des Eisenbahn⸗Direktors Zimmermann und unter dessen Vorsitz vereinigten sich am 16. Juni etwa 30 Herren und gründeten nach Anhören des Vorsitzenden des Oberhessischen Bienenzüchtervereins, Lehrers Buß ⸗Leihgestern, der als Sachverständiger eingeladen war, im Anschluß an den Ober⸗ hessischen Bienenzüchterverein einenEisenbahn-Im⸗ kerverein für Gießen und Umgegend. Eisen⸗ bahn⸗Ingenieur Entzeroth wurde zum Vorsitzenden, Ver⸗ lehrs⸗Kontrolleur Schlicht zum Geschäftsführer bestimmt. und als Imkerfreunde traten dem neuen Verein die Herren Eisenbahndirektor Zimmermann, Regierungsrat Stähler und Ober⸗Bahnhofsvorsteher Kutscher bei. Rechte und Pflichten der Mitglieder sind dieselben wie im Oberhessischen tverein.

* Militärtische Ausbildung der Jugend. An der für kommenden Sonntag geplanten Felddienstübung der Jungmannschaften von Gießen und Umgegend werden etwa 1000 junge Leute teilnehmen. Nach der Gesechtsübung findet auf Höhe 264 bei Großen⸗Buseck Feldgottesdlenst statt. In unserer gestrigen Notiz über die Jungmannschaft Gießen sind zwei Namen unrichtig wiedergegeben. Statt Weisel muß es Meisel

und statt Ltn. d. R. Schlotter muß es ELtn. d. R. Schlosser]

heißen. 0 Landkreis Gießen.

A Haufen, 18. Juni. Karl Schlag, Großh. Förster i. R., und seine Chesrau, Margareta, geb. Müller, begehen heute den Tag ihres 50 fährigen Ehejubiläums bei guter Rüstigkeit. Ter Jubilar ist 77, seine Ehefrau 84 Jahre alt.

Reiskirchen, 13. Juni. Dem Gesreiten Wilh. Walter von hier im 11. Jägerbataillon wurde die Hessische Tapferkeits-

medaille verliehen. Kreis Schotten. l. Ober⸗Seemen, 16. Juni. Gestern sand hier die erste Heugras⸗Versteigerung statt. Es wurden die dreifachen Beträge des Jahres zuvor gezahlt. i. Herchenhain, 16. Juni. Gestern abend gegen 8 Uhr wurde hier ein Luftschiff gesichtet, das in südlicher Richtung

davonflog. Kreis Friedberg.

Bad⸗Nauheim, 16. Juni. Zu keiner Zeit ist Bad⸗ Nauheim wohl reizender, als zur Rosenzeit. Schier märchen⸗ haft wirkt die reiche Fülle an Rosen, die einem auf Schritt und Tritt entgegenlacht. Sie blühen in den Anlagen und Gärten, sie tehen in großen Büschen auf den Balkons der Hotels und Villen und man steht kaum einen Kurgast, der nicht mit einer Rose ge schmückt ist. Seit Wochen schon liegt Sonnenschein über Bad- Nauheim. Das ist so recht ein Wetter zum Leben im Freien, durch das die günstigen Erfolge der Kuren sehr wesentlich gefördert werden. Ker Fremdenzugang ist sehr befriedigend. Trotzdem sind zahlreiche Wohnungen vorhanden, und man sindet jederzeit, auch ohne vorherige Anmeldung, ein wunschentsprechendes Unter-

kommen. Starkenburg und Rheinhessen.

* Darmstadt, 18. Juni. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten wurden durch den Oberbürgermeister Verhaltungs maßregeln und Warnungssignale für den Fall bekannt

egeben, daß feindliche Flieger die Stadt überfallen sollten. lle Bewohner sollten, sobald die Hornsignale radfahrender Schutz- leute extönten, in den Häusern bleiben, auch sollen die Schulkinder in den Schulen gehalten werden.

n Hessen⸗Nassau.

Stadt Breidenstein(Kreis Biedenkopf), 17. Juni. Im Alter von 76 Jahren tar h hier fürzlich der Kgl. Preußische Seb a. 40 1 Erust von 8 z

reidenstein, der männliche Nachkomme iesigen Relteroste derer von Breidenstein. Der Verblichene hat sich als Reiterofftzier im Feldzug 1870/71 ausgezeichnet. Seine Beisetzung erfolgte im hiesigen Schloßgarten. Die Ki seiner einzigen Tochter Alice Stückelberg führen als Beinamen den alten Familien⸗ namen weiter. 0

h. Frankfurt a. M., 17. Juni. Auf dem Gelände des Ost⸗ bahnhofs ist eine Verteilungsstelle für die den in deutschen Lagern befindlichen kriegsgefangenen Franzosen aus der Hei⸗ mat zugehenden Liebes gaben paketen eingerichtet worden. Täglich kommen etwa 30 Eis gen von der Schweiz, die den Versand vermittelt, auf dem 1 4 an, wo ihr rricher Inhalt in langen Holzhallen aufgestapelt, sortiert und verteilt wird. Mit der Verteilung der Pakete auf die zahlreichen Ge⸗ sa enlager sind neben deutschen Beamten und Soldaten auch viele gefangene Franzosen, die besonders vertrauenswürdig und ewissenhaft sind, betraut worden. Unter den fast ausnahmslos * gut verpackten Sendungen befinden auffallend viele Pakete von ovaler Form. Sie enthalten alle f sisches Brot, das die Angehörigen der Gefangenen in stei Maße nach Deutsch⸗ land senden. Die Verschickung der täglich nach taufenden zählenden Pakete in alle deutschen Gefangenenlager vollzieht sich in der hiesigen A Na l mit gewohnter deutscher Gewissen⸗ haftigkeit und Pünktlichkeit, eine Erfdie den mitarbeiten⸗ den Franzosen gewaltigen Respekt einflößt.

X Hanau, 16. Juni. Im benachbarten unterfränkischen Dorfe Sailauf brach in dem Anwesen des Tünchermeisters en, Feuer aus, bei dem die beiden 5 und 8 Jahre alten Knaben des Besitzers den Tod in den Flammen fanden. Die Knaben hatten sich bei Ausbruch des steckt, die mit abbrannte.

Eschwege a. d. Werra, 17. Juni. In dem schon öfters von NN Bränden hei uchten eichsfeldischen Städtchen Duderstadt wurden te wieder durch ein verheerendes Großfeuer fünf Wohnhäuser und zehn Nebengebäude vollständig eingeäschert. Auch die evangelische Kirche wurde ein Raub der Flammen. Der Brand war gegen Abend noch nicht gelöscht.

Jeners in eine Halle ver- 8

. Märkte.

U Marburg, 17. Juni. Der heutige Schweinemarkt, dem is Ferkel und Läuser zugefahren waren, Cette bei flottem Geschäst die bisherigen hohen Preise. Kleine Saugferkel kosteten 4565 Mk., 23 Monate alte Läufer 90120 Mk. und größere Ware 160 190 Mk. das Paar je nach Größe und Qualität.

FC. Wiesbaden. Viehhof⸗ Marktbericht vom 16. Junl. Auftrieb: 117 Rinder(darunter 11 Ochsen, 19 Bullen, 87 Kühe), 223 Kälber, 7 Schase, 203 Schweine. Zu den gleichen Preisen wie ain 14. Juni wurde der Austrieb bei langsamem Geschäft nicht ganz geräumt.

Fraulsurt a. M. Viehhofmarktbericht vom 17. Juni.

Au Rinder 170(Ochsen 10, Bullen 6, Kühe und Färsen 154% Kälber 738, Schafe 74, Schweine 236. Tendenz: Geschäst Rinder und Schweine lebhalt, Schate ruhig,

Aeltere Masthammel, gut Schase und geringere Mastlämmer Sch weine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendge wicht... 23.00-27.50 150.00 155.00 Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebengewicht Zollfleischige Schweine von 100 bis 120 lg Lebendgewicht e. 123.00-127.50 150.00 155.00 Vollfleischige Schweine von 120 bis 1 150 kg Lebendgewicht. 123.00-127.50 150.00- 155.00 Je. Wiesbaden, 17. Juni. Heu- und Strohmarkt. Man notierte: Hen 4,0 4,80 Mk., Heu, neues, 3,25 4,10 Mt., Stroh (Richtstroh) 2,00 bis 2,40 Mk., Krummstroh 1,802,%0 Wik. Alles

genährte junge

. 3800 900⁰0

140.00 145.00

für 50 Kilo. Die bedeutende Ansuhr war schnell abgesetzt. Fruchtmark et. Auf dem heutigen Markt war nichts an- gefahren.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge(Süd-Anlage). Samstag. den 19. Juni 1915. Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4.00 Uhr. Sabbatausgang: 9.40 Uhr.

Müllersche Badeanstalt. a Wasserwärme der Lahn am 18. Juni 18 R.

N Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Die nordöstliche Depression hat sich verstärkt, zieht aber nach

einfluß bleiben werden. 5 8 Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 19. Juni 1915; Ziemlich heiter, trocken, warm, nachts kühler, nordwestliche Winde.

Letzte Nachrichten.

Gegen denrussischen Riesen.

Bukarest, 18. Juni. In den Hauptstraßen der rumä⸗ nischen Hauptstadt wurde kürzlich zur allgemeinen Ueberraschung

ein großes Plakat angeschlagen, in welchemmehrere Rumtnen die Aufmerksamkeit des rumänischen Publikums auf

gewarnt wird, den Fliepescu, Take Jonescu und deren Anhänger Gehör zu schenken. Diese Leute, heißt es in dem Plakat, führen das Volk irre und agitieren auch gegen die Krone nur, um den niedergeschmetterten russischen Riesen zu retten. Das Plakat fand zahlreiche Leser.

Deutsche Fliegertätigkeit in Rußland.

det: Warschauer Blätter berichten über einen neuen feindlichen Fliegerangriff auf Radoms k. Durch die herabgeworfenen Bomben wurden acht Personen verletzt. Die Ortschaft Sirardow wurde gestern von deutschen Fliegern mit Bomben belegt. Sechs Personen wurden ge⸗ tötet und 25 verletzt.

Die englische Willkür gegenüber Schweden.

Eee 18. 5 Der B e 5 englischen Regierung gegen die englische Postzensur keinen Erfolg gehabt. Wie dasSvenska Dagbladet aus Göte⸗ borg meldet, wurde die gestern in Göteborg angekommene ame⸗ rikanische Post wieder von der englischen Zen⸗ sur geöffnet und zensuriert. Die N tung meldet, daß die französischen Behörden sich auch an der letzten portugiesischen Post nach Schweden abermals ver⸗ griffen haben. Die Post wurde abermals der Zensur unterworfen und teilweise zurückbehalten. Die schwedische Regierung hat auch bei der französischen Regierung Protest erhoben. Die Empörung über diese zahlreichen Uebergriffe findet in der Presse Ausdruck.Svenska Dagbladet schreibt: Solte es sich herausstellen, daß der Ueber⸗

iff auf Besehl der französischen Behörden erfolgt, so hat es glück⸗ 1 Schweden in seiner Gewalt, Repressalien auszuüben. Dieselbe Gewalt, die ein fremder Staat sich über die Post nach Schweden erlaubt, hat auch Schweden über die ausländische Poft. Sogar der sonst ententefreundlicheSocialdemocraten ist über die Zenfur der schwedischen Post entrüstet.Aftonbladet schreibt fol⸗ gendes: Nichts hindert uns, daß, wenn unsere Telegramme zurüick⸗ behalten werden, wir auch die Transittelegramme aufhalten; nichts hindert uns, daß, wenn unsere Briefe untersucht und zurückbehalten werden, wir, das gleiche mit der ausländischen Post tun. Wir brauchen nicht dadurch den Krieg verlängern helfen, daß wir der einen Partei über ihre Schwierigkeiten hinweghelfen.

Die Wünsche Bryans.

Haag, 18. Juni. In Washington behauptet man, daß Bryan gewünscht habe, es möge die gleiche Protestnote, wie sie an Deutschland wegen Behinderung der neutralen Schiff⸗ fahrt gerichtet worden wäre, gleichzeitig auch an die Verbün⸗ deten gehen. Wilson sei jedoch den Vorschlägen entgegengetreten DerNieuwe Rotterdamsche Courant sagt dazu: Warum der Präsident den Vorschlägen entgegengetreten ist, sagt der Bericht⸗ erstatter nicht, vielleicht weil, wie von anderer Seite behauptet wird, er von England einen Wink erhalten habe, daß man in London einer gewissen Milderung in der Führung des Handels⸗ krieges nicht abgeneigt sei?

Die gute Prise.

Kopenhagen, 18. Juni. Der deutsche Hilfskreu⸗ zer, der gestern früh den schwedischen PostdampferThorsen aufgebracht hat, passierte gestern abend auf der Fahrt nach Swine⸗ münde Oerefund. Um 7 Uhr wurden beide Schiffe bei Dragör 2 Der schwedische Dampfer führte die deutsche Flagge. An Bord desThorsen soll sich ein englischer Diplomat befinden, der von Göteborg nach England reisen wollte.

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,

Ein kraftiger Junge

angekommen

Wilhelm Bach und Frau

5 n

Want Spargelverkauf. Waun

Morgen letzte Sendung der Saison zu den seitherigen

wird geräumt. Preise für 100 Pd. Lebend Schlacht · gewicht. Kälber. Mk. Ml. inste Masikälberr. 8084 133140 littlere Mast- und beste Saugkälber 7680 127-133 Geringere Mast- und gute Saugkälber.. 7075 119-127 en ee 108110 Schafe. Weidemastschase: Mastlämmer und Masthammel.. 4851 105110

billigen Preisen, sowie große Mengen Salatgurken, schönen Blumenkohl eu. alles andere billigst. M. Hammel

Südosten ab, während der hohe Druck im Westen sich wieder nach Deutschland ausdehnt, so daß wir morgen wieder unter Hochdruck⸗

Wien, 18. Juni. Die KrakauerNowa Reforma mel⸗

die Vernichtung der russischen Armee hinlenkten und in denen