Ausgabe 
(18.6.1915) 141. Erstes Blatt
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7990 von eiter Strand batterie. vetzteret wurde ange⸗ griffen und zum Schweigen gebracht. Die Luft⸗

schiffe erlitten keinerlei Beschädigung. Der Stellvertreter des Chefs 2 Admiralstabs: (gez.) Behncke.

In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Haag, 17. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) DerNieuwe Courant teilt mit: Amtlich wird gemeldet: Ein Jeppe⸗ lin⸗Luftschiff besuchte gestern die Nordküste Eng⸗ lands und warf Bomben ab, durch die einige Brände entstanden, die gelöscht wurden. 15 Personen wurden getötet und 15 verwundet. 5 0

London, 17. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Bei dem letzten Zeppelinangriff auf die Nordostküste sind 16 Per- sonen getötet und 40 verwundet worden..

Das Preßbureau berichtet, bei dem Angriff am 6. Juni seien 24 Personen getötet und 49 verwundet worden. N

1 Der französische Bericht.

Paris, 17. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht

don gestern abend: Nördlich von Npern bemächtigten sich eng⸗ llllische Truppen einer Reihe deutscher Schützengräben. Westlich von La Bassé wurden die von ihnen erzielten Gewinne nicht behauptet. In dem Abschnitte nördlich Arras gewannen wir an verschiedenen Stellen Gelände, besonders östlich der Loretto höhe, südwestlich, südlich von Souchez und imLabyrinth. Wir machten 300 Gefangene und erbeuteten mehrere Maschinen gewehre. Südlich Arras beschossen die Deutschen die Stel- lungen, die sie im Gebiete der Touventfarm verloren haben, hef tig, ohne einen Infanterieangriff zu machen. Bei der Guenne⸗ vieres farm warfen wir mehrere feindliche Gegenangriffe zu rück. Wir dehnten unseren Gewinn nordwestlich der eroberten Schützengräben aus und machten etwa 100 Gefangene, darunter 2 Offiziere. Auf Reims feuerte der Feind etwa 100 Granaten ab, darunter Brandgranaten; etwa zehn Geschosse fielen auf die Kathedrale. In den Vogesen bedeutende Fortschritte zu beiden Ufern der oberen Fecht. Auf dem nördlichen bemächtigten. wir uns des Braunkopfes. Der Feind ließ uns 340 un⸗ verwundete Gefangene, darunter vier Offiziere, viel Material, zahlreiche Gewehre und 500 000 Patronen. Im Laufe des 15. Juni wurde Nancy, St. Dié und Belfort von einzeln fliegenden deutschen Flugzeugen mit einigen Bomben belegt. In Nancy wurden einige Zivilpersonen getroffen. Ein italienischer Spion in der Schweiz festgenommen. 9 Basel, 17. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Nach einer Privat⸗ meldung der BaslerNationalzeitung hat die Kantonspolizei in Lugano wegen Spionageverdachtes zum Schaden der Schweiz einen gewissen Franco Babuchis verhaftet, Kapitän in der italienischen Marine aus Florenz, und ihn nach Bern übergeführt. Babuchis erklärte bei seinem Verhör, er ser von der italienischen Regierung nach Lugano geschickt worden mit der Weisung, die dor⸗ tigen deutschen Flüchtlinge zu beobachten.

Das dänische Parlament für die Neutralität.

Kopenhagen, 17. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das Folketing nahm einstimmig den von Vertretern aller Parteien eingebrachten Antrag an: *Das Folketing beschließt zu erklären: Da man auf allen 2 Seiten des dänischen Volkes ohne Parteiunterschied darin einig ist, daß jede Regierung bei der Durchführung einer unbedingt gleich mäßigen Neutralitätspolitik unterstützt werden müsse, sagt das Haus dem jetzigen Ministerium in seiner Arbeit für diese Politik seine Unterstützung zu.

Ministerpräsident Zahle führte aus, die Regierung 5 habe diese Erklärung vom Hause gewünscht, um politische Klarheit für die Zukunft zu erlangen und festzustellen, ob alle Parteien des Reichstages bereit seien, das jetzige Mini⸗ sterium dauernd in seiner Arbeit für eine gleiche un⸗ bedingte Neutralitätspolitik zu unterstützen, in der das Volk ohne Unterschied der Partei einig sei. Durch die Annahme dieses Beschlußantrages sei diese Frage klar be antwortet. Ich kann namens des Ministeriums erklären, daß dieses nach der Annahme seines Antrages bereit ist, seine Arbeit fortzusetzen. Eine umbildung des rumänischen Ministeriums?

Berlin, 18. Juni. In Bukarest sollen, wie die Deutsche Tageszeitung zu melden weiß, Gerüchte über eine teilweise Umbildung des Ministeriums ver- breitet sein. Bulgarien und die Anerbietungen des Vier verbandes. ö Köln, 17. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) DieKöln.

Ztg. meldet aus Sofia vom 16. Juni. Gestern ist durch

den Ministerpräsidenten Radoslawowo persönlich die Note für den Vierverband überreicht worden. Diese ent⸗ hält jedoch nicht die Antwort auf die Verbalnote vom 29. Mai, in der der Vierverband um ein Bündnis bettelte, sondern sie enthält in höflicher Form nur die Anfrage, wie denn die Angebote des Vierverbandes nach jener letzten Note auszulegen seien, namentlich bezüglich der Voraus⸗ setzungen, unter denen Bulgarien Teile von Mazedonien, Griechenland und Rumänien in Aussicht gestellt werden. Diese Angebote waren in der genannten Note vom 29. Mai begründet auf die Voraussetzung einer Entschädi⸗ gung Serbiens und Griechenlands an anderen Stellen, ohne daß der Umfang dieser Entschä⸗ digung mitgeteilt worden wäre. Die bulgarische Presse beurteilt diesen Schritt ohne genaue Kenntnis der Einzelheiten je nach ihrem Parteistandpunkt.

Eine Rede des italienischen Gesandten in Athen. . Berlin, 18. Juni. Nach einer Drahtmeldung derVossi⸗ schen Zeitung aus Lugano hätte der italienische Gesandte in Athen,

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Griechenland nur auf Kälte und Verdacht sowie Verleumdung stoße. Die Politik bringe Zwangslagen. Die Kriegsnotwendigkeit habe Italien gezwungen, den Dodekanes zu besetzen, ja vielleicht werde die Besetzung eine dauernde sein müssen. Aber das ser doch schließlich nur eine kleine Verletzung des Neutralitätsprinzips. Italien habe Griechenland den Epirus neidlos gegönnt, und was Kleinasien betreffe, so könne Italien bei der bevorstehenden großen Teilung doch natürlich nicht leer ausgehen. Aber in Kleinasien sei Platz genug für alle. DieVossische Zeitung bemerkt hierzu: Für einen Italiener scheint Graf B. außerordentlich naiv, be⸗ sonders die kleine Verletzung des Neutralitätsprinzips ist be⸗ merkenswert. Der österreichisch⸗ungarische Handel. Wien, 17 Juni.(WTB Nichtamtlich.) Der Handels⸗ ausweis weist für das erste Vierteljahr 1915 für die Einfuhr einen Wert von 485 Millionen Kronen oder 55 Proz. der Einfuhr im ersten Quartal des Vorjahres auf. Die Ausfuhr beträgt im gleichen Zeitraum 293,3 Mill. Kronen oder 45 Proz der entsprechenden Ziffer des vorigen Jahres. Das Passivum der Handelsbilanz im ersten Viertel- jahr 1915 beträgt 191,5 Millionen Kronen, das ist um 40 Millionen Kronen weniger als im gleichen Zeitraum des

5 3 N

f Graf Bosdari, beim Verfassungsfest eine Rede in der italieni⸗ 5 schen Kolonie gehalten und sich bitter beklagt; daß Italien in 1 5

b

Die Kämpfe an den Dardanellen.

Konstantinopel, 17. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellenfront vernichtete unser linke Flügel am Morgen des 15. Juni durch Artilleriefeuer ein feindliches Flugzeug, das beim Ueber⸗ fliegen unserer Stellung gegenüber Ari Burnu beschädigt und zum Absturz hinter den feindlichen Schützengräben gebracht wurde. Ge⸗ stern ereignete sich bei Ari Burnu und Sedd-ül-Bahr nichts von Bedeutung. Unsere Küstenbatterien an der Meerenge bombardierten bei Sedd⸗ül⸗Bahr die Artilleriestellungen des Feindes sowie seine Truppen und eine seiner Transportkolonnen. Sie sprengte einen Wagen der genannten Kolonne in die Luft. Auf den übrigen Fronten keine Kampfhandlung von Bedeutung.

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1 Der Seekrieg. Ein französisches Torpedoboot von einem englischen Dampfer übersegelt.

Kopenhagen, 17. Juni.(WTB Nichtamtlich.) WiePo⸗ litiken mitteilt, meldet der dänische DampferSkjfold, daß das französische Torpedoboot331 von dem englischen DampferArleya sechs Meilen nordwestlich Barfleur übersegelt worden ist. Das Torpedoboot versuchte, in Cherbourg einzufahren, aber die See sei so bewegt gewesen, daß die Bugsierkette riß. DerSkjfold versuchte sodann bei Bugsierung mitzuhelfen. Das Torpedoboot ist jedoch ge⸗ sunken. Die gefamte Mannschaft bis auf 6 Mann wurde gerettet.

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Stockholm, 17. Juni.(WDB. Nichtamtlich.) Nach einer beim Ministerium des Aeußern eingelaufenen Nach

Archangelsk unterwegs, am 12. Juni auf eine Mine ge⸗ stoßen und dreizehn Seemeilen südlich von Kap Orlomw gesunken. Drei Mann der Besatzung sind umgekommen. Mehrere Kapitäne teilen mit, sie hätten Minen am Ein⸗ gang des Weißen Meeres gesehen.

London, 17. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der britische DampferTrafford, von Cork nach Sydney unterwegs, wurde gestern von einem deutschen

gerettet.

Stockholm, 17. Juni.(WTB. Nichtamtlich.Politiken meldet: Die Versenkung des DampfersVerdandi, der gestern an der norwegischen Südküste von deutschen Kriegsschiffen in

gerufen. Das deutschfreundliche BlattNya Dagligt Allehanda meint, daß diese Handlung fast einen feindlichen Charakter trage, da das Schiff keinerlei Konterbande geführt und seine Zollpapiere gemäß den Wünschen der deutschen Behörden ausgestellt waren. Der ThuledampferThorsten, der regelmäßig zwischen Goete⸗ borg und England fährt, wurde gestern außerhalb des Vinga⸗ feuers von einem 10000 Tonnen großen deutschen Hilfskreuzer ohne Namen aufgebracht. Die Ursache ist unbekannt, da das Schiff keinerlei Konterbande führte.

Die Kriegslage und das englische Unterhaus. London, 16. Juni. Der Ministerpräsident Asquith führte im Unterhaus, nach seiner Mitteilung über die Verluste bei der Flotte, über die Koalition noch folgendes aus:Ich habe durchaus nicht unter dem Druck außerparlamentaris⸗ Einflüsse, vorübergehender Verlegenheit oder augenblicklicher par⸗ lamentarischer Bedürfnisse gehandelt. Die Aufgabe war unwill⸗ kommen und widerwärtig. Es war die schmerzlichste Erfahrung meines politischen Lebens, mich von Kollegen zu trennen, die un⸗ ter dem Druck neuer, unvorhergesehener Verantwortlichkeiten mit unermüdlicher Treue und, meiner Meinung nach, mit beispiel⸗ losem Erfolg die schwerste Aufgabe erfüllten, die jemals auf den Schultern britischer Staatsmänner gelastet hat. Keine Körper⸗ schaft konnte nach meinem wohlüberlegten Urteil mehr tun, oder es besser tun. Asquith betonte, daß er seinen politischen Grund⸗ sätzen durchaus treu geblieben sei, nichts davon aufgegeben habe und auch in Zukunft, wenn er eine Zukunft habe, dafür wirken werde. Dasselbe gelte von den neuen unionistischen Kollegen. Weshalb wurde dann diese Umwälzung unseres ganzen poli⸗ tischen Lebens herbeigeführt? Die Anforderungen, die die Lage an die Tatkraft und die Vaterlandsliebe der Nation und in ganz ausnehmendem Maße an die Geduld und Voraussicht der Regie⸗ rung und an das gegenseitige Vertrauen stelle, könnte an keinem früheren Vorgang gemessen werden. Das polttische Ziel, nämlich den Krieg zu einem siegreichen Ende zu führen, hat sich nicht geändert, und durch Personal veränderungen im Ministerinm konnte nichts Nennenswertes erreicht werden. Aber ich bin langsam, mit Widerstreben, und schließkich doch ohne Zweifel und Zaudern zu dem Schlusse gekommen, daß eine solche Verbreiterung der Grund⸗ lage der Regierung notwendig sei. Dadurch verliert sie auch den Anschein eines einseitigen oder des Parteicharakters und es wird nicht nur unserem Volke daheim und jenfeits des Meeres, sondern auch der ganzen Welt, den Verbündeten, den Feinden und den Neutralen, zweifellos bewiesen, daß das britische Volk fast einem Jahre des Krieges entschlossener ist als je, alle Unterschiede zu vergessen, alle persönlichen, politischen, sittlichen und sach⸗ lichen Kräfte zur Verfolgung des Zieles zu vereinen. Allen jetzi⸗ gen Ministern ist der Gedanke der Koalition unangenehm. Aber die große nationale Not forderte von uns allen sichtbare Zusammenarbeit, an der Männer aller Richtungen und Parteien teilnehmen. Es ist ein großes und, wie viele glauben, gefährliches Wagnis, das keiner von uns gewünscht hat. Asquith sagte weiter, er persönlich habe keinen politischen Ehrgeiz. Der Gedanke, daß das englische Volk Teilnahmlosigkeit beweise, sei di bösartigste Verleumdung. Der Augenblick sei nicht geeignet, die militärische und internationale Lage zu erörtern. Asguith schloß mit den Worten:Wir müssen fortfahren, den blinden Ratschlägen der Hysterie und der Furcht kein Geh 2 im Augenblick die eine einfache und überragende Pflicht zu er⸗ füllen, den Diensten des Staates die bereitwillige und organi⸗ sierte Hilfe jeder Klasse der Bevölkerung zuzuführen. l Cecil(Unionist) betonte die dringende Notwendig⸗ keit der Sparsamkeit. Die Nattonalschuld werde bald auf zwei Milliarden steigen. Es herrsche der Eindruck, daß unnötig Geld ausgegeben werde. Cbiozza Money(liberal) sprach egen die Art der Rekrutierung. Die Aufstellung der neuen rmeen dürfte 500 Mill. Lstrl. gekostet haben. Er fürchte, daß England den Krieg finanziell nicht durchhalten könne, die Re⸗ gierung werde früher oder später zu einer Zwangsanleihe greifen müssen; da sei es zweckmäßig, sie sofort ins Auge zu fassen, das würde automatisch bei der Nation Sparsamkeit bewirken. Schatzkanzler Mac Kenna erwiderte:Es wird häufig über⸗ sehen, daß wir gegen die Verbündeten gewisse Verpflichtungen übernommen haben. Wir verpflichteten uns nicht nur, die Meere ihrem Handel offen zu halten, sondern auch ihre Einkäufe im Auslande größztenteils zu finanzieren. Daher ist ge natio- nale und häusliche Sparsamkeit notwendig. Spar⸗ samkeit ist notwendig, um den Kredit zu erhalten. Sie wird die Unterlagen schaffen, wenn auch der im Frieden erwartete Rückgang des Handels eintritt. Wenn Chiozza Money sagte, England könne vier Millionen Soldaten und vier Millionen Arbeiter 12 Her⸗ stellung von Munition aufbringen, während siebzehn Millionen die gewöhnliche Friedensindustrie fortsetzen könnten, so glaube ich nicht, daß wir eine solche Reservekraft an Industrie poder Kapital in England haben. Im Lande besteht nicht genug An⸗ spannung, um alle Friedensgüter zu erzeugen, deren wir bedürfen, und alle Güter, die wir für die Ausfuhr brauchen. Wir müssen

Vorjahres. 3. 1

von Amerika sehr viel mehr für den eigenen Be⸗ darf einführen als im Frieden. Wir haben nicht nur

der] begriffen, weshalb die frühere Regierung trotz ihrer Unter

richt ist der englische KohlendampferArndale, nach[f

Unterseeboot in der Irischen See versenkt. Die Besatzung wurde E

Grund gebohrt wurde, habe in Schweden große Erregung hervor dem Kr

ehör zu geben. Wir haben Roßdorf

unsere amerikanische Einfuhr, sondern auch diejen ten zu bezahlen, können aber unsere amerikanif in beschränktem Umfange oder zu niedrigsten Preisen, d mit dauerndem Schaden für unsere Finanzlage, verkaufen wenn wir unseren eigenen Bedarf gedeckt haben, kommt der schuß unserer industriellen Kraft für die Ausfuhr zur B unserer Einfuhr in Betracht; wir müssen also äußerst sein, um unsere Zahlungsfähigkeit gegenüber dem Auslande erhöhen, und müssen große Opfer bringen, um 1 zu behalten und auch auf diesem Gebiete zu bleiben. 75

Sir Frederic Banbury bellagte die unnützen Ausgaben d Stadtwerwaltungen und lehnte den Gedanken einer Zwangsanl für jetzt ab. Collins(liberal) forderte Luxussteuern, würden die Ermahnungen zur Sparsamkeit keinen Eindruck au Arbeiter machen; er schlug die Errichtung einer Zentralstelle welche amerikanische Wertpapiere sammeln, gegen englische Stga papiere eintauschen und in New Pork verkaufen könnte.

Sir Henry Dal ziel billigte die Bildung des 5 Ministeriums, da die frühere Regierung aus zu großem Selbst⸗ vertrauen alle von außen kommenden Vorschläge abgelehnt hätte; nun würden endlich nach neun Kriegsmonaten kaufmännische Metho- den bei der Munitionsherstellung angewandt. Redner begrüßte es, daß schon neun Monate lang die Baumwolleinfuhr nach Deutsch⸗ land verhindert worden sei, fragte sodann, ob Asquith wie 3 Neweastle den Munitionsmangel in Abrede stellen könne, äußerte seinen fortdauernden Zweifel an der Zweckmäßigkeit Dardanellen⸗ Unternehmens, welches viel schwerer sei als die Nation hätte ahnen können. 5

Dillon lirischer Nationalist) erklärte, seine Partei habe nicht

daß die Ulster⸗Partef nicht, wie die Iren, dem Ministerium fern gebli sei Asquith erklärte, seine Aeußerungen in Neweastle hten auf der Meinung der besten Autorität in diesen Dingen; über bisherige oder künftige Operationen an den Dardanellen zu sprechen, 2575 1 im öffentlichen Interesse, sie würden aber zum Er⸗ olge führen, 4 Markham(liberal) äußerte, der wegen der Kri besorgten Nation könne die Kriegsverwalkung kein Ge der Sicherheit geben; die Schuld an dem Munitions mangel liege entweder bei demOrdinance office, oder bei Kitchener; er griff Kitchener an, der im Kriegsministerium nicht auf seinem rich⸗ tigen Platz stehe und besser zum Höchstkommandierenden ernannt worden wäre. Er erzählte, daß Zehntausende von Leuten, ee u feben d g ohne ein Gewehr zu sehen; ei töri⸗ 1 r bedauerte, daß Haldaue, der beste englische Kriegsminisser, nicht im Kabinett sei, und schloß, seine Freunde würden das Ko⸗ binett unterstützen, damit der Krieg erfolgreich zu Ende geführt werde, sich aber ihre Redefreiheit, auch gegenüber dem Kriegsamt, nicht nehmen lassen, dessen Verschwendung und Unfähigkeit 79 iege einen großen Skandal hervorrufen werde; hoffentlich werde der neue Schatzkanzler das Kriegsamt im Zaum halten. Weitere Juternierungen in London. 3 Berlin, 18. Juni. Ueber weitere Internierungen in London heißt es in derVossischen Zeitung: Zwei weitere Internierungslager für die im Bezirk von London wohnenden 1 Ausländer werden demnächst fertiggestellt werden. Darin sollen 1 Ausländer(ungefähr 17000 an der Zahl) erneut interniert werden. Diese Meldung, sagt dazu dieVossische Zeitung, bedentet das 1 Eingeständnis der englischen Regierung, daß sie unfähig ist, den Londoner Deutschenpogromen ein Ende zu machen. 5 5

Aus dem Reiche.

Bundesratsbeschlüsse.

Berlin, 17. Juni.(WTB. Nichtamtlich) In der heutigen Sitzung des Bundesrates wurde den ö die Verarbeitung der Kartoffeln in Brennereien, dem Ver⸗ bot des Vorverkaufes der Ernte des Jahres 1915, der Aenderung der Grundfäßze für die von der Reichsversorgungsstelle vorzuneh⸗ mende Verteilung der Vorräte, der Abgabenfreiheit für Salz zum Einsalzen von Garneelen(Krappen) und dem zweiten zur deutschen Arzmeitaxe 1914 zugestimmt. Der Bundesrat be⸗ schloß für nichtig zu erklären alle Kaufverträge aus der inlän⸗ dischen Ernte von 1915 über Roggen, Weizen, Spelz, Hafer, Gerste, allein oder mit anderem Getreide gemengt, über Misch⸗ frucht, in der sich Hafer befindet, über Futtermittel, die der 49 kanntmachung über den Verkehr mit Futtermitteln vom 31. März 1915 unterliegen, über Rohzucker, soweit die Verträge nach dem 31. August 1915 zu erfüllen sind. Dasselbe gilt für die Verträge, die vor Inkrafttreten der Verordnung geschlossen worden sind.

*

durch das Parlament zurückgetreten sei, und bedauerte,

Berlin, 18. Juni. Wie derBerl. Lokalanz. aus München erfährt, hat Bischof Faulhaber-Speyer, der wiederholt die Truppen in den vordersten Schützengräben besuchte, als erster deutscher Priester das Eiserne Kreuz erhalten. 0

Aus Stadt und Cand. Gießen, 18. Juni 1915.

Auf dem Felde der Ehre gefallen.

Regt.

2

die] Inf

heim a. W. Worms⸗Neuhaufen. ährm.

Res.⸗Inf.

Regt. 116, aus Rainrod Musk. Karl Geisel, Inf.⸗Regt. 168. aus Reibertenrod. Gefr. Wilh. Semmler, 8 3 aus Altenhain. Res. Adolf Fich, Inf.⸗Regt. 168, aus Nieder Mockstadt. Ers.⸗Nes. Wilh. Acker aus Burgpracht. Musl. Aug. Mattern, Inf.⸗Regt. 118, aus Bobenhausen I. Er- ee Vizefeldw. d. R. i Löbenstein 55 8 9 8 Frick, Landsturm⸗Inf.⸗Bat 2 Pernsiart aus Bad⸗Hom⸗ urg. f 3

* Ritter des Eisernen Kreuzes. Kri 1 Fritz Fehrmann von Butzbach. Oberlt. und Ko e⸗ führer im Inf. Regt. 55, Edward Lieber aus Camberg (J. Kl.). Landwirt Heinrich Koch, Inf. Regt. 83, aus Runz⸗ hausen(1. u. 2. Kl.). Unteroff Eugen Gerling, im Pi nierbat. 21, aus Wetzlar. Unteroff. Wilhelm Göbel, Res. Inf. Regt. 254, aus Pohl⸗Göns. Gefr. Konrad Spruck, beim Inf.⸗Rgt. 118, aus Gambach. Leutn. Cornel Vogeley aus Worms. Gefr. d. R. Karl Hofmann, Res.⸗Inf⸗Regt. 116, aus Wetterfeld. Maschinisten⸗Maat Friedrich tto aus Amönau. Kriegsfreiw. Gefr. Georg Müller aus Gerns⸗ heim. Sergant Philipp Rödner aus Trebur.*

* Amtliche Personal nachrichten. Der Gro herzog hat am 29. Mai d. J. dem Weichensteller Marz zu Rüsselsheim und den Bahnwärtern 5 dich zu Eulbacher Feen und Wilhelm Held lich in der Hessisch-Preußischen bahng

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