Ausgabe 
(15.6.1915) 138. Erstes Blatt
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Erstes Blatt

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5 Der Hletzener Anzeiger Iksscheint täglich, außer 1 Sonntags. Beilagen: viermal wöchentlich GleßenerFamillenblätter; wermal wöchentl. Kreis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag): zweimal monatl. Land. wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech-Anschluͤsse: für die Schristleuung 112 Verlag, Geschäftsstelledl

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165. Jahrgang

Gießener Anzeiger

General⸗Anzeiger für Oberhessen

Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Heschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7.

Dienstag, 15. Juri 1915

Bezugsbre monatl. 75 Pf., viertel jährt. Mk. 2.20; durch Abhete- u. Zweigstellen mon ce 65 Pf.; durch die Post Mk. 2. viertel- jährl. aussch Bestellg. Zeilenpreis: local 15 Ui, ausw. 20 Pf. Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goey; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge- richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.

Ein neuer großer Sieg der Armee Mackensen!

(WTB.) Großes Hauptquartier,

(Amtlich.) ö Südöstlicher Kriegsschauplatz. 3

Die Armee des Generalobersten v. Mackensen ist in einer Breite von 70 Kilometern aus ihren Stellungen zwi⸗ schen Czerniawa(aordwestlich Moszisfa) und Sie⸗ niawa zum Angriff vorgegangen. Die feindlichen Stellungen sind auf der ganzen Front ge⸗ 0* t. 16000 Gefangene fielen gestern in unsere

and.

Auch die Angriffe der Truppen des Generals vonder Marwitz und des Generals von Linsingen machten Fortschritte.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

In der Nähe von Kuzowimia norowestlich Szawle wurden einige feindliche Stellungen genommen und dabei drei Offiziere und 300 Mann zu Gefangenen gemacht.

Südöstlich der Straße Mariampol Kowno er⸗ stürmten unsere Truppen die vorderste russische Linie; zwei Offiziere, 313 Mann waren hier die Beute.

a Westlicher Kriegsschauplatz. 5

Auf der Front zwischen Lievin und Arras erlitten die Franzosen eine schwere Niederlage. Nach⸗ dem im Voclaufe des Tages mehrmals die zum Vorgehen bereitgestellten feindlichen Sturmkolonnen durch unser Ar- tilleriefeuer vertrieben waren, setzten gegen Abend zwei starle feindliche Angriffe in dichten Linien gegen unsere Stellungen beiderseits der Lorettohöhe sowie auf der Front NeuvilleRoclincourt ein. Der Gegner wurde überall unter schweren Verl usten zurückgeworfen. Sämtliche Stellungen sind voll in unserem Besitz geblieben.

Schwächere Angriffe des Feindes am Hserkanal wurden abgeschlagen; südöstlich Hebuterne haben die Infanteriegefechte zu keinem nennenswerten Ergebnis geführt. Vorstäße gegen die von uns eroberten Stellungen in der Champagne wurden im Keime erstickt.

a Oberste Heeresleitung. 1

14. Juni.

8 4 2 Tl E KG Dfpau 7 die sich die Ar ackensen gegönnt hatte, ist vorüber, und nun geht es wieder mit der alten Schnelligkeit auf dem Wege nach Lemberg weiter. In einer Front von 70 Kilo⸗ meter Breite wurden alle feindlichen Stellungen erstürmt! Dieser Satz klingt noch etwas imposanter als die Wendung in dem neuesten Wiener Bericht, wonach die russische Front bei Jaxoslau durchbrochen und der Feind im Rückzuge sei. Beides kommt aber auf dasselbe hinaus. Vermutlich hat der Feind bei Jaroslau zuerst unserem Ansturm weichen müssen. Man kann eine angenehme, wenn auch nicht mili tärische Berechnung anstellen: 16000 Gefangene, auf die 70 Kilometer Frontlänge verteilt, ergibt im Durchschnitt auf alle vier bis fünf Meter einen Russen! Wichtiger als die Beute ist bei dieser neuen Schlacht aber das strategische Er gebnis. Schwerlich wird der Feind noch einmal vor Lemberg zu längerem, erfolgreichem Widerstand kommen. Auch die Südarmeen beschleunigen ihren Vormarsch, und die Russen haben kaum noch eine Möglichkeit, durch Truppenverschie⸗ bungen ihr Verhängnis zu verzögern. Die Armee Linsingen, die am 12. d. M. Mlynska, 12 Kilometer südlich von Zy daczow gelegen, gewonnen hatte, hat inzwischen den Angriff auf diese etwa 25 Kilometer nordöstlich von Stryj liegende Stadt eingeleitet und ist zur Stunde wohl schon beim Dnyjestr angelangt. Man dürfte also mit gleichzeitigem Eintreffen der Armeen Mackensen und Linsingen in Lemberg rechnen.

Auch in Polen haben die deutschen Truppen einen be Hutenden Erfolg gewonnen. Nachdem auf der Straße Ma riampolKowno die vorderste russische Linie erstürmt wor den ist, erscheint Kowno genau so gefährdet wie Warschau durch den neuesten deutschen Sieg bei Bolimow. Indessen handelt es sich in beiden Fällen vielleicht nur um vorberei tende deutsche Unternehmungen. Wenn die Zeit gekommen ist, daß pon Galizien Verstärkungen auf den nordöstlichen Schauplatz abgehen können, wird es bald auch in Deutsch land näher gelegenen Interessensgebieten umwälzende Aenderungen geben. Es ist heute müßig, Betrachtungen darüber anzustellen, ob der Große Generalstabschef nach der Vertreibung der Russen aus Galizien zuerst geneigt sein wird, den Russen den Rest zu geben, oder ob er an der Westgrenze die Stunde zu weiterem Vordringen gekommen hält. Vorläufig hat es im Westen keine Gefahr, wie unsere neuen Erfolge, die der letzte Tagesbericht verzeichnet, genug

sam dartun. 3 Die Offensive im Osten.

Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.

Wien, 14. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart, 14. Juni 1915, mittags: Russischer Kriegsschauplatz.

5 Die verbündeten Armeen in Mittelgalizien griffen gestern erneut an. Die russische Front östlich und südöstlich Jaroslau wurde nach heftigem Kampfe durchbrochen und der Feind unter den schwersten Ver⸗ lusten zum Rückzuge gezwungen. Seit heute nacht sind die Russen auch bei und südöstlich Moszista im Rückzuge. 16000 Russen wurden gestern gefangen. Unterdessen dauern die Kämpfe südlich des Dnjestr fort. Bei Der zo w südlich Mikolajow schlugen unsere Truppen vier starke An⸗ 85 fe blutig ab. Der Feind räumte zuletzt fluchtartig das Gefechtsfeld. Nordwestlich Zurawno dringen die Verbündeten

egen Zydaczow vor und eroberten gestern nach schwerem mpfe Roguzno. Auch nördlich Tlumacz schreitet der

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Angriff erfolgreich fort. Viele Gefangene, deren Zahl noch nicht feststeht, fielen dort in die Hände der Unsrigen. Nördlich von Zaleszezyeki griffen die Russen nach 11 Uhr nachts in einer drei Kilometer breiten Front vier Glieder tief an. Unter großen Verlusten brach dieser Massen vorstoß im Feuer unserer Truppen zusammen. Italienischer Kriegsschauplatz. a

In dem Kampfe bei Plawa am 12. Juni ließ der Feind, wie nun festgestellt wurde, über 1000 Tote und sehr viele Verwundete vor unseren Stellungen liegen. Gestern spät abends wiesen unsere Truppen einen abermaligen An⸗ griff gleich allen früheren ab. Die Italiener vermochten somit an der Isonzofront nirgends durchzudringen. Im Kärnt⸗ ner und Tiroler Grenzgebiet hat sich nichts Wesent⸗ liches ereignet.

Balkan⸗Kriegsschauplatz.

Südlich Avdo vac wies eine unserer Feldwachen den Angriff von zirka 200 Montenegrinern nach kurzem Kampfe ab. Sonst ist die Lage im Südwesten unverändert.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

Berlin, 15. Juni: Die Durchbrechung der russischen Front im unteren Sangebiet bis weit hinein in die ͤstlich des San gelegenen Gebiete bedeutet, wie verschiedene Morgenblätter aus dem K. u. K. Kriegspressequartier be richten, einen großen Erfolg der verbündeten Armeen. Diese Schlacht, in welcher auf einer langen Front die Russen aus wohlvorbereiteten und besonders starken Stellungen unter schwersten Verlusten zum fluchtartigen Rückzuge gezwungen wurden, hat der Widerstandskraft der ganzen russischen Galizien-Front einen Stoß versetzt, dessen Wirkung sich in der weiteren Entwicklung der allgemeinen Kriegslage bald fühlbar machen wird.

i. Köln, 15. Juni. Die Kriegspressequartier: Russisc Kampfgelände der neuen Schli

e Flieger haben das schon die ganze Zeit über 6 is

werden konnte, nicht mehr zur Abwendung des Unheils rechtzeitig bewerkstelligt werden konnte. Uebrigens suchten die Russen seit einiger Zeit mit allen Mitteln die Nach⸗ richt zu verbreiten, daß die sehnlichst erwartete amerika nische Artilleriemunition nunmehr endlich ein getroffen sei. In der Tat arbeitet die russische Artillerie jetzt bei Jaroslau kräftiger, als vielfach in jüngster Zeit. Aber den neuen Durchbruchsgedanken hat die Anmeldung der neuen amerikanischen Munition so wenig beeinflussen können, wie die Munitionsverwendung die Durchführung des Durchbruchs.

Auszeichnungen für Mackensen und Falkenhayn.

Berlin 14. Juni.(WTB. Nichtamtl.) DerReichs- anzeiger veröffentlicht die Verleihung des Eichenlaubs zu dem Orden pour le mérite an den Generalobersten v. Mackensen, Oberbefehlshaber der 11. Armee, und den General der Infanterie v. Falkenhayn, Chef des Gene ralstabs des Feldheeres.

Nikolai Nikolajewitsch erkrankt.

Berlin, 15. Juni. DieBasler Nachrichten melden laut Berliner Tageblatt aus Petersburg, daß der Generalissimus Großfürst Nikolai Nikolajewitsch sich in Moskau be finde. Ein neues Aerztekollegium sei einberufen worden. Der rus⸗ sische Generalarzt der Feldarmee erachte einen zweiten operativen Eingriff für absolut notwendig.

Der russische Bericht.

Petersburg, 14. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Der Ge⸗ neralstab des Generalissimus meldet: N

Am 12. Juni dauerten auf der ganzen Front an den Flüssen Windau, Wenta und Dubissa die hartnäckigen Kämpfe fort. Die Deutschen richteten ihre Anstrengungen gegen den Ab⸗ schnitt der Front nördlich Szawle. In der Gegend jenseits des Nijemen begann der Feind an demselben Tage unsere Stellungen östlich Mariam pol anzugreifen. Auf der Front am Narew fanden im der Nacht zum 12. Juni Patrouillenplänkeleien statt. Zwischen Omulew und Rozowa, nördlich Praszuysz, eröffnete der Feind am 12. Juni bereits um 3 Uhr morgens ein heftiges Feuer mit schwerer Artillerie und unternahm dann gegen Mittag hartnäckige Infanterieangriffe. Weiter östlich, an der Eisenbahn⸗ linie von Mlawa, griffen zwei feindliche Bataillone das Po⸗ mianygehöft an, wurden jedoch gezwungen, nachdem sie schwere Verluste erlitten hatten, ihre Offensive* Bei der Weich⸗ sel, in der Gegend von Starorzeba, zog sich der Feind, welcher in einer Offensive vom 11. Juni schwere Verluste erlitten hatte, in der folgenden Nacht in seine frühere Stellungen zurück. Auf dem linken Ufer der Weichsel konzentrierte der Feind am Abend des 11. Juni sehr starke Kräfte in dem Bzuralabschnitt, zwischen der Mündung der Pissa und dem Dorfe Suhka. Dann

griff er in der Nacht und am nächsten Tage unsere Stellungen mit Kräften von einer Stärke von etwa zwei Divisionen an. Der Kampf dauert noch fort.

In Galizien griff der Feind am 12. Juni frühmorgens in geschlossenen Reihen unsere Stellungen an der untren Lu- batschewka an. In der Gegend ven Mosziszka erneuerte der Feind, welcher am 11. und 12. Juni schwere Verluste erlitten hatte, seine Offensive nicht. Am chten Ufer des Dujestr, in der Richtung auf Mikolajow, fand nur Gewehrfeuer statt. Unser Erfolg bei Zürawno zwang den Feind, seine Angriffe gegen

begnügt er sich damit, dort Kavallerie zusammenzuziehen. Bei Palesoszyki unternahmen wir einen schwungvollen Angriff auf feindliche Abteilungen, welche den Dujestr überschritten hatten. Wir machten bei diesem Angriff 500 Gegner nieder und nahmen ungefähr 200 Mann gefangen.

Die Lebensmittelnot in Rußland.

Petersburg, 14. Juni.(WTB. Nichtamtlich.)Rußkoje Slowo meldet: Sieben Gouvernements, darunter Kiew, Beß⸗ arabien und Cherson, haben sich zu gemeinsamer Bekäm p⸗ fung der Lebensmittelnot vereinigt. Das Gouvernement Smolensk berichtet von völligem Zuckermangel. In Kostoroma sind die Händler seit Einführung der Höchstpreise ganz ohne Lan⸗ deserzeugnisse.

Aus der russischen Duma.

Paris, 14. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) DerTemps mel⸗ det aus Petersburg: Es bestätigt sich, daß die Du ma vor dem festgesetzten Zeitpunkt zu einer Session zusammentritt. Die Duma⸗ abgeordneten sind der Ansicht, daß ein Zusammentreten notwendig ist, um die Arbeitsproduktion des Landes zur besseren Unterstützung der Armee zu militaristeren. Der Ausschuß, dem alle Mitglieder des National- und Verteidigungs⸗Ausschusses 1 Kammern angehören, hat bereits mit den Vorarbeiten

egonnen. 5

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Der italienische Bericht.

Rom, 14. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agen⸗ cia Stefani. Bericht der Obersten Heeresleitung:

An einigen Stellen längs der Grenze vom Tonale bis Kärnten versuchte der Feind mehrere Male, die Fortschritte unserer Angriffsbewegungen durch nächtliche Unternehmungen zu verhindern. Er griff mehrere wichtige von uns an den voran! gehenden Tagen eroberten Stellungen an, wurde aber jedesmal. zurückgeworfen. So unternahm der Feind im Tonalegebiet, durch das Feuer seiner Festungen unterstützt, mehrere Angriffe gegen den Tonalepaß und den Gipfel von Cavia. Ebenso versuchte er am Monte Pissola im Judicarischen Tal, am Monte Piana, im Mi⸗ surinagebiete und am Passe östlich vom Monte Peralba vorzu- stoßen. In der Nacht vom 11. zum 42. Juni unternahm der Feind mit Hilfe von Leuchtraketen und Scheinwerfern zusammenhängen⸗ dere Angriffe gegen unsere Stellungen von Pala Grande im Pic⸗ colotale und am Freikofel, wo er gänzlich zur

Feind mußte von Schützengraben zu Schützen⸗ graben vervagt und von Felsen zu Felsen verfolgt werden. Aber unsere Gebirgstruppen brachten durch ihre glänzende Tatkraft das Unternehmen zum glücklichen Abschluß. An, einigen Abschnitten der Grenze dauern die Kämpfe der Artillerie mittleren Kalibers an. Unsere Kanonen, die an mehreren Stellen die Oberhand ge⸗ wannen, zerstörten Schanzarbeiten, Kasernen und Beobachtungs⸗ posten. Gestern eröffneten unsere großkalibrigen Kanonen das Feuer gegen die Befestigungen von Malborgeth und erzielten in kurzer Zeit sehr beachtenswerte Ergebnisse. Der obere Fortteil wurde eingeäschert, was eine Explosion des Munitionslagers ver⸗ ursachte. Längs des Isonzo sind unsere Truppen im Be⸗ griffe, die in den letzten Tagen am linken Flußufor eroberten Stellungen zu befestigen. Nach dem Bruche des Dammes am Kanal von Monfalcone gelang es unserer schweren Artillerie, die in Campale aufgestellt ist, am 11. Juni durch ihr Feuer die Eisen⸗ bahnlinie Görz Monfalcone in der Nähe des Bahnhofes Sagrado zu unterbrechen.

gez.: Cador na. Italiens Ausfuhr.

Bern, 14. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Italien hat das e eee auf sämtliche Lebensmittel ausgedehnt. Voraussichtlich werden nunmehr auch Lebens mittel, deren Ausfuhr bisher frei war, nun auf Grund einer auf diplomatischem Wege zu erwirkenden Sonder- bewilligung der italienischen Regierung nach der Schweiz eingeführt werden können.

Die Kämpfe am Stilfser⸗Joch.

Berlin, 15. Juni. Ueber die Kämpfe am Stilfserjoch wird derVossischen Zeitung aus Zürich aus dem Münsterta berichtet: Fast täglich ist Kanonendonner hörbar. Das Grenzgebiet ist für Wanderer zwar gesperrt, doch ließ sich in Erfahrung bringen, daß in der letzten Woche die Oesterreicher die vor einigen Jahren oberhalb Terza Cantoniera errichtete italienische Militärbaracke zusammengeschossen haben. Am 5. Juni schossen die Italiener von ihrer Festung oberhalb Terza mit Granaten gegen das bekannte HotelFerdinandshöhe auf dem Stilfserjoch. Von 30 abgegebenen Schüssen traf nicht ein einziger. Eine Granate schwirrte dicht am HotelDrei Sprachenspitze vorbei auf Schweizer Gebiet. Am 8. Juni schossen die Oesterreicher mit zwei Schüssen Gebäulich⸗ keiten von Continiera zusammen. Nachts ist an der Grenze alles hell beleuchtet von den italienischen und österreichischen Schein⸗ werfern.

Französische Jnstruktoren im italienischen Fliegerkorps.

Berlin, 15. Juni. Als Instr üktoren sind die Fran⸗ zosen Vedrines und Brindejonc in das italienische Flieger⸗ korps eingetreten.

DieRepublik Albanien.

Paris, 14. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) DerPetit Parisien meldet aus Rom: Man erfährt, daß sich der

Führer der albanesischen Aufstandsbewegung, Mussa Effendi, zum Präsidenten der Republik Albanien hat ausrufen lassen.

Die Munitionsfabrikation in England.

London, 14. Juni.(WTB. Nichtamtlit Reutermeldung: Ein Aufruf zur Meldung freiwilliger Arbeiter, die in den Arsenalen und Munitionsfabriken einen Teil k ihrer freien Zeit und während der Nacht arbeiten sollen, hatte zur Folge, daß sich mehr Personen meldeten, als gebraucht werden. Die Zahl geht

unsere Stellungen bei Halicz einzustellen. Seit dem 11. Juni

in die Tausende. Es wurde ein besonderer freiwilliger Benmten⸗

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