umlügeln lassen, fielen in einem
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er Fürsten am eigenen Vaterkande glänzend ge⸗ * ganz Italien von den Alpen bis Sizilien e Der erste Stoß richtete sich gegen die damals zu Venedig gehörenden Landschaften des Friaul. Im Jahre 1468, als der deutsche Kaiser Friedrich III. in Rom weilte und vom Papst das heilige Schwert(aus dem später der „geweihte Degen“ wurde empfing, erschienen die sogen. Akardschitruppen des Sultans, irreguläre Reiterei, die „kühnsten Beutemacher der Welt“, wie ein venezianischer Gefandter schreibt, vor Skardona, Zara und Spalato, wo sie auf venezianischem Gebiet viele taufend Sklaven fort⸗ schleppten; auch die Fiumaner sahen die gefährlichen Gäste, und man fürchtete für die venezianische Provinz Friaul. Ga⸗ leozzo Marco Sforza von Mailand hatte ihnen den Weg gewiesen, wie der Annalist Malipiero überzeugend berichtet, um das verhaßte Venedig zu vernichten.. Der Hauptschlag Venedig folgte erst neun Jahre später. Damals schrieb
er ungarische Herrscher Ladislas Vitez dem Papst, die tür⸗ lischen Krieger pflegten schon bei jedem Sturme der An⸗ Mohammeds den Schrei„Roma! Roma!“ folgen zu
lassen. Aber es blieb wieder bei der Verwüstung des Friauler Landes, die die Venetianer nicht hindern konnten. Die Signoria hatte zwar durch einen„berühmten Meister“ an allen Flüssen Dämme erbauen lassen und Truppen auf⸗ gestellt, aber der Osmanengeneral machte kurzen Prozeß mit den italienischen Söldnerhausen: der Condottiere Giro⸗ lamo Novello und sein Sohn, die sich von den Türken hatten am Ufer des Isonzo, und von Venedig aus sahh man, der Schilderung in Jorgas Osmanengeschichte,„mit Entrüstung die Dörfer schen der Flüssen Isonzo und Tagliamento brennen; zitterte für sein Schicksal.“ Zum Glück für Italien
bald darauf die asiatischen Verhältnisse Moham⸗
med II. wieder dauernd in Anspruch, aber ein kühner Hand⸗ streich ließ noch 1480 den Italienern fühlbar werden, welcher unternehmungslustige Feind jetzt ihr Nachbar war. Aus dem Hafen von Avlona segelte eine mächtige türkische Flotte von 150 Fahrzeugen gegen Otranto in Apulien. Die schöne Stadt. die völlig übervascht ward, leistete nur schwachen Widerstand und kapitulierte am 26. Juli. Sie nebst Lecce, Neritone, Castro, Ogentino sollten eine„Ernährungszone“ der osmanischen Eroberung Italiens bilden. Auch die sizili⸗
schen Siedlungen am Monte Gargano fielen an die Türken
— aber Mohammed, mit der Vorbereitung eines Feldzuges gegen Syrien vollauf. konnte nicht weiter zu⸗ —— und dreiviertel Jahr später erlag der gewaltige Eroberer einem Gichtanfalle. Italien atmete auf, aber nur mit Mühe gelang einem Bundesheere von 20 000 Mann die Wiedereroberung des von nur 5000 Türken verteidigten Otranto. Die Sieger aber schändeten ihr bißchen„Ruhm“ durch blutige Greueltaten.
f Im Schützengraben vor Ppern.
Eine überaus charakteristische Szene aus den deutschen Schützen⸗ räben vor Ypern wird in der Kriegerzeitung„Parole“ geschildert. Ein nderschöner Maitag. Wer nicht geride an der Schießscharte Wache stehen muß, hat seinen Roch auscezogen und sonnt sich. Ein Pionier der Versuchsabteilung schlänget sich durch den Graben. „Hallo, Kamerad von den Minenschmeißen, was gibts Neues?“ —„Mein Kamerad hat eben einen Kopschuß bekommen, durch die Schießscharte, da habe ich den Abschmttskommandeur, Euern Hauptmann, gebeten, den englischen Hunzen einen kleinen Kohn auf die Mützen zu setzen. Also in einer Viertelstunde setzts zwei Minen.“(Die Wurfminen heißen bei uns ihrer Größe— etwa 1 Meter— wegen„feiner Kohn“.) Jetzt kommt Leben in den Graben, wir lassen uns vom Pionier die Stelle bezeichnen, wo die Mine sitzen soll. Zwei Maschinengewehre werden gerichtet, und schon kommt das Kommando„Achtung!“ Dicht hinter unserem Graben, wo der Minenwerfer steht, ertönt ein schwacher Knall. In hohem Bogen fliegt der„kleine Kohn“ über unsere Köpfe hinweg. Man kann ihn langsam durch die Luft„schaukeln“ sehen, da er nur die Geschwindigkeit eines von einem Katapult eschleuderten Steines hat. Genau an der bezeichneten Stelle auste der kleine Kohn direkt in den feindlichen Graben. Ein ohrenbetäubender Krach, sämtliche Unterstände drohen einzufallen. Holz, Erde, Körperteile, Gewehre, alles fliegt nun drüben durch⸗ einander in die Luft. Im nächsten Augenblick schreckliches Schreien drüben, und über die hintere Grabendeckung rücken einige„Khaki⸗ braune“ aus. Das nervenerregende Geknatter unserer beiden Maschinengewehre setzt eine Minute lang ein. Als sich der Qualm verzogen hatte, konnte man ein riesiges Loch drüben wahrnehmen. Fünf Minuten darauf:„Achtung, Mine Nr. 2, 20 Meter weiter rechts!“ Schon hören wir den Abschuß, sehen aber nicht in die Luft, da wir wissen, was jetzt kommt. Und richtig, noch ehe die Mine zu Boden fällt, springen die Brüder drüben aus dem Graben und rennen unter großem Geschrei zurück. Sofort setzen unsere Maschinengewehre ein, und dann ertönt der unheimliche Krach des Minenaufschlags. Wie beim erstenmal ist alles ein Staub und Qualm. Unsere Gegner wissen, daß wir meist mehrere Minen werfen, sie passen daher auf und rücken vor der zweiten Mine, die sie ja ebenso wie wir sehen, aus. Jetzt hieß es aber bei uns: „Volle Deckung!“ Die feindliche leichte Artillerie suchte nun mit Schrapnells die Gegend hinter unserem Graben nach dem Minen⸗ werfer ab. Natürlich wirkungslos, denn die Minenschmeißer suchten ihre bombensicheren Unterstände auf. Nach kurzer Zeit ist wieder Ruhe da, und die Engländer gucken sich gewiß die Augen nach einem kleinen Kohn Nr. 3 aus.„Na, morgen sollen sie wieder ein paar
„Herr Major, ich wollte Ihnen sagen, ich kann nicht lesen muß bei französischen Soldaten doch öster vorkommen, wenu das Pariser Blatt nichts dabei findet, seine Leser mit einem solchen Witze zu erheltern. Eingesandt.. (Für Form und Inhalt aller unter 15 Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Wasserstelle auf der oberen Marburger Straße. Scheuer ein Schild des Tierschutzvereins„Schonet die Zugtiere!“ 2
hossener Hydrant, und öffentlichen verwandeln könnte.„ Zugtier würde nach Ersteigung der hier ziemlich steilen Straße ein Schluck Wasser an dieser Stelle ein Labsal—— Auch die Gießener Aus⸗ flügler würden der— Aud— 11* 1——8 29 e sich hier an einem uck kühlen Wassers la önnten. . Ein Tier⸗ und Menschenfreund.
—
Kirchliche Nachrichten. Jsraelitische Religionsgemeinde. Sottesdienst in der Synagoge(Süd⸗ Anlage), Samstag, den 12. Juni 1915: Vorabend: 7.45 Uhr.. Morgens: 8.30 Uhr. Predigt.„ Nachmittags: 4.00 Uhr. Sabbatausgang: 9.35 Uhr.
—
Beider großen Hitze, 13 herrscht, empfinden unsere im Felde befindlichen Soldaten beschwerliche Märsche noch weit unangenehmer, als dies schon bei erträglicher Temperatur der Fall ist. Schokolade, sonst ein sehr beliebter Artikel im Felde, kommt deshalb im Sommer nicht so sehr in Betracht, weil er das Durstgefühl nicht unterdrückt. Es muß deshalb von allgemeinem Interesse sein, zu erfahren, daß die 1 2 Fr. Kaiser von ihren als Heilmittel gegen Husten, Hei und
bekommen,“ meinte lachend unser Hauptmann.
„Ich kann nicht!“
linke Auge! net.
vermischtes.
„Lerr Major,“
Dieser „Komm noch näber heran
Einen Witz, bei dem man sich nur wundern kann, daß ihn gerade ein sfranzösisches Blatt erzählt, bringt der„Excelsior“:„Einige Kilometer von der Feuerlinie findet die ärztliche Untersuchung statt. als er eine Schristprobe lesen soll,„ich kann nicht.“ Was ist das hier für ein Buchstabe?“ „Schließ das rechte Auge! „Ich kann nicht...“
un gs mi sagt der Soldat, schaft von „Schließ das
„Ich kann Buchstabe hier?“ Geht es jetzt?“
sonstigen. der Atmungsorgane Brust-Caramell
und Drogerien, wie auch Kolo billigen Preis von 15 Pfg. erhältliche K gegeben hat. Zufolge zahlreicher im Verlaufe gemachten Wahrnehmungen sind diese
Personen schon längst in sehr weitgehender We Die erwähnte Kriegs packung ist so 3 Adresse darauf geschrieben werden muß. Die
auch den Vorzug der Portofreiheit.
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Saasen, den 10. Juni 1915.
Großherzogl. Bürgermeisterei Saasen. Schepp.
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steigert. N 1. In der Gemarkung Alten Buseck Donnerstag, den 17. Juni l. J., vormittags 9 Uhr, in der Otto Rabenau⸗ schen Würtschaft zu Alten, Buseck. 2. In der Gemarkung Wieseck Freitag, den 18. Innil. J., vormittags 10 Ubr, in der W. Ph. Bierau'schen Wirt, schaft zu Wieseck. In der Gemarkung Gießen an demselben Tage, nach mittags 2 Uhr, in der Harnickel schen Wirtschaft im Philo- sophenwald bel Gießen. Gießen, am 7. Juni 1913. Großberzogliche Oberförsterei Gießen. Koehler. 4915
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