13 a 15 Nichtamtlich.) Reuter mel⸗ det aus New York: D chafter der Vereinigten Staa⸗ ten in Berlin Gerard übermittelte dem Staats ent den Inhalt der deutschen Note, in welcher Schaden ersatz die Beschädigung des amerikanischen Dampfers „Gulflight“ Zußgeaar wird. Die Note besagt, daß der Kommandant des Unterseebootes die amerikanische Flagge erst gesehen habe, als das Torpedo s Die Note drückt das Bedauern der über den Vorfall aus. 8 Paris, 5. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter melden: Das englische Torpedoboot„Mohawek“ ist in der Nordsee auf eine Mine gelaufen. Es konnte aber trotzdem den 7 Hafen 8 77 7 25 ondon, 6. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reu⸗ * 12 7 Nuran Wie mpfer„Ena may“ und „Strathbahn“ sind am 3. Juni bezw. 4. Juni in der Nord⸗ see torpediert worden. Die Besatzungen wurden gerettet. Bei den Orkney⸗Inseln sind gestern noch drei weitere metzdampfer torpediert und die Besatzungen gerettet g Nach einer anderen Meldung sind noch zwei Fischerfahr⸗ euge bei Lowes und ein Schleppuetzdampfer bei den. rkney⸗Inseln von Unterseebooten versenkt worden.
London, 4. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Reutermeldung. Der schwedische Dampfer„Lappland“, nach Middlesborough unt ist 55 Meilen von Peterhead gesunken. Die Besatzung von 19 und 4 Frauen wurde in Peterhead gelandet.
London, 5. ni. 3 Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Dampfer„Intim“ ist bei Cap Lizzard torpediert und versenkt worden. Die Besatzung von 40 Mann wurde gerettet.
ondon, 5. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Der Dampfer„Jona“, 3344 Tonnen groß, und der Segler„Chrysophas“ sind Don⸗ nerstag bei 8 Fair torpediert worden. Die Be⸗ n in ll angekommen. Zwei Segler aus stoft sind Donnerstag in der Nordsee torpe⸗ diert worden. Die Besatzungen sind in Lowestoft ein⸗ en. rest, 5. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas: Der Dampfer„Penfeld“ aus Brest ist estern mittag von einem Unterseeboot im Aermel- . versenkt worden; die Besatzung ist gerettet. ——
Aus Stadt und Cand. a a Gießen, 7. Juni 1915. Erster Bezirkstag des Hassia⸗Vezirts Gießen.
Der erste Bezirkstag der Hassia⸗Vereine des Bezirks 1 fand gestern nachmittag im Felsenkeller statt. Nach der Be⸗ der erschienenen Vertreter der 39 Vereine des Bezirks ge⸗ e Bezirksvorsteher Daab⸗Lollar der jetzigen ernsten und 2 doch auch großen Zeit, die auf unserem lieben Vater⸗ nde lastet, und forderte zur Opferwilligkeit und zum Durchhalten —.— 17— draußen auf. Sein Hoch galt den verbündeten Fürsten 1 4 Nach dem Rechenschaftsbericht zählt der Bezirk 2976 aktive und 149 passive Mitglieder, ein Barvermögen von 29 802 Mark und ein Inventarvermögen von 19 374 Mark. Aus der Bezirkskasse wurde der Restbestand von 1914 mit 30 Mark und eine Sammlung von 42 Mark, zusammen 72 Mark, dem Roten Kreuz überwiesen. An Unterstützungen zahlten die Vereine des Bezirks bis zum 31. 12. 1914 die Summe von 8355 Mark, während die Vereine von der Kriegerkameradschaft Hassia 1724,75 Mark an Unterstützungen erhielten, die Prämien der Sterbekasse für ins Feld gezogene Kameraden nicht eingerechnet. Der schrift⸗ liche im Bezirk wies 319 Postausgänge auf. Als Vertreter für den Vertretertag am 20. Juni in Darmstadt wurde Bezirks⸗ vorsteher Daa b⸗ Lollar gewählt und als Stellvertreter Schrift⸗ Kanzleirat Schiffnie⸗ Gießen. Der Bezirkstag geneh⸗ einstimmig den Antrag des Präsidenten betr.„Erweiterung der Unterstützungstätigkeit des Verbandes und ihre Ausdeh⸗ nung auf die bedürftigen Familien der zum Kriegs⸗ dienst einberufenen Mitglieder aus dem Verbandsvermögen in weit⸗ gehendem Maße“.— 12 Vorsitzende des Bezirks sind zum Kriegs⸗ st eingezogen. Es wurde jedem ein Liebes paket bereits zu Weih⸗ —— 2 ee—5 es sollte eine weitere Liebesgabensendung in ei gen.
Die Wohltätigkeitsanstalten und Versicherungen der„Hassia“ wurden warm empfohlen. Die Vereine wurden gebeten, ihre Ka⸗ meraden und deren Angehörige nach Möglichkeit zu unterstützen. Es wurde mitgeteilt, daß Prämienqufttungen von ins Feld 12 Vereinsmitgliedern von der„Hassia“ eingelöst werden, so⸗ katspet 1 14 1. 9 Das Be⸗ di ällt für es Jahr aus. zuͤgli r Jugendfürsorg empfahl der itzende den Vereinen, ihr Interesse den Wehre vereinen entgegenzubringen und dieselben zu unterstützen. Leere Hülsen und altes Messing können die Vereine gegen Bezahlung e
Das Protokoll wurde genehmigt u r Bezirkstag mit dem 2 Auf Wiedersehen nach einem ehrenvollen Frieden! ge⸗
*
Amtliche Personalnachrichten. Uebertragen wurden am 1, Juni d. J. den Schulamtsaspiranten Paul Kreuz⸗ burg aus Erfurt, Hermann Möbius aus Mainz, Valentin Schnatz aus Mainz Lehrerstellen an der Volksschule zu Mainz; den Schulamtsaspiranten Matthias Becker aus Ebersheim, Kreis Mainz, Ludwig Velten aus Großen⸗vinden, Kreis Gie⸗ den, Lehrerstellen an der Volksschule zu Mainz⸗Mombach; den Sckulamtsaspiranten Franz Ullrich aus Kloppenheim, Kreis Friedberg, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Mainz⸗Kastel; den Schulamtsaspirantinnen Susanna Lucas aus Mainz, Maria Mai aus Mainz Lehrerinnenstellen an der Volksschule zu Mainz⸗ N r. be. 72. n, Kreis Bingen, eine Lehrerinstelle an olksschule zu nz⸗Kostheim, sämtlich vom 1. Juni 1915 ab. * ee Ausbildung der Jugend. Am Mittwoch abend fanden turnerische und Bajonettier⸗ übungen statt. Offiz.⸗Stellv. Mayer unterrichtete über Kartenlesen und entwerfen. Unteroffizier d. R. Schäfer gab sodann ein Bild von den Erlebnissen unserer 116er von Anlois bis über den Marnelanal(Ende August und Anfang September). Seine außerordentlich interessanten 0 derungen wurden von der dankbaren Zuhörerschaft mit allseitigem Beifall aufgenommen. Am Samstag abend wurde auf dem Trieb fleißig exerziert. Am Sonntag nachmittag wurden 30 der Jungmannschaften auf den Schießständen des Schützenvereins im Schießen unterrichtet. Die Uebungen am nächsten Mittwoch sallen aus. Am nächsten Samstag wird um 8¼ Uhr an der Germania angetreten. * Meldung zur Landsturm rolle. Nach der im heutigen Blatt erschienenen Bekanntmachung des Zivil⸗ vorsitzenden der Ersatzkommission des Kreises Gießen haben sich die in den Jahren 1896, 1897 und die in der Zeit vom 1. Januar bis einschließlich 30. Mai 1898 geborenen männ⸗ lichen Personen bei der Bürgermeisterei ihres Wohnorts zur Landsturmrolle anzumelden und zwar in 5 Zeit vom 8. bis 10. Juni d. Is. N die Gießener Freilichtbühne eröffnete gestern nachmittag allen Schwierigkeiten, die ihr aus dengeit⸗ verhältnissen erwachsen, zum Trotz ihre zweite Kriegsspiel⸗ eit mit einem wohlgelungenen Unterhaltungsnachmittag. ne in Anbetracht der Umstände recht stattliche Besucherzahl tte sich auf dem friedlichen, baumumstandenen und Wal⸗
n abgefeuert war. chen Regierung
deskühle atmenden Plätzchen zusammengefunden. Das köst⸗ liche Sommerwetter mit seiner unbewegten Luft war den Darbietungen— Lieder zur Laute und Rezitationen— über⸗ aus günstig. Prof. Dr. Bernbeck, der Leiter des Unter⸗ nehmens, bas sich schon seit sechs Jahren Heimatberechtigung bei uns erworben hat, eröffnete die Spielzeit mit einem freudig aufgenommenen Hoch auf Kaiser und Heer. Die Vor⸗ tragsfolge begannen dann die Damen Gretel Leist und Thessa Mulch. Was die beiden Sängerinnen boten, paßte na Form und Gehalt so richtig und reizvoll in Zeit und Umgebung, daß jeder an den schlichten und anspruchslosen, mit feinem Gefühl für das Wesen des Vollsliedes gereichten Gaben seine rechte Freude haben lonnte. Der Stimmungsgehalt all der kleinen Lieder mit ihrer so rührend einfachen Linie und eben drum so unmittel baren Wirkung fand in der grünen Natur einen echten Resonanzboden, in dem all die Vorzüge altdeutscher Lied⸗ lunst, süße aber nie süßliche Traurigkeit und milde Resig⸗ nation, aber auch Schelmenlächeln und tändelnder Humor, rührende Lieblichkeit und handfester Scherz voll zum Schwin⸗ gen kommen konnten. Die beiden Sängerinnen wußten all diese Saiten zum Tönen zu bringen; die Lieder vom Tod auf grüner Haiden und vom Postillon fanden ebenso beifallsfreu⸗ dige Hörer wie die heiteren Dialektweisen mit ihren mun⸗ teren Akkorden. Die Vortragsordnung verzeichnete weiter⸗ hin ernste und heitere Vorträge aus Dichtungen deutscher Meister durch Stud. W. Göttig.— Am kommendenSonntag wird die Freilichtbühne ihren Freunden„Das Versprechen hinterm Herd“ sowie einen lustigen Einakter bringen.
* Burschenschaftliche Jahrhundertfeier. Am 12. Juni d. J werden hundert Jahre verflossen sein, seitdem in Jena die Deutsche Burschenschaft gegründet wurde. Von der anten gemeinsamen glanzvollen Feier der Jahrhundertwende ihres Bestehens haben die drei großen burschenschaftlichen Verbände an den Universitäten und tech⸗ nsichen Hochschulen des Reiches und der Ostmark A b st and nehmen müssen. Doch werden an diesem Tage überall in der Heimat und im Felde die alten und jungen Burschenschafter zu gleicher Stunde sich zu ernsten örtlichen Feiern zusammen⸗ finden. In Gießen wird am 12. Juni, abends 8 Uhr, auf dem Germanenhause(Wetzlarer Weg) eine Feier stattfinden, zu der alle Angehörigen der drei burschenschaft⸗ lichen Verbände eingeladen werden.
un Hansabund für Gewerbe, Handel und In⸗ dustrie. Man bittet uns, Interessenten darauf aufmerksam zu machen, daß Verzeichnisse aller Gegenstände, die die Heeres verwaltung in größeren Mengen beschafft, nach Gat⸗ tungen und beschaffenden Stellen eingetroffen und im Bureau der Handelskammer erhältlich sind.
Landkreis Gießen.
J Burkhardsfelden, 7. Juni. Ein Unglücksfall, der leicht schlimme Folgen hätte zeitigen können, ereignete sich vorigen Samstag in hiesiger Gemeinde. Infolge der hier aus⸗ gebrochenen Maul- und Klauenseuche ist es nicht gestattet, das Klauenvieh aus den Ställen zu entfernen. Es herrscht somit großer Mangel an 3 da zurzeit nur noch fünf Pferde im Besitze hiesiger Bürger sind Man sucht sich nun auf andere Weise zu helfen, indem man anstelle der Zugtiere die Wagen durch Personen zieben läßt. Besonders ist dies Arbeit der Jugend. So begab sich denn vergangenen 0 seinen beiden älteren Schwestern mit einem s n Heuwagen in das Feld, um einen Wagen Heu zu holen. Auf dem Heimwege kam jedoch der Wagen an eine l abschüssige Stelle ins Rollen, so daß die beiden Führer die Gewalt über den Wagen verloren. 9 10 Unglück waren sie auch noch an der Deichsel festgebunden.
ide kamen zu Fall, so daß dem Knaben die Räder über den Körper gingen und das Mädchen eine Strecke weit geschleift wurde. Der sofort zit Hilfe gerufene Arzt brauchte glücklicherweise nur Verletzungen 1 Art festzustellen. Kreis Schotten. f
O Laubach, 4. Juni. Lehrer Weißgerber aus Lau⸗ bach erhielt in den Karpathen nach Mitteilungen zweier seiner Kameraden einen Armschuß und einen leichten Kopfschuß und zwar wischen dem 12. und 15. März. Seit dieser Zeit hat er kein
benszeichen von sich gegeben und gilt ebenso wie sein älterer Bruder als vermißt.— Am Dienstag abend erhielt das hiesige Lazarett einen Zuwachs von 13 Verwundeten, meistens Würt⸗ tembergern, so daß die sämtlichen Betten des hiesigen Lazaretts wieder belegt sind. Starkenburg und Rheinhessen.
O Affolterbach, 4. Juni. Das aus Süddeutschland am Morgen des 2. Juni gemeldete Erdbeben ist auch hier bemerkt worden.(Gestern zwischen 4 und 5 Uhr wurden etliche Leute durch einen verspürten hestigen Erdstoß aus dem Schlafe aufgeweckt. Türen und Fenster klirrten ähnlich wie bei dem Erdbeben im No- vember 1911. Aehnliche Wahrnehmungen werden aus Orten der Umgegend berichtet.
Wald-Michelbach, 4. Juni. Auf den Bahnhöfen des südlichen Odenwaldes werden jetzt die Ergebnisse der diesjährigen Rindenernte verladen. In großer Zahl kommen hochbeladene Wagen angefahren, um die nun getrockneten Eichenrinden ihrem Bestimmungsorte zuzuführen. Die meisten Rinden sind aus unserer Gegend, sie gehen an die großen Ledersabriken in Weinheint ab. Da in diesem Jahre für den Zentner Rinden der hohe Preis von nicht ganz 10 Mk. bezahlt wurde, ist das Ernteergebnis diesmal im allgemeinen besser als in früheren Jahren. Das gute Ernte- ergebnis ist sehr erfreulich, weil gerade in diesem Jahre die Eichen- rindensache eine große Rolle spielt. Dazu kommt noch, daß die e 2 intel ker 1 für N gilt.
13 einhessen, 6. Juni. Die sehr heiße Witte⸗ rung der letzten Tage läßt das Obst schnell zur Reise kom⸗ men. Die Zuführen von Frühobst zu den rheinhessischen Märkten haben sich in letzter Zeit sehr umfangreich gestaltet. Die Preise sind denn auch trotz der großen N wesentlich zurückge⸗ gangen. In der Hauptsache trifft dieses für Erdbeeren und Kir⸗ schen zu. Auch die Spargelpreise weisen einen kleinen Rückgang auf, trotzdem sie immer noch recht hoch sind. Da der Bedarf fast ausschließlich durch die Erzeugung des Inlandes gedeckt werden muß, ist die Nachfrage auf den Spargelmärkten sehr groß.
Hessen⸗Nassau.
1 Marburg, 5. Juni. In einer heute im Pfeiffer'schen Lokale abgehaltenen Versammlung des Landwirtschaftlichen Kreis vereins wurden die Ernteaussichten durch die lange Trockenheit als herabgemindert bezeichnet. Besonders schlecht entwickeln sich die Sommerfrüchte, der Grasschnitt ergab kaum die Hälfte des üblichen Ertrages..
h. Frankfurt a. M., 6. Juni. Auf dem Schillerplatze wurde am Samstag mittag in Gegenwart einer großen Festgesell⸗ schaft ein„Adler in Eisen“ enthüllt. Ein mächtiger, 2 Meter hoher, vom hiesigen Bildhauer Karl Stock geschaffener Holzadler soll, wenn er vom Kopfe bis zu den Krallen mit rund 200000 Nägeln benagelt ist, dereinst Kunde von dem O i der 1. jurter Bürgerschaft für die„ utschen ablegen. Die Enthüllung des Adlers vollzog sich in den schlichtesten Formen. — Frankfurts Macht⸗ und Wahr hochgereckte Do m⸗ turm, feierte heute seinen 500. Geburtstag. Am 6. Juni 1415 wurde sein Grundstein gelegt, und Meister Gerdener, der Steinhauer und Werkmann, war der erste Bauherr, dem bis 1511, da man den Turm mit einer Steinkuppel bekrönte und nach oben abschloß, noch 10 andere Meister am Bauwerk folgten.
ch. Rüdesheim am Rhein, 6. Juni. In der Nacht vom 4. auf den 5. Juni entstand in der Erz tebnngsan ga rienhausen bei Aulhaunsen an vier verschiedenen Stellen des großen Gebäudekomplexes Feuer. Der Brand griff mit rasen⸗ der Geschwindigkeit um sich so daß die Kinder— etwa 200 an der ahl— und die Erzieher nur unter Lebensgefahr gerettet werden
unten. un Löscharbeiten war nicht zu denken, da das vorhan⸗ U
*
Samstag ein 13 jähriger Knabe mit“
63
dene Wasser zur Rettung und Sicherung der vom Feuer nicht an⸗ gegriffenen Wirtschaftsgebäude, der Turnhalle und vor allem aber des Gasthauses verwendet werden mußte. Das Wohngebäude und die Kirche brannten bis auf die Grundmauern nieder. Das Feuer ist allem Anscheine nach durch Brandstiftung entstan⸗ den, wobei die Täter unter den Zöglingen zu suchen sein dürften. Wie groß der Schaden ist, läßt sich jetzt noch nicht schätzungs⸗ weise angeben. Neben dem Sachschaden, der sicher mehrere Hunderttausend Mark betragen wird, ist auch ein sehr großer ideeller Schaden zu beklagen.
Von der Werra, 6. Mai In' dem Forstbezirke Klein⸗ schmalkalden wurde der Holzarbeiter Wachsmuth beim Wildern von dem Forstaufseher Brandt überrascht. Es kam zu einem blutigen Zusammenstoß, bei dem der Forstbeamte durch einen Schuß leicht am Kopfe verletzt, der Wilderer dagegen durch einen Herzschuß getötet wurde.— In dem Forstgebiete zwischen Buttlar und Pferdsdorf entstand durch das leichtsinnige Fortwerfen einer brennenden 1 ein größerer Walde brand, dem 20 Hektar schöner Bestand zum Opfer fiel. Der Scha⸗ den wird auf 20 000 Mark geschätzt.
h. Aus der Rhön, 6. Juni. Ein mächtiger Waldbrand zerstörte im Forstort Lindig bei Buttlar etwa 80 Morgen wertvoller Buchen-, Kiefern- und Fichtenbestände. Zahlreiche Leute, die im Walde Streu sammelten, konnten sich und ihre Gespanne nur mit knapper Not vor dem Verbrennungstode retten. Der 1 den ist sehr bedeutend Vermutlich entstand der Brand durch — eines Bauernburschen, der im Walde Zigaretten rauchte.
Aniversitäts⸗ Nachrichten. [ Marburg, 6. Juni. Ter außerordentliche Professor der philosophischen Fakultät, Dr. Köppe, der kürzlich einen Ruf nach Halle ablehnte, wurde zum Ordinarius ernannt.
Berlin, 7. Juni. Als gestern abend die große Schar der Ausflügler aus dem Grunewald in das Stadtinnere
zurückkehrte, ereignete sich am Kurfürsten damm ein solgen⸗
schwerer Zusammenstoß zwischen zwei dicht besetzten Straßen⸗ bahnwagen, bei dem eine große Anzahl von Personen verletzt wurde. Mehrere Passagiere aus dem offenen Wagen wurden auf die Straße geschleudert. Andere erlitten Quetschungen und Schnitt- verletzungen. Soviel bis gestern abend festgestellt werden konnte, sind im ganzen über 20 Personen verletzt worden.
2 ä—̃ ä ů—ů
Handel.
Frankfurt a. M., 5. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Die für das Geschäftsjahr 1914/15 zur Verteilung gelangende Div dende der Elektrizitäts⸗Aktien⸗Gesellschaft vo mals W. Lahmeyer& Co. zu Frankfurt a. M. beträgt nicht 6 Prozent, wie irrtümlich gemeldet, sondern 7 Prozent(7 Pro⸗ zent, wie im Vorjahre).
2 KKH Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
8 22 2 2 35
22 8 2 32832 2 S2 din Se e 8 S f e
8 83 S2 S 2 8 3 685 1725[8 8 85 S 3 S 2 2
S 8 E
62% 751.1] 25,1 11,0 4% NNW 4 7 Sonnenschein 6.89 751,3 19,4113 67[NEH 2 3[Bew. Himmel 7.1% 751,5 17,2 10,3 71 NNE 2 0 1
jöchste Temperatur am 5. bis 6. Juni 1915 25,2 C. Kedlehse 5.* 1015= T 1285 5 Niederschlag: 0,0 mm.
2— Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Das kontinentale Hochdruckgebiet hat sich etwas ostwärts ver ⸗ lagert. Von Westen scheint ein Wirbel tiesen Druckes heranzu⸗ ziehen, der uns Bewölkung, vielleicht auch geringe Niederschlage bringen dürste.
Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 8. Juni 1915; Wolkig, meist trocken, etwas kühler, nordwestliche Winde.
5 Letzte Nachrichten.
Ein Seegefecht?
Kopenhagen, 7. Juni. Am Samstag nachmittag 23 e e Ler- wg er Ae e eine äußer eftige Kanonade aus östlicher Ri 9 hört. Im ersenerger Minuten 2 nicht—— 45 50 Schüsse gezählt. ige Stunden vorher waren mehrere Kriegsschiffe in gleicher Richtung gesichtet worden. Jedoch bei der großen Entfernung war es unmöglich, ihre Natio⸗ nalität zu erkennen.
Italien wirbt Bundesgenossen.
Lugano, 6. Juni. Der„Corriere della Sera“ berichtet aus Bukarest, daß die dortige„Ecoca“ behauptet, König Vik⸗
tor Emanuel habe einen Brief an den Zaren gerichtet, in dem er ihn auffordert, so schnell wie möglich die Forderungen Rumäniens zu erfüllen, damit es an dem Kriege teilnehme.
Ein Erlaß Sonninos.
Lugano, 7. Juni. Sonnino richtete an die Vorsitzenden und die Mitglieder der 1300 Berirtsensschihse fiir Auswanderer die Aufforderung, im Interesse der Landesverteidigung die Rückkehr der Einberufenen zu erleichtern und Wehrpflichtige vom Auswan⸗ dern fernzuhalten.
Die Kämpfe an den Dardanellen in englischer Beleuchtung.
Amsterdam, 7. Juni. Ueber die Kämpfe an den Darda⸗ nellen erfährt der dorthin entsandte englische Berichterstatter von einem englischen Offizier, daß die Türken besonders während der Nacht ein ununterbrochenes Feuer auf die Linien der Verbündeten zu unterhalten pflegen. Auf den Aki Baba⸗Höhen haben die Türken immer noch einige 6 Zollgeschütze stehen. Kürz⸗ lich seien diese noch durch einige schwere, anscheinend von dem Kreuzer„Göben“ stammende, verstärkt worden. a
Nikolai Nikolajewitsch abgesägt? Kopenhagen, 7. Juni. Hier geht das Gerücht um,
daß Nikolai Nikolajewitsch einen Hrankheits⸗
urlaub antreten wird. Er soll durch einen anderen Ober⸗ kommandierenden ersetzt werden.
Amerika schwenkt um?
Kopenhagen, 7. Juni. Wie aus zuwerlässiger Quelle ver⸗ lautet, macht sich in amerikanischen politischen Kreisen L im Sinne der Zentralmächte
1
Tausende deutscher Frauen baben
ege ausländische Seisenmarken jetzt Front gemacht und sich— Abertausenden Frauen angeschlossen, die schon seit Jabren nur Lubhns für die 7 und beim Hausputz verwenden. Luhns verbürgt frei von Tran. Rotbandpackung.
.. ̃. ·—
3
22
n
3
5
JJC
2
a 8 8 1
.
4


