bollwertid gevefen set ür bie ill r Da das Pro- tan weigere, eine Kontrolle hierüber einzurichten, sseien der Verwaltung die Hände gebunden gewesen. Vom 6. Jum ab babe nun der Lebenstmittelqusschuß in einem Schreiben an die Bäckerinnuung eine strenge Trennung der Verbackung von Proviantamts⸗ und städtischem Mehl ver⸗ laugt. Von Mitte des Monats ab werde auch mit einem bil⸗ ligerem Brotpreise zu rechnen sein. Der Redner sprach die Hoffnung aus, daß die Bäcker für die Folge mehr das Inter⸗ esse der Allgemeinheit berücksichtigen würden. Nur vom All⸗ gemeinwillen getragen, könnten die Maßregeln der Verwaltung ihren Zweck erreichen. Der schönste Verteilungsplan nutze nichts, und die Engländer würden mit ihrem Aus⸗ bungerungsplan triumphieren, wenn nicht alle be⸗ teiligten Faktoren mit allen Mitteln die Behörden unter-
st ü tz te u.
Stadtv. Winn unterstrich die Ausführungen des Vorredners und stellte folgendes fest: Die Klagen, die wegen der Brot⸗ bereitung für die Zivilbevölkerung vorgebracht werden, sind teil⸗
„ ehr berechtigt. Auch bei dem Kommunalverband sind a schwerden hinsichtlich der Güte des Brotes vorgetragen Die dort vorgelegten Proben waren fast ungenießbar. Veranlaßt durch diese Beschwerden hat der Kommunalverband eine Anzahl Brotproben herstellen lassen. Zur Besichtigung dieser Proben waren die Herren Oberbürgermeister Keller, Freiherr Schenk zu Schweins berg, Stadtverordneter Dr. Ebel, sowie 2 Herren aus der Bäckerin nung eingeladen. Ueber⸗ einstimmend wurde festgestellt, daß, aus dem von dem Kom⸗ munalverbaud gelieferten Mehl, ein gutes Brot ge⸗ . werden kann. Die beiden Herren Bächermeister erklärten, das von dem Kommunalverband gelieferte Mehl V
a 1 5 naß u 6 g Brotproben ist erwiesen, daß aus dem von dem Kommunal⸗ d gelieferten Mehl ein gutes Brot bereitet werden kann, wie dieses auch von einer Anzahl Bäckern gut hergestellt wird.
Der Kommunalverband liefert zur Brotbereitung für die 0 e en dem Roggenmehl noch einen Zusatz
30 Prozent Weizenmehl, und wenn diese Mischung
8 wird, kann ein gutes Brot geliefert wer⸗
4 Bäckern der Stadt Gießen stand sogar bisher noch ein
öherer Prozentsatz an Weizenmehl zur Verfügung. Der Ansicht des serrn Dr. Ebel, daß für die Brotbereitung des Gesangenen⸗ ein Teil des für die 1 stimmten Weizen⸗ verwendet worden ist, bin ich auch, weil von dem Proviant⸗ kein 8 sondern nur Roggenmehl geliefert wird. — 99 der t Gießen müßten geeignete Echritze N daß das von dem Kommunalverband gelieferte Mehl wuch für die Zivilbevölkerung verwendet und von dem Proviant⸗ amtmehl getrennt verarbeitet wird. Stadtv. Löber führte demgegenüber aus, die
des Stadtv. Dr. Ebel stimmten nicht. Weizenm A dus ager nicht verbacken worden ßerdem sei zeit⸗ weise das von der Stadt den Bäckern gelieferte Mehl so
2 3 Stadt krank geworden wäre, wenn die 5 diesem Mehl kein Weizenmehl zugesetzt hätten. Der Redner b dann den Ausführungen der Vorredner im einzelnen nach,
uhn die Maßregeln bemängelt, die Nauf durch die Stadt
f. 5 ben habe. öffentliche Sitzung hatte damit ihr Ende erreicht. n— Aus Stadt und Cand.
Gießen, 3. Juni 1915. „ L. U. Ein Kurs der freiwilligen Kranken⸗ 105 ege mit Uebungen im Krankentragen, Verbinden u. a. . für die Studierenden der Universität unentgelt⸗ lich leden Freitag von 6—7 Uhr statt.
1 Beförderung. Vizefeldwebel Falkenstein im 416. Regiment, zurzeit Feldlazarett 9, 18. Armeekorps, wurde am] Gur 28. Mai 1 etatsmäßigen Sanitätsfeldwebel befördert. 1
15 szeichnung. Dem Unteroffizier Ludw. Schnei⸗ der von hier im aktiven Inf.⸗Regt. 116 7. Komp. wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen..
* Kinderhospital der Landes versiche⸗ rungsanstalt. Am 1. Juni fand im Solbad Wimp⸗ en am Neckar die 1 1 der von der Landes ver⸗ icherungsanstalt Großh. Hessen im Badhotel zum i errichteten Heilstation für skrofulöse und tu⸗ berkulös verdächtige Kinder statt. Die Station nimmt Kinder beiderlei Geschlechts im Alter von 3—15 Jah⸗ ren auf und verfügt über 30 Betten. Aufnahmegesuche sind den Vorstand der Landesversicherungsanstalt nach Darm⸗ zadt zu richten. Die Kuren dauern in der Regel vier Wochen, en aber beliebig verlängert werden, wenn dies notwen- 15 sein sollte. Der Pflegesatz beträgt bis auf weiteres — + 1. siche en 2 9 750 def Dauer des von der Landesversicherungsanstalt bestritten. Die Kurmittel sind außer guter und zweckmäßiger Ernährung, e icht⸗, Luftbäder, Liegekuren, Spiele usw. Aerzt⸗ licher Leiter der Station ist Herr Dr. Gei ger in Wimpfen. Den Grund zu deren Errichtung der Umstand, daß das Kinderhospital Elisabethhaus in Nauheim während des 7 1 e A 1 0 und dasselbe auch in f nszeiten nicht allen Aufnahme en rechtzeiti Rechnung tragen kann. 180 cbtzeitig
* Per sonalnachrichten der Ober-Postdirek⸗ tion in Darmstadt. Verliehen wurde das Eiserne Kreuz 2 Klasse dem Postmeister Bauer aus Rüsselsheim und dem Postassistenten Sahm aus Seligenstadt; die Hessische Ta p⸗ ferkeitsmedaille: dem Postsekretär Leoff aus Alzey und dem Ober⸗Postassistenten Schlenvogt aus Mainz. Ferner wurde aus Anlaß des Scheidens aus dem Dienste vom Großherzog das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für langjährige treue Dienste“ am Bande des Verdienstordens Philipp des Groß⸗ mütigen dem Ober⸗Postschaffner Lantelme in Darmstadt ver⸗ liehen.— Die Postsekretärprüfung bestanden: Postassistent Jean Schnell aus Worms.— In den Ruhestand tritt: Tele⸗
f„ eee Johann Schmidt in inz K. W. Berlin⸗ ukwitz.— Gestorben ist: Telegraphensekretär Erzgräber in Darmstadt. 4 5 forge für e eee t Großherzogtum Hessen. Die 2. Kompagnie Land⸗ sturm⸗Infanterie-Bataillons I Darmstadt hat aus dem Felde 1000 Mk. als Spende für die Kriegsbeschädigten dem Hessischen Fürsorgeverein für Krüppel überwiesen.
* Futtermittelbeschlagnahme. Nach einer Entscheidung des Bundesrats ist die Frist, innerhalb welcher die Bezugsvereinigung deutscher Landwirte die ihr 1 erlassenden Futtermittel abzunehmen hat, vom
1. Juni auf den 30. Juni ne das en worden. Hiernach hat die ugsvereinigung das Recht, die Futtermittel auch noch später wie bis 1. Juni zu übernehmen. Aber auch
e diese Verlängerung der Uebernahmefrist wären sie für
Verkehr nicht freigegeben gewesen, da sie beschlag⸗ nahmt sind. Es hätte dann immer erst einer 1
eigabe der beschlagnahmten Futtermittel d die
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j 12 bedurft. Auch für die zuckerhaltigen — ist die Uebernahmefrist für die Bezugsvereini⸗ daß verlängert worden. Außerdem wurde bestimmt, aß die zur Ueberlassung der Futtermittel Verpflichteten einen ene ben trag an die ugsvereinigung zu stellen haben. Wenn ein solcher Antrag nicht gestellt wird, braucht die Bezugsvereinigung die Ware erst bis zum 30. No⸗ vember 1915 zu übernehmen.
Die heimische Pferdezucht. Ueber die Mittel zur Hebung der schwer notleidenden heimischen Pferdezucht gehen die Ansichten in den landwirtschaftlichen Kreisen weit auseinander. Im Amtsblatt der Wiesbadener Landwirt⸗ schaftskammer, vom Landwirtschaftlichen Verein in Frank⸗ furt usw. wurde den Landwirten empfohlen, ihre Pferde auf den von der Militärbehörde anberaumten ärkten zu verkaufen und dafür Ochsengespanne anzuschaffen. Diese Aufforderung veranlaßt manche e zum Verkauf ihrer Pferde an Händler, wobei sie von der falschen Voraussetzung ausgehen, dabei bessere Preise zu erzielen. Anfragen bei den Militärbehörden nun ergeben, daß die Militärverwaltung von der Aushebung wei⸗ terer Pferde absieht und nur entbehrliche Pferde, jedoch keine Stuten, freihändig ankauft. Von der Militär⸗ behörde sind nur einige Leute mit dem Pferdeankauf beauf⸗ tragt. Vor allen voreiligen Verkäufen ist dringend zu warnen, da die als Ersatz gedachten Ochsengespanne zurzeit ast gar nicht zu beschaffen sind. Der Landmann muß sich ein Ju vieh für die bevorste e Ernte erhalten.
1 Schuh dem Storch! Durch den Einbruch der Russen in Ostpreußen zu Anfang des Krieges sind mit den
nieder gebrannten öften auch die Nistgelegenheiten der Störche, die namentlich in Ostpreußen sehr zahlreich nisten, verloren gegangen, so daß man jetzt viel 8 1
*
treifende Störche antrifft. Es ist zu wünschen, chwarz⸗weiß⸗rote Vogel, der unser Landschaftsbild so viel heimlicher macht, durch die Schaffung von Nist⸗ elegenheiten unterstützt wird. Gewiß befestigt jetzt hier und da ein Landmann auf feinem First ein altes Wage nrad. * Im Oberhessischen Kunstverein sind die für die Juni⸗Ausstellung angemeldeten Gemälde ein⸗ etroffen. Die Eröffnung der Ausstellung wird voraus⸗ sichtlich am kommenden Sonntag erfolgen.
Landkreis Gießen. = Langsdorf, 2. Juni. Lehrer Heinrich Roth von hier, Leutnant der Reserve und Kompagnieführer im Inf.-Regt. 116 „Kaiser Wilhelm I.“ erhielt die hessische Tapferkeits⸗ Medaille, nachdem er schon vorher mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet worden war.
Kreis Büdingen.
9 Bors dorf, 2. Juni. Gestern wurde der im 21. Lebens- jahre verschtedene Musketier Otto Koch zu Grabe getragen. Er ist einer Verwundung, welche er auf dem östlichen Kriegsschauplatze erhalten hatte, im Lazarett zu Verden a. d. Aller erlegen. Ver⸗ wundete aus den Lazaretten zu Nidda und Bad Salzhausen, sowie ein sehr großer Teil der Ortseinwohner erwiesen dem Toten die letzte Ehre. Er ist das zweite Opfer, das der Krieg in hiesiger Ge-
meinde gefordert hat. Kreis Alsfeld.
O Vadenrod, 2. Juni. Am 26. Mai starb in einem Feldlazarett in Rußland der Kanonier Theodor Spamer, Sohn des Großh. Forstwarts Spamer von hier, an den Folgen einer Lungenentzündung. 5
§ Aus dem Ohmtal, 2. Juni. Die Trockenheit läßt nachgerade Besorgnisse aufsteigen. Seit fünf Wochen ist noch kein durchweichender Regen erfolgt. Dazu tagtäglich eine hohle, aus⸗ trocknende Nord⸗ Ostluft. Die Kartoffelfelder sind so aus⸗ getrocknet, daß sie nicht geeggt werden können, eine Arbeit, die um diese Zeit muß. Auf dem ausgetrockneten Boden haftet keine Egge. ie Sommerfrucht vermag nicht empor zu wachsen und der Grasbestand bleibt dünn; das dichte Bodengras fehlt. Die Kleefelder auf den Bergen werden welk. Auch dem reich angesetzten Obst schadet die lange Trockenheit. Dazu hat die Kälte der Nacht zum Montag em feindlichen Schaden angerichtet. Auf den Gärten im Talgrunde sind die Kartoffeln, die Bohnen, die ken, sogar Dickwurzpflanzen erfroren. Viele Leute setzen jetzt zum dritten Male Bohnen. Die ersten erfroren bei den Eis⸗ männern, die zweiten, die schon handhohe Büsche bildeten, jetzt. Bei Nacht erfroren, bei Tag verbrannt, so läßt sich jetzt sa Zu verwundern bleibt nur der schöne Stand des Korns und Wet⸗ ens. Auch die Bäume zeigen ein saftgrünes Aussehen. In der
iefe des Erdbodens mangelt es nicht an Feuchtigkeit. Das zeigt der hohe Stand des Grunbwussers in den Brunnen. Starkenburg und Rheinhessen.
Darmstadt, 3. Juni Im städtischen Schlachthof brach gestern während der Besichtigung der aufgestapelten Dauer⸗ warenvorräte durch eine Stadtverordnetenkommission ein Gerüst zusammen. Der Schlachthofdirektor und ein Verwalter wurden von den Trümmern verletzt, während der Aufseher Keller zu Tode scht wurde. Erst die Feuerwehr konnte die Leiche aus dem irr von Balken und Dauerware befreien.
Kreis Wetzlar.
m. Waldgirmes, 3. Juni. Das neuerbaute Anwesen des im Felde stehenden Landwirtes Hrch. Rauber VI., so⸗ wie Scheuer und Stall des Hrch. Kraft II. und ein Stall des Invaliden Andreas Gerhardt wurden durch Groß⸗ feuereingeäschert. Da der Brand in tiefer Mitternacht ausbrach, dazu der größte Teil der tatkräftigen Männer im Felde steht, s. ein Dorfviertel in der größ⸗ ten Gefahr. Dank der Mithilfe aus den benachbarten Seen und der freiwilligen Wehr der Stadt Wetzlar wurde das Feuer gedämpft. 0 ist der Schaden durch Ver⸗ sicherung größtenteils gedeckt.
—
Handel.
— Gewerkschaft Brauneisensteinwerk Louise
Homberg a. d. Ohm. Auf der in Essen abgehaltenen Gewerken⸗
versamnilung vertraten 48 Gewerken 599 Kuxe. Der Jahres⸗
abschluß wurde ohne Aussprache einstimmig genehmigt und der
Verwaltung Entlastung erteilt. Im Geschäftsbericht wurde mit⸗ geteilt, daß der Vorstand
6—+ bei der 2. 1 000 Mark ichnet hat, zinzahlung zum größten Teil erfolgt sei. de Nachfrage nach Erzen sei recht lebhaft, die Produ fir [das laufende, aber auch für das nächste Jahr sei bereits zu guten Preisen verkauft. Den erhöhten Preisen stehen allerdings auch erhöhte Produktionskosten gegenüber, die durch die Verhält⸗ nisse des Krieges sich eingestellt haben. Dem Arbeitermangel habe man so gut es durch Ueberschichten und Sonntagsarbeit ab⸗ zuhelsen versucht. Ueberschuß für April betrage 27 239 Mk., werde 3 den Monat Mai nicht weniger betragen, doch lägen hierfür genaue Zahlen noch nicht vor. Märkte.
FO. Wiesbaden. Viehhos⸗Marktberscht vom 2. Juni. Auftrieb: Rinder 123(Ochsen 6, Bullen 117, Kühe und Färsen 00), Kälber 209, 1 Schaf, Schweine 223.— Bei regem Handel und den seitherigen hohen Preisen wurde das Angebot abgesetzt.
46. Wiesbaden, 2. Juni. Heu⸗ und Strohmarkt. Wegen des morgigen Fronleschnamssestes fand heute der Markt statt. Man notierte: Heu 3,90—4,20 Mk., Heu, neues, 3,80— 0,00 Pt., Stroh Michtstroh) 1,90 bis 2,10 M., Krummstroh J,00—0,00 Wit. Haber“ stroh 0,00—0,00 Mt. Alles für 50 Kilo.— Am Fruchtmarkt war kein Handel, da kein Angebot.
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E i 8 V
Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgesellschaft. 2 Gottesdlenst. V Sabbaltesee am 5. Juni 1915: eitag abend 8.00 Uhr. amstag vormittag 8.00 Uhr. Samstag nachmittag 4.00 Uhr.
Sabbatausgang 9.30 Uhr Wochengottesdienst: Morgens 6.00, abends 7.30 Uhr.
Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 4. Juni 1915 Woltig, doch meist trocken, warm, westliche Winde.
Teeßbe nachrichten. Przemysl zurückerobert!
Wien, 3. Juni.(WTB. Nichtamtl.)
Amtlich wird verlautbart: Seit heute 3 Uhr 30 Min. vormittags ist Przemysl wieder in unserem Besitz. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschalleutnaut.
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Das Wettrennen um die Gunst der Neutralen.
Sofia, 3. Juni. Während die Regierungskreise über die neuen Vorschläge, die in einer Note der Ententemächte an Bul⸗ arien enthalten sind, Stillschweigen bewahren, haben die Ge⸗ andten der Ententemächte den Inhalt der Note den hiesigen Russo⸗ philen mitgeteilt. Die Note verspricht Bulgarien, falls es an der Aktion gegen Konstantinopel teilnimmt, Thrazien bis zur Linie Enos— Midia, ferner die sogenannte strittige Zone des heutigen serbischen Mazedonien und endlich einen Teil der Dobrutscha. Ueber Kawalle und Drama sagt die Note nichts. Die Entente überläßt es also Bulgarien,— natürlich durch einen Krieg 758 sich mit Griechenland darüber auseinanderzusetzen. Das alles ist gewiß nicht verlockend für Bulgarien, da es beim Beharren in
der Neutralität eine bedetuendere Vergrößerung auf Kosten Ser⸗
biens erwarten könne, und gerade diese Vergrößerung die Be⸗ freiung des mazedonischen Bulgariens dem Volke sehr am Herzen liege. Bislang denkt die Regierung nicht im entferntesten daran, Land Neutralität aufzugeben und der Entente Handlangerdienste zu eisten.
nalistischen Blätter sprechen in äußerst scharfen Ausdrücken über Italiens Treubruch. Italien wird eine internationale politische Prostituierte genannt. Die nationalistischen und Offizierskreise zeigen vielfach den hiesigen Italienern ihre Verachtung für die italienische Felonie. Wie nunmehr bekannt wird, soll sich der italienische Gesandte hierüber, sowie — die Angriffe der bulgarischen Regierungsblätter beschwert
Der Unterseeboot⸗Schreck.
Chiasso, 3. Juni.„Giornale d'Italia“ meldet aus Kairo: Dem britischen Kommandanten ist die Anwesenheit von zwei feindlichen Unterseebooten im östlichen Mitfel⸗ meer gemeldet worden. General Maxwell hat sofort Maß⸗ regeln zur Verteidigung des Suez⸗Kanals getroffen. rich wer 1 3— 3 von Port Said er⸗ richtet und vor der Kanaleinfahrt werden Netze ausgespannt, um nächtlichen Ueberraschungen vorzubeugen.
Notlandung eines französischen Flugzeugs.
Amsterdam, 3. Juni. Ein französisches Flugzeng mit zwei englischen Offizieren war heute morgen wegen Motor⸗ defekts gezwungen, in der Nähe von Casand im holländischen Teile von Flandern niederzugehen. f g
Licht- Spiel- Haus
Freitag., den 4. Juni 1915, das schönste und gewaltigste Filmschauspiel aller Zeiten
io Finsternis und ihr Eigentum
Dramatisches Filmwerk in 6 Akten von 2 Stunden Spieldauer, bearbeitet nach dem berühmten Roman von Auton von Perfall.
Aufang um 5, 7 und 9 Uhr. 2 Militär ohne Charge zahlt werktags die NHaltte
Für Radfahrer!
Ein größerer Posten O extra prima Fahrradmüntel, 2 8 1, gelangt van heute ab zu sehr billigem Preise von Mk. 5.60 pro Stück zum Verkauf.— Da die meisten Gummifabriken die Fahrrad- . abrikation wegen Mangel an Robgummi eingestellt haben, sollte kein Rad⸗ jahrer sich lange bedenken und seinen Be— darf sofort decken. 020
Deutsche Fahrrad⸗ u. nähmaschinen⸗ Industrie Gießen-Inh. Anton Breuer Achtung! Achtung!
Morgen Freitag, den 4. Juni:
Ilya Araber Jean
im Garten des Hotel Felsenkeller
in Gießen: 0001 Zirka 2000 Stück ertra großer, neuer Wirsingrohl, 2 Stuck 25 Pig, seinster Sommerkopssalat, 3 Stück 20 Pigeund 1 Stück 5 1 große Gurken, Stück 3035 Pfg., owie Blumenkohl, Rhabarber, neue Zwiebeln, role en. Meerrettich, neue Möhren, Apfelsinen und Zitronen. Als großen Posten srischer Pflanzen! Pikierter' Sesleble, Lauch. Blumenkobl. Rosenkobl, Weißkobl, Rotkohl, Wirsinakobl, auch Tomaten⸗Mflauzen und dergl. mehr.
(
r neße Fit e Klein aus Köln.
Sofia, 3. Juni. Die unabhängigen und natio⸗
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