Ausgabe 
(3.6.1915) 128. Erstes Blatt
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128 Erstes Blatt Der Sleßener An. Ischeint täglich, außer onntags. Beilagen: viermal wöchentlich

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General⸗Anzeiger für Gberhessen

Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ. Buch- und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. druckerei: Schulstr. 7.

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165. Jahrgang

* N FFV n . 7 5

2 jährl. Mk. 2.20; durch

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die Post Mk. 2. viertel⸗

jährl. ausschs. Bestellg.

Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pf. Haupt-

schristleiter: Aug. Goetz.

Donnerstag, 3. Juni 1915

Bezugspreis monatl. 75 Pf., viertel-

Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.

Fzmei weitere Vorwerke von Przemysl erstürmt! Amtliche Leststellungen über die Maierfolge.

rs.) Großes Hauptquartier, 2. Juni.

(Amtlich.). Westlicher Kriegsschauplatz.

Bei Bix schoote, nordöstlich von Steenstraate, schossen wir ein englisches Flugzeug herunter. Die Insassen, ein belgischer und ein englischer Offizier, wurden gefangen genommen.

Die Zuckerfabrik westlich Souchez, in die im Laufe des gestrigen Nachmittags die Franzosen eingedrungen waren, ist von uns wieder genommen. Ein französischer, in den Abendstunden auf unsere Stellungen bei und südlich Neu⸗ ville unternommener Angriff wurde abgeschlagen. Nur ein kleines über die Struße NeubilleEcurie vorspringendes Grabenstück ist vom Feinde besetzt.

Im Priesterwalde dauert der Nahkampf um ein⸗ zelne Grabenstücke noch an.

Oestlicher Kriegsschauplatz. 5 Bei Neu hausen, 50 Klm. nordöstlich und bei Shidiki, 65 Kilometer südöstlich Libau, fanden er folgreiche Gefechte gegen kleinere russische Abteilungen statt; ebenso weiter südlich in Gegend Szawle und an der Dubissa südöstlich Kielmy, sowie zwischen Ügiany und Eiragola. Bei Szawle machten wir 500 Gefangene.

Südöstlicher Kriegsschauplatz. 1 Zwei weitere bei Dunkowiczki gelegene Rent der Festung Przemyfl sind gestern ge⸗ st ür mt. Nach dem Siege bei Stryj drangen die verbündeten Truppen gestern in Richtung Medenicc vor.

0 Im Laufe des Monats Mai sind auf dem südöstlichen Kriegsschauplatz 863 Offiziere, 2688869 Mann zu Gefangenen gemacht, 251 Geschützeund 576 Maschinengewehreerbeulet worden. Hiervon entfallen auf die dem Generalobersten v. Macken sen unterstellten verbündeten Truppen 400 Offi⸗ ziere, darunter zwei Generäle, 152 254 Mann Gefangene, 160 Geschütze, darunter 28 schwere, und 403 Maschinen⸗

Einschließlich der auf dem östlichen Kriegsschauplatz gemachten und gestern veröffentlichten Gefangenenzahlen be⸗ trägt demnach die Summe der im Monat Maß in die Hände der verbündeten Truppen gefallenen Russen etwa 1000 Offiziere und über 300 000 Mann.

Oberste Heeres leitung. ***

Jeder Tag bringt in Galizien neuen Gewinn; zwei weitere Vorwerke von Przemyfl sind in deutschen Händen, und damit ist der Nordring um diese Festung von den Deutschen und ihren Verbündeten 5 besetzt. Auch der österreichisch-ungarische Tagesbericht stellt die Sieges⸗ werke unserer Truppen fest und fügt hinzu, südlich des Dnjestrs schreite der Angriff der Verbündeten fort und die feindlichen Stellungen zwischen Stryj und Drohobycz seien am Dienstag erstürmt worden. Auf dem italienischen Kriegs schauplatze ist bisher nichts von Belang geschehen.

Die amtlichen Rückblicke auf die Erfolge des letzten Mo⸗ nats, die übereinstimmend von Deutschland und Oesterreich Ungarn vorgelegt werden, müssen in der ganzen Welt tiefste Erschütterung hervorrufen. Wir finden in derTägl. Rund⸗ schau eine Zusammenrechnung, wonach auf die Verlustliste unserer Feinde schon in den ersten zehn Kriegsmonaten

etwa 5 Millionen Mann gesetzt werden können, wenn man die Gefangenen, Toten und Verwundeten zusammennimmt. In dieser Betrachtung heißt es u. a.:

Die größten Verluste haben die Russen aufzuweisen. Ihre Millionen sind tatsächlich zusammengeschmolzen wie der Schnee in der Sonne. Erst jüngst meldete unser Generalstab, daß die erste Million russischer Gefangener durch die siegreiche Durch⸗ bruchsschlacht in Westgalizien bereits überschritten sei. Nun bedenke man, daß dieTimes bereits im Januar von den un geheuer blutigen Verlusten der Russen sprach, die schon damals auf

1 300 000 allein an Toten und Verwundeten angegeben worden waren. Es kommt nun dazu der ungeheure Verlust in der Win⸗ terschlacht in Masuren, in der die 10. Armee vernichtet wurde. Es kommen ferner hinzu die ungeheuren Verluste in den Kar- pathen, die mit Ausschluß der Gefangenen von allen neutralen und feindlichen Blättern auf mehr als 500000 Tote und Ver- wundete angegeben wurden. Ferner kommen endlich noch hinzu die ungeheuer blutigen Verluste bei der Dur bruchsschlacht im letzten Monat, die uns bekanntlich rund 150 allein an Ge- fangenen einbrachte.(Die neuesten Berichte beziffern diese Ver⸗ lluste auf 268 869 Mann!) Die Verluste der Russen an Toten und Verwundeten können dementsprechend berechnet werden, zu mal wir wissen, die Armee Radko Vimitriews vollkommen auf⸗ gerieben wurde. Man wird wohl eher zu wenig als zu viel sagen, wenn man die Gesamtverluste der Russen an Gefangenen, Toten und Verwundeten auf mehrals 3 Millionen berechnet. Es kommt hinzu, daß bei der schlechten ärztlichen Versorgung des rrussischen Heeres nur ein geringer Teil der Verwundeten wieder felddienstfähig wird.

Das französische Heer, das auch bereits gegen 300 000 in unsere Gefangenenlager abgegeben hat, hat auch ganz N Verluste an Toten und Verwundeten aufzuweisen. Wir wollen gar nicht soweit gehen wie die italienische ZeitungCor riere della Sera, die wegen ihrer Deutschenfeindlichleit berüchtigt ist und gewiß nicht gern etwas Ungünstiges über das französische Heer bringt. Nach diesem Blatt ist bereits me hr als die Hälfte des zösischen Heeres durch Tote und Schwerver⸗ wundete außer Gefecht gesetzt. Die Tatsache, daß die französische immer noch keine Verlustlisten herausgibt, gibt aller⸗

dings zu denken. Trotzdem aber wollen wir die niedrigste Zahl annehmen, die von derDaily, Mail genannt wurde, und nach der das französische Heer b sher an Gefangenen, Toten und Verwundeten 1 600 000 Mann eingebüßt hat. Der Rest kommt auf Engländer und Belgier, zumal die Engländer in den letzten Wochen vor den Dardanellen schwer geblutet haben. Die Zahl von 5 Millionen ist nach allen diesen Angaben, die von feindlicher Seite stammt, eher z niedrig als zu hoch gegriffen.

Auch in dieser Tatsache liegt, so schließt dieTägl. Rösch., für uns eine Gewähr dafür, daß durch den Hinzu tritt des neuen Feindes Italien der Sieg uns nicht entrissen werden wird, und daß wir auch diesen Feind die Schärse unseres Schwertes werden fühlen lassen können.

Wien, 2. Juni,(DB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart, 2. Juni 1915, mi

ttags: Auf dem russischen

Kriegsschauplatz wiederholte der Feind seine starken An⸗ griffe auf die östlich des San stehenden verbündeten Trup⸗ pen. Unter neuen schweren Verlusten wurden die verzweifel⸗ ten Angriffe des Gegners durchweg abgewi esen. An der Nordfront der Festung Przemysi wurden zwei weitere Werke erstürmt und das bisher ge⸗ wonnene Terrain behauptet. Südlich des Dujestr schreitet unser Angriff erfolgreich fort. Die feindlichen Stellungen zwischen Stryj und Drohobyez wurden esternerstürmt. Starke russische Kräfte, die in Südoft lizien in der Gegend von Solotwina zum Angriff auf un sere dortigen Stellungen vorgingen, erlitten große Verluste und zogen sich stellenweise

fluchtartig zurück.* In den Schlachten des M apend berkommando kämpfenden e un Ben e eingebracht:

unter österreichisch-ungarische derdundeten Armeen an Gefa

25 863 Offiziere, 268 869 Mann, 251 leichte und schwere Ge⸗ d

schütze, 576 Maschinengewehre und 189 Munitionswagen; hinzu kommt sonstiges zahlreiches Kriegsmaterial, das 3. B. bei einer der Karpathenarmeen allein an 8500 Schuß Ar⸗ tillerienlunition, Millionen Infanteriepatronen, 32 000 deln Repetiergewehre und 21000 russische blanke Waffen eträgt..

Auf dem italienischen Kriegsschauplatz rel alle bisherigen Unternehmungen des Feindes ohne

rfolg.

Die mit großem Aufwand an schwerer Geschützmunition verbundene Beschießung des Plateaus von Lavarone Folgaria und einzelner Kärntner Sperren vermochte un seren Werken keinen nennenswerten Schaden zuzufügen.

Ansonsten fanden weder an der Tiroler noch an der Kärntner Grenze große Kämpfe statt.

Im Küstenlande wurden Angriffe des Feindes auf den Krn⸗Rücken unter schweren Verlusten der Italiener ab gewiesen.

Das durch ein Communiqus des italienischen Marine stabs veröffentlichte Resultat des Bombardements von Pola durch ein italienisches Luftschiff trifft nicht zu. Vier Bomben explodierten allerdings, doch ist der Materialschaden minimal; ein Brand ist nirgends ausgebrochen. Die bei der Beschießung von Monfalcone verursachten Schäden redu zieren sich auf die leichte Verletzung einer Zivilperson durch Steinsplitter.

Der Stellvertreter des Chefs des Weneralstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

Berlin, 3. Juni. Ueber die Lage auf-dem italienischen Kriegsschauplatz heißt es lautDeutscher Tageszeitung in einem Bericht aus dem Kriegspressequartier: Die Kämpfe auf dem italienischen Kriegsschauplatz beginnen allmählich einen größeren Umfang anzunehmen. Unsere Truppen halten sich in stark be⸗ festigten Stellungen in der Defensive, gegen welche die Italiener vergeblich anrennen, wobei sie große Verluste erleiden. Die Ita⸗ liener zeigen sich schneidig im Ansturm, fliehen jedoch bei den ersten größeren Verlusten panikartig.

Zur Einnahme von Stryj.

Berlin, 3. Juni. Ueber die Bedeutung der Einnahme von Stryj und die Wiedereroberung des galizischen Pe⸗ troleumgebiets meldet der Kriegsberichterstatter Adelt im Berliner Tageblatt: Während sich die Armeegruppe des Grafen Bothmer mit Feldmarschalleutnant Hoffmann den Zugang zur Stadt Stryj und damit zu den beiden Bahnlinien nach Lemberg erkämpfte, hat die Armregruppe Szurmay nunmehr das ganze Petroleumgebiet in seine Gewalt gebracht. Dieses Gebiet, die reichste Naphtazentrale Europas, das bis zum Kriegsausbruch jähr⸗ lich 15 Millionen Meterzentner Erdöl im Werte von 50 Millionen Kronen lieferte, blieb unter der russischen Herrschaft im großen und ganzen unbeschädigt, sowohl, weil daran französisches und belgisches Kapital sehr stark beteiligt war, als auch, weil die russische Heeresverwaltung sich die Produktion an Leuchtöl, Ben⸗ zin und Schmieröl für ihre Zwecke nutzbar machen wollte. Erst als der Ausgang der großen Maischlacht auch an der Karpathen front fühlbar wurde, setzten die Russen die Quellen, soviel sie in der Eile des Rückzuges erreichen konnten, in Brand, wobei sie auch das Eigentum ihrer englischen und französischen Bundes-

genossen nicht schonten. Von 3000 Bohrtürmen brannten sie 200 nieder. Sie stiegen sogar in die Tiefe der Schächte und entzündeten die Naphthaquellen. Die violett-schwarzen Rauchsäulen des bren⸗ nenden Naphthas stehen, von rotgoldenen Feuergarben durchschos⸗ sen, noch heute in der frühlingsblauen Luft. Die Ungarn und die deutschen Soldaten machten sich sogleich daran, die Brände der Naphthaquellen zu ersticken, die sonst monatelang währen können. Die Menge des vernichteten Rohöls wird auf 80 000 Tonnen ge⸗

schätzt. 1 Der russische Bericht.

Petersburg, 2. Juni.(WTB. Nichtamtlich) Bericht des russischen Generalstabes. In der Gegend von Szawle keine we⸗ sentlichen Veränderungen. Westlich von der Ortschaft Kurtoviany dauert der Kampf auf der Front Travlianz⸗Gailis ki fort. Wir nahmen am 31. Mai nach einem Bajonettkampf das letzt⸗ genannte, stark befestigte Dorf, welches die Deutschen hartnäckig verteidigten. Auf dem linken Weichselufer entwickelte der Feind in der Nacht zum 31. Mu ein sehr heftiges Artilleriefeuer auf der

ganzen Front nördlich der Pilic a. Gegen 4 Uhr morgens ließ

der Feind dicke Rauchwolken sich entwickeln und machte starken Gebrauch von giftigen Gasen. Er griff mit erheblichen Kräften unsere Stellungen an der Bzura bei Witkovice, Brohow, So⸗ chaczew und Kolzow an, wobei er eine besandere Hartnäckigkeit an der unteren Rawka in einem Abschnitt entwickelte, der von den Dörfern Hizerka und Volia⸗Szidlowska begrenzt wird. Ob⸗ wohl der Gegner eine ungeheure Menge von giftigem Gas ver⸗ schwendete, dessen Geruch bis 30 Werst hinter unserer Front wahr⸗ genommen wurde, wurden alle Angriffe des Feindes zurück⸗ geschlagen. f l In Galizien griff der Feind nach mehrtägigen Vorberei⸗ tungen und heftigem Artilleriefeuer am 30. Mai in einer Reihe von Vorstößen unsere Front im Westen und Nordwesten von Przemysl in dem Raume zwischen den Forts Nr. 7 und Nr. 11 an. Im 7 7 0 der Nacht zum 31. Mai gelang es dem Feind, auf 200 Schritt und sogar einen Einbruch in das heftiger Kampf stattfand, welcher auerte und wobei

Fort Nr. 7 zu machen, wo

der Feind mit ungeheuren Verlusten zurückge⸗ lagen wurde. Die Reste des am Einbruch in das Fort Nr. 7 beteiligten Feindes, die sich auf 23 Offtziere und 600 Soldaten bezifferten, wurden gefangen genommen. An der Front jenseits des Dyujestr warf der Feind hauptsächlich deutsche Reserven in den Kampf in unmittelbarer Nähe von Stryj. Das Resultat ist bis jetzt noch nicht bekannt. Am Ufer der Swica gelang es unseren Truppen, die dort erreichten Erfolge weiter auszubauen! Die Zahl der Gefangenen, welche daselbst während der Beförde⸗ rung nach rückwärts vom 28. bis 30. Mai gezählt wurden, be⸗ ziffert sich auf 10 422 Soldaten und 238 Offiziere.

Aus Italien.

Der italienische Bericht.

Rom, 2. Juni.(WTB. Nichtamtlich!) Das Große Haupt⸗ guartier meldet unter dem 1. Juni: An der Grenze von Kärnten westlich des Monte⸗Eroce-Passes waren am 30. Mai Kämpfe, welche zu einem völligen Mißerfolge des Fein⸗ des führten, der 30 Tote und zahlreiche Verletzte vor unseren Linien ließ. Am 31. Mai waren an der ganzen Grenze nur kleine, durch den Marschplan unserer. Vortruppen bedingte Kämpfe. Das schlechte Wetter dauert fort und verurfacht ernste Unannehmlichkei⸗ ten, aber es hat nicht den geringsten Einfluß auf den Gesund⸗ heitszustand oder die Stimmung unserer Truppen. Die Eisenbahn⸗ Direktion in Ancona teilt mit, daß die am 24. Mai an der Eisen⸗ bahnbrücke über die Marechina bei Rimini angerichteten Schäden nicht von feindlichen Schiffen, sondern von einem österreichisch⸗ ungarischen Lenkluftschiff verursacht worden sind, das sehr sichtbar den Namen der Stadt Ferrara und die italienische Flagge trug.

g 2 5. Cadorng Rom, 2. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung derAgen⸗ zia Stefani. Der Admiralstabschef teilt mit: Gestern

(Dienstag) kreuzte unsere Flotte den ganzen Tag über in der Nähe

des dalmatinischen Archipels, aber aus den bisher eingelaufenen

Meldungen geht nicht hervor, daß der Feind sich hätte sehen lassen. *

Berlin, 3. Juni. Die Angst, daß durch Bekannt⸗ werden von Unglücksbotschaften ein Um sch wung in dem künstlich gesteigerten Enthusiasmus eintreten könnte und die Furcht vor der Wirklichkeit wird, wie derBerl. Lokalanz. meldet, in Italien immer größer.

Berlin, 3. Juni. Eine durchaus vertrauenswürdige Persönlichkeit, die seit Kriegsausbruch im französisch-italie⸗ nischen Kriegsgebiet beschäftigt war, erklärt lautVoss. Ztg., daß bereits in den ersten Augusttagen des Vorjahres die italienischen Geschütze und Munitions- vorräte aus den Befestigungen im Westen nach der Ostgrenze geschafft wurden.

Berlin, 3. Juni. Wie verschiedene Morgenblätter aus Rom melden, wird sich dort ein Homitee zur öffent- lichen Ueberwachung der dort noch weilenden Deut schen und Oesterreicher bilden. Es sollen sich laut Berl. Lokalanz. noch etwa 2000 Deutsche und Oesterreicher dort befinden. Die Hetze gegen Deutsche und Oesterreicher nimmt immer mehr zu.

Basel, 1. Juni.(WT. Nichtamtlich.) Eine Meldung des Basler Anzeiger aus Chiasso bestätigt die Gerüchte über einen Aufruhr der Soldaten in Mailand. In der Meldung heißt es: Als am Pfingstmontag Truppen verladen werden sollten,

weigerte sich ein Infanterieregiment, in die Wagen zu steigen. Die Soldaten widersetzten sich den Befehlen der Offiziere unter den

sich einigen der angegriffenen Abschnitte zu nähern 4 bis zum 31. Mat nachmittaas