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tige Stellung auf dem Spessagipfel bei Giore und auf dem Asia⸗ goda-Plateau zerstörte unsere Artillerie das Panzerfort Luserna, welches die weiße Flagge hißte. Als das österreichische Fort Bel⸗ vedere, welches weiter rückwärts liegt, dieses sah, richtete es sofort sein Feuer gegen das Fort Luserna. Die moderne Feldbefestigung auf dem Gipfel Vezena ist durch unsere Artillerie ebenfalls völlig zerstört und von unserer Infanterie besetzt worden. Diese rückte sofort bis zu dem tiefer gelegenen Dorfe Vezena vor, welches schleunigst von den Oesterreichern geräumt wurde. Unsere Verluste 6 sind leicht. Im Cadore besetzten wir den Tre⸗Croci⸗Paß, Cor⸗ tina d'Ampezzo, sowie das ganze Tal um diese Ortschaft. An der Grenze von Friaul hatten die Oesterreicher schon seit langem 5 die Bewaffnung ihrer den Flußübergang beherrschenden Stellungen auf dem linken Ufer des Isonzo durch zahlreiche Geschütze mitt⸗ leren Kalibers verstärkt und halten außerdem mit starken Kräften einige Punkte auf dem rechten Ufer, um die Stadt Görz zu 5 decken. Starke Regenfälle brachten die Flüsse zum Steigen. Trotz⸗ dem rücken unsere Truppen fortgesetzt kräftig und in bester Stim⸗ mung vor. Cadorna. . d'Annunzio zum Leutnant ernannt.
4 Rom, 31. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Mel⸗ 1 dung der„Tribuna“ wurde d' Annunzio zum Leutnant 5 im Gefolge des Generalstabschefs Cadorna ernannt. Ge— 5 neral Spingardi, der Kommandant des Mailänder Armeelorps, früher Kriegsminister unter Giolitti, wurde zur Disposition gestellt. Der Präfekt und Polizeipräsident 1 von Mailand wurden strafweise ihrer Stellungen enthoben. . Der Grund der Maßnahmen ist in den Ausschreitungen der Mailänder Volksmenge zu suchen.
Lugano, 31. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Dem Vorbilde d' Annuncios, den Kriegshelden zu spielen, ohne Gefahren zu be⸗ stehen, wollen nach einer Zeitungsmeldung etwa 200 000 Italiener folgen, welche dem Krieg min nerium ihre Dienste als Schreiber, Boten, Köche, Bäcker, Elektriker, Krankenpfleger und dergleichen angeboten haben.
Ein Flottenbesehl des Herzogs der Abruzzen. 1 Rom, 31. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Corriere digtalia“ meldet: Der Herzog der Abruzzen veröffent⸗ licht folgenden Flottenbefehl: Die innere Vorberei⸗ tung und die in Jedem wurzelnde Opferfreudigkeit bilden die sichere Bürgschaft, daß die Flotte mit Gottes Hilfe sich ihrer schweren Aufgabe gewachsen zeigen wird. Italien und die verbündeten Nationen blicken vertrauend und erwar- tungsvoll auf die italienische Flotte. Voller Vertrauen auf die Zukunft, im Hinblick auf das Beispiel der Väter,. drungen von dem Gedanken an ein freies und einiges Groß⸗ Italien und im Bewußtsein des guten Rechtes und unserer Sache ergreifen wir die Waffen, um die Wünsche der Vor⸗ fahren zu verwirklichen, nämlich den Ruhm und die Größe . Italiens. Es lebe der König!
N Giolittis Abreise aus Nom.
Berlin, I. Juni. Der„Kreuzzeitung“ zufolge kommt aus politischen Kreisen der Schweiz, die mit Giolitti in Verbindung stehen, die Meldung, daß Giolitti vor der ent⸗ scheidenden Kammersitzung Rom verlassen mußte, um
sein Leben zu retten. Die Untersuchung sei noch im 3 Gange; sie werde aber sicherlich ergeben, daß Giolitti wie seinerzeit Jaurès in Paris ermordet worden wäre, wenn er
länger in Rom geblieben wäre. Das gegen ihn zweifellos ge— plante Attentat sei nur durch seine schleunige Abreise ver— 19 hindert worden.
Maßregelungen in Mailand.
. Rom(über Lugano), 31. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) fert Nachfolger des seines Amtes entsetzten Prä⸗ fekten von Mailand, Senators Panizzardi, wurde der Senator Cassis vom Ministerrat zum Zivilkommissar der Provinz Mailand ernannt. Zum Nachfolger des gleich— falls seines Amtes entsetzten Polizeidirektors Cosentino ist n Ferrari ernannt worden. Nachfolger des zur Disposition gestellten kom⸗ mandierenden Generals des 3. Armeekorps, Spin⸗ gardi, wurde Generalleutnant Sapalli.— Eine Note erklärt, der Ministerrat habe die Veränderungen eintreten lassen, weil die Behörden die Ausschreitungen in den letzten Tagen gegen das Eigentum der Ausländer in Mailand nicht verhindert hätten. Es werde eine Untersuchung eingeleitet werden, um die Verantwortlichkeit der bisherigen Beamten festzustellen, welche der Generalinspektor des Ministeriums des Innern, Bardessano, leiten werde. 5 Berlin, 1. Juni. Wie der„Avanti“ mitteilt, meldeten sich bereits 300 Einwohner Mailands bei der Polizei, um die Plünderung ihrer Wohnungen anzuzeigen. Da jetzt kaum noch deutsche und österreichisch-ungarische Staatsbürger in Mai⸗ land weilen und daher auch nicht die Zerstörung ihrer Wohnungen 40 anzeigen können, so handele es sich offenbar um die Plünderung schweizerischen oder italienischen Eigentums. 5**
Die Stadt des Todes.
5 Berlin, 1. Juni. Ppern soll, wie verschiedene Mor⸗ genblätter melden, in den letzten vier Tagen mit 20 000
Bomben belegt worden sein. Kein Haus sei unversehrt ge— blieben. 5 Eine Zusammenkunft in Calais. 3 Berlin, 1. Juni. Unter Vorbehalt ist die Meldung ver⸗ schiedener Morgenblätter aus dem Haag zu buchen, daß der König von Italien in Calais erwartet werde, wo auch der König von England und Präsident Poincaré eintreffen
sollen. 5 Aus Belgien. 5 Brüssel, 1. Juni.(WTB. Nichtamtlich.) Die belgische Re⸗ gierung in Le Havre hat ihre Vertretungen im Auslande an⸗ gewiesen, Belgiern keine Pässe mehr nach Holland und der Schweiz auszustellen, um ihnen die Heimkehr nach der Heimat unmöglich zu machen. Sie warnt dabei in einer nicht mißzuverstehenden Weise vor Gefahren, die den Belgiern drohen, welche die Deut⸗ schen als wehrfähig betrachten. Der Generalgouverneur hait bei frͤstheren Anlässen zweifelsfrei kundgetan, daß kein Belgier, der sicch den deutschen Verordnungen fügt, etwas für seine persönliche Freiheit zu befürchten hat. Die auferlegte Meldepflicht für Staats⸗ angehörige des belgischen Heeres bezweckt lediglich eine Kontrolle. Eine Einstellung von Belgiern in das deutsche Heer kann gar nicht in Frage kommen. Das deutsche Heer ist ein Volksheer, in ihm haben Fremde keinen Platz.
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Die Kämpfe an den Dardanellen.
Ein französisches Torpedoboot gescheitert.
Konstantinopel, 31. Mai,(WTB. Nichtamtlich.) Gestern scheitertt ein französisches Torpedo⸗ boot, das an der Küste des Wilajets Smyrna vor dem
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Zwei französische Hilfskreuzer gesunten. Athen, 31. Mai.(Ctr. Bln.) Die beiden Schiffe der ver⸗ bündeten Flotte, deren Untergang aus Mytilene kürzlich gemeldet wurde, sind französische Hilfskreuzer. Sie liefen auf Minen und sanken sofort. Von der Besatzung konnte niemand gerettet werden.(D. T.)
Die Genesung des Königs der Helenen.
Berlin, 1. Juni. Aus Athen wird Londoner Blättern laut„Voss. Ztg.“ gemeldet, daß der König von Grie— chenland außer Gefahr sei. Die Professoren Kraus aus Berlin und Eiselsberger aus Wien erklärten eine zweite Operation für unnötig. Die ursprünglich geplante Heraus- nahme einer Rippe wurde von ihnen für nicht notwendig gehalten. Falls keine unvorhergesehenen Komplikationen ein⸗ treten, glaubt man, daß sich der König in vier bis fünf Tagen bereits auf dem Wege der Genesung befinden wird. In der Hauptstadt herrscht die größte Freude über die guten Nachrichten von dem Krankenlager des Königs.
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Der Seelrieg.
London, 31. Mai.(WT Nichtamtlich.) Reutermeldung. Der Dampfer„Ping Suey von der China Mutual Steam Na⸗ vigation Company, mit einer wertvollen Ladung auf der Heim⸗ reise von Batavia ist im Kanal zweimal von U-Booten verfolgt und mit Granaten beschossen worden. Er vermochte jedoch Ply⸗ mouth wohlbehalten zu erreichen. Ein Mann der Besatzung ist verwundet worden.— Der Dampfer„Tullochmoor“ von 3520 Tonnen ist am 28. Mai auf der Höhe von Quessant tor⸗ pediert undversenkt worden. Die Besatzung wurde in Barry gelandet.— Das französische Schiff„Dixi“, Quessant auf der Fahrt nach Breste passierend, hatte die Besatzung des englischen Dampfers„Glenlec“ an Bord, der auf der Fahrt von Cardiff nach Aden durch ein deutsches U-Boot versenkt worden ist.
Die Angst vor Luftangriffen in London.
Berlin, 31. Mai.(WDB. 5 2 Der„Berl. Lokalanz.“ meldet aus Zürich: In London haben die Po- lizeiposten eine Anzahl von Masken zum Schutz gegen erstickende Gase erhalten, da man vermutet, daß die Deutschen bei einem Fluge über London Bomben mit erstickenden Gasen zur Anwendung bringen.
Aus Schweden.
Stockholm, 31. Mai.(WTB. Nichtamtlich.)„Svenska Dagbladet“ weist in einem scharfen Leitartikel auf die wach⸗ senden Schwierigkeiten hin, die England dem schwe⸗ dischen Seehandel bereite und erklärt, es sei notwendig, daß die schwedische Regierung cnergische Vorstellungen in England erhebe. Es genüge absolut nicht, prinzipielle Protestnoten zu überreichen. Die unbefugten Eingriffe in den schwedischen Seehandel müßten einen solchen Widerstand finden, daß es klar würde, daß Schweden sich nicht als Spielball reiner Willkür behandeln lasfe. Stockholm, 31. Mai.(WTB. Nichtamtlich.)„Dagen“ ist das einzige Blatt, das die Reichskanzlerrede kommen⸗ tiert. Es sagt heute: In einer stolzeren und Hareren Sprache kann kaum geschildert werden, was eine große Nation unter Sicher⸗ heit versteht. Man muß blind von Groll sein, um nicht Bewunde⸗ rung, Sympathie und Achtung für das deutsche Volk zu haben. In von philosophischer Kraft getragenen Worten verdolmetscht der deutsche Reichskanzler seines Volkes Gefühle gegenüber dem neuen Feind, Italien..
Aus dem Reiche.
Die Aufrufung des Landsturms.
Berlin, 31. Mai.(WWB Nichtamtlich.) Eine Sonder- ausgabe des„Reichsanzeigers“ veröffentlicht eine kaiser⸗ liche Verordnung, betreffend Aufruf des Landsturms vom 28. Mai 1915, wonach sämtliche Angehörige des Landsturms 1. Aufgebots, soweit sie nicht schon durch die Verordnungen vom 1. August und 15. August 1914 aufgerufen sind, auf⸗ erufen werden. Die Anmeldung der Aufgerufenen zur n hat nach näherer Anordnung des Reichs⸗ kanzlers zu erfolgen. Diese Verordnung findet auf die K 1 bayerischen Gebietsteile keine Anwendung. Sie tritt — dem Tage der Verkündung in Kraft.— Auf Grund dieser 3 wird durch eine Bekanntmachung des Stellvertreters des Reichskanzlers zur Kenntnis gebracht, daß die im* 41 sich cufbeltenden Aufgerufenen sich, soweit noch nicht geschehen, bei der Ortsbehörde ihres Auf- enthaltsortes in der Zeit vom 8. Juni bis einschließlich 10. Juni 1915 zur Landsturmrolle anzumelden haben, und daß die Aufgerufenen, die sich im Auslande aufhalten, sich, soweit möglich und noch nicht geschehen, alsbald schrift⸗ lich oder mündlich bei den deutschen Auslandvertretungen zur Eintragung in besondere, von diesen zu führende Alten zu melden haben. 77 4
Berlin 1. Juni. Wie der„Vorwärts“ schreibt, be⸗ absichtigt das Staatsministerium den preußischen Landtag nach Erledigung seiner heute in Angriff zu nehmenden Auf⸗ gaben nicht wieder zu vertagen, sondern die Session zu 5.— Das Blatt meint, ein sachlicher Grund hierfür liege nicht vor. 0
Aus Stadt und Land. Gießen, 1. Juni 1915. Volks ernährung und Saatenschutz.
Man bittet uns, folgende beherzigenswerte Mah⸗ nung zu veröffentlichen: Heilig sei uns das Feld und seine junge. Je reicher die neue Ernte wird, je mehr Segen uns tter Erde aus ihrem Schoße spendet, desto sicherer wird uns der Sieg. Voll Dankbarkeit und Freude sehen wir aus der gestreuten Saat die Halme sprießen. Sie tragen schon die Aehren, die uns im kommenden Winter Brot geben. Tragen sie nicht volle Aehren, kommt der Hunger. Heilig seiuns darum jeder dieser klei⸗ nen Halme. Das Großstadtkind weiß oft wenig von des Landmanns Arbeit und Sorge. Ohne Achtung und Ahnung tritt es den Halm nieder, rauft es di aus. Jetzt aber sind lm und Aehren heiliger denn je. Darum ihr Eltern, Lehrer und die ihr sonst berufen seid, andere zu führen und zu fördern: Lehret sie alle die Heilig⸗ keit des Feldes und seiner Frucht. Es gilt jeden, auch noch so kleinen Helm zu schonen. Jeder wirke zum Schutze 8 Wer auch nur einen Halm zertritt, hilft dem Feind.
er auch nur eine Aehre rauft, ist unserer Feinde Bundes⸗
genosse. Wir schwuren zusammen mit unseren Helden, die
den Feind 3 42 Wir alle wollen Hüter sein. Seien wir daher vor allem Hüter unseres heiligen Gutes, des Feldes und seiner Frucht.
Unter dem gleichen Gesichtspunkte dürfte ein Miß
Hafen Kuschdasst Beobachtungen anstellte, in der Nähe des Kaps Jilandschi.
stand zu betrachten 4 5 zu verurteilen sein, nämlich das Ausschneidender Kornäckergrenzen, auf das ein Leser wie solgt aufmerksam macht: In einzelnen Gemeinden.
der
3
des Kreises Gießen, vielleicht auch sonstwo, kann
jetzt die Beobachtung machen, daß aus Bequemlichkeitsg ri den bei der Ernte und altem Herkommen eber die Fur⸗ chen zwischen den Kornäckern verschiedener Besitzer jetzt ausgeschnitten werden. Alle Roggenhalme mit den jetzt zur Blüte kommenden Aehren werden oft bis zu einer Breite von einem halben Meter an den Furchen rund um den Acker beseitigt und zu Viehfütterungszwecken benutzt. Wieviel Körnerertrag wird doch auf diese Weise der all⸗ gemeinen Volksernährung in dieser Kriegszeit entzogen! In einzelnen Gemeinden hat die Ortsbehörde bereits das Aus⸗
schneiden verboten. 25
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Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.)
Musketier Karl Seewald aus Worms.— Karl Ernst Baumann aus Herborn.— Gefreiter Emil Gebüsch aus Wiesbaden.— Oberfeuerwerksmaat Paul Vollmann und Einj. Garde-Grenadier Robert Vollmann aus Wiesbaden.— Ers.⸗ Res. Paul Lynen, Res.⸗Inf.⸗Regt. 118, aus Darmstadt.—
aus Marburg.— Musk. Nr.
. ö. Erlatz⸗ Reservist Karl Wolf aus Wißmar.— Garde⸗Füsilier
* Die Stadtverordneten ⸗Versammlung wird am Mittwoch, den 2. Juni, nachmittags 4 Uhr, zu⸗ sammentreten und über folgende Punkte beraten: 1. Mittei⸗ lungen. 2. Baugesuch Peter Gerber für Schützenstraße. 3. Baugesuch Wilhelm Horn für Kreuzplatz; hier: Ein⸗ friedigung nach der Rittergasse 7 4. Anlage von Keller⸗ fenstern am Neubau von Hotel Einhorn. 5. Gesuch des Th. Bäulke um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetriebe im Haus Schiffenberger Weg 58. 6. Desgleichen der Kath. Deibel Ehefrau um Erlaubnis zum Gast⸗ und Schankwirt⸗ schaftsbetriebe im Haus Walltorstraße 28„Zum Schwa⸗ nen“. 7. Desgleichen des Johs. Lapp zum Schankwirt⸗ schaftsbetriebe im Haus Schloßgasse 9„Stadt München“.
8. Desgleichen der Frau Selma Spuck für Wagengasse 9 „Zum Postkeller“.
** Rechtsanwalt Schneider, der seit Februar im Osten kämpft, wurde im März zum Leutnant befördert und erhielt jetzt das Eiserne Kreuz 2. Klasse und die Hessi⸗ sche Tapferkeitsmedaille. 5
* Verwundet und nicht aufgefunden. Das
ausamste Schicksal, das unsere Lieben im Felde treffen ann, ist wohl, verwundet und nicht aufgefunden zu werden. Wenn Dämmerung und Nebel das Schlachtfeld decken, 55 1 beginnt die Not, der unerträgliche Jammer der vielen, vielen Verwundeten, die sich mit letzter Kraft vor dem mörderischen Feuer in einem Graben, in dichter Hecke in Sicherheit brachten und die trotz aller Umsicht, allen Eifers von den Sanitätskolonnen nicht gefunden wurden. Der Mensch selbst kann da, so wird uns geschrieben, wenig mehr tun, aber er hat von altersher einen Freund, dem jetzt die bewunderungswürdige Rolle zufällt, die Verwundeten auf⸗ 6 52 de und ihr Versteck seinem Führer zu eigen, Das ist der Hund, der Sanitätshund, der mit lugt eren Instinkt und einer hohen Intelligenz seine Pflicht erfüllt und der in diesem Kriege bereits vielen braven Streitern das Leben gerettet hat, die sonst nicht aufgefunden, an ihren Verletzungen elend zugrunde debengen wären! Eng sind die Grenzen, die uns Daheimgebliebenen erlauben, an dem Ge⸗ lingen der herrlichen Tat da draußen, für die unsere Hel⸗ den ihr Blut einsetzen, von ferne mitzuhelsen! Darum heißt es, jede Gelegenheit, die solche Hilfe gestattet, restlos aus⸗ nützen in Hinsicht auf die nie abzutragende Schuld unseren Kriegern gegenüber. Und wieder einmal bietet sich Gelegen heit: Der„Deutsche Verein für Sanitätshunde“ unter 1 Protektorat des Großherzogs von Oldenburg, plant für die nächsten Tage und Wochen einen Haus verkauf seiner Wohlfahrtskarten mit den besten und neuesten Bild⸗ nissen unseres Hindenburg und seines getreuen Helfers Ludendorff. Das Ministerium des Innern für Hessen⸗Darm⸗ stadt hat in dankenswerter Weise unter dem 1915 die Erlaubnis für ganz Hessen-⸗Darmstadt erteilt. Der Ertrag fließt dem Verein zu und ist bestimmt, neue Sanitäts⸗ hundeführer mit ihren treuen Tieren auszurüsten und die⸗ jenigen, die bereits seit Mongten draußen ihrer schweren Pflicht nachgehen, ständig für ihren segensreichen Dienst be⸗ reitzuhalten. Niemand weise die Damen, die den Verkauf ausüben, zurück! Sagt nicht, Ihr hättet schon ge⸗ holfen. Die da draußen sagen auch nicht: wir haben schon gekämpft! Sie kämpfen weiter und gehen immer wieder für Euch in die Schlacht! Bedenkt, daß es vielleicht gerade einer Eurer Lieben ist, dem Ihr damit unbewußt helft, ihn Euch zurückgewinnt für die kommende herrliche Friedenszeit, ihn, der übersehen von den Sani⸗ tätslolonnen, sich hilflos in qualvollen Schmerzen schon verloren glaubt und durch eines Hundes Spülrsinn gerettet wird.
** Aufbewahrung von gepökelten oder geräu⸗ cherten Fleischdauerwaren. Die Au von ge⸗
Aehren] pökelten oder geräucherten Fleischdauerwaren für längere Zeit
bietet dort, wo die ten luftigen und trockenen Piume pier⸗
5 u⸗ n verschieden dern. Feuchtig⸗ ren
sen zu schützen, sind
Eintauchen in schmelzbare Massen, die innerhalb* e int in elzbare en, die inne rzer
sharren lund die Wart von per Luft vollsahndig abschließen. Wenige
betannt dürften zwei einfache und billige, vom gesundheitli
*
Standpunkte völlig unbedenkliche Verfahren sein, mit besonbers in Belgien seit Ae gute Erfahrt 9 Diese beiden Verfahren bestehen in der


