Festakte zum beredten Ausdruck kam
de dee f en bald wieder als geheilt zur Garnison 9 8 5
Aus dem Kreise Schotten, 27. Mai. sammlungen in den einzelnen Gemeinden flossen dem Kreis⸗ komitee des Roten Kreuzes in Schotten folgende Beträge u: Burkhards 265 Mk., Betzenrod 84,20 Mk., Eichelsachsen 291 5 Eschenrod und Wingertshausen 255 Mk., Freienseen 196 Mk., Feldkrücken 70 Mk, Gedern 520 Mk., Schotten selbst 1000 Mk., Unter- und Ober⸗Seibertenrod 230,50 Mk., Ulfa 184 Mk., Meiches 60 Mk., Mittel- und Ober⸗Seemen 81,60 Mk.
Aus dem Oberwald, 26. Mai Nun haben endlich die Holzversteigerungen in den staatlichen Wäldern ihr Ende genommen. Durchschnittlich hat in diesem Jahre das ver⸗
Durch Geld⸗
— e Holz 25 1 15 2 als in den Vorjahren. g man auch damit, das Holz heimzufahren; be⸗ ict durch die trockene Witterung können die eu, die oft 4. S zu fahren haben, große Mengen auf den Wagen
laden. Ungeheure Mengen Holz werden nach den nächsten stationen befördert, wo sie verladen werden. 1
Aus dem oberen Vogelsber„ 28. Mai. Die lang anhaltende trockene Witlerung——5 sich schon auf un⸗ seren Bergen nachteilig bemerkbar. Die mageren Bergwiesen ha⸗ ben noch schlechten Graswuchs, und sollte es nicht bald einen alles erfrischenden Regen geben, so wird ein weiteres Wachstum unter⸗ r Saaten in Gärten und im Felde dagegen
Bahn⸗
Kreis Friedberg.
. h; Friedberg, 27. Mai. Seit Wochen werden hier durch eine Person Hunde in geheimnisvoller Weife angelockt und ver⸗ giftet. Auf die Ermittelung des Täters wurde nunmehr eine hohe Belohnung vom„Verein der Hundefreunde Wetterau“ ausgesetzt. r. Bad-Nauheim, 286. Mai. In der heutigen Stadt- verordneten⸗Bersammlung wurde folgendes verhandelt: Die Boranschläge für das städtische Gaswerk auf das Jahr 1915 134 Mk.), das Elektrizitätswerk(94 700 Mk.), das Wasserwerk 61 600 pt.) und das Krankenhaus(38 000 Mk.) wurden genehmigt. Der sehr vorsichtig aufgestellte Voranschlag der Stadt, der in den letzten Jahren mit weit über einer Million Mark eingestellt war, schließt in diesem Jahre mit 876 700 Mk. ab. Die Gemeinden steuer, die in 1914 mit 416 000 Mt. vorgesehen war, erscheint in diesem Jahre mit 389000 Mk. im Voranschlag. Trotz des Steueraussalles von über 30 000 Mk. soll keine Erhöhung der Um— lagen erfolgen, und es bleibt der Satz von 123,6 dee Dieses Resultat war nur dadurch zu erreichen, daß von weitgehender Schuldentilgung bei den angeführten städtischen Werken, auf die in guten Jahren sehr stark abgeschrieben wurde, abgesehen worden ist. Im übrigen sind alle städtischen Ausgaben für Schulen, Polizei, Gesundheitspflege und ähnliches in alter Höhe eingesetzt.
j 9 die—* und der Park boten ein leb⸗
ößert zahlreich einl!
Starkenburg und Rheinhessen. 5
m. Offenbach a. M., 27. Mai. Sein goldenes Leh⸗ rer jubiläum feierte heute Hauptlehrer Valentin Nikolai von der städtischen Mädchenschule an der Bleichstraße. Den größ⸗ ten Teil seiner Lehrtätigkeit hat der Jubilar in Offenbach aus⸗ re und sich hier— auch als langjähriger Dirigent des katho⸗ e„Cäcilia“ und als Organist an St. Paul— viel Liebe und hohe Anerkennung erworben, die heute in einem en.
ch. Bingen, 27. Mai. Abermals mußte sich die Stadt⸗ verorduetensitzung mit der Frage der Beschaffung von Fleischdauerwaren beschäftigen. Nachdem die Verfügung, nach auch die Städte von der Einwohnerzahl wie Bingen zur Bes⸗ ng der Dauerware verpflichtet waren, aufgehoben wurde viele Städte ihre Verträge mit der Zentral⸗ Ein kaufsgesellschaft in Berlin rückgängig gemacht. Nach den Angaben der Gesellschaft würden sich die Preise um etwa
0.00 Mk., Wirrstroh 0,00— 0,00 Mark. Alles
5, v. H, pöher stellen, als ursprünglich angenommen wurde, immer⸗ Nach D nen bh 2— zurückbleiben.
ängerer Ausspra e Versamm! gegen 4 Stim⸗ men, den Vertrag aufrecht zu halten. 17010 12
Hessen⸗Nassau.
h. Fechenheim, 27. Mai. Beim Hantieren an einer Ma⸗ schine in der. Mainkur geriet der jugendliche Ar⸗ beiter Wilhelm Schmidt in das Räderwerk. Dieses schleu⸗ derte den jungen Mann mehreremale herum, wobet dem Un⸗ glücklichen beide Beine und ein Arm ausgerissen wurden, so daß der Tod nach wenigen Augenblicken eintrat.
+ Hersfeld, 27. Mai. In dem Dorfe Beiershausen wurde gestern die 32jährige Ehefrau des Landwirts Stippich beim Pferdeanschirren durch den Tritt eines Pferdes, das nach Fliegen ausschlug, so schwer verletzt, daß sie nach kurzer Zeit verschied.
. T Eschwege a. d. Werra, 27. Mai. In dem benachbarten Ringgaudorfe Breitau stürzte gestern der zweijährige Knabe eines im Felde stehenden Landsturmmannes in einen 20 Meter tiefen Ziehbrunnen hinab. Der in diesem Augenblicke vor⸗ übergehende Dienstknecht Apt ließ sich unter eigener Lebensgefahr an einem dünnen Brunnenrohr in die Tiefe hinab und es gelang ihm, auf dem Wasserspiegel den gerade untergehenden Knaben noch rechtzeitig zu fassen und ihn so von dem sicheren Tode des Er⸗ trinkens zu retten. Beide wurden dann durch herbeigeeilte Orts⸗ einwohner mit Seilen aus der Tiefe heraufgezogen.
h. Usingen, 27. Mai. Der Landrat des Kreises Usingen ordnete die Entfernung aller sich in den Gemeinden an Häu⸗ sern, Mauern und in den Gemarkungen befindlichen Reklame schildervon Firmen des feindlichen Auslandes an, besonders jener Schilder, die in aufdringlicher Weise„französische Liköre“,„englische Pneumatiks“,„russische und ägyptische Ziga⸗ retten“ usw. empfehlen. Gleichzeitig verbot er auch die Anbringung neuer inländischer Reklameschilder, die das Landschaftsbild gröblich verunstalten.
Wiesbaden, 28. Mai. Die Fremdenziffer ist auf 37000 gestiegen und die Zahl der Kurgäste ist nur wenig hinter der des Vorjahres zurückgeblieben. Die vielen kriegsver wundeten und kranken Heeresangehörigen, für deren Leiden gerade die Wiesbadener Kuren als besonders wirksam gerühmt werden, und die deutschen Kurgäste, die sonst um diese Zeit den Aufenthalt im Süden und im Auslande bevorzugten, ersetzen die weggebliebe⸗ nen Engländer und Amerikaner nahezu vollkommen, so daß der ganze Kurbetrieb in vollem Gange ist. Einschränkungen in den Kureinrichtungen sind bei dem sich täglich steigernden Besuch Wies⸗ badens nicht vorgenommen worden.
Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei
Verantwortung.) Eine Anregung.
Bekanntlich genießen alle Heeresangehörigen hier bei Fahrten mit der elektrischen Straßenbahn eine Preisermäßigung von 5 Pfg⸗ Infolgedessen macht sich sehr oft ein Mangel an 5„Pfg.⸗ Stücken bemerkbar. Könnte dem die Verwaltung der Straßen⸗ bahn nicht Rechnung tragen, indem sie neben dem Wechselgeld in
10⸗Pfg.⸗Stücken auch solches in 5⸗Pfg.⸗Stücken ausgibt, am besten
wohl in Packungen von 50 Pfg.
anderer Farbe und zum Satze 2
Märkte.
IJ Marburg, 27. Mai. Der heute hier abgehaltene Schweine— markt war mit rund 350 Ferkeln und Läufern befahren. Der Markt konnte bis gegen 10 Uhr schon als geräumt bezeichnet werden, so rasch entwickelte sich bei der regen Nachfrage das Ge- schäft. Selbstredend gingen auch die Preise beträchtlich in die Höhe. Ganz kleine Ware kostete mindestens 40 Mk., größere 60 Mk. und Läufer je nach Größe 50120 Mk. das Paar.
1e, Frankfurt a. M., 28. Mai. Heu- und Strohmarkt. Man notierte: Heu 4,50—4,80 Ml., Stroh(Kornlangstroh) 0.00 bis je 50 Kilo. Ge⸗ schäst lebhast. Die Zufuhren waren aus dem Obertaunuskreis und aus den Kreisen Hanau und Dieburg.
Ueerchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Bottesdienst in der Synagoge(Süd⸗Anlage), Samstag, den 29. Mai 1915: Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4.00 Uhr. Sabbatausgang: 9.20 Uhr.
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n 1* 7 aa
Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Der gestern sich nach Deutschland erstrectende Tiesdruckaus⸗ läuser ist ostwärts abgezogen. Das Hochdruckgebiet wird durch eine im Nordwesten erschienene Depression südostwärts zurück⸗ gedrängt werden, so daß wir schon für morgen mit zunehmender Bewölkung zu rechnen haben. 2
Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 29. Mai 1915: Wolkig, meist trocken, nordwestliche Winde.
Letzte Nachrichten.
Ein englischer Hilfskreuzer in die Luft geflogen.
(WB.) London, 28. Mai. Nichtamtlich.) Das Reu⸗ tersche Bureau meldet amtlich: Der Hilfskreuzer „Princeß Irene“ ist infolge eines unglücklichen Zufalls — Sheerneß in die Luft geflogen. Nur ein Mann der
esatzung wurde gerettet. 1
„Princeß Irene“ war ein großer kanadischer Dampfer
von 6000 Tonnen. ö
*
*
Die deutschen und ere Schiffe in italienischen Häfen. 8 Amsterdam, 28. Mai. Den„Times“ zufolge befanden sich in italienischen Häfen bei Kriegsausbruch 36 che Schiffe mit zusammen 142 776 Tonnen Inhalt und 21 österreichische Schiffe mit 73895 Tonnen. Unter den Schiffen befinden sich die beiden großen Passagierdampfer„Moltke“ von 12 000 Tonnen und„Kö⸗ nig Albert“ von 10 500 Tonnen, die im Hafen von Genua liegen. Die„Bayern“, die einen Raumgehalt von 8000 Tonnen hat, liegt
in Neapel. 4 l Der Vierverband. ö Rotterdam, 28. Mai. Dem„Dailn Chronicle“ wird aus Rom gemeldet, daß Sonnino am Sonntag mit den But⸗ schaftern Frankreichs, Englands und Rußlands eine längere Be⸗ sprechung hatte. Das Ergebnis war, daß sich der bisherige Drei⸗ verband in einen Vierverband umwandelt mit Italien, das den Mächten des bisherigen Dreiverbandes in aller Form beigetreten ist. Bei dieser Besprechung wurden auch alle wirtschaftspolttischen⸗ militärischen und maritimen Verpflichtungen geregelt, die Italien seinen neuen Verbündeten gegenüber auf sich zu nehmen hat. J Italienische Truppenlandungen auf Rhodos. ö Lugano, 28. Mai. Nachrichten aus Kairo 6 sollen große italienische- Truppenmassen auf der Insel⸗ Rhodos gelandet worden sein. K Ein Schreiben des Papftes. 5 Rom, 28. Mai. Der„Osservatore Romano“ veröffentlicht ein neuerliches Schreiben des Papstes an den Kardinal⸗Dekan. Darin drückt der Papst seinen tiefen Kummer aus, daß das große Morden zu Wasser und zu Lande und die Verletzung aller mensch⸗ lichen und göttlichen Gesetze noch nicht worüber seien, ja, daß nun auch das geliebte Italien von dem schrecklichen Weltbrand erfaßt worden sei. Der Papst vertraut auf sein bereits erfolg⸗ reiches Bemühen zur Linderung des Loses der Gefangenen, und erteilt den Kaplanen sowie sämtlichen anderen Priestern im ita⸗ lienischen Heere umfassende geistliche Privilegien. 1 Russische Befürchtungen. 4
Wien, 28. Mai. In der russischen Oeffentlichkeit tritt
jetzt die Besorgnis zutage, Italien könne sich darauf be⸗
schränken, für seine eigenen Aspirationen zu werben und der Tripleentente keine aktive Hilfe leisten. In russis diplomatischen Kreisen erklärt e 2 50 die Verpflichtung übernommen,! Dreiverband bewaffnete Unterstützung zu gewähren, und es sei vorläufig kein Grund vorhanden, die Aufrichtigkeit dieser Versprechung in Zweifel zu ziehen.
Eine nene englische Vertustliste von den Dardanellen.
Haag, 27. Mai. Die heutigen„Times“ veröffentlichen eine
neue Verlustliste von den Dardanellen, die Namen von 91 Offt⸗ 8
zieren und 2000 Mann umfaßt, wovon 948 Anstralier sind. „Daily Chronicle“ beträgt der durchschnittliche Verlust täglich Mann allein auf englischer Seite. Am Kampfe beteiligen sich zur⸗
zeit Inder, Australier, Neuseeländer, englische Infanterie und
Marine⸗Infanterie, Senegalesen, Zuaven und Fremdenlegion, „Daily News“ schätzt die Zahl der bislang an den Dardanellen
außer Kampf gesetzten Mannschaften der Verbündeten auf 60.000. 5
Ein russischer Flieger über Johannisburg. 0 Königsberg i. Pr., 28. Mai. Ein russischer Flieger
warf eine Bombe gegen den Bahnhof Johannisburg. 1
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