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0 Erstes Blatt f 165. Jahrgang ü Freitag, 28. Mai 1015
3 Der Sleßener Anze Bezugsscets: N * scheint täglich, 2 9 i 9 . Sonntags.— Beilagen: 10 N 8 viermal wöchentlich 6 2 F. Hleßener Kamil jenblättet; 2 nvermalwöchentlKreis⸗ 15 7 diatt für den Kreis Gießen 2 0(Diensta und Freitag); 17 5 zweimal monatl. Land N ü Nee. e:
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Zeilenpreis: loral 15 Pf., 2 ausw. 20 Pf.— Haupt⸗ f *. schriftleiter: Aug. Goetz. Ferusprech⸗ Anschlü* Verantwortlich für den 4 für die Schriftleitung 112 7 politischen Teil und das 10 Abet ihr en eb. 2„ Feuilleton: Aug. Goetz; Ad für Drahtnach⸗ 2 für Stadt und Land, 1 richten Anzeiger Gießen.* Vermischtes und Ge⸗ 1 N e ee 5 richtssaal: Otto Braun; 5 r nummer 1 2 für den Anzeigenteil: H. 7 bis vormittags 9 Uhr. Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und steindruckerei n. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Het, sämtlich in Sehe i 5 f 9
neue große Erfolge bei Przemysl und Stryj. f Das Uriegsglück der Türken.
WTB.) Großes Hauptquartier, 27. Mai. Auf dem Kriegsschauplatz im Westen haben die neuesten Entfernung von der alten Operationsbasis und trotz der (Amtlich.) Angriffsversuche der Franzosen und Engländer klägliche] russischen Gegenoffensive auf dem linken Flügel und dem Westlicher Kriegsschauplatz. Mißerfolge gehabt; um dies zu verdecken, rechnet der eng⸗J Zentrum sich für stark genug halten, um ihre eigenen Ab⸗
Ungeachtet ihres gänzlichen Mißerfolges vom 25. Mai lische General French in seinem neuesten Bericht die Zahl fsichten energisch zu fördern. Man kann sogar noch weitergehen erneuerten die Franzosen ihre Durchbruchsversuche zwischen der deutschen Gefangenen zusammen, die seit dem 16. Mais und folgern, daß die verbündeten Heeresleitungen auch Vermelles und der Lorettohöhe. Sehr starke Kräfte] gemacht worden seien. Er n die Zahl 777; das gegenüber Italien sich bereits für sehr stark halten, da
wurden auf dem schmalen Raum von zehn Kilometern zum] wird nicht einmal in London recht imponieren, denn die er Beginn der Feindseligkeiten an der italienischen Grenze Sturm angesetzt, die Angreifer aber überall zurück⸗ ungeheuren englischen Verluste stehen damit in gar keinem ssie nicht verhindern konnte, die 1 Offensive in geworfen. Wir sind im vollen Besitz unserer Stellungen. Verhältnis. 1 Galizien weiter zu verfolgen. Letztere, die besonders wichtig Eine ungemein große Anzahl französischer Gefallener liegt Mit der größten Spannung aber ruhen die Augen für die Beurteilung der Gesamtlage ist, kommt überraschend. vol den deutschen Gräben. Ein weiterer französischer Angriff] der ganzen Welt jetzt auf den Vorgängen in Galizien. Stegemann bespricht sodann kurz die Scharmützel in richtete sich am späten Abend gegen die Linie Souchez— Werden die deutschen und österreichisch-ungarischen Führer Italien und erwähnt die Begeisterung Tirols, Neuville. Hier ist dicht südlich Souchez der Kampf noch] dort die Zahl ihrer Truppen vermindern, um der italieni⸗ wo die alten Scharfschützen von über 60 Jahren unzufrieden nicht völlig abgeschlossen. Beim Friedhof von Neuville schen Gefahr zu begegnen? Der rische Mitarbeiter der sseien, daß sie nicht mit zum Stutzen greifen dürfen. Er schanzten Franzosen aufrechtstehend, indem sie zur Deckung in„Times“ schreibt:„Das deutsch⸗österreichische Vorgehen in sagt zum Schluß: 5 5 5 Gant enen Kämpfen gefangene Deut sche ver⸗ Galizien ist soweit gegangen und verspricht so bedeu- Anscheinend ist erst die Zusammenziehung stärkerer Kräfte beab⸗ wa
ten. tende Ergebnisse, wenn es durchgeführt werden kann, sichtigt wofür Beschleunigung dringend nötig ist; denn die Offen⸗
Bei einer Erkundung nördlich Dirmuiden nahmen daß eine starke Neigung vorher 8 wird, es womöglich— am 58 7 2 1„ 8— 2 Ab⸗
wir einen Offizier und 25 Belgier gefangen. fortzusetzen. In diesem Falle wü kaum viele Truppen dee en milikärische 8 e 9— die Rufen
Kleinere feindliche Vorstöße bei Soissons und im für den italienischen Kriegssch atz entzogen werden.“ ausgedehnt. Er schreibt von 3 nur noch, sie müßten aus
Priesterwalde wurden abgewiesen. 8 Kun, die Ereignisse haben inzwischen bestätigt, daß diese halten und festhalten, bis die Italiener kämen. Welch eine Ent⸗ Ein Nachtangriff wurde mit Erfolg auf die Befestigun⸗ Auffassung i i
tig ist. Die Offen⸗ wickelung! Erst fiel dieses Tenir et durer nur ihren eigenen tapfe⸗ t und zwar mit dem ren Truppen zu, während die Engländer angreifen sollten. Später e deutsche Tagesbericht[ waren die Engländer und Franzosen zum Aushalten bestimmt, begnügt, sowohl nordost⸗[wogegen die Russen den entscheidenden Stoß führen sollten. Heute r e dener 84e Kusch bung bringen können.
och nicht zu übersehen,—
l andere die Rämpfe an den Dardanellen.
gen von Southend an der unteren Themse gemacht. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert.
Südöstlicher Kriegsschauplatz—
sind noch nicht zu übersehen. a die Armee hobicz und bei Stryj die Der Bericht des türkischen auptquartiers. Oberste Heeresleitung. sbefest brochen und diegtussen Lonstantinopel,* Nichtamtlich) 8 eber. Das Hauptquartier teilt mit: Heute morgen um s Uhr uns aberalf her Frohe Kunde 5 8„Bund⸗ Betrachtun⸗ 30 Min. 9992 der Darda inn vor 22
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verden entziehen Tonnen ieh aut 9
vollem Erfolge von emem der perbündeten Pen z otte angehörenden Unterseeboot
bieden Heund gebohrt worden ist, bielleicht von demselben 8 8 9 7 3— 7— 1 55— 2— Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. estge,ven gestern, auch den„Triumph“ ver 50 Wien, 27, Mai(Wg. Nichtamtlich.) Amtlich wird „Majestie“ ist 1895 vom Stapel gelaufen, hat eine Wasser⸗ verlautbart, 27. Mai 1013. 00 2— 3 Infanterie⸗ und diadeaengung von 18 150 Tonnen und eine Höchstgeschtwin⸗ NRordöstlicher Kriegsschauplatz. 5— digkeit don 5 e 1 des Linien, Im Raume von Przemysl dringen die verbündeten Schlepper, welche vier schiffs bestand aus vier 30,5, flibels datmzeschützen und Armeen in erbitterten Kümpfen weiter vor. Oestlich Aadym- wollten burch uns an der 11 557 eg kananen kleineren Kalibers. Die Besagzung betrug nom eroberten Truppen unseres 6. Korps den von den Russen Soldaten wateten ins Wasser 57 Mann. N maren we bande nicht, hartnäctig verteidigten rt aa ten deen ich und die H 5e[Fener des Feindes 36 einem seiner letzten Berichte hinzuzufügen, daß das Er⸗ Horodysko im Sturm, machten neuerdings über 2000 desamten Schleppkähne schlenebedurscher unterseeboole vor den Darda⸗ Gefangene und erbeuteten sechs Geschü he. Südöstlich i 1 nellen beim Feinde a 8 1 5 kam Przemysl gelang es den verbündeten Truppen in der penlandung bel Bodrum enn sich das lebhaft vorstel N 7 stenberseo Cegend bei H ua ko win die feindliche Hauptverteidigungs Granaten in dle Stadt welche eini boote noch zu Beginn des wäh 5 züstenkampffstellung einzudringen, die Russen zurückzuwerfen. 2800 Kirche und eine Moschee zerstör beschränkt zu sein 1 F ihr Erscheinen in der Mann wurden gefangen, elf Maschinengewehre er⸗ meldeten unsere Patrouillen f. irischen See als etwas Außerordent 525 lden zu Fassendes obert. Die Kumpfe dauern fort. Gleichzeitig haben gestern nahe bel Voßrum gelandet w 8 01 wurde, müssen sich die Eng 1 0 zich der den unsere und deutsche Truppen der Ar mer n sten gen sad, erbeuteten ihre Fahne und si Gedanken vertraut machen, daß der Fahrbereich der deut östlich Drohob uc und bei Stryj nach schweren Kümpfen. schen Tauchboote sich über alle Ozeane erstreckt, daß man im die befestigte feindliche Frontlinie durchbrochen Gestern waren roch folgende Meldungen eingegangen: Golf von Saros Rache nimmt für die Beschießung von und die Ru ssen zum Auckzug gezwungen. Der An Konstantinopel, 27. Mai.(WB. Nichtamtlich) Das Tsingtau(an der das englische Schlachtschiff„Triumph“ un⸗ griff wird auch hier fortgesetzt. Große Hauptquartier gibt unter dem 26. Mai bekannt: An der en ace e ion unde eindent linie und in Russisch⸗Polen ift die Situa- Darbanellenfront bel r Bur nu und Sedd⸗ül⸗ schon fünf große Linienschiffe;„Irresistible“ und„Ocean“ kion unverundert. Dahr schwoches Geschütz und Kwehrfeuer auf beiden Seiten.
e 100; 9 Südwestlicher Kriegsschauplatz. anzer. g Bucht und das französische Linienschiff„Bouvet n denk⸗ In Tirol begann dek Feind an einzelnen Punkten süd⸗ ar 8„ ar e ana- würdigen 18. März durch Küstengeschütze und, Minen, der zitlich Trient unsere Grenzwerke mit schwerer Artillerie zu g
französische Panzerkreuzer„Leon Gambetta Anfang Mai
8 e e 5 0 i] tolischen Batterien zurück. Heute schickte der Kreuzer„Jules durch den Torpedoangrlff eines österreichischen Untersee—. 992 1 1 15 10 1 Nee Michelet“ nach dem Hafen Bodroum ein mit Soldaten besetztes boots und das englische Linienschiff Goliath“ am 1. Mat, gewehrfeuer vernichtet. An der kürntnerischen Grenze nur] Schiff mit einem Geschütz, um eine Lanbammg zu berfuchen; er auch durch Torpedoangriff, Am 25. Mai wurde Triumph“ erfolgloses feindliches Artilleriefeuer. Im Küstenlande) beschoß gleichzeitig die Stadt. Durch unser Fener wurden kim
1 27 Mai Berfe mee in den Faun bbc a haben die Italiener an mehreren Stellen die Grenze über⸗s feindlicher Offizier und sechzehn Mann getötet und fünf ver⸗ 27. 5 1 a ichritten. Feindliche Abteilungen, die bi Stellun⸗ wunde on uns i 3 c b Kriegsschiffe, die zu Kräppeln geschossen schritten. Feindliche Abteilungen, die bis an unsere Stellun⸗wundet. In dem von uns genommenen Schiff, das an Land
10 gen vorgedrungen sind, wurden zurückgeworfen. rde, erbeutet ir ein Geschütz, acht G. d ei 8 217515 5 b gezogen wurde, erbeuteten wir ein Geschlitz, ach ewehre und eing
1 i. e 5* Der Seollpertreter des Chefs des Generalstabes Lise mit Munten. Auf unserer Seite wurden drei Soldaten
reichischen Unterfeeboots schwer beschädigt. Man v. Höfer, Feldmarschalleutnant. und zwei Bewohner verletzt.
wußte zunächst nicht genau, ob es„Courbet“ oder Der russische Bericht. Auf den anderen Kriegsschauplätzen ereignete sich nichts
Jean Barth“ war, und glaubte Fach, das Schiff sei ge Petersburg, 27. Mai. Tn. Nichtamtlich) Der] Wichtiges. sunken. Wahrscheinlich war es„Jean Barth“, und das Große Gensralstab berichtet: In der Gegend von Szawle ö Die Versenkung des Triumph“
Schiff ist in Malta repariert worden. Am 18. März wurde leine wichtige Veränderung. Die Kämpfe werden fortgesetzt. Vor l 27. N 5 8 das französische Linienschiff„Gaulois“ so schwer beschädigt,[Ossowice wurde ein deutscher Angriffsbersuch am Eingang Kon st ant nd 15„ 27. Mas. l duicktamtlich) Das 111111,
a erde. äter wurde es al wiesen. In der Richtung Lonya und in gewissen Abschnitten e„Am 25 Mai, um 1½ achmittags, 8 ungewiß. 1 heftiges Artilleriefeuer. Links der Weichsel wiesen wir am senglische R 8 2 r Torpedo besezed err anslische Schlachttreuzer„Inpineible“ schwer 4 Me und in der acht zun 28. Mat melde Fellhliche dn. Weng ue porsder Es wr Har, daß der e Pram h Pen ehe N beschädigt und mußte auch zur Reparatur nach Malta. 158 923 1 115 1 8 805 Die Steffung unserer Truppen, bie dort eit Ende des 3 Die Zahl der beobachteten Treffer und Beschädigungen schen Jaroslau und Przemysl wurde am 25. Mai den] Monats gegen die Engländer kämpfen, zu bombardieren Zwei bei anderen Schifsen vor den Dardanellen ist, wenn man ganzen Tag über fortgesetzt gekämpft. Zwischen Przenrsl und dem Torpedobootszerstörer begheiteten das Panzerschiff. Ein nur nach den 4 8 81 Quellen geht, Legion. großen Dnjestrsumpf fuhr der Feind fort, ein or kana rtiges zweites Panzerschiff vom Typ der„Vengeance hiolt etwas weiter „Unsere Verluste sind so schwer wie in den härtesten[ Artilleriefeuer zu unterhalten; er führte im Abschnitt entfernt. n Tann de acts ferftener und Avisos kreuzten Kämpfen dieses Krieges“, so meldet das Reuterbureau von] Fussakuve Krukenitza beträchtliche Kräfte in den Kampf ein. Die uu dem 45 0 u schien Fe 8 Angr 4 den Dardanellen. Die neuesten amtlichen türkischen Berichte] Angriffe des Feindes in dieser Gegend wurden erfolgreich abge⸗ 9 N 8 Marte des* 8 Se ne* i 5 Erfol der Vertei- schlagen. Jenseits des Dnjestr und in der Bukowina keine e eee fee bon un vubündeten Went 3 Tasach, ee 9 er 5 Aberung land gehörenden Unterseeboot, ohne von irgend einer Seite iger. Die ache, er bri Erste Seelord, Admira 9.
0 a f 3 a entdeckt zu werden, den„Triumph“ anzugreifen. Der Torpedo, Fisher, auf seinem Rücktritt beharrt, trotzdem Winston Ein schweizerisches urteil über die Kriegslage. den es abschoß, drang durch die Fangnetze hindurch unde ie Churchill das Admiralitätsportefeuille abgeben muß, er⸗ Bern, 27. Mai.(W Nichtamtlich.) Stegemann am Mittelteil des Schiffes. Nachdem
laubt nur die eine Erklärung für den Rilcktritt Fishers, ssagt im Bund“: Ueberraschend nahmen die Deutschen neigte sich das Panzerschiff sogleich auf die Seite, . f g if der 5 1; 1 f ins Wasser tauchte Neun Minuten später kenterte ker nämlich, daß er auch für die weitere Entwicklung der Dar⸗ nach einer Sperationspause die Angriffsbewegung dem es noch 20 Minuten lan Reloben gesch vommen war, 9 Danellenexpedition, die von Churchill ohne Fishers Zustim⸗ wieder auf. Sie schnürten im Westen den Sackvon Ypern aan völlig. Ein Teil der Vesadang war anf das Verbel 4* 2 3 0* 20 2 2 5* 4 N— 9 5 2— e 0 5=— 5 55 i wurde, die Verantwortung nicht' über- enger und erweiterten im Osten das och am fgestürzt und wurde oon den Torpedobootszerstzrern und anderen nehmen w an Ort und Stelle herbeigeeilten Schiffen gerettet. Während es Krie sehr leicht gewesen wäre, durch Schrapnellfeuer die im Wasser
rfolge für möglich hält. der englisch-franz. Offenfive und im Osten trotz der großen Uichwimmenden feindlichen Matrosen zu töten und die Rettungs
ll, daß also der Schöpfer der modernen englischen S an Die Tatsache ist von großer strategischer Bedeutung, sflotte, der bedeutendste Admiral Englands, in den s weil sie darauf hinweist, daß die Deutschen im Westen trotz anellen überhaupt keine E
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