Flotte im Schwarzen Meer„Panteleimon“ war bis jetzt nur aus ausländischen Telegrammen bekannt geworden, nun erst wird hier amtlich mitgeteilt, daß das Panzerschiff von einem türkischen Unterseeboot versenkt wor⸗ ist. Die Türkei hat bisher das Vorhandensein des Untersee⸗ bootes, solange nicht das Ergebnis seiner Tätigkeit bekannt
war, verheimlicht. *
Eine amerikanische Note an China und Japan.
London, 25. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter mel⸗ det aus Peking: Die Vereinigten Staaten haben hier eine Note überreichen lassen, in welcher es heißt, Amerika könne lein Abkommen zwischen China und Japan anerkennen, das die Vertragsrechte der Vereinigten Staa⸗ ten und ihrer Bürger in China, die politische und territoriale Integrität Chinas oder die Politik der offenen Tür verletze. Eine gleichlautende Note ist Japan überreicht worden.
London, 25. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter meldet aus Tokio: Der Minister des Aeußern Baron Kato erklärte im Parlament in Beantwortung von Interpellationen: Die Re⸗ gierung schloß ein Komppomiß mit China, um einen Krieg zu vermeiden. Die Rückgabe von Kiautschau war beschlossen, ehe die Verhandlungen eröffnet wurden. Keine fremde Macht hatte eingegriffen.
Kriegsbriefe aus dem Westen. Von unserm Kriegsberichterstatter. unberechtigter Nachdruck, auch aus zugsweise, verboten) Auf dem Wege zur Zserschlacht. Großes Hauptquartier, 21. Mai. Der Kanonendonner der französisch-englischen Maioffensive im Frontabschnitt bei Arras begleitete uns auf der Fahrt nach . zu, von wo schon von ferne das Nachgrollen der dortigen umpfe uns entgegentönte. An einer Schlacht vorbei, so gewaltig, wie sie noch im 70 er Kriege nicht möglich gewesen wäre, ging es der Stätte des Ringens um den Merabschnitt zu, wo seit Monaten der Kampf hin⸗ und hergewogt hat, bis wir jetzt unsere Linie in einem entscheidenden Vorstoße vorwärts getragen haben. Schon auf dem Bahnhof von Roesselare kommt man mit den Ereignissen in unmittelbare Fühlung. Als unser Zug ein⸗ lief, wurde gerade auf einem Nebengeleise ein Teil der Beute verladen. Ich sah hier zum ersten Male die schweren kanadischen Gewehre, deren Schloß von denen aller übrigen kriegführenden Mächte, auch von den englischen, erheblich abweicht. Ganze Wagen voll, ferner Seitengewehre, englische, französische und vereinzelte belgische Gewehre und Karabiner, Kisten mit Infanteriemunition. und Tornister, wurden hier verstaut, um nach Deutschland ab⸗ gefahren zu werden. Am andern Ende des Bahnhofs sammelten sich Leichtverwundete, welche die Nacht hindurch im Gefechte ge⸗ wesen waren und einen englischen Angriff auf einem Grabenabschnitt erfolgreich und mit ganz geringen Verlusten abgewiesen hatten. Die meisten von ihnen hatten den Weg zum ersten Verbandplatz zu Fuß zurückgelegt, viele noch dort den Platz im Krankenauto⸗ mobil Kameraden abgetreten, die ermüdeter waren als sie selbst. Trotzdem sie alle etwas abbekommen hatten, waren sie in vor⸗ züglicher Stimmung und die Freude strahlte ihnen aus den Augen, daß sie den in starker Uebermacht aufgetretenen Feind so glänzend geworfen hatten, ohne einen Zoll zurückzuweichen. Manche freuten sich freilich auch auf die paar Wochen wohlverdienten Heimaturlaubs; namentlich ein junger Thüringer schwärmte von dem Wieder⸗ sehen mit seinem alten Vater und seinen lieben Bergen, von denen er neun Kriegsmonate lang getrennt gewesen war. Er hatte im Nahkampfe den Splitter einer Handgranate durch beide Backen bekommen, doch war die Verletzung sehr leicht. Die meisten anderen waren nicht zum Gefochte Mann gegen Mann gekommen, da der Ansturm des Feindes etwa 60 Meter vor ihrem Graben im
flankierenden Maschinengewehrfeuer eines benachbarten Grabens
zusammengebrochen war. Es war schon taghell gel 5 die Vorgänge genau beobachten können.„Sie fielen wie die
chneeflocken. Keine zwei Dutzend Mann können von der ganzen Kompagnie zurückgelommen sein. Den Reserven verging die Lust, mit uns anzubinden, als sie das gesehen hatten.“ Einzelnen indessen war es gar nicht recht, daß sie vom Kriegs platze scheiden sollten; einem jungen Offizier, der selbst die Hand in der Binde trug und der sich teilnahmevoll erkun⸗ digte, wie jeder der Mannschaften zu seiner Verwundung gekommen war, übermittelte ein iegsfreiwilliger die Bitte, nicht ab⸗ transportiert zu werden, sondern beim Regimente bleiben zu dürfen. Die kleine Geschichte, ein Streisschuß am Arme, werde doch in 14 en geheilt sein. Er und andere behaupteten, sie hätten, nachdem die Kanadier nun ihr Teil abbekommen hätten, noch eine Rechnung mit den Schwarzen zu begleichen. Wenn es gegen die Kerle losgehe, müßten sie dabei sein. Eine Rote⸗Kreuz⸗ Schwester, deren Unermüdlichkeit ich bewunderte, ging fortwährend durch die Reihen der Verwundeten und verteilte Erfrischungen. Bald darauf sah ich im Kloster der Redemptoristinnen feind. liche Verwundete, Kanadier, Engländer, Marokkaner, Belgier und Franzosen, Die Belgier, die in. einem besonderen Saale unter- gebracht sind, befinden sich in der beneideten Lage, Besuch von, ihren im Okkupationsgebiete wohnenden Angehörigen empfangen zu dürfen. Mütter, Väter, Geschwister und Bräute waren aus der Nachbarschaft und zum Teil auch aus weiterer Entfernung herbei⸗ gekommen und hatten in großen Körben Nahrungsmittel und andere Dinge mitgebracht, mit denen sie ihre Verwundeten zu er⸗ freuen hofften. Unter diesen Leuten herrschte eine befriedigte, teil⸗ weise still glückselige Stimmung. Was sich die Soldaten von jen⸗ seits und die zurückgebliebenen Angehörigen von diesseits der Yser gegenseitig berichten konnten, das stärkte nur die beiderseitige Mei⸗ nung, daß die Teilnahme am Kriege vom belgischen Standpunkte aus ein Wahnsinn war. Und sie alle waren froh. Die einen, daß sie aus dem Kriege heraus waren, mehr oder weniger heil, die an⸗ deren, daß sie ihre Angehörigen wieder hatten. Unter den Soldaten befanden sich auch einige belgische Zivillisten, die aus den vom Feinde beschossenen Dörfern hierher gebracht worden waren, dabei ein Knabe, dem ein Granatsplitter die Hand durchschlagen hatte. Wimmernd in seinen Träumen lag das Kind angekleidet cuf dem Bette und die harten Krieger ringsum dämpften die Stimmen und 2 auf den Zehen durch den Raum, um seinen Schlaf nicht zu stören.
Im Hofe sitzt, in der bekannten Hockstellung der Orientalen, ein moroklauischer Scheich mit verwittertem Gesichte. Er kann ein puar Worte französisch und ich frage den weißhaarigen Turbanträ⸗ ger, wie alt er sei.„Etwa fünfzig Jahre“ antwortet er. Das kann nicht stimmen, er muß viel älter sein. Aber vielleicht weiß er es nicht besser, Den Mitgefangenen hat er erzählt, daß er vier Frauen und so viel Kinder zu Hause habe, daß er deren genaue Anzahl nicht angeben könne. 4
Ein älterer Franzose, der an zwei Stöcken zwischen den Blumenbeeten herumhumpelt, ist mir unendlich dankbar für ein wenig Tabak, das ich ihm schenke. Der arme Kerl, ein Familien- vater aus der Umgegend von Verdun, hat seit den ersten Tagen des Krieges keine Nachricht mehr von seinen Angehörigen emp- sangen. Erst seit er in den Händen der Deutschen ist, weiß er, daß sein Dorf, welches er weit entfernt vom Kampfe wähnte, seit Monaten in der Feuerzone liegt. Ein Wort von Weib und Kind, dann wäre er glücklich. Oder wenn sein Dorf im deutschen Okku⸗ pationsgebiete läge, dann ware er beruhigt. Er ist so froh, daß ihn die Deutschen als„Kameraden“ behandeln und Achtung vor seinem Alter haben.„Wüßten es meine französischen Kameraden in der Schützenlinie, wie gut die Deutschen zu uns sind, dann wür⸗ den sie sich alle ergeben. Wir wissen ohnehin nicht, wofür wir diesen Krieg führen.“ 0 Ein ganz jugendlicher, unentwickelter englischer Fabrikarbeiter
aus Birmingham, der gestützt von einer Schwester durch den Garten geht, hat sich wie viele seinesgleichen als Soldat anwerben lassen, weil er seit Beginn des Krieges arbeitslos war und nicht wußte, wovon er leben sollte. Nach drei Wochen Ausbildung ist er schon
wesen und man
9. r N e
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in die Schlacht gekommen, in der es seinem Regimente sehr schlecht ergangen ist. Aber alle diese Di liegen weit hinter ihm, sein Sinn ist nur auf die Ewigkeit gerichtet. Er ist seit ein paar Tagen katholisch geworden und trägt ein silbernes Kreuz um den Hals. „Ja,“ bestätigt die flämische Schwester? mit Genugtuung,„wir machen auch Krieg. Krieg für das Kreuz Christi.“
Von zwei Kanadiern möchte der eine als„Kollege“ genommen werden. Wenigstens behauptet er, daß er Kriegskorrespondent sei und nur als solcher das Gewehr ergriffen habe und in die vor⸗ derste Linie gegangen sei. Wie weit das richtig ist, läßt sich nicht nachprüfen, denn der Mann kann der Unterhaltung nur schwer folgen, da er einen schlimmen Hirnschuß erhalten hat. Aber aus seinen und seines Landsmannes Mitteilungen geht das eine her⸗ vor: Die Kanadier sind tief traurig und enttäuscht. Traurig, weil ihre stolze Division von den Deutschen, die man ihnen als ganz minderwertige, verhungerte Soldaten geschildert hatte, so fürchter⸗ lich aufgerieben worden ist, daß nichts mehr von ihr übrig blieb. Enttäuscht, weil das Mutterland England, welches seine Kolonien zum„Kulturkampfe“ gegen die Deutschen aufgerufen hat, die Kana⸗ dier ebenso wie die Kolumbier nicht als gleichberechtigt betrachtet hat:„Zuerst treibt man die Schwarzen vor, dann werden die Kanadier und Kolumbier dorthin geschickt, wo die Hölle am hei⸗ ßesten ist. Und erst, wenn wir unser Blut verschwendet haben, wagen sich die Herren Engländer vor.“
Das ist eine zu späte Erkenntnis. Uebrigens sagten das nicht nur diese beiden Kanadier, sondern auch sonst war die Entrüstung über diese verächtliche Behandlung bei den Kanadiern und Kolum⸗ biern, die gefangen eingebracht wurden, allgemein. Aber die Eng⸗ länder selbst machen aus ihrem Herrendünkel gar kein Hehl. Der Stadtkommandant erzählte mir, als wir über den Marktplatz gin⸗ gen, auf welchem gerade ein aus dem Orte scheidendes Regiment den Pilgerchor aus Tannhäuser spielte, wie er hier vor einigen, Tagen die Tausende der weißen und gelben und schwarzen Ge⸗ fangenen habe sortieren 19981 Als er gerade einen sehr hoch⸗ näsigen jungen englischen Offizier vernahm, wurde ein Senegal⸗ neger vorbeigeführt, der sich aus Angst fortwährend erbrach, denn er glaubte bestimmt, die Deutschen würden ihn erschießen. Auf dieses verlockende Beispiel eines Bundesgenossen wies der Stadt⸗ kommandant den eingebildeten Engländer hin.„O,“ erwiderte dieser,„das ist für uns Schlachtvich, die treiben wir mit der Reit⸗ peitsche vor uns her. Der Rest des Krieges ist für uns Sport!“ Diese Antwort entrüstete den deutschen Major so, daß er den Eng⸗ ländern eine heilsame Lektion zu erteilen beschloß. Er ordnete an, daß bei dem Abtransport der Gefangenen jedem englischen Offi⸗ zier einer der lieben schwarzen Waffenbrüder in das Eisenbahn⸗ abteil gesetzt wurde. Tem gemütvollen„Sportsmann“ aber wur⸗ den zwei ausgesuchte Nigger für die Reise mitgegeben.„Bis der nach Deutschland gekommen ist, war die„Entente“ sicherlich be⸗ sonders herzlich geworden und der Ernst des Kriegssportes ist dem Jüngling inzwischen wahrscheinlich aufgegangen“ 8
Roesselare mag in Friedenszeiten eine stille, fleißige Klein⸗ Sadt sein. Nun ist all ihr eigenes Leben tot, während bei Tag und Nacht der Krieg, der so nahe vor ihren Toren lärmt, durch ihre Gassen zieht. Fortwährend, ohne Unterbrechung, zittern die Fensterscheiben unter dem Anschlag der Geschütze. Gar nicht fern am klaren Horizont sieht man die Wolken der Schrapnelle. Selbst bei Nacht hallt Kommandoruf und der Schlachtgesang durchziehender Truppen durch die Straßen und Plätze. 5
Ich hatte in einem Hause, von dem es sich lohnt, mehr zu erzählen, eine unruhige Nacht, denn immer wieder ermunterta mich das Pferdegetrappel und die Zurufe der Kolonnen, die an meinem Fenster vorüberzogen. Und kaum, daß der Tag graute, weckte mich das Bellen von Geschützen aus nächster Nähe und ein rasselndes Geklapper auf benachbarten Dächern. Ich hob den Vor⸗ kang des Fensters. Zwei feindliche Flieger, die dem Bahnhofe zustrebten, wurden durch unsere Abwehrbatterien vertrieben und über die Dachziegel 1 7— die bleiernen Schrapnellkugeln.
Auf der Straße flüchteten ein paar Mädchen, die den Bürger⸗ steig gefegt hatten, in die Deckung der Haustore. Ein Zug Artille⸗ risten zog mit einem Munitionswagen singend und unbekümmert seines Weges. Es war Zeit, aufzustehen und aufzubrechen nach den ruhmbeglänzten Kampfesfeldern an der Yeerfront.
W. Scheuermann, Kriegsbe⸗
Im felde
erwarten unsere Angehörigen den regelmäßigen eingang des heimat⸗ blattes. um eine Unterbrechung in der ustellung zu vermeiden, wolle man
den feldpost/Be⁊ug
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Aus Stadt und Cand. Gießen, 26. Mai 1915.
* Hessischer Landes⸗Lehrerverein. Am 25. Mai fand in Mainz die tesjährige Vertreter versammlung des Hess. Landes-Lehrerver⸗ eins statt. Von den 101 Bezirksvereinen des Vereins waren 98 durch 186 Mitglieder vertreten. Ein stattlicher Teil der Versammlung befand sich in Uniform, ein äußeres Zeichen, wie sehr auch die Lehrerschaft am Kriege beteiligt ist. Die Tagung stand überhaupt unter seinem Zeichen. Der Vor⸗ sitzende, Hauptlehrer Bach⸗Mainz, wies die große
Zahl der im Felde Lehrer hin(bekannt fin die 3 von 18 n e Behn aber quch
erfüllt von Stolz gedachte ihrer die Versammlung. Diese drückte ihren Dank und ihre Anerkennung für die kämpfen⸗ den wie die gefallenen Brüder dadurch aus, daß sie dem Vorschlag des Vorstandes zustimmte, eine allgemeine Hilfs⸗ lasse durch Verschmelzen der bisherigen Hilfskasse mit der Kriegsfürsorgekasse für die Hinterbliebenen der im Kriege efallenen und der in ihrer Diensttauglichkeit chädigten
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1. 8 Darmstadt zum Stellver bmant stadt zum 1. und Senz-Mainz zum 2. wählt. Zu Beisitzern wurden Jöst⸗Offe dingshain wieder- und Kochhasen⸗Ober⸗ gewählt. Dem Geiste der Zeit entsprach es, daß alle stände der Tagesordnung eine rasche Erledigung Mit einer lernigen Ansprache des Vorsitzenden und e begeisterten Hoch auf das deutsche Vaterland schlo Versammlung unter Absingung des Liedes„Deutse Deutschland über alles“. ö 12 Im Anschluß an die Vertreterversammlung fand gl. zeitig die Hauptversammlung des Feuerversich rungsverbandes hessischer Lehrer statt. No dem durch den Direktor, Lehrer Gg. Dern, Neu-Isenburg erstatteten Rechenschafts bericht zählt der Verband jetzt 2119 Mitglieder, die mit 12 652 991 Mk. versichert sind Nur 12 kleinere Brandschäden mußten mit einem Betrag von 295.70 Mk. reguliert werden, so daß ein Reingewinn von 8657.33 Mk. erzielt werden konnte. Der Reservefon ist auf 58 294.31 Mk. angewachsen. Im Bewußtsein natio- naler Pflichterfüllung wurden 1000 Mk. auf die erste und 10000 Mk. auf die zweite Kriegsanleihe gezeichnet. Nach der von Lehrer Te e vorgelegten Jahresrechnung betrugen die Aktiva nach der Bi 1 vom 31. Dezember 1914 67 054.89 Mk., die Passiva 58 397.56 Mark, die Geschäftslasten 4154.10 Mk. Die Rechnung war durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats geprüft worden, und dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der Rein⸗ gewinn wurde in der Weise verteilt, daß den Lehrer⸗ wohltätigkeitsanstalten 800 Mk., der von den hessischen Leh⸗ rern neugebildeten Kasse für Lehrer-Kriegsfürsorge 4000 Mk.(vorbehaltlich der Genehmigung des Reichsauf⸗ sichtsamts) und der Rest dem Reservefonds überwiesen wurde. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Hart⸗ mann⸗Gießen und Dirlam Niedereschbach wurden wiedergewählt. N 3 * Der Postverkehr zwischen Deutschland und Italien ist gänzlich eingestellt und findet auch auf dem Wege über andere Länder nicht mehr statt. Es werden daher keinerlei Postsendungen nach Italien mehr angenommen, bereits vorliegende oder durch die Brief⸗ lasten zur Einlieferung gelangende Sendungen werden den Absendern zurückgegeben. Der private Telegraphen⸗ und Fernsprechverkehr nach und von N ist ebenfalls eingestellt. Brotmarken ausgabe. Die Ausgabe der für die Zeit vom 31. Mai bis 13. Juni gültigen Brotmarkenhefte findet laut Bekanntmachung des Oberbürgermeisters in vor⸗ liegender Nummer am Samstag, den 29. Mai d. J., statt. * Diebstahl. Aus dem Hausflur eines hiesigen Geschästs wurde am zweiten Feiertag zwischen 10 und 11 Uhr vormittags ein Korb mit geräuchertem Lachs gestohlen. Die Kriminal- Abteilung des Polizeiamts(Weidengasse) nimmt sachdienliche Mit- teilungen entgegen. 3 1 ö 15 Kreis Alsfeld. W f h. Alsfeld, 25. Mai. Unter dem Vorsitz des Kreisrats Dr. Heinrichs hielt der Kreistag des Kreises Uüsin⸗ gen seine diesjährige Hauptplenarsitzung hier ab. Nach der 9 dung des Vorstandes und der Ernennung der; Urkundspersonen be⸗ 8 sich die Versammlung mit dem Voranschlag über die Unterhaltung der Kreisstraßen, der gegen das Vorjahr eine 1 unwesentliche Erhöhung ausweist. Man beschloß der Errichtung einer Haltestelle im Köllnberg zur 1 der Steine Nast näherzutreten. Der Voranschlag wurde 85 1915 mit 154525
k(1914: 149 000 Mark) festgesetzt. ber Kreiskasse für 1915 wurde in Einnahmen un usgaben mit 331958 Mk. genehmigt.— Bis zum 5. Mai bewi, der
Kreistag rund 1700 Anträge auf Kriessfamilienungese ien verausgabte für rund 5000 Personen monatlich 39 192 Mk. Zur Bestreitung dieser Ausgaben nahm der, e bisher 212 000 Mk. Darlehen auf. Er erhielt die 6 Bedarf weitere Darlehen für Unterstützungszwecke au men“ Aus dem Voranschlag der Kreiskasse sind unter den Ein n 10 7 folgende Posten von Interesse: Gemeindebeiträge 154 Mk., 1 Beiträge aus der Staatkskasse zu den Straßenbaukosten 40 220 Mk., zum gleichen 2 aus der Propinzialkasse 53052 Ml.,— 5 von Kreisstraßen 5600 Mk., Ersatz der Beihilfen an ehemaligs 5
*
Kriegsteilnehmer 28 500 Mk.; unter den Ausgabeposten: Besoldungen 20 211 Mk., Tagegelder 7220 Mk. Kosten für den Landarmenverband 5000 Mk., Fürsorge für steskranke ufw. 25000 Mk., Provinzialkasse 43000 Mk., Straßenunterhaltungs⸗ kosten 154525 Mk., Beihilfen an ehemalige Kriegs teilnehmer 28649 Mk., Beiträge für gemeinnützige Unternehmungen 2900 Mk. Kreis Schotten. N. O Meiches, 24. Mai. Wie alljährlich, so sand auch heuer wieder der Pfingstgottesdienst auf dem unweit des Dorses gelegenen„Totenküppel“ im Freien statt. Auch dieses Jahr war der Festgottesdienst wieder zahlreich besucht. Die Feier nahm, vom herrlichften Wetter begünstigt, einen schönen, dem Ernst der Zeit entsprechenden Verlauf. 5 1 5 5 „Aus dem Vogelsberg, 24. Mai. Die Stachel⸗ beersträucher haben in diesem Jahre einen so herr⸗ lichen Blütenstand gehabt, daß bei einigermaßen gutem Wetter und Ausbleiben des Raupenfraßes eine sehr gute Ernte in Aussicht steht. Vogelsberger Stachelbeerwein und Gelee sind von bekannter Güte und bilden eine nicht un⸗ wichtige Einnahmequelle.. 8 8 Kreis Friedberg.
Kriegsgesangenenlagers über Errichtung von f Arbeits⸗ e n.— Durch eine Neuordnung bestehen die zur Handels- kammer gehörenden Wahlbezirke u. g. fortan aus enden Be⸗ zirten: Wahlkreis Nidda(aus dem Amtsgerichts bezirk Ridda und der Gemeinde Berstadt); Wahlkreis Ortenberg erichts⸗ bezirt Ortenberg); Wahlkreis Schotten(A erichts bezirke Schotten und Ulrichstein und Gemeinde Groß-Eichen
und Wahl⸗
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Lehrer zu gründen. Bei der Vorstandswahl n unter stürmischer Zustimmung einstimmig Landte sabg. Haupt⸗ lehrer Bach-Mainz zum Ob 5 Hauplle tlehrer Lösch⸗
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