Kreistagsmitglied Sommer fragt an, warum der hier vor⸗ gesehenen Ausgabe eine Einnahme nicht gegenüberstehe. Wenn es möglich gewesen sei, zahlenmäßig eine Ausgabe nachzuweisen, nmiüsse es sich doch auch ermöglichen lassen, eine Einnahme wenig⸗ stens schätzungsweise sestzustellen. Der Vorsitzende bemerkt hierzu, daß unter Ausgabe die Zinsen für die aufgenommenen Darlehen vorgesehen seien, während es sich bei den vom Staate zurückzuerstattenden Summen, die eventuell in Einnahmen angesehen werden könnten, um Kapital⸗
Einnahme gegenübergestellt werden könnten; außerdem handle es sich hierbei um verhältnismäßig geringe und noch dazu um schätungsweise anzugebende Beträge, die ber einer vorsichtigen Aufstellung des Voranschlags besser ganz außer Betracht blieben.
Kreistagsmitglied Grünewald hält das eingeschlagene Ver⸗ fahren für richtig.
Das Kapitel III wird sodann einstimmig angenommen. 5 Kapitel VI,„Allgemeine Verwaltung“, ist bei Titel 7,
„Beiträge an Vereine“, ein Betrag von 550 Mk., das sind 250 Mk. mehr als im Vorjahre, für die Kreisorganisation Gießen für För⸗ 5— der Jugendpflege und verwandte Vereine vorge⸗ sehen. 5.
Kreistagsmitglied Beckmann erklärt, er könne nicht für Ausgabe dieses Vertrags stimmen. Wenn es jemandem Spaß inache, seine Kinder in Soldatenkleidern zu sehen, der möge auch selbst die Kosten hierfür tragen. Jedenfalls dürften hierzu die Steuergroschen der Aermsten nicht verwendet werden. a 3 * Der Vorsitzende bemerkt hierzu, daß die Organisation der Jaungwehren gerade zur Jetztzeit unbedingt gefördert werden müsse und zwar zum Besten des Allgemeinwohls. Dies könne aber nur
mit Erfolg geschehen, wenn die erforderlichen Mittel hierfür vor⸗ handen seien. g N a 5 Der vorgesehene Betrag wird sodann mit allen gegen eine Stimme bewilligt. N N
Zu Kapitel VII 1 hatte das Kreistagsmitglied Beck⸗ mann den Antrag gestellt:
Der Kreistag wolle beschließen: 10
„1. Die Dienstlöhne der Kreisstraßenwärter werden ab 1. Jan.
1915 um 10 Prozent erhöht. 1 l
2. Den Kreisstraßenwärtern und den Baumwärtern wird
im Falle ihrer Erkrankung, wo Arbeitsunfähigkeit mit ver⸗ bunden ist, der Dienstlohn unter Anrechnung des Kranken⸗ geldes 3 Monate weiter gezahlt.“ 1
Der Kreisausschuß empfahl, dem Antrag unter 1 zunächst nicht stattzugeben, da er die Einführung einheitlicher Grundgehälter für die Kreisstraßenwärter in allen Kreisen der Provinz anregen wolle, so daß künftig der Unterschied in den Lebensverhältnissen der einzelnen Teile der Provinz durch Ortszulagen auszugleichen
wäre. Zu 2 beantragt der Kreisausschuß: l
Der Kreistag wolle über den Antrag Beckmann hinaus⸗
gehend beschließen, daß den Straßenwärtern des Kreisos
Gießen bei Erkrankung der Lohn unter Aufrechnung des
Krankengeldes auf die Dauer von 26 Wochen weiter zu zah⸗
len ist. f Kreistagsmitglied Beckmann erklärt, daß er den Antrag unter J gestellt habe, weil er der Ueberzeugung sei, daß die Leute ihre Familien bei den derzeitigen Löhnen nicht anständig ernähren könnten. Im übrigen habe er eine Erhöhung von nur 10 Prozent beantragt, um den Kreis nicht zu sehr zu belasten. In dieser Höhe müsse er aber eine Zulage verlangen. Man könne nicht ver⸗ stehen, daß, wenn den Kreisstraßenmeistern erhebliche Gehalts⸗ zulagen gewährt würden, die Kreisstraßenwärter leer ausgehen sollten. 2. 15 5 Kreistagsmitglied Grünewald schließt sich dem an. Ge⸗ Eristenzen aufrecht erhalten werden. 5 * Vorsitzende bemerkte hierzu, daß der Kreisausschuß der Ansicht gewesen sei, daß die Löhne der Kreisstraßenwärter moöglithst einheitlich in der ganzen Provinz geregelt werden sollten. Hierzu seien Verhandlungen mit den übrigen Kreisen notwendig. Erst nach deren Abschluß solle man nach Anficht des Kreisaus⸗ schusses dem gestellten Antrag näher treten— Die Erhöhung der Gsehalte der Kreisstraßenmeister sei durch die Einführung der neuen Besolbungsordnung für die staatlichen Beamten, die analog anzuwenden sei, bedingt. Die Kreisstraßenmeister hätten daher den erhöhten Gehalt bekommen müssen.
. Der Antrag 1 des Kreistagsmitgliedes Beckmann wurde als⸗ dann mit 11 gegen 7 Stimmen angenommen.
. nmster des von dem Kreisausschuß gestellten Antrages unter 2 lg N eee
. eistagsmitglied Sommer ist der Ansicht, daß diese An⸗ wee einheitlich für alle Kreisbedienstete geregelt wer⸗
den müsse. 0 3
Der Vorsitzende stellt sest, daß weitere Kreisbedienstete zurzeit nicht* kämen. Der Antrag 2/51 Kreisausschusses 5 rde alsdann einstimmig angenommen. 8 0* Zu Kapitel VII Titel 4„Unterhaltung der Kreis⸗
straßen“ regt Kreistagsmitglied„ eine bessere Instandhaltung der Kreisstraßen an. 5 85. erwidert, daß die Straße Gießen—Rod⸗
heim, die der Vorredner wohl in erster Linie im Auge habe, von ber Landesgrenze bis zum Abgang nach Heuchelheim gegenwärtig gewalzt werde. Die Herstellung des Kleinpflasters auf der Rest⸗ recke diefer Straße, d. i. von der Heuchelheimer Abfahrt bis zum HDardtweg, sei bis jetzt noch nicht in Angriff genommen, weil die Verhandlungen mit der Stadt Gießen wegen Uebernahme dieser Strecke zurzeit noch nicht abgeschlossen seien. 3 5 Kreistagsmitglied Beckmann fragt an, wieweit die Ver⸗ handlungen wegen der Straßenbahn Gießen— Wieseck gediehen seien, ob die Uebernahme dieser Straßenstrecke in die Unterhaltung der Stadt bevorstehe. Es sei allgemeines Ver⸗ langen der Bewohner von Wieseck, daß dies alsbald geschehe. 1 Baurat Hechler bemerkt hierzu, daß die allerdings schon lange schwebenden Verhandlungen mit dem Oberbürgermeister zu Gießen wesentliche Fortschritte gemacht hatten unß demselben ein entsprechender Beschluß des Kreisqusschusses bereits mitgeteilt wor⸗ den sei. Allerdings sei auf das Angebot des Kreises eine Antwort noch nicht erfolgt.
W Keller erklärt, der Stand der Angel heit sei aus den Tageszeitungen zu ersehen gewesen. Die handlungen mit der einde Wieseck seien zwar eingeleitet, aber der Bürgermeister dieser Gemeinde stehe zurzeit im Felde. Dies sei wohl der Grund, weshalb die Gemeinde noch keine Stellung
nommen habe.
2 Zu K Pier IX Titel 5„Schulgesundheits pflege“ stellt der Vorsitzende sest, daß der Bericht des Schularztes, der in diesem Jahr besonders ausführlich gehalten sei, den Kreis⸗ tagzmitgliebern mit dem Voranschlag zugestellt worden ist. Die Mitglieber hätten viel Interessantes aus ihm entnehmen können und er glaube in ihrer aller Sinne zu handeln, wenn er dem 3 A 3 der Versammlung für die ausführli rlegung ausspreche. 1 * Kreistagsmitglied Beckmann regt an, es möge künftighin auch der Za h
Lande mehr a 15 a Kreistagsmitglied Sommer bemerkt, daß der Bericht in sogzial⸗*— Richtung besonders eingehend abgesaßt sei, Auch er sei ber Ansicht, daß bezüglich der Körperpflege der Schulkinder noch manches ges⸗ So halte er die Anlegung von
*
npife ge bei den Schulkindern auf dem Sorgfalt zugewendet werden.
chehen müsse. 0 ng Tummelplätzen für sehr notwendig. Infolge des Krieges sei es ihm
beträge handele, die budgetmäßig nicht wohl Zinszahlungen als sch
rade in der gegenwärtigen Zeit müßten schwache wirtschaftliche] Den
Das Material liege schon vor,
daß der gleiche Antrag bereits 9 worden sei.
der Kreistag in der Regel nur einmal im werde
r c
Unter Kapitel IX Titel 7„Krankenpflege“ ist in Ausgabe ein Betrag von 1000 Mark zur Fö der B n- gen im Kreise vorhandenen Organisationen und Einrichtungen für Krankenpflege und Krankentransporte im Wege einer zu bil⸗ denden Kreisorganisation vorgesehen. Da zurzeit aber eine Kreis⸗ organisation für Krankenpflege noch nicht bestehe, wohl aber eine Dekanatskrankenpflege und das Dekanat bereit sei, die Kranken⸗ schwestern nötigenfalls für die Gemeinden des Kreises zur Ver⸗ fügung zu stellen, die nicht zum Bezirk des Dekanats gehörten, lage er vor, einen erläuternden Zusatz aufzunehmen, wonach auch ein Teil des in Ausgabe vorgesehenen Betrags zur Unter⸗ stützung der Dekanatskrankenpflege verwandt werden könne. Die Anregung wurde einstimmig gutgeheißen.
Bei Kapitel IXa„Soziale Fürsorge“ ist unter Aus⸗ gabe eine Summe von 483.15 Mark vorgesehen, die nach 8 453 RVO. als Arbeitgeberanteile des Gemeindeverbandes an den Bei⸗ trägen zur Krankenversicherung unständig Versicherter für das Ri. 1914 zu entrichten sind. 0
Der Vorsitzende bemerkt hierzu, daß der Kreistag bereits beschlossen habe, diesen Ausgabebetrag auf die Einwohner des Land⸗ bezirkes umzulegen. Dieser Beschluß sei 8 nur so zu verstehen, daß die Umlegung mittelbar, d. h. durch Vermittlung der sämt⸗ lichen Landgemeinden und Gemarkungen auf die Einwohner er⸗ folgen solle. Demgemäß sei ein entsprechender Betrag unter der Einnahme des Kapitels XIX„Beiträge der Gemeinden und Ge⸗ markungen“ vorgesehen worden. Gegen dieses Verfahren wurde kein Widerspruch erhoben.
Zu diesem Kapitel liegt eine Eingabe der Allgemeinen Orts⸗ krankenkasse des Landkreises Gießen vor, die einer Vereinigung ihrer Kasse mit der Landkrankenkasse des Kreises Gießen das rt redet. Der Kreisausschuß beantragt, an das Großh. Kreisamt das Ersuchen zu richten, Ermittlungen in dieser Angelegenheit an⸗ zustellen und ihm das gesammelte Material zur Beschlußfassung zu unterbreiten.
Kreistagsmitglied Beckmann hält den Antrag für begründet und zwar hauptsächlich deshalb, weil hierdurch die Verwaltungs⸗ losten verringert würden. Auch würden dadurch die Differenzen beseitigt, die fortgesetzt dadurch entständen, daß die meisten Leute, auch zum Teil Arbeitgeber, nicht wüßten, ob eine Versicherung in der Orts⸗ oder Landkrankenkasse stattzufinden habe. Weiter wäre eine vereinfachte Buchführung für die Ortsstellen möglich. Diese müßten zurzeit für jede Kasse getrennte Bücher führen, was sehr viel Zeit in Anspruch nehme. Es könne seiner Ansicht nach schon heute die Vereinigung beschlossen werden, was er beantrage.
Kreistagsmitglied Keller steht dem gestellten Antrag sym⸗ pathisch gegenüber und will ihm zustimmen. Nur könne er dies heute noch nicht. Es sei vielmehr notwendig, daß erst die erforder⸗ lichen Erhebungen angestellt würden. Man solle keinen Beschluß fassen, wenn der Gegenstand nicht vorher genau geprüft fei.
Kreistagsmitglied Hirschhorn schließt sich dieser Ansicht an. Er könne heute auch nicht für den Ankrag stimmen, weil er die Materie im Augenblick nicht übersehen könne.
Kreistagsmitglied Becker erklärt, daß der Antrag Vorteile habe, die in erster Linie in der Vereinfachung der Geschäftsführung und der Verbilligung lägen. Dies sei so einleuchtend, daß heut schon Beschluß hierüber gefaßt werden könne.
Kreistagsmitglied Grünewald hält, falls man für Zu⸗ sammenlegung der Kassen sei, die Ausarbeitung eines Statuts hierüber für erforderlich.
Kreistagsmitglied Hirschhorn schlägt vor, den Kreisaus⸗ schuß zu ermächtigen, die erforderlichen Vorarbeiten vorzunehmen und die Vereinigung in die Wege zu leiten. „Kreistagsmitglied Keller hält die Anregung des Mitglieds Grünewald für wichtig und schlägt vor, den Kreisausschuß auch für den Fall mit der Ausarheitung eines Statuts zu betrauen, daß dieser sich gegen eine Vereinigung der Kassen ausspreche.
n der Kreistag könne auch in diesem Fall für eine solche sein. Er beantrage, dem Kreistag in seiner nächsten Sitzung das ge⸗ sammelte Material gleichzeitig mit einem ausgearbeiteten Statut zur Beschlußfassung vorzulegen.
„Der Antrag Beckmann, heute schon über die Vereinigung der beiden Krankenkassen ustimmen, wurde mit 10 gegen 7 99 5— abgelehnt, der Antrag Keller einstimmig angenommen.
Weiter hat das Kreistagsmitglied Beckmann den Antrag auf Errichtung eines Gewerbegerichts für die Land⸗ gemeinden des Kreises Gießen gestellt. Der Kreisausschuß schlägt vor, eine Kommission zu ernennen, die unter dem Vorsitz des Referenten des Kreisamts die erforderlichen Ermittlungen anstellen und das Ergebnis begutachten soll. In diese Kommission wären zu wählen: ein juristisches Mitglied des Kreisausschusses,
Kreistagsmitglied Beckmann zieht alsdann seinen Antrag 20 der Großh. Gewerbeinspektor, ein Vertreter der Großh. Handels⸗
kammer Gießen, ein Vertreter der Arbeitnehmer.
Kreistagsmitglied Beckmann: Der Kreisausschuß habe seinem 5 wohl ein anständiges Begräbnis bereiten wollen. Er habe denselben Antrag schon in früheren Jahren gestellt, damals sei man auch nicht über Ermittlungen hinausgekommen. man könne deshalb auch jetzt schon zur Frage Stellung nehmen, was er beantrage.
Ter Vorsitzende weist die Unterstellung des Kreistags⸗ mitgliedes Beckmann, man habe seinem Antrag ein anständi Begräbnis bereiten wollen, als unzutreffend zurück. Richtig.
. stellt und daß entsprechen⸗ des Material gesammelt lein dieser Vorgang liege schon zehn Jahre zurück und das damals gesammelte Material sei doch inzwischen veraltet und könne heute unmöglich als Grund⸗
lage für eine Beschlußfassung dienen.
Kreistagsmitglied Keller. Die Frage sei zu schwierig, als daß sie schon heute gelöst werden könnte, man solle aber, wenn die demnächst spruchteif sei, eigens hierfür den Krei
zusammenberufen. Ueberhaupt empfinde er es mißständig, da Jahre zusammenberufen
mmission geschritten: duiß soll Aisch fach Landgerichtsrat Neuen⸗ hagen vertreten werden, im übrigen die Großh. Handelskammer Gießen und die als Vertreter der Arbeitnehmer gewählten Bei⸗ sitzer des Gewerbegerichts der Stadt Gießen ersucht werden, je einen Vertreter in die Kommiffion zu entsenden. Kreistagsmitglied Winn stellt hierauf den Antrag, die übri⸗ gen Kapitel des Voranschlags en bloc anzunehmen.
Tiefer Antrag wurde einstimmig gutgeheißen n sodann fest, daß der 1 unter 1 chlossenen i der Löhne der Kreisstraßenwarte unter Rubrik VII
Der Betrag, der unter VII mehr erscheint, sei am dem Peservesonds abzusetzen
Nunmehr kam man zum ersten Gegenstand der Tagesordnung zurück. Debattelos wurden die na iefenen Kreditüberschrei⸗ tungen von 15 602,98 Mk. in Beleg 656 zu Lasten der ieso⸗ nen Deckungsmittel(Mehreinnahmen und Min 1 6 in Beleg 657 genehmigt und das Verzeichnis der liquidierten stände in Höhe von 1494,92 Mk. gutgeheißen. 0
Dritter Gegenstand der Tagesordnung.
in biesem Jahr leider nicht möglich gewesen, sich an der Abfassung] bauung ei Kreisstrafe von Dei f
e Sn eiern. er weile del aber in n 7 eihgeßern nach Gießen; hier . Der Borsttzende gibt betannt, f f
Ir Schenck bemerkt noch zu der Aeußerung Beckmann, daß] des Geländes 4 de gibt be— sich 9 94—
die Hahnpflege wirksam nur dann durchgeführt werden könne, kung Schiffenberg ergeben habe, daß die 2 wenn auch ein Schulzahnarzt bestellt werde. beiden Gemarkungen Schiffen 12 25 N
Lreistagsmitglied Sommer peist darauf hin, wie außer⸗ den Kilometersteinen 2,4 und 3,0 im Zickzal und 2—
ordentlich wichtig es für die Menschen sei, gesunde Zähne zu
Deshalb sei ci schon Verhandlungen in dem 1 angegebenen Sinne im Gange.
an sei und zwar in Einnahme und Ausgabe mit 890 700,30 Mk.
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arbeit zugedeckt würden. Es sei deshalb a l 1 5 dies 8 8 grenzwegen im einigungsverfahrer„ in 0 der Fahrbahn der Kreisstraße zu verlegen E en Brechpunkten an beiden Seiten der Straße mit Gemarkungsgrenzsteinen aus⸗ zusteinen. Dem vorgeschlagenen Verfahren hätten 1 15 die be⸗ teiligte Gemarkung Schiffenberg wie die Genleinde Großen eden ebenso wie der Kreisausschuß zugestimmt. Der Kreistag heißt die in Aussicht genommene Grenzregulierung ebenfalls gut. a Zum 4. Gegenstand der Tagesordnung„
a. Neuwahlen, r gibt der Vorsitzende bekannt, daß die Wahlzeit des stellver⸗ ir mer, 1 Aus⸗
tretenden Kreisausschußmitgliedes, Kommerzienrat Schi abgelaufen sei und deshalb Neuwahl stattfinden müsse; ein Aus⸗ scheidender könne wiedergewählt werden. Es erfolgt sodann ein⸗ stimmige Wiederwahl des Genannten durch Zuruf. Zum 5. Gegenstand der Tagesordnung 0 WMitteilungen„ erklärt der Vorsitzende, daß Amtsrichter Specht, der Vor⸗ sitzende der Kommission für Familienunterstützungen des Amts⸗ gerichtsbezirks Grünberg versetzt worden sei. Der Kreistag be⸗ schließt auf Antrag des Kreisausschusses einstimmig, an seine Stelle seinen Nachfolger im Amte, Gerichtsassessor Brückel, in Grünberg, als Vorsitzenden der dortigen Kommission zu ernennen. Die Tagesordnung war damit erledigt. Der Vorsitzende schließt die Sitzung um 12 ½ Uhr nachmittags.
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Die Tagung des deutschen Bühnenvereins. rb. Darmstadt, 16. Mai. Die 46. ordentliche Generalversammlung des Deuts Sal Bühnenvereins nahm heute vormittag 11 Uhr im der„Traube“ ihren Anfang Es waren über 100* zu⸗ egen, Der erste Präsident, Generalintendant Graf von Hülsen⸗ Haeseler eröffnete die Tagung mit einer warmherzigen An⸗ sprache. Die gnädige Einladung des Großherzogs 7 8 eint uns heute, wie vor zwölf Jahren wieder in der lings⸗ frohen Hauptstadt des Hessenlandes und gibt uns Gelegenheit. die großen Fortschritte der Residenz auch in ihrer inneren Ent⸗ wickelung kennen zu lernen. Ich habe schon gestern Sr. königl. Hoheit für den überaus gnädigen Empfang unseren ehrerbietigsten Dank ausgesprochen und wiederhole das hier erneut und offiziell. Zugleich danke ich auch Herrn Intendanten Dr. Eger, der alles getan hat, uns den Ausenthalt hier so angenehm wie möglich zu gestalten. Noch niemals, seit der Deutsche Bühnenverein besteht, sind seine Mitglieder in einer so gewaltig kreisenden Zeit zusammengetreten, wie der jetzigen. Unter Führung unseres erha⸗ benen Kaisers, der deutschen Bundesfürsten und der schlachterprob⸗ ten Feldherren stehen unsere deutschen Brüder drau im Felde, jederzeit bereit, mit ihrem Blut unsere heiligsten Güter zu ver⸗ teidigen. Und so eilen denn unsere Gedanken zuerst mit den Ge⸗ fühlen des herzlichsten und wärmsten Dankes zu ihnen, aber auch mit der glaubensstarken, eisernen Zuversicht, daß aus dieser blu⸗ tigen Saat die goldene Friedenszeit aufgehen wird, und, wie einst 1 im alten Hellas, Deutschlands Kunst eine Blüte erleben wird, wie noch keine zuvor. Das walte Gott!(Lebh. Beifall.) Der Präsident widmete darauf dem verstorbenen Mitglied Alfred Schmieden einen warmherzigen Nachruf und die Anwesenden erhoben sich zum ehren⸗ den Gedächtnis von den Plätzen. l Nach Wahl der Schriftführer, sowie Feststellung der Anwesen⸗ heitsliste trat die Verhandlung in die Tagesordnung ein. Zunächst erstattete Intendant v. Holthoff den Geschäftsbericht; es geht daraus hervor, daß der Verein 10 Ehrenmitglieder und 151 Mit⸗ glieder mit 310 Stimmen besitzt. Der Abschluß für das Jahr 1914 ergibt einen Ueberschuß von 5140 Mark. Das Vermögen des Ver⸗ eins beträgt 103 Mark. Bei der alsdann vollzogenen Vor⸗ standswahl wurden alle Mitglieder des Präsidiums 1 f mit Ausnahme des satzungsmäßig ausscheidenden Bachur, an dessen Stelle durch den Stimmzettel Direktor Meuke n⸗ Zürich gewählt wurde. Den Bericht über die Wohlfahrt s⸗ kasse g crstattete Geh. Rat Lautenburg. Sie hat im Berichts⸗ jahr 20 217 Mark an Zuwendungen erhalten; die Gesamtausgaben stellten sich auf 19 301 Mark, von denen 15 265 Mark für laufende Unterstützungen aufgewendet wurden, und zwar an Bedürftige Bo⸗ 59 2 Mark. Der Barbestand stellte sich beim Abschluß auf rk.
milie, wurden in 1 Wohnungen untergebracht und er⸗
eingekleidet. In 325 Fällen wurde die rückständige Miete 8
kräfti besonb
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hat die Kriegshilfskasse in jeder Weise segenskeich
der W gelindert. Am 15. Juni sollen während der Sommerszeit die verschiedenen Wohl⸗ tätigkeitseinrichtungen geschlossen werden, da die Bedürftigen bez deren Krder dälsten der Pelfdenk fear er degler
tigung fin ürften. Der Pr n N r 1 Poiberern des Kriegsheims, besonders dem Werichterteaer den besonderen Dank aus und die Versammlung brachte dem Präfiden⸗ ten für seine gro 0 Förderung ein drei
Ueber die Schaffung einer Sch
Altmann begründete e tischen Hochschulkurse in Jena dur ördern. 8
ramen r sämtli⸗ wieder zurück. Ein Antrag Im m auf Gründung von cgirssverbänden. 2— e nd Auf die 7 Wie der a. er au 1 au ie neue Verbände gebilbet worden.
dahin wir! all den


