Ausgabe 
(15.5.1915) 113. Zweites Blatt
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chade gewesen und als die Deutschen ankamen, mußten die ücker den so billig erworbenen Brennstoff wieder herausrücken. Neben der Flickarbeit verlangen die von der Front zurück⸗ kommenden Geschütze mancherlei andere Fürsorge. Soweit es sich um unsere eigenen handelt, werden sie, nach gründlicher Reinigung, Die allen anderen Arbeiten voraufgeht, genau darauf nachgeprüft, ob sie durch die Abnützung nicht an Treffsicherheit verloren haben. Dazu ist eine eigene Zielbahn gebaut. Hier werden auch die Züge machgesehen und wenn nötig, neu geschliffen, die Vorweiten mittels geeigneter Apparate festgestellt, neue verbesserte Zielfernrohre auf⸗ setzt usw. Viel durchgreifendere Aenderungen sind vielfach an den eroberten feindlichen Geschützen nötig, ehe wir sie für würdig halten, die in so ungeheuren Mengen in unseren Händen befindliche feindliche Munition auf die eigenen Erbauer und ihre Bundes- genossen zu schleudern. 5 Bei Maschinengewehren, für welche vier neue Schlitten und andere Ersatzteile sabrikmäßig hergestellt werden, sind namentlich die Kühlmäntel große und auch durch Gewehrfeuer leicht verletz bare Zielpunkte. Durch Verwendung der autogenen Schweißung machen diese Reparaturen, auch wenn es sich um den völligan Ersatz des Kühlmantels handelt, wenig Schwierigkeiten und Auf- enthalt. Jedes Maschinengewehr wird aber, bevor es die Werkstatt verläßt, genau geprüft und eingeschossen. Der der Fabrik benach⸗ barte Schießplatz bietet ein malerisches Bild, welches durch die Nähe der Front und den von dorther ständig herübergrollenden Kanonendonner einen besonderen Reiz bekommt. Ein Jäger schießt das Maschinengewehr nach der vor einem hohen und breiten Erd⸗ walle aufgestellten Zielscheibe ein. Neben ihm wirkt eine Abnahme⸗ kommission, die ihre Aufgabe ebenso ruhig und sachlich erfüllt wie im tiefen Frieden, ihres verantwortungsreichen Amtes. Die Neufabrikation des Betriebes beschäftigt sich selbstver sständlich am meisten mit dem, was man im Stellungskriege am. ötigsten braucht, nämlich mit Schützengrabenbedarf. Außer Schieß⸗ N ten, Schutzschildern usw. werden hauptsächlich Drahtverhaue angefertigt. Das für den Betrieb nötige elektrische Licht gewinnt man im Kesselhause der französischen Fabrik, welches von uns ebaut worden ist, nachdem man es in einem Zustande vorge⸗ nden hatte, der die an deutsche Ordnung und Sauberkeit ge⸗ hnten Arbeiter entsetzte. Zwei Zentimeter dick klebte der Kessel⸗ sstein an den Wänden der Kessel und als man nachfragte, ob denn diese nie gereinigt worden seien, erfuhr man, daß daran niemand gedacht habe, solange die Fabrik steht. 290 5 2 Einen sehr lohnenden Zweig der Fabrikation verdanken wir den Engländern. Diese haben uns als Beute große Mengen leichter, zu besonderen Zwecken gebauter Wagen überliefert, die sich trefflich für unsere Maschinengewehrkompagnie eignen. Man kann sie mit leichter Mühe und ohne einen Pfennig Kosten für Vaterland zu ihrem neuen Zweck umbauen. Als ein besondersgepflegter Zweig der Werkstatt der Be⸗ erungs⸗Artillerie Nr.... blüht die Fabrikation von Minen⸗ fern, dieser unheimlich wirkungsvollen neuesten Waffe, welche unsere Feinde uns mit so großen Eifer nachzuahmen bestrebt sind. Die Minenwerfer sind Kinder dieses Krieges und vielleicht ist nie⸗ mals die technmische Entwicklung einer Waffe in so schneller Zeit vorwärtsgeschritten. Verglichen mit den hochentwickelten neuesten Modellen sehen die ersten Anfänge, die doch nur wenige Monate ückliegen, wie Kinderspielzeuge aus. Und doch sind auch sie sehr sam und werden bei Gelegenheit weiter verwendet. Aber ändig werden neue Vervollkommnungen eingeführt. Neben den deutschen Arbeitern in den Werkstätten werden zum Reinigen der Räume usw. auch einige Franzosen beschäftigt. iese haben wiederholt den Antrag gestellt, sie auch im eigent⸗ chen Betriebe zu verwenden, ein Ersuchen, dem selbstverständlich entsprochen werden kann. Als sie der als Fabrikleiter wir⸗ e Hauptmann darauf aufmerksam machte, daß sie doch unmög⸗ ch wünschen könnten, Kriegsmaterial gegen ihre eigenen Lands⸗ 5 herzustellen, erwiderten sie, nein, gegen Franzosen würden ie als Franzosen nicht arbeiten. Aber man solle sie gegen die Engländer, welche Frankreich verraten und in das größte Unglück irzt hätten, arbeiten lassen. Das würden sie gerne tun und allen Kräften. Es ist immerhin ein Zeichen und nur eines n vielen, daß wenigstens in den besetzten Teilen von Frankreich Einsicht aufzudämmen beginnt, wie sehr der Engländer seine mdesgenossen mißbraucht. Auch diese Saat wird an ihrem e Früchte tragen, wenn wir als Deutsche auch jetzt den Haß französischen Arbeiter gegen den perfiden Bundesgenossen nicht mützen vermögen. 5 l W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.

Aus Stadt und Land. Gießen, 15. Mai 1915.

Gemüse, die nichts kosten. Von Ende April bis Anfang Juli wird unser wichtigstes Nahrungsmittel, die Kartoffel, in dem Maße als die Jahres⸗ it vorrückt, knapper und auch weniger schmackhaft. Da en grüne Gemüse eine willkommene Ergänzung. Wer lche möglichst billig haben will, mag sich in dieser iegszeit erinnern, daß eine Anzahl wildwachsender Pflan⸗ zen ohne große Umstände wohlschmeckende und gesunde Ge⸗ zmüse liefert. Die finger⸗ oder handlangen Triebe der unter Hecken, an Wegrändern, an Dämmen und sonstigen schatti⸗ Stellen wachsend, allbekannten Brennessel(Urtica rens L.) werden mit Handschuhen gepflückt, dann wie Spinat belesen und behandelt, und geben so ein gefundes Gemüse. An feuchten und vor allem recht schattigen Waldrändern unter Hecken, in schattigen Anlagen und Gebüschen, sind etzt die grundständigen Blätter eines in unserer Gegend t häufigen Doldengewächses erschienen, des Geiß⸗ fußes oderGierscher(Aegopodium podagraria L.). Sie liefern in jugendlichem Zustande ebenfalls ein wohl⸗ bekömmliches Gemüse, das wie Spinat zubereitet wird. Eine dritte, von alt und jung gekannte Pflanze ist der auf en Kleefeldern an grasigen Feldwegen und Rainen wach⸗ ende Löwenzahn, auch Kuhblume oder Ringel⸗ blume(Leontondon Taraxacum) genannt. Wer ihn im Augenblick noch benutzen will, muß sich beeilen, damit er die bekanntlich vielgezahnten, der Pflanzenkundige sagt schrotsägeförmigen Blätter noch vor dem Aufbrechen der goldgelben Kornblüte sammeln kann. Werden die Blätter

später gesammelt, so schmecken sie bitter. Die Pflanze ist auf unseren Luzerne-(ewigen Kleefeldern) in den letzten Jahren durch ihre starke Vermehrung eine arge Plage ge⸗ worden. Wer Blätter bei der zweiten oder dritten Schur der Luzerne sammeln kann, wird ein schmackhaftes Gemüse haben. Auch darf der Sammler nicht unbeachtet lassen, daß der Löwenzahn auf feuchten Standorten gewöhnlich ein nahezu ganzrandiges Blatt von der Form eines Schuhlöffels zeigt, das auch verwendet werden kann. In Frankreich werden die Löwenzahnblätter im Vorfrühling durch fach⸗ gemäße Behandlung des Gärtners gebleicht und liefern dann einen hochfeinen, von Feinschmeckern geschätzten Salat. An Salatpflanzen seien nur zwei wildwachsende angeführt. Die Brunnenkresse(Nasturtium officinale R. Br.) und das Scharbockskraut(Ranunculus Ficaria L.) auch Feigwurz genannt. Erstere ist ein Bewohner unserer Wiesen gräben mit flutendem Wasser. Sie wird als Salatpflanze von Kennern sehr geschätzt. Das Scharbockskraut findet sich an schattigen feuchten Stellen des Waldes, an Grabenrän dern und unter feuchten Hecken. Seine nierenförmigen Blät⸗ ter geben in jugendlichem Zustande einen erfrischenden Salat. Die zwischen den Wurzeln sitzenden zahlreichen lichen Knöllchen, die stärkemehlhaltig sind, können, nach- dem man sie ein oder zwei Tage in Salzwasser eingeweicht hat, in derselben Weise wie Kapern(in Essig) eingemacht und wie Kapern als Fleischbeilage verwendet werden. Auf dem Westerwald und in sonstigen Gebirgsgegenden verdient der Hirschzungenknöterich(Polygonum Bistorta L.), eine Wiesenpflanze, die jedem Sommerfrischler durch ihre pracht⸗ voll rote Blütenähre auffällt, Beachtung. Seine sattgrünen Wurzelblätter liefern in den ersten Frühlingswochen ein schmackhaftes Gemüse. *

* Nationaler Frauendienst. Diese vom Bund deutscher Frauenvereine beim Kriegsausbruch begründete Organisation hat bekanntlich die Aufgabe, die verdienstvolle Tätigkeit des Roten Kreuzes in zweckmäßiger Weise zu er⸗ gänzen. Als Hilfsmittel für die in dieser Absicht zu leistende vielseitige Arbeit dienen verschiedene Flugblätter: Ein an- schauliches schwarz-weiß-rotes PlakatKrieg und Küche, ein Aufruf an die Hausfrauen, an die jungen Mädchen, an die Schulkinder und an die Köchinnen. Ein anderes Flug⸗ blatt warnt die deutschen Soldaten vor leichtsinnigem Ver⸗ kehr und seinen verhängnisvollen Folgen. Neuerdings hat der Nationale Frauendienst drei sehr lehrreiche Tabellen über die Kriegsversorgung der Witwen und Waisen herausgegeben, die für viele Frauen, denen der Krieg das schwerste Opfer auferlegt hat, von der größten Wichtigkeit sind. Sie liegen, wie aus einem Inserat in unserer heutigen Nummer hervorgeht, bei Frau Dr. Kal b⸗ fleisch, Süd-Anlage 4, jeden Montag, Mittwoch und Frei⸗ tag von 1012 Uhr zur Benutzung aus, werden auch auf Wunsch unentgeltlich abgegeben.

Anlagemusik. Am Sonntag, den 16. Mat, vormittags 11½ Uhr, konzertiert in der Süd-Anlage die Kapelle des 1. Land- sturm-Bataillons Gießen. Folgende Spielsolge kommt zum Vortrag: Hochzeitsmarsch aus demSommernachtstraum von Mendelssohn; Ouverture von Wiggert; Frühlings-Erwachen von Bach; Estudian⸗ tma-Walzer von Waldteufel; Der Musikfreund, Potpourri von Schulze; Frei weg! Marsch von Latann.

Silberne Hochzeit. Heute begehen die Eheleute Karl Reuter, Dienstmann, und Frau, Katharine, geb. Rau, das Fest der Silbernen Hochzeit.

Landkreis Gießen.

O Nöthges, 14. Mai. Heute konnte Polizeidiener Wilhelm Paul auf eine 25jährige Dienstzeit zurückblicken.

A Mainzlar, 13. Mai. Die Sammlung zur National⸗ spende für die Hinterbliebenen der Gefallenen betrug in unserer Gemeinde 161 Mt.

Kreis Alsfeld.

h Als feld, 13. Mai. Trotz der vielfachen Warnungen und Strasandrohungen hat die Behörde in zahlreichen Privat-Haus- haltungen des Kreises Uebertretungen des Kuchen- backverbotes sestgestellt. Zur Abwehr dieses Unsuges wurde nunmehr für den Kreisbereich der Verkauf von Sauerteig, Hese, Backpulver und ähnlichen Triebmitteln an private Haus⸗ haltungen bei einer Strafandrohung mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrase bis zu 1500 Mk. verboten.

Kreis Wetzlar.

w. Wetzlar, 13. Mai. Im verflossenen Jahr hat der Kreis⸗Krieger⸗Verband Wetzlar insgesamt 81. Mit- glieder durch den Tod verloren, darunter 34 Mitglieder, die im Feldzug 1914 gefallen sind.

Lützel⸗Linden, 13. Mai. Der chausseemäßige Aus- bau einer 1000 m langen Straße von Lützel-Linden nach Münch- holzhausen, veranschlagt zu 13000 Mk., soll in diesem Sommer vollzogen werden. 0

¾

Spielplan des Großh. Kurhaustheaters Bad⸗Nauheim.

Sonntag, den 16. Mai:Die fünf Frankfurter. Montag, den 17. Mai: Gastspiel desNeuen Theaters Frankfurt a. M.:Der Arzt seiner Ehe. Mittwoch, den 19. Mai:Das Eiserne Kreuz. Hierauf:Der zerbrochene Krug. Freitag, den 21. Mai:Gold- fische. Sonntag, den 23. Mai(Pfingstsonntag):Als ich noch im Flügelkleide. Montag, den 24. Mai(Pfingstmontag):Im weißen Röß'l. Beginn der Vorstellungen abends 8 Uhr.

Märkte. 5

Gießen, 15. Mai. Marktbericht. Auf dent heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfund 1,501,60 Mk.; Hühner⸗ eier 1 Stück 11 und 12 Pfg., 2 Stück 00 Pfg.: Enteneier 1 St. 0 Pfg. 2 St. 00 Pfg.; Gänseeier 1 St. 00 Pfg., 2 St. 00 Pfg.: Käse das Stück 78 Pfg., Käsematte 2 Stück 60 Pfg.: Tauben das Paar 1,001,40 Mk., Hühner das Stück 1,002,00 Mk., Hahnen das Stück 1,00 2,50 Mk., Enten das Stück 2,503,00 Mk., Welsche 45 Mk.; Ochsenfleisch das Pfund Mk. 1,04 1,12, Rind⸗

*

fleisch das Pfund 104112 Pha, Kuhfleisch 104112 0 fleisch das Pid. 1,24 1,30 Mk., Kalbfleisch das 96 Hammelfleisch das Pfund 96106 Ufg.; Kartoffeln K 13,0013,50 Mk., Weißkraut d. St. 2030 Pig.; Zwiebeln d. Zte. 25,00 30,00 Mk.: Milch das Liter 24 Pfg. Aepfel das Pfund 8 Pfg.: Nüsse 100 Stück 60 Pig. Marktzeit von 7 bis r. 5

se. Frankfurt a. M. Viehhofmarktbericht vom 14. Mai. Auftrieb: Rinder 201(Ochsen 6, Bullen 13, Kühe und Färsen 176), Kälber 656, Schafe 123, Schweine 416.

Tendenz: Kalber flott, Schafe ruhig, Schweine zögernd ge⸗ handelt, geräumt. Preise für 100 Pfd. Lebend- Schlacht gewicht. Kälber. 5 Mk. Feinste Mastkälb er 27880 180138 Mittlere Mast- und beste Saugkälbern.. 7880 130133 Geringere Mast- und gute Saugkälber.. 74-77 123-127 Sch ase. 5 Stallmastschase: Mastlämmer und jüngere Masthammel.. 53-00 115-00 Sch weine. 5 Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht... 110.00-114.00 138.00 140.00

Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendge wicht.. 107.50112 182.00 138.00 ke. Frautfurt a. M., 14. Mai. Auf dem Heu- und Stroh- markt war nichts angefahren. N

*. ͤ Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 4 Sonntag, den 16. Mai, Exaudi. Gottesdienst.

i In der Stadtkirche. 5 Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe. a Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Markus⸗ gemeinde.

Vormittags 9 Uhr: Pfarrassistent Hoffmann.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde.

Pfarrassistent Hoffmann. In der Johanneskirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausseld. 3

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Johanues⸗ gemeinde. N Vormittags 9 Uhr: Vormittags 11 Uhr:

Pfarrer e Kinderkirche für die Lukasgemeinde.

f Pfarrer Bechtols heimer. Mittwoch, den 19. Mai, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde.

Pfarrer Bechtols heimer.

Wartburg, evangelischer Jünglings⸗ und Männer⸗verein. (Diezstraße 15.) Sonntag, den 16. Mai: Vortrag. Dienstag, den 18. Mai, abends Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, den 20. Mai, abends 834 Uhr: Leseabend. Samstag, den 22. Mai, abends 8 ¼ Uhr: Aeltere Abteilung Gäste, besonders die Neusonfirmierten, stets willkommen.

Bibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. 5 Für die jüngere Abteilung jeden Mittwoch von 67 Uhr, für die ältere Abteilung jeden Samstag von 67 Uhr.

Bibelkränzchen für Mädchen aus der Johannesgemeinde. Jeden Dienstag von 67 Uhr im Johannessaal. 0

Evangelischer Gottesdlenst. Sonntag, den 16. Mai, vormittags 10 Uhr. Missionar Köngeter⸗ Kamerun. Kollekte. (Heil. Abendmahl für Daubringen.)

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Kirchberg:

Mainzlar: Mittwoch, den 19. Mai, abends 87 r: Kriegs betstunde. 5 Dekan daß mann. Uatholische Gemeinde. Gottesdienst.

A

Samstag, den 15. Mat:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenhell zur heil. Beichte. Sonntag, den 16. Mai, 6. Sonntag nach Ost ern: Vormittags von 6⅛ Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 5 um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt.

Militärgottesdienst.

Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf atramentalische 1 Weber ih f Dienstag und Freitag abend um 8 Uhr ist Maiandacht. Diaspora⸗Gottesdienst. In Lich um Uhr. Alles neu macht der Mai pas,

böden, Flurdielen, Treppen, Fenster, Fußleisten, geölte Wände

Decken, Fensterbänke. Türen, Möbel, Steinplättchen, Marmor, Kronleuchter, Porzellansachen alles Waschbare mit Luh ns Salm.⸗Terp. Seife gereinigt worden ist. Eine au

sparsamere Abseiflauge als solche von Luhns Seise gibt es nicht. A.

sk

4 N Shrun 2 kür Kinder und Kranke

ebigere, mildere

Bekanntmachung.

von Kleinpflaster wird die Kreisstraße Hungen Langsdorf vom 25. Mai ab bis auf weiteres für jeden Verkehr gesperrt. 8 75

Die Umleitung des Verkehrs erfolgt über LangsdorfBetten⸗

Zum Herstellen

hausenBellersheim Hungen oder über LangsdorfNonnen⸗ roth Hungen.. Gießen, den 11. Mai 1915. 6 0 Heuberg Kreisamt Gießen. r. Usinger.

Ein 30⸗jähriger Katarrh geheilt.

Mit dem wor 6 Wochen von Ihnen bezogenen Inhalator habe sehr gute Erfolge erzielt. Ich litt schon seit 30 Jahren an hlkopf⸗ und Rachenkatarrh, mehr oder weniger mit Auswurf funden, wodurch ich körperlich sehr herunterkam. Auch hatte oft einen hartnäckigen Schnupfen. Das Leiden ist jetzt voll⸗ ändig geschwunden, was bei meinem Alter von 64 Jahren gewiß

1 viel sagen will. F. Vogt, Lehrer a. D. Elberfeld, Ravensbergerstr. 40. 5

5 Es liegen mehr als 15 000 ähnlicher Anerkennungen vor, welche

einem vereidigten Bücherrevisor und polizeilich beglaubigt sind.

Tancrés Inhalator, der bereits von vielen Aerzten wegen seiner

überraschenden Wirkungen bei Katarrhen der Luftwege in Gebrauch

genommen wurde, darf nicht mit Inhalatoren älterer Konstruktion

* 3 eee Sein Hauptvorzug besteht in einer viel grö⸗

ßeren Tiefenwirkung. 2

* Nicht nur bei Kehltopf⸗- und Rachenkatarrh leistet Tanerss In⸗

g alor so schätzbare Dienste, wie aus dem obigen Zeugnis des Herrn

5 Elberfeld, hervorgeht, sondern auch andere akute und chronische

Fatarrhe, wie Bronchialkatarrh, Luftröhrenkatarrh, Nasenkatarrh,

Stockschnupfen, Heuschnupfen, Keuchhusten, Afthmausw werden durch

den kleinen Apparat sehr günstig beeinflußt, was aus den verschie⸗

bensten Anerkennungsschreiben hervorgeht. So schreibt Herr Fabrik⸗

direktor 3 Paul 1 eh Grabenstr. 27: 15 bezog von Ihnen einen Inhalationsapparat, um gegen meinen sei ca. 10 Jahren bestehenden Bronchialfatarrh auf Anraten meines

Arztes energisch vorzugehen. Zu meiner großen Freude kann ich

Ihnen heute schon mitteilen, daß ich mich nach konsequent durch⸗ geführter dreimaliger täglicher Inhalation heute von sämtlichen früher erlittenen Beschwerden vollständig befreit fühle. Nach meinen Erfahrungen kann ich Ihren Inhalations⸗Apparat nur bestens empfehlen, derselbe bedeutet eine große Wohltat, die sich alle Ka⸗ tarrh⸗Leidenden zu Nutzen machen sollten. Die stete Gebrauchs⸗ fertigkeit sowie das Einatmen der betr. Medikamente in gasför⸗ migem Zustand erhöht den Wert desselben ungemein, gegen der früheren umständlichen und wenig angenehmen Inhalation feucht⸗

Ferner schreibt Herr Fritz Liedschulte, Dortmund, Schützen⸗ straße 144: Ich erhielt Ihr w. Schreiben und teile Ihnen mit, daß ich inzwischen einen Ihrer Inhalations⸗Apparate hier gekauft habe. Nach ca. achttägigem Gebrauch desselben ist mein Halsleiden, mit welchem ich mich schon jahrelang herumgeschlagen hatte, spur⸗ los verschwunden. g

Der mäßige Preis ermöglicht jedem Leidenden die Anschaffung. Man gibt schließlich während eines längere Zeit dauernden Katarrhs auch für andere, häufig unwirksame Mittel viel Geld aus, und weit mehr büßt man durch ein solches Leiden an Verdienst ein, selbst wenn man dabei seinem Berufe noch nachgehen kann. Die Gefahr, sich durch einen veralteten Katarrh ein dauerndes Brust⸗ 85 Halsleiden zuzuziehen, läßt sich überhaupt nicht in Geld ab⸗ schätzen.

Hier erhält man dagegen einen wissenschaftlich erprobten, viele Jahre in der Familie verwendbaren Apparat, den jeder Arzt als ein ausgezeichnetes Mittel zur Bekämpfung von Katarrhen an⸗

erkennen wird. Gerade in der Uebergangszeit, wo man sich täglich

gerne kostenlos und ohne Kaufzwang erteilt; man

einen Katarrh holen kann, sollte jeder, der zu solchen Erkrankungen neigt, unbedingt sofort kostenfreie Aufklärung verlangen. Verlangen Sie den echten Tancr6s⸗ Inhalator, Modell B Sbebgr(oi gebenden ig g4den Bacher uuf d 88 fran Zubehör rt gebrauchsfertig) gegen N 8. kostet. Keine weiteren Unkosten, nur einmalige Anschaffung. Warnung! Achten Sie genau auf den Namen Tancrs und die patentamtliche SchutzmarkeDie Kur im Hause, damit Sie auch wirklich den echten und 4 7 Original⸗Tancré⸗In⸗ 2 erhalten, da minderwertige Nach 2 im Handel sind. ein zweiter Apparat kann sich wie dieser auf 15 000 isse 88 und Patienten berufen. Deutsche Firma a g Nähere Auskunft über den O riginal⸗Tancré ird von der Firma Carl A. Tancré, See Cupon aus und sende denselben als Drucksache ein..

Firma Carl A. Tanucre, Wiesbaden 164. ö Ich wünsche Aufklärung über Ihr neues. ö

stem. Es dürfen mir jedoch keine Kosten

Im offenen Briesumschlag mit 3 Pfg. frankieren.

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