Ausgabe 
(15.5.1915) 113. Erstes Blatt
Seite
82
 
Einzelbild herunterladen

wo wir sind. Augenblicklich ist Deutschlands Stern im Steigen. Das Blatt sagt weiter: Tatsächlich sind die Be⸗ richte des Deutschen Hauptquartiers in der Regel wahrheitsgemäß; außerdem werden sie mit großer Pünkt⸗ lichkeit ausgegeben. Die deutschen Angriffe beginnen gewöhnlich bei Tagesanbruch, und am Abend werden die Berichte durch die Welt telegraphiert. 8

5 Ein Bericht Freuchs⸗

d London, 14. Mai(WTB. Nichtamtlich.) General French meldet: Der Kampf östlich von Ppern dauert fort. Durch das heftige Bombardement, das heute auf den nördlichen Teil des We⸗ ges nach Meenen gerichtet war, sind einige unserer Laufgräben ver⸗ naichtet worden, was eine zeitweilige Verlegung unserer Linie nötig machte. Inzwischen ist die Linie wiederhergestellt worden.

Der amtliche französische Bericht.

Paris, 13. Mai.(Ctr. Frkf.) Die amtlichen Berichte vom Freitag lauten: 3 Uhr nachmittags: Nördlich von Arras haben wir am Mittwoch abend und in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag einen glänzenden Erfolg davongetragen. Bei Notre Dame de Laorette hatten wir als Herren der Schanze und der Kapelle in dem weiten Viereck von Schützengräben und Werken, das sich nörd⸗ lich der Kapelle befindet, einen sehr heftigen Gegenangriff aus⸗ zuhalten. Ein erbitterter Kampf, der die ganze Nacht andauerte, begann in diesem Viereck. Am Morgen blieben wir gänzlich dessen Herren, nachdem wir dem Feinde außerordentlich erhebliche Verluste Jiugefügt hatten. In der Nacht haben wir ebenfalls das ganze orf Carency und den Wald nördlich des Punktes 125(un⸗ mittelbar nördlich von Carency. D. Red.) im Sturme genommen. Die Besatzung, die das Dorf und den Wald hielt, umfaßt ein Bataillon des 109. Insanterieregiments, ein Bataillon des 136. Re⸗ giments, ein Bataillon bayerischer Jäger und sechs Pionierkom⸗ pagnien zu 300 Mann. Diese Truppen hatten aus Carency und dem Walde des Punktes 125 einen formidablen Schlupfwinkel ge⸗ macht. Obwohl durch die Verluste der vergangenen Tage an Toten, Verwundeten und Gefangenen sehr vermindert, setzte uns der Feind die ganze Nacht hindurch in dem Labyrinth von Blockhäusern und Laufgräben einen verzweifelten Widerstand entgegen. Bei Tages⸗ anbruch war der Widerstand gebrochen und wir machten uns zu Herren der Stellung. Unsere Truppen haben mit dem Bajonett etwa 100 Deutsche 555 und sie haben 1050 Gefangene gemacht, darunter etwa 30 Offiziere, unter denen sich ein Oberst und der Kommandant des Jägerbataillons befindet. Beim südlichen Aus⸗ gang von Souche z wurden unsere Stellungen durch den Feind heftig angegriffen. Wir sind deren Herr geblieben. Bei Neu⸗ ille sind unsere Angriffe im Dorfe und im Norden merklich vorgeschritten. Im Norden haben wir uns des Chemin des Car⸗ risres, der von Neuville nach Givenchy führt, bemächtigt, indem wir einige hundert Meter Boden gewannen. Im Dorfe selbst hielten wir gestern morgen nur den Südteil besetzt, in dem der Feind noch die Mitte und den Norden hielt. Unsere Angriffe am Ende des Nachmittags haben die Mitte der Ortschaft Haus um Haus 2 Die Deutschen sind nach dem Nordende zurückgeworfen,

*

abends: Die belgische Armee wurde in der letzten ach dem rechten Ufer der Heer von neuem angegriffen. Sie den zurückgeschlagen, der auf seinem Rückzuge mehrere ert auf dem Gelände zurückließ. Nördlich von Ar vas ben wir von neuem ein bedeutendes Ergebnis erlangt. Die Ein⸗ nahme von Carency ließ viel Material in unseren Besitz fallen. das noch nicht vollste geschätzt werden konnte. Man zählt unter der Beute zwei 7,7⸗Zentimeter⸗Tanonen, eine 10,5⸗Zenti⸗ Haubitze, zwei 21er 2 ein Dutzend 9 eine oße engewehre, 3000 Gewehre, große Vorräte Granaten und Patronen. Im Walde des Punktes 125 haben Tote von drei durch Artillerie vernichteten deutschen Kom⸗ nen gefunden. Der Feind hat am Nachmittag Carency ohne iches Ergebnis beschossen. Als Herren von Carench sind wir Norden vorgedrungen, wo wir uns der Ortschaft Ablain⸗ St. Naßzaire bemächtigt haben, die wir mit Ausnahme einiger er an der Ortsgrenze, in denen der Kampf fortgesetzt wird, halten. Wir haben mehrere hundert Gefangene gemacht. Der d hat auf seinem Rückzuge die Hälfte des Dorfes in Brand steckt. Bei Neuville⸗St. Vaast haben wir im nördlichen Teil des Dorfes neue Häusergruppen genommen. Die Zahl der er⸗ beuteten großkalibrigen Kanonen und Haubitzen beläuft sich auf In den Argonnen haben wir bei Bagatelle zwei deutsche griffe zurückgewiesen, einen in der Nacht und den zweiten am age Dieser letztere war sehr heftig. Die diesen Morgen im esterwalde gemeldeten Erfolge haben uns zu Herren der letzten deutschen Organisation gemacht, die noch in diesem Walde stand⸗ t. Die ganze Stellung ist in unseren Händen.

***

Der Seekrieg.

Amsterdam, 14. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Hiesige Blätter melden aus dem Haag: 20 Offiziere und 150 Mann englischen PanzerschiffesGoliath sind gerettet.

5 Ein amtlicher deutscher Bericht über die Versentung 5 derLusitania.

Berlin, 14. Mai.(WTB. Amtlich.) Aus dem Bericht des terseebootes, das dieLusitania zum Sinken bracht hat, ergibt sich folgender Sachverhalt: Das Boot tete den Dampfer, der 11 führte, am 7. Mai 2 Uhr 22 Min. mittags an der Südküste Irlands bei schönem, Harem Wetter. Um 3 Uhr 10 Min gab es einen Torpedo⸗ schuß auf dieLusitania ab, die an der Steuerbordseite in der Höhe der Kommandobrücke getroffen wurde. Der Detonation des Torpedos folgte unmittelbar eine weitere Explosion von ungemei 5 Wirkung. Das Schiff legte sich schnell nach Steuerbo über und begann zu sinken. Die Ex plosion muß auf die Ent⸗ zündung der im Schiffe befindlichen Munitions- mengen zurückgeführt werden.

Der stellvertpetende Chef des Generalstabes:

(gez.) Behncke.

England unter der pöbelherrschaft.

London, 14. Mai(WTS. Nichtamtlich) Die Ausschrei⸗ ungen gegen die Deutschen, die in London am Dienstag egonnen haben, wurden gestern mit vermehrter Gewalttätigkeit fortgesetzt. Sie ereigneten sich insbesondere in zahlreichen Stadt⸗ vierteln des östlichen und nördlichen London. Hunderttausende von Menschen nahmen daran teil oder waren mit der Ausschreitung sympathisierende Zuschauer. In einigen Seitenstraßen der Com⸗ mercial Road ist kaum ein Laden verschont geblieben. Der angerich⸗ tete Schaden wird auf 20⸗Tausend Pfund Sterling geschätzt. Der ob war nicht zufrieden damit, Türen und Fenster einzuschlagen, sondern verwüstete auch das Innere der Häuser, Treppen wurden in Stücke zerhackt, Wände und Zimmerdecken zerstört und Läden gänzlich aus geplündert. Ehe die Polizei erschien, war alle beweg⸗ liche Habe, Pianos, schwere Möbel, Betten, Bilder und selbst Kleiber geraubt und in Wagen, Handkarren und Kin⸗ derwagen fortgeschafft worden. Die Läden und Häuser wurden unter einem Steinhagel gestürmt und die Türen in kür⸗ zester Zeit eingeschlagen. Oft war ein Haus innerhalb 10 Minuten vollstandig ausgeraubt. Unter den Geplünderten befanden sich viele Teutsche, die seit Jahrzehnten in der Nachbarschaft wohnten. Es wurde kein Unterschied zwischen deutschen Staatsbürgern und Na⸗ turalisierten gemacht. Auch viele englische Läden wurden geplündert. Die Polizei war aufangs machtlos. Niemand hinderte bie Plünderer, mit ihrem Raube abzuziehen; Tausende pon Männern, Frauen und Kindern zogen von La⸗

die Aufrührer zu zerstreuen. In der Nacht wurden die Angriffe im Osten Londons erneuert und ein Laden soll dort in Brand ge⸗ steckt worden sein. Unter den Plünderern im nördlichen London 2 sich eine beträchtliche Zahl von Soldaten des Army Ser- vice-Corps. 5

In Liverpool wird der an den Gebäuden angerichtete Schaden auf 40000 Pfund Sterling geschätzt. Am Nachmittag wurden 150 Deutsche zwecks Internierung ver⸗ haftet. Auch in Newcastle haben Ausschreitungen stattgefun⸗ den. Die Londoner Polizeigerichte verurteilten die meisten zu Geld⸗ strafen und verpflichteten sie, sich künftig gesetzlich zu verhalten. In einem Falle wurde eine kurze Haftstrafe mit Zwangsarbeit verhängt. Auch im Süden und Südwesten von London kam es zu einem Aufruhr gegen die Deutschen. Einen großen Anteil an der Zerstörung und Plünderung hatten Frauen und Kinder.

DieDaily News ist das einzige Blatt, das den Mut besitzt, mit aller Schärfe gegen die Pogroms gegen die Deutschen aufzutreten. Sie macht die Hetze eines Teiles der Presse dafür verantwortlich; diese sei eine öffentliche Gefahr und dürfe von der Regierung nicht geduldet werden. Das Blatt erklärt die Internierung aller Deutschen für unmöglich.

Johannesburg, 14. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Mel⸗ dung des Reuterschen Bureaus. Die heftigen deutsch⸗feind⸗ lichen Kundgebungen haben zur Verwüstung des Eigen tums der Deutschen und zur Schließung von vier deutschen Läden und Bureaus geführt. Die Menge wandte sich auch gegen die dem deutschen Feinde gehörigen Kinos, die zum Schließen genötigt wurden. Gegen Abend verlor man die Kontrolle über den Mob vollständig. Die Leute liefen wie toll durch die Straßen und ver⸗ wüsteten alles, was einem feindlichen Untertan gehörte. Die Poli- zei bildete einen Kordon in der Forxstreet, um die Menge von den vornehmsten Burcaus und den Bergwerksunternehmungen ab⸗ zuhalten. Der Kordon war zu schwach und wurde durchbrochen. Gegen Uhr sah man an verschiedenen Punkten der Stadt. Flammen aufsteigen. Um 9 Uhr war das Zentrum der Stadt hell erleuchtet durch große Freudenfeuer, die mit dem Inhalt der verwüsteten Häuser genährt wurden.

Kapstadt, 14. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Meldung des Reuterschen Bureaus. Auch hier ist es gestern zu deutsch⸗ feindlichen Kundgebungen gekommen. Sechs deutsche Läden wurden angegriffen und angezündet. Die Po⸗ lizei war dem Mob gegenüber machtlos. Die Menge hält selbst Ordnung. Nur in einem Falle versuchten Farbige zu plündern, Der Versuch wurde sofort vereitelt. Die Regierung erließ eine Erklärung, daß sie Maßregeln erwäge, um der neuen Lage ge⸗ recht zu werden. Sie müsse aber vorerst die Reichsregierung befragen. g

Aus dem englischen Unterhaus.

London, 14. Mai.(WTB Nichtamtlich) Im Unter⸗ hause teilte Asquith mit, daß sich noch 40 000 Ausländer, darunter 24000 Männer, aus feindlichen Ländern in England frei bewegen. Die Regierung beantrage, alle erwachsenen männ⸗ lichen Personen wegen der Sicherheit des Landes zu kit er- nieren, oder, wenn sie das militärische Alter überschritten, nach der Heimat zurück zu schicken. Die Frauen und Kinder würden, wenn die Umstände es gestatten, nach Hause geschickt werden. In vielen Fällen würde es ein Gebot der Gerechtigkeit und der Mensch⸗ lichkeit sein, ihnen zu gestatten, im Lande zu bleiben. Es werde eine besondere Kommission gebildet, um Ansprüche auf die Be⸗ freiung von der Repratiierung zu erledi, Man denke nicht daran, die Neutralisierten, die etwa 8000 Mann zählen, zu inter⸗ nieren. Ausnahmefälle würden besonders behandelt und die Mög⸗ lichkeit müsse geschaffen werden, um in Fällen der Notwendigkeit und Gefahr zu internieren. Bonar Law hieß die Vorschläge der Regierung gut und sagte, es sei klar, daß das Land erregt sei, und daß man leicht die Kontrolle über dasselbe verlieren könnte. Nie⸗ mand wünsche ungerecht mit den Feinden zu verfahren, aber das Land müsse fühlen, daß die Frage behandelt werde.

Manchester, 14. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Wie der Manchester Guardian aus London meldet, hält die Regierung die Neuwahlen im Jahre 1916, falls der Krieg länger dauern sollte, eir undenkbar; sie beabsichtigt, die Legislaturperiode gesetz⸗ lich zu verlängern, solange der Krieg dauert. N

**

Der Kolonialkrieg.

London, 14. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ sche Bureau meldet aus Livingstone vom 11. Mai: Eine Abteilung nordhodesischer i und die Polizeitruppe griffen am 17. März eine deutsche Patrouille schwar⸗ zer Truppen ohne deutsche Offiziere in einem mit Pallisaden versehenen Dorfe, 17 Meilen von Fife entfernt, an. Der Feind leistete mutigen Widerstand, wurde aber überwunden und verlor 18 Tote und 30 Gefangene. In Windhuk wurde umfangreiches Eisenbahnmaterial erbeutet. Nach His⸗ sung der englischen Flagge wurde für das ganze eroberte Ge⸗ biet das Kriegsrecht proklamiert. Dann dankte General Botha den Truppen für ihre Selbstaufopferung, legte ihnen die Verantwortung, die auf ihnen ruhe, ans Herz und sagte, die Errungenschaften seien von größter Bedeutung für das Reich, da der Besitz von ganz Deutsch⸗Südwestafrika faktisch gesichert sei.

Windhuk, 14. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die deutschen Streitkräfte haben sich nach Nordwesten zurückgezogen. Der 5 der Hauptstadt ist nach Grootfontein verlegt worden.

Der Aufstand in Tripolis.

Tripolis, 14. Mai.(WTB. Nichtamtlich.)Agenzia Stefani: Vorgestern nachmittag ist in der Gegend von Mi⸗ surata eine aus Infanterie und Kavallerie zusammen⸗ gesetzte Abteilung durch Aufständische heftig ange⸗ griffen worden. Der Angriff wurde abgeschlagen. Auf italienischer Seite sind 11 Soldaten gefallen; drei Offiziere und 29 Soldaten wurden verwundet.

Aus dem Reiche.

Aus dem Budgetausschuß des Reichstages. Berlin, 14. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Bud⸗ getausschuß des Reichstages besprach heute die Frage der Volksernährung. Der Berichterstatter stellte zunächst fest, daß wir bezüglich der Ernährungsfrageüber dem Berg seien. Es handle sich jetzt um das neue Ernte jahr. Der Redner wünschte zunächst Vorschriften betreffs die Streckung des Getreides, einen Höchstpreis für Getreide, die Weiterverwendung von Brotkarten. Eine grundlegende Aenderung sei erwünscht bezüglich der Organisation. Der ganze Verkehr mit Getreide müsse dezentralisiert werden. Man möge dabei die Mitarbeit der Kommunen in Anspruch, nehmen und einen Ausgleich in den Kommunalverbänden vornehmen lassen unter einer Zentralausgleichstelle.

Staatssekretär Dr. Delbrück stimmte dem persön⸗ lich zu. Der Bundesrat habe jedoch zu diesen Fragen noch keine Stellung genommen. Zu den meisten Aeußerungen des Berichterstatters meinte er aber, daß eine Neuprganisation mit denselben Kinderkrankheiten zu kämpfen haben werde, wie die jetzt bestehenden Organisationen, welche diese Schwie⸗ rigkeiten inzwischen überwunden hätten. Die eckungs⸗

vorschriften seien nach seiner qu zu erhalten. Die 59. und die 2 des Konsums seien, en zur Kontrolle

den zu Laden. Erst der berittenen Gendarmerie gelang es, .

3

. 5 n l

ichtigt. Bezüglich der Beschlagnahme des Brotge 5 Hafer 2 Gerste N eventuell ein Hande sprach sich der Staatssekretär zustimmend aus. Am tigsten sei die Regelung der Kleiefrage. Der Redner e die Beibehaltung der bestehenden Organisationen unter der Oberleitung des Reichsamtes des Innern. Die be 5 Kriegsorganisation könne auch mit Friedensschluß ihre Tä⸗ tigkeit nicht gleich einstellen; eine Uebergangszeit sei un⸗ bedingt nötig. Der Staatssekretär erklärte zum ß, daß

reichend sei, sondern daß sich eine größere Reserve ergebe, als angenommen wurde, und selbst 8 ondere Zufälli

wie Lagerbrände, Ernteverzögerung usw. uns nicht in Ver⸗ legenheit bringen könnten. Bezüglich der Kartoffeln hätten alle Zahlen getrogen; der Vorrat sei ein großer. Von einer Kartoffelnot werde in diesem Jahre keine Rede sein können. Die Schweinezucht sollte nicht weiter eingeschränkt wer⸗ den. Die Herstellung von Dauerware sei nicht weiter an⸗ empfohlen worden. Von einem anderen Vertreter der Re⸗ gierung wurde erklärt, der Gesamtbestand der Nahrungs⸗ mittelversorgung sei erfreulich günstig.

Der König von anne auf dem östlichen Kriegs⸗

uplatz.

Stuttgart, 14. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kö⸗ nig von Württemberg reiste 1 1 derStaatsanzeiger berichtet, 1 östlichen egs⸗ schauplatz ab. Auf der Heimreise wird der König voraussi lich der Herrschaft Karlsruh in Schlesien einen kurzen such abstatten und in etwa acht Tagen wieder hierher zurück⸗ kehren. 8 ö

* 5 Berlin, 14. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Unter sehr zahlreicher Beteiligung wurde heute im rsitzungs⸗ saale des Herrenhauses die Vollversammlung des Deut schen Landwirtschaftsrates durch den Präsidenten Grafen Schwerin-Löwitz mit einem dreifachen Hurra auf den Kaiser, den ruhmgekrönten obersten Kriegsherrn, die Bundesfürsten und die Freien Städte eröffnet. eimer Hofrat Mehnert sprach über die Aufstellung des wirtschaftsplanes für das Et hr 1915/16. Berlin, 14. Mai.(WN. Nichtamtlich.) DasBerl. aprt schreibt: Die Einzahlungen bei den Berliner tädtischen i e zahlungen um 4578 599 Mk., währ im März des Vor⸗ jahres das Mehr an Ei lungen nur 1613 115 Mk. be⸗ trug. Der Einzahlungsüberschuß vermehrte sich also in diesem Jahre um fast das dreifache. Im insgesamt bei den Berliner Sparkassen 10 294035 Mk. ein⸗ gezahlt gegen 7965408 Mk. im März des Vorjahres. Die Rückzahlungen betrugen 5 715 436 Mk. gegen 6352 293 Mk. im Vorjahre. Die Einzahlungen sind also in diesem re gewachsen, die Rückzahlungen gesunken. Ihr Pro 0 stellte sich im März auf 55.52 gegen 79.33 Prozent m . Vorjahres.

Papst und Italien überschriebenen Artikels in derPo st wurde die Ausgabe dieses Blattes bis auf weiteres ten.

Aus Stadt und Cand. Gießen, 15. Mai 1915.

gestrigen Nummer desGieß. Anz. die Mahnung der

vom Reich erworbenen und noch bei den Verkäufern lagern⸗ den Vorräte sachkundig und pflichtgemäß zu behandeln und namentlich nicht alle Vorräde plößlich auf den 1 werfen. Bekanntlich sind in letzter Zeit auch im Kreise Gießen durch den behördlich beauftragten Kommissionär bei einer größeren Anzahl von Landwirten Kartoffelvorräte für Rechnung des Reichs angekauft worden. Auf die Mah⸗ nung der Reichsstelle sei für diejenigen, denen die Abnahme der Kartoffeln jetzt nicht schnell genug gehn kann, deshalb nochmals hingewiesen. Uebrigens mehren sich an allen Orten die Anzeichen dafür, daß mit einem baldigen Sin⸗ kender Kartoffelpreise gerechnet werden kann. Wenn sonst einige Monate vor der neuen Ernte die Kartoffelpreise anzogen, scheint in diesem Jahre das Gegenteil der Fall zu sein. Der Grund des verschiedentlich schon eingetretenen Preisrückganges liegt wohl in erster Linie in verfehlten Spe⸗ kulationen. Die Regierung veranstaltet heute eine Vor⸗ ratserhebung. Werden nun Höchstpreise festgesetzt und Ausfuhrverbote erlassen, wohin dann mit den großen Vor⸗ räten, die im Lande noch bei manchen Händlern und Bauern vorhanden sind? Die Zeit, in der man Speisekartoffeln als Saatkartoffeln zu Luxuspreisen verkauft, ist auch dahin. Da⸗ zu kommt, daß das warme Wetter die Kartoffel keimen und im Gewicht sinken läßt. Wir dürften also in kurzer Zeit billigere Kartoffeln haben. In Frankfurt z. B preisen die Händler den Zentner schon zu 6 Mark an, im Kreise! ö ten darf er nicht mehr als 5 Mark kosten. a

.

den 3

statt. Auf Veranlassung des Künstlers soll der gesamte Reinertrag

mit zwei der besten Brahmsschen Kompositionen, bringt Wanderer-Fantasie von eine Reihe hervorragender

Schumannscher und Chopin

schließt mit Liszts selten gehörter 12. Rhapsodie. Ueber die Bedeutung eines Wilhelm Backhaus braucht nichts! zu werden. Er ist mit Recht hier und allerwärts ebenso beliebt wie künstlerisch hochgeschätzt. Daß er zu den allerersten seines Faches gehört, wurde erst neuerdings wieder bei seinen

Odol

15 Klavierkompositionen und

auch für das nächste Jahr nötig nen W N

der Selbstversorgung der Gemeinden Für stark arbeitende Personen seien höhere Portionen.

In allen einschlägigen Geschaften.

unser Brotgetreide für das laufende Jahr nicht mur aus⸗

erlin, 15. Mai. Wegen des Erscheinens einesDer

e.

Die Kartoffelversor gung. Wir brachten in der Reichsstelle für Kartoffelversorgung an die Landwirte, die

* Kriegergräber. Aus dem Felde gelangt an das

der Ane nee 7 00 ck haus

in hübscher Metall⸗Felddose . Flasche 85 Pfg. ee Weh 1

PA