Ausgabe 
(14.5.1915) 112. Zweites Blatt
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daß der gesamte Seehandel von England ohne merkbaren Schaden

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dere, von der Regierung unbedingt benötigten Ladungen führten sorgen müsse, abgesehen von den allgemeinen Vorkehrungen.

aben nach diesen Grundsätzen, die sich bewährt haben, gehandelt. Eine schreckliche Ausnahme, wie der FallLusitauja, darf die Aufmerksamkeit des Hauses und der Welt nicht davon ablenken,

und Verlust fortgeführt wird.

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5 delt Deutschen, Oesterreicher und Ungarn der eigenen Sicher⸗

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vom Börsenbesuch aus.

Das Unterhaus nahm in zweiter Lesung die Bill an, welche die Regierung ermächtigt, die Schankwirtschaften in den Be⸗ zirken, in denen Munition hergestellt werb oder Transporte aus- geführt werden, unter olle zu nehmen. Die Bezirke werden später bestimmt werden und die Regierung darf nach dieser Bill alle Wirtschaften solcher Bezirke schließen. oder nach eigenem Er⸗ messen führen.

London, 12. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Cunardlinie teilt mit, daß am 15. Mai kein Schiff abfahren wird. Auch die auf den 29. Mai festgesetzte Ausreise derMaureta⸗ mia wird nicht erfolgen. Hier sowie in Birkenhead und Manchester zerstörte der Pöbel die deutschen Läden.

London, 12. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Bei einem Konzert in London am letzten Sonntag weigerte sich das Orchester, WagnersSiegfried-Idyll, das auf dem Programm stand, zu spielen; eine Sängerin weigerte ling Sentas Lied aus demFliegenden Holländer zu ingen.

DieTimes meldet aus Liverpool, daß die dorti⸗

eit halber interniert werden sollen. Einige Naturali⸗ sierte wurden aufgefordert, Liverpool zu verlassen. Der Vorstand des Baltic-Marktes beschloß, die in England natu ralisierten Deutschen, Oesterreicher, Ungarn und Türken zeit⸗ weise von der Börsenmitgliedschaft auszuschließen. Die Baumwollbörse und der dortige Kornhandels⸗ verein schlossen die Deutschen, Oesterreicher und Ungarn

Aus dem englischen Unterhause.

1 London, 13. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Im Unter-

hause sagte Mac Namara auf eine Anfrage nach der Zahl der während des Kriegs vom Feind versenkten Handelsschiffe, Traw⸗ lers usw., ihre Zahl betrage 201, die Anzahl der daber verlorenen Leben 1556. Jowett(Arbeiterpartei) fragte Grey, ob er die

Mitteilung des britischen Gesandten an Griechenland, die Veni⸗

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. Der Radikle Dalziel forderte die Regierung auf,

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Mob die nach London käme und einen 20000 Deutsche die Stadt an 20 bis 30 verschrede⸗

selos in dem Brief an den König vom 11. April erwähnt, sowie etwaige weitere Mitteilungen über die britisch⸗griechi⸗ schen Beziehungen veröffentlichen wolle. Grey verneinte.

2 0 f. F litik gegenüber den Deutschen in England einer Revision zu unterziehen. Er habe in dieser Hinsicht kein Vertrauen zur

Regzierung. Die öffentliche Meinung sei für die Internie⸗ rung aller Feinde im militärischen Alter. Publikums sei nahezu erschöpft. Der Redner hätte eine Abordnung empfangen, die Tausende angesehener Citymänner vertrat, welche

Die Geduld des

wünschten, daß der Regierung dringend nahegelegt werde, daß die Notwendigkeit des Handelns nicht nur im öffentlichen Interesse, sondern auch im Interesse der Deutschen selbst läge. Son st se ien ernste Folgen zu erwarten. Die Regierung müsse ernste und schleunige Schritte tun. In London lebten 20000 Deut- e in voller Freiheit. Wenn ein Zeppelinangriff auf London erfolgte, würden sicherlich Tausende davon auf ihrem bereits angewiesenen Posten sein. Die Deutschen würden vor nichts

Burückschrecken.

Lord Charles Beresford sagte, es wäre beklagenswert, wenn aus ngel einer bestimmten Politik der Regierung der Justiz in eigene Hände nähme. Wenn ein Zeppelin 0 Brand entzündete, würden

nen Stellen anzünden. Die Regierung hätte die Verant⸗

5 Absicht Dalziels über diesen Punkt zu sprechen, erst kurz zuvor. Ich bin ni 7 . sei zu ernst geworden, als daß die Regierung nur eine Gelegen⸗

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wortung zu tragen. Die Bevölkerung sei sehr erbittert und würde

noch erbitterter, wenn nichts geschähe. 5 Der Unterstaatssekretär Tennant sagte: Ich erfuhr die

in der Lage, eine gute neue Politik anzukündigen. Bonar Law schlug einen Aufschub der Debatte vor. Die Lage

heitserklärung abgeben dürfe. Tennant sagte: Da die herr⸗ schende Stimmung möglicherweise von der Regierung eine andere

Behandlung als bisher verlange, wolle er am Donnerstag eine Er

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llärung abgeben. Tennant wurde jedoch von Bonar Law genötigt, seine Erklärung

schon für Mittwoch zu versprechen. Kulturblüten in England. London, 12. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) DieDaily

News melden aus Liver pool: Am 10. Mai haben die

ret tungen gegen Deutsche einen größeren Umfang und einen gewaltsameren Charakter als tags zuvor

angenommen. In verschiedenen Stadtteilen kamen solche Roheitsvergehen häufig vor. 3 die Möbel aus den Häusern, verbrannte sie auf

In einigen Orten holte die

der Straße und tanzte um die Scheiterhaufen. Im

ganzen wurden etwa 50 Läden geplündert. Außer den

rüheren 60 Verhaftungen sind weitere vorgenommen wor⸗

den. Nachmit gestaltete sich die Lage so ernst, daß die Behörden alle senken um 6 Uhr schlostes. g B f Aus dem Reiche. Aus dem Budgetausschusse des Reichstages.

Berlin, 12. Mai.(WT. Nichtamtlich.) In der heu⸗

tigen Sitzung des Budgetausschusses des Reichs⸗ tages wurde die Denkschrift über die 10

ehandlung der deutschen Gefangenen im feindlichen Aus⸗

lande besprochen. Ein Mitglied betonte, daß im großen und ganzen die Behandlung unserer Gefangenen in England und Frankreich befriedigend sei. Dagegen wirke erschüt⸗ ternd, was aus Rußland bekannt werde. Ein Vertreter der Militärverwaltung hob hervor, wie schwer überhaupt Berichte aus Rußland zu erhalten seien. Man habe um Hilfe bei der amerikanischen Regierung nachgesucht. Authentische Berichte lägen noch nicht vor. Vergeltungsmaßnahmen an

russischen Gefangenen erschienen bei den allgemeinen Ver⸗

Pressalien nicht nur unser unwürdig, sondern auch zwecklos. Allseits gebilligt wurden die Repressalien wegen der unwürdigen Behandlung unserer Unterseeboot- gefangenen in England. Von allen Parteivertretern wurde anerkannt, daß die deutsche Militärbehörde es sich habe angelegen sein lassen, infolge der überraschend großen Gefangenenzahl die ungemein schwierige Frage der zweck⸗

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hältnissen in Rußland aussichtslos. Ein anderes Ausschuß

mitglied bemängelte auch die Gefangenenbehandlung in

Frankreich und England. Die Unterbringung und anders geartete Ernährung seien vielfach unbefriedigend, aber Re⸗

mäßigen Unterbringung und Verpflegung derselben nach lichteit günstig zu gestalten. Zweifellos sei die all⸗ emeine Behandlung der Gefangenen bei uns besser als im Naslanbe, besonders als in Rußland. Darauf wurde die Aussprache über die Kriegs fürsorge fortgesetzt. Schließlich wurde eine Entschließung der Konser⸗

vativen und Nationalliberalen einstimmig angenommen,

den Bezügen grundsätzlich zustimmt, un baldige Einbringung eines entsprechenden Gesetzentwurfes erwartet wird. Das Gesetz soll rückwirkende Kraft für alle

in der festgestellt wird, daß die Regierung einer gen

gung der Abeitseinkommen bei der Kriegsversorgung neben den nach der geltenden i lernt ah eine zustehen⸗ eine möglichst

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Teilnehmer des gegenwärtigen Krieges erhalten. Nächste Sitzung Freitag. l . Die Kaxtoffelvorräte.

Berlin, 12. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Wie wir er⸗ fahren, sind im Lande ausreichende Kartoffelvorräte vorhanden, so daß die Versorgung der Bevölkerung mit Kartoffeln bis zur nächsten Ernte als sicher⸗ gestellt zu betrachten ist. Wohl infolge der warmen Witte⸗ rung ist augenblicklich das Angebot erheblich größer, als die Nach⸗ frage Die Landwirte wollen verständlicherweise die Sorge für die Aufbewahrung los sein und verzichten vielfach auf die hohen Zuschläge, die ihnen von seiten des Reiches für das Rifiko den Aufbewahrung und Behandlung zugebilligt werden. Sie verlangen nur sofortige Abnahme. Der Reichsstelle für die Kartoffeloer⸗ sorgung wird daraufhin seit einiger Zeit unausgesetzt von den Ueberschußkreisen, von Kommissionären und Landwirten auf tele⸗ phonischem und telegraphischem Wege mitgeteilt, daß die Kartoffeln bereits in Waggons verladen seien oder an Orten lagerten, wo sie Gefahr liefen, zu verderben. Auf alle Fälle müsse sofort über sie. disponiert werden. Die Reichsstelle ist natürlich gar nicht in der Lage, diese Wünsche zu erfüllen, obwohl sie selbstverständlich redlich bemüht ist, allen lokalen Sonderinteressen gerecht zu wer⸗ den, und die Interessenten können nicht genug davor gewarnt werden, 1 5 ausdrückliche Vereinbarung zwischen den Bedarfs⸗ und Ueberschußverbänden oder ohne Disposition seitens der Reichs⸗ stelle Kartoffeln zu verladen oder sonstwie über sie zu verfügen. Sie allein tragen die Verantwortung, wenn die Kartoffeln nicht sofort abgenommen werden und womöglich verderben. Im übrigen bewilligte das Reich die hohen Zuschläge für Aufbewahrung, Be⸗ kandlung, Schwund und Risiko nicht als Preiserhöhung, sondern nur deshalb, damit die Landwirte die Kartoffeln möglichst lange an geeigneten Plätzen aufbewahren und sie mit sachkundiger Hand behandeln. Es liegt im nationalen Interesse, daß die Landwirt⸗ schaft sich dieser Aufgabe, für die sie reichlich entschädigt wird, auch wirklich unterzieht und nicht plötzlich alle Kartoffeln auf den Markt wirft. a

Aus Mexito.

London, 12. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter mel⸗ det aus Mexiko unter dem 10. Mai. Die Truppen unter Ba⸗ rana, dem Exkommandanten der Hauptstadt, griffen die Residenz des provisorischen Präsidenten Garza an, auf den auch ein Attentat verübt wurde; der Angriff wurde ab⸗ geschlagen. Die Lage der Hauptstadt ist kritisch und ernste Ereignisse werden befürchtet.

Aus Stadt und Land. Gießen, 14. Mai 1915.

Auf dem Felde der Ehre gefallen.

(Aus Hessen und den Nachbargebieten.)

Kriegsfreiw. Hugo Stracke, Inf.⸗Agt. 143, aus Friedberg. T Kriegsfreiw. Heinz Römheld, 2. Pionier⸗Bat. Nr. 16, aus Mainz. Res. Carl Büttner aus Hanau. Kriegsfreiw. Hermann Wallauer, Inf.⸗Regt. 73, aus Darmstadt. Unter⸗ offizier d. Res. Karl Burger, Inf.⸗Regt, 39, aus Schachen⸗ mühlen. Vizewachtmeister Zirkler, Drag.⸗Regt. 23, aus Darmstadt. Ers.-Res. Karl Seipp, Dan 251, aus Holz⸗ hausen. Unteroff. Lehrer Wilhelm Schumann, Ref.-Inf. Regt. 83, aus Monsfelden. Vizefeldw. Siegmund 9 öxter, Res.-Inf.-Regt. 234, aus Marburg.

* Ritter des Eisernen Kreuzes: Off.-Stellv. Wilh. Kargus aus Worms. Lehrer Heberer(Seminar- schule) aus Friedberg. Uffz. Karl Schwab aus Gambach, Inf-⸗Regt. 168. Uffz. d. R. Otto Plitt aus Biedenkopf, 2. Sanitätskomp. Unteroffiziere P. Clement, W. Tro st und E. Zwirzinsky aus Frankenberg. Leutn. Schauß aus Dillenburg, Res.-Inf.Regt 56. Oberarzt Dr. Hoeser und Stabsarzt Long aus Dillenburg. Landwehrmann Wilh. Thier aus Dillenburg. Feldunterarzt Fuldat aus Grünberg. Leutn. d. R. Richard Jochem aus Laubach. Feldunterarzt Herm. Schäfer aus Wetzlar, Garde⸗Ersatz⸗ Division. Uffz. Heinrich Theis aus Weßlar⸗Niedergirmes, Landw.-Brig.⸗Ersatz⸗Bat. Dr. H. Köhler aus Hungen, Bat.-Arzt im Landw.⸗Fußart.⸗Bat. 3. Otto Schepp aus Hungen, Inf.-Regt. 115. Wehrmann Ludwig Römer von Ettingshausen, Inf.-Regt. 88. Richard Franz aus Kohden, Inf.-Regt. 168. Leutn. Ph. Weinreich aus Darmstadt, Inf.-Regt. 233. Leutn. d. R. Friedrich Keßler aus Heuchel⸗ heim, Bayr. Inf.⸗Regt. 9. Militärische Ausbildung der Jugend. Am letzten Samstag abend wurde Patrouillen- und Vor postendienst geübt. Am Mittwoch abend fand eine Neuein⸗ teilung der Kompagnien in Kameradschaften statt; Vor⸗ übungen für Bajonettieren reihten sich an. Sodann sprach Herr Leutnant d. R. Freitag über die Winterschlacht in Masuren im Anfang Februar, in der sein 254. Res.-Inf. Regt. mitgekämpft hatte. Die außerordentlich interessanten Schilderungen wurden unter begeistertem Beifall aufgenom- men. Am kömmenden Samstag abend findet wieder eine Ge⸗ ländeübung statt. Die 1. Kompagnie tritt um Uhr an der Germania, die 2. Kompagnie schon um Uhr an der Mar⸗ burger Straße an. * Die drei Eisheiligen im Kriegsjahr 1915. Mamertus, Pankratius und Servatius haben in diesem Jahre ihrem Namen glücklicherweise keine Ehre gemacht. Wohl sank bei dem sternenklaren Himmel der Monta das Thermometer bedenklich tief und ein scharfer Wind strich über die frühlingsgrüne Welt dahin, doch an den jungen Feld- und Gartenpflanzen und der Obstblüte ging der Frost gnädig vorüber. Nur aus der Fuldaer* wird berichtet, daß dort vielfach dichter Reif die Aecker be⸗ deckte und den Bohnen einigen Schaden zufügte. Landkreis Gießen. Wieseck, 13. Mai. Unserem Bürgermeister Unteroffizier d. L. Karl Schomber wurde das Eiserne Kreuz verliehen, nachdem ihm im vorigen Monat die hessische Tapserkeitsmedaille zuerkannt wurde. Hungen, 11. Mai. Zu der in der Nacht vom Samstag auf Sonntag stattgehabten Felddienstübung der Jugend- kompagnie Nr. 630 hatten sich zahlreiche Teilnehmer ein gefunden. Der Plan war, daß die rote Partei von Nonnenroth aus den von der blauen 8 besetzten Teil der Bahnlinie Hungen Mücke erstürmen sollte. twa um ½10 Uhr nahm das Gesecht seinen Anfang. Nach Ueberrumpelung der Doppel posten gelang es der roten Partei, ungestört an den Waldrand heran- zukommen und mit Hurra die Bahnlinie zu nehmen. Kurz vor 12 Uhr nahm das Gefecht sein Ende. Danach begab sich die Kom- pagnie mit Gesang auf den Galgenberg, wo abgekocht wurde. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse wurden ausgezeichnet Dr. H. Köhler, Bataillonsarzt im preußischen Landwehr-Fuß⸗ Artillerie-Bataillon Nr. 3, und Otto Schepp von hier im Leib garde-Infanterie-Regiment 115. 0 5 Kreis Büdingen.

AKohden, 12. Mai. Musketier Richard Franz von

hier beim Insanterie-Regiment 168 erhielt das Eiserne Kreuz

2. Klasse.

Kreis Schotten. erchenhain, 12. Mai. Gestern wurde hier der dies- jährige Walpurgismarkt abgehalten. Der Markt war mit Schweinen(Ferkeln) gut befahren. Nahe an 400 Stück wurden aufgetrieben. Die Preise standen auf einer Höhe, wie man sie wohl selten erlebt hat. Für das Paar Ferkel, 56 Wochen alt, wurden 8090 Mk. bezahlt, und trotzdem ging der Handel über

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aus flott. Gar mancher Käuser mußke wieder unverrichteter Sache

Krämermarkt am Abc, war, wie sast alle A dem Lande, weniger gut besucht, doch wickelten sich auch gute und zahlreiche Händel ab. 5 4

Hessen⸗Nassau.

X Hanau, 10. Mai. aus Klein-Steinheim wurden gestern im Babnhose Gelnhausen beide Beine abgequetscht. In dem St.-Vinzenz⸗Kranten⸗ bause in Hanau, wohin man den Verletzten gebracht hatte, ist er in der darauffolgenden Nacht verschieden.

hie

Spart Brotmarken f

Märkte.

se. FTraulfurt a. M. Schweinemarktberteh: von 12. Mai. Ausgetrieben waren 671 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 110.00 114.00 Dik., Schlachtgewicht 138/00 140.00 Nik., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 107.0012.00 M., Schlachtgewicht 132.00 138.0 Mt. vollfleischige Schweine von 100120 kg Lebendgewicht 110.00 115.0) Mk. Schlachtgewicht 38.00 40 Mk., vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht(0.00 00.00 Mt., Schlachtgerwicht 0f 0%0%½%% Mk. Geschaft lebhaft, geräumt.

se. Frankfurt a. M., 12. Mai.(Orig.⸗Telegr. dezOieß. Auz.) Iruchtmarkt. Veil geringem Angebot und schwachem Handel ist eine wesentliche Nenderung in der Stimmung am Frucht- markt nicht zu bemerken. Es wurde gehandelt: Gerste 5560 Mk, Mais, gesunde Ware, 5862 Mk., Kokoskuchen 3636,50 Mark. Alles für 100 kg.

se. Frautsurt a. M., 12. Mai.(Orlig.⸗Telegr. des Gieß. Anz.) Kartoffelmarkt. Kartoffeln im Großhandel Mk. 13,75 bis 14,00 Mk, im Kleinhandel Mk. 15,00 16,00. Alles per 100 c.

le. Frautfurt a. M., 12. Mai. Auf dem heutigen Heu- und Strohmarkt war' nichts angefahren.

ch. Bingen, 12. Mai. Marktpreise. Weizen Mk. 00,00, Korn Ml. 00, 0, Gerste Mk. 00,00, Haser Mk. 00,00, Heu Mik. 0,00, Stroh Mk. 0,00, Kartosseln Mt. 12,00, Erbsen Mt. 0%, Linsen Pik. 90,90. Bohnen Mt. 00.00, Weißmehl Mk. 48,50, Noggenmehl Mk. 38,00; alles für 100 Klar. Butter 1 Klgr. Mk. 3,00, Milch 1 Liter 2. Pig., Eier 10 Stück Mk. 1.10.

Jo. Wiesbaden, 12. Maß, Heu- und Strohmarkt. Man notierte: Hen 1,25 5,20 Mk., Heu, neues, 6,20 9,00 bit., Stroh (Richtstroh) 2,10 bis 2,50 Mk., Krummstroh 1,802,00 Mk., Haser⸗ roh 0,00 0,00 Mt. Alles für 50 Kilo. Am Fruchtmarkt wurde nichts gehandelt, da jegliches Angebot sehlie.

Kirchliche Nachrichten. Israelitische Neligionsgemeinde. 2 Gottesdienst in der Synagoge(Süd⸗Aulage). Samsta a. den 15. Mai 1915:

Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4.00 Uhr. Sabbatausgang: 9.00 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschaft. Gottesolenst. Sabbatsej e: an 16. Mai 19158: Freitag abend 7.45 Uhr Samstag vormittag 8.00 Uhr. Samstag nachmittag 4.00 Uhr. Sabbatausgang 9.00 Uhr Wochengottesdienst: Morgens 6.00, abends 9.00 Uhr.

Amtlicher Wetterbericht. ö Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Ueber Nordwestdeutschland lagert ein Wirbel tiesen Drucks, an dessen Südseite wir bei seivem Abzug nur schwach Na werden dürften. Da der Druck im Westen weiter anzusteigen scheint, werden wir allmählich unter den Einfluß höheren Druckes kommen. f. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 15. Mai 1918: Wolkig, siellenweise Regenfälle, lühler, nordwestliche Winde.

Letzte Nachrichten. Von der Front in Nordfrankreich. 2 Kopenhagen, 14. Mai. DerTimes-Korrespon⸗

dent an der französischen Nordfront nennt die Kämpfe um Arras die blutigste Schlacht dieses Krieges und

der Weltgeschichte. Die Wasserläufe der Mer und

die Ueberschwemmungen bieten keinen Schutz mehr für die Alliierten. In Besprechung der französischen Durchbruchsversuche bei Arras urteilt der militärische Mit⸗ arbeiter derPolitiken, daß hier einer jener blutigen Kämpfe um einige Schritt Boden ausgefochten werde, die dem Angreifer ganz unverhältnismäßig riesige Opfer koste⸗ ten und die Truppen aufs äußerste ermatten. 5

Aus Italien.

Rom, 14. Mai. Die italienische Regierung wird noch vor Zusammentritt des Parlaments ein Grünbuch über die diplomatischen Verhandlungen, die internationale Krise

gnacht und die Haltung Italiens dabei, ausgeben. Sie will damit

den Parlamentariern ein eigenes Urteil über die wirkliche außerpolitische Lage Italiens ermöglichen.

DDP. Rom, 14. Mai. Der Ministerrat befaßte sich hauptsächlich mit zwei Fragen. Erstens mit den amtlichen Gebietsangeboten Oesterreichs und zweitens mit der Parteilage, die durch Giolittis kriegsfeindliche Haltung ge⸗ schaffen ist. Was die erste Frage betrifft, so ist Sonnino der Ansicht, daß dieallzuspät gekommenen Zugeständnisse Oesterreichs nicht annehmbar seien, daß also das Ministexrium keine Veranlassung habe, seine Haltung zu ändern. Hinsichtlich des Eingreifens Gio⸗ littis beschloß das Ministerium, unentwegt seinen Weg fortzu⸗ setzen, ohne sich um die von Giolitti L Neutralität bewegung zu kümmern. Eine neue Vertagung der Kammer gilt

für ausgeschlossen. 25

Die Stimmung in Rußland.

Wien, 14. Mai. Aus Rußland eingetrossene neutrale Reisende berichten, daß dle 2 in Rußland in letzter Zeit sehr gedrückt erscheine. Nicht allein die ungünstigen Nach⸗ richten vom Kriegsschauplatz, die man bewußt von oben her verschleiert, sondern auch die innerpolitische und wirtschaftliche Krise lastet schwer auf dem Lande. Aus allen Städten kommen Berichte über die Notlage und den Mangel an Lebensmitteln. Rußkoje Slowo meldet aus Moskau, die vorzeitige Stellung der Wehrfähigen des Jahres 1916 sei für die Zeit vom 16. Mai bis 1. Juni angeordnet.

Eine Note Amerikas an Deutschland. Rotterdam, 14. Mai. Das Reutersche Bureau meldet

aus Washington: Gestern abend hat die amerikanische Regierung

eine Note in Sachen derLusitania nach Deutschland ge⸗ kabelt. Sie sei energisch gefaßt und ruse Deutschland wegen des Umkommens amerikanis Bürger und Verletzung amerikanis.

Rechte zur Verantwortung. Sie hofft, daß derartige Ereignissg

sich* wiederholen und erklärt, die Vereinigten Staaten seien, wenn Deutschland keine Rücksicht nehme, auf alle Eventualitäten vorbereitet.

den Heimweg antreten, mancher ging auch, dem die Preise denn doch zu hoch standen. Läufer waren keine aufgetrieben. Der

sich über die angebliche energische Tonart nicht wundern. Es ift erllarlich daß Reuter seinen Wünschen durch n tendenziö Meldungen Ausdruck verleiht. D. Red)).

1.

Dem Eisenbahnschaffner Fr. Schmit!

Da diese Nachricht von Reuter Vac man