Grund „unsere Unterseeboote würden zu Unterneh⸗ Flotte gebraucht werden und außerdem
. ite feststellen, daß allein in der bis 3. Mai von einem U-Boot an der
sieben seindl. zenglischen Dampfer
er e d Benzer und J Sega 5 e, zeuge versenkt worden. Aus duberlifftger Belle erfahren win a e den, Been völlig angehellt knen. Tie Metten auf e de öllig eingestellt Die ren der beiden Linien erhielten die Anweisung, keine Fahrkarten mehr
au,
Mine gelaufen und in der Nordsee gesun
„Ürb ridge“. Die Besatzung wurde in Saint gelandet. Die„B. Z.“ meldet aus Kristiania: Der der Fahrt von
New Port nach Norwegen befindliche große ische Dampfer
„Oskar II.“ ist von englischen Kriegsschiffen nach Kirkwall ein⸗ gebracht worden. Zwei weitere Dampfer schwedischer Nationalität wurden gestern gleichfalls in Grimsby und im Clyde ein⸗ Werde es handelt sich um die Dampfer„Karolina“ und „Marie“. Ein Gefecht in der baltischen See.
Petersburg, 11. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Eine Ab⸗ teilung von Kreuzern der baltischen Flotte, die im süd⸗ lichen Teile der baltischen See auf der Höhe von Windau kreuzte,* Schüsse auf größere Entfernung mit einem feindlichen er und Torpedobwoten aus, die von ihrer größeren Schn g—. i 7— machten und auswichen. Sie verschwanden in. 8 Es handelte sich 8 1 e 5 drung vorgeschobenen leichten Streitkräfte mit russischen Schiffen. Die Russen verschwanden in nördlicher Richtung.
Krupp und Stoda. 4
Berlin, 12. Mai. Freiherr von Skoda, der sich in Karlsbad aufhält, stellt der„Vossischen Zeitung“ zufolge in einem Schreiben an die„Karlsbader Morgenzeitung“ die Behauptung richtig, daß die Skodawerke die Pläne für die deutschen 42⸗3tm.⸗Mörser verfaßt hätten. Er schreibt: Die Skodawerke haben von schwerkalibrigen Ka⸗ nonen, außer den bekannten 30,5⸗Ztm.⸗Mörsern(genannt Motorbatterien), auch 42=3tm.⸗Haubitzen kon⸗ struiert und erzeugt. Diese Konstruktion und Erzeugung ging jedoch vollkommen unabhängig von den Krupp⸗ schen 42⸗Ztm.⸗Mörsern vor sich und weder die Firma Krupp noch die Skodawerke haben gegenseitig gewußt, daß beide Firmen ein Geschütz des gleichen Kalibers 42, die eine jedoch als Mörser, die andere als Haubitze, erzeugt hatten. Auf allen Kriegsschauplätzen stehen die 30,5⸗Ztm.⸗Mörser in Ver⸗ wendung, auf dem westlichen der Kruppsche 42⸗Ztm.⸗Mörser und auf dem östlichen auch die 42⸗3tm.⸗Skoda⸗Heubitze.
Ein österreichisches Ausfuhrverbot. Wien, 11. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Vom 16. Mai ab ist die Ausfuhr von Eiern nach jeder Richtung nur noch von Fall zu Fall auf Grund besonderer Bewilligung gestattet. ä—ͤ—.——.:.—
Aus Stadt und Cand. Gießen, 12. Mai 1915.
* Höchstpreise für Brot in Gießen. Der Ober⸗ bürgermeister hat für den Bezirk der Stadt Gießen mit Wirkung vom 15. Mai d. J. den Höchstpreis für Brot festgesetzt. Danach beträgt der Höchstpreis für den 4 Pfund⸗ Laib Roggenbrot 75 Pfg. und für den 2⸗Pfund⸗Laib Roggen⸗ brot 38 Pfg. Damit ist eine Verbilligung des 4⸗Pfund⸗ Laibes um 3 Pfg. eingetreten. Da die Kriegsgetreidegesell⸗ schaft mit Wirkung vom 15. Mai an die Mehlpreise für Roggenmehl auf 32.56—35.50 Mk., für Weizenmehl auf 35.75-38.75 Mk. für den und der Kommunalverband(Kreis) demnach in aller Kürze der Stadt Gießen das Mehl zu einem entsprechend billi⸗ geren Preis wird liefern können, so wird voraussichtlich in nächster Zeit mit einem weiteren Sinken des Brot- preises gerechnet werden können.
Ermittelung der Kartoffelvorräte. Nach⸗ dem bereits am 15. März d. J. die Vorräte an Kartoffeln erhoben wurden, sollen sie am 5 Samstag, den 15. Mai, erneut festgestellt werden. Alle Kartoffelvorräte, ohne Ausnahme(Speisekartoffeln, Kartoffeln zu Saat-, Futter⸗ und gewerblichen Zwecken) sollen ermittelt werden. Es sind nicht bloß die Vorräte der gewöhnlichen Haushal⸗ tungen aufzunehmen, sondern auch diejenigen aller land⸗ wirtschaftlichen, gewerblichen, Handels- und Verkehrs- betriebe. Ferner sind die Vorräte festzustellen, die sich im Gewahrsam von Gemeinden, Gemeideverbänden, von Be— 47 15 des Staates oder des Reiches(Proviantämter usw.)
efinden. Kartoffelvorräte unter 1 Zentner sind diesmal micht zu berücksichtigen. Kartoffelmengen, die am 15. Mai 99 Transport waren, sind ebenfalls mitauf⸗ zunehmen. Der zur Angabe verpflichtete Haushaltungsvor⸗ stand⸗ Betriebsinhaber usw. hat seinen Kartoffelvorrat mög⸗ lichst genau zu schätzen. Ein Abwiegen wird nicht verlangt. Die Ermittlung geht so vor sich, daß die Zähler von Haus zu Haus gehen, die Angaben über die Vorrats einfordern und sofort in die Zähllisten eintragen. Die Be. röllerung wird dringend ersucht, das Zählgeschäft dadurch zu erleichtern, 15 ie ihre Kartoffelporräte genau über⸗ schlägt, um dem Zähler ohne Zeitverlust möglichst genaue Angaben ma zu können. Wer sich weigert, Angaben zu machen, o wer unrichtige oder unvollständige An- gaben macht, wird mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark bestraft. 5 können die Kartoffelvorräte, deren Vorhandensein ver— egen wird, im Urteil für den 1 verfallen erklärt Anfragen bezüglich der Erhehung sind an die
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* Brotmarkenausgabe. Im Anzeigenteil befindet sich die Bekanntmachung des Oberbürgermeisters über die Ausgabe der vom 17. bis 30. Mai gültigen Brotmarken— hefte. Der Oberbürgermeister weist ferner darauf hin, daß es eine irrige Ansicht ist, anzunehmen, daß die Anzahl ersparter Brotmarken bei der Neuausgabe abgezogen werden.
* Unkrautbekämpfung durch Schulkinder. Der Löwenzahn, auch Kuhblume, Milch- oder Eierbusch ge— nannt, hat überall eine so starke Verbreitung angenommen, daß der Anbau von Rotklee, Luzerne und Kleegrasgemenge in außerordentlichem Maße geschädigt ist. Auch in den Wiesen hat der Löwenzahn so zugenommen, daß die Heu— ernte an Ertrag und Güte erheblich leidet. Das einzig wirk— same Mittel gegen diese Plage bildet das Ausstechen der Löwenzahnpflanze mit der Wurzel. Es kann mit jedem Küchenmesser erfolgen und von Kindern besorgt werden. Da es besonders in diesem Jahre darauf ankommt, alle an— gebauten Flächen zu vollem Ertrage zu bringen, tut die Lehrerschaft gut, die Schulkinder zur planmäßigen Bekämpfung dieses Unkrautes anzuregen und anzuleiten. Die Ausrottung müßte fich auf Wege und Grabenränder, Feldraine und Oedelandflächen erstrecken. Die ausgestochenen Pflanzen eignen sich zur Verfütterung an Rindvieh, Ziegen, Schafe, Kaninchen und Geflügel und würden gerade in den kommenden Wochen eine wertvolle Ergänzung des Futters bilden. Das Ausstechen muß sofort in Angriff genommen werden, da es gilt, bei dem Löwenzahn die Samenbildung zu ver- hüten. 76 87
* Kreiskomitee für Rotes Kreuz und Kriegshilfe. Abermals konnten— und zwar diesmal 24— Kisten mit Liebesgaben, herrührend aus den Sammlungen der Landgemeinden des Kreises Gießen, an die Materialien⸗Abtetlung des Hessischen Landesvereins vom Roten Kreuz zur Absendung gelangen. Der Inhalt ist so verschiedenartig nützlich und so umfangreich, daß vielen unferer tapferen Krieger eine Freude bereitet werden kann.
. Amtliche Personal nachrichten. Der Groß- herzog hat am 28. April d. Is. den evangelischen Pfarrer Karl Eschenröder zu Worms auf sein Nachsuchen zwecks Ueber- nahme der Pfarrstelle an der St. Petersgemeinde zu Franksurt a. M. aus dem Dienste der hessischen evangelischen Landeskirche mit Wirkung vom 1. Juli l.] J. entlassen.— Durch Entschließung Großh. Ministeriums der Justiz wurden die Referendare Dr. Alfred, Andrä aus Büdingen und Walter Voß aus Darmstadt zu Gerichts- assessoren ernannt.
* Spendet Gartenmöbel für die Verwun⸗ deten! Das Frühlingswetter, das zur Freude der Menschen Einzug gehalten hat, gestattet den in den Lazaretten unter⸗ gebrachten verwundeten und heilungsbedürftigen Kriegern, längere Zeit am Tage sich im Freien aufzuhalten, um in der alles belebenden Sonne und der milden Luft die alten Kräfte wiederzuerlangen. Dazu bedarf es aber einer größe⸗ ren Anzahl von Ruhebänken, Gartenstühlen, in der notwendige verfügen Des ergeht die 8 Bitte, solche Sit⸗ und Söhegelegenhelten fir mere
erwundeten zu spenden. So mancher hat vielleicht noch im Garten und Haus eine Bank, einen bequemen Liegestuhl, die er nicht notwendig gebraucht und gern unseren braven Krie⸗
2 gurr Verfügung stellen kan. Gaben werden mit herz⸗ ichem Danke entgegengenommen bei den Sammelstellen der Vereine vom Roten Kreuz, um von hier aus den ein⸗
zelnen Verwendungsstellen zugeführt zu werden.
Keine„Bleiche“, keine„Wäsche“„Kommt die Esche vor der Eiche, gibt's im Sommer große Bleiche; kommt die Eiche vor der Esche, gibt's im Sommer große Wäsche.“ Keins von beiden trifft in diesem Jahre zu. Esche und Eiche sind in diesem Kriegsfrühling zu derselben 1 grün geworden, übrigens ein sehr seltener Fall. So önnen wir einer alten Bauernregel zufolge im Sommer weder auf viel„Wäsche“(Regen), noch viel„Bleiche“ (Trockenheit) rechnen. Es wird hoffentlich ein gutes Mittel⸗ maß von Regen und Sonnenschein, wie es uns angesichts der englischen Aushungerungspläne nur erwünscht sein kann. * Die silberne Hochzeit begehen am 14. Mai die Ehe- leute Wilhelm Rühl und Frau Johanna geb. Weigel, Damm-
straße 26. Landkreis Gießen.
m. Lollar, 12. Mai. Morgen, Donnerstag, findet eine 27 185 Geländeübung der Jungmannschaften des rchspiels Kirchberg mit den Jungmannschaften von Treis an der Lumda, Allendorf, Londorf, Geilshausen und denen des preuffi⸗ schen Bezirks Fronhausen statt. Die Jungmannschaft Lollar tritt morgens um 5 Uhr an und marschiert nach Mainzlar, wo sich die anderen Gemeinden des Bezirks Lollar anschließen, während sich die übrigen Gemeinden bei Treis sammeln. Bezirk Lollar übernimmt nun bei dem Gefechte die Rolle des Angreifers. Die an⸗ deren Jungmann halten die Höhen zu beiden Seiten von Treis besetzt. Gegen 8 Uhr geht das Gefecht zu Ende. Anschlie ßend Feldgottesdienst statt, der von Pfarrer Böchner in Treis gehalten wird. Nach dem Gottesdienst wird das Früh⸗ stück im lde eingenommen, worauf die einzelnen Gemeinden den Heimmarsch antreten. 3 N Geilshausen, 11. Mai. Die Hessische Tapfer⸗ keitsmedaille erhielt der Unteroffizier im Reserve⸗Inf.⸗Regt. Nr. 254 Wilhelm Wallenfels, nachdem er bereits im Herbst vorigen Jahres mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden ist. „ W. B. Lang⸗Göns, 12. Mai. Wehrmann Karl Boller im Sächsischen Res.⸗Inf.⸗Regt. 104 erhielt den Friedrich⸗ August⸗Orden, Wehrmann Karl Velten im Inf.⸗Regt. 168 erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille. h. Leihgestern, 11. Mai. Ueber die Bedeutung der vor einigen Jahren in der hiesigen Gemarkung gemachten Funde von 10 Gräbern, darunter zwei Männergräbern, berichtet das foeben erschienene Jahrbuch der Römisch⸗germanischen Kommission in eingehender Weise. Die Bedeutung des Fundes liegt darin, daß sich bei einzelnen in nassenr Ton liegenden Gräbern das Holz der Eichensärge und beigegebenen Holzgeräte vorzütg⸗ lich erhalten hatte, während daneben im trockenen Boden nicht nur alles Holz zergangen war, sondern auch die bei der Auf⸗ deckung* gut erkennbaren Eisenwaffen bei Luftzutritt rasch zerfielen. Die Särge sind große Holzkisten, teils aus langen Bohlen, teils aus nebeneinander gestellten Holzplanken gearbeitet und in gleicher Weise zugedeckt. Sie bestehen jeweils aus einer großen Außenkiste mit. Innensarg, dessen Bohlen in einem Falle mit einer durchbrochenen Galerie gekrönt sind. Das Alter der Särge weist auf das dritte Viertel oder die zweite Hälfte des 6. Jahrhunderts hin. Unter der Keramik befindet sich schon ein Ausgußtopf, ferner neben scheibengedrehten auch zwei kleine hand⸗ gearbeitete Gefäße. Ein Frauengrab barg ein sehr schönes Webe⸗ schwert und ein Spankörbchen mit Haselnüssen gefüllt.
* Allendorf a. d. Lda., 11. Mai. Lehrer Saxer von hier, der im ersten Kriegsmonat in Frankreich als Vizeseldwebel verwundet wurde und im März sich als Offizier-Stellvertreter auf dem östlichen Kriegsschauplatz das Eiserne Kreuz erkämpfte, erhielt am 1. Mai auch die Hessische Tapferkeitsmedaille
R. Odenhausen, 11. Mai. Der Großherzogliche Beigeord- nete Karl Werner von hier, der seit Beginn des Krieges als Santtätsunteroffizier im Feldlazarett V in Frankreich tätig ist, wurde am J. Mai zum Feldwebel d. R. befördert.
* Treis a. L., 10. Mai. Zu dem eisernen Kreuz 2. Klasse, das ihm bereits in Frankreich verliehen worden war, hat der
Groß. Jentrulstelie für die Landesstatistir zu em serdt denwagr derer im Riel.- Ju zu richten hier nun
Liegestühlen u. dergl. über welche die Lazarette nicht
.-Rgt. 284 Jakob Preis von auch die Hess. Tapserkeitsmedaille erhalten. Kreis Schotten.
** Schotten, 10. Mai. Der seit Jahren gewünschte Bau einer Kreisstraße von Hirzenhain nach Glashütten ist jetzt, da die zuständigen Kreistage von Schotten und Büdingen die erforderlichen Geldmittel bewilligten, endgültig gesichert und kommt in kurzer Zeit zur Ausführung. An der Bausumme sind beteiligt der Kreis Schotten mit 25 500 Mk., der Kreis Büdingen. mit 3400 Mk., der Forstfiskus mit 7000 Mk., die Eisenwerke Hirzen⸗
hain mit 5000 Mk. Kreis Büdingen. * Bleichenbach, 11. Mai. Heute früh 4 Uhr verschied hier nach kurzem Krankenlager unser langjähriger Lehrer Rudolf Diehl im 67. Lebensjahre.
Kreis Friedberg.
Friedberg, 10. Mai. Donnerstag, den 13. Mai, findet auf dem großen Exerzierplatz bei Ockstadt eine Besichtigung von 16 Jungwehrkompagnien des Kreises Friedberg durch Generalleunnant von Bernhardt, Exzellenz, und Generalmajor von Heyl statt.(2 Uhr).
r. Bad⸗Nauheim, 10. Mai. In der heutigen Stadt⸗ verordnetenversammlung kam folgendes zur Verhand⸗ lung: Der Badefiskus hatte gegen die Einbeziehung des sogen. Ober⸗Mörler⸗Wegs an die Feldbereinigung Einspruch er⸗ hoben. Nach längeren Verhandlungen erklärte des Fiskus sich bereit, seinen Einspruch zurückzuziehen, wenn ihm eine entsprechende Vergütung in bar oder an Kult! gelände zugesprochen wird. Die Versammlung ist mit dieser Bedingung einverstanden.— Die Hoch waldstra ße, bisher im Besitz des Staates, geht für den Kaufpreis von rund 4630 Mark einschließlich der auf beiden Seiten stehenden Obstbäume in den Besitz der Stadt über, deren Grund⸗ eigentum dadurch um ein wichtiges Stück vermehrt wird. Die Bodenfläche der Straße ist mit 4630 Quadratmeter angenommen. — Dem Fuhrunternehmer Konrad Meier, der die städtischen Fuhren auszuführen hat, wird in Anbetracht der durch den Krieg hervorgerufenen Verhältnisse eine Zulage bewilligt. Die Stadt zahlt von jetzt ab für die Stunde des Zweispänners 1,60 Mark, sonst 1,29 Mark, für den Einspänner 1,10 Mark, sonst 0,90 Mark.
Kreis Wetzlar.
Wetzlar, 10. Mai. Rentner Gerhard Waldschmidt blickte heute auf sein vollendetes 80. Lebensjahr zurück. Er gehörte 28 Jahre dem Stadtverordneten-Kollegium an und war 27 Jahre als Beigeordneter und Standesbeamter tätig.
Hessen⸗Nassau. 8 f
h. Herborn, 11. Mai. Um der Ueberhandnahme der Sperlinge und der Kohlweißlinge zu steuern, setzte der Magistrat für jeden ihm eingelieferten Sperling eine Prämie von 3 Pfennigen und für jeden Kohlweißling eine Vergütung von 1 Pfennig aus.
h. Flieden, 11. Mai. In der hiesigen Gemarkung nahmen
Förster Strott und der Ort zwei völlig zerlumpte kriegsgefangene Russen fest, die aus einem Thüringer Ge⸗ fangenenlager entsprungen waren. 1
vVermischtes.
London, 11. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Die„Morning Post“ meldet aus Tientsin: Ein südwärts fahrender ja panischer Expreßzug der mandschurischen Bahn ist in der letzten Nacht entgleist und zerstört. Der Umfang des Schadens und die Zahl der verlorenen Menschenleben sind noch unbekannt. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 8 Mai 19152 r wolkig, stellenweise Regenfälle, etwas kühler, nordwestliche
inde.
Letzte Nachrichten.
Eine Auszeichnung des Kronprinzen.
Berlin, 12. Mai. Der Deutsche Kronprinz erhielt laut„Berliner Tageblatt“ vom König von Bayern das Groß⸗ kreuz des Militär⸗Max⸗Josef-Ordens, des pochen Ordens, den Bayern zu vergeben hat.
zurückzugehen, stellte der aus denen er
mit einem R
Goolittis Unterredung mit dem König.
Lugano, 12. Mai. Giolittis Freunde erklären, er habe sich von seiner Unterredung mit dem König voll befriedigt erllärt. Ex erwarte von der Zusammenkunft mit Salandra endgültige Entscheidung. Salandra hatte vor⸗ her mit dem König konferiert. Parlamentarier beider Par⸗ teien halten es für möglich, daß der König ein Kabinett beider 3 1 I. 1 8 der Volksver⸗ tretung zu hören. Dadurch werde die Entscheidung bis na dem 22. Mai verschoben. 8.*
. Gegen Sonnino.
i Köln, 12. Mai. Die„Köln Ztg.“ berichtet aus Lugano: Die Crispische Concordia“ schließt einen scharfen Artikel gegendie Regierung mit der Aufforderung an Son⸗ nino, seine Entlassung zu nehmen, da man in der gegen⸗ wärtigen Lage Italiens keinen Mann an der Spitze brauchen könne, der nur zur Hälfte Italiener, zur andern Hälfte Englän⸗
der sei. Frunzösische Artillerie für Italien? 8 i. Köln 12. Mai. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der franzöfi⸗ schen Grenze: Wie wir zuverlässig erfahren, wurde vor einigen Wochen viel französisches Artilleriematerial auf dem Wege über den Mont Lanis nach Italien versandt. Die französische Regierung, die für ihren eigenen Bedarf alles vorhandene Material mit Beschlag belegt hat, würde dies kaum zu⸗ gelassen„wenn sie nicht von Sonnino und seinen Amts⸗ genossen Bürgschaften dafür erhalten hätte, daß die Lieferun⸗ gen in französischem Interesse verwandt würden. Unverschämtheiten der englischen Presse. London, 11. Mai.(WTB. Nichtamtlich.) Die hiesigen Abendblätter erinnern bei Besprechung der Versenkung der„Fufi⸗ tania“ daran, daß 20000 Deutsche in England wohnen und verlangen, daß diese alle ohne Rücksicht auf ihre soziale Stel⸗ lung in die Konzentrationslager gebracht werden. Ein anderer Vorschlag geht dahin, alle Deutschen soweit ihres Eigen⸗
tums zu berauben, daß dadurch der Wert des zerstörten Schiffes
dreimal gedeckt würde. Außerdem schlagen sie vor, die angesehensten, deutschen Zivilisten auf den Liniendampfern als Geiseln mit⸗ zuführen, damit sie von ihren Landsleuten torpediert werden könnten. Die Blätter bringen übertrieben grauenvolle Einzel- heiten von dem Untergang der„Lusitania“.
Reklamationen ae zum Spülen, um Haus putzen.
aus bei Verwendung
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