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ö 1 Tote i Grüßen e
i um suh den Deutschen zu ergeben. Bielfach leistete er in sei⸗ nen nuhegelegenen zweiten und dritten Stellungen kemen nennenswerten Widerstand mehr, dagegen wehrte sich der Feind an anderen Stellen der nt verzweifelt,
Durchbruchs fro indem er erbitterten Widerstand versuchte, die N. r — Mit den österreichtschen Truppen griffen bayerische Kegimenter den 250 Meter über ihren Sturmstellungen ge⸗ legenen Zameczyko-Berg, eine wahre Festung, an. Ein Bayerisches Infanterie⸗ Regiment errang sich dabei unvergleichliche Lorbeeren. Links der Bayern stürm⸗ ten schlesische Regimenter die Höhen von Sekowa und Sokol. Junge Regimenter entrissen dem Feinde die hartnäckig ver⸗ teidigte Friedhofshöhe von Gorlies und den zäh gehaltenen Eisen⸗ bahndamum von Komienitza. Von den österreichischen Truppen hat⸗ ten galizische Bataillone die steilen Höhenstellungen des Pustki⸗Berges angegriffen und erstürmt, ungarische Trup⸗ pen in heißem Kampfe die Wiatrowkahöhen genommen. Preu⸗ 2— Garderegimenter warfen den Feind aus seinen 5 stellungen östlich Biala und stürmten bei Staszkowka sieben . NMntereinandar gelegene, erbittert vertei⸗ 1 digte russische Linien. Entweder von den Russen ange⸗ 1 steckt oder von einer Granate getroffen, entzündete sich eine f hinter Gorlice— 12 Naphthaquelle. Haushoch schlugen die Flammen aus Tiefe, Rauchsäulen von mehreren hundert Metern stiegen gegen den Himmel. Am Abend des 2. Mini, als die heiße Frühlingssonne all⸗ lählich der Kühle der Nacht zu weichen begann, war die erste Haupt⸗ stellung ihrer ganzen Länge und Tiefe nach in einer Ausdehnung von etwa 16 Kilometern durchbrochen und ein Geländegewinn von durchschnittlich 4 Kilometern erzielt. Mindestens 20 000 Gefangene, mehrere Dutzend Geschütze und 50 Maschinen⸗ blieben in der Hand der verbündeten Truppen, die im um die Siegespalme gewetteifert hatten. Außerdem wurde a eine noch unüberfehbare Menge von Kriegsmaterial aller Art er⸗ ö bentrt. darunter große Massen von Gewehren und Munition.
Die Geführdung der russischen Beskidentruppen.
Berlin, 7. Mai. Ueber die verzweifelte Lage der russischen Weskidentruppen wird dem„Berliner Lokalanzeiger“ aus dem österreichisch⸗ungarischen Kriegspresse⸗ qmartter unter dem 6. Mai gemeldet: Unsere Truppen, die von Gorlice aus auch teils in östlicher Richtung vorgingen, haben dadurch einen eisernen Vorhang hinter jene russischen Ab⸗ teilungen fallen lassen, die sich südlich des Straßenzuges Gor⸗ Ice— 8 mygrod— Dukla befinden. Teile der russischen Beskidentruppen sehen daher der sicheren Gefangennahme entgegen. Alle befahrbaren Verkehrswege von Süden nach Norden sind von unseren Trimpen gesperrt. Denjenigen russischen Truppen, denen es nicht gelang, nach Norden und Osten zu entkommen, droht die Vernichtung. Dies gilt namentlich für Artiller te und Tran und- die anderen Truppen, die ausschließlich auf fahrbare Verkehrswege angewiesen sind. Man erwartet aus jener Gegend dir Meldung von größeren Erfolgen unserer unermüdlich in Ver⸗
Der Dank des Kaisers Franz Josef.
Wien, 6. Mai.(WTB. Nichtamtlich) Aus dem Kriegs⸗ pvesse quartier wird gemeldet: Der Armeroberlommandant, Erzherzog Friedrich, hat folgenden Ar⸗ erlassen:
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obersten b. wir allen vom höchsten bis nirdrigsten und all den wackeren Kriegern. sa ge ich aus ie, meine Worte in
voll stem Heryen dank und beauftrage ———
3 5¹¹ n. Franz Josef.
N„Hochbeglürkt durch diese ädigste Anerkennung gebe ich
N der fe st en 8 Ausdruck, daß die energische und ziel⸗ bewußte ng
f der Angriffe und die Verfolgung durch die siegreichen verbündeten Truppen einen vollen entschei⸗ denden Erfolg bringen und die Niederlage des Fein⸗ Des vervollständigen werden. Diesen Befehl erhalten alle Armee- und Armeegruppenkommandanten mit dem Auftrage zur ——— rung im unterstehenden Bereiche. Feldmarschall
bleiben; in die 1908 erschienene Sammlung von Briefen des Dichters find keinerler Briefe von ihm an seine Gemahlin auf⸗
genommen worden.
— Der Krieg und die Frau. Vielfach hat man— so schreibt Dr. Käthe Schirmacher im Maiheft von Velhagen& Klasings Monatsheften— gewähnt, der Krieg werde die Frau bei Seite schieben; im Gegenteil hat er sie und ihre Aufgaben in den Vordergrund gestellt, hat viele Unterschätzungen und Mißverständ⸗
e zwischen Mann und Frau weggeräumt: der Krieger, der im ützengraben kocht, der wäscht und flickt und Holz spaltet, kurz, alle häuslichen Frauenarbeiten verrichtet und ihre Mühsal kennen lernt, der gewinnt eine hnte Schätzung dieser weiblichen Tätigkeit, und die Frau, die daheim den Mann vertritt, lernt seine Berufsmühsal kennen Trennung, Leid, Gefahr und Sach bewirken auch auf beiden Seiten eine Verinnerlichung, man sie den Wert des gegenseitigen Besitzes erst recht im Augenblick mög⸗ lichen Verlustes. Und drinnen wie draußen fegt des Kriegs ge⸗ waltiger Besen das Ueberflüssige hinweg, tausenderlei Tand und Luxus, den der lange Friede gezüchtet hatte. Der Krieg lehrt uns das Wesentliche des Lebens, die unentbehrlichen Werte erkennen; und die Erkenntnis des Wesentlichen auf allen Gebieten, der größt⸗ möglichen fu von Volksgenossen vermittelt, ist eine Daseins⸗ kedinqneng für das Deutschtum. Geht dieses Ringen siegreich für uns aus, so folgt auf den Krieg der Waffen der Kulturkrieg, der Völkerwettbewerb im Frieden. Da wir, in der Mitte Europas, stets der größten Gefahr— sind, müssen wir aber gleich⸗ zeitig auch hervorragend gerüstet sein: die ersten in Künsten des Frieges und Künsten des Friedens. Das geht nur bei völlig durchgeführter Oekonomie der Kraft. Von ganz Europa tr wir dauernd die höchste Belastung, den höchsten Druck und die schwerste Aufgabe zu lösen. Das ist nur möglich, wenn wir e das Wesentliche vom Unwesentlichen scheiden lernen, in allen entlichen Dingen eines Sinnes werden und unsere Kraft auf das Wesentliche beschränken. Gewaltige Anspannung wird dauernd — uns lasten. Diese schweren Aufgaben sind aber nicht mit dem
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ben Volk, nicht vom Manne allein zu lösen. Wir bedürfen dazu aller deutschen Kraft: die deutsche Frau ist die Hälfte der Volks ⸗ kraft, sie muß teilhaben an den grundlegenden Erkenntnissen des Krieges, muß wissen, daß sie in Haus und Beruf, wirtschaftlich und sozial, im Denken, Fühlen, Handeln auf lange Zeit noch „Kriegsfrau“ sein muß. Die hohe Einschätzung der Frauen⸗Kriegs⸗ 2 leistung zeigt sich in dem Vorschlag, die deutsche Krieger⸗Gedächtnis⸗ f Hirche in München auch mit Ehrentafeln der Frauen und Mütter zu versehen, die ihr Liebstes opferten. Auch für die Führerinnen des deutschen Frauenheeres wird sich dort oder anderswo eine Mar⸗ mortafel finden. Und dem beispiellosesten Kriege, der alles zu ver⸗ i nichten schien, verdanken wir dann die Grundlage einer ganz neuen Kultur, die die Gleichwertigkeit der Geschlechter verkündet und auf
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Handwerkerfragen.
In der heutigen Kriegszeit ist es mit der selbständige gewerblich tätige Mittelstand, der vor allem dle„Kriegs⸗ not“ zu verspüren bekommt und zwar de jener Mittel⸗ stand, welcher sich der gewerblichen Produktion— dem Handwerke— widmete. Was diesem aber— neben vielem anderen— heute ganz besonders fehlt, das ist der große Mangel an Kredit. Wer wollte auch jemanden etwas kredi⸗ tieren, der nichts als seine Arbeitskraft, Können und Ehr⸗ lichkeit sein Eigen nennt! Da jedoch zurzeit die Notwendig⸗ keit besteht, dem kleinen Gewerbetreibenden zu helfen, 0 sollte man auch hier, wie man es immer in großen Be⸗ dürfnisfällen tut, Mittel und Wege finden und erfolgreich und hilfebringend für den gewerblichen Mittelstand ein⸗ greifen.
Was man in Friedenszeiten schon immer ständig be⸗ tonte, der gewerbliche Mittelstand möge sich aus eigener Kraft durch die Gründung von Genossenschaften selbst helfen, kommt im Augenblicke in Wegfall. Daß solche Vereini⸗
ngen auf genossenschaftlicher Grundlage— als Kredit⸗ Enossenschaften ausgebildet— dem einzelnen Handwerks⸗ mitgliede gute Dienste leisten, dürfte durch den Krieg an genügenden Beispielen schlagend erwiesen werden. Was man aber heute zum allermindesten von dem Handwerker ver⸗ langen kann und soll— dem eine Kredithilfe in Aussicht gestellt wird—, ist eine äußerst zuverlässige Buch⸗ und Rechnungs führung; nur hier könnte m. E. der Hebel zur Hilfeleistung einsetzen. Gelänge es, das gesamte Handwerk hierin zur Einsicht zu bringen, dann wäre man schon ein gut Teil in der Lösung von Handwerkerfragen weiter ge⸗ kommen. Man würde dann endlich die Notwendigkeit ein⸗ sehen, die Außenstände— gleich den Fabriken— in kürzester Frist einzubringen. Die s annten Einziehungsgenossen⸗ schaften und amtlichen Abrechnu tellen könnten alsdann in Wegfall kommen(im Jahre 1913 bestanden in Deutsch⸗ land 18 solcher Genossenschaften). Das Borgunwesen, ewöhnlich durch den Handwerker selbst verursacht, würde sich zusehends verringern. Und wenn der Krieg die Not⸗ wendigkeit der Barzahlung, und sogar die Vorauszahlung gelieferter Waren und Gegenstände, brachte, so sollte man als Kriegslehre diese durch den Krieg bedingten Einfüh⸗ rungen auch nach dem Kriege beibehalten. Das Publikum wird sich dann rasch an diese Einrichtungen gewöhnen und diese solange als gerechtfertigt ansehen, als einzelne kleine Gewerbetreibende nicht wieder selbst als die Durchbrecher des nun glücklich aufgebauten Systems, aus den verschie⸗ densten Gründen auftreten. Der Handwerker sollte sich jedoch immer vor Augen halten, daß beim Verlassen dieses Systems er sich nicht nur in eigener Person schädigt, sondern sich auch durch seine Handlungsweise außerhalb der allgemeinen Handwerkerinteressen stellt.
Soll nun für den gewerblichen Mittelstand eine Hinde⸗ rung der Kreditnot— unter fremder Beihilfe— einsetzen, so wären die oben n kurz skizzierten Wege vom Handwerk durchgehends zu betreten, und vom einzelnen Handwerker unter allen Umständen konsequent einzuhalten. Denn eine Kredithilse wird nur dann wirklich stattfinden können, wenn einmal die Garantie vorhanden ist, daß das kreditierte Geld auch voll mit Zinsen wieder zurückgezahlt wird, und weiter die Person des Handwerkers durch seine Tüchtigkeit und Umsicht das Vertrauen in den gewährten Kredit ganz rechtfertigt.
Und so kommen wir nun zur Frage der Beihilfe⸗ leistung. Wer soll und kann diese— und auf Grund welcher
i— dem Handwerker leisten.
In den meisten Fällen werden die zuständigen Banken, Gewerbebanken usw. gemäß ihrer Statuten dazu nicht in der Lage und auch nicht immer willens sein, ein„Ver⸗ trauensriftto“ ohne weiteres zu übernehmen. Da aber Hilfe tu vielen Fällen notwendig erscheint, so bliebe somit nur die Hilfe des Staates und der Kommunen, unter Mit⸗ wir der Interessen vertretungen, der Handwerkskam⸗ mern, I. gen, Gewerbevereine usw. als gutächtliche Instanzen. Die letzteren kömnten dann als die berufenen Vertreter der Handwerker in eine Prüfung, durch Ver⸗ trauenspersonen dieser Organisationen vorgenommen, dar⸗ über eintreten, ob in dem einzelnen Falle die Kreditwürdig⸗ keit gegeben und der Kredit auch ohne die Gefahr eines Berlustes gewährt werden könnte. Als Grundlagen müßten allerdings daun eben die no n schäftsbücher dienen, zu deren Ein sich viele Handwerker nicht entschließen können. Die Handwerkskammern dürften dsc ihre Submissionsstellen außerdem in der Lage sein, si von dem sachgemäßen Angebot einer Ausführung zu über⸗ zeugen und so schon einen event. Kredit zu einem noch nicht in Ausführung gegebenen Auftrag für diesen im Bedarfs⸗ alle befürworten. Mittel, Wege und Möglichkeiten zur ilfeleistung von dieser Seite ließen sich schon finden, ohne daß der kleine Gewerbetreibende einen Verrat seiner Geschäftsgeheimnisse zu befürchten hätte.
Die Hilfe des Staates und der Kommunen würde sich somit nur auf eine direkte Unterstützung des notdürftigen kleinen kreditsuchenden Gewerbetreibenden erstrecken, die demnach in nichts anderem bestände, als, mit Bezug auf die gutächtlichen Aeußerungen der genannten Vertretungen, in der Diskontierung von sicheren Buchforderungen oder in später sicher zu erwartenden Forderungen an die Handwerker. 1 1 Kecter d selbst neben anderen Interessen(auch in steuertechnischer Beziehung) ein Interesse an den Frbelging eines guten— haben und inwieweit die heute be unter teilweiser finanzieller Mithilfe eben der Kommunen, ihre Mitwirkung dem kleinen Gewerbetreibenden levent. unter noch weiterer Beihilfe der Kommunen) leihen, dürfte eine von Fall zu Fall entscheidende offene Frage bleiben. Diese verdiente aber im allgemeinen Interesse jedesmal gelöst zu werden. Ob nun der Staat, je nach den auftretenden Be⸗ dürfnissen, durch die Bereitstellung kleinerer Darlehen seinerseits die Zweckmäßigkeit im Zusammenarbeiten mit mmunen oder auch besonderer Banken vorzieht,
Jedenfalls ist 1 durch den Krieg die Kreditnot des gewerblichen Mittelstandes schon eine solche geworden, daß nach Meldungen bereits im nächsten Monate im Reichsamt des rn mit einzelnen Reichstagsabgeordneten Be⸗ sprechungen darüber stattfinden werden, wie hier Abhilfe geschaffen werden kann.
Die Handwerker ihrerseits sollten aber nach den ge⸗
machten Erfah nicht versäumen, die zu ziehen. Sie aa um eigenen Nutzen darüber nach⸗
denken, durch 5 sie sich kitn aus eigener Kraft„. nen. Daß Wege beim guten Willen vorhan sind, wurde von
mir bereits in einem früheren Beitrag„Für das Hand— werk“ an dieser Stelle des Näheren ausgeführt.
bieser breitesten Grundlage friedlich⸗sozial, aber wehrhaft, der Welt a die„deutsche Kultur“ schenkt.
erungen
Dom Torpedo. 3 Mehr denn je ist durch den Unterseebootkrieg die Aufmerksam⸗
keit auf die furchtbare Waffe gelenkt worden, derer sich diese d
dienen Es ist daher recht interessant Genaueres über
und Wirkungsweise jenes Unterseegeschof
2 0 orpille
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Laufstrecke von mehreren hundert Metern.
Der heutige Torpedo überragt entsprechend den Exrungen⸗ schaften der Technik seinen Vorgänger in allem in Geschwindig⸗ keit, Zielsicherheit und Sprengwirkung; die Laufstrecke beträgt jetzt ungefähr 10 Meter. 150 Kilogramm Sprengmasse aus ieß⸗ baumwolle, Trinitrotoluol und Pikrinsäure bilden seine Ladung, sein Kaliber hat de auf 45 bis 53 Zentimeter erhöht. Die großen Anforderungen, die an die Waffe gestellt werden, bedingen ein exaktes Zusammenarbeiten von verschiedenen Präzisionsapparaten. Das vordere Ende des Torpedos heißt der Kopf Er besteht aus dem mit der Sprengmasse gefüllten Behälter. An seinem Ende sitzt die Pistole, die beim Auftreffen des Torpedos auf einen Widerstand einen Bolzen gegen Knallguecksilber auf⸗ schlagen läßt, das sich entzündet und dadurch die Spreng⸗ masse zur Epplosion bringt. Hinter der n be⸗ findet sich die Luftkammer, die zugleich als Schwimmkammer dient. Sie enthält komprimierte Luft, bis zu 150 Atmosphären, um die Antriebsmaschine in Betrieb zu setzen und den Torpedo zu be⸗ wegen. An die Luftkammer schli sich das Schwanzstück an, in dem sich die für die Fortbewegung und Steuerung notwendigen. Apparate befinden. Die Antriebsmaschine, aus Bronze gearbeitet, besitzt vier Zylinder und kann Arbeit von 150 Pferdestärken lie⸗ fern. Die Maschine wird betrieben durch die Preßluft, die aus der Luftkammer zuströmt. Der Druck läßt sich regulieren, er muß umso stärker sein, je weiter entfernt das Ziel ist. Ebenso läßt sich die Geschwindigreit des Torpedos ändern. Ehe die Luft in die Maschine tritt, wird sie in einem Heizapparat, durch den sie durchströmt, vorgewärmt und auf 200 Grad Celsius erhitzt. Dies geschieht vermittelst einer Benzinflamme. Andererseits wird eine Ueberhitzung durch Zuleitung von Seewasser vermieden, das ver⸗ dampft. Zusammen mit der heißen Luft und den Brennstoffrück⸗ ständen bildet es ein heißes isch von Stichstoff, Kohlen⸗ säure, Wasserdampf, das dem Zylinder der Antriebsmaschine zu⸗ strömt und dort Arbeit verrichtet. Die Laufstrecke eines solchen mit einer Heißlufteinrichtung— die von den werschiedenen Marinen streng geheim gehalten wird— versehenen„Heißlufttor⸗ pedos“ ist bis viermal so groß als die eines gewöhnlichen Tor⸗ pedos. Die Bewegung der Maschine wird über zwei Hohlwellen auf zwei sich entgegengesetzt bewegende Propeller 35 die den Torpedo vorwärtstreiben. Außerdem befinden sich im Schwanz⸗ stück noch e für Gradrichtung und Tiefen⸗ einstellung des Torpedos. Der Gradlaufregulator be aus einem Gyroskop(Kreiselapparat) und einem Serwomotor. Beim Lan⸗ cieren des Tor wird das Gyroskop durch Preßluft an⸗ getrieben und dreht sich mit einer Umdrehungsgeschwindigkein von 18 000 in der Minute. Ein solcher, schnell rotierender Körper behält seine einmal eingenommene Achsenrichtung bei. Das Gyroskop nimmt daher nicht teil an den seitlichen Ab⸗ 1 des Torpedos. Durch seine Verbindung mit dem Serwomotor erreicht man es nun, daß in solch automatischer Einstellung der Schieber des Motors die alte gerade Fahrtrichtung erzwungen wird. Nicht minder wichtig ist der Tief⸗ laufregulator. Der Torpedo darf nicht auf der O schwim⸗ men, weil dann eine Gradrichtung sehr schwierig wird, zweitens weil das Ziel, das er treffen soll, die Schiffswand, über Wasser stark gepanzert ist. Der Torpedo wird daher mit Vorrichtungen versehen, daß er in etwa 3 Meter Tiefe fährt. Die Wirkung des
0 s beruht auf den wechselnden Wasserdruck, der mit der Tiefe zunimmt. Er aus einer beweglichen Ventil⸗ platte, auf die von außen das Wasser, von innen eine Feder drückt,
die für eine gewisse Tiefe einge ist. Geht Torpedo 5
als der r so treibt der Wasserdruck die Bentil platte nach e und bewegt mittelst einer kompliziertnn Hebelanordnung die Steuerflossen nach oben, so daß der Torpedo nach oben abgelenkt wird. Umgekehrt ist es, wenn der Torpedo zu
flach läuft. Ein Kontrollpendel, der hinzugefügt ist, macht den Tiefenapparat noch empfindlicher. Außerdem besitzt der Torpedo
noch eine automatische Versenkvorrichtung, die es ermöglicht, einen „Fehlgänger“, der sein Ziel nicht getroffen hat, zu versenken, indem Wasser in die Luftkammer eindringt. Abgeschossen den 9 die Torpedos durch Torpedokanonen oder Lancierrohre. Als Treib⸗ mittel dient Preßluft oder Pulver. Man kann auch— wie dies in Frankreich versucht worden ist— die Torpedos vermittelst elek⸗ trischer Wellen lenken, jedoch ist vorläufig die Whiteheadsche Kon⸗ struktion die bessere.
Büchertisch. f — Der gelbe Seedieb. Roman von Ewald Gerhard Seeliger. Verlag Ullstein& Co., Berlin und Wien. 1 Mk.— Der neue Roman Ewald Gerhard Seeligers schildert voll behag— lichen Humors und abenteuerlicher Erfindung die verwegenen Taten deutscher Matrosen im Stillen Ozean. Die gelben„Japs“, die Räuber von Tsingtau, nimmt der Roman mit vaterländischem Zorn sich vor. Wuchtig sind die Kapitel über die todesmutige Vertei- digung der Belagerten, spannend, bald mit kecker Phantastik, bald mit der Gewalt des Erlebten wirkt die Darstellung des Seekrieges. Der Geist unserer ruhmreichen Marine lebt in diesem Romane und seinen furchtlosen, mit derbem Hamburger Mutterwitz begabten — der auf allen Meeren sieghaste Geist unserer wackeren blauen
ungen.
Märkte.
1e. Wiesbaden, 6. Mal. deu und Strohmarkt. Man notierte: Heu 4,00 5,00 Mk., Kleeheu 5,90 6,50 Mk., Stroh Richtstroh) 2,30 bis 3,00 Pit. Krumumstroh 2,20—9,00 Pk., Haser⸗ stroh 0,00 0,00 Mk. Alles für 50 Kilo.— Am Fruchtmarkt
war nichts angefahren. N —
kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde.
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Gottesdienst in der Synagoge(Süd⸗Anlage). Samstag, den 8. Mai 1915
Vorabend: 7.30 Uhr.
Morgens: 8.30 Uhr. 5
Nachmittags: 4.00 Uhr.
Sabbatausgang: 8.45 Uhr.
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Meine Arterien⸗Verkalkung
durch die ich schon zweimal Schlaganfall hatte, hat sich schon — bedeutend gebessert. kann ich 115 mit größter gescheaakelt gehen die Scheel elanfälle sind vollständig verschwunden“ schreibt uns Frau Wiw. Sch. in D.„Ich litt seit ¼—.— an schwerer Arterien-Verkalkung. kann zu meiner großen Freude erklären, daß ich von meiner schweren Axterien-Verkalkung genesen bin, schreibt J. E. in C.„Schon seit Jabren leide ich an schwerer Arterien Verkalkung.(10 Tage später) kann beute* ine schon vie besser forkbewegen“ schreiht O. M. in K.„Durch einen meiner Patienten, der bei Ihnen eine Kur gegen re mit bestem Ersolge absolviert hat.“ usw. schreibt Ur. mec. J. G. in W. „Daß der Erfolg großartig... ich bin vollständig, wieder
Dipl.⸗Ing. Dr. Gu stav Stöckle.
sesund“ schrelbt r K. in D. Prospekte über mein N zu Hause bequem durchzuführen, versender gratis alleinige Fabrikantin: Allgemeine Chemische Gesellschaft mb. H. Cöln 4 0, derw 8 General⸗Depot: Unsere Apotheke Cöln. 0


