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ibn, 8. Mai 1915.
Ritter des Eisernen Kreuzes: Unteroffizi big Bindeburg aus Annerod, Res.-Inf. Regt. 254. gefr. Karl Metzler aus Oberkleen, Pion.⸗Regt. 25. Rusketier Heinrich Kraft aus Wißmar, Inf.⸗Regt. 116.
atz- Reservist Anton Muth aus Eschhofen. Schutzmann wröhl in Darmstadt. Regierungsbaumeister J. Neu⸗ mann aus Offenbach, Vorstand des Militär-Eisenbahn⸗ 5 riebsamtes le Chateau. Wehrmann Constantin aus —. 5 Landw. ⸗Inf.⸗Regt. 116. Vizefeldwebel riedrich Bingel aus Busenborn, Inf.⸗Regt. 116. Herm. Boeckel aus Friedberg. Steuerassessor Feick aus Friedberg, Leutn. d. Landw. ldwebel Wilhelm Leyerer aus Climbach,
1 5 7 Oberstleutn. v. Petery, Kommandeur des N des. Fe art. Regts. 25(I. Kl.). Vizefeldw. im 115. Inf. Regt. Alois Gebhardt aus Darmstadt.
** Das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhielt Haupt mann Wehrheim vom Kaiser Wilhelm-Regiment 116, der zurzeit im Reserve-Infanterie Regiment 254 steht.
1 Die Rote Kreuz-Medaille 3. Klasse wurde vom König von Preußen an Schwester Anna Knaf in 5 Gießen verliehen.
5*Der Siegesjubel der beiden letzteu Tage hat 19 bedenklich erhitzend auf die Gemüter gewirkt. Trotzdem man 77 nachgerade eigentlich wissen müßte, welche Monopoleigen⸗ schaften den Berichten des„Wolffschen Telegraphenbureaus“ zukommen, ist man immer noch bereitwilligst geneigt, Phan— tasiezahlen und Uebertreibungen aller Art für bare Münze Bereitwilligleit regel—
zu nehmen, obschon man mit dieser mäßig abkühlende Erfahrungen macht. Wie es gestern wie⸗ der kam— nichts Bestimmtes weiß man nicht. In Berlin hatten sich sonderbare Spaßvögel den Scherz geleistet, por ihre üblen Erfindungen die bekannten WT B geichen zu setzen 5 und damit ihren Unfug zu einer amtlichen Mitteilung avan“ dieren zu lassen. Von da aus mag es denn wieder seinen Anfang genommen, jenes ungreisbare Etwas, das sich gestern wieder in tausenden von Köpfen zu siebenstelligen Zahlen und anderen Abenteuerlichkeiten verdichtete. Nicht wenig trugen zu diesem Zifferntaumel auch die Soldaten bei, die behaupteten, auf dem Kasernenhofe ihre Spezialwissen schaften empfangen zu haben.„Daun muß es doch wahr sein!“ Gewiß, weun man es wirklich eben in den Kasernen gehört hätte. Hinterher aber will's gewöhnlich niemand gewesen sein, der sowas überhaupt nur eine Sekunde geglaubt hat. Hu⸗ moristisch wirkte bei der Sache auch noch, daß man stellen⸗ 4 weise die Ansicht hören konnte, die Telegrammübermittlung des„Gießener Anzeigers“ sei nicht auf der Höhe, sonst müßte man doch längst Genaues im Aushang lesen. Deshalb sei noch gesagt, daß die Zeitungen nur die Meldungen des „Wolffschen Telegraphenbureaus“ in solchen Dingen verbrei— len dürfen, und daß wir selbst daun Bedenken tragen müß⸗ ten, andere Gefangenenziffern als die amtlichen zu ver öffentlichen, wenn sie so viele Millionen betragen, wie es in Wirklichkeit Tausende sind.
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*** Amtliche Personal nachrichten. Die Groß⸗ rzogin hat zum 25. April d. J. dem Polizeidiener Kaspar i ng zu Landenhausen, Kreis Lauterbach, das Allgemeine Ehren⸗
chen mit der Inschrift:„Für 50jährige treue Dienste““ am unde des Verdienstordens Philipps des Großmrütigen verliehen. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren e verliehen an Karl Weitz zu Alsfeld.— In den Ruhe⸗ id wurde versetzt am 28. April d. I der Lehrer Loren Hitz Ober-Seibertenrod auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung 4 A treuen Dienste, mit Wirkung vom 15. Mai Is. an. „ Personalnachrichten der Ober⸗Postderek⸗ Won in Darmstadt. Der Charakter als Geheimer Postrat wurde dem Postrat Hirth in Darmstadt; der Rang der Räte vierter Klasse dem Postdirettor Fritzel in Offenbach; das Eiserne Kreuz 2. Klasse den Postsekretären Glenz aus Darmstadt und Ludwig Müller aus Mainz, den Ober-Post⸗ assistenten Johannes Müller aus Vingen und Schlenvogt aus Mamz und dem Postassistenten Koch aus Lauterbach; die Großh. Hessische Tapferkeitsmedaille dem Postmeister Bauer aus Rüsselsheim, den Postsekretären Lipps aus Offen⸗ bach und Mohr aus Darmstadt und dem Ober⸗Postassistenten Krause aus Worms verliehen.— Aus Anlaß des Scheidens aus dem Dienste ist vom Großherzog das Allgemeine Ehre⸗ zeichen mit der Inschrift„für langjährige treue Dienste“ am Bande des Verdkenstordens Philipps des Großmütigen dem Post⸗ agenten Wilhelm Fuhr in Mümling⸗Grumbach verliehen worden. — Zu Offizieren des Beurlaubtenstandes beför⸗ dert: die Postassistenten Ro st und Scholz Angenommen. wurden zu Telegaphenehirfginnen Kü hn in Mainz und Todt in Gießen, zum Postagenten Gastwirt Heinrich Fuhr in Mümling⸗Grumbach.— Etatsmäßig angestellt wurden die Post⸗ assistenten von Klipstein in Groß-Gerau, Leinweber aus Dieburg in Frankfurt(Main) Müller in Worms. die Tele- graphenassistenten Heß aus Neuß in Offenbach und Mattern in Mainz, die Telegraphengehilfin Kloos in Mainz. Die Telegraphensetretärprüfung bestanden Telegraphenassistent Faust
aus Mainz.— Vor dem Feinde gefallen sind Ober-Postassistent Rückert aus Offenbach. 5 nn Postlagernde Sendungen. Auf Anordnung
der zuständigen Militärbehörden dürfen die für den Emp⸗ fang 1 Sendungen erforderlichen Ausweise nur noch von den P olizeibehörden ausgestellt werden. Sie müssen die Photographie der zur Abholung berechtigten Person enthalten und haben damit nicht für den einzelnen Fall, sondern allgemein Gültigkeit. Die Ausweise, welche von Polizeibehörden aus dem Bereiche anderer Armeekorps aus- gestellt sind, gelten auch für den Bereich des 18. Armeekorps. Postausweisfarten, sowie Ausweise aller übrigen Behörden und der Nachrichtenoffiziere usw. berech, tigen nicht lehr zum Empfang derartiger Sendungen.
* Keine besonderen Pfingstliebesgaben. Die von der Heeresverwaltung gegen die Sendungen van Ssterliebesgaben erlassene Erklärung gilt s inngemäß auch für derartige Sendungen anläßlich des Pfingstfestes. Demnach ist es nicht angängig, besondere Pfingstliebes⸗ gabensendungen an
die Front zu schicken. Weder die eilitärpaketdepots noch die Güterabsertigungsstellen über— nehmen die Beförderung
Liebesgabenpaketen, die anläßlich des plant sein sollten.
i* Pferdever von vormittags 10 Uhr an,
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Pfingstsestes etwa ge⸗
steigerun gen. Samstag, den 8. Mai, 1 findet im Hofe des Jagdschlosses Kranichstein eine Versteigerung von 30 aus Belgien ein⸗ geführten Pferden bezw. Zuchtfohlen statt. ner kom⸗ daran anschließend drei 2 jährige Fohlen der Aufzuchtstation
mit zur Versteigerung. An der Ver⸗
eingeführten Tiere können nur hessische
ine Bescheinigung ihrer Bürger⸗
der Mobilmachung Pferde ge⸗
ing erfolgt gegen Barzah⸗ g. Versteigerungsbedingungen. i Aufzuchtstationsfohlen werden beim kaufe a onders bekanntgegeben. Weiter kommen am gleichen Tage, mittags 3 Uhr, auf dem Kasernenhofe des Dragoner⸗Regts. Nr. 24 1 Stück kriegsunbrauchbare Pferde unter den früheren Bedingungen
von geschlossenen Transporten mit ha
— N geitschristen 278, Jugendscheiften 237
Haus- und Philosophie sprachliches
berichten, nun wiede
gesetzt und ningpistole getroffen
A WI Viehm a, Darmstadt verliehen. W. B. Rompf, das Eise
Kammer beschäftigt i ein Bein
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jünszig! Teil seiner bracht. riges h Au
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Gauzeitung
14 jähriger Stelle ver
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durch die Magistrat d. h. auf soll das
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e. 8 uta Bücherhalle. Im April wurden Bände ausgelsehen. Davon kommen auf:
Naturwissenschast
dies auch am Samstag abend
setzte Behörde
Verdien storden mit Schwertern. beim 2. Bayr. Inf.-Regt. Obbornhosen,
m. Wohnbach, Alt im Fuß⸗Art.⸗Regt. vor einiger Zeit das Eiserne
iche Tapferkeitsmedail
m. Offenbach, 5. Mai. Mädchenschule in der Bleichstraße seiert au 15.
Nikolai ist bereits d denen es vergönnt gewesen ist, Jubiläum in städtischen
deutsche Bevölkerung den slar schrecklicheren Sachen diese Anschauung kann die Tatsache dienen, einer Familie von ihren amerikauischen Angehörigen Postpakete
die„Hungernden“ unterwegs.— Mit je 7495 und Ausgaben schloß die Unjallkasse des Turngaues en in der Deutschen Turnerschalt im Jahre 1914 ab. deim Bestande mit 7801 Mk. anleihe gezeichnet.
bv Aus Kurhessen,
Eimwohners Trettwer einen 8 Leib. Er verbrühte sich dabei zu Tode. Marburg, 4.
anschlag nach Abstrich genommene L
36 bis 54 Mk. zu er neten jedoch nicht einverstanden.
Kupferbergwerk„Rosengarte
weiter ausgebeutet werden. schiefererze vorhanden.—
feubere Marburger Geh. Reg.-Rat mit allen akademischen Ehren zu
platzes bisher in e
gelassene Kapital wird zur Instandhaltung des
und nahm für den infolge seiner Wahl aus den verschiedenen ra bin Ergänzungswahlen vor. Ten ine Geheimsitzung
Kind wurde, da dem and Klinit nach Gießen überführt.
(ten des elterlichen Ges panus
sterr an der
auf rund 250. Viel mehr dür;
Die Revision im Mordprozeß
Die zum Tode nach-] Begnadigungsrecht des in solchen 0 Falle, in dem eine Frau in Frage kommt, darf mit Spannung erwartet werden.
Gedichte und Literaturgeschichte 16, Länder ⸗ und Völkerkunde 43, chte 21, Geschichte und Biographien 105, Kunstgeschichte 15, und Technologie 75, Heer- und Seewesen 40, Landwirtschast 14, Gesundheitslehre 18, Religion und 28, Staats wissenschast 10, Sprachwissenschast 9, Fremd- 27 Bände. Nach auswärts kamen 68 Bände.
Landkreis Gießen.
—Wieseck, 4. Mai. Heute wurde der Landsturmmann Karl D. von hier, der zurzeit in Urlaub in der Heimal
weilt, festgenommen und in. Gießen in Haft verbracht. Di., der in Frankreich zu den Besatzungstruppen gehört, war dem Beigeordneten Schaefer aufsässig, penteil aufgefordert, über die
weil dieser, vom Trup⸗ ö Verhältnisse des Mannes zu dies nicht im Sinne des D. tun konnte. D. hat rholt den Beigeordneten schwer beleidigt. Er hat . in Gegenwart Schaefers fort—⸗ in der Dunkelheit einen Schuß aus einer Brow— abgegeben, der aber glücklicherweise niemanden hat. Darauf hat die dem Beigeordneten vorge⸗ Strafantrag gegen den Schützen gestellt. ein- Linden, 5. Mai. Dem Gefreiten Ludwig nun, von der 2. Komp. des Landsturmbatail. IV, „wurde die hessische Tapferkeitsmedaille
Lang⸗Göns, 4. Mai. Reserve Leutnant Otto der Sohn unseres Bürgermeisters, erhielt jetzt rene Kreuz 1. Klasse und den Bayrischen Leutn. Rompf steht
Mai. Der
von hier, der im Steinbruch zu st, verunglückte beim Verladen von Steinen, beach.
Arbeiter Trais-Münzenberg indem er
Kreis Friedberg.
4. Mai. Dem hiesigen Kanonier Rich. 25 wurde dieser Tage, nachdem er Kreuz erhalten hatte, auch le verliehen.
Starkenburg und Rheinhessen.
Hauptlehrer N ikolai von der Mai d. Is. sein ähriges Dienstjubil äum. Den allergrößten Wirksamteit hat der Jubilar an hiesigen Schulen ver⸗ der vierte der hiesigen Hauptlehrer, innerhalb kurzer Frist ihr 506jäh⸗ Diensten zu seiern.
is Rhein hessen, 7. Mai. Gar wunderliche An- miissen stellenweise noch in A merika über die Ver⸗ Deutschland herrschen. Das geringste ist wohl, daß die chtbarsten Hunger leide, von Als bester Beweis für
ganz zu schweigen. daß in Wörrstadt
„Kaffee, Tee, kondensierte⸗ Milch usw. zu⸗ nd. Weitere Pakete sind nach dem Begleitschreiben für Mart in Einnahmen Rhein⸗ Von wurden 3500 Mk. für die Kriegs- 293 Mt. schloß die stellten sich auf
— Mit einem Ueberschuß von
inn letz Die Einnahmen
1723 Mk. und die Ausgaben auf 1422 Marl.
so unglücklich von einem Wagen. sta rb.— In Weida riß sich der dreijährige Sohn des
nsitzung
ahnregu
Für das verstorbene Magistratsmitglied Bang
wurde Stadtv. Professor Maurmann gewählt. Mit einem
überhandnehmende unde plage in Marburg vom begründeten Antrag 8
außer Betrieb gesetzte n“ zwischen Thal⸗ Immighausen mit modernen, Hilfsmitteln wieder Es sind reichlich Kupfer⸗ Der in Kassel verstorbene lang⸗ Professor, Landeskonservator Dr. Alhard v. Drach, wurde heute hier letzten Ruhe gebracht. Prosessor Hamann von
seit beinahe 50 Jahren
Außer dem Geistlichen widmete
Verblichenen einen warmen Nachruf.
J. Mai. Die heute abgehaltene wechselte zwischen öffentlicher Pressepertreter ein kleines No⸗ Geheimsitzungen verhandelte
mburg v. d. H., etensitzung so daß die 8 In den
den Haushaltsplan der Stadt für das Rechmungsjahr die Abschaffung) des Steuervorrechts der Altkirdorfer.
wurde in kurzer Zeit erledigt. Interessant rieb des Golfspiel⸗ änden ruhte, auch das Restaurant verwaltete eine englische Ge⸗ furt a. M.
Das von
selbst bewilligte dazu jährlich etwa 2800 Schl.
0 S gegen Einbruchsdiebstahl zum Magistratsmitglied Ausschüssen ausgeschiedenen Stadtrat Ar⸗ Beschluß machte daun aber⸗
4. Mai. Hier waxf ein dreijähriger Knabe siebenjährigen Mädchen mit Steinen, wobei dem Mäd⸗ ge so verletzt wurde, daß es sofort auslief. Das da dem anderen Auge auch Gefahr droht, in die
ukirchen,
edenbergen, J. Mai. Der 14jährige Sohn des Kübler aus Wiesbaden fiel beim plötzlichen Still vom Wagen. Er geriet unter
berfahren und getötet. ——
Universitäts⸗Nachrichten.
burg, 4. Mai, Die Zahl der zum Sommer hiesigen Universität bis heute neu immatri⸗ männlichen Studierenden stellt sich len kaum zu erwarten sein. ö
„wurde u
n weiblichen und
5. Mai.
n dem
Im anderen Falle würde um ersten Male eine Frau dem verdienten Strafe verfallen.
e
N e V Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 3. Mai 1915.
Philipp
Schlachtviehpreise
in Frankfurt a. M. Fleischpreise in Gießen
„ Kg. 104-103 Pf.
Ochsen 50 Ka. Schlachtge wicht
100-125 Mk. Kälber, Kg. Schlachtgw. 97—113 U.%„ 9296„ Schweine // 4 115-130, 1 110-120„
—
Getreidepreise in Mann he im Brotpreise in Gießen:
Weizen 100 Kg. 28.95 wit. Höchstpreis. Roggen 100 Kg. 24.95 Mt. 5
Märkte. ch. Nieder⸗ Ingelheim, 3. Mai. Für den Zentner Sparg el 1. Sorte wurden auf dem heutigen Markte 45—55 Mk., 2. Sorte 22— 28 Mk., Rhabarber 68 Ml. erlöst. ch. Heidesheim, 4. Mai. Der Zentner Spar erbrachte auf dem heutigen Markte 40-45 Mk., 2. Sorte 25 Mk., Rhabarber 6 Ml.
Weißbrot 2 Kg.— big. Schwarzbrot 2 Kg. 78 Pig
gel 1. Sorte 20 bis
Das Hochdruckgebiet verlagert sich weiter südostwärts; der Druck über Süddeutschland ist dadurch zwar etwas gestiegen, doch rlickt von Westen her die bereits gestern erwähnte Depression weiter ostwärts vor, so daß wir allmählich immer mehr unter ihren Ein ⸗ fluß kommen werden.
Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 6. Mai 1915 Wechselnd bewölkt, doch noch meist trocken, mild, südwestliche Winde.
*
Letzte Nachrichten. Uneinigteit bei den Führern der Entente in Flandern.
Genf, 5. Mai. Das Journal„Eclair“, welches zwei Tage unterdrückt war, veröffentlicht einen Artikel, in dem die Uneinigkeit unter den Führern in Flandern her⸗ vorgehoben wird. Während in der letzten Woche die Eng⸗ läuder ihre Verluste bekannten, verkündete Millerand am rechten Kanalufer beständiges Vorrücken der Verbündeten. Dabei hätten die Deutschen die eroberten Stellungen be⸗ festigt und behauptet. Gestern wurden die Artikel des Obersten Rousset gänzlich gestrichen.„Temps“ verschweigt die augenblickliche Lage in Flandern, gesteht aber die Be⸗ unruhigung wegen des unerwarteten Vorstoßes Hinden⸗ burgs in Kurland zu und hofft, die Russen würden im gegebenen Moment, eingreifen. Der„Matin“ sagt Die Deutschen bombardieren Dünkirchen als deutlichen Wink für England, daß die englische Küste nächstens drankommen werde.
Französisches Mißtrauen gegen Joffres Berichte.
i. Köln, 5. Mai. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der fran⸗ zösischen Grenze: Die Pariser„Hum a nité“ übt an den amt⸗ kichen Berichten der Regierung über die Kriegsereignisse fol⸗ Die Besckießung von Dünkir chen sei ein laß zu einem Beispiel für die Axt gewesen, wie man die amtlichen Es scheine, als ob in der Praxis der Re⸗ Mangel an Genauigkeit und ein chertum eingerissen seien. So komme es vor, daß man Dinge von rein ürtlicher Bedeutung erzähle,
sie i amtlichen Berichte
n⸗
gerückt seien, eine wäunen, 1 verhältnis stehe.
Aus der Karvpathenschlacht.
K. K. Kriegspresse quartier, 5. Mai. Wie der Kor⸗ respondeut der„Vossischen Zeitung“ meldet, ist die Zahl der Ge⸗ sangenen bis zur Stunde auf über 30 000 Offiziere gestiegen, die durch Neu Sander abtransportiert wurden. Viele Gefangene sind noch unterwegs. Viele Leute, die in Eile aus den Rekrutendepots herangebracht wurden, sind unter ihnen. Rekruten in sehr schlechten Monturen sind dabei, die sogar nur durch ihre Mütze die Zugehörigkeit zur Armee erkennen lassen. Das Kriegsmaterial, das erbeutet wurde, ist gewaltig. So lauge die Schlacht tobte, fehlte es an Kräften, es zu bergen. Die Hügel, die zu Stützpunkten ausgebaut worden waren, wurden buchstäblich zu riefigen Schutthaufen zertrümmert. Welche von ihnen, die im Frontangriff uneinnehmbar schienen, wurden artilleristisch derart bearbeitet, daß sie nach Stunden umgangen und von drei Seiten ge⸗
Die Gefangenenaussagen, die bisher vor⸗ welch gewaltiger Sieg in Westgalizien er⸗ fochten worden ist. Schon die artilleristische Vorbereitung wirkte terbrochene Feuer der Ge⸗ Kalibers, das unbarmherzig in die rus⸗
i vernichtete ganze
. Köln, 5. Mai. Die„Köln. Ztg.“ „Daily News“ berichten von Mudros auf Kampf an den Dardanellen dauert Tag Die Geschwader der V 5 ab. Die Beschießung wird ununterbrochen fortgesetzt. heftigen schritte zu Land cht Punkte der Verteidigungsstellen werden heftig lischen und neuseeländischen Truppen haben cinem gut ausgerüsteten Heere gegenüber glänzend gekämpft. Unter den von uns gesange⸗ nen Mannschaften befinden sich auch im türkischen Heere dienten, aber bei der ersten 785
liefen. l Das neutrale“ Amerika. 1 Kopenhagen, 5. Mai.„Rußkoje Slowo“ meldet aus Wladiwostok: Die Regierung in Washington ließ in Peking erklären, sie werde im Falle eines chinesisch⸗japanischen Konflikts neutral bleiben. 9
n
Sodener Mineral- Pastillen
mssen Sie verlangen, wenn, Sie ein seit Jahrzehnten genugend dewüährtes Mittel gegen Husten, Helserkeit und Bronchlal- katarrh gebrauchen wollen. Ueberall à Schachtel 85 Pf. erhältlich.
Mann, darunter viele
79 a


