F
fach be in Gouvernements eingeteilt, und die Orte, in denen lich die Gefangenen befinden, sind rot eingedruckt. Die Be⸗ stimmungen über den Postverkehr mit in Rußland befind⸗ lichen Kriegsgefangenen und zurückgehaltenen Ziwilpersonen, sowie ein alphabetisches Verzeichnis der Orte, in denen sich Gefangene befinden, sind der Karte in Buchform vorgeheftet. Als besonders nützlich wird empfunden werden, daß der deutschen Ortsbezeichnung nebst Kreis und Gouvernement die russische Schreibschrift zugefügt ist. Somit kann bei jeder Adresse der genaue Aufenthaltsort auch von Per⸗ sonen, die der russischen Schrift nicht mächtig sind, durch einfaches Nachschreiben der Vorlage in russische angegeben werden. » Fahrplan⸗ Berichtigung er auf der Strecke 1 9— Lich— Butzbach und zurück verzeichnete ug ab Lich 6.20 an Butzbach 7.20 fährt laut uns nach der Druck⸗ legung des Zeitungsfahrplans zugegangener Berichtigung ab Lich 6.05 an Butzbach 7.05. Ebenso fahren die Züge auf der Strecke Bad⸗Nauheim— Griedel— Oberkleen und zurück richt ab Butzbach(Ost) 6.00 an Oberkleen 6.20, sondern ab Buk⸗ bach(Ost) 5.50 an Oberkleen 6.10 und nicht ab Oberkleen 6.30 an Bad-Naubeim 7.34, sondern ab Oberkleen 6.15 an Bad⸗Nauheim 7.19. Wir drucken noch einmal beide Strecken ab zum Ausschneiden und Ueberkleben.
Grünberg— Lich— Butzbach und zurück. 7.40 1.20 5.52 ab Grünberg. an 7.06 10.04 344
D
— 753 1.34 6 03 1 Queckborn 6.56 9.54 334—— ( 7559 1.41 6.09 F Harbach. 4 6.49 9.47 327— — 8.05 1.47 6.14] Ettingshausen 6.45 9.43 3.23—— 1 8.10 1.52 6.168 Münster 6.41 9.39 3.19—— — 8.15 200 6.22[ Ober⸗Bessingen. 6.37 9.35 3.15—— — 823 2.10 6.28] Nieder⸗Bessingen 6.32 9.30 3.10—— 6.05 9 35 2.55 7.10[ Lich. 6.19 9.16 2.56 6.50 10 04 6.16 9 52 3.08 7.21 J Hof- u. Dorf⸗Güll— 6.54 2.16 6.40 9.54 6 21 10 00 3.15 7.26] Muschenheim.— 8.49 2.11 6.35 9.49 6 26 1009 3.22 7.32 Trais-Münzenb.— 8.43 2.05 6.29 9.43 6 31 10.20 3.30 7.37[ Münzenberg.— 8.38 2.00 6.24 9.38 86 10 29 3.36 7.42[ Oberh.⸗Eberstadt— 8.33 1.54 6.19 9.33 43 10.40 3 43 7.48[Gambach i. Hess.— 8.27 1.48 6.13 9.27 53 11.06 3.55 7.58* iel— 8.20 1.41 6.06 9.20 7 00 11.13 404 8.06 J Butzbach Ost. A— 810 131 5.56 9.10 7.05 11.20 4.08 8.10 an Butzbach West ab— 8.04 1.25 5.50 9.04
Bad⸗Nauheim—Griedel—Oberkleen und zurück.
750 1.05 5.30 8 50 ab Bad⸗Rauheim an 7.19 11.55 420 830 — 7659 1.15 5.39 8 59 J Steinfurth.. 4 7.11 11.45 4.12 8.22 — 8005 1.22 5.46 9.05 Oppershofen. 7.04 11.30 4.05 8.15 „ 809 128 551 909[ Rockenberg. 701 11.23 402 8.11 8.28 1.48 6.10 9.30] Griedel... 6.51 11.06 3.52 8.00 (5.50 8.34 2.05 6.25 9.36[ Butzbach Oft.[ 6.39 10 50 3.40 7.44 58— 2.13 633—] Pohlgöns I 6.28— 308 7.23 607— 2.22 643— J Ebersgöns. A 6.19— 2859 7.14 6.10— 2.25 6.46— an Oberkleen. ab 6.15— 255 7.10
** Lesestoff an die Front und in die Gefan⸗ genenlager. Man schreibt uns: Die Abteilung Gießen des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft hat auf die an ihre Mitglieder kürzlich gerichtete Bitte um Bücher und Zeit⸗ schriften für unsere Truppen erfreulich zahlreiche Zusendungen erhalten. Sie sagt allen Spendern herzlichen Dank! Es wurde dadurch möglich, Bücher als„Pfundbriefe“ an die Front, sowie 5 und 10=Kilo⸗Palete in Gefangenenlager und in Feldlazarette zu schicken. Dem Wunsche mehrerer Offiziere des hiesigen Regi⸗
nuts. die infolge der Notiz im Gießener Anzeiger um Lesestoff den Schützengraben baten, lonnte entsprochen werden. Um
e Sendungen noch sortsetzen zu können, bittet der 1— 2 1 freundliche Zuwendungen, ebenso um Angabe von
dre ssen Kriegsgefangener im Ausland, Verwundeter in Feld⸗ lazaretten, von einzelnen Truppen in Schützengräben oder Be⸗ Fir an wo Lesestoff gewünscht wird. Die Annahmestelle ist bei
Hausverwalter Todt im Gesellschastsverein, Sonnenstraße.
Taxpreise für Waldstreu. Um den Landwirten das Durchhalten der Viehbestände während des Krieges möglichst erleichtern, wurden lt.„Darmst. Ztg.“ die Taxpreise für Waldstreu aus dem Domanial⸗
walde auf die nachstehenden Sätze ermäßigt, die bei frei⸗ händigen Streuabgaben vom 1. April d. J. an für die Kriegsdauer in Ansatz zu kommen haben. Unter Wegfall der seitherigen Unterschiede betragen die Preise für Waldstreu aller Art für 1 Last(0,4 Kubikmeter)— 10 Pfg., für 1 Schiebkarren(0,8 Kubikmeter)— 20 Pfg., für 1 Kubik⸗
Dienstag, den 4. Mai, abends 7 Uhr: den 5. Mat, abends 7 Uhr:„Silvana.“ abends 7 Uhr:„Der Rosenkavalier.“
pernhaus. Montag, den 3. Mai geschlossen.(3. Rühl-VBereins⸗Konzert.) „Die Boheme.“ Mittwoch, Donnerstag, den 6. Mai,
Freitag, den 7. Mai, abends
meter— 25 Pfg. Die Erntekosten sind in diesen Tax⸗ 77e Uhr:„Tell.“ Samstag, den 8. Mai, abends 7 Uhr:„Die ; j 1 Hof 0 7„ verkauste Braut.“ Sonntag, den 9. Mai, abends 7 Uhr:„Königs⸗ preisen nicht enthalten. Besorgt der Empfänger das Auf kinder.“ Montag, den 10. Mai, geschlossen. Dienstag, den 11. Mai,
arbeiten selbst, so hat er nur den Taxpreis zu bezahlen; andernfalls erhöht sich der Taxpreis um die Erntekosten der Streu. Nachdem Großh. Ministertum des Innern die frei⸗ händige Abgabe von Waldstreu aus Gemein dewaldun⸗ gen in Bedarfsfällen und unter bestimmten Voraussetzun⸗ gen genehmigt hat, erhalten diese Taxpreise auch für die Streuabgaben aus Gemeindewäldungen Gültigkeit.
O Aus der Wetterau, 1. Mai. Wie schon berichtet, haben Winterfrucht und Klee geradezu vorzüglich überwintert. Der durch Mäuse- und Schneckenfraß angerichtete Schaden ist kaum nennenswert und durch das gute Frühjahrswetter beseitigt. Nun läßt sich auch schon der Stand der Sommerfrucht übersehen. Er- fsahrene Landwirte behaupten, daß der Stand von Gerste und Haser nicht besser sein könnte, als er ist. Gehen nun noch die Eisheiligen, 10. 12. Mai, gnädig vorüber, so ist um die Volksernährung wenig mehr zu befürchten.
Kreis Büdingen. A Unter⸗Widdersheim, 1. Mai. Kürzlich sand hier die Gedächtnis feier für den Rechner Wolf statt. Er war Anfang März in Rußland den Heldentod gestorben. Die ganze
abends 7 Uhr: abends 6 Uhr:„Siegfried.“
Herrn Karl William Büller: Dienstag, Benedig.“ 0 Magdalene.“ Kreis Fusdberg. 0
Zum ersten Male:„Die Veuus mit dem Papagei.“ 9. Mai, nachmittags ½4 Uhr:„Alt- Heidelberg.“ Abends 7½ Uhr:
„Robert der Teusel.“ Mittwoch, den 12. Mai, Schauspielhaus. Montag, den 3. Mai, abends ½8 Uhr: Letztes Gastspiel des „Der Raub der Sabinerinnen.“ den 4. Mat, abends ½8 Uhr:„Der Kaufmann von Mittwoch, den 5. Mai, abends ½8 Uhr:„Maria Donnerstag, den 4. Mai, abends ½s Uhr:„Prinz Freitag, den 7. Mai, abends 7 Uhr: abends ½8 Uhr: Sonntag, den
Friedrich von Homburg.“
„Romeo und Julia.“ Samstag, den 8. Mai,
„Die Schöne vom Strande.“ Montag, den 10. Mai, abends 7 Uhr: „Götz von Berlichingen.“ Dienstag, den 11. Mai, abends%½8 Uhr: „Die Zierpuppen.“ Hierauf:„Der eingebildete Kranke“ Mitt woch, den 12. Mai, abends /½8 Uhr:„Die Venus mit dem Papagei. Donnerstag, den 18. Mai, abends 38 Uhr:„Im weißen Nößl.“
—
Auch das Brot ist unser Rüftzeug.
Gemeimde war fast vollzählig erschtenen. Vizewachtmeister Michel von hier im Feld-Artillexrie-Regiment 61. 1. Batterie, er- hielt auch die Hessische Tapferkeitsmedaille, nachdem er vorher unter Verleihung des Eisernen Kreuzes zum Offizier-Stell⸗ vertreter bejördert worden war.
AOber- Schmitten, 1. Mai. Lehrer Diehl von hier wurde zum Leutnant der Reserve im Fuß-Artillerie-Regiment Nr. 3 befördert. Er erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse.
Gießener Strafkammer. th. Gießen, 2. Mai. Die Strafkammer hatte am Freitag sich nur mit vier Anklagen zu beschäftigen. Ein Fall wegen Sittlichkeits vergebens
gegen Johs. H. von Flensungen wurde nicht zu Ende verhandelt, weil der Angeklagte wegen seines Gesundheitszustandes einer ärzt⸗ lichen Untersuchung unterzogen werden soll. Der Ueberschreitung der Höchstpreise war der Gastwirt Joseph Sch. IV. von Ockstadt geständig. Er hatte, ohne bei der Tat einen Vorteil zu haben, öffentlich eine Firma bekannt machen lassen, welche für Kartoffeln statt des zu⸗ lössigen Höchstpreises Mark für das Malter bezahlen wollte. Die Kammer erklärte, daß der Fall sehr milde liege und erkannte auf eine Geldstrafe von 3 Mark, im Unvermögensfalle 1 Tag Gefängnis. Wegen Körperverletzung ist die Fran Georg M. von Weckesheim vom Schöffengericht zu einer Geldstrafe von 20 Mark, hilfsweise zu 4 Tagen Gefängnis und zu einer Buße von 25 Mark an die Verletzte verurteilt worden. Es handelte sich um einen Streit zwischen Nachbarfrauen, bei dem die Angeklagte tätlich wurde. Die Angeklagte war mit dem Urteil nicht einverstanden und verfolgte Berufung, die aber von der Straflammer kostenfällig abgewiesen wurde. Wegen Hausfriedensbruchs
sind die Dreschmaschtnenarbeiter Heinrich Kl., Karl G. und Karl Kl. von Dorn⸗Assenheim vom Schöffengericht zu 2 Monaten, 1 Mvnat und 14 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Sie sind 5—. 4* 6 und*— Eigentümer roht. e Angeklagten folgten gegen Urtei Berufung. Die Strafkammer war aber der Ansicht, daß die Ber⸗
urteilung der drei Angeklagten zu Recht erfolgt ist, und daß die ausgesprochenen Strafen ehe zu milde, als zu hoch bemessen sind.
Geht sparsam damit um. „„ Bekanntmachung.
Betr.: Musterung der Militärpflichtigen.
Diejenigen Militärpflichtigen, die in den Jahren 1895, 1894 und früher geboren und bei der Musterung im Januar dieses Jahres zurüdgestellt worden find, sich aber bei der Bürgermeisterei ihres derzeitigen Aufenthaltsortes noch nicht zur Stammrolle angemeldet haben, fordere ich
auf, dies sofort zu tun, andernfalls Bestrafung bis zu 30 Mk. Geldstrafe oder Haft bis zu drei Tagen erfolgt.
Gießen, den 29. April 1915. Der Zivilvorsitzende der Ersatz⸗Kommission des Kreises Gießen.
J. V.: Hemmerde. Betr.: wie oben.
An den Oberbürgermeister der Stadt Sießzen und au die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Auf obige Bekanntmachung weise ich Sie hin und. waige Neuanmeldungen entgegenzunehmen und in die betre Stammrollen einzutragen. Ueber die Neuanmeldungen ist mir ein Auszug aus der Lem mrollebis zum 10, Mai d. Is. fügen er. damit die Eintragung in die alphabetische Liste er⸗ olgen kann.
Es sei hier nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, daß es sich nur um Meldung Militärpflichtiger handelt, die noch nicht in den Stammrollen enthalten und bei der Musterung im Januar dieses Jahres zurückgestellt worden sind.
Fehlanzeigen sind zu erstatten.
ießen, den 29. April 1915. Der Zivil vorsitzende der Ersatz⸗Kommisston des Kreises Gießen.
J. V.: Hemmerde.
Wegen Bornahm. die Lreistriße con
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grenze) bis auf weiteres für den Fuhrwerks⸗ und Autontobilderfehr
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Gießen, den 1. Mai 1915. ö 55 liches Kreisamt Giefrn.
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