Emstadt statt. Den Haup ein Referat über die 1„Was erhoffen wir vom
rent ist Pfarrer Velte in Darmstadt.
Aus Stadt und Cand. Gießen, 29. April 1915. Volksernährung und Eisenbahn verwaltung.
In dem Deutschland e Riesenkampfe sind die deutschen Waffen auf dem Felde der Ehre Sieger Lr blieben, sie werden auch für die Folge Sieger bleiben. Auf dem Fe der Heimat ist die deutsche Landwirtschaft die Siegerin bis jetzt gewesen; damit sie dies auch für die Folge blei kann, wer zurzeit alle Kräfte entfaltet.
fiche geht, wie man uns schreibt, die Preuß. ⸗ Hessische Eisenbahnverwaltung mit ihren 800 000 Bediensteten— einschließlich Familien über 2 Mill. Menschen— mit gutem Beispiel voran. In unserem Bezirk kommt die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. in Betracht, an deren Spitze Präsident Reauleaux mit Vertreter Regierungsrat Drescher— letzterer ein 1 Gießener Kind— durch bezügliche Verfügungen und Vor⸗ träge, unter Mitwirkung der Eisenbahnvereine, Hervor⸗ ragendes. 15 775 haben. In jedem Eisenbahnverein sind besondere Wirtschaftsausschüsse für die Kriegszeit eingerichtet mit den Abteilungen 2) Eingeschränkte Lebens⸗ führung, b) Zweckmäßige Speiseherstellung, c) Gartenbau, Beschaffung von Lebensmitteln, von Saatgut, Dünger usw., d) Kleintierzucht(Ziegen, Kaninchen, Bienen). Die besten Zeitschriften, Broschüren, Merkblätter wurden verteilt, be⸗ 7 solche über den in der Kriegszeit zu führenden Haushalt und über die Bebauung von Garten⸗ land zur Erzielung von Frühkartoffeln und Frühgemüse, damit unter allen Umständen die Ernährung des Volkes im Kriege gesichert bleibt. Jedes irgendwie bare und verwendbare Stück Land bei den Eisenbahn⸗ en, auf der Strecke und in den Bahnhöfen, einschließ⸗ —5 der Ziergärten, wurde umgegraben, gedüngt und be⸗ pflanzt, so daß eine reiche Ernte an Frühkartoffeln und Gemüse in Aussicht steht, und ein Mangel bei Eisenbahn⸗ familien in dieser Hinsicht nicht eintreten wird. *
* 1 Eisernen Kreuzes. Gefr. der Res. Heinrich eil, Inf.⸗Regt. 116, aus Ettingshausen. Unteroff. D. Res. Eduard Mölcher aus Lardenbach. Drag. Adolph, Drag. Regt. 24, aus Hartmannshain. Regierungsbaumeister Georg Hoffmann aus Altenburg b. Alsfeld. Stabsarzt d. R. Dr. Kiß ner in Nieder⸗-Ohmen.
* Die nächste Brotmarkenverteilung für die
Zeit vom 3.—16. Mai findet am kommenden Samstag statt. K Nähere ist aus der betreffenden Bekanntmachung in der heutigen Nummer zu ersehen. ö Die Internationale Schlafwagen⸗Ge⸗ sellschaft. Der preußische Eisenbahnfiskus hat zum 1. Mai 1915 alle Verträge mit der Internationalen Schlafwagen⸗ Gesellschaft gekündigt. Im Frieden liefen von dieser Ge⸗ sellschaft 45 Speisewagen und 22 Schlafwagen auf deutschen Bahnen. Auch mit dem Cookschen Reisebure au sind die Verträge gelöst worden. Die eingelegten Bürgschafts⸗ gelder dienen für die Berechnung noch ausstehender Ein- nahmen.
Bei der 1. Torpedo⸗Division in Kiel werden
l zum 1. Juli und 1. Oktober 1915 eine Anzahl Vierjährig⸗
Freiwillige des Maschinenpersonals eingestellt. Gelernte Maschinenbauer, Schlosser, Schmiede, Kupserschmiede, Kesselschmiede, Elektriker, Funker und Mechaniker mit guter Schulbildung und 2 jähriger praktischer Arbeitszeit, die die Absicht haben, zu kapi⸗
5 tulieren, um die Maschinisten-, bezw. F.-T.-Lausbahn(Deckossizier)
Betr.
einzuschlagen, reichen ein entsprechendes Gesuch mit selbstversaßtem und selbsigeschriebenem Lebenslauf, einem Meldeschein zum frei- willigen Eintritt über vier Jahre lautend und sämtliche Lehr- und Arbeitspapiere ein. Am 1. Oktober ds. Is. gelangen außerdem vierjährig⸗ freiwillige Torvedo⸗Matrosen zur Einstellung. Amer Leute, die am 1. Oktober das 17. Lebens jahr erreicht haben, önnen sich schon jetzt mit einem selbstgeschriebenen Gesuch und Lebenslauf, sowie einem Meldeschein zum freiwilligen Eintritt über vier Jahre lautend an den oben genannten Marineteil wenden. Starkenburg und Rheinhessen.
rm. Darmstadt, 29. April. Der 16. Delegier⸗ tentag der Sterbekasse der Mitglieder des Hess. Landesgewerbevereins und des Verbandes 1 Gewerbevereine fand am 25. d. M. unter dem Vorsitzenden Sames⸗Darmstadt bei guter Beteili⸗ gung aus allen Landesteilen in Darmstadt statt. Der im Di vorliegende Geschäftsbericht bot einen günstigen Ab⸗ schluß Die aus der Versammlung kommende Anregung, den Ueberschuß den Mitgliedern gutzuschreiben und zu verzinsen, wird der Vorstand im Auge behalten. Nach Bericht des Sparkasserechners Haas ⸗ Gießen wurde der Kasse Ent⸗ astung erteilt und nach Bericht des Revisors Mahr ein von 300 Mk. genehmigt, um dem Geschäftsführer die Einrichtung von Einzelkonten für die Mitglieder zu er⸗ möglichen. Bei dem nächsten Punkt: Verwendung des 1914er
Gewinnes, verwies der Vorsitzende auf das Gutachten des
Veersicherungsmathematikers, wonach eine Verteilung
des
Gewinnes zurzeit nicht zu empfehlen sei und schlägt
vor, den Reingewinn in erster Linie im Interesse der Kriegsteilnehmer unter den Mitgliedern 12 verwen⸗
den und zwar zur Auszahlung der vollen Versicherungs⸗ summe an die bliebenen gefallener Mitglieder und zur . der Beiträge, welche die Kriegsteilnehmer beim iederaufleben ihrer Mitgliedschaft nach Beendigung des Krieges zu len hätten. Sollte dann noch ein Ueberschuß v n sein, so soll allen Mitgliedern ein Monatsbeitrag rückvergütet und der Rest für ev. Kurs⸗ schwankungen verwendet werden.— Die Vorstands-⸗ wahl ergab die einstimmige Wiederwahl des Vorsitzenden Sames, sowie der übrigen Mitglieder. Auch der erweiterte Vorstand aus den drei Provinzen wurde wiedergewählt.— Es folgt die Beratung einer Satzungsänderung, nach welcher bei Versicherungen über 500 Mi. ein ärztliches Gut⸗ achten beizubringen ist. Es soll beim Ableben innerhalb 6 Monaten nach dem Beitritt ein Drittel, vom 7. bis 12. Mo⸗ nat zwei Drittel der Versicherungssumme, und erst nach dem 12. Monat die volle Summe zur Auszahlung kommen, soweit Versicherungen mit ärztlicher Untersuchung in Be⸗ tracht kommen, Bei Versicherungen ohne Untersuchung sollen m ersten Versicherungsjahre nür die eingezahlten Beiträge, im zweiten ein Drittel, erst im dritten Versicherungsjahre — Drittel und von da ab die ganze Summe zur Auszah⸗ lung kommen. Endlich wurde eine weitere Satzungsänderung des 8 23 angenommen, nach welchem ein auf Grund des ahresabschlusses sich ergebender leberschuß einer beson⸗ Rücklage zuzuweisen ist, bis mindestens 10000 Mark J U
als inneren Gewinn für unser deutsches Volk?“ Refe⸗
erreicht sind Im beschließt über die Verwendung des Ueberschusses die Delegiertenversammlung. Ossenbach, 28. April. Lehrer Karl Faulhaber wurde im Verlaufe des Krieges zum Leutnant im 9. bayr. Inf. Regt. bekördert, hat das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhalten und wurde jetzt mit dem bayrischen Militär-Verdienstorden mit Schwertern ausgezeichnet..
ch. Heidesheim, 28. April. Der erste hier in diesem Jahre abgehaltene Spargelmarkt hatte eine verhältnismäßig reiche Zufuhr aufzuweisen. Da die Witterung sich wieder ge- ändert hat und recht warm und trocken geworden ist, wird die Zufuhr dieses Gemüses wohl von Tag zu Tag umfangreicher aus- fallen. Die Preise waren auf dem ersten Markt zwar nicht so boch als sonst, aber noch hoch genug. Bezahlt wurden für das Pfund Spargeln 1. Sorte 30-65 Pfg., 2. Sorte 30-35 Pfg.
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Ueaddadddadddcddddaadadddanddacadddaddddadddcaadaddo
Unseren Anzeigenkunden
zur freundlichen Beachtung!
Mit Eintritt des Sommer ⸗Fahrplanes am J. Mai
ist die frühere Fertigstellung eines Teiles unserer
Landauflage erforderlich geworden. daraus ergibt sich die Notwendigkeit eines
früheren Anzeigenschlusses.
Wir bitten deshalb unsere Anzeigenkunden dringend, größere Anzeigen unter allen Umständen schon am Tage vor dem Erscheinen aufzugeben.— leine Anzeigen lönnen für die Tagesnummer nur bis vormittags 9 Uhr angenommen werden.
verlag des Gießener Anzeigers. IIA sdaνανινανα/œꝰ 0d
Gerichts saal.
Ein englischer Kriegsgefangener zum Tode verurteilt. Berlin, 28. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die Angelegen⸗ eit gegen den englischen Kriegsgefangenen, Straßenbahnschaffner iam Lons dale, der wegen tätlichen Angriffs gegen einen Vorgesetzten im Dienst vor versammelter Mannschaft und im Felde im Gefangenenlager Döberitz vom Kriegsgericht des immo⸗ bilen Gardekorvs zu zehn Jahren Gefängnis und vom Ober⸗ kriegsgericht zum Tode verurteilt worden war, gelangte gestern vor dem ersten Senat des Reichsmilitärgerichts zur Verhandlung. Ein Verteidiger und auch der Angeklagte waren. nicht erschienen. Nach längerer Verhandlung verkündete der Ver⸗ bandlungsführer, Senatspräsident Thielmann, der Gerichtshof sei der Ansicht, daß der Angeklagte der Zuständigkeit der deutschen Militärgerichtsbarkeit in seiner Eigenschaft als Mitglied einer feindlichen Macht unterliegt. Die Prüfung der Schuldfrage entzieht sich der Nachprüfung des Revisionsrichters, da der Angeklagte gegen das erste Urteil keine 1 und der Gerichtshof nur wegen des Strafmaßes Berufung eiulegte. Es unterliegt keinem Zweifel, daß der Angeklagte gegen einen Vorgesetzten im Dienst vor versammelter Mannschaft und int Felde schwere Ausschrei⸗ tungen beging, und dadurch die militärische Disziplin in arger Weise verletzte. Das Oberkriegsgericht prüfte objektiv und sub⸗ jektiv, ob ein minder schwerer Fall vorliegt. Es habe angesichts der Schwere der Ausschreitungen und des Umstandes, daß der An⸗ geklagte mit vollem Bewußtsein gehandelt habe, das Vorliegen eines minder schweren Falles verneint, deshalb mußte die Todes⸗ strafe über den Angeklagten verhängt werden. Der Senat ver⸗ warf deshalb die Revision des Angeklagten. Der Verhandlung wohnte im amtlichen Auftrage ein Vertreter der amerikanischen Botschaft bei. Das Urteil bedarf zu seiner Vollstreckbarkeit noch der Bestätigung durch den König.
Handel.
Badische Anilin- und Sodasabrik, Ludwigs⸗ hafen. Aus dem Geschäftsbericht für 1914 ist mitzuteilen, daß die Geschäste bis zum Ausbruch des Krieges nicht ungünstig ver⸗ laufen seien. Dann seien naturgemäß zunächst Schwierigkeiten und Störungen eingetreten und es habe einige Zeit gedauert, bis mit den wesentlich verminderten Arbeitskrästen und bei dem Fehlen von Aufträgen aus vielen Absatzgebieten die Fabrik sich auf die neuen Verhältnisse einstellen ließ. Bald aber habe sich wieder Nachfrage in Deutschland selbst gezeigt, und auch nach einzelnen neutralen Ländern habe das Geschäst wieder aufgenommen werden können. Vermöge ihrer Arbeiten auf dem Stickstoffgebiet sei die Gesell⸗ schaft berufen, mitzuwirken bei der wichtigen Frage, Deutschland in Zukunst für seine Bedürfnisse in Stickstoff vom Auslande unabhängig zu machen. Ueber die starken Auslandsinteressen wird nichts be⸗ richtgt Bekanntlich hat die Gesellschaft im abgelaufenen Jahr eine Erhöhung ihres Grundkapitals um 18 auf 54 Millionen Mk. vor- genommen, wobei die neuen, ab 1. Juli 1914 dividendenberechtigten Aktien zu 107 Proz. zur Begebung kamen. Die Dividende ist be- kanntlich von 28 auf 23 Proz. ermäßigt worden.
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Märkte. 5
FC. Wiesbaden. Viehhof⸗ Marktbericht vom 28. April. Auftrieb: Rinder 98(Ochsen L, Bullen 10, Kühe und Färsen 79), Kälber 312, Schase 8, Schweine 339. 5
Marktverlauf: Geschäst ziemlich lebhaft, Markt beinahe aus⸗ verkauft bei den seitherigen Preisen.
ch. Bingen, 28. April. Marktpreise. Weizen Mk. 00,0, Korn Ml. 00,0, Gerste Mk. 00,00, Hafer Mk. 00,00, deu Mk. 0,00, Stroh Mk. 0,00, Kartoffeln Mk. 12,00, Erbsen Mk. 00,00, Linsen Mk. 00,00, Bohnen Ml. 00,00, Weißmehl Mk. 46,50, Roggenmehl Mk. 40,50; alles für 100 Klgr. Butter 1 Klgr. Mk. 3,40, Milch 1 Liter 22 Pfg., Eier 10 Stück Mk. 0,90.
Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgesellschaft. Sottesdienst. K Sabbatsesec am 1. Mai 1915 Freitag abend 7.20 Uhr, Samstag vormittag 8.00 Uhr. Samstag nachmittag 4.00 Uhr. Sabbatausgang 8.35 Uhr Wochengottesdienst: Morgens 6.00, abends 8.35 Uhr.
——— Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
2—* 2 2 r P S 22 2 3 April[gef 5 8 32 2 277 2 SS SS SSS Wees 18[82 5 3 64 SSC sS[ 4545 28. 2 522 101 6,3 38 NE 4 2 Sonnenschein 28. C 551.7 12 5% is TE 2 0 Klarer dimmel 29. 0„51,6 8,8 56 67 NE 2 0 Sonnenschein ö 74 Höchste Temperatur am 27. bis 28. April 1915= 19.6 C. Niedrigste N.„ 28.„ 10815 9,0,
Miederschlag: 0 mi.
N a h. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. g Das nördliche Tiesoruckgebiet ist sudlich vorgedrungen und hat den hohen Druck über dem Festland westwärks zurückgedrängt.
Wir werden somit morgen auf die Grenze zwischen Hoch und Tief kommen.
Setteraussichten in Hessen am Freitag, den 30. April 1915 Wollig, doch troden, mild, Winde aus nördlichen Richtungen.
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Der Fliegerangriff auf Oberndorf. Stuttgart, 29. April. Bei dem Fliegerangriff auf die Waffenfabrik in Oberndorf wurden getötet die nnter ge Tochter des Adlerwirtes Straub und fünf Arbeiter Unter den Verwundeten befinden sich Karl Straub, der 22jährige Bruder des getöteten Mädchens, die Frau des Friseurs Mauch und ihr Gehilfe, ferner ein Dienstmädchen, sowie das 7jährige Söhnchen des Amtsgerichtssekretärs Egg stein, ferner die Arbeiter Wieland und Rieder. Drei von ihnen sind so schwerverletzt, daß sie nach der Klinik in Tü⸗ bingen gebracht werden mußten. Alle wurden im Freien von Bombensplittern getroffen und zwar, als sie den An⸗ griff beobachten wollten.
Eine Schlacht in den Karpathen.
Genf, 29. April. Aus. unter dem 27, April französischen Blättern gemeldet, daß auf dem Südabhang der Karpathen eine große Schlacht im Gange sei. Der Feind hätte den Kampf mit einer äußerst heftigen Beschießung auf der ganzen Front eröffnet In Rußland erwarte man mit Interesse den Ausgang diesen Schlacht und obwohl die Russen Grund hätten, optimistisch zu sein, bete man in allen russischen Kirchen mehr denn je und mit Inbrunst für den Sieg. f 5
Verbot Londoner Zeitungen in Frankreich.
Amsterdam, 29. April. Aus Paris wird berichtet, daß die„Daily Mail“(Londoner Ausgabe),„Morning Post“,. 2
3
„Manchester Guardian“ und einige Organe der 5 hängigen Arbeiterpartei bis auf weiteres nicht nach Frankreichgelangen dürfen. Diese Maßnahme, so schrei⸗ ben die französischen Blätter, sei ein Faustschlag ins Antlitz der englischen Presse, deren Kritik zweifellos durch ehrliches patrio⸗ tisches Empfinden geleitet werde. Sie loben ihre„Kollegen“ jenseits des Aermelkanals, daß sie der Zensur zum Trotz einmal gegen die verfehlte Beschwichtigungstaktik der Herren Asquith, Lloyd George und Grey sturmlaufen, auf die Gefahr hin, als Kriegsgegner bezeichnet zu werden. N „Telegramme“(Boulogne schreibt: Schade, daß es in un⸗ serem Lande, das republikanisch regiert wird, keinen rücksichtslosen Mann gibt, der die erdrosselte Presse zu neuem Leben erwe
würde. In Cayenne, Nantes und in anderen Städten faßten die . trotz ihrer politischen Meinungsgegensätze den Beschluß, die„ aschzettel der Präfektur“, wie überhaupt unkon⸗ trollierbare Lageberichte, Feldpostbriefe und Aehnliches nicht mehr zu 2 vielmehr den Lesern die„vielen weißen Flecke vorzulegen. 4
Ein englischer Bericht von den Dardanellen. 8
Rotterdam, 29. April. Das englische Presseburrau teilt mit: Nach tagelangen schweren Kämpfen haben die auf der Halb⸗ insel Gallipoli gelandeten Truppen mit kräftiger Unterstützung der Flotte festen Fuß gefaßt. Sie machten 500 Gefangene. Ferner teilt es eine offizielle Depesche aus Kairo mit, laut der die Verbündeten angeblich auf beiden Seiten der Dardanellen ge. landet sind und zahlreiche Gefangene gemacht haben. Der Auf marsch dauere fort.
Eine Ausiassung des griechischen Ministers des Aeußern.
de, beat
den Zentralmächten. In einem Interessengegensatz stehen 5. ben. Mit der Türkei haben wir jetzt keine Verhandlungen. Wir werden binnen kurzem einen neuen Gesandten bei der Pforte ernennen können; möglicherweise übernimmt Dr. Streit diesen Posten. Was die Inseln an⸗ belangt, o wurden Lemnos und Tenedos von den Engländern besetzt und Chios als Flottenbasis benutzt. Die Verwaltung befin⸗ det sich heute vollständig in englischen Händen. Wir haben Grund 11 der Annahme, daß England nach Abschluß seiner
ktion die Inseln uns zurückgeben wir d. Die Darda . uns auch sehr, doch fälltes uns nicht ein, aktiv dazwischenzutreten, in welcher Form auch immer Zwischen Griechenland und Bulgarien gibt es wohl keine Verträge, doch bessert sich die Lage andauernd, was zweifel los von Bedeutung ist. 7
Die Lockungen des Dreiverbandes gegenüber den Neutralen.
Berlin, 29. April. Die Deutsche Tageszeitung berichtet aus Wien: Aus Athen wird holländischen Blättern gemeldet: Die Vertreter des Dreiverbandes haben kürzlich der griechi schen Regierung für den Fall ihres Eingreifens in den Weltkrieg zugunsten des Dreiverbandes folgendes Angebot gemacht: Eine monatliche Kriegskostenentschädigung von 500 Millionen Francs während der Dauer des Krieges, Lieferung sämtlichen Kriegsmaterials, sowie eine Bürgschaft für die Abwehr eines et⸗ waigen bulgarischen Angriffes, und als Entgelt wird Gri⸗*
7 8
land noch ein bedeutender Gebietszuwachs bei Friedensschlu versprochen. 8 Paris unter dem Eindruck der mißglückten Dardanellen
aktion. 1
8
Athen, 29. April. Durch Athener Privatdepeschen er⸗ fuhr man in Paris zur 3 das Fiasko des Landungsversuches vor den Dardanellen. General Ham il“ ton schreibt die Ursache dieses Mißgeschicks den gen den Erkundi seitens der Flieger zu, die über die Stärke der europäischen und asiatischen Uferschutzabteilungen irrige Angaben machten. Poincaré berief einen besonderen Ministerrat ein, der heute eine beschwichtigende Note aus. geben wird. 3
n bean Schellfische u. Kablian
i. Cisvackung tadellos lebend.
frische feinste Nordseeware
soe ben ehneize pen u. billigst i
e 4 August Wallenfels,
Gießen, Marktpl 3
n unal,cn aul schneidenden 30 Unger stablaren bestelle zotont in eigenem Interesse unzeten Bauptua- talog üder tausende Artikel aller Nit,
den welt gratis und tranko versenden.
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— Febrin-Uersandbass.
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