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7„Leon Gambetta“ hatte 12 600 To. 5 g. 30 500 indizierte Pferdekräfte, eine Geschwindig⸗ keit von 23 Sermeilen und 704 Mann Besatzung. Die Länge be⸗ trug 146 Meter, die Breite 21,4, der Tiefgang 8,2 Meter. Außer zwei 45 9 der Kreuzer vier
5 Ztm.⸗Unterwassertorpedorohren besa
19, tm, 16 16, 4⸗3tm.⸗ und 24 4,7 ⸗3tm.-Geschütze. Der„Leon Gambetta“ hatte augenscheinlich die Aufgabe, die Straße von Otranto zwischen dem Kap Sta. Maria di Leuca und der 5 Korfu zu überwachen, und die Verbindung mit Antiwari in Mon⸗ tenegro aufrechtzuerhalten, damit Vorstöße der Flotte unseres Bundesgenossen rechtzeitig gemeldet werden könnten. 5 Wien, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das Flotten⸗ 5 8 veröffentlicht folgendes Communiqus Untersee⸗ hot V,. Kommandant Linienschiffsleutnant Georg Ritter von Trapp, hat im Jonischen Meer den französischen Panzerkreuzer „Leon Gambetta“ torpediert und versenkt. 3 Brindisi, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agenzia Stefani“: In Anbetracht der dringlichen Notwendigkeit, den Schiffbrüchigen des französischen Kreuzers„Léon Gam⸗ betta“ zu Hilfe zu kommen, sind italienische Torpedo⸗ bosdtszerstörer und Schleppdampfer von Brindisi und Otranto zum Rettungswerk ausgesandt worden. Bis 5 Uhr nach⸗ mittags waren 60 Personen gerettet. Brindisi, 27. April. WTB Nichtamtlich. 8 Uhr abends. Die„Agenzia Stefani“ meldet: Nach den bisherigen Feststellungen wurden von der Besatzung des französischen Panzerkreuzers„Léon Gambetta“ 108 Mann gerettet. Ro m, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Giornale d'Italia“ berichtet aus Brindisi: Da der drahtlose Telegraph auf dem Panzerkreuzer„Léon Gambetta“ nicht betriebsfähig war, wären 5 die Verluste an Menschenleben sehr groß gewesen, wenn die Jauliener von der Signalstation nicht zu Hilfe gekommen wären, 5 Hilferufe nach allen Seiten ausgesandt und trotz tiefer Nacht mit ihren Booten das Rettungswerk begonnen hätten. Sofort seien fast alle in der Nähe befindlichen Fischerboote und einige Torpedo⸗ boote bei dem sast gänzlich überfluteten Panzerkreuzer, dessen Be⸗ satzung 720 Mann betrug, eingetroffen.. Alle Torpedobootszer⸗ störer aus Brindisi und Otranto und andere Schiffe aus Tarent sind zur Stelle und suchen die Gewässer nach allen Richtungen ab. Viele Aerzte mit Sanitätsmaterial sind sofort angekommen. Fünf Personen von den 108 Geretteten sind ver⸗ * vundet. Da die Besatzung zur Zeit des feindlichen An⸗ griffes schlief, sind viele Personen ohne irgendwelche Kleidung. Die Behörden in Tarent wurden angewiesen, Kleidungsstücke bereit zu stellen.
Berlin, 28. April. Zu der Torpedierung des fran⸗
ösischen Panzerkreuzers„Léon Gambetta“ durch ein österreichisch⸗ungarisches U-Boot schreibt Persius im „Berliner Tageblatt“: 6 5 Zum zweiten Male darf sich die Unterseebootswaffe österreichisch⸗ungarischen Marine eines stolzen Exfolges rüh⸗ nen. Der neue Erfolg wird das Vertrauen in die Schlagfertig⸗ keit der Flotte in den österreichisch⸗ungarischen Landen beleben und wird der Marine selbst den Ansporn zu weitczen kühnen . geben. Daß ihr hierbei reichliche Erfolge besttieden sein mögen, ist unser aller Wunsch.“ a 5 5„Berliner Lokalanzeiger“ heißt es: „Für die französische Flotte, die bisher noch keine Gelegen⸗ 5 gefunden
hat, sich in diesem Kriege sich auch nur im min⸗ er ichnen, bedeutet der neue Verlust nach dem Untergang „Bouvet“ in den Dardanellen eine neue schwere Heim⸗ suchung. Unsere Bundesgenossen beglückwünschen wir von ganzem Herzen zu ihrer schneidigen Tat, der hoffentlich bald noch wei⸗ tere gleichwertige Streiche folgen werden.“ 8 Die„Germania“ sagt: 1„Ueber diesen neuen Erfolg der uns verbündeten Flotte herrscht im Teutschen Reiche nicht weniger Freude und Genugtuung als in der Donaumonarchie selbst.“ l In der„Deutschen Tageszeitung“ sagt Graf Reventlow. 1 7 „Es kann kein Zweifel sein, daß die ausgezeichnet ausge⸗ bildete und von unternehmendem Geist beseelte Flotte umserer Bundesgenossen alle Aussicht hat, bei planvollem und kühnem l 13 fernerhin noch hervorragendere Ergebnisse zu erzielen als 255 f
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heil.
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179 Die deutschen E folge bei Ypern. Hherlin, 28. April. Zu den fortdauernden Kämpfen bei pern heben holländische Blätter hervor, es sei besonders aufgefal⸗ len, wie eifrig sich die deutschen Flugmaschinen am Aufklärungs⸗ Dienst beteiligten. Bern, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Im„Bund“ schreibt Hermann Stegemann über die Kriegslage: Der große Vorstoß der Deutschen bei Ypern ist nach Anlage und Durch⸗ 1 bezeichnend für die überlegene Führung und die ien der Deutschen, wenn man die Overatwnen mit der Engländer bei Neuve Chapelle ver⸗ 3; dort zwar unter dem Schutze eines Nebeltages glücklich 5 itgestelkte Truppenmassen von mehr als zwei Korps, deren Augriffsbewegung sorgfältig vorbereitet war, aber ein nahezu vollstandiges Versagen ber der Ausführung der Operation, die uber die erste Etappe nicht hinauskam usto gegenzber einer Minder⸗ beit einen lokalen Ersölg unter schwersten Verlusten zur Not be⸗ Hhaupten fonnte. Anders bei Ypern: Die engtischen Offensivstöße östlich und südöstlich von Ypern schienen von den Deutschen nur mühsam abgewehrt zu werden, so daß die Aufmerksamkeit der aenglischen Führung diesem Frontabschnitt zugewendet blieb. Da setzte deutscherseits der kraftvoll vorgetragene Angriff nördlich 3 nordwestlich von Ypern ein, welcher nicht nur bedeutend 5 gewonnen und das berühmte Fronthindernis, den Ppern⸗ 5 Kanal, überschritten hat, sondern auf den linken Ufer seste Posi⸗ * errungen hat, die den Feinden große Besorgnis füm ihre 5 en einzuflößen scheinen Stegemann vermutet, daß die am weitesten vorgeschobenen Stellungen, wie Lizerne, nicht um jeden Preis behauptet werden sollen, sondern daß man sich mit dem bedeutenden Erfolge zufrieden gibt, durch den die Schlüssel⸗ stellung bei Ypern von Norden nachhaltig bedroht wird. Bezüg⸗ lich der Eroberung des Grabens von Calonne entnimmt der Kritiker aus der Eroberung von 10 Geschützen, daß nicht nur die französischen Vorgräben, sondern die erste Hauptstellung ein⸗ gen en worden sei, wodurch zweifellos die deutsche Stellung bei Combres ebenso erleichtert, wie die französische bei Les Eparges bedroht werde.
5 Der autliche frauzösische Bericht. Paris, 27. April.(WT B. Nichtamtlich. Amtlicher Bericht
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von gestern nachmittag In Belgien wurden aus Paschendaele und Brodseynde vorstoßende deutsche Angriffe durch die englischen Truppen zum Stehen gebracht. Darauf beschoß der Feind Npern heftig. Am Rande des Yserkanals dauert unsere . ort. Auf den Maas höhen nimmt die Schlacht ihren Fort⸗ 5 Der gestern gemeldete Angriff gegen unsere Schützengräben 25 Calonne wurde durch unseren Gegenangriff vereitelt. Der hier zurückgeworfene Feind griff weiter östlich bei St. Remy an und hatte es offensichtlich auf die Wiedereinnahme von Eparges ab⸗ gesehen. Ein heftiger Kampf, welchem ein heftiges Geschützfeuer 5 deer 0 begann kurz darauf auch auf den östlichen Abhängen
Stellung. Der deutsche Angriff mißlang jedoch.
5 Amtlicher Bericht von gestern abend. Nördlich von pern machten wir auf der linken Seite der Schlachtfront merkliche Fort⸗ schritte und warsen den Feind zurück, indem wir ihm große Ver⸗ lluste beibrachten. Die Deutschen bedienten sich wieder ersticken⸗ der Gase; es wurde aber ein Schutzmittel angewandt, das
teriekampf um den Besitz eines durch die Exy ei
Mine entstandenen Erdtrichters geliefert. Unsere Truppen ver⸗ trieben den Feind und behaupteten sich dort trotz zweier Gegen⸗ angriffe. In der Champagne bei Beauséjour verfuchten die Deutschen einen Angriff, der sofort angehalten wurde. Auf den Maashöhen erlitten die Deutschen bei einem Angriffe auf der Front Eparges— St. Remy— Graben von Calonne eine völlige Schlappe. Trotz der äußersten Heftigkeit der deutschen Bemühun⸗ gen blieben wir Herren der Gesamtheit der Stellung von Eparges, deren Hänge von feindlichen Leichnamen bedeckt sind. Bei dem Graben von Calonne folgten unserem vorgestrigen Zurückweichen, das vorübergehend war und uns den Verlust keines Geschützes kostete, sofort glückliche Gegenangriffe unsererseits. Die Deut⸗ schen führten den Sturm mit mindestens zwer Divisionen aus. In den Vogesen gelang es dem Feinde, nach einer Beschießung von äußerster Heftigkeit auf dem Gipfel des Dartmanns⸗ weilerkopfes Fuß zu fassen. Wir halten etwa 100 Meter vom Gipfel die Stellungen besetzt, wozu uns unser Angriff am 23. März führte. Von diesen Stellungen gingen wir am 26. März aus, um den Gipfel in sieben Minuten zu erstürmen. 5
Paris, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der nachmittags ausgegebene amtliche Bericht besagt: Dem gestrigen Bericht ist nichts hinzuzufügen, außer der Befestigung und Fortdauer unserer Fortschritte nördlich von Ppern und auf den Maashöhen; und als Ergänzung zum Berichte: Der Hartmannsweiler⸗ kopf, der uns gestern morgen entrissen worden war, wurde abends von uns wieder genommen. Wir machten Gefangene.
Der englische Bericht.
London, 27. April. WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Burcaus. Freuch berichtet: Die heftigen Gefechte dauern an: der allgemeine Zustand ist unverändert. Unsere linke Flanke hatte, als sie die Kampflinie infolge des Rückzuges der Franzosen ändern mußte, Angriffen aus nördlicher Richtung standzuhalten und zugleich sich in westlicher Richtung über St. Julien“ hinaus auszubreiten. Hierdurch wurde die Linie ge⸗ schwächt. Nach tapferem Widerstand der Kanadier gegen die große Uebermacht fiel St. Julien in die Hände des Fein⸗ des. Die deutschen Angriffe östlich von Ppern mißglückten gestern trotz des Gebrauches erstickender Gase. Es wurden deutsche Offi⸗ ziere und Mannschaften gefangen genommen. In den letzten dre Tagen fügten wir den Deutschen sehr schwere Verluste zu. Un⸗ sere Verluste sind ebenfalls schwer. Der deutsche Bericht, daß vier schwere englische Gesckütze erobert wurden, ist unrichtig. Ein englischer Flieger warf Bomben auf die Station Kortryk und vernichtete die Eisenbahn.
St. Die beschossen.
Paris, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Temps“ meldet aus St. Dié: Dienstag mittag beschoß die deutsche Artillerie St. Dié. 24 Granaten fielen auf die Stadt. Einige Häuser wurden ernstlich beschädigt.
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Der Seekrieg.
Stockholm, 27. April. WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des„Stockholms Dagblad“ aus Soederarm ist der schwedische Dampfer„Centric“, mit Kohlen von Im⸗ migham nach Gefle unterwegs, am Montag nachmittag in der Alandsee untergegangen. Vermutlich stieß er auf eine Mine. Die Besatzung wurde gerettet; man hatte von einem Unter⸗ seeboot nichts bemerkt. 5
Grimsby, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Fischdampfer„Recolo“ ist gestern in der Nordsee torpediert worden.
Neue englische Fahrzeuge für Truppentransporte. Berlin, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Voss. Ztg.“ meldet aus Hamburg: Nach einer Meldung des„Ham⸗ burger Fremdenblattes“ aus Rotterdam werden auf den englischen Werften neue Fahrzeuge mit flachen Böden gebaut, die für Truppentransporte be⸗ stimmt sind. Der geringe Tiefgang der Fahrzeuge soll sie vor Torpedos schützen. Es sollen 100 von diesen Fahrzeugen im Bau sein, von denen zwei in der vergangenen Woche in Newceastle zu Wasser gelassen wurden. Das„Berl. Tageblatt“ meldet aus Kopenhagen: Der amerikanische Stahlkönig Schwab, der bekannte Präsident der Bethlehem Steel Works und Hauptmunitionslieserant der Ententemächte, erklärte einem englischen Journalisten, er halte Krupp⸗Geschütze allen anderen der Welt überlegen.
Die englischen Häfen geschlossen. Amsterdam, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das
Häfen bis aus weiteres für englische und fremde Schiffe geschlossen bleiben.
Ein englisches Geschwader in der Nordsee? Berlin, 28. April. Ueber ein englisches Geschwader in der Nordsee meldet ein Kopenhagener Blatt laut„Vossischer Zei⸗ tung“ aus Horsens: Der dänische Kohlendampfer„Thorwaldsen“, der hier am Montag ankam, traf in der Nordsee ein englisches Ge⸗ schwader von 30 Kriegsschiffen, Kreuzern und Torpedojägern an. Die Behandlung unserer U-Bootsmannschaften.
Berlin, 28. April. Das britische Auswärtige Amt veröfsent⸗ licht laut„Berliner Tageblatt“ die vom amerikanischen Botschafter übermittelte Liste der 39 englischen Offiziere, die, in deutscher Gefangenschaft befindlich, in Erwiderung auf die unehren hafte Behandlung deutscher„u“ Bootsmannschaften in England in Militärgefängnisse über⸗ geführt worden sind.— Die„Times“ bemerken, die Deutschen schienen die in ihren Händen befindlichen Mitglieder der vor⸗ nehmsten englischen Familien und die Angehörigen der berühm⸗ testen britischen Regimenter ausgesucht zu haben. Das Blatt ver⸗ sichert dann wehmütig, daß die gefangenen deutschen„U“ Boots⸗ mannschaften keine Klagen über irgendwelche Strenge zu führen hätten.
Der Hilfstreuzer„Kronprinz Wilhelm“.
Washington, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter⸗ meldung. Der Kommandant des Hilfskreuzers„Kronprinz Wil⸗ helm“ beschloß, das Schiff in Newport News zu inter⸗ nieren.
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ö 8 17 Ein französischer Doppeldecker über Württemberg.
Stuttgart, 27. April. WTB. Nichtamtlich.) Heute vor⸗ mittag zwis 9 und 10 Uhr flog ein französischer Doppeldecker von westlicher Richtung kommend über Oberndorf, umlreiste mehrmals die Stadt und warf vier Bomben ob. Davon fielen drei bei dem mittleren Werk, eine in der Nähe des oberen Werkes der Waffenfahrik Mau ser nieder. Der Flieger wurde schon bei dem Anflug dann bei dem Kreisen über der Stadt mit Geschütz» und Maschinengewehrfeuer beschossen Durch Bomben⸗ splitter wurden sechs Personen der Zivilbevölkerung, darunter einige Arbeiter getötet, sieben schwer verletzt. Gebäude⸗ und Mate⸗ terialschaden nur unerheblich. Der Betrieb wurde nicht gestört. Der Flieger entkam und flog in westlicher Richtung davon.
Die Drohungen Japans.
Petersburg, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.)„Rjetsch“ meldet aus Tokio vom 20. April: Infolge der Weigerung Chinas,
bei den belgischen Verbündeten und uns die besten Ergebnisse er⸗ zielte. Bei Fay, nördlich Chaulnes, wurde ein heftiger Infan⸗
die japanischen Forderungen hinsichtlich der Mongolei zu erfüllen,
deutschen]
englische Konsulat teilt mit, daß alle englischen ge
den japanischen Werften werden die Arbeiten zur V drei Dreadnoughts von je 30 600 Tonnen beschleunigt. 2 kreuzer„Kirisima“ von 27 500 Tonnen ist bereits in Dien
stellt worden. Eine griechische Anleihe..
Athen, 27. April. WTB. Nichtamtlich.) Der„Estig“ zu⸗ folge 2 die griechische Regierung mit einer amerikani«⸗ schen Kapitalistengruppe Verhandlungen über den Ab⸗ schluß einer Anleihe von 35 Millionen Drachmen.
Berlin, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Das„Berl. Tage⸗ blatt“ meldet aus Halle: Eine Reihe griechischer Studen⸗ ten ist aus ihrer Heimat jetzt wieder zum Studium in Jena ein⸗
Aus dem Reiche.
Die Höchstpreise für Kartoffeln..
Berlin, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Nord. Allgem. Ztg.“ schreibt über die Geltung der Zuschläge zu den Höchstpreisen für Kartoffeln: Nach Mit- teilungen, die in die Presse gelangten, scheint bei vielen Landwirten die Auffassung zu bestehen, als ob sie die beson⸗ deren Zuschläge zu den Höchstpreisen für Kartoffeln, die ihnen als Entschädigung für Aufbewahrung, geeignete Be⸗ handlung, Schwund und Risiko durch die Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 15. April 1915 e für den Fall des Verkaufs an das Reich, einen Bundesstaat oder Elsaß-Lothringen oder Kreisen oder Gemeinden z wurden, nunmehr unbedenklich auch beim Verkauf an Händ⸗ ler oder andere Privatleute fordern könnten. Wir machen
darauf aufmerksam, daß diese Auffassung nicht zutrifft. 1.
A
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Beim Verkauf an Privatpersonen, also namentlich auch beim Verkauf an Händler, dürfen die Landwirte nach wie vor keine höheren Preise fordern, als in der Bundesratsverordnung vom 15. Februar 1915 über die Höchstpreise der Kartoffeln festgesetzt sind. Die in dieser Verordnung festgesetzten Höchstpreise betragen, wie wohl noch allgemein bekannt sein dürfte, beim Verkauf durch den Produzenten, d. h. den Landmann, je nach den Landes teilen und Kartoffelsorten 4.25 bis 4.80 Mk. für den Zentner. Der Landmann, der an Händler und andere Private Kar⸗ toffeln zu höheren als in dieser Verordnung festgesetzten Preisen verkauft, setzt sich- der Gefahr empfindlicher Be⸗ strafung aus. Es sei ferner noch darauf hingewiesen, daß
[die früher, etwa unter Vereinbarung niedriger Preise, ab⸗
geschlossenen Kartoffel-Lieferungsverträge nicht einseitig aufgehoben werden können, vielmehr erfüllt werden müssen. Die neue Verordnung des Bundesrats über die Regelung des Verkehrs mit Kartoffeln vom 12. April 1915 hat daran nichts geändert. Sie gibt nur der Reichsstelle für Kartoffel- versorgung das Recht, in die am 12. April laufenden Verträge einzutreten. 5 3 8 Eine Reichstagsersatzwahl. 5 Habelschwerdt, 27. April.(WTS. Amtlich.) Vor⸗ läufiges Wahlergebnis. Bei der gestrigen Reichstagsersatz⸗ wahl im Wahlkreis e 12 fr den verstorbenen Zentrumsabgeordneten ichtspräfiden⸗ ten a. D. Sperlich wurden 6211 gültige Stimmen ab⸗ . Der einzige aufgestellte Kandidat, Majoratsbesitzer nton Graf Magnis Eckersdorf, Kreis Neurode(Ztr.) erhielt 6203 Stimmen, zersplittert sind 8 Stimmen. Ein ländlicher kleiner Wahlbezirk steht noch aus. Die Wahl des Grafen Magnis ist gesichert. 5 1 *
Berlin, 27. April.(WTB. Amtlich.) Ein allerhöchster Erlaß vom 24. April 1915 besagt: Auf Grund des Gesere⸗ vom 1 1
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J. April 1915 über die Niederschlagung von Untersuchun⸗ gen gegen Kriegsteilnehmer. will ich in Gnaden ge: nehmigen, daß die gerichtlich bereits eingeleiteten, bis zum heutigen Tage noch nicht rechtskräftig erledigten Untersuchungen gegen Teilnehmer an dem gegenwärtigen Kriege niedergeschlagen wer⸗ den, soweit sie vor dem 27. Januar 1915 und vor der Einberufung zu den Fahnen begangene 1. Uebertretungen, 2. Vergehen mit Ausnahme derjenigen wegen Verrats militärischer Geheimnisfe, 3. Verbrechen im Sinne der 8s 243, 244, 264 des W setzbuches, wobei der Täter zur Zeit der Tat das 21.—
Erlasses erforderlichen Anordnungen zu treffen. Großes Hauptquartier, den 24. April 1915. gez. Wilhelm. gegengez. Wild von Hohenborn, Beseler. Berlin, 27. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der„Reichs⸗
anzeiger“ gibt bekannt: Der Vortragende Rat im Aus⸗
wärtigen Amt, Wirkl. Geheimer Legationsrat Dr. Ha⸗ mann, ist zum Direktor im Auswärtigen Amt, der Wirkl.
Legationsrat und Vortragende Rat im Auswärtigen Amt,
Grunewald, ist zum imen i der gußer⸗
etatsmäßige Hilfsarbeiter im Auswärtigen Amt, Gesandter
v. Bergen und ständige Hilfsarbeiter im Amt, Legationsrat eike, sind zu Wirklichen L tionsräten und Vortragenden Räten im Auswärti
igen
ernannt worden.
ist als verfrüht zu betracht
Vorratserhebung über Häute und Leder am 30. April 1915. Um eine Uebersicht über die Beft g an Rindviehhäuten, einschließlich der Kalbfelle und des zur Herstellung von Sohlen geeigneten Leders zu erlan⸗ gen, hat der Reichskanzler eine entsprechende Erhebung im Deutschen Reiche nach dem Stande vom 30. April ds. 5 angeordnet. Es sollen festgestellt werden die Vorräte an Salzhäuten nach drei Gewichtsklassen(bis- 10 Kg. schn über 10—30 Kg. schwer und über 30 Kg. cher die Vorräte an trockenen, auch die trockenen gesalzenen (bis 4 Kg. schwer, über 4—6 Kg. schwer und über schwer). In jedem Falle ist die Zahl der Häute ferner getrennt zu verzeichnen, ob es zahme Häute häute sind.— Von Leder sind nur Bestände von B leder anzugeben, wenn der Bestand 100 Kg. 3 ist getrennt anzugeben, wieviel Kilo a) Sohlleder, d)
und Brandsohlleder und e) zu Bodenleder verarbeitete
hat der ja panische Ministerrat eine Beratung abgehalten,
der Anzeigepflichtige in seinem Besitze hat.— Als ans
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