Ausgabe 
(27.4.1915) 98. Zweites Blatt
Seite
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Der hammerschlag auf Ypern. Einer unserer Berliner 3 schreibt 3 g neuen Leude feen die deutsche

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Front in Linie gemarck, 8 Kilometer nördlich Ypern. Vor waren die vom Feinde besetzten 8 Venschen den ee. en. in serm Besitz. Und östlich schwenkt der linke deutsche Flügel Julien und Zonnebeke gegen Ypern zu ein. Die das ganze 112 Manöver als eine sie sich doch sagen müßten, daß es für die Deutschen nur ein Ziel ibt, a ist die Einnahme von Mpern. E

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gefechten ver i

gen rund 24000 Mann Chronicle

2der doch sicher 11. 1 r gekommen wäre: ueberschwemmung, der Se unde Teen

Festungsgeschütze, an 5 n e 8

eine hübsche Anzahl erobert

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Kampf* der Engländer überraschend, sich unter den 5000 Ge⸗ letzten Tage soviele Senegalneger, Turkos,

Algerier, enein sonderbares sie die de Heeresleitung in ihrem

und nur ein Teil gländer und Kanadier die 36 Divisionen des Generals britische Soldaten, wenn man immer andere zu fassen bekommt? Wo man bisher richtigen Englä stieß, machte man höchst sonderbare und peinliche Erfahrungen. Da wurden deutsche Gefan wehrlose Menschen vorgestoßen, um die eng⸗ * Schübenlinte bei ihrem Vorgehen zu decken. Da stellte

heraus, daß die Herren Tommies sich gelegentlich als . ßen verkleiden, um die Unsern N eine list zu Lande, die sich dem erbärmlichen Flaggen⸗

See würdig an die Seite stellt. Die Fran⸗

fc e es beg mit gistigen Gasen.. strahlen beschweren,

8 vor dlbem les ihren englischen Bundesbrüdern wenn dem Völkerrecht und den Kriegsregeln die

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letzte Achtung igt wird und der teutonicus dein Pardon mehr Schon arbeitet die ösische und englische wieder mit gespielter und 0 ter Entrüstung. die Beschteßung durch die 1 der neutral Wet Gl Miet Pünbergeschcer 8

n en erlei n a la Löwen und Reims aufzutischen. Das wird aber die Unsern

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Gewiß, in wird es jetzt gar Die alte, einst befestigte Stabt, die im 14 200 000 Einwohner gehabt haben soll, wies bei Beginn dieses Krieges nur etwas über 17 000 Seelen auf. Heute wird

von der Zivilbevölkerung wur noch ein sehr kleiner Rest

* 25 Wie mancher Kunstverständige unter ü deutschen en kennt und bedauert die schöne Mperner Tuchhalle, das wundervolle, vom mittelalterlichen Bürgergemeinwesen geschaffene Bauwerk, das an die einstige

solan und ken, bis der 0 solange zu feuern zu funken,

micht schön aussehen.

14. Jahrhundert

Ma 1 Pr f 8 3 E 1 Franzosen angesichts der heutigen Lage unangene ein, wenn wir darauf hinweisen, daß die 44 Statuen aus Sand⸗

Gieße

dienstag, 27. April 101

Notationsdruck und Verlag der Brühleschen Universitäts- Buch- und Steindruckerel. R. Lange, Gießen.

Schriftleitung, Geschaftsstelle u. Druckerei: Schul

struße 7. Geschasts stelle u. Berlag: 51, Schrist

leitung: 112. Adresse für Drahtnachrichtem Anzeiger Gießen.

tein, sämtlich Grafen von Flandern und ihre Gemahlinnen

rstellend, nur ein moderner Ersatz sind für die Originale, die 1793 von den französischen Truppen zerstört wurden! Es dürste also jedenfalls geraten sein, mit den Klagen über deutschen Vandalismus 1 sparsam umzugehen. Es wird sich erweisen, daß die deutsche Artillerie sich alle Mühe gegeben hat, die Tuchhalle ebenso wie das Rathaus und die gotische Kathedrale nach Möglichkeit zu schonen und daß die Schonung nur da beiseite gelassen wurde, wo man sich auf gegnerischer Seite durch kriegsregelwidriges Ver⸗ halten dieselbe verscherzte.

Man hat sich im englisch⸗französischen Lager eingeredet, daß von einer deutschen Offensive keine Rede mehr sein könne. Nun der Hammerschlag der Deutschen auf Ppern der Dünkirchener Korrespondent der AmsterdamerTijd hat diesen Ausdruck gebraucht erfolgt, nun die Antwort auf Neuve Chapelle gegeben ist, scheint der Schrecken in Paris und London groß zu sein. Bald wird der Schrecken zur Einsicht und Erkenntnis führen, daß man die deutsche Kraft ganz gewaltig unterschätzt hat und daß alle papiernen Manöver zur Verschleierung der wahren Tatsachen lächerlich und nutzlos sind.

uberechtigter Nachdruck, auch aus zugsweise, verboten.)

Wie es an einer von den Engländerngenommenen Front aussieht.

Großes Hauptquartier, 22. April.

Wenn man den deutschen Generalstabsbericht mit dem der eng⸗ lischen Heeresleitung vergleicht, so ergibt sich ein unvereinbarer Ich habe meine Fahrt längs der Front bei Neuve Cha⸗ pelle und Givenchy zum nicht geringen Teile in einem Gebiete unternommen, welches nach den in den englischen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichten Berichten und Karten sich im Besitze der Engländer befindet. In Wahrheit aber habe ich auf dem ganzen Wege keinen Engländer gesehen, nicht einmal einen gefangenen, da an diesem Tage der Feind an der entscheidenden Stelle sehr ruhig war. Ich bin an keinem Platze durch englisches Feuer ernstlich be⸗ lästigt worden, obwohl wir in den vordersten von unserer General- stabsübersichtskarte bezeichneten Demarkationspunkten waren. Nur an zwei Stellen habe ich wirkungsloses englisches Infanteriefeuer beobachtet. Dörfer und Stellungen, über welche Schrapnells ge⸗ streut werden, sind noch lange nicht genommen. In dieser Hinsicht sind die deutschen und die englischen Berichte in ihren Ansprüchen an die Wahrheit so verschieden, daß ein Teil der englischen Berichte behauptet hat, die Engländer hätten das fest in unserem Besitze be⸗ findliche Städtchen La Bassee genommen, während ich bezeugen und i etwa zwei Dutzend* Aufnahmen erweisen kann, daß der an sich ebenfalls recht belanglose Platz in sicherem Besitze hinter unseren festen Linien liegt und 51 mit dem

schweren Granatfeuer des Fein des ausgiebig bedacht wir

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der von Neuve Chapelle gehört. Hier traf ich. Schusse, die ersten Verwundeten. Der Zufall hat es gefügt, daß ich schon vor einiger Zeit auf einer Fahrt durch das Gebiet der Armee des Kronprinzen von Bayern Verwundete von Neuve Chapelle sprechen konnte, welche damals noch unter dem frischen Eindrucke ihrer Erlebnisse standen. Man macht immer dieselbe Beobachtung: Der schlichte Mann im Schützengraben, der bei aller Hingabe nur einen kleinen Ausschnitt der großen Ereignisse zu überblicken vermag, an deren Ausgang er mitwirkt, hält unwill⸗ kürlich von dem Augenblicke an, wo er als Mitwirkender durch seine Verwundung ausgeschaltet wird, sich selbst für den Mittel punkt dessen, was für ihn wichtig ist. Das ist so menschlich und danach muß man auch die Fragen stellen, die man an die Verwundeten richtet. Sie werden meist Dinge erzählen, die für den Verlauf der Schlacht nebensächlich sind. Will man mehr aus ihnen ge⸗ winnen, so muß man die Quersumme aus ihrer Stimmung ziehen.

Da möchte ich nun etwas einschalten, was ich vor diesem Kriege nicht für möglich gehalten habe. Ich dachte mir, nach meinen Friedenserfahrungen in Spitälern, daß jeder Verwundete ein bedrückter Mensch sein müsse, dessen Leid sich in Jammer

deutsche Kriegs- und Freidensbilder aus den Karpathen.

halten, belegte ich sofort einen Sperrsitz auf der Osenbank, öfters auch einen Galerieplatz auf dem Ofen, besonders, wenn es draußen Stein und Bein fror und die Quecksilbersäule auf 15 Grad ge⸗ fallen war. Wie gesagt, der Ofenrauch sucht einfach seinen Weg, meist durch ein Loch in der Stubendecke oder zur Haustür. hin⸗ aus. Im ersteren Fall zieht er vom Zimmer aus auf den Boden,

ssene räuchert aber zuvor die Speckseiten, Würste, Bärenschinken in

einer Kammer. An der dunklen Stubendecke hängt, mit Stricken befestigt, eine einsache Wiege(Futterkorb), in der meist zwei Kinder schlummern. Die Mutter oder die Mütter bringen nun vom Bett im Zimmer oder vom Ofen aus die Wiege in Be⸗ wegung, bis der füße Schreihals ruhig ist. Trotzdem gackern nun die Hühner, kräht der Hahn, muht die Kuh, blökt das Kalb, quiekt das Ferkelchen nebenan nie hörten wir solch ein Tier⸗

t. Von der Tür aus rechtsseits steht ein großer fester Tisch, daneben Bänke, an geteerter Wand hängen Heiligenbilder. Während die eisernen Ofenkacheln allmählich glühen(Holz gibt's viel), machen wir uns ans Kochen oder Aufwärmen unseres Essens, wodurch ein übermolliger Qualm entsteht. Dazu dampft oft die aufgehängte nasse Kleidung oder Wäsche und schwitzen 15 bis 20 Personen ganz nach Belieben. Ist die Kocherei beendet, wird das in der Decke ges⸗ sen, und so erquicken sich an 20 und mehr Grad Wärme jung alt im Wigwam. So⸗ dann schafft der Hausherr Stroh und Heu für unsere Lagerstätte herbei. Hier gibt's wenig Kartoffeln, Heu und Stroh, dafür aber reichlich Hafer, der, zwischen zwer Steinen grobgemahlen, ohne Hefe oder Sauerteig das beliebte, 3 em dicke,% m runde, mit Salz und Fett bestrichene, kräftige Haferbrot bietet.

Die Bevölkerung ist fleißig und klug. Die Männer tragen, wie die barbarischen Kosaken, langes, bis auf die Schultern sallendes, stark geöltes Haar, die Juden hingegen mit Stolz schöne lange 2 Locken vor den Ohren. Alle leben hier nur für den eigenen Unterhalt. Reichtum gibts nicht, aber Gottes Segen viele Kinder; Lieblinge mit helleuchtenden, glückstrahlenden 88 die Eltern. Seit einigen Tagen haben wir uns inSchnee und Eis verbuddelt. Unterm Schutz der Nacht pat unser Bataillon Stellung und grub fleißig Höhlen; meine heißtEisvogel. Sodann wurden Unterstände gebaut, immer in der Nacht bei Sternenschein, auch nicht übel. Hierbei kamen uns sogar die über auf Höhen liegenden Russen(2 Kilometer Luftlinie) freundlich entdas heißt sie schienen eines Abends unseren Angriff zu fürchten und steckten daher das dazwischen liegende Rusniakendorf in Brand! So wurden die umliegen⸗ den Täler und Höhen grell beleuchtet, ein trauriges und doch! wildromantisches Bild. Stundenlang glimmten noch die unten

löse. Nun bin ich, von den vordersten Truppenverbandplätzen in Lothringen an, die ich im ersten Kriegsmonat gesehen habe, bis zu den Schwerverwundeten im Etappengebiete, die ich seither immer wieder kennen gelernt habe, in Lazaretten aller Art ge⸗ wesen. Ich habe Sterbende, ich habe Bewußtlose genug gesehen. Aber niemals habe ich mit Bewußtsein Mutlose gesehen, so sehr das auch der an sich selbstverständlichen Annahme widerspricht, daß in einem großen Volke Schwache genug sein müssen, welche den Mut verlieren, wenn des Körpers Kraft und Wärme von ihnen geht. Es ist, als ob der heilige Krieg dem letzten Manne des kämpfenden Volkes einen eigenen Geist einflöße, der ihn lehrt, daß es nicht notwendig sei, zu leben. Notwendig aber, daß das Vaterland siegt.

Diese Beobachtung, welche jeder Arzt an der Front bestätigen kann, ist zu alltäglich, als daß ich zu betonen brauchte, wie all⸗ gemein ich sie bei den Verwundeten von Neuve Chapelle gefunden habe. Aber darüber hinaus nahm mich eine andere Frage gefan⸗ gen: Niemals bisher ist eine solche Uebermacht gegen enge Teile unserer Stellungen entfesselt worden. Wie wirkt das auf den Mann, der wochenlang im Schützengraben gelegen hat?

Und da ist nun der große Erfolg. dieses Kampfes, der mit 48 englischen Bataillonen gegen drei deutsche begonnen wurde, daß ich nirgends auch nur die mindeste Spur von Erschrecken und Niedergedrücktheit gefunden habe. Der Mann im Schützengraben hat eben ausgehalten, so lange er aushalten mußte und mehrfach sind die Verwundeten recht unzufrieden gewesen, daß sie den Platz räumen mußten. Wenn dasTrommelfeuer ihnen den unentrinn⸗ baren Untergang vor Augen zu führen schien, so hatten sie nur den einen Gedanken, auszuharren und ihr Leben so teuer zu verkaufen, wie es eben möglich war. Doppelt teuer aber gegen die verhaßten Engländer! Das brachten die Leute, die sich alle freuten, recht bald wieder an die Front zu kommen, in zum Teil in aller Einfachheit prachtvollen Worten zum Ausdrucke.

Ebenso wie dieses große Lazarett, das für die Aufnahme vom mehreren Hunderten von Verwundeten vollkommen vorbereitet ist, obwohl es kaum den Anschein hat, als ob die Engländer an dieser Stelle ein neuer Durchbruchsversuch gelüste, befand sich ein Offi⸗ zierserholungsheim, welches ich kurz darauf im Sommerschlosse eine reichen Fabrikanten besichtigte, noch außerhalb der Feuerlinie. Die⸗ sen Teil des Gebietes behaupten freilich selbst die Engländer bis⸗ her noch nicht erobert zu haben. 1

Dagegen müßte sich nach den Karten, welche von englischen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht worden sind schon das nächste Dorf im Gebiete der englischen Gewinne von Neuve Cha⸗ pelle befinden. Indessen sah as da gar nicht so aus: Jedes Haus

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in den Schützengräben schmeckt es schon. 0

Völlig im Feuer der feindlichen Geschütze befindet sich eine Rübendörranstalt, die in Fri

ner Anzeiger

General⸗Anzeiger für Oberhessen

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Friedenszeiten dazu dient, auf dem heißen

die in

Feuer einiger Koksroste die bittere Zichorienwurzel in Kafsee⸗ ersatz umz Trotz der ständigen Lebensgefahr üben hier eine Anzahl Flamen aus Belgien das Handwerk aus, in welchem sie eine beso e Geschicklichkeit erlangt haben, nur daß hier jetzt statt der bitteren Wurzel der Wegwarte die süßen Rückstände der Zuckerrübe gedörrt werden, welche beim raschen Einmieten im vori⸗ gen Herbst oder infolge Auswachsens auf den Feldern zur Zucker⸗ bereitung unbrauchbar geworden sind. Daraus wird nun ein hoch⸗ wertiger Ersatz für Hafer gemacht zehn Wagen pro Tag. der aber auch von den Tr 5 ö kann daraus ein sehr wohlschmeckendes, keineswegs weichliches Ge⸗ müse herstellen, welches trotz des in diesem Gemüselande herrschen⸗ den Ueberflusses eine angenehme Unterbrechung in den Speiso⸗

Truppen selbst begehrt wird; denn mam

zettel bringt, wie ich nach langer Wanderung überrascht festgestellt

habe. Eine Zuckerfabrik in der Nähe bot dem Feinde ein zu gutes Ziel. Aber die fünf großen Kessel eigneten sich an anderer Stelle vorzüglich zur Anlage einer Warmbadeanstalt, in welcher sich in jedem Kessel dreißig Mann, also im ganzen auf einmal 150. Mann von dem klebrigen Erdreiche des Schützengrabens befreien können.

liegenden Gehöfte wie große Glühwürmchen. Wir benutzten daher jene hellen Nachtstunden und bauten fix gruppenweise die Unter⸗

stände. Unsere Villa wurde durch 2 Quadratmeter großen,

Meter tiefen Anbau mit Herd und Schornstein vergrößert. Die ewig spendende Natur gab uns Erde, Steine, Fichtenstämme und Wasser dazu sonst hatten wir aber nichts, nicht einmal Hen, Stroh oder gar Federbetten. Trotzdem ist alles tipp⸗toppy; mit Kamin, Bank, Tisch, Ruhestätte und Regal für die Nippsachen. Einen verdeckten Eingang bildet der Korridor Wenn es im bie⸗ sigen Luftkurort Wohnungsprämien gäbe, bekäme ich sicher Ia.

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Ein neues englisches Buch über Friedrich den Großen. Auf dem englischen Büchermarkt sind Werke, die Uebersetzungen aus dem Deutschen enthalten oder sich mit Per⸗ sönlichkeiten der deutschen Geschichte beschästigen, seit dem Kriege zahlreicher erschienen als vorher; nun, da es zu spät ist, scheinen die Briten uns kennen lernen zu wollen. Freilich wird dieser Ver⸗ such zumeist mit untauglichen Mitteln unternommen. Denn der Geist der Unkenntnis verbindet sich nun noch mit dem Geist der böswillzgen Entstellung, und selbst, wo dies nicht der Fall ist, ist zum mindesten Ungeschicklichkeit am Werke. Wohl über keinen anderen großen Deuts waren die Engländer so gut unterrichtet wie über Friedrich d. Gr., denn sie besitzen Carlyles Meisterwerk. Nun erscheint soeben ein billiges Schillingbuch, das eine Ein⸗ führung von Douglas Staden enthält, dann Treitschtes Essay über Friedrich d. Gr. und einzelne Stücke aus seinen Werken unter dem TitelDie Bekenntnisse Friedrichs des Großen.Carlyles Million Worte über Friedrich d. Gr. sind fütr unser ungeduldiges Jahrhundert zu langweilig, so entschuldigt der Herausgeber sein eigenes Machwerk. Aber er dürfte mit seiner Arbeit eher verwirren als unterhalten. Treitschkes prachtvolle Sätze sind so schlecht über⸗ setzt, daß sie kaum verstanden werden können; außerdem setzen sie viel zu viel für ein englisches Publikum voraus, verlangen eine genaue Bekanntschaft mit der preußischen Geschichte. Der Essay des großen Historikers ist wohl überhaupt nur ausgewählt, um mit diesem heute in England so vielgenannten Namen eine pikante Reklame machen zu können. DieBekenntnisse des Königs aber sollen seineRealpolitik beleuchten, in der er ein Vorl di marcks gewesen sei. Der Verfasser desAntimacchiave der Schüler des Florentiners dargestellt, von dem a übrigens die Engländer auch herausbekommen haben, daß er eigentlich ein Teutone sei.

Pariser Kriegsbänkel. Die patriotische Stimmung

in Paris haben sich auch die Bänkelsänger zunutze gemacht. Wie

derGaulois berichtet erfreuen sich diese Barden der Straße

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