Grenze) schr schwer gewesen seien und mehrere Stunden gedauert hätten. Die Engländer hätten ungefähr 70 Tote und Ver⸗
wundete gehabt.
**
* Die ameritkanische Waffenausfuhr. Washington, 22. April. WTB. Nichtamtlich.) Staats⸗ sefretär Bryan teilte dem Botschafter Grafen Bernstorff mit, daß ein Ausfuhrverbot für Waffen eine direfte Verletzung der Neutralität wäre. Es sei für die Vereinigten Staaten unmöglich, einen solchen Schritt in Betracht zu ziehen. Die Note des Staats⸗ sekretärs Bryan ist die Antwort auf ein Memorandum des Grafen Bernstorff, worin die Vereinigten Staaten des Neutralitätsbruches gezichen werden. Bryan bedauert die Sprache des Memoran⸗ dums, die als Anzweiflung des guten Glaubens der Vereinigten Staaten ausgelegt werden könnte, indem sie sagt, es liege in der Macht der Vereinigten Staaten, den Waffenhandel zu verbieten. Die Unterlassung des Verbots sei eine Ungerechtigkeit gegen Deutschland. Die Regierung der Vereinigten Staaten meint, daß jede Aenderung der Neutralitätsgesetze die Bzicehungen der Ver⸗ einigten Staaten zu den einzelnen Kriegfübrenden ungleich beein⸗ flussen würde, und eine ungerechtfertigte Abweichung vom Prinzip der strikten Neutralität sei. Ein Verbot des Waffenhandels wäre eine solche Abänderung. 185 a Amsterdam, 22. April.(WTB. Nichtamtlich.) Hier ein⸗ getroffene amerikanische Blätter melden aus New York vom 3. April: Der heutige, von der American Association of Foreign⸗ Language⸗Newspapers in allen New Norker Blättern in Form einer ganzseitigen Anzeige veröffentlichte Appell an das amerikanische Volk, aus humanitären Gründen ein. V er⸗ bot der weiteren Ausfuhr von Waffen und Muni⸗ tion zu erwirken, ist von 431 Zeitungsherausgrbern unterzeichnet. Von der Gesamtzahl der Mitglieder der Association weigerten sich, wie der Präsident mitteilte, nur 21, an der Bewegung teilzuneh⸗ men. Die„Eveningpost“ schreibt dazu in einem Leitartikel: Der Aufruf wird sicher tiefen Eindruck machen. Die Frage der Aus⸗ fuhr von Kriegsmaterial bereitete vielen, Amerikanern Unbehagen. Einige Fabrikanten weigerten sich, auf diese Art Geld zu verdienen. Das Geschäft ist unter den bestehenden amerikanischen Gesetzen er⸗ laubt. Trotzdem haben wir das Gefühl, daß, wie immer die Ge⸗ setze sein mögen, die Mehrheit der Amexikaner den Wunsch haben muß, daß der Handel mit Kriegsmaterial aufhörec.
Aus dem Reiche.
Die Reisversorgung der Bevölkerung.
Berlin, 22. April.(WTB. Amtlich.) Der Bundes⸗ rat hat am 22. April 1915 eine Verordnung erlassen, durch die das Reich die Verfügung über solche größeren Reis- mengen erhalten soll, die zu spetulativen Zw ecke n dem Konsum ferngehalten werden. Die Durchfüh⸗ rung wird der Zentral⸗Einkaufs-Gesellschaft in Berlin über⸗ tragen. Wer Vollreis, Bruchreis oder Reismehl am 26. April im Gewahrsam hat, muß die Mengen der Zentral-Einkaufs⸗ Gesellschaft m. b. H. bis zum 29. April anzeigen, wobei die Mengen ausgenommen sind, die bei einem Verwahrer unter zwei Doppe er betragen. Wer mit solchen Mengen bandelt oder sie im Betriebe seines Gewerbes her⸗ stelst oder sie im Besitz hat, muß sie der Zentral-Eintaufs⸗ Gesellschaft m. b. H. auf deren Aufforderung käuf⸗ lich über lassen. Die Gesellschaft kann diese Aufforde⸗ rung sosort und spätestens innerhalb einer Woche nach Emp⸗ sang der Anzeige ergehen lassen. Sie wird dabei nicht auf Mengen zurückgreifen, die für die Versorgung des Konsums unmittelbar bestimmt sind, sich also im Besitze von Ver⸗ brauchern und Kleinhändlern, Konsumvereinen, Werkanstal⸗ ten, Stadtverwaltungen usw. befinden. Danach wird die normale Reisversorgung der Bevölkerung ebensowenig wie
gewerbliche Betriebe eine Störung erleiden. 1
*
Berlin, 22. April.(WTB. Nichtamtlich.) In der heutigen Sitzung des Bundesrates gelangten zur An⸗ nahme: Der Entwurf der 1 über die Gel⸗ tendmachung von Ansprüchen von Personen, die im Aus- lande ihren Wohnsitz haben. Entwurf der Verordnung über Reis, die Vorlage, effend die Vornahme der Erhebung der Vorräte von Getreide usw, die Vorlage betr. Vergütung der Durchschnittseinnahme gemäß 8 122 Abs. 2 des Reichs⸗ stempelgesetzes, die Vorlage, betr. Ausnahmen von den Bestimmungen in 8 9 der Prüfungsvorschriften für Fleisch⸗ beschauer und in 8 9 der Prüfungsvorschriften für Trichinen⸗
beschauer, der Entwurf der Bekanntmachung über den ding⸗ lichen Rang öffentlicher Lasten und den Entwurf der Be⸗ lanutmachung über die Zwangsverwaltung von Grund⸗ stücken.
Berlin, 23. April. Die Befürchtung, daß der Krieg bei den preußischen Eisenbahnen einen starken Gi 5 ausfall herbeiführen werde, ist nicht eingetroffen. Es fahren jetzt etwa 70 Prozent der Züge des Friedensfahr⸗ nlanes. Trotzdem sind seit September die Einnahmen im Per⸗ sonenverkehr von 49 auf 90 Prozent, im Güterverkehr von 4¹ 2 96 Prozent gestiegen.
5 tag ist der Verleger und Hauptschriftleiter der„Post“, Dr. Heinrich Pohl, plötzlich gestorben. Ursprünglich Oberlehrer, dann mehrere Jahre Hauptschriftleiter der„Rheinisch⸗West⸗ fälischen Zeitung“ in Essen, hat Dr. Pohl die Leitung der Post“ am 1. Juni 1910 übernommen. Zugleich war er Mit⸗ glied des Geschäftsführenden Ausschusses des„Alldeutschen
1
Sitzung der Stadtverordneten.
5 1. 0 8 23. April. 2 ginn der gestrigen Stadtverordnetensitzung, der— der aus dem Belße verwundet hermgekehrte Beigeordnete Krenzien beiwohnte, widmete Oberbürgermeister Keller dem verstorbenen Stadtverordneten Habenicht und dem am 21. d. M. abends verstorbenen Stadtverordneten Geh. Medizinalrat Dr. Haberkorn warme Worte der Anerkennung für ihre Tätigkeit im Dienste der Stadt Gießen. Beide Männer, die der Tod aus unserer Mitte gerissen, so erklärte der Redner, hätten besonders fleißig gearbeitet in den Ausschüssen und Deputationen. Mit ihnen seien liebe Kollegen dahingegangen, die sich durch ihr offenes, rohes und frisches Wesen viele Freunde erworben haben. Die Stat twerordneten⸗Versammlung werde beiden ein treues Gedenken Uber das Grab hinaus bewahren. Während der Ausführungen des Vorsitzenden hatten sich die Mitglieder der Versammlung von ihren Plätzen erhoben.
Dberbürgermeister Keller machte darauf die Mitteilung, daß Oberstaatsanwalt Hofmann für die von der Versammlung bewilligte monatliche Gabe von 100 Mark für das Soldatenheim den Dank der Leitung ausgesprochen hat.
Die Stadty. Vetters, Orbig und Krumm haben einen Antrag gestellt, es solle für 1915/16 in Rücksicht auf die abnormen Verhältnisse beschlossen werden, von einer Schuldentilgung abzusehen; weiter sollen von Einkommen unter 900 Mark Einlommensteuern nicht erhoben werden, und schließ⸗ lich soll die Verbrauchs abgabe für Baumaterialien abgeschafft werden.
Tie Versammlung überweist diese Anträge zur Vorberat, dem Finanzausschuß.— Das Stadttheater it, wie ber Vor- stzende writer mitteilte, in der abgelaufenen Spielzeit, ohne nanspruchnahme der von der Stadt gewährleisteten Garantie summe von 10 000 Mark ausgetommen: es hat sogar noch einen kleinen Ueberschuß erzielt. Es sei damit bewiesen, daß
1
Heinrich Pohl 7. In der Nacht zum Donners ⸗ Man
die Offenhaltung unserer Bühne einem Bedürfnis entsprach. Der Oberbürgermeister sprach Direktor Steingoetter, der es ver⸗ standen habe, unser Theuter auch in der abgelaufenen Saison trotz 4 5 Schwierigkeiten gut und gedeihlich zu leiten, den Dank der Stadt aus.
Eine Anregung der Arbeitgeber⸗ und Arbeitnehmerver bände des Baugewerbes auf Schaffung von Arbeitsgelegen⸗ heit hat dem Bauausschuß vorgelegen, der vorschlägt, den Antrag⸗ stellern gegenüber das Bedauern darüber auszusprochen daß sich zunächst in der Stadt keine Gelegenheit bietet, durch Inangriff⸗ nahme größerer Bauten Arbeit zu schaffen. Die Versammlung stimmt dem Vorschlag zu.. 5
Der Erneuerung der Verträge über die Haltung zweier Sim⸗ mentaler Bullen und wegen der Eberhaltung wird unter den bis⸗ herigen Bedingungen zugestimmt. 0
Zur Einfriedigung der Freilichtbühne werden 300 Mk. gefordert und bewilligt..
Einem Gesuch der Bienen züchter auf Ueberlassung von Plätzen zur Aussaat für honigende Blumen und Pflanzen wird entsprochen und weiter eine Beihilfe von 25 Mk. zur Anschaffung von Sämereien bewilligt.
Der freihändigen Vergebung der Lieferung der freien Lehr⸗ und Lernmittel für die Volksschule, wofür etwa rund 4000 Mk. jährlich aufzuwenden sind, wird von der Versammlung zugestimmt.
Die Kosten des Gas-, Wasser- und Elektrizitäts⸗
verbrauchs des Roten Kreuzes in der alten Klinik wer⸗ den auf die Stadtkasse übernommen. Ein Gesuch der gemeinnützigen Baugenossen⸗ schaft um Uebernahme einer Bürgschaft durch die Stadt ist von dem vereinigten Bau- und Finanzausschuß a b⸗ gelehnt worden. Der Oberbürgermeister berichtet über die Sach⸗ lage das Folgende: Die Stadt habe an den Verein unter gewissen Bedingungen ein zwischen der Kaiser⸗Allee und der Licher⸗Straße gelegenes Gelände für rund 20 Häuschen verkauft. Die ent⸗ sprechende neue Straße wird sich zwischen der Landmannstraße und der Georg Philipp Gail Straße einschieben. Der Gemeinnützige Bauverein hat von den Landesversicherungs⸗Gesellschaft die Zu⸗ sage erhalten, daß die von ihm vorerst zu errichtenden 8 Häuser mit 50 Prozent ihres Wertes bypothekarisch beliehen werden. Um nun eine weitere hupothekarisch sicher zu stellende, 35 Prozent betragende Beleihung der Häuser zu erlangen, wird von der Stadt eine Bürgschaft verlangt. Es handelt sich dabei um eine Sicherstellung von rund etwa 22 000 Mk. durch Bürgschaft der Stadt, mit welcher ein Risiko nicht verbunden ist. Der Ober⸗ bürgermeister erklärt, daß er persönlich für die Uebernahme der Bürgschaft in der Vorberatung eingetreten sei, weil er die An⸗ sicht vertrete, daß die Stadt auch auf diesem Gebiete der sozialen Wohlfahrt etwas tun müsse, auf dem andere Städte, auch in Oessen, schon vorangegangen seien. Die Wichtigkeit der so zialen Seite der Frage sei nicht zu verkennen. Es mangele in unserer Stadt an kleinen Wohnungen. Mit der Uebernahme der Bürgschaft werde die Erbauung von kleinen Wohnhäusern gefördert und es würde Arbeitsgelegenheit für die Bauhandwerker ge⸗ schaffen, an der Mangel vorhanden sei. Der Oberbürgermeister be⸗ merkt, daß zwei Mitglieder des Ausschusses ihm gegenüber erklärt haben, daß sie ihre Ansicht geändert haben und für Uebernahme der Bürgschaft in der Versammlung stimmen werden.
Die Stadtverordneten Heichelheim und Eichenauer er⸗ tlären, daß sie der Ansicht seien, man solle die Bürgschaft für den Bauverein übernehmen. Stadtv. Geh. Rat Prof. Dr. Som⸗ mer k tritt ebenfalls warm dafür ein.
Sladtv. Petri ist im Ausschuß gegen die Bürgschaftsüber⸗ nahme gewesen. Später erst habe er erfahren, daß die zu er⸗ bauenden 8 Einfamilienhäuser bereits ihre Eigentümer haben, und so habe er sich entschlossen, für die Bürgschaft zu stimmen.— Stadtv. Huhn bemerkt, er sei in der Kommission kein Gegner der Bürgschaftsübernahme gewesen; er habe sogar verlangt, daß die Stadtverordneten jedem Privatmann gegenüber, der sich ein Heim errichten will, das gleiche Entgegenkommen betreffs Erwerb eines Bauplatzes betätigen sollen, wie es der Bangesellschaft gegenüber geschehen sei.— Stadtv. Winn führt aus, er habe an sich nichts gegen die Bürgschaftsübernahme; nur solle man dem Evaugelischen Arbeiterverein gegenüber die gleiche Bereitwilligkeit zeigen, wenn dieser wegen einer Bürgschaft sich an die Stadt wende. Bedingung für die Bürgschaftsleistung der Stadt aber müsse sein, daß der gemeinnützige Bauverein alle Ar⸗ beiten und Lieferungen nur an Gießener Hand⸗ werker und Gewerbetreibende vergeben darf.— Stadtv. Loeber ist der Ansicht, es gebe sehr viel leere Woh⸗ nungen in Gießen, und es liege augenblicklich kein Bedürfnis zum Bau lleiner Wohnungen oder Einfamilienhäufer vor. Man sollte jetzt während des Krieges nicht mit solchen Anträ kommen. Wenn aber im vorliegenden Fall die Stadt die Bit sleistung übernehme, wogegen er auch nicht stimmen wolle, so erfordere es
behandele. Daß man aber durch die Gewährung einer Bürgschaft den Bauverein darauf festnageln solle, daß alle Arbeiten Lie⸗ ferungen zu den Bauten an Gießener Geschäftsleute vergeben wer⸗ den, dagegen müsse er sich wenden. Es müsse dem Bauherrn über⸗ lassen bleiben, da zu bestellen, wo er am billigsten und besten be⸗
Bedarf zu errichten, solle Risiko ist, sei der 2 4 zu machen ist, seitens
.— 1 55 beat poltern pie 1 Loehers, daß für eine Vermehrung der hngele genheit geplanten Wege lein Bedürfnis vorliege. Es handele sich nicht darum, daß die Gemeinnützige Baugesellschaft für Familien mit großem Kinder⸗ segen Wohngelegenheit schaffe, denn es seien ganz andere Leute, für die gebaut werde. Leute, die 46 Zi wollen, seien
tv. eine prinzipielle Frage sei, man verf
merk, die Bergs ere sei nicht dozial meisters, die 8 5 nux sozi rechtfertigen. sondem ar Fahne deni Gebiet des Webnungs- wesens einen Weg zur Besserung an. Herrn Plank gegenüber bemerkt der Redner, es seien lange nicht alle 4 — 8„ 5 5 anhaben. Jedenfalls sei es die
1 gar sel vieler, Herr i Haus.
sein; diesen Leuten g aber solle man— 2
Stadtv. Jann steht auf dem Stanbpunkt, daß mit der verlangten
doch auch das Recht, daß man den Evangelischen Bauverein ebenso St
nur sehr weuigen ein Vorleil gestiftet wird. D 5 die großen Nachteile, die den vielen 5* fich e ennie e ich entschließen.— v. Loeber er in Bierte wo er wohne, sei eine große Auswahl von Wohnungen für nere Verhältnisse stets vorhanden.— Stadtv. Krumm kr den Standpunkt des Herrn Jann in der Frage. Durch die 5 nahme der Bür, haft schaffe man Arbeit für das Bauhandwerk. Es könne doch die Wohnungs vermieter ganz gleich bleiben, ob eine Baugesellschaft 20 Einfamiliensäuser errichtet, oder ob ein einzelner Baumternehmer dies tue. Seit zwei Jahren ser in Gießen, wo sonst jährlich zwanzig bis dreißig Wohn⸗ läuser entstanden sind, nicht gebaut worden, und dadurch sei ein Bedürfnis für die Tätigkeit der Baugesellschaft entstanden. Wenn diese Tatigkeit, die in der Folge entfaltet werden soll, für die All⸗ E zum Schaden gereichen soll, dann hat Krupp in Essen, ber für seine Arbeiter das gleiche im Großen getan hat, was hier in unserer Stadt im Kleinen geschehen soll, sich an der Essener Allgemeinheit schwer verssindigt.— Stadtv. Schaf fstaedt wünscht, daß wirklich gesunde Wohnungen werden. TeHierauf wird der Antrag des Oberbürgermeisters, die verlangte Bürgschaft seitens der Stadt zu übernehmen, gegen wenige Stimmen angenommen.
Für die Einbauung eines Kamins im Hause Schützenstr. 21 (auf der alten Bleiche) werden 350 Mark verlangt und bewilligt. Die Gesuche um Schankerlaubnis Max Jas lowsky für Plockstraße 5 und des Hch. Köhler für West⸗ Anlage 35 werden, da es sich um Uebergänge lt, befürwortet. „ Stadtv. Vetters weist darauf hin, daß an der Kreuzun Schanzenstraße und Bahnhofstraße recht häufig Unglücksfälle du 1 die Straßenbahn vorkommen. Ebenso sei die Stelle an der Kreuzung Sonnen- und Schulstraße für das Fuhrwesen gefährlich.
Er regte an, durch automatische Lichtsignale an b Kreuzungen den Fahrverkeir gegen die Zusammenstöße mit der Trambahn zu sichern. Der Oberbürgermeister hebt die Schwierig⸗ keit der Signalanbringung hervor, verspricht aber, eine Ansicht der Direktion der Straßenbahn darüber einzuholen. 5 10 8. r 1 darauf he de— Krieg die esa 1 das sandwirtschaftl itut unserer Hoch⸗ schule sich im kommenden Sommerfemester nicht betätigen könne, daß befonders die Versuchsfelder unbebaut bleiben oder wenigstens nicht so bebaut werden, wie dies erforderlich ist. Ter eee eee, b 175 Grünewald als Land⸗ tagsabgeordneter die Angelegenheit im Ministerium besprochen 15 ihm sei bekannt, daß seitens des Ministers ein zufrieden⸗ tellendes Provisorium betreffs der Versuchsfelder zugesagt wurde. Stadtpv. Geh. Rat Prof. Dr. Sommer legte dar, wie die Angelegenheit ihre Erledigung finden wird. Er könne erklären, daß die Versuchsfelderwirtschaft ordnungsgemäß weiter entwickelt wird, und daß nach Beendigung des Krieges eine 00 gende Lösung zur weiteren gedeihlichen Entwicklung des landwirtschaftlichen Instituts in Aussicht steht. ——
———.— Aus Stadt und Gießen, 23. April 1915. Auf dem Felde der Ehre gefallen. f Aus Hessen und den Nachbargebieten.) 1 Musk. Konrad Hedderich, Res.⸗Inf.⸗Agt. 234, aus Darm⸗ stadt.— Gefr. Ferdinand Schupp, Landw.-Inf.-Rgt. 116, aus Darmstadt.— Pionier Karl Scheig', Pionierbat. 21, aus Kestrich. — Gefr. Albert Schmitt, Juf.⸗Agt. 224, aus Brauerschwend.— 1 Erj.-Res. Lehrantsasp. Konr. Dächer, Inf.⸗Agt. 117, aus Ober⸗ Gleen.— Hauptmann Frauz Grosse, Pionier⸗Ngl. 28, aus Wies⸗ baden.— Kriegsfreiw. Karl Sponheimer aus Wo J Res. Josej Dalbel, Ins-Rgt. 118, aus Worms⸗Pfifflig— * e Schäffler, Res.-Pionierbat. 21. aus Wetzlar.— vag. Karl Engelbach, Drag.⸗Ngt. 24, aus Eckelshausen.— Bizeseldwebel Christ. Becker, Inf⸗Rgt. 82, aus Niedereisenhausen. *
** Das Ei lor vs. Das lorvs
serne Kreuz 1. Klasse im 18. Ar mee⸗ ick— Liste der mi 2 Gt rster Tlasse Beliehenen: Major „ 1. Adi. d. Genkdos. 18. A.⸗K. 4. Kl. mit der Krone und mit S* 1 7 r 2 2 5 v. Inf.⸗Did. Bayer. Mil.⸗Verd.⸗Orden ): Major Weichel, egt. 117: e Madlung, Juf.⸗Regt. Eyssen, Inf.⸗Regt. 81: V.⸗F. Eichel(2. Sergt. Weiß(1.) Pion.⸗Batl. 21; Kanonier .) Feldart.⸗Regt. 63; Oberst v. Rosenberg⸗ ö d. 29. Landw. ⸗Juf.⸗Brig.; die Hauptleute Hal m 8 St.-Offz. d. 25. Juf.⸗Div., v. Rogues, 2. Gen.⸗St.. Genkdos. 18. AK., von Prittwitz und Gaff⸗ 28 Sa e 118, Pet. 5. ef u Jnf.⸗ 9 4 d. Res. Min Fa NIN Inf.⸗Regt. 88; V.⸗F. Combe:(6.) Inf. Regt. 116. ö * AAsveichnung. Dem ier⸗Stellvertreter Her⸗ mann Will im Landsturm on IV t, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Geh. Medizinalrat Dr. Haberkorn. Dr. Julius Haberkorn, Geh. Medizinalrat, ist am Mitt⸗ woch abend verschieden. Der Verstorbene wurde am 12. November 1850 zu Ortenberg als ältester Sohn des späteren Großh. Forstmeisters Habertorn geboren. Er be⸗ suchte das hiesige Gymnasium, studierte in Gießen, S f burg und Wien. Im Februar 1876 ließ er sich als prakt. Arzt in Kirchhausen in Württemberg nieder. Auf den Wunsch seines Vaters, und um wieder nach dem Hessenlande zurück⸗ zukommen, legte er später das Staatsexamen als beamteter Arzt ab. Von August 1888 bis Juni 1890 war er Kreis⸗ asistenzarzt in Mainz, von 1890 bis 1895 Kreisarzt in 8 7 5 70 1 als 2 G 8 00 4. is er am J. zember r Gesu heit in den wohlverdienten Ruhestand trat und bei dieser Gelegenheit mit dem Ehrenkrenz Philipp des Großmütigen ausgezeichnet wurde. Im Jahre 1904 war er in den Stad 1 vorstand gewählt worden und bei seiner Wiederwahl ver⸗ einigte er die höchste Stimmenzahl auf seine son. Bestim⸗ mend für sein Leben war der Feldzug 1870/71. Während desselben stand er als Offizier im hi Regiment. Dur den Anblick der zahlreichen Verwundeten, die der Hilfe war⸗ teten, angeregt, nahm er sich vor, bei glücklicher Rückke Medizin 28 und seinen Beruf als Archi wechseln.— Mit ein Bürger von gradem. ch Sinn, der wohl keinen Feind besitzt, der seine ganze Ta in den Dienst der Allgemeinheit gestellt hat, der aber kein Bl⸗ 5 de Gel f zu vers wußte, aus dem n gegangen. tame ius rn wird im Kreise seiner vielen Freunde und
wird
= 2 2
. 9 21 Inf.⸗Regt 115
0 .*
1
die tar ten Das doch
50 Kilogramm
Bürgschaft der Stadt, für welche doch alle Bürger haften milssen,


