pp weit,
kürzlich Professor Ehrenberg von der Universität Münster in einem
Charlottenburg und Ludwig Putz. Schließlich sind noch als Adolf Hering aus Berlin,
Nabtecungen in jüngster Zeit bekannt gewordene junge Maler
bedeutende
5 sich gegenseitig betrügt.
Dans v. Hayek aus Dachau.
Atheu, 19. April.(TB. ichtamtlich det, gestern hätten 63 Dampfer mit
verbandes
nehmungen gegen die Dardanellen erwartet.
FTonstantinopel, 19. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die neuen türkischen Erfolge an den Dardanellen rufen eine
lebhafte Freude hervor. Sie werden insbesondere als ein Beweis für
die Bachsamkeit der Verteidiger und für die verdoppelte Verteidi⸗ gung t der Dardanellen aufgefaßt. Gestern herrschte an den Dardanellen Ruhe. Der Kommandant des französischen Panzer⸗ schiffes„Saint Louis“ richtete an den Hafenkapitän von
Jaffa ein Schreiben, in welchem er ihn davon in Kenntnis setzte, daß Fahrzeuge anhalten müssen, sobald sie feindliche Kriegsschiffe in
Sicht belommen, die nur Kriegskonterbande mit Beschlag belegen.
Der„Agence Milli“ zufolge ist ein englischer Kreuzer in den Golf. von Geukabad gefahren. Er durchsuchte vier Barken und be⸗ schlagnahmte zwei Säcke Zwiebeln. Die Heldentat ruft hier Heiterkeit hervor.— Aus Erzerum wird ein Zusammen— stoß von Erkundigungspatrouillen an der Kau⸗ kasusfront gemeldet.
5 8 8 22 2 4 HFraf Spee über den Sieg bei Coronel. 3 Der„Nordd. Allgem. Ztg.“ entnehmen wir nachstehen— den vom 2. November 1914 datierten Brief des Komman⸗ danten unseres bei Coronel siegreichen Geschwaders: . 2. No vember 1914. *„Gestern war Allerheiligen und für uns ein Glückstag. Ich war mit dem Geschwader auf dem Wege, südlich längs der Küste zu fahren, als ich Wind davon bekam, daß ein englischer Kreuzer in Coronel, einem kleinen Kohlenhafen bei Concepeion, ein⸗ gelaufen sei. Da nach den allgemeinen internationalen Regeln ein Schiff einer Kriegspartei innerhalb von 24 Stunden wieder aus⸗ laufen muß, dachte ich es abzufangen. Ich hatte die Plätze so ver⸗ eilt, daß„Nürnberg“ vor den Hafen laufen sollte, um nach⸗ Fiusehen, ob der Kreuzer noch drinnen, während die anderen Schiffe außen herum gestellt werden sollten. Um Kohlen zu sparen, hatten die Schiffe nur für 11 Seemeilen Dampf, waren aber sonst klar; mn kurzer Zeit alle Kessel. Meine Schiffe waren also um 4 Uhr 25 Minuten etwa auseinandergezogen, nur„Gneisenau“ ganz in der Nähe, als mir gemeldet wurde, daß in West⸗Südwest etwa zwei Schiffe gesichtet wurden. Ich hielt darauf zu, befahl den anderen Kreuzern zu mir zu kommen, denn es war mir bald klar, daß es Gegner seien, und zwar der Panzerkreuzer„Monmouth“ und der kleine Kreuzer„Glasgow“. Bald kam hinter den gesichteten Schiffen der Hilfskreuzer„Otranto“ und nach einer Weile der Panzerkreuzer„Good Hope“ in Sicht. Der Gegner versuchte einige Manöver, durch die er meines Erachtens näher an die Küste gekommen wäre, und nach Luv, was mir sehr schädlich gewesen.
Ich hatte eich„Scharnhorst“ und„Gneisenau“ befohlen, alle Kessel in zu nehmen, und in einer Viertelstunde lief ich mit 20 Seemeilen gegen schwere See und Dünung auf, kam glücklich
„(Flaggschiff: Admiral Craddock),„Gneisenau“ gegen on mouth„Leipzig“ gegen„Glasgow“,„Dres⸗ Den gegen„Otranto“. Letzteres Schiff verließ nach einiger Zeit die Linie und ist entkommen, wie ich denke. Auf„Good Hope“ und„Monmouth brachen viele Brände aus, auf ersterem fand eine ungeheure Erxplosion statt, die sich gegen den dunklen Abendhimmel wie ein Brillantfeuerwerk darstellte, weißglühend mit grünen leuch⸗ tenden Sternen lohte es dabei über Schornsteinhöhe hinauf. Ich glaubte, das Schiff müßte dabei untergehen, doch schwamm es weiter und der Kampf ging ununterbrochen fort. Die Dunkelheit brach herein, die Entfernung hatte ich zuerst verringert bis auf 4500 eter, dann drehte ich so weit, daß sie langsam wieder zunahm.
Es wurde weiter gefeuert nach dem nur durch die Brände erkenn⸗ baren Schiffe, und als die Geschützführer nicht mehr zielen konnten, abgebrochen. Das Schießen des Gegners hatte aufgehört. Ich be⸗ fahl den kleinen Kreuzern, die Verfolgung aufzunehmen, da der Gegner aber, wie es schien, nun die Brände gelöscht hatte, war nichts zu sehen, und das Herumfahren um die gegnerische Linie, um sie in günstige Beleuchtung zu bekommen, führte nicht mehr zum Zusammentreffen. Der Artilleriekampf hatte 32 Minuten gedauert. Um etwa 8 Uhr 40 Minuten auf Nordwestkurse beobachtete ich voraus auf sehr große Entfernung, geschäßzt etwa zehn Seemeilen, Artilleriefeuer. Ich hielt darauf zu,
„Tie Eifersucht“ ist so etwas wie eine Parodie au Maeterlincks „Monna Vanna“. Monna Vannas Gatte glaubt, daß sie lügt,
solange sie die Wahrheit sagt, und als sie zu lügen beginnt, glaubt er ihr. Der Eifersüchtige in Guitrys Stück beschuldigt bruch, und ist dann von der Unschuld der Schuldigen überzeugt. Die Moral des Lustspiels 2
1— Die deutschen„Kriegsmaler“. Ueber deutsche Maler, die auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen zur malerischen Festhaltung und Verewigung der großen Ereignisse zugelassen worden sind, sind bereits verschiedentliche Mitteilungen bekannt geworden. Eine vollständige Liste dieser„Kriegsmaler“ hat nun
Vortrage über den Krieg und die Kunst zufammengestellt. Danach sind auf dem westlichen Kriegsschauplatze zugelassen die Maler: Max Bendorf aus Leipzig, Prosessor Hugo L. Braune, Heims, Prosessor Arthur Kampf, Adolf Obst, Profeffor Schöbel, Max Slevogt, Professor Ungewitter und Ernst Zimmer— mtlich aus Berlin, sowie noch Ernst Volbehr aus Mllnchen und Prosessor f aus De Auf dem östlichen Kriegsschauplatze befinden sich die Professoren Ludwig Dettmann und Otto Heichert aus Königsberg, Karl Becker, Max Fabian, Max Rabes aus freie München, der Münchener Maler Spiegel und arl, Ziegler aus Posen. Der durch seine Gemälde und
Maler“ zugelassen worden Professor Fritz Erler aus
Professor
Hans Meib i, der kartographischen Abteilung des Großen General-
babes zug wiesen worden. Vielleicht wird mancher Name dieser
Liste bei Kundigen einiges„Schütteln des Kopfes“ vorrufen,
aber man kann boch mit Genugtuung feststellen, daß sich unter den
als„ riegemaler“ zugelassenen Künstlern auch mehrere wahrhaft Talente befinden.
„Hestia! mel⸗ ö e des Drei⸗ Alexandria verlassen. Es neue Unter⸗
um zu helfen, falls nötig Es war die„Nürnberg“, die vorher nicht mehr den Anschluß hatte finden können, nun auf die fliehende „Monmonth“ en war, die, wie sie meldete, mit starker Schlagseite nach Steuerbord vorgefunden wurde.„Nürnberg“ ging dicht heran und gab ihr den Rest durch Geschützseuer.„Monmouth“ kenterte und ging unter Leider verbot die schwere See die Rettungsarbeit neben dem Umstand, daß„Nürnberg“ glaubte, „Good Hope“ in der Nähe zu sehen, was wohl eine Täuschung war. Sie wird die großen Kreuzer auf große Entfernung im Mondlicht dafür angesehen haben. Ich weiß nicht, was aus„Good Hope“ geworden ist; Leutnant G., der Zeit zu Beobachtungen hatte, meinte, er habe erkannt, daß auch sie starke Schlagseite bekommen habe, und wenn ich mir das Bild in Erinnerung rufe, halte ich es wohl für möglich, glaubte aber, es sei eine Folge der Schiffs⸗ bewegungen in der schweren See. Es ist möglich, daß auch sie unter⸗ gegangen ist, kampfunfähig war sie wohl.„Glasgow“ war kaum zu sehen, sie soll auch einige Treffer bekommen haben, ist meines Erachtens aber entkommen. So haben wir auf der ganzen Seite esiegt und ich danke Gott dafür. Wir sind in geradezu wunderbarer Weise geschützt worden, wir haben keinen Ver hust zu beklagen. Einige leichte Verwundungen kamen auf„Gneisenau“ vor. Die kleinen Kreuzer wurden überhaupt nicht getroffen. Die Treffer, die „Scharnhorst“ und„Gneisenau“ erhielten, haben so gut wie keinen Schaden angerichtet. Eine 15-Zentimeter⸗Granate fand sich in einem Hellgatt der„Scharnhorst“ vor, sie hatte die Bordwand durch⸗ schlagen, dann allerlei Unfug und Zerstörung unten verursacht, war glücklicherweise nicht krepiert und lag nun als Gruß da. Ein Schornstein war getroffen, aber nicht so, daß er seinem Zwecke nicht mehr dienen konnte. Aehnliche Kleinigkeiten sind auf„Gneisenau“. Ich weiß nicht, welche vielleicht unglücklichen Umstände beim Gegner vorgelegen haben, die ihm jeden Erfolg genommen haben. Die Begeisterung unserer braven Leute ist ungeheuer, ihre Siegeszuversicht konnte ich oft beobachten. Besonders ge⸗ freut hat es mich, daß auch„Nürnberg“, die ohne Schuld von der Schlacht sern geblieben, doch noch schließlich zum Erfolg beitragen konnte. Wenn„Good Hope“ entkommen ist, muß sie meines Erachtens wegen ihrer Beschädigungen einen chilenischen Hafen anlaufen; um das festzustellen, will ich morgen mit„Gneise⸗ nau“ und„Nürnberg“ Valparaiso anlaufen und sehen, ob„Good Hope“ nicht von den Chilenen abgerüstet werden kann. Damit bin ich zwei starke Gegner los.„Good Hope“ ist ja größer als„Scharn⸗ horst“, hat aber nicht so gute Artillerie. Sie hat zwar schwere Ge⸗ schütze, aber nur zwei davon.„Monmouth“ ist dagegen der „Scharnhorst“ unterlegen, da sie nur 15 Zentimeter hatte.
Die Engländer haben noch ein Schiff wie„Monmouth“ hier, außerdem, wie es scheint, ein Linsenschiff der„Gueens“⸗Klasse mit 30,5 Zentimeter. Gegen letzteres können wir kaum was ausrich⸗ ten; hätten sie ihre Streitkräfte zusammengehalten, so würden wir wohl den kürzeren gezogen haben. Du kanust Dir kaum voyrstellen, welche Freude überall bei uns herrscht; so haben wir doch wenig⸗ stens etwas zum Ruhm unserer Waffen beitragen können, wenn es auch für das Ganze und bei der ungeheueren Zahl der englischen Schiffe wenig bedeuten mag.“
...
Im felde
erwarten unsere Angehörigen den regelmäßigen eingang des heimat⸗ 0 blattes. um eine Unterbrechung in der 1 Zustellung zu vermeiden, wolle man
len feldpost⸗ Bezug es glegener Anzeigers sur monat mai schon jetzt erneuern
Alle Fostamter nehmen die Bestcllung entgegen. der monatliche Bezug be⸗ trägt Mk. 1.07 einschließuch der um⸗
schlag/ ebuhr. Außerdem vermittelt die Bestellungen wie bisher auch die
Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers
Aus Stadt und Cand. Gießen, 20. April 1915. Unterrichtskurse für Verwundete.
Schon vor längerer Zeit hatten Herr Geheimer t Haupt und— Landgerichtsrat Wiener e gefaßt, in Gießen einen Unterricht für die Ver⸗ wundeten der hiesigen Lazarette einzuführen, wie olcher bereits in verschiedenen Städten stattfindet. Zweck selchen Unterrichts ist es, den Verwundeten Gelegenheit zu bieten, ihre freie Zeit für ihren Beruf nutzbringend zu verwenden, sowohl wenn sie ihren bisherigen Beruf beibehalten, als auch wenn sie infolge ihrer Verwundung enötigt sind, sich einen neuen wählen. Da rr Geheimrat Haupt neben seiner Berufsarbeit durch seine Mit⸗ arbeit an der Kriegswirtschastlichen Beratung stark in Anspruch genommen war, so nahm der Rektor der Landes⸗ Universität Herr Geheimrat Sommer die Angelegenheit in die Hand und unterbreitete dem Generalkommando
genannten Plan. Dieses erklärte den beabsichtigten Unter⸗ richt, der im Einvernehmen mit dem Herrn Generalmajor v. Peters dorff und dem Reservelazarettdirektor Herrn Oberstabsarzt Dr. Siegert zu erfo habe, für dur aus erwünscht. Die Organisation des nterrichts übernahm
Herr Professor Henneberg. Als freiwillige Lehrer stell⸗ ten sich 975 Verfügung: fel. Nölting, ese er— reichsdeuts heren Mä schule in Riga, für Fran⸗
zösisch(zweistündig für Unvor bereitete) und Deutsch(öweistündig), Frl. Sulze für Ma⸗ schinenschreiben bibeung oder öfter), Herr Reallehrer Appel für— zweistündig), Herr Lehrer Emil 44 K bisher ter einer deut Auslandschule in
ondon, für Stenographie e Bureau⸗ beamter Pirchner Soziale Gesetzgebung(dreistündig), Herr pilfsbibliothekar Dr. Schneider für e (weistündig). Von den genannten Fächern soll sich der Ein⸗ zelne unserer braven Verwundeten eins oder mehrere aus⸗ wählen. Soweit es möglich ist, wird der Unterricht so ein⸗ gerichtet, daß innerhalb 4—6 Wochen ein gewisser Ueberblick über ein bestimmtes Gebiet gegeben wird, damit auch der⸗
ch. sichtigt und der heimischen
eitete und ebenso für Vor⸗ schen
W. 2 Unterricht über Buchführung den Teilnehmern ungefähr das zu bieten, was er in den Meisterkursen an der 2 Gewerbeschule lehrt. Herr Dr. Schneider beabsichtigt an der Hand einer Karte einen Ueberblick über die Geschichte Euro⸗ pas in den letzten 50 Jahren, also die Vorgeschichte des großen Krieges, zu schildern. Herr Kirchner wird mit seinen Zuhörern über das Invalidengesetz, die Angestelltenver⸗ sicherung u. a. sprechen. 1 Zu einer auf Freitag, den 16. April, stgesetzten Be⸗ sprechung im Anatomischen Institut hatten sich über 80 Verwundete eingefunden. Für die einzelnen Fächer mel⸗ deten sich jedesmal 10 bis 30 Teilnehmer. Als Lokal für die Unterrichtsstunden, die auf die Zeit von 2—6 Uhr nach⸗ mittags belegt wurden, ist in entgegenkommender Weise das Soldatenheim(Café Ebel) zur Verfügung gestellt worden. Nur die Vorlesung über Geschichte findet im Hör⸗ saal des Anatomischen Instituts statt. Der Beginn wurde auf Montag, den 19. April, festgesetzt. Die Teilnahme am Unter⸗ richt ist selbstverständlich unentgeltlich. b 100 sollen die nötigen Lehrmittel den Teilnehmern, sobald ihnen die Beschaffung derselben Schwierigkeiten macht, gestellt werden. 95 diesem Zweck sind vom Roten Kreuz, vater Seite
aus dem Fonds des Soldatenheims und von Beiträge zugesagt
träge sind erwünscht. Ebenso bittet die Leitung um leih⸗ weise Ueberlassung von Schreibmaschinen zur Uebung unter Aufsicht des Lehrers, sowie darum, daß sich noch weitere Lehrkräfte zur Verfügung stellen, da damit gerechnet werden muß, daß einer oder der andere der Lehrer durch den Mili⸗ tärbienst in Auspruch genommen wird.— Meldungen sind zu richten an Herrn Prosessor Henneberg im Anatomi⸗ schen Institut.„
Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.). Ersatzreservist dam Gimbel, Ins.-Rgt. 116, aus Darmstadt. —. Musk. Wilh. Keil, Inf.-Rat. 173, aus Darmstadt.— Ers.-Res. Isidor Sternfels, Res.-Ins.⸗Rgt. 83, aus Erselden.— Kriegs- kreiwilliger stud. jur. Ludw. Grünig, Res.-Inf.-Agt. 254, aus Darmstadt.— Landwehrm. Ernst Bieber, 41. Landwehr⸗ rig., aus Hirzenhain(Dillkreis).— Füs. Lehrer Ludwig Cunz aus
Sinn.— Offizier ⸗Stellv. Johannes Drechßler, Res.-Inf.⸗ Agt. 221, aus Pfeddersheim.— Gesr. Hans Müller, In. RNgt. 168, aus Offenbach a. M.— Gesr. Konrad Neeb, Landw.
Agt. 116, aus Udenhausen.
— Musk. Schulamtsaspirant Konrad Decher, Juf.⸗Rgt. 117,
aus Ober⸗-Gleen.— Gefreiter Heinr.
Friedrich Kröll, Ersatz⸗Bat. 42, aus Bönstadt.— Musketier Ludwig Lenz, Inf.-Agt. 82, aus Waldgirmes.— Gesr. 67 Schweitzer, I. Garde-Jus.-Rgt., aus Greisenstein.— Musk. Ludw. Weber, Res.-Ins.-Agt. 224, aus Dutenhofen.— Reservist Albert Schoen, Ins.-Agt. 80, aus Fürsurt.— Landwehrmann Johannes Blaufuß, Inf.-Agt. 99, aus Marburg.— Unteroff. Wilhelin Schwarz, Res.-Inf.⸗Rg t. 168, aus Muschenheim.— Hauptmann Albert Pyhrr, Erf.⸗Bat. 49, aus Ossenbach.— Gardist Wilb. Christ. Engel, Inf.-Agt. 115, aus Offenbach a. M. — Vizeseldwebel Günther Knopp, Fuß-Art.⸗Rgt. 11, aus Wetzlar. .
Ritter des Eisernen Kreuzes: Präsident der Zivilverwaltung der Provinz Namur in ien Dr. Kranzbühler früher Kreisrat in Erbach. Jäger Aug. Geilfuß aus Salzschlirf, 11. Jäger⸗Bat. Oberapotheker Lerch aus Darmstadt, Res.-Feldlazarett 67 der 25. 4 Div. Sergeant Euler aus Obertshausen, früher 10. Komp. Ng. 3 ihr— boite 40 der uf N Div. Uffz. d. R. er 0 ienstbach aus Usingen. Dr. Wilheim Doerbecker aus Marburg.
Richard Nowara aus Darmstadt. Gefr. D'Amour aus Hermannstein, Inf.-Regt. 167. Karl Adam aus Garben⸗
heim, Fußart.⸗Regt. 3. i N Praktische Richtlinien für den Landwirt im Kriege bietet eine treffliche Flugschrift des Domän ters K. Schneider, Hof Kleeberg(Westerwald). Diese Flu ft. in der der Bauer zum Bauern aus der Praxis heraus redet, muß ihren Weg in jedes Bauernhaus finden. Sie begnügt sich nicht mit Klagen über die Schwierigkeiten, die der Krieg der Landwirt⸗ schaft gebracht hat, auch nicht mit theoretischen Ausführungen über die Hilfe, die Reich, Staat, Gemeinde oder Militärverwalkung der Landwirtschaft zu leisten haben. Sie zeigt vielmehr praktisch den Weg der Selbsthilfe, alle der Landwirtschaft zu Gebote stehen⸗ den Möglichkeiten auszunutzen, um trotz der schwierigen Lage den Plan unserer Feinde, uns auszuhungern, doch zunichte zu machen. Wie muß in diesem Jahre der Boden bearbeitet, besät und ge⸗ düngt werden, um einen höheren Ertrag als sonst aus dem zu gewinnen? Wieviel und welche natürliche und künstliche Dünger⸗ mittel müssen den verschiedenen Arten der Getreide⸗ und Hack⸗ früchte gegeben werden? Welchen Ersatz haben wir für den seit⸗ her aus dem Ausland bezogenen Kunstdünger? Dann die andere wichtige Frage: Wie bringen wir unser Zuchtmaterial an Rind⸗ vieh und Schweinen durch den Mangel an Hafer und Kunstfutter hindurch? Wie ist Rohmelasse und Futterzucker, Fischfutter⸗ und Fleischmehl zu beziehen und mit welchem Quantum zu 5 ttern?⸗ Auf diese und andere Fragen gibt die Flugschrift, die mit einer Mahnung zur Einigkeit und gegenseitigen Hilfe und mit der Betonung der Notwendigkeit der Volksbildungsarbeit auf den Worsern schließt, in knappen Sätzen mit Angabe von Kösten und Rentabilität Antwort. Eine allseitige Verbreitung diefer „Praktischen Richtlinien für den Landwirt im Kriege“, die von der Geschäftsstelle des Rhein⸗Mainischen Verbandes für Volksbildung, Frankfurt a. M., I 8 sprecher Hansa 5303, zu dem billigen Preise von 5 Pfg., 80 Stück 2,25, Mk., 100 Stück 4 Mk., 500 Stück 17.50 Mk. 1000 Stück 30 Mk. zu beziehen sind, ist im Interesse der Landwirtschaft und des Vaterlandes gelegen. 8 525 ** Ein hessisches Kriegskochbuch, zusammen⸗ gestellt von Henriette Fürth, ist dieser Tage erschienen. Das Schriftchen, das die Kommission für Volksernährung des Frankfurter ärztlichen Vereins mit einer Einleitung und die Städtische Zentrale für Volksernährung in Darmstadt mit einem Anhang versieht, bringt, wie der Name sagt, Re⸗ gepte für die durch den Krieg veränderte Lebenshaltung, unterscheidet sich aber merklich von 17 577 Erscheinungen dadurch, daß es die Landeseige e berück⸗ ochweise Rechnung trägt. Manche Vorschläge und Anregungen dienen ferner dazu, den
oft gehörten Vorwurf, die neue Ernährungsform sei nur für die al Were zu gebrauchen, zu entkräften. Dem
verdienstlichen Werkchen muß man weiteste Verbreitung wün⸗
e. Landkreis Gießen. Burkhardsselden, 19. April. Sanitätsunteroffizier vel Gans von hier erhielt das Hessische Sanitäts-
kreuz am Bande der Tapserkeitsmedallle. Gans steht beim Ref.- geld⸗Lagarelt 67 der 25. Res.-Division im Felde.
Starkenburg und Rheinhessen.
m. Offenbach a. M., 19. April. Großfeuer. In der Nacht zum Montag brach gegen 3 Uhr in der Schuhfabrik von Heroux, Domstraße 75, Großseuer aus. Die Fabrik⸗ und Lagerräume wurden fast e der Schaden— weit über 100 000 Mark— ist durch Versicherung gedeckt. 100 Arbester wurden beschäftigungslos, da der gegenwärtig sehr lebhafte Be⸗
jenige, der nur kürzere Zeit an dem Unterricht teilnehmen
——
kann, Nutzen davon hat. So gedenkt Herr Appel in dem
trieb eingestellt werden mußte. stistung.
worden. Weitere Bei⸗
Selig, Res.⸗Ins.⸗Agt. 254, aus Billertshausen.— Unteroffizier
5
Man vermutet böswillige Brand:.


