Ausgabe 
(15.4.1915) 88. Erstes Blatt
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29, Indessen war die Besatzung derAndalusten aus den Booten, die das Unterseeboot ins Schlepptau genommen hatte, an Deck desselben befohlen worden. Sie stand nun dicht da zu⸗ sammengedrängt. Die Offiziere des Unterseebootes gaben der Mann⸗ schaft Zigarren. Keiner von den Deutschen war uns 1 unliebenswürdig. Die Gemütlichkeit der 5 eutschen erreichte ihren Höhepunkt, als wir schieden. Das Unter⸗ seeboot holte eine französische Bark ein, und nachdem diese Halten gezwungen worden war, erhielten wir Befehl, in die Boote zu gehen und mit diesen an Bord des französischen Schiffes 125 rudern. Mein Gespräch mit Kapitän Weddigen ist wohl die letzte Unterredung gewesen, die jemand mit ihm gehabt hat

Eine kleine Geschichte von derEmden.

0 Englische Blätter berichten eine hübsche kleine Geschichte von derEmden Offiziere des kürzlich in Sydney von Mauri⸗ tius eingetroffenen TampfersClan Graham erzählten, während sie vor Port Louis, Mauritius, gelegen hätten, sei ein zwischen den Inseln verkehrender Dampfer von Diego Garcia eingetroffen, welche Insel mit Mauritius und den Cocos⸗Inseln ein Dreieck bildet, und die Mannschaft habe übereinstimmend folgendes berich⸗ tet: An einem schönen Sommermorgen, bald nach der Kriegserklä⸗ rung, sei dieEmden vor Diego Garcia eingetroffen. Die Be⸗ völkerung, die nichts von dem Ausbruch der Feindseligkeiten ge⸗ wußt habe, sei dem Kapitän v. Müller und seinen Offizieren. mit herzlichster Begrüßung entgegengekommen und habe sie in freigebigster Weise eingeladen. Als Kapitän v. Müller die Situation erkannt habe, habe er sich wohl gehütet, die Tatsache zu erwähnen, daß er ein Feind sei, sondern die Sachlage dadurch ausgenutzt, daß er den Inselbewohnern mitteilte, dieEmden

bedürfe sehr des Dockens. Er habe ihnen angeboten, er wolle sein Schiff im Hafen auf die Seite legen und die In⸗ selbewohner in liberaler Weise für die Reinigung des Schiffskörpers bezahlen. Die Bewohner hätten bereitwillig angenommen. DieEmden lief auf eine flache sandige Strecke, 1 emsige Hände machten sich daran, den Rumpf sauber abzu⸗ kratzen. Als die Arbeit beendet war, wurde anständig dafür be⸗ 5 zahlt und der Kreuzer wieder zu Wasser gebracht. Er blieb jedoch 72 noch einige Tage, und in dieser Zeit reparierten die Schiffsinge⸗ . nieure ein im Hafen liegendes stark beschädigtes Motorboot der Insulaner. Diese waren sehr dankbar und bereiteten dann ins⸗ samt dem deutschen Kreuzer und seinen Offizieren ein enthu⸗ iastisch verlaufendes Abschiedsfest. Kapitän v. Müller nahm auch einen schweren Sack mit Postsachen der Insulaner mit und hat ihn wenige Tage darauf an einen der von ihm aufgehaltenen Dampfer weitergegeben. So hat derbarbarische deutsche Kapitän nach der Kriegserklärung in einer englischen Kolonie gehaust.

Die Behandlung der deutschen Unterseebvot-Besatzungen.

London, 14. April.(WTB. Nichtamtlich.) Im Unter⸗ 0 hause fragte Dalziel, welche Maßregeln die britische Regierung ergreifen werde angesichts der erklärten Absicht der deutschen Regierung, britische Offiziere als gewöhnliche Gefangene zu behandeln, als Repressalie gegen die britische

Behandlung der Unterseeboot-Mörder. Unterstaatssekretär Prim rose erwiderte: Nachdem wir gestern die Erklärung in der Presse sahen, ersuchten wir den amerikanischen Bot⸗ schafter in London, an die amerilanische Votschaft in Berlin du telegraphieren, um festzustellen, was an dem Berichte 22 g Vahres sei. Wir haben noch keine Antwort erhalten. Wenn der Bericht richtig ist, so können wir nur hoffen, daß diese Gefangenen so gut behandelt werden wie die Mannschaften der Unterseeboote in England.

Ein japanischer Kreuzer verloren.

. Amsterdam, 14. April.(Ctr. Frkft.) Der japa⸗ nische KreuzerAsama, der an der kalifornischen 6 Küste gestrandet ist, ist nach Berichten aus San Franzisko unwiderruflich verloren. Alle Versuche, den Panzer wieder flott zu machen, wurden aufgegeben.(Asama war in Kreuzer von 10000 Tonnen und lief 21 Knoten. Er stammte aus dem Jahre 1898. Die Bewaffnung bestand aus vier 20,3- und 14 15⸗gentimeter-Geschützen, die Besatzung aus 670 Mann.) 5 Die Tätigkeit der englischen Flotte 1 an der belgischen Küste.

1 London, 14. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die Admiralität veröffentlicht einen Bericht des Kontreadmirals Hood, des Kom⸗

1 der Flottille an der belgischen Küste, über die Tatigkeit der Flottille im Oktober und November. Die Flot⸗ 1 tille wurde ausgesandt, um den Vormarsch größerer deutscher Truppenkörper an der Küste von Ostende und Nieuport zu ver⸗ . N und die linke belgische Flanke zu decken. Die Operationen egannen in Nacht zum 17. Oktober. Man beschoß zunächst

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der Schiffskanonen lagen. Am 18. Oktober wurde eine Maschi⸗

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zentralen Körperschaften empfehlen den Organisationen, angesichts

Jahre abzusehen. Es werden demnach die Parteizeitungen am 1. Mai erscheinen. Besondere Beiträge werden nicht erhoben. Wo Säle zur Verfügung stehen, sollen abends Mitgliederversamm⸗ lungen veranstaltet werden. J

Eine Kriegssteuer in der Schweiz.

Bern, 14. April. WTB. Nichtamtlich.) Der National⸗ rat und der Ständerat haben eine Vorlage betreffend eine eidgenössische Kriegssteuer auf die Einkommen über 2500 Franken und die Vermögen über 10000 Franken einstimmig angenommen. Die Steuer soll zur teilweisen Deckung der Mobilisationskosten dienen. Die Vor⸗ lage unterliegt noch der Volksabstimmung.

Ministerrat in Italien.

Berlin, 14. April.(etr. Blu.) Aus Mailand wird ge⸗ meldet: Gestern ist der Min isterrat zusammengetreten. Ueber seine Beratungen weiß man nur, daß sie militärische Maßnahmen betrafen. Es standen etwa zwanzig militärische Fragen auf der Tagesordnung. Die Beratungen werden im Militäramts⸗ blatt veröffentlicht werden. Nach der Ministerratssitzung hatten der Ministerpräsident Salandra und Kriegsminister Zupelli eine lange Unterredung.

anzunehmen, daß Sonnino im Ministerrat über die internationale Lage gesprochen habe. Das sei nicht üblich, weil der gesamte Mi⸗ nisterrat zu viele Persönlichkeiten umfasse, als daß das Geheimnis seiner Beratungen strikt gewahrt werden könnte. Sonnino besprach die Lage mit dem König und Salandra. Erst wenn die schwebenden Verhandlungen wirklich zum Abschluß gekommen sein würden, werde 5 Gesamtministerium die Entscheidung zu fällen haben.(Voss. Ztg.) Aus Griechenland.

Kopenhagen, 14. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der Kor⸗ respondent der ZeitungPolitiken in Athen hatte eine Unter⸗ redung mit dem griechischen Minister des Aeußern Zographos, in der dieser erklärte, Griechenland widerstehe der Versuchung, eine Politik einzuschlagen, die nur augenblicklich eine glänzende Außen⸗ seite habe. Die Regierung richte ihre Politik nach zwei Gesichts⸗ punkten ein, nämlich nach der bulgarischen Gefahr und nach dem Lose der Griechen, die sich unter fremder Herrschaft befinden. Der Minister drückte sein großes Bedauern über die Politik aus, die Venizelos' Zurücktreten vom politischen Leben zur Folge hatte, und erklärte, daß er und alle seine Kollegen alles täten, um die öffentliche Meinung im jetzigen kritischen Augen⸗ blicke zu beruhigen und eine Sammlung zwischen allen Parteien herbeizuführen; aber die aufgeregte Sprache der Zeitungen sowie Venizelos Nervosität erschwerten die Bemühungen der Regierung.

Die vorläusige Einstellung des Angriffs auf die Dardanellen. London, 14. April.(WTB. Nichtamtlich.) Wie die Daily News aus Tenedos melden, wird eingeräumt, daß der Angriff auf die Dardanellen vorläufig insolge der Stärke der Dardanellenforts und der ausgezeich⸗ neten Treffsicherheit der Türken eingestellt sei. Die Flottenleitung hoffe schließlich ihr Ziel doch noch zu er⸗ reichen. Zunehmende Unruhen in Indien.

Basel, 14. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die Schwei⸗ zerische Depeschenagentur verbreitet eine Meldung desCor⸗ riere della Sera, daß sich die Lage in Britisch⸗In⸗ dien wirklich ernst zu gestalten beginne. Es scheine sich um eine richtige revolutionäre 8 zu han⸗ deln, die beständig an Ausdehnung gewinne, beson⸗ ders in den Provinzen Bahere, Delhi und Bengalen. Man

geglaubt, daß die britische Regierung manche Schwierig⸗ keiten zu überwinden haben werde, um Ordnung und Ruhe wiederherzustellen, denn die Bewegung breitet sich auch unter den intellektuellen Bevölkerungsklassen aus.

Chiua und Japau.

London, 14. April.(WTB. Nichtamtlich.) DieTimes melden aus Peking: 8 der gestrigen Konferenz wurde wieder über die einzelnen Punkte des mandschurischen Abkommens beraten. Die Japaner kamen wieder mit der Frage der Vorzugsrechte in Fukien und zeigten entschieden und augenscheinlich die Besorgnis, daß die Vereinigten Staaten in den Häfen dieser Provinz eine Flottenbasis errichten könnten. Infolge der Nachbarschaft Formosas ist die Frage für Japan offenbar strategisch wichtig; aber die Japaner schützten ihre Stellung in Formosa bereits da⸗

die deutschen 4 an der Küste, die innerhalb des Bereichs] durch, daß sie von China verlangten, keine Küstenstriche oder Inseln

zu veräußern. Ferner untersagt Japan China, in Fukien ohne vor⸗ berige Befragung Japans fremdes Kapital zu verwenden. Die neuen Forderungen sind also gar nicht ndig. 5 London, 14. April.(WTB. Nichtamtlich.) Die

In derStampa sagt der Abgeordnete Cimoni, es sei nicht ft

meldet das Vorhandensern bewaffneter Banden. Es wird der Ve

Morning Post meldet aus Tientsin unterm 11. April: In der gestrigen Konferenz wurde die Frage erör⸗ tert, daß China seinen Bedarf an Munition in Japan decken solle, und die Frage der Eisenbahnen im Vangtsetale berührt. China wies in der Frage der Munitionskäufe dar⸗ auf hin, daß Japan beim Ankauf von Munition ebenso be rücksichtigt würde, wie die anderen Mächte, und sprach sich gegen die Forderungen bezüglich des Pangtsetales aus, weil dadurch bereits bestehende Abkommen verletzt würden. Wie der Korrespondent erfährt, sucht Japan China zur Annahme der Forderungen, die auf Fukien und den Hangtse Bezug haben, mit dem Hinweis darauf zu überreden, daß Japan selbst mit den Mächten, deren Interessen dadurch berührt würden, unterhandeln wolle.

Boytott japanischer Waren in China. Schanghai, 14. April.(WTB. Nichtamtlich.) Reuter⸗ meldung. Hier besteht tatsächlich, wenn auch nicht dem Namen nach, ein Boykott japanischer Waren. Man

ser gesetzt war, war ein weiteres Verbleiben der Frottille nicht mehr notwendig.

Neue Ausgabe von Schatzscheinen in England.

regel seit des Krieges. Man dürfe erwarten, daß die Re⸗ gierung so für lange Zeit die nötigen Mittel erhalten werde, * Saher sei eine baldige neue Kriegsanleihe unwahrscheinlich.

5 g Die Waffenlieserungen Ameritas. Zeitung aus den Vereinigten Staaten ist die Antwort aufdie Note Deutschlands, worin aufs neue gegen die Lieserung von Kriegsmaterial für die Alltierten Ein⸗

phiert worden. Der Inhalt werde aber nicht belannt gemacht werden, bevor der amerikanische Botschafter sie dem Aus⸗

Berlin, 15. April. Laut Meldung derKölnischen];

spruch erhoben wird am 13. d. Mts. nach Berlin telegra⸗günstiger Zeit geboren werden läßt. In den

Anzahl Verluste hatten auch die Schiffe Brilliant und hört das Wort Boykott l jemals, aber die chinesi 7 0 75 1 N und hört das WortBoy aum jemals, aber die chinesischen imad, Nacdden die ummeb een een Nierwort unter Waf⸗ Blätter benutzen die Schwierigkeit, ausländische Waren zu beziehen, dazu, den Lesern die Bevorzugung der heimatlichen Produktion anzuempfehlen. Die Ehineser gend japanische Waren ab, namentlich kleine Haushalt⸗ 5 London, 15. April.London Gazette meldet, daß vom[artikel, die sonst viel verlangt werden. Aehnliche Nachrichten 4. April an Schatzscheinemit 3,6 undo monatiger Lauf- kommen aus mehreren Städten des Hangtsetales. Es zeit ausgegeben werden sollen. Finanzschriftsteller erklären diese[ wurde ein nationaler Rettungsfonds gegründet, um mit at unbearendte Scaoscheinausqabe für die wichtiaste Fuanzmaß⸗ dessen Hilfe die militärischen Rüstungen zu verbessern.

en lehnen stillschwei⸗

Aus einem Gespräch mit Hindenburg.

Die ausführliche Schilderung eines Besuches im Hauptquartier Dindenburgs und des Gespräches mit dem Feldmarschall, die G. Cabasino⸗Renda imGiornale d Italig veröffentlicht hat, liegt jetzt im Wortlaut vor. Der italienische Bericht ter luüpft an ein Wort Friedrichs des Großen an:Die Kraft der Staaten besteht in den großen Männern, die die Natur hier zu

Tagen, in denen

Deutschland sein Dasein gefährdet sieht, ersteht ihm immer der Führer und Retter; 1814 war es Blücher, 1864, 1866 und 1870

Ar- 4 war es Moltke, und 1914/15 ist es augenscheinlich Hindenburg. wärtigen Amt überreicht habe. Die Verehrung, die er heute in Deutschland genießt, ist 2 0 1 lich, und seine Gestalt beginnt bereits etwas Sagenhaftes zu be⸗

Die sozialdemokratische Maiseier.

das ein jeder sich von dem Bef

lommen. Hindenburgs Aeußeres entspricht vollkommen dem Bilde,

Berlin, 15. April. Ueber den 1. Mai lautet eine Mittei- tischsten Schlachten, die die Geschichte kennt, macht. Groß,

kung desVorwärts wie folgt: Die in Betracht

ieger der Russen in den drei gigan⸗ massig.

kommenden rauh, eine aufrechte, von den Jahren nicht gebeugte Gestalt, die! so

der besonderen Verhältnisse von der Arbeitsruhe in diesem kl

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Von Ostpreußen spricht er als von seiner eigentlichen Heimat. Ich bin hier ein wenig in meinem Hause. Ich bin Ostpreuße, und erkläre es jetzt mit Stolz, weil ich gewissermaßen mein Haus vor dem Feinde beschützt habe. Als ich mich zur Schlacht von Tannenberg N mußte ich durch meine Besi und ich hatte da das Gefühl, nicht wie ein Führer eines Heeres, sondern wie cin Privatmann zu gehen, der sein Haus und seine Familie verteidit. An jedem Winkel Ostpreußens knüpfe sich für ihn eine Erinnerung aus seinem Leben.Gewiß hat mein Ost⸗ preußen, fährt Hindenburg fort,harte Tage durchlebt. Zweimal mußte man die Russen bis zur Mitte hereinlassen, um sie in un⸗ serer Zange zu sassen. Wie manchmal die Chirurgen warten muͤssen, daß ein Geschwür reif wird, um es vollständig beseitigen zu können. Sie werden, als Sie das Land besuchten, mit ihren Augen die Ruinen gesehen haben, die sie hinter sich gelassen haben. Ich bin gewiß nicht übertrieben empfindlich, und ich glaube im Gegenteil, daß der Krieg um so barmherziger ist, je rücsichteloser er geführt wird, da er bald den Frieden bringt. Der menschlichste Krieg ist der von kürzester Dauer. Trotzdem finde ich aber, daß, was die Russen getan haben, jede düsterste Einbildungskraft über⸗ steigt. Der Einfall in emel z. B. ist eine richtige Räuberepisode gewesen: das Böse um des Bösen willen, ohne jeden militärischen Zweck, den es in dieser Gegend nicht geben kann. Andererseits sind ähnliche Handstreiche nicht zu ver⸗ meiden, da ich nicht alle meine Truppen längs der Grenze wie eine Sanitätskette ausdehnen kann. Tas beste Mittel, die Sicher⸗ 3 Grenzländer zu erreichen, ist es, die Russen endgültig zu schlagen.. 1 ö 5

Und dieses bitt auch beute, und zu unserm Gluck haben es auch i cheinen aber alle Schlachten Feldmarschall ice Sh* in der von vielen Bataillonen nur ein Offizier blieb und trotz⸗ 775 G. Vom P 145

icht nur alle

von ganzen Div phon 25 Telegraphen nicht, was sich 200 Meter von uns entfernt ereignet. 5*

Hindenburg erzählte die merkwürdige Geschichte einer russi⸗ schen Fahne mit 5 deutschen InschriftIn treuer Kamerad schaft die bei der Konvention von Tauroggen der General 8 dem Regiment des russischen Generals Diebitzsch geschenkt

und die nun gerade das Jägerregiment Norck dem Regiment Die⸗ bitzsch entrissen hat, und er schloß dann die Unterhaltung mit den bemerkenswerten, schon bekannt gewordenen Worten über das

russische Heer, das, wofür untrügliche Anzeichen vorlägen, schon mürbe würde, und dem 3 der unerschütter⸗ lichen Ueberzeugung von dem endgültigen Sieg der deutschen Waffen. ö ö

Aus Stadt und ans. Gießen, 15. April 1915.

* Abschiedsfeier für Geh. n 8 Schlosser. Am Freitag abend findet aus An 1. des Weg⸗ zugs des Geh. Kirchenrats D. Schlosser in dem Konfirman⸗ densaal in der Kirchstraße eine kleine Abschiedsfeier des Gesamtkirchenvorstandes usw. statt. Mit Rücksicht auf die Kriegszeit wird die Feier in einfachem Rahmen gehalten wer⸗ den. Am nächsten Sonntag hält Geh. Kirchenrat D. Schlosser seine Abschiedspredigt. 0 l udo Kraft, Selbster ziehung zum Tod fürs Vaterland. Einer der ersten, die in dem Gießener Regiment

it mit erleben, wo das deutsche Volk sich erhebt, wo Mann für einsteht für sein Vaterland. Wie gern ich dann mein Leben dafür hingeben! Und noch am Tage vor der Schlacht bei Anloy, in der ihn die seindliche Kugel tra er inem Kameraden und Amtsgenossen, mit dem er sich die Möglichkeit des Todes im Gefecht unterhält: schon in der Jugend habe er sich als schönstes Glück geträumt, wenn er auf der N 5 4 des 3 3 1722 fallend, lötzlich hinweggerissen würde. 8 durch sein ganzes Lehen Gedanke der Auf l ine ideale Gesi

. pferung, und seine Gesin* 1 Heldentnd für sent geliebtes deubsches Vaterland

besiegelt. ** Wasserdichte Kleidu

ug für Ale Feldheer. der kälteren

Der Presse wird geschrieben: Beim r 1 zeit hat der Kriegsausschuß für warme Unter. wertete sogleich darauf gerichtet, die im Felde Trup⸗ Ser idee ven Ver 90. sondern auch außerhalb der Rei.