Ausgabe 
(14.4.1915) 87. Erstes Blatt
Seite
70
 
Einzelbild herunterladen

tika, welche im Sommersemester 1915 in den

eeinen von diesem

durch zur Ausfü

8

et gle esser für die ge Entwicklung unseres Wirtschafts⸗ 5 während des Krieges. Das Regierungsblatt enthält in seiner letzten Num⸗ . 5 die Ergänzung des Stammgnutes des f Hauses Stolberg⸗Roßla betreffend. 2. Bekannt⸗ 5 g, die Umlage der land- und sorstwirtschaftlichen Berufs. genossenschaft für das Großherzog Hessen für das Jahr 1914 betreffend. 3. Verzeichnis der Vorlesungen, Uebungen und Prak⸗ 4 n den sechs Fachabteilungen 5 Großherzoglichen Technischen Hochschule zu g Darmstadt ö werden. 4. Uebersicht der von Groß⸗ herzoglichem Ministerium des Innern für das Rechnungsjahr 1914 9Umlagen zur Bestreitung der Gemeindebedürfnisse * israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Dieburg. 5. Ordensverleihungen. 6. Ruhestandsversetzungen. Kreis Alsfeld. r. Homberg, 12. April. Der Finanzamtsbureauvorsteher Karl Born, zurzeit beim andwehr-Insanterie-Regiment Nr. 116 (Sohn des verstorbenen Väckermeisters und Landwirts Ludwig Born VI.) wurde am 6. April zum Feldwebel befördert. 1 Kreis Schotten.

Laubach, 12. April. Heute hat der Unterricht auch an den hiesigen Schulen wieder begonnen. Die beiden unter⸗ sten Klassen der Volksschule wurden in den dazu er⸗

richteten Anbau der Turnhalle verlegt. 21 Knaben und 18 Mädchen sind heute zum ersten Schultag eingeführt worden. Nach der Aufnahmeprüfung neu angemeldete Schüler am biesigen Gymnasin m wurden 10 in die Sexta und 5 in die übrigen Klassen aufgenommen. Heute morgen fand die feierliche Einführung des neu ernannten Direktors Prof. 1 in sein Amt statt. = Ferchenhain, 13. April. Die beiden Landsturm⸗ männer Heinrich Appel, Herchenhain, und Karl Adolph, Sichen hausen, die seit Herbst vorigen Jahres bei dem Gie⸗ bener Landsturmbataillon in Frankreich als Besatzung stehen, durften der Konfirmation ihrer beiden Töchter am vorigen Sonntage beiwohnen und müssen in den nächsten Tagen wie der zu ihrem Truppenteil zurück. . Kreis Lauterbach. * Landenhausen, 14. April. Der bei Ausbruch i des Krieges zu einem Metzer Dragoner-Regiment einberufene Reservist H. Falk von hier geriet im September v. Is. auf einem nächtlichen Patrouillenritt in englische Gefangen schaft. Durch einen im selben Regiment dienenden Dra goner aus Schlitz erhielten die Angehörigen des Falk von der Gefangennahme Nachricht, aber von diesem ist bis jetzt ein Lebenszeichen noch nicht in der Heimat eingetroffen, so daß schließlich die Eltern annehmen mußten, ihr Sohn sei nicht mehr unter den Lebenden. Endlich nach fünf Monaten wurde ihnen aus Amerika eine Nachricht zuteil, wonach der Vermißte zwar noch am Leben ist, aber durch ein eng⸗ lisches Kriegsgericht zu 20 Jahren Zwangs- arbeit verurteilt worden sei. Ein in Amerika lebender Landsmann des Falk las zufällig in einer amerikanischen Zeitung das Urteil des englischen Kriegsgerichts über den⸗ selben und teilte dieses seinen in Angersbach lebenden Ver⸗

wandten brieflich mit, von wo aus auch die Angehörigen

des Falk von dem Schicksal ihres Sohnes und Bruders Kenntnis erhielten. Angeblich soll derselbe im Besitze einer englischen Damenuhr gewesen sein, die den Engländern An laß zu dieser schweren Verurteilung gab.

Kreis Friedberg.

b. Friedberg, 13. April. Der Kreistag lehnte mit allen gegen die Stimme des sozialdemokratischen Abgeordneten eingebrachten Antrag auf Erhöhung des Kreis⸗

zuschusses zu den 2 ee von 3 Mark auf 5 Mark ab. Als Grund der Ablehnung wurde vom Vorsitzenden die durch die neue Erhöhung entstehende allzu große Belastung der Kreis la se angegeben. 5 r. Bad⸗-Nauheim, 13. April. In der heutigen Stadt⸗ pverordnetenversammlung wurde folgendes verhandelt: Die Versammlung beschließt, daß städtische Gelder bis zum Höchst⸗ betrag von 100 000 Mark bei dem hiesigen Spar- und Vor⸗ schuß verein angelegt werden können. Die dem städtischen Arbeits nachweis angeschlossene Vermittlungsstelle für weib⸗ liches Dienstpersonal soll, wie beantragt wurde, in Zukunft durch den Verein Freundinne oll für die Vermittelung einer Dienststelle mit Lohn bis 25 Mb. 1.50 Mk., über 25 Mk. 2 Mk. Gebühr erhoben werden. Die Versammlung hat gegen die weibliche Verwaltung der Abteilung für weibliches Dienstpersonal nichts einzuwenden, lehnt aber die Erhebung einer Gebühr ab. Da der städtische Arbeitsnachpeis bisher im Intsresse der Bürgerschaft kostenfrei gearbeitet hat, soll es auch in Zukunft so bleiben. Die Vorlage geht zur nochmaligen Beratung an den Finanzausschuß zurück. Der im Herbst be⸗ * Kregskinderkrippe wird ein städtischer Zu⸗ chuß von 50 Mk bewilligt. eranlaßt durch die e n Einberufungen städtischer Beamten beauftragt die Versammlung die Bürgermeisterei, schleunigst Schritte zu tun, um die Unab⸗ kömmlichkeit verschiedener für den Betrieb der städtischen Aemter no Beamten herbeizuführen.

Bad Nauheim, 13. April. Am Freitag, den 16. April, nachmittags wird die Turzeit durch ein Konzert unter Leitung von Professor Hans Winderstein eröffnet werden. Es

. schon zahlreiche Kurgäste eingetroffen. Von den Badehäusern sind bis jetzt drei offen.

25 Starkenburg und Rheinhessen. a. Darmstadt, 13. Abril. Eine eigenartige, von uns kürz⸗ lich bereits besprochene Idee zur Sammlung von Mitteln

für die Kriegsfürsorge wird soeben vom Oberbürger⸗ meister Dr. Glässing hier bekanntgegeben. Er fordert in einem Bevölkerung auf, ein Liebeswerk zugunsten der Hinter⸗

bliebenen der Gefallenen und der Kriegsinvaliden in Hessen da⸗ g zu bringen, daß sie Nägel für ein Kreuz in Eisen als Denkmal der Kriegsfürsorge der Stadt Darmstadt stiftet, wobei er auf die begeisterte Anteilnahme der Bevölkerung Wiens bei dem in Eisen Bezug nimmt. Es soll ein Gedenkzeichen aus Holz in Form des Eisernen Kreuzes errichtet werden, in welches jedermann g geringes Entgelt einen oder mehrere eiserne Nägel einschlagen kann. Neben den eisernen werden 1 bei einem entsprechend größeren Beitrag auch Nägel mit silbernen

nnen junger Mädchen verwaltet, und es sch

5 8 . 4

Köpfen zur Verwendung kommen und jeden Spender soll für u. Beitrag ein Erinnerungs zeichen eingehändigt werden. Zur praktischen Durchführung des Planes wird demmnächst dasKreuz in Eisen mit einem Denkmal zum Zweck der Nagelung in einem Tempel vor dem Denkmal Ludwig IV. aufgestellt werden. Das fertiggestellteEiserne Kreuz wird dann voraussichtlich als ernstes Denkmal einer großen Zeit als Denkmal der Kriegergräber auf dem neuen Waldfriedhof zur Aufstellung kommen.

ch Bingen, 13. April. Hier und in der ganzen Um⸗ gegend bis nach Mainz hat die Blüte der früheren Obstsorten ihren Anfang genommen. Zu beiden Seiten des Rheins stehen zahlreiche Obstbäume im schönsten Blüten⸗

schmucke. Kreis Wetzlar.

Wetzlar, 13. April. Die Errichtung der Zuchtstation in Verbindung mit einer 60 Morgen großen Kreis- Jungvieh⸗ weide auf Hof Alteberg ist ein Ereignis von nicht zu unter- schätzender Bedeutung für unsere heimische Viehzucht. Das Weide⸗ geld(50 Pfg. für den Tag) trägt zur Hälhte der Kreis für 40 zuerst angemeldete Tiere. Spätere Anmeldungen müssen den vollen Be

trag zahlen. Hessen⸗Nassau.

() Bieber bei Rodheim, 13. April. Freitag abend traf hier unerwartet Einquartierung ein. Ueberaus freundlich wurden die Soldaten aufgenommen, die aus der Richtung von Erda nach anstrengendem Marsche, Gefecht und Scharsschießen hier ankamen.

J Marburg, 14. April. In der gestern abend abge⸗ haltenen Stadtverordnetensitzung wurde die Summe der städtischen Kriegsan leihe durch Hinzu⸗ setzung von 5000 Mk. auf rund 400000 Mk. abgerundet. Ferner beschloß man die Einsührung des Turnunter⸗ richts in der Handwerkerfortbildungsschule, obgleich gel⸗ tend gemacht wurde, daß die hiesigen Turnvereine dadurch

sefährdet würden. Wie der Oberbürgermeister mitteilte, pat die Stadthauptkasse in 1913 mit einem Ueber- schuß von rund 97000 Mk. abgeschnitten, in den diesjäh⸗ rigen außerordentlichen Voranschlag konnten deshalb 100000 Mk. für die Lahnregulierung, die der beabsichtigten Kanalisierung der Vorstadt Weidenhausen vorangehen muß, eingestellt werden. Betreffs der Erneuerung des alten Rathaussaales wurde mitgeteilt, daß der Landes⸗ konservator gegen die Entfernung der aus dem 15. Jahr- hundert stammenden Wandvertäfelungen, die durch neue ersetzt werden sollen, Einspruch erhoben habe. Es wurde be⸗ schlossen, das Gutachten des Konservators in Berlin abzu warten.

h Aus Kurhessen, 13. April. In den Waldungen bei Homberg hat das Rehwild derart überhand genommen, daß der den Feldsaaten zugefügte Schaden bereits erheblicher Natur ist. Insolgedessen sucht der Jagdherr der Waldungen öffent⸗ lich Schützen zum Abschuß des Rehwildes. eder der glück⸗ lichen Jäger erhält ein besonderes Schußgeld. ewöhnlich war die Rehjagd immer ein nicht billiges Vergnügen für den Jäger.

fe. Frankfurt a. M., 13. April. Der ruinenhafte Zustand der Hellerschen Kreuzigungsgruppe am Dom, eines bekann- ten Werkes des Mainzer Bildhauers Backoffen, war seit langer Zeit der Gegenstand von Verhandlungen zwischen dem Städti⸗ schen Hochbauamt und dem Vorstande der Kirchengemeinde. Vor Jahresfrist war der Kreuzesstamm in seinem unteren Teile er⸗ neuert worden. Bei dieser Gelegenheit wurde der Sachverständige für Stein⸗Erhaltung, Professor Rathgen in Charlottenburg, von der Stadt mit einer Untersuchung der Gruppe beauftragt. Das von diesem erstattete Gutachten forderte zur Erhaltung der pe, deten Aufstellung in einem heizbaren Raum, wo sie den Witte⸗ rungseinflüssen entzogen sei. Dem Städtischen Hochbauamt er⸗ stattete Bezirkskonservator Luthmer mit Bezugnahme auf dieses Gutachten Bericht, in dem ein geeigneter Ort für die Unter⸗ bringung der Originalgruppe und ein möglicher E derselben unter dem Gehäuse hinter dem Dom erörtert wurde. ö egierungs⸗ präsident Dr. v. Meister ordnete sodann einen Ortstermin mit 1 Vertretern der Königlichen Regierung Wiesbaden, des Städti⸗ schen Hochbauamtes und der Domgemeinde an, bei der die Möglich⸗ keiten einer Rettung der berühmten Gruppe eingehend erörtert wurden. Ein Beschluß konnte jedoch nicht gefaßt werden, da die Frage des Eigentumsrechtes an die Gruppe noch keine endgültige Beantwortung gefunden, so daß diese ihrem Zerfall weiter entgegengeht. 5 N

h. Frankfurt a. M., 13. April. Die Stadtverord⸗ netenversammlung bewilligte heute einstimmig nach den Vorschlägen des sozialpolitischen Ausschusses den ständigen städt. Arbeitern der Lohnklassen 1 und 2 eine tägliche Zulage von 20 Pfennig, soweit sie für Kinder unter 18 Jahren zu sorgem haben. Die ständigen und unständigen Arbeiter der genannten Lohn⸗ klassen erhalten einen Mindestlohn von 4 Mark, und die Arbeiter der, Lohnklasse 3 und 4 einen solchen von 4,40 Mark. Die Be⸗ isse haben rückwirkende Kraft vom 1. Januar 1915 ab, während der Magistrat nur einer Lohnerhöhung vom 1. April an seine Zu⸗ stimmung geben will. Die Magistratsvorlage über die Ver⸗ stadtlichung des Zoologischen Gartens ging nach zustimmenden Aeußerungen der verschiedenen Fraktionsredner an den Rechts- und Finanzausschuß Der Anlauf des Gartens dürfte 81 sein. Ferner bewilligte man eine Nachtrags⸗

redit forderung von 173000 Mark für Mehrausgaben

beim Krankenhausbau. Obwohl der Magistrat bei der Veraus⸗ gabung der Bausumme seine Befugnisse überschritt, sah die Ver⸗ sammlung im Interesse des Friedens von einer öffentlichen Er⸗ örterung der Angelegenheit ab.

h. Bad gomburg v. d. H., 13. April. Für die An⸗ schaffung von Schweinefleisch-Dauerware bewilligte die Stadtperordnetenversammlung weitere 135 000 Mk. Neben einer Gefrierhalle soll noch ein großes Salzfleischlager ein⸗ gerichtet werden. Der Verkauf des Fleisches wird entweder durch die hiesigen Metzger oder die Stadt selbst bewirkt. Die Vorlage eines Vertragsentwurfes über die Liefer un g von Gas an die Eisenbahn verwaltung fand Annahme. Die außergewöhnlich karke Nachfrage nach Anschlüssen an das Gaswerk erforderte die

willigung von weiteren 10000 Mk. für die Anschaffung von Gasautomaten.

fe. Wiesbaden, 13. April. Dem bekannten Luftschiffer Major von Abereron, Kommandeur eines Reserve-Jufanterie Regiments, wurde das Eiserne Kreuz Erster Klasse verliehen.

Märkte.

se. Krankfurt a. M. Schweinemarktberi eh vom 14. April. Ausgetrieben waren 1048 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 Lebendgewicht 9 00 100% Mk., Schlachtgewicht 110,00 115.00 Mt., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 76.00 90.00 Mk., Schlachtgewicht 95.00 102.00 M., vollfleischige Schweine von 100120 kg Lebendgewicht 95.00 100.00 Mt.,

4 5

schwächende Wirkung 2.

F

50 kg Lebendgewicht 95.00 100.00 Mk., Schlachtgewicht 110115.,00 Mt. Geschäft ziemlich rege. 5

le. Frankfurt a. M., 14. April.(Orig.⸗Telegr. des Gieß, Anz.) Kartoffelmarkt. Kartoffeln im Großhandel Mk. 18,75 bis 14,00 Mk., im Kleinhandel Mk. 15,00 16,00. Alles per 100 cg.

Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 15. April 115; Unbeständig, zeilweise Regenfälle, Winde aus nördlichen Richtungen.

Letzte Nachrichten.

Serbien und Bulgarien.

Sofia, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung derAg. Bulgare: Ein neues Communigué des Pressebureaus in Nisch verbreitet weitere angebliche Beweise und Dotumente über die Zwi⸗ schenfälle von Valandovo. Das serbische Pressebureau fühlt die Schwäche seiner Stellung in dieser Angelegenheit und verbreitet deshalb absichtlich erfundene Meldungen über angebliche Einfälle von Banden, welche der Revolte von Valandovo vorhergegangen oder gefolgt seien, um zu beweisen, daß diese Einfälle nach lange vorbereitetem Plane vor sich gegangen wären. Es bringt ferner Nachrichten von einem Bandeneinbruch in Griechisch-Mazedonien. Wir können demgegenüber erklären, daß der griechische Minister⸗ präsident Gunaris dieser Tage gegenüber dem bulgarischen Ge⸗ sandten in Athen anläßlich der zahlreichen im Zusammenhang mit der Affäre von Valandovo gegen Bulgarien gerichteten Verleum⸗ dungen seine Genugtuung über die Ruhe aussprach, die an der grie⸗ chisch⸗bulgarischen Grenze herrscht.

Aeußerungen des Generals French.

London, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Lord Durham sagte in einer Rede, er habe kürzlich das englische Hauptquartier besucht. Bei diesem Be⸗ such habe ihm French folgendes gesagt: Wenn die Zeit kommt, um die große Bewegung auszuführen, können wir die deutschen Linien durchbrechen, aber wir brauchen mehr Munition: ich will den Feind durch unsere Geschütze zermalmen und damit fort⸗ fahren, ohne die Kosten zu berücksichtigen, da dadurch das Leben der tapferen Soldaten geschont wird.

Die englischen Parlamentswahlen.

London, 13. April.(WTB. Nichtamtlich.) Der Parla⸗ mentskorrespondent desDaily Chronicle schreibt: In den nächsten Wochen müssen wichtige Verhandlungen über die nächsten Parla⸗ mentswaghlen zwischen der Regierung und der Opposition stattfinden. Die nächste Legislaturperiode läuft im Januar ab, und es ist ungewiß, ob der Krieg bis dahin beendet sein wird. Die Regierung muß für beide Möglichkeiten vorsorgen und eine Ver⸗ einbarung mit der Opposition muß bald geschehen, da die Auf⸗ stellung der neuen Wahlregister im Juli anfangen muß. Es geht nicht an, daß die im Auslande kämpfenden Briten des Wahlrechts beraubt werden. Das Wahlgesetz muß daher geändert werden. Es bestehen große Bedenken gegen einen Wahlkampf während des Krieges. Die einzige Möglichkeit wäre die Verlängerung der Legislaturperiode durch eine Aenderung der Parlamentsakte von 1911. Die Wahlen könnten in diesem Falle frühestens drei Monate nach dem Kriege stattfinden. Zweifellos redet die Opposition ein Wort dabei mit. dem Gedanken einer Konferenz zustimmen werden und die Oppo⸗

zuschieben, billigen, aber wünschen, daß die Wahlen mindestens

sechs Monate nach dem Kriege stattfinden.

Der Transport deutscher Unterseebobte von Antwerpen . der Nordsee.

London, 13. April.(WT. Nichtamtlich.) Der Marine⸗ korrespondent derTimes schreibt über den Transport deutscher Unterseeboote von Antwerpen nach der Nordsee⸗ lüste: Der Transport durch die Kanäle und die Schleusen ist möglich. Wenn aber unsere Flieger, wie wir hofften, bei ihrem Angriffe auf die Werften in Antwerpen erfolgreich gewesen wären, wären nicht, wie gemeldet, drei deutsche

nach

küste gebracht worden. 1 Ein englischer Preisgewinner. London, 13. dampferStrahis la aus Leith erhielt von der Ad⸗ miralität den Preis von 120 Lstr. für die Versenkung donu 12 Explosionskatastrophe in England. i. Köln, 14. April. DieKöln. Ztg. meldet von der holländischen Grenze: Die englischen Blätter veröffentlichen

furchtbare Entladung statt. Ganze Straßen in der Nähe des Hafens liegen in Trümmern. Viele Men⸗ schenleben sind verloren. Einzelheiten fehlen noch.

Lerwick ist der Hauptort der schottischen Shet⸗ landsinseln, Zentrum der Heringsfischerei und liegt auf der Insel Mainland. Er besitzt guten Hafen und eine Einwohnerzahl von etwa 5000.

Apotheker Rich. Brandts Schweiz erpillen als Schutzmaxke A Vor ee wird gewarnt.

vorm. otheker Ai. len(Schw.

Universität Frankfurt am Main

Das Vorlesungs-Verzeichnis für das Sommer- Semester 1915 ist erschienen und wird auf Verlangen vom Sekretariat(Jordanstratze 17) unentgeltlich zu- gesandt. 340788

Brandt, Scha

Den Verwundeten eine Wohltat!

Der durch Ihre gütige Vermittlung dem Reservelazarett I. wiederholt zur Verfügung gestellte coffeinfreie Bohnenkaffee Kaffee Hag hat sich seiner hervorragenden Eigenschaften wegen schnell die Gunst sowohl der in der Lazarettküche beschäftigten Damen, die bereiten, als auch der Kranken und Verwundeten, die ihn genießen, erworben. Er ist als Genußmittel bei verständiger Bereitung im Geschmack dasselbe, wie gewöhnlicher guter Bohnenkaffee,

3146 88

ohne herz⸗

zu besitzen, so daß man ihn mit Recht wohl als anregend, nicht aber als aufregend bezeichnen kann.

Reservelazarett T.

8

11

S egen 110.00115 Mk.: vollfleischige Schweine von lc

Man erfährt, daß die Führer der Opposition f sition dürfte den Plan, die Wahlen bis nach dem Kriege hinaus

Unterseeboote auf diesem Wege nach der belgischen West⸗ il. WTB. Nichtamtlich.) Der Fisch⸗

ein in Aberdeen aus Lerwick eingetroffenes Telegramm folgenden Inhalts: Vorgestern nachmittag fand hier eine

2

4 ö

9

1